Spaltungen und Einheit in der Adventgemeinde

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    • Pfingstrosen schrieb:

      DonDomi schrieb:

      ch kann eure Sabatschulherft nicht beurteilen, aber als Christ überrascht es mich doch sehr, dass man sich teilweise scheinbar mehr an Frau White als an Jesus orientiert. Für eigentlich alle Lebensfragen, kann man sich am Handeln, Denken und vor allem am Umgang an Jesus orientieren. Ich würde sogar soweit gehen, dass man alles andere der Bibel weglassen könnte, Jesus als Richtschnur genügt vollkommen um sein Leben richtig zu gestalten.
      Kann man so nicht sagen, denn die EGW Themen sind durchaus biblischen Ursprungs. Man diskutiert in die Praxis des Lebens hinein. Es nützt mir zwar zu wissen wer Jesus war und was er für uns getan hat, aber mal salopp gesagt, was hat ein 30jähriger Wanderprediger mit dem Leben einer vielfachen Mutter und Ehefrau, oder einem Ehemann oder Sonstigem, das man themenmäßig herleiten muss, zu tun?Dazu ist es hifreich verschiedene Gedanken zu lesen und zu besprechen.
      Manchmal fehlt es Menschen selbst kreativ und fleißig nachzudenken und zu studieren, dann kann es sein, dass sie sich an EGW hängen und undifferenziert benutzen was sie lesen, das finde ich auch falsch.
      Ich finde es auch verwunderlich, dass gestandene Christen im evangelischen Bereich, auch Pastoren ihren Schäfchen nicht mal die Auferstehung bezeugen...was ich da schon für ein Geschwafel gehört habe, ein Graus ist das. Jesus als Richtschnur wäre schön, der jedes einzelne Wort seines Vaters im AT beachtet hat.
      Im Gegensatz zu einigen Aussagen Frau Whites sind alle Aussagen und das Vorleben Jesu immer noch gültig. Jesus zeigt, wie man mit Mitmenschen und somit auch eigenen Kindern umgeht. Man kann sich bei allen Themen fragen: Wie hätte Jesus gehandelt und schon hat man die richtige Antwort, es ist so einfach und benötigt keinerlei wissenschaftlicher Untersuchungen oder Herleitungen. Bei Frau White muss ja immer noch die Gegebenheiten der damaligen Zeit berücksichtigen, bei Jesus nicht, sein Wort, seine Taten, sein Handeln ist universell und ewiggültig.

      Frau White hat sehr vieles zur Bibel hinzugetan und ich bezweifle stark, das alles richtig ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Ich kann eure Sabatschulherft nicht beurteilen, aber als Christ überrascht es mich doch sehr, dass man sich teilweise scheinbar mehr an Frau White als an Jesus orientiert.
      Hallo DonDomi,das ganze ist nicht so einfach zu verstehen.
      Es gibt Entwicklungen die einfach der Zeit geschuldet sind.
      Die Orginal Lektion und Thema wird in den USA entschieden.
      Diese Lektion wurde dann Übersetzt. In den 1960 Jahren war das ein Abfragen von Bibelstellen...

      Die Beteiligung an der Sabbatschule wurde immer weniger, also hatte man einen eigenen anderen Aufbau in der Vorgehensweise ausgearbeitet,eine induktive Vorgehensweise. Ein System wie Jesus im Gespräch meistens vorgegangen ist. Für mich mich war es die Weiseste Entscheidung.
      Dann gab es Kluge Leute die damals sich die Englische lektion besorgeten. Damit fing es an ...bei uns steht aber das....
      Dann kam ein Geschäftsmann und hat die Englische Orginalausgabe probeweise ins deutsche übersetzt und
      unter die Leute gebracht. Dann kamen die Russlanddeutschen die natürlich nur die Weltfeld kannten in der
      fast nur EGW Zitate verwendet wurden...Schwester W. meint dazu....also wurde sie auch gedruckt.
      In der Europäischen (Österreich,Schweiz,Deutschland) wurden auch andere bedeutende Christen zitiert...

      Das wurde von bestimmten Leuten als Abfall wahrgenommen und mit dem Beitritt zur ACK, ging der Kampf von bestimmten Gruppen und Splittergruppen erst richtig los.
      Die ASI hat dann unter ihren Dach mit den ensprechenden Geldern die richtige Mission vorangetrieben,
      die wir heute ausbaden müssen...ja die zu Spaltung in der Gemeinschaft geführt hat,was hie zu erkennen ist!
      Um zu verstehen,schau Dir mal diese Seite an. Von dem Schulze wurde ich Jahrelang mit Briefen belästigt...bis ich Ihm entsprechend geantwortet habe.
      Der Kurs der STA - Der Ökumenische Abfall in Deutschland und die Gründung der Gemeinschaft der Übrigen
    • DonDomi schrieb:

      Bei Frau White muss ja immer noch die Gegebenheiten der damaligen Zeit berücksichtigen,
      Die Erziehungsmethoden meiner Eltern gründeten sich auf EGW!

      Ich wurde geprügelt! Wenn ich am Tag etwas verbockt hatte,wartete die Mutter bis mein Vater,manchmal
      erst um 21 Uhr von der Arbeit nach Hause kam.
      Dann wurde der Rohrstock vom Schrank geholt und ich bekam meine versprochene Tracht Prügel....

      Wir wohnten neben "Asozialen" Leuten, der Mann arbeitete wenig ,trank Viel und die Kinder waren keine Leuchten. Trotzdem hatte ich die Frau bewundert wie Sie, wie eine liebende Klucke hinter ihren Kindern stand...
      Wir waren die Sabbathalter,das ich Sabbats nicht die Schere benutzen durfte,oder beim Sabbatspaziergand,das Fussballspiel der Kinder nicht angucken durfte...mein Vater war da konsequent!

      Das hat sich so zugespitzt,das nach einem gebrochenem Bremshebel am Mopped mein Vater wütend
      die Hand in Positin brachte. Ich habe ihm dann mit 17 gedroht zurückzuschlagen...das war das letzte mal
      als er mich schlug.
      Nur ein kleiner Eindruck meiner Wahrnumung mit dem Namen EGW.

      Das ich heute noch Adventist/Christ bin, ist für mich das größte Wunder!!!!!
      Endlich kann ich die Liebe Jesu so leben,wie ich es von IHM gelernt habe.
    • Bemo schrieb:

      Ich glaube, wenn Ellen White deinen Eltern begegnet wäre, sie hätten ihnen tüchtig den Kopf gewaschen.
      Du hättes erst meinen Opa als Gemeindeleiter in Oberschlesien kennenlernen sollen...

      Man hat früher so übersetzt, wie die Kultur üblich war. Auch 1960 wurde ich in der Schule geprügelt....vom katholischem Lehrer, mit 5 Kindern....
    • @Bogi111

      Ich glaube Dir gerne, was Du erzählst, trotzdem hoffe ich, dass Du verstehst, dass ich Eure Sabbatschullektionen nicht werten möchte, das steht mir einfach nicht zu.
      Ich kann Dir aber gerne sagen, dass meine, die Neuapostolische Kirche, früher auch viel konservativer war. Kino war verboten, ebenso Tanzlokale und viele andere Dinge auch. Es hiess immer, wenn Jesus wiederkommt wird er Dich im Kino nicht finden. Die Angst nicht dabei zu sein war ein steter Begleiter. Wenn man mal nach Hause kam und wider Erwarten war niemand zu Hause, hatte man bereits Angst Jesu wäre gekommen und man hätte es verpasst.
      Ich glaube viele solche Phänomene von vielen Freikirchen waren der Zeit geschuldet. Bei uns ist es heute Gott sei Dank nicht mehr so, heute soll die Freude am Glauben im Vordergrund stehen. Dies führt meiner Meinung nach zu einem viel tieferen Glauben.
      Eigene Erfahrungen haben mich daher auch dazu bewogen euch hier vorzuschlagen, dass die STA die Aussagen Frau Whites aufarbeitet und entscheidet, was nach gültig ist und was nicht. Dann hat man nämlich eine klare Aussage, die Aussage heute, dass sie eine Prophetin (oder Botin wie es offiziell heisst) sei, dass man aber ihre Aussagen an Hand der Bibel prüfen soll, führt wegen unterschiedlicher Auslegung eben auch zu viel Streit und Spaltungen. Ich weiss in einem Forum sind durchaus auch Extreme überproportional vertreten, aber man nimmt das hier sehr deutlich wahr.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Ich glaube viele solche Phänomene von vielen Freikirchen waren der Zeit geschuldet. Bei uns ist es heute Gott sei Dank nicht mehr so, heute soll die Freude am Glauben im Vordergrund stehen. Dies führt meiner Meinung nach zu einem viel tieferen Glauben.
      Ja auch bei uns hat sich vieles zum positiven verändert.
      Durch die ACK Mitarbeit habe ich die NAK schätzen gelernt,die liebevolle Gemeinschaft ist änlich wie bei uns.
      Ach die freien Gebete schätze ich sehr.Nur mit der Dominanz der Männer und der Sündenvergebung beim Abendmahl habe ich probleme....

      Was EGW angeht habe ich ein entspanntes Verhälltnis zu ihrem Schrifftum.Einiges habe ich selbst erlebt.
      Hilfreich war das Buch" Das leben Jesus" und ihre Briefe an die Gemeinde geschrieben. Vieles ist hilfreich und nützlich. Schlimm ist wenn sie missbraucht und zu Ikone hochgehoben wird. Weil es so viele Bücher von ihr gibt auch Auflagen von Splittergruppen,wird eine Klarstellung nichts bringen. Das sie von Gott zu ihrer Zeit der Gründung der Gemeinde ein wichtiges Werkzeug Gottes war, kann man nicht leugnen!
      Der Geist Gottes wirkt immer noch und er benutzt jeden,der im Geiste Jesus unterwegs ist.
    • Bogi111 schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Ich glaube viele solche Phänomene von vielen Freikirchen waren der Zeit geschuldet. Bei uns ist es heute Gott sei Dank nicht mehr so, heute soll die Freude am Glauben im Vordergrund stehen. Dies führt meiner Meinung nach zu einem viel tieferen Glauben.
      Ja auch bei uns hat sich vieles zum positiven verändert.Durch die ACK Mitarbeit habe ich die NAK schätzen gelernt,die liebevolle Gemeinschaft ist änlich wie bei uns.
      Ach die freien Gebete schätze ich sehr.Nur mit der Dominanz der Männer und der Sündenvergebung beim Abendmahl habe ich probleme....

      Was EGW angeht habe ich ein entspanntes Verhälltnis zu ihrem Schrifftum.Einiges habe ich selbst erlebt.
      Hilfreich war das Buch" Das leben Jesus" und ihre Briefe an die Gemeinde geschrieben. Vieles ist hilfreich und nützlich. Schlimm ist wenn sie missbraucht und zu Ikone hochgehoben wird. Weil es so viele Bücher von ihr gibt auch Auflagen von Splittergruppen,wird eine Klarstellung nichts bringen. Das sie von Gott zu ihrer Zeit der Gründung der Gemeinde ein wichtiges Werkzeug Gottes war, kann man nicht leugnen!
      Der Geist Gottes wirkt immer noch und er benutzt jeden,der im Geiste Jesus unterwegs ist.
      Ich selbst habe kein Problem mit Frau White: Ich habe schon des öfteren gesagt, dass sie viel Weises geschrieben hat, aber für mich sind ihre Schriften nicht prophetischer Natur.
      Zwei Sachen noch zur NAK:
      Die Sündenvergebung ist ja kein Sakrament, aber sie findet bewusst vor dem Abendmahl statt, damit man gereinigt zum Abendmahl geht. Ihr praktiziert die Fusswaschung 1:1 wie in der Bibel, wir verstehen die Symbolisch und daher wird der Mensch von den Sünden gereinigt. Wie man dazu steht, darf jeder selbst entscheiden, aber das ist eine der Begründungen, das Abendmahl ist eigentlich viel wichtiger als die Sündenvergebung und deswegen auch ein Sakrament.
      Zur Dominanz der Männer: Wenn es nach den Westeuropäern gehen würde, gäbe es schon lange Frauen, die als Priester wirken würden, die Bibel verbietet das ja nicht, aber aus Rücksicht vor den Gepflogenheiten in andern Kulturen, vor allem Afrika hat man bisher darauf verzichtet. Ich selbst bin ja Diakon, aber ich fühle mich deswegen nicht als etwas besseres und man nimmt das in meiner Gemeinde glaube ich auch so wahr. Es ist letzten Endes nämlich nur eine Arbeit, die man verrichtet. Und nicht ein Statussymbol, dass man etwas besonderes sei. Früher wurde das auch bei uns in Westeuropa von Vielen noch anders angesehen, aber auch da ist ein deutlicher Wandel spürbar. Allerdings ist dieser natürlich noch lange nicht überall gleich weit fortgeschritten, auch im deutschsprachigen Raum alleine gibt es grosse Unterschiede.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Spannung zwischen "Progressiven" und "Konservativen/Whitetisten" !!!

      Bogi111 schrieb:

      In der Europäischen (Österreich,Schweiz,Deutschland) wurden auch andere bedeutende Christen zitiert...

      Das wurde von bestimmten Leuten als Abfall wahrgenommen und mit dem Beitritt zur ACK, ging der Kampf von bestimmten Gruppen und Splittergruppen erst richtig los.
      Das Zitieren der christlichen Glaubensvätern und der einen Glaubensmutter (Ellen G. White), wie Athanasius, Petrus Waldus, John Wycliff, Jan Hus, Martin Luther, Ulrich Zwingli, Jean Calvin, Joseph Smith, John und Charles Wesley u.v.a. kann doch nur - wenn diese die Bibel und christliche Lehren hochhalten - nur gut und »Glaubenstärkend« sein!!! Wenn das von eingen wenigen Fanatikern "als Abfall wahrgenommen wurde", so kann man das nur als sektiererhaft bezeichnen!
      Und so wurden leider lange Zeit (von ca. 1880 -1960) die Adventisten von den anderen Christen (Orthodoxe/ Katholiken/ Protestanten/ Methodisten/ Baptisten) auch als "Sekte" wahrgenommen und nicht als "Evangelische Freikirche"!

      Der Beitritt als Gastmitglied- nicht einmal als Vollmitglied bei der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen)! - war für »die konservativen Hardliner« .. d e r .. Sündenfall schlechthin! Man sah sich auf dem Weg nach Babylon und die Papstkirche (RKK) immer noch - trotz II. Vatikanums (1962-1965) - als »vom Antichrist beherrscht!«. Manche Adventisten, wie Olaf Schröer, sehen das wohl bis heute noch so ...!
      Dass man den Gaststatus bei der ACK aber auch im Sinne von Jesu Gebot ("Dass sie alle eins seien!") aus Joh 17,21 auffassen könnte, kommt diesen Hardlinern erst gar nicht in den Sinn!
      ---> Aber mit dieser Spannung zwischen "Progressiven" und "Konservativen/Whitetisten" wird die Kirche der STA wohl auch in Zukunft leben müssen!
      Da sind sie in "guter Gesellschaft" mit Katholiken und Evangelischen und Methodisten und den Baptisten, wo es auch sehr konträre Glaubensauffassungen gibt, anstatt sich an Jesus zu orientieren, so wie es Bogi eingefordert hatte!
      Aber man wird ja in der ACK als STA wohl auch auf die antichristlichen Grundzüge eines nicht biblisch zu vertretenden päpstlichen Amtes hinweisen dürfen - oder muss man da - wenn es um DAS PAPSTAMT geht (was ja DAS ALLERGRÖSSTE HINDERNIS auf dem Wege zur EINHEIT DER GESAMTEN CHRISTENHEIT darstellt!!!) beschämt schweigen? U.A.W.G.!
    • DonDomi schrieb:

      Ich selbst bin ja Diakon, aber ich fühle mich deswegen nicht als etwas besseres und man nimmt das in meiner Gemeinde glaube ich auch so wahr. Es ist letzten Endes nämlich nur eine Arbeit, die man verrichtet. Und nicht ein Statussymbol, dass man etwas besonderes sei.
      Das habe ich auch so wahrgenommen! Wir haben viel gemeinsames!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Aber man wird ja in der ACK als STA wohl auch auf die antichristlichen Grundzüge eines nicht biblisch zu vertretenden päpstlichen Amtes hinweisen dürfen -
      Mit dem jetzigen Papst,der Jesus in den Vokus bringen will, haben bestimmte Bischöfe ihre Probleme.
      Es ist die Struktur und Verfassung, die eine Reformation verhindern.
      Wo will man anfangen?

      Tramp,Putin und andere, sind die Wegbereiter für den nächsten Papst....das "Christentum der Amerikaner und Russen" gegen den Rest der Welt....
    • DAS ABENDMANL IST DAS SAKRAMENT DER SÜNDENVERGEBUNG!

      DonDomi schrieb:

      Die Sündenvergebung ist ja kein Sakrament, aber sie findet bewusst vor dem Abendmahl statt, damit man gereinigt zum Abendmahl geht. Ihr praktiziert die Fusswaschung 1:1 wie in der Bibel, wir verstehen die Symbolisch und daher wird der Mensch von den Sünden gereinigt. Wie man dazu steht, darf jeder selbst entscheiden, aber das ist eine der Begründungen, das Abendmahl ist eigentlich viel wichtiger als die Sündenvergebung und deswegen auch ein Sakrament.
      Dass das Abendmahl - was ja biblisch gesehen das Sakrament der Sündenvergebung ist (Jesus spricht: "Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden!" - Matthäus 26,28) - viel wichtiger ist als die Sündenvergebung stimmt so nicht! ---> dies wird wohl auch einer der Gründe sein, dass die Evangelische Kirche die NAK (offiziell) immer noch als Sekte und nicht als Kirche ansieht!
      Denn das Abendmahl ist ja unsere Zusage, dass Gott uns alle unsere Sünden vergeben hat, um des Blutes Jesu Christi Willen!
      Bei den Katholischen kommt vor der Eucharistie (=Abendmahl/Kommunion) daher auch noch das Sakrament der Busse(dieses hatte Luther auch noch als 3. Sakrament in der Augsburger Konfession anerkannt!) hinzu! Auch kein evangelischer Christ sollte ohne vorherige Gewissenserforschung und ohne aufrichtig Buße zu empfinden zum Abendmahl gehen! ==> So gesehen kommt vor jedem evang. Abendmahl echte Buße und Gewissenserforschung! Wer dies nicht tut, nimmt das Abendmahl unwürdig zu sich!
    • HeimoW schrieb:

      Zur Klarstellung: Adventisten kennen kein "Sakrament" (ex opere operato).
      Und was ist denn Taufe und Abendmahl anderes als ein Sakrament - laut Luther und Brenz ein "göttlich Heilszeichen"! ???
      Taufe und Abendmahl sind zwei direkt von Jesus Christus eingesetzte Glaubenszeichen und damit auch Sakramente!
    • Adventisten vertreten den kalvinistischen (zwinglianischen) Ansatz:

      Taufe und Abendmahl sind Bekenntnis- und Gedächtniszeichen des teilnehmenden Gläubigen, nicht an Kirche/Gemeinschaft gebunden. Dieser Begriff ist unausgereift/widersprüchlich.

      Luther hielt am "Gemeinschaft" (Corpus Christi) stiftenden Verständnis fest. Obwohl er sich von der katholischen Kirche löste, hielt er am "entmystifizierten" Sakramentsbegriff fest.

      Beide widersprüchlichen Positionen führten zur Schwächung/Spaltung der Reformation in "Süd" und "Nord"und zu 30 Jahren Krieg mit den "Altkirchlichen".

      Biblisch gesehen: Der "Leib Christi" (Haupt) ist "im Himmel", die Gemeinde ist "symbolischer Leib"=handelnde Glieder des Leibes.

      Der Widerspruch zwischen Reformationsbewegungen hätte vermieden werden können, wenn man den "mosaischen"/paulinischen Gemeinde-des-HErrn-Begriff wieder eingeführt hätte.

      Siehe auch Jesaja 56:2.-8. Apg. 15:13.-21.

      Dann wäre das Abendmahl ein biblisches "Passahmahl" am 14. des ersten Neumonds und die "Taufe" wäre kein Kircheneintritt mit Beitragsverpflichtung.
    • freudenboten schrieb:

      Der Widerspruch zwischen Reformationsbewegungen hätte vermieden werden können, wenn man den "mosaischen"/paulinischen Gemeinde-des-HErrn-Begriff wieder eingeführt hätte.

      Wie hätte das denn funktionieren sollen? Luther sah im Abendmahl eben nicht nur ein Symbol, sondern einen realen Gnadenakt Gottes, bei dem Wort Gottes und Wirken Gottes zusammenfallen und in dem der Wiederauferstandene in und an uns wirkt.

      Wenn Jesus sagt "Dies ist mein Leib“ und „Dies ist mein Blut“. (Mt 26,26–28) kann man natürlich darüber diskutieren, ob dies lediglich symbolisch gemeint sei. So stehen tut es in der Bibel aber nunmal nicht.

      Ich selbst bin in der Frage des Abendmahlsverständnisses relativ leidenschaftslos, weil es mir nicht darum geht, was der Empfänger darunter versteht, sondern auf wen es hinweist.

      Es gibt aber einige Freikirchen, die gelegentlich ganz gerne betonen, dass sie die Bibel im Gegensatz zur Evangelischen Kirche angeblich ja ganz wörtlich nehmen würden. Aber ausgerechnet in diesem zentralen Punkt gilt das dann nicht. Etwas seltsam finde ich das schon.
    • Die "südlichen" Reformatoren betonten "Zu meinem Gedächtnis" (Lukas 22:19.), weil sie selbstwirkende (kirchliche) Sakramente für unbiblisch hielten (siehe 1. Korinther 11:26.-29.). Das war richtig.

      Man hätte aber den Diskurs mit den Lutherischen fortsetzen müssen, bis zu einer biblischen Lösung. So wäre es die urchristliche Art (Apg. 15).

      Leider erwies sich der gealterte Luther als "Sturkopf".

      Ein biblischer Lösungsansatz findet sich in Kolosser 2:17; wenn man es richtig übersetzt: "Das sind Schatten des Zukünftigen (nicht des Vergangenen) und Leib Christi."

      Das bedeutet, die mosaischen Sabbate des HErrn (z. B. Levitikus 23, Exodus 23:14.ff; Exodus 34:16.ff; Deuteronomium 16) als Grundlage auch der neutestamentlichen Gemeinde Jesus zu akzeptieren.

      Hier wäre beides, Gedächtnis und Versammlung, vereint. Von den Reformatoren hätte dies größere Kompromissbereitschaft verlangt.

      Leider stand die heidnische "Ersetzungs-Theologie" der "Kirchenväter" als Hindernis im Wege, bis heute.

      Der Islam gesellte sich hinzu als Protestbewegung gegen die mosaische und die "heidenchristliche" Ekklesiologie.
    • freudenboten schrieb:

      Die "südlichen" Reformatoren betonten "Zu meinem Gedächtnis" (Lukas 22:19.), weil sie selbstwirkende (kirchliche) Sakramente für unbiblisch hielten (siehe 1. Korinther 11:26.-29.). Das war richtig.

      Man hätte aber den Diskurs mit den Lutherischen fortsetzen müssen, bis zu einer biblischen Lösung. So wäre es die urchristliche Art (Apg. 15).

      Leider erwies sich der gealterte Luther als "Sturkopf".

      Ein biblischer Lösungsansatz findet sich in Kolosser 2:17; wenn man es richtig übersetzt: "Das sind Schatten des Zukünftigen (nicht des Vergangenen) und Leib Christi."

      Das bedeutet, die mosaischen Sabbate des HErrn (z. B. Levitikus 23, Exodus 23:14.ff; Exodus 34:16.ff; Deuteronomium 16) als Grundlage auch der neutestamentlichen Gemeinde Jesus zu akzeptieren.

      Hier wäre beides, Gedächtnis und Versammlung, vereint. Von den Reformatoren hätte dies größere Kompromissbereitschaft verlangt.

      Leider stand die heidnische "Ersetzungs-Theologie" der "Kirchenväter" als Hindernis im Wege, bis heute.

      Der Islam gesellte sich hinzu als Protestbewegung gegen die mosaische und die "heidenchristliche" Ekklesiologie.
      Das abtrifften dieser Diskussion zeigt einmal mehr, dass es bei all den Spaltungen oftmals darum geht, wer Recht hat. Recht haben hat im Glauben aber keinen Platz, Glaube ist und bleibt Glauben. Es gibt keine Beweise und die sind auch nicht notwendig, wer das erkannt hat, der kann solche Diskussionen auch recht relaxt führen und auch andere Meinungen akzeptieren ohne dass man damit einverstanden sein muss. Dann kann die Liebe untereinander gepflegt werden und damit ist man auf alle Fälle einiges näher bei Jesus als bei all diesen Detaildiskussionen.

      Liebe Grüsse
      DonDom