Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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    • Alle können durch Christus Überwinder sein, 19. Juli

      Kann ein Schwarzer seine Haut ändern, ein Leopard seine Flecken?Dann könntet auch ihr Gutes tun, die ihr an Bösestun gewöhnt seid.Jeremia 13,23 (EB).

      Wir wissen, dass es in unserer Welt überall an Selbstbeherrschung mangelt. Es ist keine Sünde, wenn wir essen und trinken, um unseren Körper zu erhalten, und wenn wir für unser geistliches Wohlergehen sorgen. Doch wenn wir die Ewigkeit aus den Augen verlieren und die grundsätzlich notwendigen Dinge übertrieben wichtig nehmen, können sie zur Sünde werden. Wo wir uns auch hinwenden, überall herrschen Verbrechen und Bosheit. Ist es da nicht an der Zeit, dass wir beginnen, einmal persönlich nach den Ursachen zu forschen? ...

      Satan wird durch die Schlange dargestellt. Siehe Offenbarung 12,9. Der Versucher ist überall um uns her und wenn Gott sagt: „Du sollst nicht ...“, was bewirkt das? Oft hören wir auf den Versucher, anstatt Gott zu gehorchen. Und anstelle der angenehmen Dinge, die Satan uns verspricht, handeln wir uns Leid und Kummer ein ...

      Als Christus als Säugling in Bethlehem geboren wurde, sangen die Engel: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen.“ Lukas 2,14. Satan und seine ganze Versammlung — denn er behauptet, religiös zu sein — waren fest entschlossen, alles zu unternehmen, damit Christus den Ratschluss des Himmels nicht ausführen sollte. Nachdem Jesus getauft war, kniete er am Jordanufer nieder und sprach ein Gebet, wie es der Himmel nie zuvor gehört hatte ... Die Herrlichkeit Gottes kam in Gestalt einer schimmernden Taube auf ihn herab und aus der Ewigkeit hörte man die Worte: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Lukas 3,22. Christus umarmt die Menschen mit der menschlichen Seite seines Wesens, aber gleichzeitig greift er mit seinem göttlichen Arm nach dem Thron des unendlichen Gottes. Das Gebet Christi durchbrach die Finsternis und kam vor Gott. Das heißt für jeden von uns, dass uns der Himmel offen steht. Das bedeutet, dass die Tore nun geöffnet sind, dass dem Sohn Gottes Herrlichkeit verliehen worden ist — und allen, die an seinen Namen glauben ...

      Christus ging „voll heiligen Geistes ... in die Wüste“ (Lukas 4,1), um dort vom Teufel versucht zu werden ... Satan verließ das Schlachtfeld als besiegter Feind.Unser Heiland hatte sich auf gefährlichem Boden befunden, aber er blieb Sieger ...

      Was hat er für die Menschheit bewirkt? Er hat sie sittlich und moralisch aufgewertet. Wir können Überwinder sein durch ihn, der allem Genüge getan hat.Auch für die völlig hoffnungslosen Fälle gibt es in Christus Hoffnung ... Weshalb ist Christus gekommen? Er wollte uns den Vater zeigen. Welch ein liebevolles und mitfühlendes Herz! ... Als Gott uns seinen Sohn gab, schenkte er uns den ganzen Himmel. Mehr konnte er nicht geben.
      Manuskript 27, 1893; Ein Tempel des Heiligen Geistes 309-313 [überarbeitet].


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    • In Christus können wir vollkommene Menschlichkeit besitzen, 20. Juli

      [Jesus sagte:] Bleibt fest mit mir verbunden, dann wird mein Leben in euch sein! Denn so wie eine Rebe nur dann Früchte tragen kann, wenn sie am Weinstock ist, so werdet auch ihr nur Frucht bringen, wenn ihr mit mir verbunden bleibt. Johannes 15,4 (Hfa).

      Satan wollte die Regierung Gottes verändern und den Regeln in Gottes Reich seine eigene Prägung aufdrücken. Christus wollte sich diesem Ansinnen nicht anschließen, und so begann Satans Kampf gegen ihn und wurde immer heftiger.Weil Luzifer zunächst im Geheimen wirkte, — nur Gott wusste davon — wurde er zu einem hinterhältigen Wesen. Er erzählte Lügen, als wären sie wahr.

      Er war aus dem Himmel ausgestoßen worden. Es sah so aus, als wäre Christus mit ihm in der Wildnis allein, als die Versuchungen begannen. Aber er war nicht allein, denn Engel umgaben ihn, so wie Gottes Engel auch beauftragt sind, denen zu dienen, die den furchtbaren Angriffen des Feindes ausgesetzt sind. Siehe Hebräer 1,14. Christus war in der Einöde mit dem konfrontiert, den er im Himmel bekämpft und besiegt hatte (siehe Offenbarung 12,7.8), und Satan verlor erneut.

      In der Wildnis begegnete ihm Christus unter anderen Umständen, denn die göttliche Herrlichkeit, die ihn umgab, war nicht mehr sichtbar. Er hatte sich selbst erniedrigt und hat die menschliche Natur auf sich genommen. Siehe Philipper 2,7.8... Welche geistigen Qualen musste Christus durchleiden! Welchen Kummer! Welche inneren Kämpfe! Er stand dort in der Wildnis keinem hässlichen Monster gegenüber, so wie es manchmal dargestellt wird — mit Fledermausflügeln und einem Pferdefuß — sondern einem wunderschönen Lichtengel, der so aussah, als käme er gerade aus der Gegenwart Gottes ...

      Wir können die Tiefe und Macht dieser Versuchungen gar nicht ermessen, bis uns der Herr dorthin bringen wird, wo er uns durch eine Offenbarung diese Szenen direkt zeigen kann — und auch dann werden wir sie nur teilweise erfassen ... Die Anfechtungen und Prüfungen Jesu zeigen uns, dass er diesen Versuchungen hätte nachgeben können, sonst wäre der ganze Kampf nur eine Farce gewesen. Doch er ging auf die Werbungen des Feindes nicht ein und bewies damit, dass die menschliche Natur — durch den Glauben mit der göttlichen Natur verbunden — stark sein und den Versuchungen Satans widerstehen kann. Christi vollkommene Menschheit ist dieselbe, die wir durch die Verbindung mit Christus auch besitzen können. Als Gott konnte Christus genauso wenig versucht werden, wie im Himmel seine Treue auf die Probe gestellt werden konnte. Doch als er herabstieg und unsere Natur annahm, konnte er durchaus versucht werden. Er hatte ja nicht die Natur der Engel angenommen, sondern die der Menschen, die unserer Natur völlig gleich ist, abgesehen davon, dass sie keine Spur der Sünde in sich trug ...

      Die Prüfung, die Christus zu bestehen hatte, war viel schwieriger als die von Adam und Eva, denn Christus nahm unsere menschliche Natur auf sich, die zwar gefallen, aber nicht verdorben war. Sie würde auch nicht verdorben werden, es sei denn, er folgte den Worten Satans anstatt den Worten Gottes.
      Manuskript 57, 1890; Manuscript Releases XVI, 180-183.


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    • Alle sind berufen, Kinder Gottes zu werden, 21. Juli

      Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn er offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1.Johannes 3,2 (EB).

      Hier bekommt Johannes einen Einblick in die unermessliche Liebe des ewigen Gottes. Johannes findet keine Worte, um sie zu beschreiben. Er ruft die Welt auf, sie zu betrachten. Im Alten Testament gab es Symbole und Schatten, die auf Christus hinwiesen. Siehe Hebräer 8,3-5. Diejenigen, die Christus während seines Dienstes auf der Erde begleitet hatten, beschrieben seine Werke im Neuen Testament.Dreieinhalb Jahre lang lernten die Jünger beim größten Lehrer, den die Welt je gesehen hatte ... Was brachte ihn hierher? Adam und Eva hatten das Gesetz Gottes in Eden übertreten ...

      Christus betrachtete unsere Welt, bevor er hierher kam, und sah, wie Satan seine Macht über die Menschheit ausübte. Und weil Adam das Gesetz übertreten hatte, beanspruchte der Teufel nun die ganze Menschheit als sein Eigentum. Er wies auf Unglücksfälle und Krankheiten hin und schob die Schuld dafür Gott in die Schuhe.Er behauptete, Gott hätte kein Mitleid mit den Menschen — sie könnten sich genauso gut unter seine Herrschaft begeben. Jesus hatte sich verpflichtet, sein eigenes Leben für die Rettung der Menschheit zu opfern. Er legte sein Königsgewand und seine Königskrone ab, damit er seine Göttlichkeit mit Menschlichkeit bekleiden konnte ...

      Seitdem Gottes Gesetz übertreten wurde, herrschte die Meinung vor, dass Menschen sein Gesetz unmöglich halten können. In Jesus Christus verband sich das menschliche Element mit dem göttlichen. Er kam in unsere Welt, um die Menschheit auf der Skala der moralischen Wertigkeit Gottes emporzuheben. Er betrat siegreich den Boden, auf dem Adam fiel. Er widerstand den Versuchungen Satans und überwand ihn. Satan kam ihm als Engel des Lichts entgegen, so wie er das auch bei uns zu tun vermag.

      Jesus Christus ging als Sieger aus den Versuchungen in der Wildnis hervor. Am Ufer des Jordans schickte er ein Gebet zum Himmel, wie man es dort noch nie gehört hatte. Dieses Gebet durchdrang die Dunkelheit, die ihn umgab, und erreichte den höchsten Himmel. Die Himmel öffneten sich und der Heilige Geist kam in der Gestalt einer Taube — glänzend wie poliertes Gold — auf ihn herab, und von den Lippen des Unendlichen hörte man die Worte: „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.“ Lukas 3,22. Wahrscheinlich haben wir noch nicht begriffen, was dies für uns bedeutet. Wir sind in Christus von Gott angenommen.

      Christus kam in unsere winzige Welt und ehrte sie, indem er die menschliche Natur annahm. Dadurch ehrte er die Menschheit in den Augen aller intelligenten Geschöpfe.
      Manuskript 16, 1893.

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    • Unser Einfluss wirkt zum Guten oder zum Bösen, 22. Juli

      Die Weisen und Verständigen aber werden leuchten wie die Sonne am Himmel. Und diejenigen, die vielen Menschen den richtigen Weg gezeigt haben, leuchten für immer und ewig wie die Sterne. Daniel 12,3 (Hfa).

      Wahre Christen werden Ähnliches erleben wie Christus in der Wildnis der Versuchung — besonders jene, die sich dafür einsetzen, Menschen aus den Fängen Satans zu befreien. Sie werden vom Feind aller Gerechtigkeit angegriffen und können durch Christi Gnade genauso überwinden, wie er es tat. Christen sollten nicht meinen, sie wären von Gott verlassen, weil sie schmerzhaften Versuchungen ausgesetzt sind. Wenn sie sich von ihnen nicht erschüttern lassen, wird Satan sie verlassen und Engel werden ihnen dienen, wie sie Jesus dienten. Siehe Matthäus 4,11. Mit nichts lässt sich der Trost vergleichen, den Christen genießen, wenn sie die Versuchung geduldig durchgestanden und Satan aus dem Feld geschlagen haben.Sie haben für Jesus gezeugt, indem sie sich ganz auf Gottes Wort verließen und sagten: „Es steht geschrieben“. Dadurch haben sie jedem Vorstoß Satans widerstanden, bis sie ihn zurückgeschlagen und den Sieg errungen haben.

      Wir dürfen keinesfalls auf Menschen herabsehen, nur weil sie schwer versucht werden und über ihnen die Wellen zusammenzustürzen scheinen. Wir müssen uns bewusst machen, dass auch Jesus auf allen Gebieten schmerzhaft versucht wurde, damit er allen helfen kann, die versucht werden. Siehe Hebräer 2,18 ...

      Jeder von uns hat einen Einfluss auf andere. Unsere Worte und Taten hinterlassen einen unauslöschlichen Eindruck. Es ist unsere Pflicht, nicht für uns selbst zu leben, sondern zum Besten für andere, indem wir uns nicht von unseren Gefühlen leiten lassen, sondern von Prinzipien. Wir sollten immer daran denken, dass unser Einfluss zum Guten oder zum Bösen wirkt. Wir sind entweder ein Licht, das andere aufbaut, oder ein Sturm, der zerstört ...

      Gottes Gesetz fordert, dass wir einander lieben, wie wir uns selbst lieben. Siehe 3.Mose 19,18. Daher muss jede Kraft und jeder Gedankengang auf dieses Ziel abgestimmt werden, damit wir möglichst viel Gutes bewirken können ... Wie zufrieden wird Gott als Geber sein, wenn wir seine königlichen Geschenke hochhalten, damit sie mit Macht auf andere wirken. Solche Menschen sind Verbindungsglieder zwischen Gott und Menschen und offenbaren den Geist Christi und die Wesenszüge des Himmels. Die Kraft der Heiligkeit, die man sieht, — aber derer man sich nicht rühmt — spricht beredter als die ausgefeilteste Predigt. Sie berichtet von Gott und zeigt den Menschen ihre Pflicht noch wirksamer, als bloße Worte es vermögen.
      Brief 39, 1887; Manuscript Releases XX, 137.138.

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    • Wir sollen von jedem Wort Gottes leben, 23. Juli

      Eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt.“ Matthäus 3,17 (GNB).

      Als sich Christus nach seiner Taufe am Jordanufer niederkniete, kam ein helles Licht herab wie eine Taube aus poliertem Gold und erleuchtete ihn. Vom Himmel hörte man eine Stimme sagen: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ Matthäus 3,16.17 (EB). Wir lesen diese Worte, ohne ihre Bedeutung zu begreifen. Es scheint so, als könnten wir ihren Wert nicht ermessen. Sie sagen dir, dass du in dem Geliebten — in Jesus — angenommen bist.Christus umfasst mit seinem langen menschlichen Arm die gefallene Menschheit, während sein göttlicher Arm den Thron des Allmächtigen ergreift. Dadurch vereint er die Erde mit dem Himmel und verbindet gefallene, sterbliche Menschen mit dem ewigen Gott. Und diese Erde, die vom Himmel geschieden wurde, wird wieder mit ihm vereint. Durch Jesus Christus wird eine Verbindung mit dem Himmel eröffnet, so dass die Menschheit, die von Gott abgefallen war, wieder in seine Gunst zurückgebracht wird. Deshalb ging Jesus in die Wildnis und setzte sich Versuchungen aus, die hundertmal schwerer zu ertragen waren als die, denen Adam und Eva in Eden ausgesetzt waren ...

      Hätten Adam und Eva von jedem Wort gelebt, das aus Gottes Mund kam (siehe 5.Mose 8,3), wären sie nie gefallen und hätten das Anrecht auf den Baum des Lebens nicht verloren. Siehe 1.Mose 3,17.22. Alle die von jedem Wort leben, das aus Gottes Mund geht, werden nun in die paradiesische Heimat zurückgebracht ...

      Darin liegen Freude, Hoffnung und Frieden für jeden Mutlosen. Wir können es uns nicht leisten, die von Gott geschenkten Fähigkeiten nur alltäglichen Dingen zu widmen. Wir wünschen uns einen Glauben, der die Verheißungen ergreift, die uns im Evangelium angeboten werden ...

      Ich erkenne Jesu unvergleichlich schönes Wesen. Ich spreche nie von Anfechtungen, die ich nicht ertragen kann, oder von Opfern, die ich nicht bringen kann. Ich sehe den Einen, der für mich starb, und er soll sich nicht vergeblich für mich geopfert haben. Ich will eine richtige Beziehung zu Gott aufbauen und möchte einen Halt von oben haben. Ich befasse mich nicht damit, was die Welt über mich sagt, sondern studiere, wie ich dem Herrn gefallen und meinen Auftrag in dieser Welt erfüllen kann ...

      Wenn wir zuletzt Überwinder sein wollen, stehen uns Kämpfe bevor. Wir werden merken, dass „das Fleisch gegen den Geist kämpft und der Geist gegen das Fleisch“.Galater 5,17. Es liegt an uns, wer oder was am Ende den Sieg davonträgt.
      Manuskript 16, 1886; Sermons and Talks II, 32-34.

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    • Jesus ist unser Vorbild, wie wir Satan überwinden können, 24.Juli

      Sie [die Heilige Schrift] lehrt uns, die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen, uns von Grund auf zu ändern und so zu leben, dass wir vor Gott bestehen können. Sein Wort zeigt uns, wie wir als veränderte Menschen fähig werden, in jeder Beziehung Gutes zu tun. 2.Timotheus 3,16.17 (Hfa).

      Christus begegnete und überwand die Hauptversuchungen, von denen wir angefochten werden. Sein Sieg über die Esslust, über Anmaßung und die Welt [die Liebe zu Macht und Ehre; siehe Matthäus 4,8.9] zeigt uns, wie wir überwinden können. Satan hat Millionen überwältigt, indem er sie auf dem Gebiet der Esslust versuchte und dahin führte, sich anmaßenden Sünden hinzugeben. Viele bekennen, Nachfolger Christi zu sein und behaupten durch ihren Glauben, dass sie in den Kampf gegen alles Böse ihrer Natur angemustert sind, und doch stürzen sie sich gedankenlos in versuchliche Lagen, aus denen sie nur durch ein Wunder unbeschadet herauskommen könnten. Stille Andachtszeit und Gebet hätte sie davor bewahrt und dahin geführt, die gefährlichen Situationen zu meiden, in die sie sich selbst gebracht und so Satan Macht über sich eingeräumt haben.

      Die Verheißungen Gottes sind nicht dazu da, dass wir sie eilig in Anspruch nehmen, um uns zu beschützen, während wir unbekümmert in Gefahren hineinlaufen, die Naturgesetze übertreten oder den gesunden Menschenverstand und das Urteilsvermögen ignorieren, die uns Gott doch zum Gebrauch gegeben hat.Das ist kein echter Glaube, sondern Anmaßung.

      Die Throne und Reiche dieser Welt und ihre ganze Pracht wurden Christus vor Augen gemalt. Siehe Matthäus 4,8. Niemals werden wir solch starke Versuchungen erleben wie jene, die ihn überfielen. Aber Satan kommt auch zu uns und lockt uns mit weltlichem Ruhm, mit Reichtum und den Vergnügungen des Lebens. Diese Versuchungen werden auf jeden abgestimmt und treffen Menschen in jeder Stellung und mit jeglichem Bildungsstand. Sie sollen sie von Gott abbringen, damit sie ihrem eigenen Ego mehr dienen als ihrem Schöpfer. „Das alles will ich dir geben“, sagte Satan zu Christus. Matthäus 4,9. „Das alles will ich dir geben“, sagt Satan auch zu uns. „Dieses ganze Geld, diese Grundstücke, diese Macht, diese Ehre und diese Reichtümer will ich dir schenken“, und wir lassen uns bezaubern, betrügen und hinterhältig verführen zu unserem Ruin! Wenn wir uns der Weltlichkeit des Herzens und des diesseitigen Lebens ergeben, ist Satan zufrieden.

      Der Heiland überwand den listigen Feind und zeigte uns, wie wir überwinden können. Er hat uns ein Beispiel gegeben, Satan mit der Bibel zurückzuweisen. Er hätte auf seine eigene göttliche Macht zurückgreifen und seine eigenen Worte gebrauchen können, doch sein Beispiel hätte uns dann nicht soviel genützt. Christus benutzte ausschließlich die Heilige Schrift. Deshalb ist es so wichtig, dass wir das Wort Gottes gründlich studieren und befolgen, damit wir — wenn es darauf ankommt — „für jedes gute Werk ausgerüstet“ (2.Timotheus 3,17, EB) und insbesondere gestärkt sind, um gegen den listigen Feind zu bestehen. Siehe Epheser 6,11.17;
      Brief 1, 1872.

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    • Unser Heiland wurde genauso versucht wie wir, 25. Juli

      Man müsste meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir. Jesaja 27,5 (EB).

      Versuch dir einmal vorzustellen — wenn du das kannst — du wärest an Christi Stelle in der Wildnis. Du hörst keine menschliche Stimme, sondern bist von Dämonen umgeben, die vorgeben Engel vom Himmel zu sein und dir im Gewand überaus verlockender Angebote Satans listige Unterstellungen gegen Gott präsentieren, wie er es bei unseren Ureltern machte. Seine Weisheit ist sehr täuschend und kunstvoll, um dein Gottvertrauen zu untergraben und deinen Glauben und deine Gewissheit zu zerstören. Er beschäftigt deinen Verstand beständig, damit er einen Ansatzpunkt findet, den er zu seinem Vorteil nutzen kann, um dich in ein Streitgespräch zu verwickeln. Er tut so, als ob er deine heimlichen Gedanken lesen könnte, die du nicht äußern magst — wie er das damals auch bei Eva tat. Siehe 1.Mose 3,1.

      Er konnte von Christus kein einziges Wort herauspressen, das ihm weiterhelfen konnte. Jesus hielt ihm bei jeder Versuchung ein „Es steht geschrieben“ entgegen. Er zitierte dabei nichts anderes als seine eigenen Worte, zu deren Niederschrift er damals Menschen inspiriert hatte. Siehe Matthäus 4,3-10 ...

      Als unser Herr den großen Konflikt in der Wildnis bestehen musste und anscheinend der Macht Satans und seiner Engel ausgeliefert war, konnte er da in seiner menschlichen Natur tatsächlich den Versuchungen nachgeben? ... Als Gott konnte er nicht versucht werden, wohl aber als Mensch, und das ziemlich stark. Er hätte diesen Versuchungen erliegen können. Er musste als Mensch durch dieselbe Prüfung gehen, die Adam und Eva erlebten. Seine menschliche Natur war erschaffen, sie besaß nicht einmal die Macht der Engel. Sie war menschlich so wie unsere. Er begab sich auf das Gebiet, auf dem Adam versagte. Falls er die Prüfung um der gefallenen Menschheit willen bestand, konnte er in unserer menschlichen Natur Adams schändliches Versagen und seinen Fall wettmachen. Er hatte einen menschlichen Körper und einen menschlichen Verstand. Er hatte dieselben Knochen, dasselbe Fleisch wie wir. Siehe Hebräer 2,14 ... Er musste Enttäuschungen und Anfechtungen in seiner eigenen Familie verkraften, unter seinen Brüdern.Siehe Johannes 7,5. Er war nicht von reinen und liebenswürdigen Wesen umgeben wie in den himmlischen Höfen, sondern Schwierigkeiten ausgesetzt. Er kam in unsere Welt, um einen reinen, sündlosen Charakter zu bewahren und damit Satans Lüge zu widerlegen, dass es Menschen unmöglich sei, Gottes Gesetz zu halten ...

      Indem wir an der göttlichen Natur Anteil bekommen (siehe 2.Petrus 1,4), können wir rein und heilig und unbefleckt [vor Gott] bestehen. Die Gottheit wurde nicht vermenschlicht; das Menschliche wurde nicht — durch eine Vermischung der beiden Naturen — vergöttlicht. Christus besaß nicht dieselbe sündige, verdorbene und gefallene Neigung zur Untreue, wie wir sie haben, sonst wäre er kein vollkommenes Sühnopfer gewesen.
      Manuskript 94, 1893; Manuscript Releases VI, 110-112.

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    • Am Ende werden wir den König in seiner Schönheit sehen, 26. Juli

      Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist. Offenbarung 2,7.

      Wenn du merkst, dass in dir eine streitbare Gesinnung aufkommt, dann gehe einfach hinaus und sprich mit Menschen, die ein Zeugnis für Gottes Wahrheit brauchen, über die Liebe Christi zu uns. Sprich über seine Liebenswürdigkeit und dann wird die boshafte Einstellung aus deinem Herzen verschwinden. Wir brauchen praktische Erfahrungen darin, wie wir den Feind überwinden können und uns an den Allmächtigen klammern. Wir können es uns nicht leisten, das ewige Leben zu verlieren.

      Ich muss dir sagen, dass der Himmel ein Ziel ist, das man erstreben muss. Man muss um ihn beten und sich für ihn einsetzen. Wir können nicht mit unseren unbekehrten Wesenszügen einfach in den Himmel hineinschlittern ...

      Vergeude keine Zeit im Streitgespräch mit denen, die Gegenargumente vorbringen, denn der Feind wird dann noch anderen Menschen genügend einflüstern, was deine Zeit in Anspruch nehmen würde, es zu widerlegen. Deine Stärke besteht darin, beim Positiven zu bleiben. Als der Teufel mit Christus in der Wildnis zusammentraf, ließ sich Christus in keine Diskussion mit ihm ein. Satan versuchte ihn, ein Wunder zu tun, um Brot zu schaffen. So hätte Christus dem Feind einen entscheidenden Vorteil verschafft, denn Satan hätte einen ähnlichen Beweis seiner eigenen Kraft liefern können ...

      Wenn also Leute Argumente gegen die Wahrheit vorbringen und versuchen, dich damit zu provozieren, rege dich nicht auf. Bleibe auf dem Weg des Positiven. Betone die Wahrheit „So spricht der Herr“, und ich sage dir, der Feind wird bald den Wunsch verspüren, dir den Rücken zuzukehren ...

      Wir sollten die Art der Kriegführung beenden, die uns der Feind aufdrängen will.Wir sollten ernsthaft mit der Arbeit beginnen, unsere ererbte und kultivierte Neigung zum Bösen zu überwinden. Lasst uns Gott anflehen, die boshafte Neigung, bei anderen Fehler zu suchen, wegzunehmen und uns stattdessen das Leben und die Liebe Christi zu schenken ...

      Wir haben einen Himmel zu gewinnen und Christus möchte, dass wir ihn bekommen. Er starb, damit wir ihn erlangen. Jeder Mensch, der ins Reich Gottes gebracht wird, wird Christus die Ehre dafür geben und keinem Menschen. Christus wird uns die goldenen Tore öffnen und uns einladen, einzutreten ... Wir müssen den Himmel schon hier unten betreten oder wir werden später nie hineinkommen. Jetzt und hier auf der Erde müssen wir beginnen, das Leben Christi zu leben, dann wird es für dich der Himmel sein und auch für alle, die mit dir zusammenleben ... Und am Ende wirst du „den König in seiner Schönheit sehen“ (siehe Jesaja 33,14-17), du wirst seinen unvergleichlichen Charme betrachten und — indem du die goldene Harfe berührst — den Himmel mit volltönender Musik und Lobliedern auf das Lamm Gottes erfüllen.
      Manuskript 97, 1906.


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    • Durch göttliche Hilfe können wir Sieger über Satan sein, 27. Juli

      Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 1.Korinther 15,57.

      Wir sind zu einem immens hohen Preis in die vorteilhafte Lage versetzt worden, von der Sklaverei der Sünde befreit zu werden, die durch Adams Sündenfall eintrat ... Wir können den Wert einer Menschenseele erst ermessen, wenn wir die Größe des Opfers begreifen, das für die Rettung eines Menschen auf Golgatha gebracht wurde. Adams Sünde in Eden stürzte die Menschheit in hoffnungsloses Elend.Doch im Erlösungsplan wurde ein Weg geschaffen, auf dem alle entfliehen können, die mit den Bedingungen einverstanden sind. Eine zweite Prüfungszeit wurde uns durch das Opfer des Sohnes Gottes gewährt. Wir haben einen Kampf zu bestehen, doch wir können durch die Verdienste des Blutes Christi als Sieger daraus hervorgehen.

      Gott sah, dass wir unmöglich aus eigener Kraft überwinden und den Sieg erlangen konnten. Die Menschheit ist seit dem Sündenfall mit jeder Generation schwächer geworden. Ohne die Hilfe Christi können wir dem Übel der Unmäßigkeit nicht widerstehen. Wie dankbar sollten wir deshalb sein, dass wir einen Retter haben, der bereit war, seine königlichen Kleider abzulegen und seinen Königsthron zu verlassen, seine Göttlichkeit mit Menschlichkeit zu umkleiden und ein „Mann der Schmerzen“ zu werden, der „mit Leiden vertraut“ war. Jesaja 53,3 (EB) ...

      Nach seiner Taufe wurde Jesus vom Geist in die Wildnis geführt und vom Teufel versucht. Siehe Lukas 4,1.2.Christus begann das Werk der Erlösung genau da, wo der Ruin begonnen hatte.Das zukünftige Wohlergehen der Welt hing von dem Kampf ab, der vom Fürsten des Lebens in der Einöde ausgefochten wurde. Gott sei dafür gedankt, dass er siegreich daraus hervorging und sich auf demselben Gebiet bewährte, wo Adam fiel. Dadurch konnte er Adams schändliches Versagen wettmachen. Satan verließ das Schlachtfeld als besiegter Gegner. Dieser Sieg gibt uns die Gewissheit, dass wir in unserer Auseinandersetzung mit dem Feind durch Gottes Hilfe zu unserem eigenen Nutzen als Sieger hervorgehen können ...

      Satan meinte, er hielte alle Macht über diesen gefallenen Planeten in seinen Händen. Doch als Christus kam, um sich mit dem Fürsten der Finsternis zu messen, traf Satan auf den Einen, der seinen Versuchungen standhalten konnte. Die Worte Christi lauten: „Der Fürst dieser Welt kommt; er hat keine Macht über mich.“ Johannes 14,30 ... Der ganze Himmel wollte wissen, wie der Kampf zwischen Christus und Satan ausging ... Nun stellt sich die Frage: Werden wir uns diese Ausgangslage zu Nutze machen? Dann können wir „mehr als Überwinder“ sein „durch den, der uns geliebt hat“.
      Römer 8,37 (EB).Manuskript 26, 1887.

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    • Sind wir auf die Wiederkunft Christi vorbereitet? 28. Juli

      [Der Sohn Gottes] war in der Welt und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Johannes 1,10.

      Die Welt konnte ihren Erlöser nicht länger als ein paar Jahre auf Erden ertragen. Kaum hatte er seine Mission angetreten, da wollten sie ihn schon wieder loswerden ... Jeder von uns hat die Frage zu klären: Bin ich auf die Wiederkunft des Menschensohnes vorbereitet? Wenn du Jesus als deinen persönlichen Retter durch einen lebendigen Glauben angenommen und deine Sünden bereut hast, dann bist du von Gott angenommen. Wenn Christus kommt, kannst du ihm in Frieden begegnen ...

      Wir wollen die Schritte durchdenken, die der Menschensohn gehen musste, um den Erlösungsplan durchzuführen. Er stieg vom königlichen Thron herab, legte seine königlichen Gewänder ab, umkleidete seine Göttlichkeit mit Menschlichkeit und kam bereitwillig in diese Welt. Diese unsere Welt sollte das Schlachtfeld sein, auf dem Christus und „der Fürst dieser Erde“ (Johannes 14,30) gegeneinander kämpfen sollten. Dabei ging es um die Frage: Wie kann Gott gerecht sein und sich an sein Gesetz halten und gleichzeitig den Sünder rechtfertigen? Dies konnte nur durch das Opfer des Sohnes Gottes geschehen ...

      Die Zuneigung der himmlischen Engel, die sie zu Satan empfanden, ließ sich nur schwer aus ihren Herzen ausrotten. Satan vertrat den Standpunkt, dass das Gesetz Gottes gegen die himmlischen Intelligenzwesen gerichtet sei. Die Auseinandersetzung zwischen Christus und Satan begann im Himmel und wird bis zum heutigen Tag auf der Erde weitergeführt. Sie wird nicht nur von den himmlischen Wesen beobachtet, sondern auch von allen Welten, die Gott geschaffen hat. Da erhebt sich eine Macht, die behauptet, das Recht zu haben, „Festzeiten und Gesetz zu ändern“ (Daniel 7,25) — das ist „der Mensch der Bosheit“.2.Thessalonicher 2,3. Doch hat er wirklich die Vollmacht, Zeiten und Gesetze zu ändern? Nein, denn Gottes Gesetz ist mit seinem eigenen Finger auf Steintafeln eingraviert und in seinem himmlischen Tempel niedergelegt. Siehe 2.Mose 31,18; 5.Mose 10,2.5. Anhand dieses großen moralischen Maßstabs wird jeder Mensch auf dieser Erde einmal gerichtet werden (siehe Jakobus 2,10-12) — die Toten wie die Lebenden ...

      Christus ging in die Wildnis, um dort die schwersten Versuchungen durchzustehen. Er wurde auf allen Gebieten ähnlich wie Adam versucht und bewährte sich genau dort, wo Adam stolperte und fiel ... Christus stand nun dort, wo einst Adam stand. Er trug die menschliche Natur und siegte zum Nutzen der Menschheit dort, wo der versagte. Und Christus bestand die Probe in allen Bereichen. Er widerstand auf dem Gebiet der Esslust ... Er wurde auf dem Gebiet des Machttriebes und der Anmaßung versucht und überwand den Feind in all diesen Bereichen ... Der Heiland der Welt überwand Satan und errang den Sieg auf allen Gebieten.
      Manuskript 11, 1886.


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    • Lieber leiden als der Versuchung nachgeben, 29. Juli

      Er demütigte dich, ... auf dass er dir kundtäte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. 5.Mose 8,3.

      Der Zweikampf zwischen Christus und Satan wurde in der Wildnis ausgefochten, wobei Christus scheinbar keinen Freund auf seiner Seite hatte, der ihm helfen konnte. Satan arbeitete unterschwellig; Falschheit ist sein Handelskapital. Mit aller Macht versuchte er, Christus in seinem Menschsein zu überwältigen ...

      Satan bezauberte den ersten Adam durch Spitzfindigkeiten, so wie er heute Männer und Frauen bezaubert und sie dazu bringt, Lügen zu glauben. Adam streckte sich nicht über seine Menschlichkeit nach göttlicher Kraft aus. Er glaubte den Worten Satans. Doch der zweite Adam sollte kein Sklave des Feindes werden.

      Adam hatte einen Vorteil vor Christus: Als er vom Versucher angegriffen wurde, trug er noch keinerlei Folgen der Sünde an sich. Er stand in der Stärke des vollkommenen Menschseins vor Satan und besaß die vollständige Kraft des Verstandes und Körpers. Er war von der Pracht des Paradiesgartens umgeben und stand täglich in enger Verbindung mit himmlischen Engeln. So war es nicht bei Jesus, als er in die Wildnis ging und mit Satan zusammentraf ...

      Jeder Trick, den sich der Feind ausdenken konnte, wurde gegen Christus eingesetzt. Als er körperlich geschwächt war, nach seinem langen 40-tägigen Fasten, trat der klügste der gefallenen Engel mit verlockenden Worten an ihn heran und versuchte, Jesus zu bewegen, seinen Willen dem Willen Satans unterzuordnen ...„Wenn du der Sohn Gottes bist“, sagte er, „dann zeige deine Macht, indem du dich selbst von diesem quälenden Hunger befreist.“ „Befiehl doch, dass diese Steine hier zu Brot werden.“ Matthäus 4,3 (GNB) ...

      Als Christus Satan antwortete: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes geht“ (V. 4), wiederholte er die Worte, die er selbst vor über 1400 Jahren zu Israel gesagt hatte. Siehe 5.Mose 8,3.

      In der Wildnis, als es keine anderen Nahrungsmittel gab, sandte Gott seinem Volk Manna vom Himmel. Siehe 2.Mose 16,4. Er versorgte sie ausreichend und beständig.Diese Fürsorge sollte ihnen zeigen, dass er sie nie im Stich lassen würde, solange sie ihm vertrauten und auf seinen Wegen gingen. Nun praktizierte der Heiland die Lektion, die er Israel gelehrt hatte. Auf den Befehl Gottes hin hatten die Israeliten Hilfe bekommen, und durch denselben Befehl würde auch Jesus Hilfe bekommen.Er wartete auf die Zeit Gottes, ihm Erleichterung zu verschaffen. Er war aus Gehorsam in die Wildnis gegangen, und er wollte sich keine Nahrung verschaffen, indem er auf Satans Vorschläge einging. Damit bewies er dem ganzen zuschauenden Universum, dass es ein weniger großes Unglück ist, Leid zu ertragen, als in irgendeiner Weise vom Willen Gottes abzuweichen.
      Manuskript 113, 1902.


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    • Christus weiß, wie er uns helfen kann zu überwinden, 30. Juli

      Du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen. 5.Mose 6,13.

      Wir sollen unsere Bitten nicht vor Gott bringen, um herauszufinden, ob er seine Zusagen erfüllen wird, sondern weil er sie erfüllt — nicht um zu erproben, ob er uns liebt, sondern weil er uns liebt.

      „Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg ... und spricht zu ihm: ‚Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst‘.“ (Matthäus 4,8.9, EB) Das war Satans krönende Versuchung. Er legte seine ganze verführerische Macht hinein und übte den Zauber der Schlange aus. Er benutzte die Macht der Faszination und versuchte, Christus dahin zu bringen, seinen Willen ihm unterzuordnen. In seiner Schwachheit klammerte sich Christus an Gott. Die Göttlichkeit blitzte durch sein Menschsein hindurch. Christus offenbarte sich in diesem Moment als der Oberbefehlshaber des Himmels und sprach Worte, die zeigten, dass er alle Vollmacht besaß: „Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen‘.“ V.10 (EB).

      Satan hatte bezweifelt, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist. In dieser endgültigen Zurückweisung hatte er den Beweis, am dem nicht zu rütteln war.Gegen diesen Befehl war er machtlos. Er wand sich in seiner Demütigung und Wut und war gezwungen, sich aus der Gegenwart des Welterlösers zurückzuziehen.Christi Sieg war genauso vollständig, wie es damals Adams Niederlage gewesen war.

      Christus kannte die langen Jahre des Kampfes, die in Zukunft noch zwischen den Menschen und ihrem hinterlistigen Feind ausgefochten werden würden. Er ist die Zuflucht für alle, die ihn anrufen, wenn sie von Versuchungen bedrängt werden.Versuchungen und Anfechtungen werden wir alle erleben, doch wir müssen nicht vom Feind überwältigt werden. Unser Heiland hat um unseretwillen überwunden.Satan ist nicht unbesiegbar. Tag für Tag trifft er auf jene, die geprüft werden, und er versucht, durch List die Herrschaft über sie zu gewinnen. Er ist ein Meister darin, andere anzuklagen, und auf diese Weise ist er erfolgreicher als in jeder anderen Hinsicht. Christus wurde versucht, damit er aus eigener Erfahrung weiß, wie er jedem Menschen helfen kann, der nach ihm versucht wird. Siehe Hebräer 2,18. Die Versuchung an sich ist keine Sünde; die Sünde liegt in der Nachgiebigkeit. Wer auf Jesus vertraut, wird durch die Versuchung Siege erleben und größere Stärke gewinnen.

      Christus ist bereit, allen zu vergeben, die ihm ihre Sünden bekennen. Siehe 1.Johannes 1,9. Der angefochtenen und kämpfenden Seele wird gesagt: „Man müsste meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir.“ Jesaja 27,5 (EB). Gott sei Dank, wir „haben einen Hohenpriester, der ... mitleiden [kann] mit unserer Schwachheit, ... [weil er] versucht worden ist in allem wie wir“. Hebräer 4,15.
      Manuskript 113, 1902.

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    • Jesus hat den Sieg für uns errungen, 31. Juli

      Der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt. Sprüche 18,10.

      Noch nie hatten christliche Männer und Frauen in allen Lebensbereichen ein klares geistliches Unterscheidungsvermögen so nötig wie heute. Es ist gefährlich, Christus auch nur einen Augenblick aus dem Blickfeld zu verlieren. Seine Nachfolger müssen ernsthaft beten, ihm vertrauen und ihn innig lieben ...

      Satan forderte von Christus ein Wunder als Beweis für seine Göttlichkeit. Doch größer als alle Wunder ist das feste Vertrauen auf ein: „So spricht der Herr.“ Diesem Zeichen konnte nicht widersprochen werden. Solange Christus sich daran hielt, konnte der Versucher keinen Vorteil gewinnen.

      Christus wurde von den heftigsten Versuchungen bedrängt, als er gerade am schwächsten war. Daher dachte Satan, er würde die Oberhand gewinnen. Durch diese Strategie hat er über viele Männer und Frauen gesiegt. Wenn die körperliche Kraft erschöpft war und auch die Willenskraft geschwächt und der Glaube aufgehört hatte in Gott zu ruhen, dann wurden Menschen überwunden, die lange und entschieden für das Richtige eingestanden waren. Mose war erschöpft von der 40-jährigen Wüstenwanderung des Volkes, als sein Glaube einen kurzen Augenblick die Hand des Allmächtigen losließ. Siehe 4.Mose 20,2-12. Er versagte gerade an der Grenze des verheißenen Landes. So ging es auch Elia, der unerschütterlich vor König Ahab gestanden hatte und dem ganzen Volk Israel mitsamt den 450 Baalspropheten an der Spitze entgegentrat. Nach dem furchtbaren Tag auf dem Berg Karmel, als er die falschen Propheten getötet und das Volk seine Treue zu Gott öffentlich erklärt hatte, rannte Elia um sein Leben, weil ihn die götzendienerische Isebel bedrohte ... Siehe 1.Könige 18,17-46; 19,1-3.

      Wenn jemand von dunklen Wolken eingeschlossen ist, von den Umständen verwirrt ist oder durch Armut oder Unglück angefochten wird, dann ist Satan zur Stelle, um uns zu versuchen und zu belästigen. Er greift an den schwächsten Stellen unseres Charakters an. Er versucht unser Vertrauen zu einem Gott erschüttern, der solche Zustände zugelassen hat. Wir werden versucht, Gott zu misstrauen und seine Liebe in Frage zu stellen ...

      Christus befahl dem Versucher: „Geh hinweg, Satan!“ Matthäus 4,10 (EB) ... So können auch wir der Versuchung widerstehen und Satan zwingen, uns zu verlassen. Jesus errang den Sieg, indem er sich Gott unterstellte und ihm vertraute.Durch den Apostel rät er uns: „Deshalb ordnet euch Gott unter! Leistet dem Teufel Widerstand, und er wird vor euch fliehen.“ Jakobus 4,7 (GNB). Wir können uns nicht selbst vor der Macht des Versuchers retten, denn er hat die Menschheit überwältigt. Wenn wir versuchen, in eigener Stärke zu bestehen, werden wir ein Opfer seiner Kunstgriffe. Doch „der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt.“ Sprüche 18,10. Satan zittert und flieht vor dem schwächsten Menschen, der in diesem mächtigen Namen seine Zuflucht findet.
      Manuskript 15, 1908.


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    • Vertraue darauf, dass Christus dir die Kraft zum Überwinden gibt, 1. August

      Gott hat etwas aus uns gemacht: Wir sind sein Werk, durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nur, was Gott schon immer mit uns vorhatte. Epheser 2,10 (Hfa).

      In deinem Bemühen zu überwinden wirst du auf viele Versuchungen stoßen, doch wenn du dich weiter bemühst, wird dir Christus großen Erfolg geben. Je bedeutender die Anfechtungen, um so wertvoller ist der Sieg, den du erringst. Wenn du nur zu der Quelle deiner Kraft fliehst, wirst du reichen Segen erhalten. Doch wir müssen lernen, all unsere Sorgen auf Jesus Christus zu werfen, der unser Helfer ist.Siehe 1.Petrus 5,7. Wir dürfen alle Belastungen und jeden Kummer dem Herrn im Gebet vorlegen.

      An Jesus glauben, das ist etwas Großartiges. Viele meinen: „Glaube nur, vertraue nur, du musst nichts tun außer an Jesus glauben.“ Aber wir dürfen dies hinterfragen: Was gehört zu diesem Glauben, und was ist darin eingeschlossen?Viele von uns haben zwar einen formellen Glauben, aber wir bauen diesen Glauben nicht in unser Wesen ein. In der Bibel wird gesagt, dass der Teufel auch glaubt — und dabei zittert. Siehe Jakobus 2,19. Als er noch im Himmel wohnte, glaubte er durchaus, dass Christus der Sohn Gottes ist, und als er dann auf der Erde war, bekämpfte er ihn. Er glaubte an Christus, aber konnte ihn das retten? Nein, weil er ihn nicht in sein Leben aufnahm und nicht in seinen Charakter hineinwebte. Wir brauchen jenen Glauben, der durch die Liebe aktiv wird und die Seele reinigt. Siehe Galater 5,6; Apostelgeschichte 15,9. Dieser Glaube an Christus wird uns dazu führen, dass wir alles ablegen, was in seinen Augen anstößig ist.

      Wenn wir keinen Glauben haben, der sich praktisch auswirkt, nützt er uns nichts.Du magst zugeben, dass Christus der Retter der Welt ist, aber ist er dein ganz persönlicher Erlöser? Glaubst du heute, dass er dir Kraft und Stärke geben wird, um jeden Charakterfehler zu überwinden? ... Wir sollen in der engen Beziehung zu Christus zur „vollen Mannesreife“ heranwachsen. Siehe Epheser 4,13. Dadurch wachsen wir zu einem kostbaren Tempel des Herrn. Siehe Epheser 2,21.22. Er sagt: „Ich will meine Wohnung unter euch haben ... und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein; und so sollt ihr mein Volk sein.“ 3.Mose 26,11.12 ...

      Es ist ein entscheidender Unterschied, ob wir gerecht leben oder in Sünde. Zu einigen von uns mag Christus sagen, dass er beschämt ist, uns Brüder und Schwestern zu nennen. Siehe Hebräer 2,11. Aber an der Seite derer, die durch Bürden niedergedrückt werden, steht der mitfühlende Erlöser, um ihnen zu helfen ...

      Er nahm unsere menschliche Natur an, damit er zu uns kommen konnte und die Versuchungen erlebte, die uns bedrängen ... Warum nehmen wir ihn dann nicht als unseren persönlichen Erlöser an? Wenn du die Wunden und Stachel der Sünde spürst, dann rufe den Retter an, um dir zu helfen!
      Manuskript 5, 1886.

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    • Alle können Gott, den Vater, kennen, 2. August

      Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8.

      Jesus Christus ist unser geistiger Prüfstein. Er offenbart uns den Vater ...Unser Verstand muss dafür offen sein, das Werk und die Worte Christi wertzuschätzen, denn er kam vom Himmel, um ein Verlangen nach dem „Brot des Lebens zu wecken, das er denen gibt, die nach geistlicher Erkenntnis hungern“.Siehe Johannes 6,35. Das inspirierte Wort erklärt, dass sein Auftrag darin bestand, den „Armen gute Botschaft zu verkündigen ... [und] ein angenehmes Jahr des Herrn auszurufen“. Lukas 4,18.19 (EB). Gottes Wort sagt, dass er „auf Erden das Recht aufrichten [wird] und die Inseln auf seine Weisung warten“. Jesaja 42,4. Auch „die Heiden werden zu deinem Licht ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht“. Jesaja 60,3. Er war der „Bote des Bundes“ (Maleachi 3,1), der noch aufgerichtet werden sollte, und die „Sonne der Gerechtigkeit“, die auf unsere Welt scheinen sollte. V. 20.

      Adam und Eva waren zum „Bild Gottes“ geschaffen worden. 1.Mose 1,27. Doch Satan war pausenlos am Wirken, um die Ähnlichkeit mit Gott zu zerstören. Das sündlose Paar gab der Versuchung nach. Dadurch wurde Gottes Bild so verzerrt, dass es nicht mehr zu erkennen war. Doch Christus legte zum zweiten Mal Hand an sein Werk. „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn.“ Galater 4,4. Höre, o Himmel und staune, o Erde! Der von Gott bestimmte Lehrer erscheint, und er ist kein geringerer als der Sohn Gottes. Seine Göttlichkeit war in das Gewand des Menschseins gekleidet.

      Christus kam, um Vollkommenheit in einer unvollkommenen Welt zu offenbaren, die durch Ungehorsam und Sünde entartet war. Das „ewige Wort“ erschien in menschlicher Gestalt (siehe Johannes 1,14) und brachte alle Gnade, alle Heilkraft und alle Tüchtigkeit mit. Jesus brachte das „Brot des Lebens“, das bei uns genauso wirkt wie der Baum des Lebens, wenn wir es aufnehmen. Siehe Johannes 6,51. Das inspirierte Wort Gottes sagt über diesen Lehrer: „Mose hat gesagt (5.Mose 18,15.19): ‚Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, wer diesen Propheten nicht hören wird, der soll vertilgt werden aus dem Volk.‘“ Apostelgeschichte 3,22.23.

      Die Frage, wie wir rechte Gotteserkenntnis erlangen, ist eine Frage, die über Leben und Tod entscheidet. Lies das Gebet, das Christus zu seinem Vater betete.Siehe Johannes 17. Es sollte nicht nur eine wichtige Lektion in der Ausbildung seiner Jünger sein, sondern allezeit denen nutzen, die die inspirierten Schriften lesen. „Vater“, betete er, „die Stunde ist gekommen! Setze deinen Sohn in seine Herrlichkeit ein, damit der Sohn deine Herrlichkeit offenbar machen kann. Du hast ihm ja die Macht über alle Menschen gegeben, damit er denen, die du ihm anvertraut hast, ewiges Leben schenkt. Und das ewige Leben besteht darin, dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus.“ Johannes 17,1-3 (GNB).
      Manuskript 15, 1898.


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    • Der Schöpfer der Welt wurde ein hilfloses Baby, 3. August

      Das Kind wuchs heran und wurde kräftig. Es hatte ein ungewöhnliches Verständnis für den Willen Gottes, und Gottes Liebe ruhte sichtbar auf ihm. Lukas 2,40 (GNB).
      Wir können nicht begreifen, wie Christus ein kleines, hilfloses Baby werden konnte ... Sein Gesicht hätte hell leuchten und seine Gestalt groß und schön aussehen können. Er hätte so kommen können, dass er alle bezauberte, die ihn sahen, aber so hatte Gott die Ankunft seines Sohnes bei der menschlichen Familie nicht geplant. Er sollte den anderen Menschen und der jüdischen Rasse gleich werden. Seine Gesichtszüge sollten nicht anders sein als die anderer Menschen. Er sollte äußerlich nicht so attraktiv sein, dass es ihn von anderen unterschied, sondern ein Teil der menschlichen Familie und als ein Mann vor dem Himmel und der Erde stehen. Er war gekommen, um unseren Platz einzunehmen. Er wollte für uns bürgen und die Schuld bezahlen, die Sünder Gott schulden. Er sollte auf der Erde ein reines Leben führen und beweisen, dass Satan gelogen hatte, als er behauptete, die Menschheit gehöre auf ewig ihm — selbst Gott könne sie ihm nicht entreißen.

      Die Menschen sahen Christus zunächst als kleines Baby, ein Kind. Seine Eltern waren sehr arm, und so gehörte ihm nichts, als was die Armen haben. Er machte alle Nöte durch, die arme und einfache Menschen vom Babydasein zum Kindesalter und von der Jugendzeit bis zum Mannesalter durchmachen ...

      Je mehr wir darüber nachdenken, dass Christus als Kind hier auf unsere Erde kam, um so wunderbarer erscheint es. Wie kann es sein, dass das hilflose Baby in der Krippe von Bethlehem immer noch der Sohn Gottes ist? Obwohl wir es nicht verstehen können, dürfen wir doch glauben: der Schöpfer der Welten wurde um unseretwillen ein hilfloses Baby. Siehe Johannes 1,1.3.14. Obwohl er höher stand als irgendein Engel, obwohl er genauso groß war wie der Vater auf dem himmlischen Thron, wurde er einer von uns ...

      Von Anfang an führte Christus ein Leben voll mühsamer Arbeit. Als er jung war, arbeitete er mit seinem Vater in der Zimmermannswerkstatt (siehe Matthäus 13,55) und zeigte damit, dass Arbeit nicht zu verachten ist ... Wer träge vor sich hinlebt, folgt nicht dem Beispiel, das Christus uns gab, denn er war von Kind an ein Vorbild an Gehorsam und Fleiß. Er war der Sonnenschein der Familie. Treu und fröhlich füllte er seinen Platz aus und erledigte auch die einfachsten Pflichten, die ihm in seinem bescheidenen Dasein aufgetragen wurden. Christus wurde eins mit uns, damit er uns Gutes erweisen konnte.
      The Youth‘s Instructor, 21. November 1895.


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    • Christus begriff immer besser, was er im Dienst seines Vaters tun sollte, 4. August

      Jesus erwiderte: „Ihr hättet doch wissen müssen, dass ich dort sein muss, wo es um Gottes Sache geht.“ Lukas 2,49 (Hfa).

      Jedes Jahr wanderten seine Eltern nach Jerusalem zum Passafest und als Jesus zwölf Jahre alt war, begleitete er sie in die Stadt. Als das Fest vorüber war, vergaßen ihn seine Eltern und machten sich mit einigen Verwandten auf den Heimweg. Sie wussten nicht, dass Jesus nicht bei ihnen war. Sie vermuteten, dass er irgendwo in der Reisegruppe steckte und gingen eine ganze Tagesreise weit, bis sie herausfanden, dass das nicht der Fall war. Da bekamen sie große Angst um ihn und kehrten nach Jerusalem zurück. Siehe Lukas 2,41-45 ...

      Jesus wusste, dass Gott ihm diese Gelegenheit gegeben hatte, denen Licht zu schenken, die im Dunkeln tappten. Nach bestem Vermögen versuchte er, den Rabbinern und Schriftgelehrten die Wahrheit zu eröffnen. Er brachte diese Männer dazu, über verschiedene Bibeltexte zu sprechen, die von dem ersehnten Messias handelten. Sie erwarteten, dass er bei seinem Kommen in großer Herrlichkeit erscheinen und das jüdische Volk zur größten Nation der Erde erheben würde.Jesus fragte sie nun nach der Bedeutung der Schriftstellen, die vom einfachen Leben, von Leiden und Traurigkeit, von der Zurückweisung und dem Sterben des Gottessohnes handelten. Obwohl Christus wie ein Kind wirkte, das sich Hilfe von denen erbat, die viel mehr als er wussten, war es doch in Wirklichkeit er, der mit jedem seiner Worte Licht in ihren Verstand brachte ...

      Während Christus die anderen lehrte, empfing er selbst mehr Einsicht in seine Aufgabe und größeres Verständnis für seinen Auftrag in dieser Welt, denn die Bibel sagt, dass er im Verständnis wuchs. Siehe Lukas 2,52 (GNB). Das hat vor allem den jungen Menschen in unserer Zeit viel zu sagen. Sie können Christus ähnlich sein, und indem sie Gottes Wort studieren und Einblicke gewinnen, die der Heilige Geist ihnen gibt, können sie das Licht auch an andere weitergeben ...

      Die gelehrten Männer waren von den Fragen überrascht, die das Kind Jesus ihnen stellte ... Während einer Gesprächspause kam Maria, seine Mutter, zu ihm und fragte: „Kind, warum machst du uns solchen Kummer? Dein Vater und ich haben dich überall gesucht und große Angst um dich ausgestanden.“ (Lukas 2,48, GNB). Da leuchtete ein göttliches Licht auf seinem Gesicht auf. Er hob seine Hand und sagte: „Warum habt ihr mich gesucht? Ihr hättet doch wissen müssen, dass ich dort sein muss, wo es um Gottes Sache geht.“ Lukas 2,49 (Hfa) ... Sie begriffen nicht, was er mit diesen Worten wirklich meinte, doch sie wussten, dass er ein treuer Sohn war, der sich ihnen unterordnete. Obwohl er Gottes Sohn war, „kehrte er mit seinen Eltern nach Nazareth zurück und gehorchte ihnen willig.“ V. 51 (GNB).
      The Youth‘s Instructor, 28. November 1895.

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    • Christus begegnete Versuchungen mit der Heiligen Schrift, 5.Juli

      Jesus antwortete: „Es steht geschrieben (5.Mose 8,3): ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht‘.“ Matthäus 4,4.

      Obwohl Satan als ein Lichtengel erscheint, verraten schon seine ersten Worte, wer er ist: „Wenn du Gottes Sohn bist ...“ (Matthäus 4,3, GNB). Hierin liegt die Andeutung von Zweifeln. Würde Jesus tun, was Satan vorschlägt, hätte er diesen Zweifel eingestanden. Satan wusste, dass er die gesamte Auseinandersetzung gewonnen hätte, wenn er Christi Gottvertrauen erschüttern konnte. Er hoffte, dass Jesus unter dem Druck von Mutlosigkeit und extremem Hunger sein Vertrauen in seinen Vater verliert und ein Wunder für sich selbst wirkt.

      Nicht ohne inneren Kampf konnte Jesus dem Erzbetrüger ruhig zuhören. Doch der Sohn Gottes brauchte Satan nicht zu beweisen, dass er wirklich Gott war. Er begegnete dem Versucher mit Worten der Heiligen Schrift: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot; er lebt von jedem Wort, das Gott spricht.“ Matthäus 4,4 (GNB). Bei jeder Versuchung war seine Waffe in der Auseinandersetzung das Wort Gottes.

      Als Christus dem Versucher entgegenhielt „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4), wiederholte er damit die Worte, die er selbst etwa 1400 Jahre zuvor zum Volk Israel gesprochen hatte. Siehe 5.Mose 8,3. Und dieselben Worte sind auch uns als Mahnung geschrieben: Wir sollen mit dem Einen Gemeinschaft pflegen, der uns Leben gibt und der unser Herz schlagen lässt. Gott gibt jedem Mitglied seiner Familie auf Erden den Atem des Lebens. Er verdient deine aufrichtige Verehrung, deine ernsthafte Hingabe. Wenn du bedenkst, was Er für dich getan hat, wie kannst du dann anders, als ihn zu lieben? Er hat seinen Sohn als Lösegeld für unsere Sünde gegeben, damit du vor Gott in eine günstigere Lage kommst.

      Würde die Welt die Ansprüche anerkennen, die Gott an sie hat, würden wir nichts von den furchtbaren Sünden hören und sehen, die jetzt so verbreitet sind. Wir würden nichts von den Morden, der Bosheit und Tyrannei lesen, von denen die Zeitungen täglich berichten. Doch die Menschen von heute haben Gott und sein Gesetz fast genauso vollständig vergessen wie damals die Bewohner der vorsintflutlichen Welt. Manuskript 155, 1902; Sermons and Talks II, 218.

      Wenn Satan seine Gerissenheit auf den Verstand des Menschen ausüben kann, werden täuschende Einflüsse aufgenommen, als kämen sie direkt vom Himmel.Lässt man seine Täuschungen ins Denken einfließen, dann werden sich viele Menschen davon umgarnen lassen, bevor sie merken, dass sie gar nicht von Gott stammen, sondern vom Feind aller Gerechtigkeit.
      Manuskript 37, 1903; The Upward Look 135.

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    • Jesus ist ein Vorbild für Kinder und Jugendliche, 5.August

      Jesus nahm weiter zu an Jahren wie an Verständnis, und Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.Lukas 2,52 (GNB).

      Als Jesus die Tiere sah, die als Opfer zum Tempel gebracht wurden, vermittelte ihm der Heilige Geist die Einsicht, dass sein Leben für das Leben der Welt geopfert werden sollte ... Von Anfang an war er von himmlischen Engeln beschützt worden, und doch war sein Leben ein einziger langer Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Satan versuchte, ihn in jeder Hinsicht zu versuchen und auf die Probe zu stellen.Er sorgte dafür, dass ihn die Leute missverstanden, damit sie die Erlösung nicht annahmen, die er ihnen brachte. Er wurde zu Hause wie draußen abgelehnt — nicht etwa, weil er Böses tat, sondern weil sein Leben frei von jeder Spur der Sünde war und damit alle Unreinheit verdammte ...

      Seine makellose Lebensführung war ein Tadel für andere. Viele mieden seine Gegenwart. Doch einige waren gern mit ihm zusammen, weil sie Frieden empfanden, wenn sie bei ihm waren. Er war freundlich und zankte nie um seine Rechte — und doch verspotteten ihn die eigenen Brüder, hassten und verachteten ihn. So zeigten sie, dass sie „nicht an ihn glaubten“. Johannes 7,5 ... Er stand über den Schwierigkeiten seines Lebens, als wäre er vom Licht des Angesichts Gottes eingehüllt. Er ertrug die Beleidigungen geduldig und war als Mensch ein Vorbild für alle Kinder und Jugendliche ...

      Sein Leben war wie ein Sauerteig, der inmitten der Gesellschaft Einfluss ausübte. Unverdorben und ohne böse Absichten lebte er mitten unter oberflächlichen, gedankenlosen, brutalen und unheiligen Menschen. Er war mit den unehrlichen Steuereintreibern zusammen, mit den unbekümmerten Verschwendern, den ungerechten Samaritanern, den heidnischen Soldaten, den ungehobelten Bauern und der zusammengewürfelten Menschenmenge ... Er behandelte jeden Menschen, als ob er großen Wert besitze.Er lehrte die Menschen, sich als Persönlichkeiten zu sehen, denen wertvolle Talente verliehen wurden, die sie bei richtigen Einsatz erheben und veredeln werden und ihnen ewige Reichtümer sichern können. Durch sein Vorbild und sein Wesen lehrte er, dass jeder Augenblick des Lebens kostbar ist — eine Zeit, in der man Samen für die Ewigkeit ausstreut. The Youth‘s Instructor, 12. Dezember 1895.

      Jesus trug die Verantwortung für die Rettung der ganzen Menschheit auf seinem Herzen. Er wusste, dass die Menschen endgültig verloren gingen — es sei denn, sie nehmen ihn an und veränderten ihre Ziele und ihre Lebensführung. Das lag als Last auf seiner Seele, und er musste diese Bürde alleine tragen ... Von seiner Jugend an war er von einer tiefen Sehnsucht erfüllt, diese Welt zu erhellen, und er nahm sich vor, dass sein Leben das „Licht der Welt“ sein sollte. Johannes 8,12. Das war er auch, und dieses Licht scheint immer noch allen, die in der Finsternis sind. Siehe Johannes 1,4.5.Lasst uns in dem Licht wandeln, das er uns gegeben hat.
      The Youth‘s Instructor 2. Januar 1896.


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    • Jesus gebrauchte vertraute Gegenstände, um Wahrheiten zu vermitteln, 6.August

      Jesus benutzte immer wieder solche Beispiele, wenn er zu den Menschen sprach. In keiner seiner Predigten fehlten sie. Matthäus 13,34 (Hfa).

      Der große Lehrer verkündete die Wahrheit einer Zuhörerschaft, von denen die meisten weder in den Rabbinerschulen noch in griechischer Philosophie ausgebildet werden konnten. Jesus äußerte die Wahrheit klar und ohne Umschweife. So gab er seinen Worten eine lebendige Kraft und machte sie eindrucksvoll ... Die Rabbiner und Schriftgelehrten hatten die Tür des Himmelreiches vor den Armen und Notleidenden praktisch verschlossen (siehe Matthäus 23,13) und überließen sie dem Verderben. In seinen Predigten sprach Christus immer nur wenige Themen auf einmal an, um die Zuhörer nicht durcheinander zu bringen. Er machte jeden Gedanken klar und eindeutig ...

      Christus war der Urheber all der alten Perlen der Wahrheit. Durch das Wirken des Feindes wurden diese Wahrheiten verschoben. Sie waren aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang herausgerissen und in den Rahmen des Irrtums gestellt worden. Christus sollte diese wertvollen Edelsteine wieder an die richtige Stelle im großen Rahmen der Wahrheit rücken. Die Grundsätze der Wahrheit, die er selbst zum Segen der Welt gegeben hatte, waren durch Satans Wirken vergraben worden, und es sah so aus, als wären sie ausgerottet. Christus rettete sie aus dem Schutthaufen des Irrtums, gab ihnen neue Lebenskraft und verfügte, dass sie wiederum als kostbare Juwelen leuchten und für alle Zeiten feststehen sollten. Er konnte jede dieser alten Wahrheiten benutzen, ohne sie von anderen zu kopieren, denn sie gingen alle auf ihn zurück.

      Wenn Christus diese Wahrheiten vorbrachte, störte er den gewohnten Gedankengang seiner Zuhörer so wenig wie möglich ... Stattdessen weckte er ihr Denken, indem er die Wahrheit mit solchen Gedankenbildern verknüpfte, die ihnen vertraut waren. Er gebrauchte in seinem Unterricht Illustrationen, die ihre schönsten Erinnerungen und ihre Sympathie weckten, damit er sie im tiefsten Innern berühren konnte. Indem er sich mit ihren Interessen identifizierte, benutze er Bilder aus dem großen Buch der Natur und verwendete Gegenstände, die ihnen vertraut waren.Die Lilie auf dem Feld, der Same, der vom Sämann ausgesät wird, das Keimen der Saat, die Ernte des Getreides, die Vögel am Himmel — all diese Bilder benutzte er zum Verdeutlichen der Wahrheit Gottes, denn sie würden sie an seine Lehren erinnern, wenn sie sie später ansahen ... Auch wenn Satan Gottes Absichten missdeutete, seinen Charakter verzerrte und Menschen veranlasste, Gott in einem falschen Licht zu sehen, so hat doch Gottes Liebe zu seinen irdischen Kindern in all den Jahrhunderten nicht nachgelassen.Christi Wirken hatte das Ziel, den Vater als gnädig, mitfühlend, voller Güte und Wahrheit zu offenbaren. Siehe 2.Mose 34,6; Johannes 1,14 ... Der einzigartige Sohn Gottes vertreibt die höllischen Schatten, in die Satan den Vater eingewickelt hat, und erklärt: „Ich und der Vater sind eins. Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Johannes 10,30; 14,9.
      Manuskript 25, 1890; Manuscript Releases XIII, 240-243.

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