Lüge - immer eine Sünde?

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  • freudenboten schrieb:

    Die Taten Davids sind kein "Vorbild" für uns, auch wenn er mehr nach dem Herzen Gottes war als Saul.
    Jeder macht seine eigenen Fehler.

    Wer kann schon für sich diesen Lebenslauf und Bewertung von Gott vorweisen...

    David – ein Mann nach dem Herzen Gottes – Bibelwissen
  • Seele1986 schrieb:

    In unserem Beispiel ist aber keine Sünde, sondern Liebe.
    Das ist aber doch die Frage - wenn ich jetzt nicht was verwechselt habe.

    Ist Lüge immer eine Sünde - so schliesst dies aus, dass es aus Liebe erfolgt. Den das Licht hat keine Gemeinsankeit mit der Finsternis.

    Wäre Lüge aber situationsabhängig, mal Sünde und mal eine Tugend, so wäre zu klären unter welchen Bedingungen aus einer Sünde das Gegenteil - eine Tugend - wird.

    Ich behaupte, Sünde bleibt Sünde - vor Gott. Und für mich ist Lüge eine sündhafte Handlung, die immer der Reue und Buße bedarf um vergeben zu werden.

    Du sagst, Lügen ist situationsabhängig als Sünde oder als Tugend einzustufen. Wäre also zu klären wer dies einstuft und nach welchen Kriterien, damit klar ist, wann eine Lüge eine Sünde ist und wann eine Tugend.
    Diese Sicht auf Gottes Gebote mag ja richtig sein, nur kann ich dies nicht in der Bibel nachvollziehen. Aber Du hast da sicher ein paar treffende Bibelstellen die Licht ins Dunkel bringen.


    Seele1986 schrieb:

    Wie kommst du auf diese Frage?
    Wieso sollte ich irgendwelche Soldaten töten?
    Sorry, ich wollte den Sachverhalt nur mit einem anderen Beispiel - als das verstecken von Juden - beleuchten. Es war kein Themenwechsel beabsichtigt.
    Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!
  • Bogi111 schrieb:

    In dem Moment wo Du die Sünde so beschreibst,handelst Du Gesetztlich!!
    Nun, dann haben wir beide eine sehr verschiedene Vorstellung von gesetzlichem Handeln.

    Ich verstehe darunter, dass jemand meint, sich durch das Einhalten der Gesetze sich selbst zu rechtfertigen und den Himmel damit zu verdienen - und nicht mehr auf die Gnade Gottes angewiesen zu sein.
    So, wie es hier formuliert ist:

    Gal 5,4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen.

    Aber eine Lüge, Diebstahl oder Mord auch dann noch als Sünde zu bezeichnen, wenn man damit etwas Gutes bewirken kann, ist doch nicht gesetzlich.
    Im Gegenteil: Dadurch hält man sich doch gerade bewusst, dass man auf die Gnade angewiesen ist. Und rechtfertigt sich nicht selbst für sein eigenes Handeln, indem man die Sünde einfach weg definiert.
  • Beschenkte schrieb:

    Aber eine Lüge, Diebstahl oder Mord auch dann noch als Sünde zu bezeichnen, wenn man damit etwas Gutes bewirken kann, ist doch nicht gesetzlich.
    Ja die Grenze ist da sehr eng. Gutes tun ist immer gut, auch für sich... ;)

    aber ich verstehe was Du sagen wolltest,gutes für den Anderen...
  • christ.ai schrieb:

    Aber Du hast da sicher ein paar treffende Bibelstellen die Licht ins Dunkel bringen.
    Zum Beispiel: Die Liebe erfüllt alles Gebot. (Dies kommt in anderer Ausdrucksweise im Neuen Testament noch mehrmals)
    Du fragst nun nach Kriterien, anhand derer die Liebe als Motiv ersichtlich wird.

    In unserem Beispiel sprachen wir von einem Menschen, der Juden in der Nazizeit versteckte, denen nach dem Leben getrachtet wurde, und zu ihrem Schutz gegebenenfalls Nazis anlügt.
    Nein, das Motiv weiß ich nicht ... Vielleicht tut er es aus Eigennutz ... keine Ahnung, christ.ai. Gott weiß es.
    Ich ging von einem Menschen aus, der es aus Nächstenliebe tut; sonst hätte ich das Beispiel gar nicht besprochen.
    Und wie gesagt: ich spreche mich nicht gegen deine Worte aus, die man den Verbrechern auch sagen könnte, sondern ich habe mich allein gegen diesen Dualismus ausgesprochen, den du mit deinem Gottesbild erschaffst und damit Menschenschützer zu Lügnern machst, denen Gott nicht beistehen werde.


    christ.ai schrieb:

    Es war kein Themenwechsel beabsichtigt.
    Du machst aus "Ein Mensch versteckt Juden vor den Nazis und lügt sie an" - "Ein Mensch ermordet mehrere Soldaten, um mehrere Flüchtlinge zu schützen" ...
    Der eine will Folter und Tod von Menschen abwenden - Der andere schlachtet Menschen ab, um ... was? warum? woher?

    Sorry, christ.ai ... Da muss ich passen ...
  • HeimoW schrieb:

    Nein, darum geht es nicht, sondern darum, dass sie etwas diskutiert, was weit vom eigenen Befugnisbereich abweicht.
    Wenn das ein Kriterium wäre, dann wüsste ich eine Menge Beispiele, die besonders Männer permanent überschreiten.
    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
  • Bogi111 schrieb:

    Ja die Grenze ist da sehr eng. Gutes tun ist immer gut, auch für sich... ;)

    Bei solchen Aussagen muss ich an einen alten Mitarbeiter von vor Jahren denken, der es mit der Partnertreue nicht so ernst gehalten hat. Alle wussten über seine Eskapaden und ab und an hat man versucht ihm ins Gewissen zu reden. Er antwortete jedes mal mit Lächeln und souverän: "einem anderen Gutes zu tun ist keine Sünde".

    Ein Mensch kann also niemals das Gute definieren, das kann und muss nur von Gott kommen. Der Mensch muss es dann erkennen und lernen zu unterscheiden. Der Maßstab ist Gott, bzw. Seine Definition von Gut, Gutes.

    .
    :greet:


    Stofi empfiehlt:
    Das geistliche Babylon
  • Seele1986 schrieb:

    Du machst aus "Ein Mensch versteckt Juden vor den Nazis und lügt sie an" - "Ein Mensch ermordet mehrere Soldaten, um mehrere Flüchtlinge zu schützen" ...
    Der eine will Folter und Tod von Menschen abwenden - Der andere schlachtet Menschen ab, um ... was? warum? woher?

    Sorry, christ.ai ... Da muss ich passen ...
    "Nicht Lügen" oder "Nicht Töten" sind beides Gebote - beides propagiert die Bibel als Sünde. Da war es für mich keine große Sache zu switchen.
    Den mein Standpunkt ist es ja: Sünde ist Sünde. Und bleibt auch Sünde - egal welches Motiv mich zur Sünde getrieben hat.

    Du machst also einen Unterschied ob ich lüge um Menschen zu retten - oder - ob ich töte um Menschen zu retten. Warum? Laut deiner These ist doch zur Beurteilung, ob etwas Sünde ist, einzig MEINE Motivation ausschlaggebend. Oder hast du deine These "angepasst"?
    Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!
  • Seele1986 schrieb:

    Zum Beispiel: Die Liebe erfüllt alles Gebot. (Dies kommt in anderer Ausdrucksweise im Neuen Testament noch mehrmals)
    Du fragst nun nach Kriterien, anhand derer die Liebe als Motiv ersichtlich wird.

    In unserem Beispiel sprachen wir von einem Menschen, der Juden in der Nazizeit versteckte, denen nach dem Leben getrachtet wurde, und zu ihrem Schutz gegebenenfalls Nazis anlügt.
    Nein, das Motiv weiß ich nicht ... Vielleicht tut er es aus Eigennutz ... keine Ahnung, christ.ai. Gott weiß es.
    Ich ging von einem Menschen aus, der es aus Nächstenliebe tut; sonst hätte ich das Beispiel gar nicht besprochen.
    Und wie gesagt: ich spreche mich nicht gegen deine Worte aus, die man den Verbrechern auch sagen könnte, sondern ich habe mich allein gegen diesen Dualismus ausgesprochen, den du mit deinem Gottesbild erschaffst und damit Menschenschützer zu Lügnern machst, denen Gott nicht beistehen werde.
    "Liebe erfüllt alles Gebot", ja das steht in der Bibel. Aber was ist Liebe? Wie definiert die Bibel Liebe? Und wem sollen wir vor allen andern Personen Liebe erweisen?

    Ist es möglich durch Sünde einen Liebesdienst zu leisten? Einem Menschen gegenüber - ja, das denken wir Menschen uns zumindest.

    Aber wen sollen wir zu erst Liebe erweisen - Gott oder dem Ehepartner? Und wenn wir in erster Linie Gott lieben sollen, - - - können wir Gott durch Sünde einen "Liebesbeweis" erbringen? Ich habe da so meine Zweifel.
    Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!
  • Sagt meine Ambulanzschwster am Telefon zum Anrufer , ich sei nichthrda - das heisst, ich will ihn /kann ihn jetzt nicht sprechen, soo ist das - so sagen viele - ein "Zeugnis wider meinen nchsten".


    War der Prediger J. A: Grazt im WW II sehr bald in Norwegen in englische Kriegsgefangenschaft geraten und Jahre später schreibt das "Adventist Review", ( " - as told to- "), er sei in Sibirien gewesen. ANfrag; Natwort : Beides sei im Norden und Sibirien klnigt besser. Was über Czechowski schon zusammengelogen worden ist, um ihn schlechtzumache, eht auf keine Mäusehaut ( - er wird nämlich weitestgehend ignoriert) - so schreibt ein Geschichtsprofessor von Pacific Union College so angedeutet, fr das "Adventist Review" den Totenbeschauer zitierend, er sei , na ja, offensichtlcih - wahrscheinlich als Katholik gestorber. Nur : Drei in den Quellen dieses Historikers erwähnte Dokumente - Haupt - STandesprotololl der Landesirrenansat und Tagesprotokolle der evangelischen Stdtkirche Wien - Dorotheergasse weisen den Tod desPritestanten Czechowski aus. - - - - - Frank Hasel schreibt, lautwissenschaftlicher Studien leben STA von 7 - 12 Jahre lnger; die von ihm eingeforderte Quelle korespondiert mit den gängigen Zahlen xxx- yyy 9.5 Jahre aber er wollte ja nur zeigen, dass - -Seine Quelle, welche r mir angibt nämlich ix, scchreibt vn deen allgemein bekannten richtigen Lebensjahren. Die SS - Betrachtung II / 2016 bringt als Anmerkung Socrates scholasticus, der im 4. Jahrhundert die Sabbatfaeier im ganzen römischen Reich - mit ausnahme Ros - belegen/ilusztrieren soll. ei Australier findet die Stelle in englischer Übersetzung - ka Red' von dieser "Bestätigung. Ich treibe das Original in einer Bibliothek in Basel auf. EIn sehr wirrer Text, zuwöchnetlichen SAbbatfeier keineswegs irgendetwas Konrtetes bestätigend. :

    Aber die Kinder, sie hören es gerne..
    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
  • Stofi schrieb:

    Ein Mensch kann also niemals das Gute definieren, das kann und muss nur von Gott kommen. Der Mensch muss es dann erkennen und lernen zu unterscheiden. Der Maßstab ist Gott, bzw. Seine Definition von Gut, Gutes.
    Das ist eine sehr wichtige Aussage.

    Wir stehen nicht über dem Gesetz und können es nicht einfach situationsbezogen nach persönlichem Ermessen umdefinieren.

    Wir sollen es aber auch nicht als Instrument benutzen, um uns und andere damit zu richten, dh schuldig zu sprechen oder frei zu sprechen; andere nicht und sich selbst auch nicht

    Wir haben darin eine Wegweisung, nach der wir uns ausrichten sollen in unserem Tun - und das Ergebnis dann Gott überlassen.

    Ich finde, Paulus hat diese Einstellung sehr gut formuliert:

    1. Kor 4, 1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
    2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.
    3 Mir aber ist's ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht.
    4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet.
    5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.

    Wenn man umdefiniert und Lüge, Diebstahl oder Mord in bestimmten Situationen nicht mehr "Sünde" nennen will, dann hat das doch das zum Ziel, dass man dadurch Handeln (eigenes oder das eines anderen) rechtfertigen will und damit das Urteil darüber selbst in die Hand nehmen. Das steht uns aber nicht zu.
    Selbst wenn sich jemand keiner Schuld bewusst ist, ist er darin immer noch nicht gerechtfertigt; Er ist und bleibt auf Gottes Gnade angewiesen; das Urteil bleibt in Gottes Hand

    Die oben angesprochene "Gesetzlichkeit" will genau das vermeiden. Gesetzlich handelnde Menschen wollen selbst die Sicherheit in der Hand haben, die Gewissheit, dass sie das Urteil: "gut" verdienen und über jeden Vorwurf erhaben sind. Die Schriftgelehrten im NT haben deshalb unzählige Einzelvorschriften für alle möglichen Alltagssituationen ausformuliert und meinten, wer sich akribisch daran hält, kann keine Sünde begehen, ist rein und muss nicht um Gnade und Vergebung bitten, eine Haltung, wie sie sehr schön im Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer beschrieben ist (Lk 18, ab V 9)

    Aber auch das Umdefinieren (s.o.) hat das Ziel, sich selbst zu rechtfertigen. Wenn man definiert, dass eine Lüge (oder Schlimmeres) unter bestimmten Umständen eben keine Sünde mehr ist, dann braucht man dafür ja nicht mehr die Gnade und Vergebung ......
  • christ.ai schrieb:

    Du machst also einen Unterschied ob ich lüge um Menschen zu retten - oder - ob ich töte um Menschen zu retten.
    Ähm, ja.

    christ.ai schrieb:

    Aber was ist Liebe? Wie definiert die Bibel Liebe?
    Das steht zum Beispiel in Korinther 13.
    Ich werde dir aber hier keine Definition von Liebe geben; ebenso wie ich dem Materialisten letztens keine Defintion von "Gott" gegeben habe.

    Es ist auch dieses ganze Gespräch hier unsinnig, ebenso wie deine Herabsetzung von Menschen, die andere schützen wollten und wollen.
    Du glorifizierst ein Gebot (das tun ja noch ein paar hier) und glaubst, damit Gott zu erheben.

    Diese Gebote sind Grundschulstoff. Die lernt man, um richtig und falsch einzuordnen. Sie dürfen nicht missbraucht werden.
    Hier wurde nicht vom Willen gesprochen, lügen zu dürfen, sondern davon, dass man Menschenmörder wohlmöglich anlügt, um sie abzuwenden von ihren Opfern.

    Aus diesen meinen Worten zu dieser Situation und aus meiner Kritik an deinem Worten zu dieser Situation willst du nun ein allgemein-ethisches Thema machen, wo Handlungsmaximen aufgestellt und generell vertreten werden. Gibt es von mir nicht. Ich wiederhole das nicht abermals, wenn du es nicht begreifst.

    Diese Krankheit, nicht in der Lage zu sein, mal eine Kritik zu einer Aussage anzunehmen und zu sagen "Ok", sondern auf Biegen und Brechen zu reden und zu reden, und es auf Gott zu schieben.
    Es ist unerträglich, wirklich.
  • christ.ai schrieb:

    Seele1986 schrieb:



    Sorry, christ.ai ... Da muss ich passen ...


    Du machst also einen Unterschied ob ich lüge um Menschen zu retten - oder - ob ich töte um Menschen zu retten. Warum?

    Nein, das hast du in's Spiel gebracht.
    Im Threadtitel geht es um Lügen, und nicht um töten und der Mafia Waffen klauen und was weiß ich, was noch alles in's Spiel gebracht wurde.
    Es geht darum, ob ich die Unwahrheit sagen darf, wenn dadurch von anderen Menschen Schaden abgewendet werden kann.


    Das was man in diesem Thread wieder alles lesen muß, ist so abstrus, daß es fast schon strafbar ist. :patsch:
    (unterlassene Hilfeleistung ist strafbar........und jemanden wohlwissend in's Messer eines Verbrechers laufen zu lassen, bestimmt auch)
    Und eigentlich gehört der Thread in den geschlossenen Bereich, damit ihn bloß kein Fremder liest.

    Es ist manchmal wirklich nicht verwunderlich, wenn Gläubige als völlig ballaballa abgetan werden. =O
  • Seele1986 schrieb:

    Du glorifizierst ein Gebot (das tun ja noch ein paar hier) und glaubst, damit Gott zu erheben.
    Hallo @Seele1986, da du meine Punkt nicht so verstanden hast wie ich ihn meinte - wir also aneineder vorbei reden - zitier ich hier nun @Beschenkte. Den besser als sie könnte ich es hier auch nicht ausdrücken, was ich die ganze Zeit über gesagt / gemeint habe :

    Beschenkte schrieb:

    Stofi schrieb:

    Ein Mensch kann also niemals das Gute definieren, das kann und muss nur von Gott kommen. Der Mensch muss es dann erkennen und lernen zu unterscheiden. Der Maßstab ist Gott, bzw. Seine Definition von Gut, Gutes.
    Das ist eine sehr wichtige Aussage.
    Wir stehen nicht über dem Gesetz und können es nicht einfach situationsbezogen nach persönlichem Ermessen umdefinieren.

    Wir sollen es aber auch nicht als Instrument benutzen, um uns und andere damit zu richten, dh schuldig zu sprechen oder frei zu sprechen; andere nicht und sich selbst auch nicht

    Wir haben darin eine Wegweisung, nach der wir uns ausrichten sollen in unserem Tun - und das Ergebnis dann Gott überlassen.

    Ich finde, Paulus hat diese Einstellung sehr gut formuliert:

    1. Kor 4, 1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
    2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.
    3 Mir aber ist's ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht.
    4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet.
    5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.

    Wenn man umdefiniert und Lüge, Diebstahl oder Mord in bestimmten Situationen nicht mehr "Sünde" nennen will, dann hat das doch das zum Ziel, dass man dadurch Handeln (eigenes oder das eines anderen) rechtfertigen will und damit das Urteil darüber selbst in die Hand nehmen. Das steht uns aber nicht zu.
    Selbst wenn sich jemand keiner Schuld bewusst ist, ist er darin immer noch nicht gerechtfertigt; Er ist und bleibt auf Gottes Gnade angewiesen; das Urteil bleibt in Gottes Hand

    Die oben angesprochene "Gesetzlichkeit" will genau das vermeiden. Gesetzlich handelnde Menschen wollen selbst die Sicherheit in der Hand haben, die Gewissheit, dass sie das Urteil: "gut" verdienen und über jeden Vorwurf erhaben sind. Die Schriftgelehrten im NT haben deshalb unzählige Einzelvorschriften für alle möglichen Alltagssituationen ausformuliert und meinten, wer sich akribisch daran hält, kann keine Sünde begehen, ist rein und muss nicht um Gnade und Vergebung bitten, eine Haltung, wie sie sehr schön im Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer beschrieben ist (Lk 18, ab V 9)

    Aber auch das Umdefinieren (s.o.) hat das Ziel, sich selbst zu rechtfertigen. Wenn man definiert, dass eine Lüge (oder Schlimmeres) unter bestimmten Umständen eben keine Sünde mehr ist, dann braucht man dafür ja nicht mehr die Gnade und Vergebung ......
    Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!

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  • Yppsi schrieb:

    christ.ai schrieb:

    Seele1986 schrieb:

    Sorry, christ.ai ... Da muss ich passen ...
    Du machst also einen Unterschied ob ich lüge um Menschen zu retten - oder - ob ich töte um Menschen zu retten. Warum?
    Nein, das hast du in's Spiel gebracht.
    Im Threadtitel geht es um Lügen, und nicht um töten und der Mafia Waffen klauen und was weiß ich, was noch alles in's Spiel gebracht wurde.
    Es geht darum, ob ich die Unwahrheit sagen darf, wenn dadurch von anderen Menschen Schaden abgewendet werden kann.


    Das was man in diesem Thread wieder alles lesen muß, ist so abstrus, daß es fast schon strafbar ist. :patsch:
    (unterlassene Hilfeleistung ist strafbar........und jemanden wohlwissend in's Messer eines Verbrechers laufen zu lassen, bestimmt auch)
    Und eigentlich gehört der Thread in den geschlossenen Bereich, damit ihn bloß kein Fremder liest.

    Es ist manchmal wirklich nicht verwunderlich, wenn Gläubige als völlig ballaballa abgetan werden. =O
    Nun, aber ich habe auch dargelegt, dass es - mMn - in der Bibel egal ist welche Sünde vorliegt. Lüge oder Töten ist beides Sünde.

    Wenn also jemand hingeht und bei der Sünde "Lügen" unter bestimmten Umständen diese als "Tugend" (=heilige / gute Handlung) definiert, so ist es nur recht und billig, dieses Prinzip auch auf alle anderen Sünden anzuwenden. Denn ein wessetlicher Punkt der hier vertretenen Situationsethik war es, das EINZIG DAS MOTIV bestimmt, ob es Sünde oder Tugend ist.

    Wenn dir das Ergebnis - des hier propagierten Prinzips- nicht passt, wenn man es auch auf die Sünde "Töten" angewendet, so steht es dir frei das Prinzip als Ganzes abzulehnen. Wenn du aber ebenfalls zu denen gehörst, die das hier propagierte Prinzip der Situationsethik NICHT ablegen wollen, so müsst ihr euch gefallen lassen, dass man euer Prinzip auch als solche nutzt. Es also auch auf andere Sünden anwendet. So macht man das halt mit Prinzipien.

    Geht dir diese Praxisbezogenheit zu Weit? Nun das ist euer Problem. Ich bin schliesslich NICHT für diese Situationsethik. Ich erlaube mir nur diese wirre Theorie in der Praxis anzuwenden.
    Es gibt alleine 42.000 christliche Kirchen. Aber laut Jesus nur EINEN Weg der zum Ziel führt!!!
  • @christ.ai

    ich habe deinen Punkt sehr wohl verstanden. Ich habe gelesen, was du geschrieben hast und darauf meine Meinung geäußert; ganz einfach.

    Der Text der Beschenkten macht es nicht anders.
    Sie schreibt von der Rechtfertigung der Sünde, die der Mensch leisten will, was uns nicht zustehe.

    Genau das gleiche nochmal ...

    Ich schrieb davon, dass der Mensch, der z.B. Juden in der Nazizeit versteckt und den Henkern sagt: "Hier ist niemand!" (ich füge hinzu: "den ihr foltern und abschlachten könnt"),
    dass solcher Mensch dies aus Liebe tut und diese Liebe ein Werk Gottes ist.
    Dagegen stellst du das Gebot und die Frage, ob das überhaupt erlaubt sei, ferner, ob man denn lügen dürfe, was in meinen Augen hier überhaupt nicht das Thema ist bei diesem Beispiel.

    Diese Grundfrage stammt, noch vor der Nazizeit und ihrem Beispiel, von Immanuel Kant:
    Darf ich, wenn ein Mörder einen Mann sucht, der bei mir Unterschlupf genommen hat, diesen anlügen und sagen: Er ist nicht hier!
    Laut Kant "Nein", denn man widerspreche dem Imperativ, der Maxime, die für alle gilt.
    Bei aller Bewunderung, die man für Kants konsequente Denkweise ansonsten hatte, kamen hier Kritiker auf den Plan, und ich stimme diesen Kritikern zu.
    Er wurde mit dieser Konsequenz erstens unmenschlich und zweitens lieblos. Es zeigte sich spätestens hier, dass moralische Sätze an ihrer Sache selbst scheitern.

    Genauso ist es mit diesen Steintafeln, wenn sie Dogmen sind, und nicht auf fleischliche Tafeln, auf Herzen graviert werden, die in sich zu unterscheiden gelernt haben.
    Das Gesetz macht keine Unterscheidung und bringt deshalb immer nur die Sünde und den Tod hervor.

    Man kann auch Gott zum Götzen machen. Das wird dabei nicht bedacht.