Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

    • Die Tradition wurde dem Gesetz Gottes vorgezogen, 7.August

      Jesus fuhr fort: „Sehr geschickt bringt ihr es fertig, das Gebot Gottes außer Kraft zu setzen, um eure überlieferte Vorschrift zur Geltung zu bringen!“ Markus 7,9 (GNB).

      Nicht einmal die am besten ausgebildeten Männer in den Tagen Christi — Philosophen, Gesetzgeber, Priester — konnten in ihrem Stolz und in ihrer Überlegenheit das Wesen Gottes richtig deuten ... „Als die Zeit erfüllt war“, kam Christus in unsere Welt (Galater 4,4), die vom Fluch des Abfalls und geistlicher Bosheit geschädigt und verdunkelt war. Das jüdische Volk hatte sich selbst in den finsteren Mantel des Unglaubens gehüllt. Sie hielten sich nicht mehr an Gottes Gebote ...

      Die Menschen, zu denen Jesus predigte, fühlten sich allen anderen Völkern überlegen. Sie prahlten stolz damit, dass ihnen die Worte Gottes anvertraut seien.Siehe Römer 3,2. Die Erde sehnte sich nach einem Lehrer, der von Gott gesandt war, doch als er genauso kam, wie es die Prophezeiungen vorausgesagt hatten, erkannten ihn die Priester und Lehrer des Volkes weder als ihren Erlöser noch verstanden sie die Art seines Kommens. Sie waren es nicht gewohnt, das Wort Gottes so zu nehmen, wie es dastand, und sie ließen auch die Bibel sich nicht selbst auslegen. Stattdessen lasen sie sie durch die Brille ihrer eigenen Grundsätze und Traditionen. So lange hatten sie versäumt, die Bibel zu studieren und darüber nachzusinnen, dass ihnen ihre Aussagen rätselhaft erschienen. Sie wandten sich von der Wahrheit Gottes ab und menschlichen Traditionen zu.

      Das jüdische Volk hatte eine entscheidende Zeit in seiner Geschichte erreicht. Viel stand auf dem Spiel. Wird die menschliche Unwissenheit nachgeben? Gibt es ein Verlangen nach einer tieferen Erkenntnis über Gott? Wird daraus ein solcher Durst entstehen ähnlich wie es damals David nach einem Trunk aus den Brunnen von Bethlehem dürstete? Siehe 2.Samuel 23,15. Werden sich die Juden vom Einfluss irreführender Lehrer abwenden, die ihr Empfinden verdreht hatten, und Gott um seine Unterweisung bitten? ...

      Als Christus als Mensch erschien, ergoss sich eine Flut von Licht auf die Welt.Siehe Johannes 1,4.5. Viele hätten ihn freudig aufgenommen und sich dafür entschieden, im Licht Gottes zu wandeln, wenn die Priester und Herrscher des Volkes Gott treu geblieben und es recht angeleitet hätten, indem sie ihnen die Wahrheiten der Bibel richtig auslegten. Doch die Leiter hatten die Heilige Schrift schon so lange Zeit falsch angewandt, dass das Volk von diesen Verdrehungen irregeführt war ... Das jüdische Volk als Nation weigerte sich, Jesus als den Messias anzunehmen. Sie wandten sich von dem Einen ab, der sie vor dem ewigen Verderben retten konnte. Ähnlich geht es auch in der heutigen so genannten Christenheit zu. Menschen, die behaupten, die Schrift zu verstehen, lehnen Gottes Gesetz ab und üben einen starken Einfluss gegen Gottes Gebote aus ... Was sind die Folgen? Betrachtet nur einmal den Lebensstil der jungen Leute in unserer Umgebung.
      Manuskript 24, 1891; Manuscript Releases XIX, 252-254.

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    • Menschen können nur durch Christus überwinden, 8.August

      Wer überwindet, den will ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen. Offenbarung 3,12 (EB).

      Nie werden die Menschen, die durch den einzigartigen Sohn des Vaters erlöst wurden, den furchtbaren Kampf völlig begreifen, den Satan mit täuschender, verführerischer Macht und verborgenem, tödlichem Hass gegen Jesus auf dieser Erde geführt hat. Die Erlösten, die zu Gottes Familie gehören, werden den Auftrag seines Sohnes erst dann völlig verstehen, wenn nach dem „Kampf am großen Tag Gottes“ (Offenbarung 16,14) die Macht der Rebellion für immer gebrochen ist und Christi vermittelndes Wirken in seiner Tragweite deutlich geworden ist. Dann werden alle verstehen, wie Jesus als Mittler und als Heilmittel gegen die Sünde wirkte, um aus gefallenen Menschen reuige, demütige, sanftmütige und loyale Wesen zu machen. Dann wird der Unterschied zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die ihm nicht dienen, für alle deutlich sichtbar entwickelt sein ...

      Die Rebellion wird in unserer Welt so lange existieren, bis im Himmel die Worte „Es ist geschehen“ gesprochen werden. Siehe Offenbarung 16,19. Die Rebellion wird in der Gemeinde von Mitgliedern verursacht, die sich innerlich gegen Gott und seine Bedingungen zur Erlösung wehren. Menschen wünschen sich große Freiräume, um sich selbst zu verwirklichen und Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.Sie wissen oder begreifen nicht, dass sie in Wirklichkeit die Pläne Satans ausführen.Wenn sie das nicht einsehen wollen, sich nicht erleuchten und sich nichts sagen lassen, dann weisen sie damit das vermittelnde Heilmittel zurück, das dem Sünder zur Erlösung angeboten wurde — nicht um ihn in, sondern von seiner Sünde zu retten. Siehe Matthäus 1,21. Das war die erklärte Absicht, als der Vermittlungsdienst Christi geplant wurde.

      Als Christus den himmlischen Engelheeren zum ersten Mal seine Aufgabe und sein Wirken auf Erden ankündigte, erklärte er ihnen, dass er seine göttliche Stellung aufgeben und seinen heiligen Auftrag verbergen müsse, indem er so wie ein Mensch werde — obwohl er in Wirklichkeit der Sohn des unendlichen Gottes war. Und als die Zeit erfüllt war, stieg er vom Thron der höchsten Herrschaft herab, legte seine königlichen Kleider und seine Krone ab und umkleidete seine Gottheit mit dem Menschsein. Siehe Philipper 2,6.7. Er kam auf diese Erde, um beispielhaft zu zeigen, was Menschen tun und sein müssen, um den Feind zu überwinden und mit dem Vater auf seinem Thron zu sitzen. Siehe Offenbarung 3,21 ... Er selbst machte es möglich, dass er von Menschen geschlagen wurde, die der Teufel dazu inspiriert hatte — der Erzrebell, der aus dem Himmel verbannt worden war. Siehe Offenbarung 12,9.

      Als Repräsentant der Menschheit führte Christus auf dieser Erde ein vollkommenes und konsequentes Leben, das immer mit dem Willen seines himmlischen Vaters übereinstimmte ... Ein Gedanke regierte sein Herz und seinen Verstand: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“ Lukas 22,42.
      Brief 303, 1903.

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    • Jesus lehrte durch seine Worte und sein Vorbild, 9. August

      Nicht einmal seine Brüder schenkten ihm Glauben. Johannes 7,5 (GNB).

      Die Menschen erkannten, dass der Heilige Geist auf Jesus ruhte, als er zwölf Jahre alt war. Schon damals spürte er etwas von der Bürde des Auftrags, den er auf unserer Welt erfüllen sollte ...

      Er kann sich in Versuchungen hineindenken, die Kinder erleben, denn er ertrug ihre Kümmernisse und Anfechtungen. Fest und standhaft wollte er immer das Richtige tun. Obwohl andere ihn zum Bösestun verleiten wollten, tat er niemals etwas Verkehrtes und ließ sich auch nicht im Geringsten vom Weg der Wahrheit und des Rechts abbringen. Er gehorchte immer seinen Eltern und erfüllte jede Pflicht, die sich ihm stellte.

      Aber seine Kindheit und Jugendzeit war alles andere als glücklich und problemlos. Seine makellose Lebensführung weckte Neid und Eifersucht bei seinen Brüdern, denn sie „glaubten nicht an ihn“. Johannes 7,5. Sie ärgerten sich, weil er sich oft ganz anders verhielt als sie und nicht mitmachte, wenn sie etwas Böses taten. The Youth‘s Instructor, 28. November 1895.

      Weil Jesus so schnell beurteilen konnte, was richtig oder falsch war, ärgerten sich seine Brüder mächtig über ihn, denn sie hielten alles, was die Priester lehrten, für heilig und von Gott befohlen. Doch Jesus lehrte durch seine Worte und sein Beispiel, dass die Menschen Gott so anbeten sollen, wie er es ihnen geboten hat. Sie sollten sich nicht an die Zeremonien halten, die die religiösen Führer angeordnet hatten ...

      Auch die Priester und Pharisäer ärgerten sich, weil dieses Kind ihre menschlichen Erfindungen, Grundsätze und Traditionen nicht akzeptieren wollte ... Da es ihnen nicht gelang, ihn davon zu überzeugen, dass die menschlichen Traditionen heilig wären, kamen sie zu Josef und Maria und beschwerten sich über sein Verhalten gegenüber ihren Bräuchen und Traditionen. Jesus wusste, was es heißt, wegen seines Glaubens von einem Teil der Familie abgelehnt zu werden. Er liebte den Frieden und sehnte sich nach der Liebe und dem Vertrauen der anderen Familienmitglieder. Er wusste, wie weh es tat, wenn sie ihm ihre Zuneigung entzogen. Er litt unter ihrem Tadel und wurde dafür kritisiert, dass er den geraden Weg ging und nicht mitmachte, wenn die anderen Böses taten, während er den Geboten Gottes treu blieb ...

      Die Schriftgelehrten, Rabbiner und Pharisäer konnten Jesus nicht dazu zwingen, sich vom Wort Gottes abzuwenden und stattdessen menschlichen Traditionen zu folgen, aber sie konnten seine Brüder beeinflussen, ihm das Leben schwer zu machen. Seine Brüder bedrohten ihn und wollten ihn zwingen, einen falschen Weg einzuschlagen, doch er ging unbeirrt voran und machte die Heilige Schrift zu seinem Führer.
      The Youth‘s Instructor, 5. Dezember 1895.

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    • Jesus kümmert sich um menschliche Probleme und Unsicherheiten, 10. August

      [Der Speisemeister] rief den Bräutigam zu sich und sagte: „Jeder bringt doch zuerst den guten Wein auf den Tisch, und wenn die Gäste schon reichlich getrunken haben, folgt der schlechtere. Aber du hast den guten Wein bis zuletzt aufgehoben!“ Johannes 2,9.10 (GNB).

      Dem fröhlichen Fest einer jüdischen Hochzeit gingen feierliche religiöse Zeremonien voraus. Um sich auf die neue Beziehung vorzubereiten, führte das Hochzeitspaar vorgeschriebene Reinigungsriten durch und bekannte seine Sünden.

      Der interessanteste Teil der Zeremonie fand am Hochzeitsabend statt, wenn der Bräutigam auszog, um seine Braut zu sich nach Hause zu holen. Am Haus seiner Braut wartete eine Gruppe der geladenen Gäste auf das Erscheinen des Bräutigams.Wenn er sich dem Haus näherte, wurde laut gerufen: „Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“ Matthäus 25,6. Die Braut, die ein schneeweißes Kleid trug und auf dem Kopf einen Blumenkranz, empfing den Bräutigam, und in Begleitung der Gäste verließ sie ihr Vaterhaus. Mit eindrucksvollem Aufwand, mit Gesang und Instrumentalmusik, zog die Prozession langsam im Licht von Fackeln zum Haus des Bräutigams, wo zum Fest alles vorbereitet war.

      Für die Feier hatte man das beste Essen besorgt. Dazu wurde unvergorener Wein getrunken. Damals war es Sitte, dass ein Hochzeitsfest mehrere Tage dauerte. Bei einem solchen Fest stellte sich vor dem Ende heraus, dass der Traubensaft nicht ausreichte. Als der Ruf nach dem Getränk erklang, ging die Mutter Jesu zu ihrem Sohn. Sie dachte, er hätte vielleicht einen guten Vorschlag, wie man diese peinliche Situation beheben konnte und sagte zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr.“ Johannes 2,3 ... Die aktive Rolle, die Maria bei diesem Fest spielte, zeigt an, dass sie nicht nur ein Gast war, sondern eine Verwandte des Brautpaares. Man merkt, dass sie etwas zu sagen hatte, denn sie befahl den Dienern: „Was er euch sagt, das tut.“ V.5 ...

      Jesus sagte zu ihnen: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt‘s dem Speisemeister!“ V. 8... Diese Tat Jesu wurde für alle Zeiten im Bericht festgehalten, damit wir erkennen, dass Christus selbst in solch einer Unsicherheit, wie sie damals auftrat, es nicht versäumte, etwas zu tun. Allerdings wirkte er nie ein Wunder, um sich selbst zu helfen. Einige Tage vorher hatte er sich geweigert, den eigenen Hunger zu stillen, als er auf Satans Anregung hin einen Stein in Brot verwandeln sollte. Siehe Matthäus 4,3.4;
      Manuskript 126, 1903.

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    • Neu

      Wasser wurde zu Wein, 11. August

      Dieses Wunder geschah in Kana. Dort in Galiläa zeigte Jesus zum ersten Mal seine göttliche Macht. Und seine Jünger glaubten an ihn.Johannes 2,11 (Hfa).

      Jesus Christus ist der Ursprung aller missionarischen Arbeit in dieser Welt. Er wirkte Wunder, um Kranke zu heilen, doch vollbrachte er keines für sich selbst.Sein erstes berichtetes Wunder geschah auf einem Hochzeitsfest in Kana, wo er Wasser in Wein verwandelte ...

      Durch dieses Wunder wollte Christus deutlich machen, dass unvergorener Traubensaft dem vergorenen Saft weitaus vorzuziehen ist. Christus erschuf auf keinen Fall alkoholischen Wein. Der Saft, den er damals machte, war genau derselbe, der frisch aus der Traube gepresst wird. Christus kannte die Wirkung von alkoholischem Wein. Als er den Gästen reinen, unvergorenen Saft gab, zeigte er ihnen den einzig sicheren Weg zum Genuss des Saftes der Weintrauben.

      Christus wollte mit dieser Tat keine Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregen, sondern vielmehr eine wichtige Lehre erteilen. Er machte keinen alkoholischen Wein, und er trank auch keinen ... Christus verwandelte Wasser in Saft, und er verwandte frischen Traubensaft — niemals alkoholischen Wein. Er ist auf allen Gebieten unser Vorbild. Vor seinem Tod gab er seiner Gemeinde als letztes Vermächtnis das Brot, das seinen Leib symbolisierte, der für die Sünden der Welt dahingegeben werden sollte, und den Kelch [mit dem roten Traubensaft], der sein vergossenes Blut darstellte. Siehe Matthäus 26,26-28. Doch dabei durfte nur ungesäuertes Brot und unvergorener Saft verwendet werden, nichts anderes. Siehe V. 18.29; 2.Mose 12,18-20. Beim Abendmahl darf nichts verwendet werden, was vergoren ist, denn vergorener Saft würde die Symbolik zerstören, die das reine Blut Christi darstellt. Wir können diese Frage als eindeutig geklärt betrachten.

      Noch aus einem weiteren Grund wirkte Christus dieses Wunder. Er wollte dem Feind nicht nachgeben, als er versucht wurde, ein Wunder zu tun, um seine eigenen Bedürfnisse zu stillen, indem er einen Stein in Brot verwandelte. Siehe Matthäus 4,3.4. Doch auf dem Hochzeitsfest wollte er seine Sympathie und sein Wohlwollen gegenüber der Hochzeitsgesellschaft ausdrücken. Christus kam nicht in diese Welt, um das Heiraten zu verbieten, familiäre Beziehungen zu zerbrechen oder den Einfluss des häuslichen Kreises zu zerstören. Er kam auf die Erde, um wiederherzustellen, zu erheben, zu reinigen und jede Äußerung reiner Zuneigung zu veredeln. So sollte die Familie auf der Erde ein Symbol für die himmlische Familie werden. In einem christlichen Heim soll die Gnade Gottes den Charakter aller Mitglieder beherrschen und verändern. Dann wird auch die Gemeinde eine aktive, lebendige und arbeitende Gemeinde sein. In solchen Familien kann man das Lied singen: „Hier schweben die Engel herum, hier kreisen die Engel. Geht und tragt diese gute Botschaft in eure Heime.“
      Manuskript 22, 1898.

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    • Neu

      Das lebendige Wasser kommt von Jesus, 12. August

      Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: „Gib mir zu trinken!“ Johannes 4,7.

      Überlege einmal, wie durch auftretende Umstände den Menschen die Wahrheit vor Augen gestellt wird. Erinnere dich an die Frau aus Samarien, die wie gewöhnlich zum Brunnen kam, um Wasser zu holen. Ein Fremder sitzt am Brunnen und bittet sie um einen Trunk. Ein Gespräch bahnt sich an. Jesus sagt zu ihr: „Wenn du wüsstest, was Gott dir geben will und wer dich hier um Wasser bittet, würdest du mich um das Wasser bitten, das du zum Leben brauchst. Und ich würde es dir geben ... Jeder, der dieses Wasser trinkt, wird bald wieder durstig sein. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen.Dieses Wasser wird in ihm zu einer Quelle, die bis ins ewige Leben hineinfließt.“ Johannes 4,10.13

      Die Frau erinnert sich an die schwere Arbeit, die sie täglich mit dem Wasserschöpfen hat, und denkt, es wäre ein großer Fortschritt, wenn sie ohne solche Mühen Wasser bekäme. Deshalb sagt sie: „Dann gib mir dieses Wasser, damit ich nie mehr durstig bin und nicht immer wieder herkommen und Wasser holen muss!“ V. 15 (Hfa). Sie hat noch nicht begriffen, dass Jesus mit ihr über das wichtigste Anliegen der Seele spricht: über das Wasser des Lebens.

      Die Worte, die Christus sprach, waren selbst das lebendige Wasser. Aber bald war ihr Interesse derart geweckt, dass sie ihren Wasserkrug stehen ließ und in die Stadt lief. Dort rief sie ihren Mitbürgern zu: „Da ist einer, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Kommt mit und seht ihn euch an! Ist er vielleicht der versprochene Retter?“ V. 29 (GNB).

      Die Frau war gekommen, um Wasser zu holen, und da hörte sie vom Wasser des Lebens. Sie wurde von ihrer Sünde überzeugt, und sie glaubte an Jesus als den Messias. Auf diese Weise wird heiliges Öl ausgegossen und zwar durch die heiligen Boten, die durch die beiden Ölbäume symbolisiert werden. Siehe Sacharja 4,11-14.Der Prozess des Ausgießens geht weiter, denn der Empfänger des goldenen Öls teilt es mit anderen. Worte werden gesprochen und der unbewusste Einfluss, der Menschen umgibt, wird wahrgenommen, obwohl keine wohlüberlegten Worte geäußert wurden. Oft kann etwas gesagt werden, das wie ein ausgesäter Same wirkt ...

      Der Herr hat ausreichend dafür gesorgt, dass die himmlischen Gnadengaben reichlich an alle ausgeteilt werden, damit die Wahrheit, wie sie in Jesus ist (siehe Epheser 4,21), den ersten Platz im Herzen einnimmt und den Tempel der menschlichen Seele für immer erfüllt. Die Folge ist eine vollständige Hingabe an Gott, und alle treuen Gläubigen werden Menschenfischer werden. Siehe Lukas 5,10.Sie werden um Weisheit bitten und den Auftrag Jesu ausführen: „Ihr seid das Licht der Welt ... Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Matthäus 5,34.36.
      Brief 48, 1897.

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    • Neu

      Keine Stellung ist zu gering, um in Christus ehrbar zu sein, 13. August

      [Die Menschen in Nazareth sagten:] „Er ist doch der Zimmermann, Marias Sohn. Wir kennen seine Brüder Jakobus, Joses, Judas und Simon.Und auch seine Schwestern wohnen bei uns. Alle sind Leute wie wir.“ Sie ärgerten sich über ihn. Markus 6,3 (Hfa).

      Das demütige Leben, das Christus führte, sollte allen eine Lehre sein, die sich gern über andere erheben. Obwohl er keine Spur von Sünde in seinem Wesen trug, ließ er sich dazu herab, unsere gefallene menschliche Natur mit seiner Gottheit zu verbinden ...

      Christus begann in aller Bescheidenheit seine große Aufgabe, die gefallene Menschheit aus der Erniedrigung der Sünde zu heben, indem er sie durch seine göttliche Macht erneuerte, die er mit seinem Menschsein verknüpft hatte. Er ging an den großen Städten und den berühmten Orten der Gelehrsamkeit und angeblichen Weisheit vorüber. Stattdessen machte er das bescheidene und verborgenen Dorf Nazareth zu seinem Zuhause. Siehe Lukas 4,16. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er an diesem Ort, von dem man allgemein sagte, er könnte nichts Gutes hervorbringen. Siehe Johannes 1,46. Während seines Erdenlebens ging er auf Wegen, die auch arme, vernachlässigte, leidende und trauernde Menschen gehen müssen, und nahm alles Elend auf sich, das die Notleidenden ertragen müssen ...Seine Familie zeichnete sich nicht durch Bildung, Reichtum oder eine Ehrenstellung aus. Viele Jahre lang arbeitete er im Handwerk eines Zimmermanns.

      Die Juden prahlten damit, dass ihr Messias als König erscheinen werde, um seine Feinde zu besiegen und in seinem Zorn alle Heiden niederzutreten. Doch die bescheidene, [Gott] unterwürfige Lebensführung unseres Erlösers, die ihm eigentlich die Herzen des Volkes öffnen und ihnen Vertrauen auf seine Mission geben sollte, ärgerte und enttäuschte die Juden. Wir wissen alle, wie sie dann mit ihm umgingen ... Christus erhob die Menschen nicht, indem er ihren Stolz nährte.„Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tode am Kreuz.“ Philipper 2,8 (EB). So lange der menschliche Stolz nicht gedemütigt und unterworfen ist und so lange das widerspenstige Herz nicht vom Geist Christi besänftigt wurde, ist es unmöglich, dass Christus uns sein göttliches Wesen einprägen kann. Der demütige Mann aus Nazareth hätte alles, worauf die Welt stolz ist, mit Verachtung strafen können, denn er war der oberste Befehlshaber im Himmel. Doch er kam bescheiden auf unsere Welt, um uns zu zeigen, dass nicht Reichtum oder Position, Autorität oder irgendwelche Ehrentitel im himmlischen Universum respektiert und geachtet werden. Jene werden geehrt, die Christus nachfolgen und jede Pflicht, die sich ihnen stellt, durch die Rechtschaffenheit ihres Charakters und durch die Macht der göttlichen Gnade ehrenwert machen.

      Es ist durch nichts gerechtfertigt, wenn sich Menschen in ihrem Stolz selbst erhöhen. „Denn so spricht der Hohe und Erhabene ... Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“ Jesaja 57,15.
      Brief 81, 1896.

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    • Neu

      Christus will in seinen Nachfolgern ein neues Herz erschaffen, 14. August

      Jesus antwortete und sprach zu [Nikodemus]: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Johannes 3,3 (EB).

      Jesus sprach von der notwendigen Veränderung der natürlichen, vererbten und gepflegten Neigungen des menschlichen Herzens, als er zu Nikodemus sagte: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Johannes 3,3 (EB) ... Damit sagte er eigentlich zu ihm: „Dir wird keine Diskussion weiterhelfen. Argumente werden kein Licht in deine Seele bringen. Du musst ein neues Herz bekommen, sonst kannst du das Himmelreich nicht einmal erkennen.Keine großartigen Beweise werden dich in die richtige Stellung [vor Gott] versetzen, sondern neue Ziele und eine neue Motivation zum Handeln. Du musst erneut geboren werden.“ Wenn diese Veränderung nicht stattfindet, wenn nicht alles von Grund auf erneuert wird, können die stärksten Beweise vorgebracht werden und werden doch nichts bewirken ...

      Für Nikodemus war diese Aussage sehr demütigend. Irritiert griff er die Worte Christi auf und fragte: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“ V. 4... Doch der Heiland beantwortete sein Argument nicht mit einem Gegenargument.Feierlich hob er die Hand und sagte ernst: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.“ V. 5 (EB) ...

      Christi Worte lehrten Nikodemus, dass er sich wegen seiner geistlichen Unwissenheit eher schämen sollte (siehe V. 10), anstatt sich über die deutlichen Worte der Wahrheit zu ärgern und seine Zuflucht zur Ironie zu nehmen. Doch Christus sprach mit solch einer ernsten Würde und sein Blick und Tonfall drückten eine solche aufrichtige Liebe aus, dass Nikodemus nicht verletzt war, als ihm seine demütigende Stellung bewusst wurde ...

      Diese Lektion an Nikodemus trifft auf alle genau zu, die heute im Volk Gottes Verantwortung tragen und deren Stimmen man häufig in Sitzungen hört und denselben Geist offenbaren wie damals Nikodemus. Die Worte Christi sind genauso an Vereinigungsvorsteher gerichtet, an Gemeindeälteste und alle, die verantwortliche Positionen in unseren Gemeinden innehaben ...

      Nikodemus bekehrte sich aufgrund dieses Gespräches. Bei dieser nächtlichen Unterredung mit Jesus stand der überführte Mann unter dem besänftigenden und unterwerfenden Einfluss der Wahrheit, die sein Verstand erleuchtete und sein Herz beeindruckte ... Jesus sagte dem Nikodemus nicht nur, dass er ein neues Herz haben müsse, um das Reich Gottes zu erkennen, sondern erklärte ihm auch, wie er dieses neue Herz bekommen konnte. Siehe V. 14-16; vergleiche Das Leben Jesu 159.160;
      Brief 54, 1895.

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    • Neu

      Niemals sprach jemand so wie er, 15. August

      So kehrte die Tempelpolizei zu den Hohenpriestern und Pharisäern zurück, ohne Jesus festgenommen zu haben. „Weshalb bringt ihr ihn nicht mit?“ stellten sie die Soldaten zur Rede. „Noch nie hat ein Mensch so geredet wir dieser Mann!“ entschuldigten sie sich. Johannes 7,45.46 (Hfa).

      Christus kam genauso in diese Welt, wie es die alttestamentlichen Schriften vorausgesagt hatten. Trotzdem wurde er missverstanden und falsch beurteilt. Die Pharisäer waren erfüllt von rasendem Hass, weil sie merkten, dass seine Lehre eine Kraft und Anziehungskraft besaß, die ihren Worten völlig fehlte. Sie kamen zu dem Schluss, dass man seinen Einfluss nur dann unterbrechen konnte, wenn man ihn zum Tod verurteilte. Deshalb schickten sie Offiziere los, die ihn verhaften sollten.Doch als diese in Hörweite der Stimme Jesu kamen und seinen wohlwollenden Worten zuhörten, wurden sie davon so fasziniert, dass sie ihren Auftrag vergaßen ..

      „Da regten sich die Pharisäer auf: ‚Habt ihr euch also auch von ihm beschwatzen lassen?‘ ...

      Nikodemus wandte ein: ‚Seit wann verurteilt denn unser Gesetz einen Menschen, ehe man ihn verhört und ihm seine Schuld nachgewiesen hat?‘“ Johannes 7,46.47 (Hfa).

      Die Lehre, die Christus Nikodemus erteilt hatte, war nicht vergeblich gewesen.Gewisse Überzeugungen bildeten sich in seinem Verstand, und er nahm Jesus von Herzen an. Seit seinem Gespräch mit dem Heiland durchforschte er die alttestamentlichen Schriften gründlich und erkannte die Wahrheit im Licht des Evangeliums.

      Die Frage, die er stellte, war weise und hätte die Vorsitzenden sicher beeindruckt, wären sie nicht von Satan getäuscht gewesen. Doch sie waren derart von Vorurteilen erfüllt, dass kein Argument zugunsten dieses Jesus von Nazareth etwas galt, mochte es noch so schwerwiegend sein. Nikodemus bekam die Antwort: „‚Bist du etwa auch aus Galiläa? ... Du brauchst nur in der Heiligen Schrift nachzulesen.Dann weißt du: Kein Prophet kommt aus Galiläa!‘“ Johannes 7,51.52 (Hfa).

      Die Priester und Führer des Volkes hatten sich täuschen lassen wie Satan es beabsichtigte, so dass sie nun glaubten, Jesus würde aus Galiläa stammen. Einige wussten, dass er in Bethlehem geboren war, aber sie blieben ruhig, um der Unwahrheit nicht ihre Schlagkraft zu nehmen.

      Die Tatsachen waren klar. Das Licht war durch nichts getrübt. Und doch deuteten die Menschen das Wirken Christi ganz unterschiedlich, je nachdem, welche Einstellung sie hatten ...

      Der Fürst des Friedens kam, um die Wahrheit zu verkünden, die Harmonie in das Durcheinander bringen sollte. Und doch wurde durch den, der Frieden und Wohlwollen bringen wollte, eine Auseinandersetzung in Gang gesetzt, die mit seiner Kreuzigung endete.
      Manuskript 31, 1899.

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    • Neu

      Durch die Wahrheit in Jesus sind wir geheiligt, 16. August

      [Jesus betete zu seinem Vater:] „Lass sie dir immer ähnlicher werden und der Wahrheit gehorchen. Dein Wort ist die Wahrheit.“ Johannes 17,17 (Hfa).

      Jeder Kämpfer, der sich in der geistlichen Auseinandersetzung engagiert, muss durch seine Verbindung zu Gott mutig sein. Wer auf der Seite des Lebensfürsten kämpft, muss seine Waffen nach außen richten. Er darf auf keinen Fall einen leeren Zwischenraum schaffen und dann mit seinen zerstörerischen Geschossen auf die zielen, die wie er selbst unter der Fahne des Fürsten Immanuel stehen. [„Immanuel ... heißt übersetzt: ‚Gott mit uns.‘“ Matthäus 1,23]. Wir haben keine Zeit, uns gegenseitig zu verletzen und niederzumachen. Es gibt viele, die sich die Worte Christi zu Herzen nehmen sollten, die er damals zu Nikodemus sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.“ Johannes 3,5 (EB) ... Viele nehmen für sich in Anspruch, Christi Nachfolger zu sein. Ihre Namen stehen auf den Gemeindelisten, doch sie sind ihrer Gemeinde keine Stütze. Sie sind nicht durch die Wahrheit geheiligt worden ... Nicht die bloße Annahme der Wahrheit, sondern das Ausleben der Wahrheit verändert den Menschen. Wer durch die Wahrheit geheiligt werden möchte, soll unter Gebet das Alte und das Neue Testament sorgfältig durchforschen, damit er weiß, was Wahrheit ist ...

      Wer wahrhaft zu Christus bekehrt ist, muss immer aufpassen, keinen Irrtum anstelle der Wahrheit anzunehmen. Wer meint, es spiele keine Rolle, was er lehrmäßig glaubt, solange er nur an Jesus Christus glaubt, befindet sich in Gefahr.Einige sind der verhängnisvollen Täuschung verfallen, sie würden von Gott genauso angenommen, wenn sie andere Bedingungen erfüllen als die im Evangelium genannten. Statt Geboten Gottes zu gehorchen und seinen Forderungen nachzukommen, befolgen sie ein anderes Gesetz als das Gesetz Gottes — und meinen dennoch, Gottes Forderungen erfüllt zu haben. Erst wenn sie diese Irrlehre aufgeben und in Übereinstimmung mit Gottes Forderungen kommen, können sie Mitglieder der Familie Gottes werden ...

      Wer behauptet, geheiligt zu sein und gleichzeitig den Worten keine Beachtung schenkt, die Gott mit Autorität vom Berg Sinai herab gesprochen hat (siehe 2.Mose 20,1-17), zeigt damit, dass er oder sie Gott nicht den Gehorsam leistet, den der Gesetzgeber fordert ... „Ohne mich“, sagt Christus, „könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Vorsorge für unsere Vollkommenheit ist durch die Einheit mit Christus geschaffen. Siehe Kolosser 1,28 (EB). „Ich in ihnen und du in mir, dass sie in uns vollendet seien“, betete Jesus. Johannes 17,23 (EB) ...

      Welche Freude könnte der Himmel denen bieten, die sich hier in diesem Leben nicht zu Jesus hingezogen fühlen, um sein Wesen zu studieren und bei ihm im zukünftigen Leben zu sein? Sie werden lieber irgendwo anders sein als in der Gegenwart und Gesellschaft dessen, den sie nicht wertschätzen. Sie kannten ihn nicht während ihres irdischen Lebens und im Himmel können sie ihn auch nicht kennen lernen.
      Manuskript 40, 1894.
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    • Neu

      Der Herr vertraut uns, dass wir guten Samen für eine gute Ernte säen, 17. August

      Gottes Reich ist mit einem Bauern zu vergleichen, der gutes Saatgut auf sein Feld säte. Eines Nachts, als alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut zwischen den Weizen und schlich sich davon. Matthäus 13,24.25 (Hfa).

      Der Herr muss in unserer Welt ein Werk vollbringen, aber er wird diese Aufgabe niemandem anvertrauen, der nichts von der Bibel weiß und nichts von den Geheimnissen des Himmelreiches versteht. In Gleichnissen schildert Jesus, wie sein Werk wächst und gedeiht als Ergebnis der Verkündigung seines Wortes — der gegenwärtigen Wahrheit, die heute relevant ist. Er zeigt uns die Bildung einer Gemeinde, die vor der Welt als sein auserwähltes und treues Volk dastehen soll. Das Gleichnis vom Sämann zeigt die Art und Weise, wie wir arbeiten sollen. Die Verkündigung des Evangeliums gleicht dem Aussäen der Saat. Siehe Matthäus 13,1-8.18-23 ...

      Das Gleichnis vom Weizen und Unkraut (siehe V. 24-30) zeigt das geheimnisvolle Wirken der göttlichen und satanischen Kräfte, die einander entgegenwirken und in einem lebenswichtigen Konflikt stehen. Diese Auseinandersetzung wird bis zum Ende der Geschichte unserer Erde weitergeführt. Der unvergängliche Same ist das lebendige Wort Gottes (siehe Lukas 8,11), das bei jedem, der es aufnimmt, zur persönlichen Heiligung führt und ihn durch die Teilhabe an der göttlichen Natur veredelt.

      Dabei ist vieles zu bedenken. Wer sein Leben lang von der Sünde versklavt war und im klaren Gegensatz zum Willen Gottes gehandelt hat, muss gründlich bekehrt werden. Ansonsten wird der „Sauerteig der Bosheit“ (1.Korinther 5,8) unterschwellig weiterwirken, so wie Satan als Engel des Lichts erschien und Christus veranlassen wollte, den Willen Gottes abzulehnen. Gottes hoher Maßstab der Gerechtigkeit ist dem Geschmack und den Vorlieben sündhafter Männer und Frauen widerwärtig. Hier stehen die aktive Wirksamkeit des Erlösers und die des Zerstörers im Widerstreit.

      Der Weizen soll in die Scheune Christi gesammelt werden. Siehe Matthäus 13,30.Das Unkraut [in (Matthäus 13,25.38) wörtlich: „Lolch“, nach rabbinischer Erklärung entarteter Weizen] gleicht dem Weizen, doch wenn die Ernte kommt, muss es weggeworfen werden. Es sah dem Weizen eine lange Zeit zum Verwechseln ähnlich.Satan bemüht sich gezielt, jene zu verführen und auf Irrwege zu leiten, die irgendwie mit dem Wort Gottes verbunden sind. Er wird alle möglichen Pläne erfinden, um die Zeitspanne seiner Kontrolle über sie zu verlängern. Der Herr des Himmels heißt es nicht gut, wenn die Beziehungen der Gemeinde vermischt und verdorben werden. Er möchte, dass sein Werk der Verkündigung des Evangeliums so geschieht, dass bösartige Evangeliumsarbeiter nicht ermutigt und in christlichen Versammlungen keine sündigen Verbindungen geduldet werden.
      Manuskript 7, 1900.

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