Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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      Gott warnt vor Egoismus und Stolz, 21. Juni

      „Man wird dich aus der menschlichen Gemeinschaft ausstoßen, und du musst unter den Tieren hausen ... Erst wenn sieben Zeiträume vergangen sind, wirst du erkennen: Der höchste Gott ist Herr über alle Königreiche der Welt.“ Daniel 4,22 (Hfa).

      Der treue Daniel stand vor dem König. Er sollte ihm nicht schmeicheln oder den Traum umdeuten, um sich seine Gunst zu sichern. Eine heilige Pflicht war ihm auferlegt: Er musste dem König von Babylon die Wahrheit sagen: „Mein Herr und König, ich wünschte, die Botschaft würde deinen Feinden gelten, allen, die dich hassen! Du hast einen Baum gesehen ... dieser Baum bist du, mein König!“ Daniel 4,16.19 (Hfa).

      Meinen wir, das Königreich Babylon war in Gottes Augen wichtiger als die Mittel und Verantwortung, die er seinem auserwählten Volk anvertraut hat, das das Ende der Welt erleben wird? Wir sehen hier, wie der große „Ich bin“ (siehe 2.Mose 3,14, EB) wirkt, um das Herz eines heidnischen Königs zu verändern. Es gibt wirklich einen „heiligen Wächter“ (Daniel 4,10), der die Taten der Menschen zur Kenntnis nimmt und festhält. Das gilt besonders für Menschen, die für Gott eintreten, indem sie seine heilige Wahrheit innerlich aufnehmen und der Welt offenbaren ...

      Im Traum des Nebukadnezar wird das wahre Objekt einer Regierung wunderbar durch einen großen Baum dargestellt. „Er besaß prächtige Blätter und trug viele Früchte. Den wilden Tieren bot er Schatten und Schutz, in seinen Zweigen nisteten die Vögel. Alle Menschen und Tiere ernährten sich von seinen Früchten.“ Daniel 4,9 (Hfa). Manuskript 29, 1895.

      Der Prophet Daniel deutete den Traum des Königs und fügte die ernste Mahnung hinzu: „Darum, o König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Vergehen durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen von Dauer sein soll!“ V. 24 (EB) ... Zwölf Monate dauerte die Probezeit, die dem König eingeräumt wurde. Siehe V. 26. Während dieser Zeit wurden seine Taten im himmlischen Heiligtum eingeschätzt und beurteilt.

      Eines Morgens, als Nebukadnezar sich auf dem Dach seines Palastes erging, sagte er: „Da zu meinen Füßen liegt Babylon, die herrliche Stadt! Mir zu Ehren zeigt sie ihre ganze Pracht. Ich habe sie zu meiner Residenz ausgebaut, denn ich bin ein großer und mächtiger König!“ V. 26.27 (Hfa). Während der König sich mit seiner eigenen Wichtigkeit aufplusterte und noch ehe er diese Worte ausgesprochen hatte, hörte er eine Stimme vom Himmel: „Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Dein Königtum ist dir genommen!“ V. 28.
      Brief 71, 1894.


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      Wir entscheiden über unser ewiges Geschick, 22. Juni

      Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen. Daniel 4,34 (EB).

      Die Stärke eines Volkes oder eines Menschen ist nicht davon abhängig, wie gut seine Möglichkeiten sind, die das Land oder den einzelnen nach außen hin unbesiegbar erscheinen lassen. Man findet diese Stärke auch nicht in der Größe, derer man sich rühmt. Was sie allein groß und stark macht, ist die Macht Gottes und seine Absichten. Sie entscheiden selbst über ihr Schicksal, je nachdem, wie sie sich zu Gottes Plänen und Zielen stellen. Die menschliche Geschichtsschreibung erzählt von den Leistungen der Völker, ihren Siegen in Schlachten, ihrem Erfolg auf dem Weg zu weltlicher Größe. Gottes Geschichte aber schildert Männer und Frauen aus dem Blickwinkel des Himmels ...

      Der Prophet Daniel beschrieb den Aufstieg und Fall von Königreichen. Als er dem König von Babylon den Traum vom großen Standbild deutete, erklärte er ihm, dass sein Reich von anderen abgelöst werde. Siehe Daniel 2,36-39. Seine Größe und Macht werde eine bestimmte Zeit andauern, dann werde ein zweites Reich aufkommen, das auch seine Prüfungszeit hätte, in der das Volk zeigen kann, ob es den einen Herrscher, den einzig wahren Gott, erhöhen würde. Wenn es das versäumt, wird seine Herrlichkeit schwinden und ein drittes Reich seinen Platz einnehmen. Auch dieses werde daraufhin geprüft, ob es Gott gehorche oder nicht, und dann auch verschwinden. Danach sollte ein viertes Reich, so stark wie Eisen, alle Völker der Welt unterdrücken. Siehe V. 40. Diese Aussagen wurden durch den unendlichen Gott begrenzten Menschen eröffnet und durch Propheten aufgeschrieben. Ihre Erfüllung lässt sich auf den Seiten der Geschichtsbücher nachverfolgen. Sie zeigen, dass Gott die regierende Macht ist. Siehe V. 20.21 ...

      Die Stimme Gottes, die schon in vergangenen Zeitaltern vernommen wurde, schallt durch die Jahrhunderte, durch Generationen, die auf der Bühne der Weltgeschichte auf- und abgetreten sind ... Geschichte und Prophetie bezeugen, dass der Gott der ganzen Erde der Menschheit Geheimnisse durch seine erwählten Lichtträger offenbart. Siehe V. 22 ... Nebukadnezar wurde durch die schreckliche Demütigung, dass er einige Jahre den Verstand verlor, dazu gebracht, seine eigene Schwäche und die Überlegenheit des lebendigen Gottes anzuerkennen. Siehe Daniel 4,33.34 ...

      Gott hat für jeden Menschen einen Platz in seinem großen Plan. Durch Wahrheit oder Lüge, durch Dummheit oder Weisheit erfüllt jeder einen Zweck und bringt bestimmte Resultate hervor. Und jeder entscheidet sein ewiges Schicksal selbst, je nachdem, ob er sich für den Gehorsam oder den Ungehorsam entscheidet. Jedem ist die freie Entscheidung über sein Handeln gegeben und jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich ... Wir sollten niemals sagen „Gott war ...“, sondern „Gott ist“ ...Könige werden abgesetzt und Nationen verschwinden, aber Menschen, die durch den Glauben mit Gott verbunden sind, werden ewig bleiben.
      Manuskript 36, 1896.


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      Gott braucht immer noch Menschen, die unbestechlich sind, 23. Juni

      Frühere Statthalter hatten dem Volk schwere Lasten auferlegt. Sie verlangten von ihm nicht nur Brot und Wein, sondern täglich auch noch 40 Silberstücke für ihren Unterhalt. Auch ihre Leute unterdrückten das Volk. Weil ich Gott ernst nahm, tat ich dies alles nicht. Nehemia 5,15 (GNB).

      Das Volk Israel wurde nach Babylon in die Gefangenschaft verschleppt, weil es sich von Gott getrennt hatte und meinte, es nicht mehr nötig zu haben, Prinzipien aufrechtzuerhalten, die nicht von den Anschauungen der Nachbarvölker beeinflusst waren. Weil die Israeliten sich von Gott getrennt hatten, demütigte er sie. Er konnte sich nicht mehr für ihr Wohlergehen einsetzen. Er konnte seine Bundesverheißungen nicht einhalten, solange sie den Prinzipien nicht treu blieben, die er ihnen gegeben hatte. Sie sollten sie eifrig einhalten, um vor den Methoden und Praktiken der heidnischen Völker bewahrt zu bleiben, die Gott Schande bereiteten ... Gott überließ sie also sich selbst, und so mussten die Unschuldigen mit den Sündern in Zion leiden. Siehe Daniel 9,4-14.

      Doch unter den Israeliten gab es auch christliche Patrioten, die unbeirrbar zu Gottes Grundsätzen standen. Er betrachtete diese treuen und zuverlässigen Menschen mit Freude ... Sie mussten zwar mit den Schuldigen leiden, doch Gott benutzte in seiner Vorsehung dieses Exil als Mittel, um sie an die vorderste Front zu bringen. Während sie als Gefangene in Babylon wohnten, leuchtete ihr Beispiel der unbefleckten Rechtschaffenheit mit himmlischem Glanz.

      Viele aus dem erwählten Gottesvolk hatten sich als unzuverlässig erwiesen. Sie trennten sich von Gott und wurden selbstsüchtig, hinterlistig und unehrlich. Im deutlichen Gegensatz dazu stand die Handlungsweise Daniels und seiner Freunde sowie die von Esra und Nehemia. Gott segnete diese Männer in besonderer Weise, weil sie fest für das Recht einstanden.

      Nehemia wurde von Gott erwählt, weil er bereit war, mit Gott zusammenzuwirken und eine Erneuerung anzustreben ... Er ließ sich nicht von den Vorhaben grundsatzloser Menschen verführen und verderben, die man gekauft hatte, um ein böses Werk zu vollführen. Er ließ sich nicht einschüchtern oder in die Rolle eines Feiglings drängen. Siehe Nehemia 4. Wenn er sah, dass man nach falschen Grundsätzen handelte, dann schaute er nicht einfach zu und gab durch Schweigen seine Zustimmung, sondern er bezog eine feste, unerschütterliche Stellung auf der Seite des Rechts. Er ließ sich keinen Millimeter weit dazu verleiten, die Prinzipien zu verdrehen, die Gott aufgestellt hatte. Wie andere auch handeln mochten — er konnte sagen: „Weil ich Gott ernst nahm, tat ich das alles nicht.“ Nehemia 5,15 (GNB).
      Manuskript 121, 1898.


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      Eine hohe Stellung schließt die Notwendigkeit des Gebets nicht aus, 24. Juni

      Bitte erhöre doch mein Gebet und das Gebet aller, die dir dienen und dich ehren wollen. Und wenn ich beim König vorspreche, dann hilf mir und lass mich bei ihm Gnade finden! Nehemia 1,11 (Hfa).

      Nehemia, der Hebräer im Exil, bekleidete am persischen Hof eine einflussreiche und hohe Stellung. Als Mundschenk des Königs (siehe Nehemia 1,11) war er ständig in der unmittelbaren Gegenwart des Königs und durch diese enge Beziehung, seine Fähigkeiten und seine bewährte Treue wurde er zum Berater des Königs. Er war ein Mann mit hohen Prinzipien, unerschütterlicher Grundsatztreue und bemerkenswerter Klugheit.

      In diesem heidnischen Land, wo er vom Pomp und Glanz des Hoflebens umgeben war, vergaß Nehemia den Gott seiner Väter nicht und dachte ständig an das Volk, dem Gott seine heiligen Worte anvertraut hatte. Seine Ehrenstellung minderte weder seine Liebe zu Gott noch die Liebe zu seinen Volksgenossen ... Er schämte sich nicht, mit ihnen verwandt zu sein und dieselbe Religion zu haben. Siehe Nehemia 2,3. Er spürte, dass er die Wahrheit überall ehren musste. Er entschuldigte sich nicht dafür, dass er eine andere Religion hatte als der persische Hof ...

      Für Jerusalem, die von Gott erwählte Stadt, waren schwere Zeiten angebrochen. Boten, die aus Juda kamen, schilderten Nehemia die dortigen Zustände. Man hatte den zweiten Tempel errichtet und auch Teile der Stadt wieder aufgebaut, doch ihr Wohlergehen war bedroht; der Tempeldienst gestört und die Bürger lebten in ständiger Alarmbereitschaft, weil die Mauern immer noch in Trümmern lagen und die Tore verbrannt waren. Siehe Nehemia 1,3. Die Hauptstadt des jüdischen Landes wurde allmählich zu einem verlassenen Ort und die wenigen verbliebenen Bürger waren tief verbittert, weil ihre götzendienerischen Gegner höhnten: „Wo ist denn euer Gott?“

      Die Seele des hebräischen Patrioten wurde von diesen schlechten Nachrichten überwältigt. Seine Trauer war so groß, dass er „weinte und trug Leid tagelang und fastete“. V. 4. Doch als der erste Ausbruch seines Kummers abgeklungen war, wandte er sich in seiner Not an den wahren Helfer. Der Bericht sagt, dass er „betete vor dem Gott des Himmels“. V. 4. Er schüttete Gott sein Herz aus. Er wusste, dass die Not, die über Israel gekommen war, das Ergebnis des Ungehorsams war. In tiefer Demut kam er zu Gott und bat um Vergebung und Erneuerung seiner Gunst.Vertrauensvoll bekannte er seine Sünden und die Verfehlungen seines Volkes. Siehe V. 5-7.

      Indem er sich an die Verheißung Gottes klammerte (siehe V. 8-10), brachte Nehemia vor dem Thron der göttlichen Gnade die Bitte vor, Gott möge sich doch seines reumütigen Volkes annehmen, seine Kraft erneuern und seine verwüsteten Orte wieder aufbauen.
      Manuskript 58, 1903.


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      Glaube und Werke sollen zusammengehen, 25. Juni

      [Nehemia sagte]: „Mein König, wenn es dir gut erscheint und wenn du deinem Diener Vertrauen schenkst, dann lass mich doch nach Judäa gehen, in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, damit ich sie wieder aufbauen kann!“ Nehemia 2,5 (GNB).

      Schließlich konnte der Kummer, der auf Nehemias Herz lastete, nicht länger verborgen bleiben. Schlaflose Nächte, die dem ernsten Gebet gewidmet waren, und sorgenvolle Tage, verdunkelt durch hinausgeschobene Hoffnung, hinterlassen auf jedem Gesicht ihre Spuren. Das wachsame Auge des Monarchen, der immer sorgsam auf seine eigene Sicherheit bedacht sein muss, ist gewöhnt in Gesichtern zu lesen und Masken zu durchschauen. Als er erkennt, dass ein geheimer Kummer seinen Diener belastet, fragt er unvermittelt: „Warum siehst du so schlecht aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, das ist es nicht — irgend etwas macht dir das Herz schwer!“ Nehemia 2,2 (GNB).

      Die Frage erfüllt Nehemia mit Befürchtungen. Wird der König zornig sein, wenn er hört, dass sich sein Hofbeamter zwar äußerlich mit seinem Dienst beschäftigt, aber mit seinen Gedanken weit weg bei seinem bedrängten Volk ist? Und seine langgehegten Pläne zum Aufbau Jerusalems — werden sie jetzt über den Haufen geworfen? Nehemia erzählt: „Der Schreck fuhr mir in die Glieder.“ V. 2 (GNB). Mit zitternden Lippen und Tränen in den Augen offenbart er dem König die Ursache seines Kummers: Die Stadt, in der seine Vorfahren begraben liegen, liegt in Trümmern, und ihre Tore sind durch Feuer zerstört. Siehe V. 3. Dieses Bekenntnis berührt den Monarchen und weckt sein Mitgefühl, ohne gleichzeitig die Vorurteile des Götzendieners zu wecken. Eine zweite Frage gibt Nehemia die Chance, auf die er lange gewartet hat: „Was begehrst du denn?“ V. 4.

      Doch der Mann Gottes antwortet nicht, bevor er nicht einen Höheren als den König Artaxerxes um Hilfe gebeten hat. „Ich schickte ein Stoßgebet zum Gott des Himmels.“ V. 4 (GNB). Das stille Gebet, das er an Gott richtete, hatte denselben Inhalt wie das Gebet, das er schon seit vielen Wochen vor Gott brachte: Gott möge seinem Gesuch Erfolg geben. Siehe Nehemia 1,11. Und nun, ermutigt durch den Gedanken, dass er einen allwissenden und allmächtigen Freund hat, der sich für ihn einsetzt, legt der Mann Gottes dem König ganz ruhig seinen Wunsch vor: Er möchte eine Zeit lang von seiner Aufgabe am Hof entbunden werden und die Vollmacht bekommen, die Trümmerstätten in Jerusalem aufbauen zu lassen, damit es wieder eine starke und befestigte Stadt wird. Siehe Nehemia 2,5. Von dieser Bitte hängen weitreichende Konsequenzen für die jüdische Hauptstadt und die ganze Nation ab. „Der König gewährte es mir, denn die gütige Hand meines Gottes stand mir bei“, berichtet Nehemia V. 8 (GNB).

      Während Nehemia die Hilfe Gottes erflehte, legte er die Hände nicht in der irrigen Ansicht in den Schoß, sich nun nicht mehr darum kümmern und keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Mit bewundernswerter Umsicht und Vorausschau organisierte er alles, was nötig war, um den Erfolg seines Vorhabens zu sichern.
      Manuskript 58, 1903.


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