Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

    • Wer seine Lauterkeit drangibt, riskiert sein Seelenheil, 31.Mai

      Ganz Israel konnte sehen, wie der Herr die Macht Salomos immer größer werden ließ. Er gab ihm Ehre und Anerkennung, wie sie kein israelitischer König vor ihm besessen hatte. 1.Chronik 29,25 (Hfa).

      Salomo hatte anlässlich der Tempelweihe feierlich das Volk aufgerufen: „Euer Herz sei ungeteilt bei dem HERRN, unserem Gott.“ 1.Könige 8,61. Dennoch wählte er seinen eigenen Weg und trennte sich innerlich von Gott. Er hätte sich eng mit Gott verbünden und dadurch immer mehr Weisheit und Erkenntnis von ihm erlangen können, doch er verriet sein Vermächtnis und entfernte sich immer weiter von Gott.Siehe 1.Könige 11,1-4 ...

      Wenn wir dieses Bild betrachten, wird uns klar, was aus Menschen wird, wenn sie Gott den Rücken kehren. Ein falscher Schritt bereitet den Weg für den zweiten und dritten, und jeder Schritt wird leichter gegangen als der vorherige. Wir sollten uns davor hüten, unser Seelenheil aufs Spiel zu setzen, indem wir von den Grundsätzen der Rechtschaffenheit und Lauterkeit abweichen. Wir stehen in Gefahr, wenn wir die göttlichen Schutzbestimmungen für Frieden und Gerechtigkeit auf die leichte Schulter nehmen.

      Hatte der Herr einen Fehler gemacht, als er Salomo eine derart verantwortungsvolle Position übertrug? Aber nein. Gott bereitete ihn gut auf diese Verantwortung vor und versprach ihm Gnade und Kraft unter der Bedingung, dass Salomo gehorchte. Siehe 1.Könige 9,4.5. David sagte zu ihm: „Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele ... Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden ... So sieh nun zu, denn der HERR hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. So sei getrost und richte es aus!“ 1.Chronik 28,9.10.

      Der Herr stellt Menschen an verantwortliche Positionen, damit sie nicht ihren, sondern seinen Willen ausführen. Solange sie seine reinen Grundsätze der Herrschaft schätzen, wird er sie segnen und stärken und als seine Werkzeuge anerkennen. Gott verlässt keinen, der sich treu an seine Grundsätze hält.

      Alle Verantwortungsträger sollten daran denken, dass wir bald in die Gefahren der letzten Tage kommen. Die ganze Welt wird von Gott beurteilt ... Niemand soll irrende, sterbliche Menschen zu seinen Führern machen. Gott ist der Eine, der hinter den Sterblichen steht, von dem sie alle Weisheit und Wissen empfangen und auch befähigt werden, etwas Gutes zu leisten. Und Gott will gerne jedem helfen.„Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.“ Römer 2,11.

      Wer von Gott besonders viele Gaben bekommen hat, soll sich in Acht nehmen, damit Stolz und Selbstsicherheit nicht die Oberhand gewinnen. Wer einen großen Einfluss ausübt und wem Menschen gerne folgen, der hat die ständige Fürbitte und den Rat anderer Mitarbeiter nötig. Sie sollen darum beten, dass er oder sie vor Stolz und Selbstüberhebung bewahrt bleibt.
      Manuskript 164, 1902.


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      Das geistliche Babylon
    • Wohlstand kann zu geistlichem Niedergang führen, 1. Juni

      Doch dann dachte ich über alles nach, was ich getan und erreicht hatte, und kam zu dem Ergebnis: Alles ist sinnlos; du könntest genauso gut mit der Hand nach dem Wind greifen. Letztlich kommt bei aller Mühe nichts heraus. Prediger 2,11 (GNB).

      Salomo schrieb das Buch der Sprüche (siehe 1.Könige 5,12; Sprüche 1,1), doch nach einiger Zeit mischte sich seine Weisheit mit wertlosen Gedanken. Woher kam diese Spreu? Nachdem er als vielversprechender junger Mann zum Erwachsenen herangereift war, veränderte sich Salomos Geschichte. Er blieb seiner Reinheit und Verbundenheit mit Gott nicht treu. Er durchbrach die Schranken, die Gott aufgerichtet hatte, um sein Volk vor dem Götzendienst zu schützen. Der Herr hatte Israel als sein Volk aus allen anderen erwählt, damit es jene heiligen Wahrheiten bewahren sollte, die der Welt weitergegeben werden sollten. Siehe Römer 3,1.2.Doch Salomo liebte den Stolz auf politische Macht. Er ermutigte Bündnisse mit heidnischen Königreichen ...

      In seiner frühen Regierungszeit wurde Salomo von der Königin aus Saba besucht.Sie wollte seine Weisheit kennen lernen. Nachdem sie ihm zugehört hatte, meinte sie, man habe ihr nicht einmal die Hälfte dessen geschildert, was sie mit eigenen Augen gesehen hatte. Siehe 1.Könige 10,1-7. Doch sein weiser und gerechter Regierungsstil änderte sich. Er, der Gott und die Wahrheit kennen gelernt hatte, trieb großen Aufwand, um seinen gottlosen Frauen Freude zu bereiten. Siehe 1.Könige 11,1-3.7.8. Er legte teure Parks und Gärten an, und Gottes Geld, das dafür gedacht war, den Armen im Volk zu helfen, wie Gott es befohlen hatte, wurde für die ehrgeizigen Projekte des Königs verbraucht und so seinem eigentlichen Zweck entzogen ... Die Notleidenden bekamen keine Häuser, Nahrung und Kleidung, wie Gott es angeordnet hatte. Durch Luxus und teure Geschenke wollte Salomo seinen Frauen gefallen und sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Dafür verbrauchte er das viele Geld, und außerdem belastete er die Armen zusätzlich mit einer hohen Steuer ...

      Er konnte das Volk nicht mehr zum Guten beeinflussen, er war darin kraftlos wie ein Gelähmter. Er bemühte sich, das Licht mit der Finsternis zu mischen, gleichzeitig Gott und dem Mammon zu dienen. Er fühlte sich frei, seine Bedürfnisse ohne Einschränkung zu befriedigen. Aber Beliar lässt sich nicht mit innerer Reinheit verbinden. Siehe 2.Korinther 6,14.15. Der Weg, den Salomo verfolgte, brachte seine eigene Strafe mit sich. Salomo trennte sich von Gott, und die Erkenntnis Gottes verließ ihn ...

      Jeder, der Geld zur Verfügung hat, sollte aus Salomos Geschichte lernen.Kompetente Menschen stehen ständig in der Gefahr zu meinen, dass Geld und Stellung ihnen Respekt sichert und sie nicht so peinlich genau sein brauchten. Doch Selbstüberschätzung ist nichts als eine Seifenblase. Indem Salomo die geschenkten Gaben missbrauchte, fiel er von Gott ab. Wenn Gott Menschen Wohlstand gibt, müssen sie sich davor hüten, ihren eigenen Vorstellungen zu folgen. Andernfalls gefährden sie die Schlichtheit ihres Glaubens, und ihre religiöse Erfahrung verschlechtert sich.
      Manuskript 40, 1898.


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      Das geistliche Babylon
    • Satan sorgt für überwältigende Versuchungen, 2. Juni

      Da ist jemand, den hat Gott zu Reichtum, Besitz und Ansehen kommen lassen; er hat alles, was ein Mensch sich wünschen kann. Aber Gott erlaubt ihm nicht, es zu genießen; irgendein Unbekannter wird sich ein gutes Leben damit machen. Prediger 6,2 (GNB).

      Die Lebensgeschichte Salomos enthält viele Warnungen, die nicht nur jungen Leuten gelten, sondern auch den älteren und den Alten, die den Gipfel des Lebens bereits erklommen und die untergehende Sonne im Blick haben. Wir sehen und hören von der Unbeständigkeit der Jugend; die jungen Leute schwanken zwischen Recht und Unrecht und der Strom der bösen Triebe erweist sich oft als zu stark.Doch bei den reiferen Leuten erwarten wir keine Labilität und Untreue; wir rechnen damit, dass ihr Charakter gefestigt ist und ihre Grundsätze fest in ihnen verankert sind. Oft trifft das zu, aber es gibt auch Ausnahmen, zum Beispiel Salomo ... Als er eigentlich am stärksten sein sollte, zeigte er sich als der Schwächste ...

      Wir müssen bei jeder Entscheidung fragen. „Ist dies der Weg des Herrn?“ Solange wir leben, müssen wir unsere Gefühle und Leidenschaften mit fester Absicht kontrollieren. Wir sind von innen her verdorben und von außen treffen uns Versuchungen. Immer, wenn Gottes Werk vorangetrieben werden soll, organisiert Satan die Umstände so, dass die Versuchung mit überwältigender Kraft auf die Seele einstürmt. Solange das Leben währt, müssen wir unsere Gefühle und Triebe mit fester Absicht im Zaum halten ...

      Viele haben ihre Augen vor der Gefahr verschlossen und sind ihren eigenen Weg gegangen, von Satan verzaubert und verführt, bis sie unter dem Ansturm seiner Versuchungen fielen. Dann gaben sie sich auf und verzweifelten. So erging es auch Salomo. Doch sogar für ihn gab es Hilfe. Aufrichtig bereute er seinen sündigen Weg und fand Hilfe. Niemand sollte sich in die Sünde hineinwagen in der Hoffnung, dass er sich daraus wieder befreien kann. Wer Sünde frönt, gefährdet damit sein ewiges Leben. Doch keiner, der gefallen ist, muss verzweifelt aufgeben ...

      Der Missbrauch von edlen Talenten wie im Fall Salomos sollte uns eine Warnung sein. Nur Rechtschaffenheit ist wahre Größe. Jeder hinterlässt ein Erbe — entweder ein gutes oder ein schlechtes. Auf dem südlichen Abhang des Ölbergs standen die Steine, die an Salomos Abkehr von Gott erinnerten ... Josia, der jugendliche Reformator, zerstörte in seinem Eifer für Gott diese Bilder der Astarte, des Kemosch und des Moloch (siehe 2.Könige 23,13.14), doch die zerbrochenen Steine und die massiven Ruinen blieben auf der gegenüberliegenden Seite des Berges Morija stehen, wo der Tempel Gottes stand. Wenn Fremde in späteren Generationen fragten: „Was ist mit den Ruinen, die gegenüber dem Tempel Gottes zu sehen sind?“, gab man ihnen zur Antwort: „Das ist Salomos Berg des Frevels. Dort baute er Altäre für den Götzendienst, um seine heidnischen Frauen zu erfreuen.“
      Brief 8, 1891.

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    • Hüte dich vor Menschen, die Gottes Geboten widersprechen, 3. Juni

      Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, während Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte ... Und der Altar barst, und die Asche wurde verschüttet vom Altar nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort des HERRN hin. 1.Könige 13,1.5.

      Als Jerobeam [der König über die zehn Stämme Israels nach Salomo; siehe 1.Könige 12,20] sah, dass der Altar zerbrochen und die Asche auf dem Boden verstreut war, schrie er zornig auf: „Greift ihn. Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn ausgestreckt hatte und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.“ 1.Könige 13,4. Erschrocken bat er den Propheten: „‚Bitte, bete für mich zum Herrn, deinem Gott! Versuch ihn zu besänftigen und bitte darum, dass ich meinen Arm wieder bewegen kann!‘ Der Prophet betete für den König, und sofort war sein Arm wieder gesund.“ V. 6 (Hfa).

      „Da lud König Jerobeam den Boten Gottes ein: ‚Komm mit mir in mein Haus, und iss etwas! Ich möchte dir ein Geschenk geben.‘ Doch der Prophet wehrte ab: ‚Selbst wenn du mir dein halbes Haus schenken würdest, käme ich nicht mit! Ich werde hier weder essen noch trinken, denn der Herr hat mir befohlen: Du sollst dort nichts essen und nichts trinken! Kehre auch nicht auf demselben Weg zurück, auf dem du nach Bethel gehst!‘“ V. 7-9 (Hfa).

      Der Prophet weigerte sich, irgend etwas von Jerobeam anzunehmen, aber er versagte, als ihn ein alter Prophet aus Bethel in Versuchung führte ... Der lud ihn ein: „Komm doch zu mir nach Hause und iss etwas!“ V. 11.15 (Hfa). Zunächst gab ihm der Mann Gottes die gleiche Antwort wie dem König Jerobeam. Siehe V. 16.17 ...Da belog ihn der alte Prophet: „Ich bin auch ein Prophet wie du! Ein Engel hat mir eine Botschaft des Herrn ausgerichtet. Er sagte zu mir: ‚Nimm ihn mit nach Hause, damit er bei dir essen und trinken kann!‘“ V. 18 (Hfa). Er behauptete, der Herr habe zu ihm gesprochen, aber das stimmte nicht.

      Der Mann Gottes hatte ohne Furcht den Tadel ausgesprochen, den er im Auftrag Gottes weitergeben sollte. Er hatte nicht gezögert, den Götzendienst des Königs zu tadeln. Und er hatte sich der Einladung Jerobeams widersetzt, obwohl der ihm eine Belohnung versprochen hatte. Und dann ließ er sich doch überzeugen von einem, der behauptete, eine Botschaft vom Himmel zu haben.

      Wenn der Herr einem Menschen ein Gebot gibt so wie damals diesem Boten, dann muss er selbst seinen Befehl wieder zurücknehmen. Wer sich von der Stimme Gottes abkehrt, um Gegenbefehle zu befolgen, hat die schlimmen Konsequenzen zu tragen. Weil dieser Prophet falschen Befehlen gehorchte, ließ Gott zu, dass er ums Leben kam. Siehe V. 24-26 ...

      Der zerborstene Altar, der gelähmte Arm, der schreckliche Tod des Propheten als Folge seines Ungehorsams — all das waren Beweise, die den König veranlassen sollten, von seinen verkehrten Wegen umzukehren. Doch wir lesen: „Trotz allem, was geschehen war, ließ Jerobeam sich nicht von seinen falschen Wegen abbringen.“ V. 33 (Hfa).
      Manuskript 1, 1912.


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    • Wut auf Gottes Boten, 4. Juni

      Ahab begrüßte den Propheten mit den Worten: „So, da ist er ja, der Mann, der Israel ins Verderben gestürzt hat!“ Elia widersprach: „Nicht ich bin an dem Unheil schuld, sondern du und deine Familie! Ihr macht euch nichts mehr aus den Geboten des Herrn.“ 1.Könige 18,17.18 (Hfa).

      Gott wäre mit Ahab gewesen, wenn er im Ratschluss des Herrn gewandelt wäre.Doch das tat Ahab nicht. Er heiratete eine Frau, die sich dem Götzenkult ergeben hatte. Isebel hatte mehr Einfluss auf den König als Gott. Sie verführte ihn und mit ihm das Volk zum Götzendienst. Siehe 1.Könige 16,31-33. Gott sandte Elia, der das Volk warnen sollte, doch weder der König noch das Volk wollten auf seine Worte hören. Sie betrachteten ihn als einen Unheilsboten. Schließlich ließ Gott eine Dürrezeit über das Land kommen. Siehe 1.Könige 17,1.

      Erkannten die Menschen das Ziel und die Absicht dieses Gerichtes und beugten sie sich innerlich vor Gott? Nein. Isebel behauptete, die Propheten Jahwes hätten dieses Unheil verursacht. Sie verkündete, das ganze Land habe zu leiden, weil diese Leute ständig kritisierten; es gäbe keinen Frieden und keinen Wohlstand in Israel, bevor man diese Propheten hingerichtet hätte. Dadurch wurde der Hass gegen Männer geschürt, die Gott gesandt hatte, um das Volk zur Abkehr von ihrer Bosheit aufzurufen. Viele heilige Männer starben, weil sie Gottes Botschaft weitergaben.Elia wurde durch Gottes übernatürliches Handeln am Leben erhalten (siehe 1.Könige 17,4-9.14), denn er sollte vor dem König und der Königin die warnenden Botschaften Gottes und seine Strafandrohung verkünden.

      „Geh und zeig dich dem Ahab“, sagte Gott zu Elia. Als der König den Propheten traf, sagte Ahab: „Da bist du also — der Mann, der Israel ins Unglück stürzt!“ Doch Elia erwiderte: „Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und deine Familie!Ihr habt die Gebote des HERRN missachtet; sogar du selbst verehrst die Baale!“ 1.Könige 18,17.18 (GNB).

      Er forderte Ahab auf, die Propheten Baals zusammenzurufen. Dann erlebten alle eine übernatürliche Manifestation der Macht Gottes. Den ganzen Tag über riefen die falschen Propheten ihren Götzen Baal an, ohne Antwort zu bekommen. Als Elia zum Gott des Himmels betete, folgte die Erhörung sofort. Die Baals-Propheten hatten wild und zusammenhanglos gebetet. Elia betete einfach und inbrünstig darum, Gott möge seine Überlegenheit über Baal zeigen und Israel dadurch wieder zu ihm zurückführen. Als sein Gebet zum Himmel aufstieg, wurde es sogleich beantwortet.Feuer fiel vom Himmel, verzehrte das Opfer und ließ auch das Wasser verdunsten, mit dem der ganze Altar durchtränkt war. Siehe V. 19.26-38.

      Als die Israeliten diese Bekundung einer übernatürlichen Macht erlebten, riefen sie: „Der HERR ist Gott!“ V. 39. Während sie innerlich von diesem Wunder bewegt und besänftigt waren, das sie gerade erlebt hatten, nutzte Elia die günstige Gelegenheit und tötete die falschen Propheten. Siehe V. 40;
      Manuskript 29, 1911.


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    • Geistliche Höhepunkte können Tiefpunkte nicht verhindern, 5. Juni

      Da schickte Isebel einen Boten zu Elia, der ihm ausrichten sollte: „Die Götter sollen mich schwer bestrafen, wenn ich dir nicht heimzahle, was du diesen Propheten angetan hast!Morgen um diese Zeit bist auch du ein toter Mann, das schwöre ich!“ 1.Könige 19,2 (Hfa).

      Gottes Kinder mögen noch so tapfer und mutig sein und ihren besonderen Auftrag erfolgreich ausgeführt haben, doch wenn sie nicht ständig zu Gott schauen und von dem Werk überzeugt sind, das Gott ihnen aufgetragen hat, werden sie ihren Mut verlieren.Nachdem Gott ihnen seine Macht auf übernatürliche Weise bekundet und sie für die Erfüllung seines Auftrags gestärkt hat, werden sich Umstände ergeben, die ihren Glauben auf die Probe stellen, und sie werden versagen, wenn sie nicht vorbehaltlos dem Herrn vertrauen.

      So erging es auch Elia. Er hatte mit Gottes Hilfe die Propheten Baals besiegt. Gleichzeitig war er aber enttäuscht, dass Gottes Machtbekundung so wenig Wirkung gezeigt hatte. Unter den Drohungen der bösen Königin verließen ihn Mut und Glaube. Er verlor den Einen aus den Augen, unter dessen Schutz er stand. Er floh um sein Leben ohne Gott gefragt zu haben. Er war schrecklich niedergeschlagen (siehe 1.Könige 19,3.4), denn er hatte sich so viel von dem Wunder erhofft, das Gott vor dem Volk getan hatte.

      Wenn Elia im Bewusstsein, dass er Gottes Willen erfüllt hatte, seine Zuversicht weiterhin auf Gott gesetzt und ihn zu seiner Zuflucht und Stärke gemacht hätte und er fest und unerschütterlich für die Wahrheit eingestanden wäre, dann hätte das den König und das Volk so stark beeindruckt, dass es zu einer Reformation gekommen wäre. Elia wurde durch Gottes Geist für die Auseinandersetzung gestärkt, doch dann gellte ihm plötzlich Isebels Drohbotschaft in den Ohren, als er gerade aus einem tiefen Schlaf erwachte, und er verlor seinen Halt in Gott ...

      Dabei hätte er gerade jetzt Gottvertrauen und einen lebendigen, aktiven Glauben zeigen sollen. Er hätte nicht von seinem Platz fliehen dürfen. Gott hatte ihn eine wunderbare Bekundung seiner Macht erleben lassen, um ihm zu versichern, dass er ihn nicht verlassen wird, sondern dass seine Kraft völlig ausreicht, ihn am Leben zu erhalten, denn Gott war der Herr über alle Mächte im Himmel und auf Erden.

      Doch Elia vergaß Gott und lief davon ... „Dann legte er sich nieder und schlief unter einem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! Und als er aufblickte, siehe, da lagen neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser.Und er aß und trank und legte sich wieder hin. Und der Engel des HERRN kehrte zurück, kam zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf, iss! Denn der Weg ist zu weit für dich.“ 1.Könige 19,5-7 (EB).

      Mein Herz wird weich, wenn ich die Worte der Heiligen Schrift lese und spüre, wie viel Anteil die himmlische Familie an den treuen Dienern des Höchsten nimmt. „Da stand er auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes, den Horeb.“ V. 8 (EB).
      Brief 62, 1900.


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      Das geistliche Babylon
    • Schau auf Jesus, wenn du hart versucht wirst, 6. Juni

      Da wünschte er sich, sterben zu können und sagte: „Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter.“1.Könige 19,4 (EB).

      Jesus wurde ebenso angefochten wie wir. Siehe Hebräer 4,15. Der „Urheber unseres Heils“ wurde durch Leiden vollendet. Siehe Hebräer 5,8.9. In diesem Leben wird geprüft, ob wir Gottes Test bestehen. Wenn Satan uns versucht, werden wir geprüft. Werden wir durch die bezaubernde Macht Satans überwältigt? Oder überwinden wir Satans Versuchungen wie Christus sie überwand? Ist unser Denken so stark mit den Schätzen aus den himmlischen Schatzkammern der Wahrheit angefüllt, dass wir dem Feind der Seelen mit einem „Es steht geschrieben“ entgegentreten können, wie Christus es tat (siehe Matthäus 4,3-10), anstatt mit unseren eigenen unüberlegten Antworten? Satan versteht mehr von der Heiligen Schrift als die meisten bekennenden Christen, denn er hat die Bibel sorgfältig studiert. Sein Wirken zielt darauf ab, die Wahrheit Gottes zu verdrehen, die Menschen zum Ungehorsam zu verführen und sie zu veranlassen das Bibelstudium zu vernachlässigen ... Es ist ein großer Fehler, Gott etwas vorschreiben zu wollen.Elia wusste nicht, was er sagte, als er Gott ersuchte, ihn sterben zu lassen, weil er genug vom Leben hatte. Siehe 1.Könige 19,4. Der Herr nahm ihn nicht beim Wort, denn Elia hatte noch einen Auftrag zu erfüllen. Haben wir vergessen, dass sogar Jesus, der Herrscher des Himmels, litt, als er versucht wurde? Siehe Hebräer 2,18; 5,8. Doch Jesus erlaubte dem Feind nicht, ihn in den Sumpf des Zweifels zu ziehen oder ihn mit dem Schlamm der Verzagtheit und Verzweiflung zuzuschütten ...

      Gott hasst die Sünde. Satans Absicht ist es, uns zu bösen Taten zu verleiten. Mit großem Geschick hat Satan mit seiner bezaubernden Macht darauf hingearbeitet, das Gemüt zu faszinieren, damit der Mensch lieber die Sünde als die Gerechtigkeit wählt. Der Einfluss eines Menschen auf einen anderen ist gefährlich geworden, weil Satan unseren Verstand beeinflussen und kontrollieren kann und so den Einfluss einer Person auf eine andere in seine Dienste stellt. Doch der Herr Jesus verändert diese Abläufe durch seinen Heiligen Geist. Er nimmt die Sünde und die Schuld der Menschheit auf sich. Er zieht Menschen zu sich, heiligt sie und benutzt sie als seine Werkzeuge, damit sie ihre Kräfte genau zu dem entgegengesetzten Werk nutzen, als Satan es wünscht ... „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ Jakobus 4,7.8. Diese ermutigende Verheißung ist jedem angefochtenen Menschen kostbar! Wenn man in Anfechtung und Versuchung den Blick auf Jesus richtet und sich nahe an Gott hält, indem man von seiner Güte und Gnade spricht, dann kommt uns Jesus ganz nahe, und die Belästigungen, die uns vorher unerträglich erschienen, verschwinden ...

      Vor uns liegen schwere Zeiten, aber das soll uns keine Sorgen machen. Wer sich ängstigt, der zeigt seinen Vertrauensmangel, denn Christus lädt uns ein: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Matthäus 11,28.
      Brief 43, 1892.


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    • Das Größte ist nicht immer das Beste, 7. Juni

      [Der HERR sprach zu Elia:] „Aber ich habe 7000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.“ 1.Könige 19,18 (EB).

      „Elia stand auf, aß und trank und machte sich auf den Weg.Er war so gestärkt, dass er vierzig Tage und Nächte ununterbrochen wanderte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb, kam. Dort ging er in die Höhle hinein und wollte sich darin schlafen legen. Da hörte er plötzlich die Stimme des HERRN: ‚Elia, was willst du hier?‘ Elia antwortete: ‚HERR, ich habe mich leidenschaftlich für dich, den Gott Israels und der ganzen Welt, eingesetzt; denn die Leute von Israel haben den Bund gebrochen, den du mit ihnen geschlossen hast; sie haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten umgebracht.Ich allein bin übriggeblieben, und nun wollen sie auch mich noch töten‘.“ 1.Könige 19,8-10 (GNB).

      „Der HERR sagte: ‚Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin! Ich werde an dir vorübergehen!‘ Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte, dass die Felsbrocken flogen. Aber der HERR war nicht im Sturm. Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben. Aber der HERR war nicht im Erdbeben. Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer. Aber der HERR war nicht im Feuer. Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch. Da verhüllte Elia sein Gesicht mit dem Mantel, trat vor und stellte sich in den Eingang der Höhle.“ V. 11-13 (GNB).

      Elias mürrisches Wesen war besänftigt. Der Herr wollte ihm zu verstehen geben, dass heftige, laute Machtbekundungen nicht immer die besten Ergebnisse erzielen. Die leise, sanfte Stimme kann dagegen beruhigen, besänftigen und große Dinge erreichen.

      Der Herr überzeugte Elia davon, dass die Übeltäter nicht dauerhaft straffrei ausgehen würden. Er schickte ihn zurück [durch die Wüste], um drei Personen zu salben, die Gottes Absicht verwirklichen sollten, das götzendienerische Volk zu bestrafen. Siehe V. 15-17. Jeder sollte auf eine andere Weise Gottes Konflikt mit Israel [durch ihren Abfall] vergelten.

      Und dann korrigierte der, der alle Herzen kennt, Elias Eindruck, er sei Gott als einziger treu geblieben. Siehe V. 14.Gott sagte: „Ich will übriglassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.“ V. 18.

      Der Herr wollte seinen Diener lehren, dass in seinem Werk nicht die große Schau, die mächtige Darbietung den besten Erfolg bringt. Es sind nicht immer die machtvollsten Präsentationen mit der Feder oder der Stimme, die das Beste bewirken.
      Brief 62, 1900.

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    • Führen lernen, indem man dient, 8. Juni

      [Der HERR sprach zu Elia:] „Elisa, den Sohn Schafats von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Stelle salben!“ 1.Könige 19,16 (EB).

      Versetzen wir uns einmal in die Lage Elisas, als er von Gott zu einer bestimmten Aufgabe berufen wurde. Elisa stammte aus einer Familie, die seit jeher den wahren Glauben Israels hochgehalten hatte. Er lebte nicht in einer dichtbevölkerten Stadt. Sein Vater war Landwirt. Siehe 1.Könige 19,19. Auch in dieser Zeit ... gab es noch Einzelne, die nicht versagt hatten und von Gott abgefallen waren. Diese Familie gehörte zu den „siebentausend in Israel, [die ihre] Knie ... nicht vor Baal gebeugt“ hatten. V. 18.

      Elia stand nun kurz vor dem Abschluss seiner irdischen Aufgabe. Ein anderer sollte das Werk weiterführen, das damals getan werden musste. Elia wurde nach Norden geschickt. Siehe V. 15 ... Inzwischen war das ganze Land aufgeblüht, als ob es die Zeit der Hungersnot und Dürre wettmachen wollte. Die starken Regenfälle hatten im Erdboden mehr erreicht als in den Herzen der Menschen; die Ackerkrume war für die Arbeit besser vorbereitet als die Israeliten, die von Gott abgefallen waren.

      Elia schaute sich um und stellte fest, dass das Land weit und breit einem einzigen Mann gehörte — einem Mann, der Baal nicht verehrt hatte und dessen Herz ungeteilt im Dienst Gottes geblieben war. Der Besitzer dieser Ländereien hieß Schafat. Auf seinem Hof wurde fleißig gearbeitet. Die Herden erfreuten sich an den grünen, saftigen Wiesen, und die tüchtigen Knechte säten gerade das Getreide aus.

      Elias Aufmerksamkeit wurde auf Elisa gelenkt, den Sohn Schafats ... Er war weit entfernt von der Stadt und den Ablenkungen des Hoflebens erzogen worden. Er war daran gewöhnt worden, einfach zu leben und seinen Eltern und Gott zu gehorchen ... Obwohl Elisa sanft und ruhig war, besaß er Charakterstärke, Aufrichtigkeit und Treue sowie Liebe zu Gott und Ehrfurcht vor ihm waren prägende Merkmale seiner Persönlichkeit. Er besaß die Eigenschaften eines Leiters, doch gleichzeitig die Bescheidenheit eines Menschen, der bereit war zu dienen. Sein Verstand war daran gewöhnt, in kleinen Dingen zuverlässig zu sein, gleichgültig, worum es sich handelte. Als ihn Gott nun dazu rief, an vorderster Front für ihn zu arbeiten, war er innerlich darauf vorbereitet, auf seine Stimme zu hören ...

      Er war in einem wohlhabenden Haus aufgewachsen, doch ihm war klar, dass er in allen Bereichen arbeiten musste, wenn er eine umfassende Ausbildung erlangen wollte. Er wollte nicht weniger Bescheid wissen als die Knechte seines Vaters. Er wollte zuerst lernen, wie man dient, um zu wissen, wie man andere führt, ausbildet und ihnen befiehlt. Während er sich nach Kräften bemühte, auf dem elterlichen Hof die ihm von Gott geschenkten Fähigkeiten einzusetzen und mit seinem Vater zusammenzuarbeiten, diente er damit Gott.
      Brief 12, 1897.


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    • Wie antworten wir, wenn Gott ruft?, 9. Juni

      [Elia] fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf [Ochsengespannen] ... Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn. 1.Könige 19,19 (Hfa).

      Als Elia Elisa auf dem Feld sah, wo er gemeinsam mit den Knechten und zwölf Ochsengespannen pflügte, ging er hin, löste seinen Mantel und warf ihn Elisa im Vorbeigehen über. Während der dreieinhalb Jahre der Dürre und der Hungersnot hatte Schafats Familie den Auftrag und die Aufgabe Elias kennen gelernt. Der Geist Gottes gab Elisa ein, was dessen Handlung zu bedeuten hatte: es war das Zeichen, dass Gott ihn zum Nachfolger Elias berufen hatte. Es war dem Auftrag ähnlich, den Christus dem reichen Jüngling gab: Er sollte alles aufgeben — Häuser, Ländereien, Freunde, Reichtümer, Annehmlichkeiten und Muße — „und komm und folge mir nach“. Matthäus 19,21.

      Elia ging weiter, als wäre damit alles erledigt. Doch er wusste, dass Elisa die Bedeutung dieser Tat verstanden hatte. Er ging schweigend weiter und überließ Elisa die Entscheidung, ob er den Ruf annehmen oder ablehnen wollte. Elisa lief dem Propheten nach, und als er ihn eingeholt hatte, bat er um Erlaubnis, vorher von seinen Eltern und seiner Familie Abschied zu nehmen. Siehe 1.Könige 19,20.

      Elia antwortete: „Geh nur, aber vergiss nicht, was ich mit dir gemacht habe!“ V. 20 (GNB). Das war keine Zurückweisung, sondern ein Test, mit dem er Elisa auf die Probe stellte. Sollte sein Herz an seiner Familie und am Wohlstand hängen, dann konnte er daheim bleiben. Doch Elisa war auf den Ruf Gottes vorbereitet. Er war Gott nicht ungeduldig vorausgelaufen, bevor der Ruf kam, und als er nun berufen wurde, zeigte er, dass er weder zögerte noch sich zurückzog ...

      Hätte Elisa Elia gefragt, was von ihm erwartet wurde und welche Aufgabe er zu erfüllen hatte, hätte der geantwortet: „Das weiß nur Gott, er wird es dir mitteilen.Wenn du auf den Herrn wartest, dann wird er dir jede Frage beantworten. Du kannst mich begleiten, wenn du sicher bist, dass Gott dich gerufen hat. Wenn nicht, dann lass es lieber. Komm nicht nur deshalb, weil ich dich gerufen habe. Du musst selbst die Gewissheit haben, dass Gott hinter mir steht, und dass es seine Stimme ist, die du hörst. Wenn du alles andere als wertlos ansiehst, um Gottes Gunst zu gewinnen, dann komm.“

      Alle sollten sich bewusst sein, dass der Herr keinen halbherzigen Dienst akzeptiert. Wer den Willen Gottes gerne tut, kann auch einen vollkommenen Dienst leisten ... Wenn wir weiterhin willig und freudig „der Erkenntnis des HERRN nachjagen“, dann wird „sein Hervortreten sicher wie die Mörgenröte“ sein. Hosea 6,3 (EB).

      Elisa ließ sofort alles hinter sich, um seinen Dienst anzutreten. Siehe 1.Könige 19,21;
      Brief 12, 1897.


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    • Einfache Aufgaben bereiten auf den höheren Dienst vor, 10.Juni

      Elisa ist hier, der Sohn Schafats. Er stand im Dienst Elias, er hat ihm das Wasser über die Hände gegossen. 2.Könige 3,11.

      Als Elisa Abschied nahm, geschah es nicht widerstrebend und mit bitterer Trauer.Die Familie gab ein Fest für ihn, denn schließlich war einem der Ihren eine hohe Ehre zuteil geworden. Und worin bestand die erste Aufgabe Elisas? Er sollte sich um die kleinen Dinge kümmern, und das gern und willig. Von ihm wird gesagt, dass er Wasser über die Hände seines Meisters Elia goss. Siehe 2.Könige 3,11. Er war der persönliche Diener des Propheten. Jede Arbeit, so gering sie erscheinen mag, die mit ganzer Hingabe des Ich für den Meister getan wird, wird von ihm als der höchste Dienst angenommen ... Demütiger, williger Dienst steht jedem bevor, der ein Kind Gottes sein will.

      Nachdem Elisa einige Zeit im Dienst des Elia gestanden hatte, wurde er gerufen, seinen Platz an vorderster Front einzunehmen. Damals war keiner größer als er. Er hatte unter Elias Anleitung als Lehrling gearbeitet und dann kam die Zeit, dass der Hauptleiter weggenommen wurde. Nun wurde der Untergebene zum ersten Mann.So wie Elia auf die Entrückung vorbereitet war, so war auch Elisa bereit, seinen Platz als Nachfolger des Propheten einzunehmen ...

      „Die Propheten der Prophetengemeinschaft in Jericho machten sich an Elisa heran und fragten: Weißt du, dass der HERR dir heute deinen Lehrer wegnehmen und ihn zu sich holen wird? Und wieder antwortete er: Ich weiß es; erinnert mich nicht daran! Zum dritten Mal bat ihn Elia: Bleib doch hier! Der HERR schickt mich an den Jordan. Aber Elisa erwiderte: So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite! So kamen die beiden zum Jordan. Elia rollte seinen Mantel zusammen und schlug damit auf das Wasser. Da teilte es sich, und beide gingen trockenen Fußes durch den Fluss ... Während sie so im Gehen miteinander redeten, kam plötzlich ein Streitwagen aus Feuer mit Pferden aus Feuer und trennte sie voneinander, und Elia fuhr in einem gewaltigen Sturm in den Himmel.

      Elisa sah es ... Er hob den Mantel Elias auf, der zu Boden gefallen war, und kehrte an den Jordan zurück. Genau wie Elia schlug er damit auf das Wasser und rief: Wo ist der HERR, der Gott Elias? Da teilte sich das Wasser, und Elisa ging trockenen Fußes durch den Fluss.“ 2.Könige 2,5-14 (GNB) ...

      Beim Pflügen des Ackers hatte Elisa gelernt, dass man nicht bei Fehlschlägen oder entmutigenden Gedanken verweilen darf. Er hatte jetzt seine Hand an den Pflug gelegt, um auf einem anderen Gebiet des Werkes zu arbeiten. Er wollte nicht aufgeben und sich nicht entmutigen lassen. Jedes Mal, wenn er aufgefordert wurde, sich zurückzuziehen, erklärte er: „So wahr der HERR lebt und du lebst: ich verlasse dich nicht.“ V. 6;
      Brief 12, 1897.


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    • Die Alltagspflichten des Lebens sind wichtig, 11. Juni

      Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu. Lukas 16,10.

      Als Elisa zum Nachfolger Elias ausgebildet wurde und ihn auf seinen Reisen begleitete, übernahm er die Stellung eines Dieners. Er musste die einfache Aufgabe verrichten, Elia Wasser über die Hände zu gießen. Siehe 2.Könige 3,11. Diesen bescheidenen Dienst behielt er bis zur letzten Reise bei. Da wurde ihm gezeigt, dass Elia von Gott verwandelt werden sollte. Als Elia ihn damals in den Dienst rief, ließ Elisa die zwölf Joch Ochsen stehen, folgte Elia ohne Klage (siehe 1.Könige 19,19-21), obwohl er eine reiche Familie zurückließ, die ihn liebte, und begleitete den Propheten durch sein wechselhaftes Leben, das keinerlei Sicherheiten bot. Willig führte er auch die einfachsten Arbeiten aus. Seine Beziehung zu Elia zeigte, dass er Charakterzüge besaß, die auch unter harten Prüfungen standhalten würden. Er hatte immer wieder Prüfungen und Versuchungen zu bestehen, doch er verließ sich gerade in schwierigen Umständen ganz auf Gott. Zuhause hätte er den Ton angeben können, doch im Dienst des Elia musste er eine neue Erfahrung machen: Er musste lernen, wie man unter einem Vorgesetzten arbeitet, um auf diese Weise zu lernen, wie er Gott dienen konnte.

      Viele Menschen machen große Fehler bei ihrer Berufswahl. Sie überschätzen ihre Fähigkeiten. Wenn sie auf die Probe gestellt werden und in Auseinandersetzungen geraten, zeigt sich, dass sie eine andere Lebenserfahrung nötig hätten, um mit Christus zusammenzuarbeiten. Menschen, die nicht einsehen, dass sie Gott dienen, wenn sie einfache Arbeiten verrichten und Alltagspflichten erledigen, zeigen damit, dass sie für höhere Aufgaben nicht geeignet sind. Wer die bescheidenen Pflichten als unwichtig abtut und ignoriert, der beweist, dass ihnen keine große Verantwortung übertragen werden kann.

      Manche haben die Vorstellung, die nur schwer zu verändern ist, weil sie sie unbewusst in ihr Weltbild aufgenommen haben, sie müssten eine vornehme und würdevolle Stellung wahren, sonst würde der Einfluss ihrer Verkündigung untergraben. Doch wenn diese Leute lernen, anderen zu dienen, begreifen sie, dass demütiger, aktiver Dienst etwas anderes ist, nämlich sich für die Alltagspflichten zu interessieren und eine Ausbildung zu erhalten, die einen befähigt, die gewöhnlichen Arbeiten im Leben in jedem normalen Beruf zu erfüllen — und sei es den Boden zu bearbeiten, zu pflügen, säen oder ernten ...

      Die einfachen, bescheidenen Pflichten des Alltags dürfen nicht vernachlässigt oder als etwas Niedriges angesehen werden. Echte Hinwendung zu Gott wird jedes Arbeitsgebiet und jede zwischenmenschliche Beziehung durchdringen wie ein Sauerteig. Wenn der Herr dann sieht, dass wir in kleinen Dingen treu und zuverlässig sind, dass wir fleißig und ausdauernd unsere körperlichen Kräfte einsetzen und mit unseren Händen das tun, was eben getan werden muss, dann wird er sagen: „Komm höher herauf. Dir kann man größere Verantwortung übertragen.“
      Brief 64, 1897.


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    • Zorn kann bewirken, dass wir Gottes Segen verpassen, 12.Juni

      Aber [Naamans] Diener redeten ihm zu und sagten: „Herr, bedenke doch: Wenn der Prophet etwas Schwieriges von dir verlangt hätte, hättest du es bestimmt getan. Aber nun hat er nur gesagt: ‚Bade dich, und du wirst gesund!‘ Solltest du es da nicht erst recht tun?“ 2.Könige 5,13 (GNB).

      Ich denke oft an die Geschichte von Naaman. Er sehnte sich nach einem großen Wunder Gottes: er wollte von Lepra geheilt werden. Er hatte von dem Propheten Elisa und seiner Wunderkraft erfahren, und nun kam er zu ihm und wollte wissen, was er tun sollte, um gesund zu werden. Siehe 2.Könige 5,1-3.9. Elisa ließ ihm ausrichten: „Fahre an den Jordan und tauche siebenmal darin unter! Dann bist du von deinem Aussatz geheilt.“ V. 10 (GNB).

      „Naaman war empört und sagte: ‚Ich hatte gedacht, er würde zu mir herauskommen und sich vor mich hinstellen, und dann würde er den HERRN, seinen Gott, beim Namen rufen und dabei seine Hand über der kranken Stelle hin- und herbewegen und mich so von meinem Aussatz heilen. Ist das Wasser des Abana und des Parpar, der Flüsse von Damaskus, nicht besser als alle Gewässer Israels?Dann hätte ich ja auch in ihnen baden können, um geheilt zu werden!‘ Voll Zorn wollte er nach Hause zurückfahren.

      Aber seine Diener redeten ihm zu und sagten: Herr, bedenke doch: Wenn der Prophet etwas Schwieriges von dir verlangt hätte, hättest du es bestimmt getan.Aber nun hat er nur gesagt: ‚Bade dich, und du wirst gesund!‘ Solltest du es da nicht erst recht tun?

      Naaman ließ sich umstimmen, fuhr zum Jordan hinab und tauchte siebenmal in seinem Wasser unter, wie der Mann Gottes es befohlen hatte. Da wurde er völlig gesund, und seine Haut wurde wieder so rein wie die eines Kindes.“ V. 11-14 (GNB).

      Jeder Mensch hat gewisse unchristliche Charakterzüge geerbt. Es ist die große und edle Lebensaufgabe, diese Neigungen zum Bösen unter Kontrolle zu halten. Die kleinen Dinge, die uns begegnen, sind meist daran schuld, dass wir die Beherrschung verlieren.

      Der Herr wird alle ehren, die in diesem Leben in kleinen Dingen treu waren.Siehe Matthäus 25,21.23 ... Ihnen wird auch dann nichts mangeln, wenn die schwereren Prüfungen kommen. Wer Gott in den kleinen Alltagspflichten ehrt, wird sich zu einem Menschen mit gesundem Urteilsvermögen entwickeln. In jeder Anfechtung wird er oder sie fest für das Recht einstehen.

      Gott wird dich verstehen, wenn du ihm dein Herz öffnest. Er weiß, welche Erziehung jeder von uns nötig hat. Wenn du ihn darum bittest, wird er dir ganz bestimmt die Kraft geben, dem Bösen zu widerstehen. Dein Glaube wird wachsen, und du wirst für andere ein Beispiel für die bewahrende Macht Gottes sein.
      Brief 123, 1904.

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    • Im Netz der Sünde gefangen, 13. Juni

      Da dachte Elisas Diener Gehasi: „... Ich werde ihn einholen und dann soll er wenigstens mir etwas geben.“ 2.Könige 5,20 (Hfa).

      Es kommt selten vor, dass es bei einer Sünde bleibt und nur ein Gebot oder eine Vorschrift des Sittengesetzes übertreten wird. Ungehorsam führt stets zu Komplikationen, die das verdorbene Gewissen noch tiefer verstricken, indem es in noch größere Versuchungen gerät und immer weiter sündigt ...

      Das Herz, das nicht völlig der Herrschaft Jesu Christi ausgeliefert ist, hat eine Hintertür für Satan offen. Der Erzbetrüger wirft ein Gespinst von genialen Ausflüchten über die Seele, um ihre bösen Absichten auszuführen. All diese Entschuldigungen und Ausreden liegen offen vor Gott da; sie sind wie Spinnweben in den Augen dessen, der nie schlummert oder schläft. Wie schnell findet der Mensch doch eine klägliche Ausflucht und eine an den Haaren herbeigezogene Entschuldigung, um andere zu täuschen und den eigenen bösen Weg zu verbergen.Doch es gibt einen Richter, der alle Taten abwägt. Er kann nicht getäuscht werden und „lässt sich nicht spotten“ Galater 6,7. Eines Tages wird er die tarnende Decke wegreißen, das Gewissen bloßstellen und all diese Ausflüchte wie Rauch wegpusten.

      Der Herr hat seine Zeugen bei allen geschäftlichen Vorgängen. Elisa stellte Gehasi zur Rede, als dieser leugnete, Naaman gefolgt zu sein. „Wo bist du gewesen, Gehasi?“ ... „Ich war die ganze Zeit hier, mein Herr!“ antwortete Gehasi. Doch Elisa ließ sich nichts vormachen: „Glaub nur nicht, ich hätte nichts gemerkt! Ich war im Geiste dabei, als ein Mann vom Wagen stieg und dir entgegenkam. Gehasi, jetzt ist nicht die Zeit sich Geld und schöne Kleider zu besorgen, Olivenbäume und Weinberge zu kaufen, Rinder, Schafe und Ziegen anzuschaffen, Knechte und Mägde anzustellen. Der Aussatz, unter dem Naaman gelitten hat, wird nun dich befallen.Auch deine Nachkommen werden für immer unter dieser Krankheit zu leiden haben.“ 2.Könige 5,25-27 (Hfa). Gott hatte Elisa den ganzen Vorgang offenbart. Das Gespräch mit Naaman wurde ihm in all seinen Details gezeigt. Oh, wie sehr können die Mächte der Finsternis einen Menschen täuschen!

      Elisa zeigte Gehasi seine innersten Gedanken, seinen Wunsch nach Bereicherung mit den materiellen Reichtümern Naamans. Er war ein Mensch, der im Heer des Herrn die Fahne hochhalten sollte. Doch er gab Satans Versuchungen nach und wurde für Naaman zum Stein des Anstoßes. In Naamans Gemüt und Denken war ein wunderbares Licht hereingebrochen; er hatte sich für die Wahrheit geöffnet und wollte von nun an dem lebendigen Gott dienen. Gehasi ging aus dessen Gegenwart als Leprakranker davon. Der Herr ruft dich auf, seinen Rat zu suchen.Sei dir selbst und Gott treu und versuche, dich und deine Kinder aus Satans Schlingen zu lösen.
      Brief 22, 1893.


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    • Neu

      Der Wert von Menschen im Gegensatz zu jemandes guten Ruf, 14. Juni

      Der HERR sprach zu Jona ...: „Geh in die große und mächtige Stadt Ninive, und kündige ihren Einwohnern an, dass ich sie strafen werde.Denn ich kenne ihre Bosheit.“ Jona 1,2 (Hfa).

      Als sich die Bürger von Ninive vor Gott demütigten und ihn um Gnade anflehten, erhörte er ihr Schreien. „Gott sah, dass die Menschen von ihren falschen Wegen umkehrten. Da ließ er das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen.“ Jona 3,5.10 (Hfa).

      Doch Jona zeigte, dass er die Menschen in dieser bösen Stadt nicht wertschätzte.Ihm ging sein guter Ruf über alles, damit man ihn nicht für einen falschen Propheten hielt ... Als er erlebt, wie Gott seine Barmherzigkeit sprechen ließ und die Stadt verschonte, die so viel Böses getan hatte, kann Jona sich nicht mit Gottes Gnadenabsicht identifizieren. Siehe Jona 4,1.2. Er hat nicht die Interessen dieser Menschen im Auge. Es macht ihm keinen Kummer, dass so viele Menschen umkommen müssen, die niemals darin unterwiesen wurden, was recht ist. Hört euch an, wie er jammert: „‚Herr, lass mich sterben, das ist besser, als weiterzuleben!‘ Aber der HERR erwiderte: ‚Ist es recht von dir, so wütend zu sein?‘“ V. 3.4 (Hfa).

      „Jona verließ Ninive. Östlich der Stadt machte er sich ein Laubdach und setzte sich in dessen Schatten nieder. Er wollte beobachten, was mit der Stadt geschehen würde. Da ließ der Herr eine Rizinusstaude über Jona emporwachsen. Sie sollte ihm noch mehr Schatten geben und seinen Missmut vertreiben. Jona freute sich sehr über die Pflanze.“ V. 5.6 (Hfa).

      Dann erteilte Gott dem Jona eine ganz praktische Lektion. „Am nächsten Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, ließ Gott einen Wurm die Wurzeln des Rizinus zerfressen, und die Staude wurde welk und dürr. Als die Sonne aufging, schickte Gott einen glühend heißen Ostwind. Die Sonne brannte Jona so auf den Kopf, dass er erschöpft zusammenbrach. Er wünschte sich zu sterben und seufzte: ‚Tot sein ist besser als weiterleben!‘ Da fragte ihn Gott: ‚Ist es recht von dir, wegen dieser Rizinusstaude so zornig zu sein?‘ Jona antwortete: ‚Mit vollem Recht bin ich wütend, am liebsten wäre ich tot!‘ Der HERR erwiderte: ‚Du hast dich mit dieser Staude keinen Augenblick abmühen müssen, nichts brauchtest du für sie zu tun. In einer Nacht ist sie gewachsen, und in der nächsten ging sie zugrunde. Trotzdem hättest du sie gerne verschont. Ich aber sollte Ninive nicht verschonen, diese große Stadt, in der mehr als 120000 Menschen leben, die Gut und Böse nicht unterscheiden können, und dazu noch so viele Tiere?‘“ V. 7-11 (Hfa).

      Die Geschichte von Ninive enthält eine Lektion, die du sorgfältig studieren solltest ... Du musst deine Pflichten gegenüber deinen Mitmenschen kennen, die unwissend und verdorben sind und deine Hilfe brauchen.
      Manuskript 164, 1897.


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    • Neu

      Für seine Grundsätze einstehen, 15. Juni

      Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der Tafelkost des Königs und mit dem Wein, den er trank, unrein zu machen; und er erbat sich vom Obersten der Hofbeamten, dass er sich nicht unrein machen müsse. Daniel 1,8 (EB).

      Daniel war noch ein Jugendlicher, als er gefangen nach Babylon gebracht wurde.Er war wohl fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, denn er wird [im hebräischen Text] als „Kind“ bezeichnet (siehe Daniel 1,4), womit gemeint ist, dass er noch als Jugendlicher zählte. Warum weigerte sich Daniel, von der üppigen Kost des Königs zu essen? Warum wies er den Wein zurück, der ihm doch auf Befehl des Königs serviert worden war? Er wusste, dass ihm der Wein mit der Zeit immer besser schmecken würde, bis er ihn schließlich lieber trinken würde als Wasser.

      David hätte argumentieren können, dass es für ihn keinen anderen Weg gab, als dem Befehl des Königs zu gehorchen und das zu essen und zu trinken, was die königliche Tafel bot. Doch er beriet sich mit seinen Kameraden ... Sie kamen zu dem Schluss, dass der Wein an sich schon eine Falle Satans war. Sie kannten die Geschichte von Nadab und Abihu aus den Heiligen Schriften. Siehe 3.Mose 10,1.2.Diese Männer hatten sich so sehr an Wein gewöhnt, dass sie ihn gerne tranken — sogar vor ihrem Dienst im heiligen Zelt. Siehe V. 9.10. Dadurch war ihr Wahrnehmungsvermögen getrübt. Sie konnten nicht mehr zwischen dem heiligen Feuer und dem gewöhnlichen Alltagsfeuer unterscheiden. Weil ihr Gehirn benommen war, taten sie etwas, was der Herr allen untersagt hatte, die im Heiligtum Dienst taten ... Die Anweisungen, die Gott dem Volk gegeben hatte, wurden sorgfältig gehütet und häufig in Lieder gekleidet, die man die Kinder lehrte.Durch diese Lieder wurden ihnen die Wahrheiten Gottes eingeprägt. Siehe Sprüche 23,29-35 ...

      Noch einen zweiten Grund zur Ablehnung fanden die jungendlichen Gefangenen: der König sprach vor den Mahlzeiten ein Gebet und sprach seine Götzen als Götter an ... Gemäß ihrer religiösen Unterweisung wurde durch diesen Akt das Essen und der Wein dem heidnischen Götzen geweiht. Daniel und seine drei Freunde hatten das Empfinden, dass sie den Gott des Himmels entehrten, wenn sie während eines solchen Götzenkultes am gleichen Tisch saßen ...

      Von dieser Entscheidung (siehe Daniel 1,8) hing viel ab. Man betrachtete sie als Sklaven, hatte sie aber wegen ihrer Intelligenz und ihres guten Aussehens besonders begünstigt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sie ihren Glauben verleugnen würden, wenn sie auch nur zum Schein am Tisch des Königs sitzen und von den Speisen essen oder den Wein annehmen würden, selbst wenn sie ihn nicht tranken ... Sie wollten nicht etwas Besonderes sein, aber es blieb ihnen gar keine andere Wahl. Andernfalls wäre ihr Verhalten an den Höfen Babylons korrupt gewesen, und sie wären beim Essen und Trinken noch ganz anderen Versuchungen ausgesetzt worden. Die schädlichen Einflüsse hätten ihren Schutzwall eingerissen; sie hätten Gott Schande bereitet und ihren Charakter ruiniert.
      Manuskript 122, 1897.


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    • Neu

      Gottes Wort ist die Grundlage der Charakterbildung, 16. Juni

      Da wandte sich Daniel an den Aufseher ... „Versuch es doch zehn Tage lang, uns nur Gemüse und Wasser zu geben. Danach vergleiche unser Aussehen mit dem der anderen jungen Männer, die von der Tafel des Königs essen. Und dann entscheide, was du in Zukunft mit uns tun willst.“Daniel 1,12.13 (Hfa).

      Daniel brachte sich in die richtige Beziehung zu Gott und zu seinen äußeren Umständen und Chancen. Er wurde als Gefangener nach Babylon gebracht und gemeinsam mit seinen Gefährten einem Ausbildungsprogramm unterzogen, das ihn auf den Dienst am Königshof vorbereiten sollte. Siehe Daniel 1,3.4. Essen und Trinken waren vorgeschrieben, doch wir lesen in der Bibel, dass er fest entschlossen war, sich weder mit der Nahrung des Königs noch mit dem Wein, den der König trank, zu verunreinigen. Siehe V. 5.8.

      Diese Entscheidung traf Daniel nicht übereilt ... Er sagte zu dem Aufseher, der für ihn und seine Gefährten zuständig war: „Versuch es doch mit uns ... Nach zehn Tagen sahen Daniel und seine Freunde sogar gesünder und kräftiger aus als alle anderen, die von den königlichen Speisen bekamen.“ V. 11.12.15 (Hfa).

      Aber das war noch nicht alles. Daniel und seine Gefährten suchten sich ihre Freunde nicht unter denen, die Werkzeuge des Fürsten der Finsternis waren. Sie schlossen sich nicht der Masse an, die Böses tat. Sie sicherten sich die Freundschaft des Aufsehers und zwischen ihm und ihnen gab es keine Spannungen. Sie fragten ihn um Rat und gleichzeitig lernte er von ihnen, weil sie sich so klug verhielten.

      Es war Gottes Absicht, diese jungen Leute in Babylon zu Kanälen des Lichts werden zu lassen. Satan war fest entschlossen, dieses Ziel zu vereiteln. Er wirkte auf die anderen Jugendlichen ein, die sich geweigert hatten, für Gott einzustehen, und weckte in ihnen Neid, so dass sie auf Daniel und seine Freunde eifersüchtig wurden.Auf seine Einflüsterungen hin legten sie Pläne, ihnen eine Falle zu stellen, die solche raschen und konsequenten Fortschritte in ihrer Erkenntnis machten ...

      Satan versuchte ihre Vernichtung herbeizuführen ... Sie aber studierten gewissenhaft das Wort Gottes, um den Willen Gottes kennen zu lernen. Durch den Glauben vertrauten sie darauf, dass der Eine, dem sie dienten, ihnen seinen Willen mitteilen wird. Gott belohnte ihr Vertrauen, indem er ihnen sein Wort eröffnete ...Sie machten das Wort Gottes zu ihrem Handbuch und betrachteten es als die Grundlage ihrer Charakterbildung. Damals hatten sie nur das Alte Testament ...

      Satan warf immer wieder seinen Schatten über ihren Weg, um ihre vom göttlichen Licht erleuchtete Sicht der Dinge zu verdunkeln und ihren Glauben und ihr Gottvertrauen zu mindern. Doch sie gaben Satan nicht nach. Der Herr gab ihnen Weisheit und Kraft, um mit ihm im Gebet die Oberhand zu gewinnen.
      Brief 34, 1900.


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      Eine falsche Wahl der Freunde hat böse Folgen, 17. Juni

      Und diesen vier jungen Leuten gab Gott Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit. Daniel aber verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art. Daniel 1,17.

      Du lebst nur einmal auf dieser Welt. Deshalb solltest du dir keine jungen Männer und Frauen zu Freunden wählen, die dich auf Irrwege führen. Wende dich von diesen Versuchern ab, denn sie sind Satans Helfer. Sie werden von ihm benutzt, um Menschen zu veranlassen, Gott Schande zu bereiten ... Räume dem Feind keinen Vorteil ein. Studiere die Geschichte von Daniel und seinen Gefährten. Obwohl sie in ihrer Umgebung von allen Seiten der Versuchung ausgesetzt waren, für sich selbst zu leben, ehrten und verherrlichten Daniel und seine Freunde Gott in ihrem täglichen Leben. Sie beschlossen, alles Böse zu meiden. Sie weigerten sich, freiwillig auf den Pfad des Feindes einzuschwenken. Und Gott belohnte ihre Standhaftigkeit und Treue mit reichen Segnungen.

      Jeder von uns gestaltet seine Zukunft selbst. Alle, die ein Leben anstreben, das vor Gott bestehen kann, müssen einen festen Standpunkt gegen die Verdorbenheit einnehmen, die sich wie eine Ekel erregende Seuche über die Welt ausbreitet. Sie müssen das Falsche zurückweisen und das Rechte wählen und jeder Versuchung tapfer widerstehen. Sie müssen kleine Versuchungen überwinden, dann werden sie stark genug, um große bestehen zu können.

      Manche sagen: „Du brauchst es in den Kleinigkeiten nicht so genau zu nehmen.“ Das Gewissen solcher Leute passt sich den Einflüsterungen des Bösen an, bis sie gelernt haben, so zu handeln, dass sie zu Satans Heer gehören. Von kleinen Fehlern werden sie zu großen Fehlern geführt ... Die niederen Triebe bekommen die Oberhand und halten den ganzen Menschen unter der Tyrannei satanischer Macht.Die hohen, edlen Ziele, an denen sich der Mensch früher orientiert haben mag, werden durch die Hemmungslosigkeit förmlich weggeschwemmt ...

      Tu dich mit Menschen zusammen, die auch treu zu Tugenden und zu Gott stehen.Sei lernbereit. Strebe die besten Leistungen an. Der Herr lobt entschlossene und ernsthafte Bemühungen, Wissen und Verständnis zu gewinnen, das dich für deinen Platz in der höheren Schule der himmlischen Höfe tauglich macht. Er freut sich über aufmerksame und fleißige Schüler ...

      Bete wie Daniel — dreimal am Tag, allein mit Gott (siehe 6,11). Bekenne jede Sünde, die du getan, und jeden Fehler, den du begangen hast ... Gott sagt: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr gesund werdet.“ Jakobus 5,16. Auf diese Weise errichtest du eine Trennmauer zwischen dir und der Sünde und lebst in Harmonie mit Gott. Er stellt sich dir als ein Gott vor, der deine ehrlichen Gebete hört und erhört. Er hat versprochen, dir zu vergeben und dich anzunehmen. Siehe 1.Johannes 1,9. Wie stark kann dich diese Gewissheit machen!„Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen“ — nahe, um sie zu erhören und zu segnen.
      Brief 134, 1901.


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      Gott gebührt die Ehre auch für Gedanken, die er uns eingibt, 18. Juni

      Da wurde Daniel dies Geheimnis durch ein Gesicht in der Nacht offenbart. Und Daniel lobte den Gott des Himmels. Daniel 2,19.

      Daniel suchte den Herrn [im Gebet], als das Urteil verkündet wurde, dass alle Weisen im Königreich Babylon hingerichtet werden sollten, weil sie dem König Nebukadnezar einen Traum, den er vergessen hatte, nicht erzählen oder deuten konnten. Er forderte nämlich nicht nur die Interpretation des Traumes, sondern verlangte auch, dass man ihm den Traum erzählte. Siehe Daniel 2,1-5 ...

      Die Magier hatten große Angst und zitterten. Sie erklärten, die Forderung des Königs sei unvernünftig, eine solche Leistung sei noch nie von jemandem verlangt worden. Der König wurde wütend und benahm sich wie alle Menschen, die viel Macht und wenig Selbstbeherrschung haben. Er beschloss, dass sie alle umgebracht werden sollten. Daniel und seine Freunde gehörten auch zu den Weisen. Deshalb sollten sie ihr Schicksal teilen. Siehe V. 10-13 ...

      Daniel erschien vor dem König und bat um Zeit. Siehe V. 16. Er wollte diese Angelegenheit vor den obersten Gerichtshof des Universums bringen, für dessen Urteil es keine Berufungsmöglichkeit gibt. Als seine Bitte erfüllt wurde, legte Daniel diese Sache seinen Gefährten vor, die sich mit ihm in der Anbetung des wahren Gottes zusammengetan hatten. Sie überlegten sorgfältig, dann knieten sie nieder und baten Gott, er möge ihnen die Kraft und Weisheit geben, die ihnen in ihrer großen Not weiterhelfen konnte. Siehe V. 17.18 ... Sie beugten sich in Reue und übergaben ihren Fall dem großen Weltenrichter. Mehr konnten sie nicht tun ... Gott aber handelte.

      Danach betete Daniel: „Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Väter, dass du mir Weisheit und Stärke verliehen und jetzt offenbart hast, was wir von dir erbeten haben; denn du hast uns des Königs Sache offenbart.“ V. 23 ...

      Daniel hatte die Gesinnung Jesu Christi, deshalb setzte er sich für das Leben der anderen Weisen von Babylon ein. Siehe V. 27. Die Nachfolger Christi tragen nicht die typischen Merkmale Satans, dem es Freude macht, die Geschöpfe Gottes zu kränken und zu betrüben. Sie haben den Geist ihres Meisters, der sagte: „Ich bin gekommen, um zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ Lukas 19,10 ...

      Arjoch brachte Daniel eilends hinein vor den König und sprach zu ihm: „Ich habe einen Mann gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem König die Deutung sagen kann.“ Daniel 2,25 ... Demütig und bescheiden bekannte Daniel, dass diese Weisheit nicht von ihm selbst stammte, sondern vom Gott des Himmels kam. Er sagte, dass ihm auch der Traum gezeigt worden sei, denn Gott habe sich um seine Diener gekümmert und wolle den König die Gedanken seines Herzens wissen lassen. Siehe V. 28-30;
      Brief 90, 1894.


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    • Neu

      Für Gott einstehen, wenn es darauf ankommt, 19. Juni

      Unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem Feuer und aus deiner Gewalt retten. Aber auch wenn er es nicht tut, musst du wissen, o König, dass wir nie deine Götter anbeten und uns nicht vor der goldenen Statue niederwerfen werden. Daniel 3,17.18 (Hfa).

      Nebukadnezars wunderbarer Traum führte zu einer markanten Änderung seiner Ideen und Meinungen. Siehe Daniel 2,47. Für kurze Zeit ließ er sich von der Ehrfurcht vor Gott beeinflussen. Aber sein Herz war noch nicht von Stolz, weltlichem Ehrgeiz und Geltungssucht gereinigt. Nachdem der erste Eindruck verblasst war, dachte er nur noch an seine eigene Größe und überlegte, wie er den Traum zu seiner eigenen Ehre umsetzen konnte.

      Die Worte „Du bist das goldene Haupt!“ (V. 38) hatten ihn am tiefsten beeindruckt.Er beschloss, eine Statue bauen zu lassen, die das Original weit übertraf. Dieses Standbild sollte nicht — wie das ihm gezeigte Bild — vom Kopf bis zu den Füßen immer minderwertiger werden (siehe V. 32.33), sondern ganz und gar aus dem wertvollsten Metall bestehen. Dadurch sollte das ganze Bild die Größe Babylons repräsentieren. Nebukadnezar beabsichtigte, dass durch diese prächtige Statue die Prophezeiung hinsichtlich der kommenden Reiche leichter aus seiner Erinnerung und der Erinnerung all derer schwinden sollte, die von dem Traum und seiner Deutung erfahren hatten. Aus seiner Kriegsbeute nahm Nebukadnezar Gold, „ließ ein goldenes [Stand-] Bild machen“ und befahl allen Offizieren und Beamten des Reiches, sich zur Einweihung des Bildes zu versammeln. Sobald das Orchester spielte, sollten sich alle niederwerfen und das Bild anbeten. Siehe Daniel 3,1.2.5 ...

      Der festgesetzte Tag kam. Beim Klang der Musik fiel die große Menschenmenge nieder und „betete das goldene Bild an“. V. 7. Doch die drei hebräischen jungen Männer Schadrach, Meschach und Abed-Nego (wir haben keinen biblischen Bericht darüber, ob Daniel bei dieser Gelegenheit anwesend war) machten dem Gott des Himmels keine Schande, indem sie sich vor diesem Götzenbild neigten. Dem König wurde von ihrer Weigerung berichtet. Siehe V. 12. Verärgert ließ er sie holen und versuchte, sie durch Drohungen dazu zu bringen, sich wie die vielen anderen vor dem Bild niederzuwerfen. Höflich, aber bestimmt erklärten sie, dass sie dem Gott des Himmels gehörten und daran glaubten, dass er die Macht habe, sie in dieser schweren Stunde zu bewahren. Siehe V. 13-18.

      Des Königs Zorn kannte keine Grenzen. Er befahl, den Ziegelofen siebenmal heißer zu machen als normal, und die hebräischen Verbannten wurden unverzüglich dort hineingeworfen. Die Flammen fauchten so grimmig, dass die Männer, die die Hebräer in den Ofen warfen, auf der Stelle verbrannten. Siehe V.19-22;
      Manuskript 110, 1904.


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      :greet:


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