Gesetzlichkeit und Werksgerechtigkeit

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    • Gesetzlichkeit und Werksgerechtigkeit

      Hallo,
      ich habe schon oft festgestellt, dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Deshalb mal meine Frage an euch: Seht ihr einen Unterschied zwischen beiden Begriffen? Welche inhaltlichen Schnittmengen weisen beide Begriffe auf? Wo unterscheiden sie sich?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      ch habe schon oft festgestellt, dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Unter Gesetzlichkeit verstehe ich eine Gesetzestreue vor dem Willen eines anderen (Grungesetz, Strassenverkehr usw....

      Werkgerechtigkeit ist für mich " Haben in deinem Namen....gutes getan"
      Ein Gläubiger der sich durch Äußerlichkeiten immer etwas frömmer macht als der rest...
    • Bemo schrieb:

      ich habe schon oft festgestellt, dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Ich halte sie (in theologischen Disput) für in der Regel synonym verwendet (z.B. Predigt_Gesetzlichkeit.pdf). "Gesetzlichkeit" ist üblicherweise etwas anderes als "Gesetzestreue". Vielleicht hat "Gesetzlichkeit" noch ein wenig den Touch von Kasuistik...
      Im Übrigen wird im profanen Bereich "Gesetzlichkeit" völlig anders verstanden: Duden | Ge­setz­lich­keit | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme
      Liebe Grüße, Heimo
    • Bemo schrieb:

      dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Deshalb mal meine Frage an euch: Seht ihr einen Unterschied zwischen beiden Begriffen?
      Nein!
      Sehe es wie:

      HeimoW schrieb:

      Ich halte sie (in theologischen Disput) für in der Regel synonym verwendet
    • Nach Jesus kann es keine "Werksgerechtigkeit" mehr geben, weil alles "aus Glauben" geschehen soll.

      Im AT war Erlösung übrigens schon immer aus Glauben!

      Werksgerechtigkeit war das Problem der Rabbinen /Pharisäer/Judaisten) als "Richtung". (Vgl. Islam)

      Übrigens haben die Christen nach den Aposteln in ihrer "Abgrenzung" von den "ungläubigen Synagogen" eine "neue" Werksgerechtigkeit geschaffen (kainos nomos). Sie wollten "frömmer" sein als Juden und schufen "antijüdische" Religionsgesetze (Kaiser Konstantin, Päpste).
    • Guten Tag.

      Keine Gemeinschaft (Familie, Sippe, Volk, Staat usw.) kann ohne Regeln leben. Diese müssen dann von allen befolgt werden, wenn es ein gedeihliches Zusammenleben geben soll.

      Insofern ist "Gesetzlichkeit" ein Notwendigkeit und etwas ganz Normales innerhalb einer Community. Und Normales ist eben normal und sollte selbstverständlich sein.

      Etwas Anderes ist es aber, wenn jemand für sein normales Befolgen der Regeln und Gebote auch noch eine besondere Belohnung verlangt. Oder wenn jemand eigenmächtig die Regeln verschärft. Das mündet dann in Werkgerechtigkeit. Dies ist eine typisch menschliche Vorstellung: Wenn ich etwas Besonderes leiste, darf ich auch eine besondere Belohnung erwarten, einen Orden vielleicht oder ein Gegengeschenk.

      So etwas funktioniert vielleicht unter Gleichberechtigten. Aber Gott und Mensch sind nicht gleichberechtigt.

      Liebe Grünße von benSalomo-
    • benSalomo schrieb:

      Guten Tag.

      Keine Gemeinschaft (Familie, Sippe, Volk, Staat usw.) kann ohne Regeln leben. Diese müssen dann von allen befolgt werden, wenn es ein gedeihliches Zusammenleben geben soll.

      Insofern ist "Gesetzlichkeit" ein Notwendigkeit und etwas ganz Normales innerhalb einer Community. Und Normales ist eben normal und sollte selbstverständlich sein.

      Etwas Anderes ist es aber, wenn jemand für sein normales Befolgen der Regeln und Gebote auch noch eine besondere Belohnung verlangt. Oder wenn jemand eigenmächtig die Regeln verschärft. Das mündet dann in Werkgerechtigkeit. Dies ist eine typisch menschliche Vorstellung: Wenn ich etwas Besonderes leiste, darf ich auch eine besondere Belohnung erwarten, einen Orden vielleicht oder ein Gegengeschenk.

      So etwas funktioniert vielleicht unter Gleichberechtigten. Aber Gott und Mensch sind nicht gleichberechtigt.

      Liebe Grünße von benSalomo-
      Ich weiss ja nicht, aber ich habe in einer Partnerschaft noch nie Regeln aufgestellt, was der Partner darf und was er nicht darf. Es benötigte nämlich gar keine, weil jeder wusste, was dem andern gefällt und was nicht. Und Jesus ist unser Bräutigam, daher Bedarf es auch da keiner Regeln. Der Glaube und vor allem die Liebe zu Jesu genügt da vollends. Der Heilige Geist wird einem jedem sagen, was Jesus gefällt und was nicht, er hat es uns ja auf eine wundervolle Art und Weise vorgelebt, wir müssen es ihm "nur" nachmachen.

      Wenn man jedem Menschen so begegnet, wie es Jesus getan hat würde es auch da keiner Regeln bedürfen nur können oder wollen wir Menschen das eben nicht und daher benötigt man Regeln, damit man eine Hilfe hat, was richtig ist oder nicht.
      Wie schlecht das aber funktioniert sieht man daran, dass fast alle Menschen in einigen Dingen so handeln, dass sie die Regeln oder Gesetze zwar nicht verletzen, aber eigentlich wissen sie ganz genau, dass es nicht richtig ist. Gesetze und Regeln sind daher höchstens schleche Krücken, aber nicht mehr.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich denke, dass ein Teil der Juden in der Gefangenschaft darüber nach gedacht hat, was ihnen die Propheten, insbesondere Jeremia und Hesekiel, ins Stammbuch geschrieben haben. Dass nämlich ihr fortgesetzter und immer mehr ausartender Ungehorsam, verbunden mit Anpassung an die heidnische Umwelt, den Zorn Gottes eingetragen haben. Hinzu kam noch, dass sie auch nach der Rückkehr nicht viel vom Gehorsam hielten, sodass z.B. Nehemia am Sabbat die Stadttore schließen lassen musste, um am Ruhetag den Marktbetrieb der Ausländer zu unterbinden. Damals entstand die Partei der Pharisäer, die nun alles besser machen wollten als die abtrünnigen Vorfahren. Und es entstanden auch die Leute von Qumran, die noch frommer und treuer sein wollten.

      Und dabei fielen sie einfach nur ins andere Extrem. Das kennt man ja auch heute noch.

      Es müssen also nicht unbedingt Lehren von Zarathustra gewesen sein, die sich in die Auffassungen der Pharisäer einschlichen.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • DonDomi schrieb:

      Wenn man jedem Menschen so begegnet, wie es Jesus getan hat würde es auch da keiner Regeln bedürfen nur können oder wollen wir Menschen das eben nicht und daher benötigt man Regeln, damit man eine Hilfe hat, was richtig ist oder nicht.
      Wie schlecht das aber funktioniert sieht man daran, dass fast alle Menschen in einigen Dingen so handeln, dass sie die Regeln oder Gesetze zwar nicht verletzen, aber eigentlich wissen sie ganz genau, dass es nicht richtig ist. Gesetze und Regeln sind daher höchstens schleche Krücken, aber nicht mehr.
      Und Jesus sagt dazu: Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

      benSalomo.
    • benSalomo schrieb:

      Ich denke, dass ein Teil der Juden in der Gefangenschaft darüber nach gedacht hat, was ihnen die Propheten, insbesondere Jeremia und Hesekiel, ins Stammbuch geschrieben haben. Dass nämlich ihr fortgesetzter und immer mehr ausartender Ungehorsam, verbunden mit Anpassung an die heidnische Umwelt, den Zorn Gottes eingetragen haben.
      Jesaja - der königliche Prophet, der 73 Messianische Aussagen machte - wurde vergessen!

      benSalomo schrieb:

      Damals entstand die Partei der Pharisäer, die nun alles besser machen wollten als die abtrünnigen Vorfahren. Und es entstanden auch die Leute von Qumran, die noch frommer und treuer sein wollten.
      Wie so oft - was gut begann, wurde schlecht ausgeführt bzw. übertrieben...
    • Beide Begriffe finde ich nach Form und Inhalt nur in der Sprache der Evangelikalen inclusiven. STA. Sei's drum.

      Gesetzlichkeit : wohnen wirim Urlaub in einem Privat - Strandhaus am xxx - See mit eigenem Badesteg.Sabbat : Betsenfalls die Füsse ins Wassser hängen lassen, ales ander i"gefällt" mir ! (Jesaia 58,14 - für die richtige und sinnvolle Übrsetzug sehe man Ed Christian : "Saabbath is a Happy Day" ud "Sabbath Pleasures" - aus "Adventist Review" und "Journal of the Advenstist Theological Society).Dagegen : In den Achtzigen etwa hat einer mit intetrnationle Konakten eine Studie in "Sectrum" publiiert : Das "Gesetz" variiert in seiner weltweiten Bedeutung zwischen "knöchel- " und "knietief" Und skifahren tun wir im hintersten Eck eines Tauerntales auch nicht - Sabbats waden wir - obligater SAbbatnachmittagsspaziergang - bis zumBAuch i tiefen Puverscnee -Bogenhofner Schuskikurs 1957)

      Werksgerechtigkeirt : Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind, weil wir so brav sind - - (Schager aus - nein, nicht dem Zionsliederbuch, - der Fünfzigejahre) .Wow , "Suchgefährdete betreut" - da frage ich doch tääglichden Briefträger, wie ies ihm geht ! - Bericht darüber nach oben ! Zwecks Genauigkeit : Immer ein Zetterl und Schreibgelegenheit mithaben, für jedes gute Werk dort ein Stricherl !


      Römer 12, 12, 2. !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • So nebenbei zu den Qumran- Leuten : ein seriöser Testamentkundiger erklärte den Untergang derQumram -Leute - bilogogisch.an HAnd der in gewissen arealen breitflächig, abermassenhaft aufgefundenen Reste von Darmparasiten.

      Sie lebten in festen , stabilen Unterkünften - und hielten sich nach wie vor "gesetzestreu" an eine sehr weise Regel - in der Wüste ! - zum Verichtend der Notdurtf ausserhalb des Lagers zu gehen, ausgerüstet mit einem Schäufelchen - - -bei Ansässigen gab das aberr dann ein Areal mit Anhäufung pathogener Keime und Parasiten, eine hochinfektöse Zone. - - - - -

      Das die Hygiene betreffende "Gebot" war in der Wüstenwanderung der Nomaden sinnvoll, die Gesundheit der Community erhaltend und ist aber in fixne Siedlungen, antiken Städten, geschweige denn heutzutage genau das Gegenteil bewirkend : EIn Seuchenherd. -

      Aber man war gesetzestreu nach der Weise der Vorvöäter.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Ich kenne Christen, die "Werkgerechtigkeit" total ablehnen, die aber sehr "gesetzlich" eingestellt sind.

      Damit meine ich, dass sie zwar ganz klar verstehen, dass sie sich den Himmel nicht durch gute Werke verdienen können, dass sie auf die Gnade der Vergebung angewiesen sind. Sie wissen, dass sie nicht aufgrund ihrer guten Werke gerettet sind.

      Dennoch scheint ihr Leben als Christen von ganz vielen Regeln bestimmt - man muss dieses oder jenes ganz genau so tun und ja nicht anders - sonst ist man kein richtiger Christ. Und das und das darf man auf keinen Fall tun als Christ usw. Das geht dann bis in die Gedankenkontrolle hinein: Wer so oder so denkt, kann kein echter Christ sein .... und das nicht nur bei den grundlegenden Heilswahrheiten, sondern auch bspw das Verständnis einzelner Bibelverse, die man nur auf eine ganz bestimmte Art interpretieren darf, wenn man ein echter Christ sein will ....

      Es erinnert mich an diese Verse im Kolosserbrief: Kol 2, 20 Wenn ihr nun mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt:
      21 »Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren« –
      22 was doch alles verbraucht und vernichtet werden soll. Es sind menschliche Gebote und Lehren.
      23 Diese haben zwar einen Schein von Weisheit durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, dass sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.

      Soll natürlich auch nicht heissen, dass es gar keine Regeln gibt und alles beliebig ist.
      Aber sie dürfen nicht zu einem Gefängnis werden, in das man sich selbst einsperrt - und andere aussperrt .....
    • In beiden Fällen "Gesetzlichkeit" und "Werkgerechtigkeit" geht es um die Herrschaft des Gesetzes über den Menschen.

      Im AT ist gesagt, dass Gott dem Menschen das Gesetz gegeben hat, damit er das Richtige wählt und tut; denn das Tun des Richtigen bringt ihm Leben und Segen, das Tun des Falschen Tod und Fluch.

      Bibelstelle

      5. Mose 30, 15 Siehe, ich lege dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse.16 Dies ist's, was ich dir heute gebiete: dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst,.....19 Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen,20 dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhangest.


      Das Gesetz ist dem Menschen gegeben, damit er Gottes Willen erfährt und danach handelt und so Leben und Segen dadurch bekommt.

      In Röm 7 beschreibt Paulus anschaulich, wie der Mensch es nicht schafft, so nach Gottes Willen zu leben. Und damit verfehlt er das Ziel und verfällt dem Fluch und dem Tod:

      Röm 7,10 ich aber starb. Und so fand sich's, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war.

      Das ist erst einmal die grundlegende Erkenntnis, die "Werkgerechtigkeit" verhindert. Zu erkennen und anzuerkennen, dass niemand aus sich selbst heraus gerecht vor Gott sein kann, so dass er die Gnade nicht bräuchte. (vgl zB auch Röm 3, 23+24)

      Weiter heisst es:

      Röm 8,3 Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch,4 damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.

      Gal 5,18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.

      Das verstehe ich so:
      Wir stehen entweder unter der Herrschaft des Gesetzes - und das ist "Gesetzlichkeit". Eine Herrschaft, die über uns gesetzt ist, von oben bzw von aussen, ausserhalb von uns.

      Oder wir stehen unter der Herrschaft des Heiligen Geistes, der uns regiert - in uns. Und dieser Geist gestaltet uns - von innen - um, so dass wir aus ganzem Herzn mit Gott und mit seinem Willen übereinstimmen können. Er verändert unser Wollen und unser Vollbringen (Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.)
      Das ist die Erfüllung der Verheissung:

      Hes 36,26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.
      27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

      Wenn das Gesetz regiert, dann ist es für "gesetzliche" Menschen sehr wichtig, dass alle anderen in ihrer Gemeinschaft auch mitmachen und sich unter diese Herrschaft stellen, damit diese Herrschaft aufrecht erhalten wird. Da kann es keine Freiheit geben.

      Freiheit ist nur dort möglich, wo Gott selbst ("persönlich") die Herrschaft inne hat, wo man ihm selbst vertraut - und nicht dem, was Menschen unter der Herrschaft des Gesetzes leisten.
      Dann kann man ihm vertrauen, auch wenn man den Eindruck hat, ein Bruder oder eine Schwester liegt falsch, irrt sich im Denken und Tun.
      Ganz so, wie Paulus schreibt:

      Phil 3,15 Wie viele nun von uns vollkommen sind, die lasst uns so gesinnt sein. Und solltet ihr in einem Stück anders denken, so wird euch Gott auch das offenbaren.

      Röm 14,4 Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten.
    • Bemo schrieb:

      Hallo,
      ich habe schon oft festgestellt, dass die Begriffe "Gesetzlichkeit" und "Werksgerechtigkeit" als Synonyme verwendet werden.
      Deshalb mal meine Frage an euch: Seht ihr einen Unterschied zwischen beiden Begriffen? Welche inhaltlichen Schnittmengen weisen beide Begriffe auf? Wo unterscheiden sie sich?
      Also ich sehe Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Begriffen. Paulus erwähnte ja, dass man mit (AT-)Gesetzes-Werken vor Gott, dem Vater Jesus unmöglich als Gerechter bestehen könne. Leider Gottes wurde in der Hoffnung für alle, statt Gesetzes Werke, Werke des Gesetzes fälschlicherweise Gute Werke verwendet, was vollkommen falsch ist.

      Luther 2017, Gal. 216 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht.


      Hoffnung für Alle Gal.2.16 Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind doch deshalb Christen geworden, weil wir davon überzeugt sind, dass wir nur durch den Glauben an Christus von unserer Schuld freigesprochen werden; nicht aber, weil wir die Forderungen des Gesetzes erfüllen. Denn kein Mensch findet durch gute Werke Gottes Anerkennung.

      Gute Nachricht Bibel Gal. 2.16 Aber wir wissen, dass kein Mensch deshalb vor Gott als gerecht bestehen kann, weil er das Gesetz befolgt. Nur die finden bei Gott Anerkennung, die in vertrauendem Glauben annehmen, was Gott durch Jesus Christus für uns getan hat.9 Deshalb haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt, um durch das Vertrauen auf ihn bei Gott Anerkennung zu finden und nicht durch Erfüllung des Gesetzes; denn mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott bestehen.

      Neue Genfer Übersetzung Gal.2.16 Aber wir wissen ´jetzt`, dass der Mensch nicht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften für gerecht erklärt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. Darum haben auch wir unser Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt, denn wir möchten vor Gott bestehen können, und das ist – wie gesagt – nur auf der Grundlage des Glaubens an Christus möglich, nicht auf der Grundlage der Gesetzeserfüllung. Niemand steht durch das Befolgen von Gesetzesvorschriften vor Gott gerecht da.

      Das Einhalten der Gebote wird immer als wichtig -z.B. als Zeichen für die Liebe zu Jesus oder auch für die Liebe zu Gott bezeichnet. Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.

      Gesetzeswerke- der Gesetzlichkeit unterworfen sein (wie die Pharisäer und Schriftgelehrten) und Werke der Gerechtigkeit sind absolut unterschiedliche, ja gegensätzliche Angelegenheiten Das eine ist lieb- und erbarmungslos, das andere liebevoll und barmherzig, genau, was Jesus im Auftrag seines Vaters ja berichtigen wollte. Darum wohl machte Jesus ab sofort die Gültigkeit der bisherigen Gesetze und Propheten von der gelebten Liebe abhängig.

      Gesegnete Grüsse renato23

    • renato23 schrieb:

      Das Einhalten der Gebote wird immer als wichtig -z.B. als Zeichen für die Liebe zu Jesus oder auch für die Liebe zu Gott bezeichnet. Und einige Gesetze verlangten Taten, die Gebotes-Übertretung zur Folge hatten.
      Das taten die Pharisäer. Das war Gesetzlichkeit,Gesetze nicht zu übertreten. Wie schon gesagt wurde,Tempo 50 nicht zu überschreiten.
      Jesu hat zum Beispiel den Unterschied genannt beim Ehebruch. Wer eine Frau begehrlich anschaut begeht schon bei Gott Ehebruch....

      Werksgerechtigkeit hat mit "guten tun zu tun",um in den Himmel zu kommen..
      Matthaeus 7
      21Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
      22Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel
      ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
      23Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!