Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

    • Adams unrühmlicher Fall wurde durch Christus wettgemacht, 27.August

      Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht.1.Korinther 15,22.

      Jesus Christus wird als „zweiter Adam“ bezeichnet. Siehe 1.Korinther 15,45. Rein und heilig, eng verbunden mit Gott und von ihm geliebt, begann er dort, wo auch der erste Adam begonnen hatte. Aber der war in jeder Hinsicht in einer besseren Lage als Jesus. Er lebte in einem wunderbaren Paradiesgarten, den Gott in seiner Liebe für das heilige Paar vorbereitet hatte. Die natürliche Umgebung war rein und unbefleckt. Früchte, Blumen und herrliche hohe Bäume gediehen im Garten Eden. Adam und Eva waren reichlich mit allem versorgt, was sie brauchten.

      Doch dann kam Satan und flößte ihnen Zweifel an der Weisheit Gottes ein. Er klagte ihren himmlischen Vater und Herrscher der Selbstsucht an, weil er ihre Loyalität durch das Verbot prüfte, vom Baum der Erkenntnis nicht zu essen. Siehe 1.Mose 2,16.17. Eva gab der Versuchung nach und Adam nahm die verbotene Frucht aus der Hand seiner Frau an. Siehe 1.Mose 3,5.Er versagte bei dem kleinsten Test, den der Herr sich ausdenken konnte, um seinen Gehorsam zu prüfen. Dadurch öffneten sich die Schleusen des Leides über unsere Welt. Adam war von Natur aus heilig und sündlos, rein und unverdorben. Er fiel trotzdem, weil er auf die Einflüsterungen des Feindes hörte. So wurden seine Nachkommen moralisch verdorben ...

      Als Christus kam, betrat er eine Welt, die Gott untreu war, eine Welt, die von dem Fluch der Rebellion gegen den Schöpfer gezeichnet und verdorben war.Der Erzbetrüger hatte sein Werk mit großer Entschiedenheit vorangetrieben, bis der Fluch des Ungehorsams die Erde befallen hatte. Er hatte durch seine Erfindungen die Menschen verdorben ... Satan behauptete, selbst gnädig, gütig und wahrhaftig zu sein und schrieb seine wahren Eigenschaften Gott zu. Christus sollte in seiner menschlichen Natur diesen falschen Darstellungen entgegentreten und sie entlarven.

      Jesus wurde von Satan hundertmal härter versucht als Adam — und das unter Umständen, die in jeder Hinsicht schwieriger waren ... Er machte Adams schändliches Versagen wett und erlöste die Welt. Deshalb gibt es Hoffnung für alle, die zu Christus kommen und ihn als ihren Erlöser annehmen ...

      Durch die Übertretung des Gesetzes wurde die Welt vom Himmel getrennt. Christus überbrückte den Abgrund und verband die Erde aufs Neue mit dem Himmel. In seiner menschlichen Natur bewahrte Jesus die Reinheit seines göttlichen Charakters. Er lebte das Gesetz Gottes aus und ehrte es in einer ungehorsamen Welt. Damit zeigte er den ungefallenen Welten, dem himmlischen Universum, Satan und allen gefallenen Söhnen und Töchtern Adams, dass die Menschen durch seine Gnade durchaus das Gesetz Gottes halten können! Er kam, um jeden reumütigen und glaubenden Menschen seine göttliche Natur und sein eigenes Bild zu verleihen.
      Manuskript 20, 1898; Manuscript Releases VIII, 39-41.

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    • Glaube an die Wahrheit und praktiziere sie! 28. August

      Denn durch den Glauben an Jesus Christus seid ihr nun alle zu Kindern Gottes geworden. Galater 3,26 (Hfa).

      Jesus Christus stellt wieder her — der Empörer Satan zerstört. Hierin besteht die Auseinandersetzung zwischen dem Fürsten des Lebens und dem „Fürsten dieser Welt“ (Johannes 14,30), der Macht der Finsternis ... Der Erlöser der Welt beabsichtigte nicht, dass sein zurückgekauftes Erbe in seinen Sünden leben und sterben sollte. Doch weshalb werden so wenige [mit dem Evangelium] erreicht und gerettet? Was ist der Grund? Es liegt daran, dass viele bekennende Christen in derselben Weise wirken wie Satan. Sie lassen ihn für sich planen. Er bringt sie dahin, von Gott abzufallen, ihm die Treue zu brechen und gegen seine Vorschriften und Gesetze zu rebellieren. Das macht dem echten Christen viel Arbeit und Mühe, denn er muss den Gesetzesübertreter davon überzeugen, dass er ein Sünder ist, denn „Sünde ist die Übertretung des Gesetzes.“ 1.Johannes 4,3 (Zürcher).

      Wie viel mehr könnte für Christus bewirkt werden, wenn alle, die das Licht der Wahrheit erkannt haben und bekennen, dem Wort Gottes zu glauben, dieses Wort auch ausleben und so der Lehre Christi Glanz verliehen ... Es gibt viele ernsthafte, kluge, warmherzige Männer und Frauen, die viel für Christus tun können, wenn sie sich zuerst selbst Gott hingeben und ihm nahe kommen, weil sie ihn von ganzem Herzen suchen. Siehe Jeremia 29,13.14 ...

      Als Volk Gottes sind wir allem ausgesetzt, was auch Christus begegnete. Die Lauwarmen, die Habsüchtigen und die Selbstgerechten waren die größten Stolpersteine, auf die Jesus traf. Seine Mitarbeiter werden denselben entmutigenden Hindernissen begegnen ... Wer sich für Christus engagiert, muss bereit sein, die Wahrheit nicht nur zu verkündigen, sondern sie auch zu praktizieren ... In der himmlischen Ordnung werden keine Veränderungen vorgenommen, um große Wandlungen in der religiösen Welt herbeizuführen. Männer und Frauen müssen sich in dieser Notlage aufmachen und das goldene Öl — die göttliche Mitteilung — in reichem Maße empfangen. Siehe Sacharja 4,12. Das wird sie befähigen, sich zu erheben und zu leuchten, weil ihr „Licht gekommen und die Herrlichkeit des HERRN über [ihnen] aufgegangen“ ist. Jesaja 60,1 (EB).

      Jene, die behaupten, dem Wort Gottes zu vertrauen und trotzdem ihre ererbten und erworbenen Charakterzüge pflegen, sind die größten Stolpersteine, denen wir begegnen, wenn wir die großartigen, heiligen Wahrheiten für diese Zeit darstellen.Wer an die gegenwärtige Wahrheit glaubt, soll die Wahrheit auch praktizieren und ausleben. Sie sollen das Wort — Jesus selbst (siehe Johannes 1,1.14) — studieren und es förmlich essen. Damit „essen sie das Fleisch“ des Gottessohnes und „trinken sein Blut“. Johannes 6,53. Sie sollen jenes Wort, das „Geist und Leben“ ist (siehe V. 63), in ihr tägliches, praktisches Leben hineinbringen. Das ist das „Brot ..., das vom Himmel kommt und der Welt das Leben gibt.“ V. 33.
      Brief 34, 1896.

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    • Verfolgung — zur Zeit Jesu und heute, 29. August

      [Jesus sagte:] „Deshalb werden sie euch verfolgen, weil sie mich verfolgt haben.“ Johannes 15,20 (Hfa).

      Wir lesen im Lukasevangelium, wie sich Jesus in der Synagoge von Nazareth selbst als der Messias zu erkennen gab, als er aus dem Propheten Jesaja vorlas: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn.“ Lukas 4,18.19 (EB) ...

      Daraufhin flüsterte Satan den Zuhörern in der Synagoge seine Zweifel ein, und sie sagten: „Ist dieser nicht der Sohn Josefs?“ V. 22 (EB) ... Schnell schlug die Stimmung um. Sie wurden mit Wut und Raserei erfüllt, weil Jesus ihnen ihren wahren geistlichen Abfall vorgehalten hatte. „Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn so hinabzustürzen.“ V. 29 (EB). Aber Jesus wurde bei seiner Aufgabe von himmlischen Engeln beschützt. Er ging ungesehen mitten durch die Menge hindurch und zog weiter. Siehe V. 30 ...

      Herodes und die boshaften Amtsträger brachten den Gerechten um, doch Christus tötete nie jemanden. Daher können wir den Geist der Verfolgung auf seinen Urheber Satan zurückführen, denn Menschen wünschen sich Gewissensfreiheit. Der Teufel ist ein Betrüger und Lügner, ein Mörder und ein „Verkläger der Brüder“.Siehe Johannes 8,44; Offenbarung 12,10. Er liebt es, menschliches Elend zu sehen und jubelt über Verzweiflung. Wenn wir die grausamen Verfolgungen derer betrachten, die Gott gehorchen wollten, wie es ihnen ihr Gewissen befahl, so erkennen wir darin deutlich, wie „das Geheimnis der Bosheit“ (2.Thessalonicher 2,7) wirkt ...

      Diese Auseinandersetzung wurde beim Sohn Gottes eröffnet. Er wurde bedrängt, verachtet und abgelehnt, „ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“. Jesaja 53,3 (EB). Die Majestät des Himmels musste immer wieder den Schauplatz seiner Arbeit verlassen, weil Satan „in seine Ferse stach“. 1.Mose 3,15. Schließlich erreichte Satans Boshaftigkeit ihren Höhepunkt, als er die Gemüter böser Menschen dazu bewegen und so sehr kontrollieren konnte, dass sie Jesus kreuzigten ...

      Die Feindseligkeiten Satans werden auch weiterhin gegen die Nachfolger Jesu gerichtet sein — wütend und entschlossen. Christus hatte zu seinen Getreuen gesagt: „Deshalb werden sie euch verfolgen, weil sie mich verfolgt haben.“ Johannes 15,20 (Hfa). Es kann keine Feindschaft zwischen gefallenen Engeln und gefallenen Menschen geben, die Satans Werke tun und sein Vergnügen teilen ... Wo immer das Böse existiert in der Ablehnung des Lichtes und der Wahrheit und der Abkehr vom lebendigen Gott, wird es sich gegen die Gerechten und Gehorsamen verbünden.
      Manuskript 62, 1886.

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