Daniel 8,14: 2300 Abende und Morgen

  • "am Anfang im Gesicht...." ist auf die vorige Vision bezogen, und die folgenden Visionen entfalten DIESELBEN für Daniel zukünftigen Geschehnisse: "Gräuel der Lästerungen", welche Jesus und sein Volk VERFOLGEN.

    Das ist auf die Vision vorher bezogen lediglich um den Mann Gabriel zu identifizieren, nicht um die Sichtung selbst in den gleichen Kontext zu stellen. Die Sichtung aus Daniel 8 bezieht sich erst auf die Zeit, wo Alexander das Perserreich erobert. Daniel 9 dagegen bezieht sich schon auf Daniels Lebenszeit, in welcher er selber den angekündigten Erlass noch miterleben wird, denn an ihn sind die Worte Gabriels gerichtet, nicht an spätere Leser. Für uns Leser ist lediglich wichtig, dass darüber offenbart wurde, nicht aber, dass uns die Worte uns zeitlich betreffen könnten. Deswegen kann sich der Zeitpunkt nur auf den Erlass des Kyros beziehen, welchen Daniel unmittelbar nach der Vision erlebte.

  • "am Anfang im Gesicht...." ist auf die vorige Vision bezogen, und die folgenden Visionen entfalten DIESELBEN für Daniel zukünftigen Geschehnisse: "Gräuel der Lästerungen", welche Jesus und sein Volk VERFOLGEN.

    Das ist auf die Vision vorher bezogen lediglich um den Mann Gabriel zu identifizieren, nicht um die Sichtung selbst in den gleichen Kontext zu stellen. Die Sichtung aus Daniel 8 bezieht sich erst auf die Zeit, wo Alexander das Perserreich erobert. Daniel 9 dagegen bezieht sich schon auf Daniels Lebenszeit, in welcher er selber den angekündigten Erlass noch miterleben wird, denn an ihn sind die Worte Gabriels gerichtet, nicht an spätere Leser. Für uns Leser ist lediglich wichtig, dass darüber offenbart wurde, nicht aber, dass uns die Worte uns zeitlich betreffen könnten. Deswegen kann sich der Zeitpunkt nur auf den Erlass des Kyros beziehen, welchen Daniel unmittelbar nach der Vision erlebte.

    DER TEXT SAGT, dass sich Dan. 9 AUF DEN INHALT der Vision Dan. 8 bezieht, und die wiederum war eine Vertiefung/Entfaltung zum Inhalt der Dan. 7-Vision, Zweites, Drittes und Viertes "Tier".

    (Siehe auch Offb. 13:1.2.)

    Echte historische Auslegung identifiziert den "Fürsten des Heeres" Dan. 8 mit Jesus Christus und die Macht des kl. Hornes, die ihn "niederschlägt" mit den Römern. So sieht es auch Jesus in Matth. 24. (ZUKÜNFTIG!).

    Der "Gräuel" begann mit der LÄSTERUNG bei Jesu Kreuzigung, fuhr fort mit der Tempelzerstörung und errichtete die konstantinische "Kirche" bis 508.

  • Daniel 8 ist keine Vertiefung von Daniel 7 und auch nicht von Daniel 2. Ja, es geht zwar immer um die Weltreiche, aber sie sind jeweils ergänzende Sichtweisen auf das Weltgeschehen, keine gegenseitigen Erklärungen. Die 10 Hörner in Daniel 7 sind auch gar nicht in Einklang zu bringen mit den 10 Hörnern des Tieres aus dem Meer (Offenbarung 13) oder des Tieres in der Wüste (Offenbarung 17). Auf Webseiten wie http://www.dasgeheimnis.de wird dieser Unterschied auch unter den Teppich gekehrt.

  • Daniel 8 ist keine Vertiefung von Daniel 7 und auch nicht von Daniel 2. Ja, es geht zwar immer um die Weltreiche, aber sie sind jeweils ergänzende Sichtweisen auf das Weltgeschehen, keine gegenseitigen Erklärungen. Die 10 Hörner in Daniel 7 sind auch gar nicht in Einklang zu bringen mit den 10 Hörnern des Tieres aus dem Meer (Offenbarung 13) oder des Tieres in der Wüste (Offenbarung 17). Auf Webseiten wie http://www.dasgeheimnis.de wird dieser Unterschied auch unter den Teppich gekehrt.

    Alle Weltreiche in den Daniel-Visionen sind zeitlich/historisch PARALLEL (prophetisches Prinzip).

    Das "Weltgeschehen" SIND die in den Visionen wiederholten Weltreiche/Epochen.

    In allen Danielvisionen tauchen dieselben Epochen unter verschiedenen ANSICHTEN auf.

    Offenbarung 13 ist später aus der Zeit des Johannes. Das vierte Tier in Dan. 7/"kl. Horn" Dan. 8 ist zugleich das "Meertier" in Offb. 13. "Die Häupter" sind in Daniel nicht erwähnt, weil er die Zählung mit BABYLON beginnt.

    Die Häupter in Offb. 13/17 begannen schon mit Ägypten, Assyrien... (Hesekiel 23).

    Die "Hörner" in Offb. sind dieselben NACHFOLGE-MÄCHTE aus Rom wie in Daniel 7.

    Die "tödliche Wunde" Offb. 13 entspricht dem "Ausreißen der drei Hörner" (Jahre 508/538 Dan. 7:8.24.25.

  • Alle Weltreiche in den Daniel-Visionen sind zeitlich/historisch PARALLEL (prophetisches Prinzip).

    Ich glaube das ist ein Grund, warum Du Zusammenhänge siehst, die der Text nicht hergibt. Irgend ein Mensch hat mal ein prophetisches Prinzip aufgestellt, ich habe keine Ahnung was das sein soll, aber ich vermute, dass genau das zu diesen Auslegungen führt, die der Text aber gar nicht hergibt.

  • Alle Weltreiche in den Daniel-Visionen sind zeitlich/historisch PARALLEL (prophetisches Prinzip).

    Ich glaube das ist ein Grund, warum Du Zusammenhänge siehst, die der Text nicht hergibt. Irgend ein Mensch hat mal ein prophetisches Prinzip aufgestellt, ich habe keine Ahnung was das sein soll, aber ich vermute, dass genau das zu diesen Auslegungen führt, die der Text aber gar nicht hergibt.

    Der Text ist nicht nur der Vers/Kapitel sondern, gerade bei Daniel, eine Visionen-"Komposition"/LEBENSWERK.

    So auch die Joh.-Offenbarung.

    Proph. "Prinzipien" sind von Gott gegeben, wie auch die "reformatorischen Prinzipien"

    Ich verweise auf die "Kopf-/Fußverse" der Visionen, welche den ZUSAMMENHANG AUSDRÜCKLICH markieren.

  • Jetzt bin ich genau so schlau wie vorher.

  • In Dan. 8 sind Babylon bis Rom u.s w. symbolisiert, in Kap. 7 ebenfalls, wobei das nachrömische Europa mit dem monarchischen Episkopat (ein Horn) vertieft wird.

    In Kap. 8 wird erst ab Persien gezählt, weil Babylon schon abgelöst worden ist, hier werden Rom ("kleines Horn") und der Messias vertieft.

    In Kap. 9 wird das "erste Kommen" des Messias vertieft, das "Ende des Streits" wird in Matth. 24 vertieft.

    Die folgenden Kapitel reichen über das "Mittelalter" hinaus bis in unsere Zeit. Dan. 8:14. greift vor auf die "Zeit des Endes" (Kap. 12 und Offb. 10-14.).

    Matth. 24 überblickt von Jesu Zeit bis "Zweites Kommen".

    Nach gut hebräisch-prophetischer Art handelt sich um lauter historische Parallel-Betrachtungen.

  • Du zäumst das Pferd von hinten auf. Du nimmst an es sind Parallel-Betrachtungen, aber das gibt der Text nicht her und das haben wir bereits ausführlich diskutiert. Wenn also diese Annahme das prophetische Prinzip sein soll, so stimmt es zumindest nicht für alle Danielkapitel.

  • Nein, ich habe das Zählprinzip erläutert. Dan. 2 und 7 zählen ab Babylon, Daniel 8ff. beginnen jeweils mit Persien und zielen auf Rom und den Messias. Dass 8+9 bes. zusammengehören zeigen die Kopf- und Fußzeilen (TEXT). ENDE Kap. 8, Einleitung zu den "70 Wochen".

    Da wird nicht "von hinten gezählt".

    Hesekiel beginnt seine Reihe mit Assyrien.

    Die Makkabäerlegende mit Antiochus ist heils-und weltgeschichtlich nicht bedeutsam, darum sagt Matth. 24 auch NICHTS dazu.

    Die Parallelen/Wiederholungen sind hebräische Denkart, nicht meine "Erfindung".

  • Egal, wie oft du das wiederholst, es ändert nichts an der Tatsache, dass Rom in Kapitel 8 nicht vorkommt. Es wurde bereits mehrere Gründe genannt, du wirst Deine Meinung sowieso nicht ändern, daher steig ich an diesem Punkt aus der Diskussion aus. Die Argumente wiederholen sich nur noch.

  • Nein, Dein Problem ist ein anderes: Du erkennst die Autorität des TEXT-Lautes nicht an, ohne die Prüfkriterien für Zusammenhang/historische Parallelität zu beachten.

  • Hier liste ich die Argumente auf, welche das "kleine Horn" Dan. 8:9.ff. als ROM erkennen lassen, nicht den Seleukiden Antiochus Epiphanes.

    1.

    Die Reihen von Weltreichen in ALLEN Daniel-Kapiteln führen über Perser - Griechen NACH Rom oder darüber hinaus.

    Die "Vier Hörner" in Dan. 8:8. SIND bereits die griech. Diadochen. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung des Antiochus. "Horn"-Mächte erscheinen in KEINER Vision AUF FRÜHEREN "Hörnern, NUR auf "Häuptern" (auch in Joh.-Offb.).

    In Dan. 8:9. wächst das (zunächst) kleine Horn NICHT aus einem der vorigen Hörner sondern aus einem der "vier Winde/Richtungen des Himmels", aus dem nicht genannten WESTEN, Italien, von Jerusalem aus gesehen.

    2.

    Dan. 8 und 9 bilden aufgrund Kap. 8:26.f. und 9:21.-23. inhaltlich eine Vision. Jeremia 25:11. ist NICHT die VISION/ERSCHEINUNG welche Gabriel erklärt sondern Dan. 8. "70 Wochen/490/500 Jahre" vertiefen die Verse 9.-12. in Dan. 8. Von "Opfer" ist Dan. 8:11. NICHT die Rede sondern vom "beständigen Bund", welcher "erhöht" wird (auch 9:27. "wichtig gemacht")

    sowie "niedergeschlagen" (auch 9:26. "getötet") die "Stätte seines Heiligtums" (des "Leibes Jesu" Joh. 2:21.).

    3.

    Der "Gräuel der Lästerung" bestand NICHT in "UNTERBRECHUNG des lev. Opferdienstes" sondern er begann mit der Kreuzigung Jesu (Matth. 27:39.ff./Markus 15:29.ff./Lukas 23:35.ff./Joh. 19:15.) , dem "Aufhören der Schlachtopfer" (Matth. 27:51.) sowie die Tempel-/Stadt-Zerstörung als Folge, und dem "Verlassen des heiligen Bundes" (Dan. 11:28.ff./12:11.) durch die RÖMISCHE STAATSKIRCHE. (bis zur "Völkerwanderung" um 508).


    4.

    Jesus in Matth. 24 verwies auf den "Gräuel" als ZUKÜNFTIG, nicht als bereits geschehen. Die Makkabäer-Legende findet KEINE Beachtung, denn sie begründeten nur eine der jüdischen Parteien, die späteren "Zeloten"/Bar-Kochbah-Anhänger.

    5.

    Jesus bereitete die Jünger auf den nachapostolischen "Abfall" und "Unterdrückung/Verfolgungszeit" vor, in Dan. 7:25: "3 1/2 Zeiten" genannt, Offb. 10-14 auch "42 Neumonde"= "1260 Jahres-Zeiten". Dazu auch Paulus in 2. Thess. 2:1.-12.

    Die "Einreihung" der Dan. 8-Vision in die anderen historischen Visionen entspricht der historischen Mission des Messias Israels, Jesus Christus, zugleich Erretter der Völker.

  • Zitat

    Was sagt denn Dan. 8:26. 27.?

    Da steht gemäß Lutherbibel 2017: 26 Dies Gesicht von den Abenden und Morgen, das dir hiermit kundgetan ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht geheim halten; denn es ist noch eine lange Zeit bis dahin. 27 Und ich, Daniel, war erschöpft und lag einige Tage krank. Danach stand ich auf und verrichtete meinen Dienst beim König. Und ich wunderte mich über das Gesicht und niemand konnte es mir auslegen.

    Warum sollte Daniel die Vision „geheim halten”? (Dan.8,26b) Das ist nur schwer verständlich! ---> „es ist noch eine lange Zeit bis dahin.” wird uns in Dan.8,26c) gesagt! Wenn wir von 281 v.Chr. (= das Ende der Diadochenkämpfe laut Dan.8,9f.!) die 2300 Jahre weiterrechnen, kommen wir ins Jahr 2020! Das wäre in der Tat „eine lange Zeit” wie es im Vers 26c) steht!

    ----> Bedeutet das, dass erst ab hier „die letzten Tage” - oder „die Zeit, in der das Ende kommt.” (Neue evangelistische Übersetzung) wie es in Daniel 8,19 heißt, beginnen? Das könnte ja meines Erachtens durchaus möglich sein! (und vielleicht war ja das Corona-Jahr 2020 – das "Annus Horribiles" ein weiteres Endzeitzeichen (---> siehe Lukas 21,11), welches ein „letztes Warnzeichen Gottes” vor der baldigen Wiederkunft Jesu ist?! Mit dem Ziel, dass sich der so verletzliche Mensch wieder verstärkt seinem Schöpfer-Gott zuwendet?)

    Dan.8,27a): Warum war Daniel erschöpft und warum lag er einige Tage krank? Auch dies ist sehr rätselhaft!

    Dan.8,27b): Aber der wohl schon fast 80jährige Daniel ging dann wieder wie gewohnt seinem „Dienst beim König” nach!

    Dan.8,27c): Daniel wundert sich über die erhaltene Vision der 2.300 Abend-Morgen aus Dan.8,14, so wie auch die Christen darüber sehr verwundert waren und alle möglichen Auslegungen hierfür versucht hatten aufzuzeigen! (----> siehe Beitrag unter NR.75) Niemand - auch Gott nicht, der dem Daniel doch schon so oft Visionen kundgetan und ausgelegt hatte (---> siehe Daniel 2 und Daniel 7!) - konnte es dem Daniel auslegen! ---> Auch diese Feststellung muss doch den geneigten Leser sehr verwirren oder nicht?

    Nun sagen ja die Adventistischen Ausleger, dass wegen Daniel 9, Vers 22 („Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dir zum rechten Verständnis zu verhelfen.”) erst Jahre später der Erzengel Gabriel hier mit den 70 Jahrwochen zugleich auch die 2.300 Abend-Morgen aus Daniel 8,14 miterklärt habe, zumindestens den gleichen Beginn beider prophetischer Zeitspannen! Kann das als 100%ig richtig beurteilt werden? Das ist eben theologisch, wie so vieles, umstritten. Das Wort aus Dan.9,24 („Siebzig Wochen sind verhängt/abgeschnitten über dein Volk und über deine heilige Stadt”) das hebr. »chattak« (= abgeschnitten) sei der Beweis, dass in Dan. 9 die Prophezeiung aus Dan. 8 erklärt werde, so meinen Theologen der STA. Aber warum hat sich dann JAHWE dafür so viel Zeit gelassen? Manche Bibelausleger sprechen davon, dass 10 Jahre zwischen der Vision in Daniel 8 und der in Daniel 9 vergangen seien ...

    Es bleibt für mich die Stelle aus Dan.8,14 nachwievor ein bibl. Rätsel, das noch nicht vollständig gelöst erscheint.

  • Warum sollte Daniel die Vision „geheim halten”? (Dan.8,26b) Das ist nur schwer verständlich! ---> „es ist noch eine lange Zeit bis dahin.” wird uns in Dan.8,26c) gesagt! Wenn wir von 281 v.Chr. (= das Ende der Diadochenkämpfe laut Dan.8,9f.!) die 2300 Jahre weiterrechnen, kommen wir ins Jahr 2020! Das wäre in der Tat „eine lange Zeit” wie es im Vers 26c) steht!

    Was ich bei Deiner Aussage 281 v. Chr. nicht versteh ist, warum Du bzgl. Daniel 8,14 (2.300 A.M.) vom Ende des Diadochenreiches aus rechnest? Bei Daniel 8,13.14 kann man doch zeitlich von einem späteren Zeitpunkt ausgehen, wenn man Deiner chronologischen Auslegung für die Bestimmung des Anfangs der 2.300 A.M. annimmt. Z. B steht bei Daniel 8,12: "Und ein <Opfer>dienst wurde verbrecherisch gegen das regelmäßige <Opfer> eingerichtet. Und <das Horn> warf die Wahrheit zu Boden, und hatte Erfolg." (Elberfelder Bibel).
    Dann kommt in Vers 13 die wichtige Frage "wie lange" dieses Verbrechen gegen das Regelmäßige sein soll? Du musst zuerst beantworten, wann der "regelmäßige" "verbrecherische" "Dienst" eingerichtet wurde, dann kannst Du bei einer chronologischen Auslegung von diesem Jahr an 2.300 oder 1.150 reale oder prophetische Tag in die Zukunft rechnen und das Ende bestimmen. Aber von 281 v. Chr. weg, scheint mir mit dem Text nicht zusammenzupassen, da damals das Verbrechen gegen das Tägliche, noch nicht geschehen war.

  • "das Verbrechen gegen das Tägliche" war ja wohl nun die Abschaffung des taglichen

    Egal ob Du das Tägliche als Abschaffung bezeichnest oder nicht, geht es darum, dass sich die 2.300 A. u. M., aus Daniel 8,14, auf die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13 beziehen und nicht auf die von Daniel 8,9-10, wie Du es darstellen möchtest. Wenn Du also eine korrekte Lehre machen willst bei der Berechnung, musst Du angeben können, was das Tägliche ist und ab welchem Zeitpunkt hier was eingesetzt oder abgeschafft wurde. Dann hättest Du die richtige Rechengrundlage, also den genauen Ausgangszeitpunkt, von wo aus Du die 2.300 A. u. M. berechnen kannst.

    Interessant finde ich hier die meiner Ansicht nach falsche Aussage zu den 2.300 A. u. M. von Uriah Smith, nach der deutschen Übersetzung: "Was die 2300 Tage angeht, die im 14. Vers zum ersten Mal Erwähnung finden, so gibt es in diesem Kapitel keinen Anhaltspunkt durch den sich ihr Anfang oder Ende oder auch nur Teile der Weltgeschichte, welche sie decken, bestimmen ließe. Wir sind daher gezwungen, gegenwärtig an ihnen vorüber zu gehen. Der Leser sei jedoch versichert, dass wir keineswegs über jene Tage im Dunkeln gelassen sind."
    Engl.: Respecting the 2300 days, introduced for the first time in verse 14, there are no data in this chapter from which to determine their commencement and close, or tell what portion of the world’s history they cover. It is necessary, therefore, for the present, to pass them by. Let the reader be assured, however, that we are not left in any uncertainty concerning those days.

    Es ist schon bemerkenswert, wie Uriah Smith hier über die Tatsache hinwegging, dass die Verse 13 u. 14 sich auf die Angaben der Verse 11 u. 12 beziehen, also auf die Wegnahme des Täglichen. Mit der Wegnahme des Täglichen, durch die Einrichtung des "Verbrecherischen Dienstes" (an seiner Stelle), hätte man also die exakte Angabe des Anfangs dieser 2.300 Abende und Morgen. Aber dann kommt wohl am Ende nicht mehr das Jahr 1844 heraus und das wollte man sicher nicht.

  • musst Du angeben können, was das Tägliche ist und ab welchem Zeitpunkt hier was eingesetzt oder abgeschafft wurde. Dann hättest Du die richtige Rechengrundlage, also den genauen Ausgangszeitpunkt, von wo aus Du die 2.300 A. u. M. berechnen kannst.

    Leider war gestern aufgrund technischer Probleme meine Aussage noch nicht ganz fertig; sie hätte so lauten sollen: »»"das Verbrechen gegen das Tägliche" war ja wohl nun die Abschaffung des täglichen jüdischen Opfers im Tempel zu Jerusalem durch den Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes im Dezember 167 v.Chr.«« ➡ – Dieses Opfer bestand aus einem Abendopfer und einem Morgenopfer; somit bezöge sich die Zahl 2.300 (Dan.8,14) auf insgesamt 2.300 Opfer, also auf 1.150 Tage (ca. 3 Jahre + 2 Monate). Und indem Antiochus Epiphanes am 6.12.167 v.Chr. einen Zeusaltar (dessen Gesichtszüge die des Antiochus' gewesen sein sollen) in Jahwes Tempel stellen lassen hat und als am 16.12.167 v.Chr. (am 25. Kislew) dieser Vorläufer des kommenden Antichristen dort auf diesem Zeusaltar ein Schwein schlachten lassen hatte, war das Heiligtum regelrecht verwüstet. Die 2300 Abend- und Morgenopfer waren also bis zum 8.12.164 (= 25. Kislew) bzw. bis zum 28.1.163 (denn an jenem Tage endete die Frist der 1150 Tage) aufgehoben. Judas Makkabäus stellte dann Ende Januar 163 v.Chr. (u.a. durch Befestigung des Tempelbergs) Jahwes Altar und die heiligen Opfer wieder her.

    Mit der Wegnahme des Täglichen, durch die Einrichtung des "Verbrecherischen Dienstes" (an seiner Stelle), hätte man also die exakte Angabe des Anfangs dieser 2.300 Abende und Morgen.

    Wie aus Beitrag NR. 75 ----> RE: Daniel 8,14: 2300 Abende und Morgen hervorgeht ist diese Aussage

    geht es darum, dass sich die 2.300 A. u. M., aus Daniel 8,14, auf die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13 beziehen und nicht auf die von Daniel 8,9-10

    nicht unbedingt so ganz zu akzeptieren. Denn sowohl die Adventisten (durch Kombination von Dan.8,14 mit Dan.9,25 [und Esra 7,7 {= 457 v.Chr.}]) als auch die Christian Assemblies International - CAI (durch Kombination von Dan.8,14 [als mit 2300 Jahren rechnend!] mit Dan.8,7 [334 v.Chr.]) als auch ich (durch Kombination von Dan.8,14 [als mit 2300 Jahren rechnend!] mit Dan.8,9–10 [281 v.Chr. = dem Ende der Diadochenkämpfe]) kommen auf verschiedene ENDDATEN – und sehen keinen direkten Bezug des Verses 14 [2.300 Abend-Morgen] auf die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13 –; die Adventisten kommen auf 1844 (457 v.Chr. + 2.300 Jahre = 1844 n.Chr.), die CAI kommt (u.a. auch auf Jesu-Endzeitprophetie aus Lukas 21,24!) auf 1967 (334 v.Chr. + 2.300 Jahre = 1967 n.Chr.) und ich komme auf 2020 * (281 v.Chr. + 2.300 Jahre = 2020 n.Chr.) ...


    * Nimmt man die NEÜ-Bibelübersetzung der Verse Daniel 8,17 + 19 („..."Du, Mensch, sollst verstehen, dass diese Vision sich auf die letzte Zeit bezieht." ... Denn es geht um die Zeit, in der das Ende kommt.”) in diesem ganzen prophetischen Kapitel 8 noch hinzu, könnt am Jahr 2020 schon was dran sein! ----> als Beginn der allerletzten Phase der Endzeit bis zur baldigen Entrückung.

  • und ich komme auf 2020 * (281 v.Chr. + 2.300 Jahre = 2020 n.Chr.)

    Da das Ende des Diadochenreiches (das auch mit 276 v. Chr. angegeben wird) überhaupt nichts mit dem Täglichen aus Daniel 8,13 und damit auch nichts mit den 2.300 Abenden und Morgen zu tun hat, ist das Datum 2020 meiner Meinung nach absolut falsch. Von 167 v. Chr. weg könnte man evtl. rechnen, dann kommt man auf 2.134 n. Chr. für den Beginn der Endzeit.

  • Von 167 v. Chr. weg könnte man evtl. rechnen, dann kommt man auf 2.134 n. Chr. für den Beginn der Endzeit.

    Wenn das so wäre dann – um es auf Schwäbisch zu sagen – »dann guet Nacht om Sechse!« – dann wäre für uns alle die Endzeit und erst Recht die Wiederkunft absolut nicht mehr lebensnah !

    die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13

    Aus der kath. Einheitsübersetzung von 1980:

    Dan 8,11Ja, bis zum Gebieter des Himmelsheeres reckte es sich empor; es entzog ihm das tägliche Opfer und verwüstete sein Heiligtum.
    Dan 8,12Ein Heer wurde verbrecherisch gegen das tägliche Opfer eingesetzt. Das Horn stürzte die Wahrheit zu Boden, und was es unternahm, das gelang ihm.
    Dan 8,13Da hörte ich einen Heiligen (einen Engel) reden und ein anderer Heiliger fragte den Redenden: Wie lange gilt die Vision vom täglichen Opfer, wie lange bleibt der Gräuel der Verwüstung bestehen und werden das Heiligtum und der Ort der Zierde zertreten?

    Wenn man mit "Gebieter des Himmelsheeres" (Dan.8,11a) den Erzengel Michael als 'Anführer der himmlischen Heerscharen' (Offb.12,7) ansehen würde, so müsste 'das kleine Horn' aus Dan.8,9 das sich bis zum Gebieter des Himmelsheeres = Michael empor reckte ja eigentlich der Satan, der symbolische Drachen (Offb.12,9), der gefallene einstige Lichtengel Luzifer sein! Letztendlich stand hinter dem Seleukidenkönig Antiochus IV. Epiphanes (König 175 – 163 v.Chr.), welcher Israel („ihm”) [Exkurs: und Michael als der Bundes- und Schutzengel Israels steht hier symbolisch für Israel!) „das tägliche Opfer entzog” (Dan.8,11b) niemand anderes als Satan – der Teufel himself. Daher „verwüstete »es« (=Antiochus IV./Satan) »sein« (=Israels/Gottes) Heiligtum.” (Dan.8,11c) – also Jahwes Tempel zu Jerusalem!

    ▶️Das Opfer entzogen wurde am 6. Dezember 167 v.Chr. durch Errichtung des heidnischen Zeusaltares im heiligen Tempel (Zelt/Stiftshütte) des einzigsten und ewigem wahrhaftigen Gottes!

    ▶️Vollends verwüstet wurde das Tempelheiligtum am 25. Kislew (= 16. Dezember) 167 v.Chr. als man eine Sau (ein für die Juden + für JHWH 'unreines Tier') auf dem Zeusaltar geschlachtet und geopfert hatte für den abscheulichen Götzen ("Gott) der Griechen – Zeus!

    Das "Heer das verbrecherisch gegen das tägliche Opfer eingesetzt wurde" (Dan.8,12a) waren die syrischen ("seleukidischen") Truppen des Heeres des Antiochus IV. Epiphanes, als diese von einem erfolglosen Feldzug gegen die Ägypter ("Ptolemäer") zurückgekehrt waren und den Jerusalemer Tempel verbrecherisch ausgeraubt hatten. (siehe in Makkabäer!)

    "Das Horn" (= Satan [in Gestalt des Antiochus!]) stürzte die Wahrheit (dass Gott der HERR im Tempel zu Jerusalem wohnt/"zeltet") zu Boden" (Dan.8,12b); Exkurs: Satan begann schon im Himmel damit die Wahrheit, dass niemand, kein einziges Geschöpf in der Lage ist "gleich [zu] sein wie Gott, der Schöpfer" (Jesaja 14,14) zu untergraben, als er – geblendet von seiner eigenen Schönheit (Jes.14,12/Hes 28,13.14)! – den hochmütigen Wunsch aussprach: »Ich will gleich sein dem Allerhöchsten!« (Jes.14,14); und auch in Eden sprach die Schlange (= Satan) schon eine Lüge, nein nicht nur eine, sondern mehrere Lügen (!!!), aus und erweckte in Eva (+ selbstver-ständlich auch in Adam!) ebenfalls den hochmüt-igen Wunsch, »sein zu wollen wie Gott!« (Genesis 3,5).

    Alles "was es (das Horn) unternahm (Jahweh-Anbetung verbieten! – Thorarollen verbrennen! – Volk verführen! – Thora-treue Juden hinrichten lassen! – usw.), das gelang ihm." – dem Antiochus Epiphanes! (Dan.8,12c)

    "Ein Heiliger (ein Engel) fragt einen anderen Engel/Heiligen" (Dan.8,13a) und stellt die seltsame Frage: "Wie lange gilt die Vision vom täglichen Opfer?" (Dan.8,13b) nachdem doch die Engel im Himmel mitbekommen haben, dass das tägliche Abendopfer und das tägliche Morgen-opfer binnen 10/11 Tagen zwischen 6. und 16.12.167 v.Chr. für Israel

    geht es darum, dass sich die 2.300 A. u. M., aus Daniel 8,14, auf die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13 beziehen und nicht auf die von Daniel 8,9-10

    geht es darum, dass sich die 2.300 A. u. M., aus Daniel 8,14, auf die Aussagen von Daniel 8,11 bis 8,13 beziehen und nicht auf die von Daniel 8,9-10

    Von 167 v. Chr. weg könnte man evtl. rechnen, dann kommt man auf 2.134 n. Chr. für den Beginn der Endzeit.


    Von 167 v. Chr. weg könnte man evtl. rechnen, dann kommt man auf 2.134 n. Chr. für den Beginn der Endzeit.


    Von 167 v. Chr. weg könnte man evtl. rechnen, dann kommt man auf 2.134 n. Chr. für den Beginn der Endzeit.