Kommentare: Segenswünsche

  • Der Segen am Ende eines jeden (evangelischen) Gottesdienstes - der sogenannte »AARONITISCHE SEGEN« stammt aus der Bibel aus dem Alten Testament und hier aus dem 4. Buch Moses dem Buch Numeri:




    Wortlaut aus Numeri 6,24–26 :


    ...........................Hebräische Bibel ..............................................................................Lutherbibel 1984

    יְהוָה וְיִשְׁמְרֶךָjewarechecha Adonai vejischmerechaDer HERR segne dich und behüte dich.
    יָאֵר יְהוָה פָּנָיו אֵלֶיךָ וִיחֻנֶּךָּja'er Adonai panaw eleicha wichunekaDer HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
    יִשָּׂא יְהוָה פָּנָיו אֵלֶיךָ וְיָשֵׂם לְךָ שָׁלוֹםjissa Adonai panaw eleicha wejasem lecha schalomDer HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.




    Amen!






    In einer häufig gebrauchten Variation heißt die letzte Zeile „Der HERR hebe sein Angesicht auf dich …“ Auch sind Versionen üblich, in denen „dich“ und „dir“ durch „euch“ ersetzt wird, da die 2. Person Singular im Hebräischen kollektiv gemeint ist und das ganze anwesende Volk einschließt.


    Als Martin Luther den Segen 1525 in den evangelischen Gottesdienst einführte, übernahmen ihn auch Johannes Calvin und Ulrich Zwingli. Heute ist es in einigen evangelischen Landeskirchen den ordinierten Amtsträgern vorbehalten, ihn zu sprechen. Nichtordinierte Gläubige sprechen ihn inklusiv, d. h. als Segensbitte, wobei „dir/dich“ durch „uns“ ersetzt wird, gleiches gilt für die progressiv-liberalen Richtungen im Judentum, in welchen er ebenfalls in der Pluralform gesprochen werden kann.


    Quelle: Wikipedia!