Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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    • Die Autorität Gottes wurde beiseite gesetzt, 10. Januar

      [Gott sagte:] „Durch die Menge deiner Sünden ... hast du [Luzifer] deine Heiligtümer [d.h. dich selbst] entweiht.“ Hesekiel 28,18 (EB).

      Die Luzifer erwiesenen hohen Ehren wurden von ihm nicht als Gabe Gottes geschätzt und stimmten ihn nicht dankbar gegenüber seinen Schöpfer.Er brüstete sich mit seiner Herrlichkeit und erhabenen Stellung und strebte danach, Gott gleich zu sein. Siehe Jesaja 14,12-14. Die himmlischen Heerscharen liebten und ehrten ihn. Engel hatten Freude daran, seine Anordnungen auszuführen, und er war mehr als sie alle mit Weisheit und Herrlichkeit ausgestattet. Siehe Hesekiel 28,12. Doch der Sohn Gottes war der anerkannte Herrscher des Himmels, eins mit dem Vater in Macht und Gewalt.Siehe Johannes 10,30. An allen Ratschlüssen Gottes hatte Christus Anteil, während Luzifer es nicht gestattet war, auf diese Weise Gottes Absichten mitzubestimmen. „Warum“, so fragte sich dieser gewaltige Engel, „sollte Christus die Oberherrschaft haben? Warum wird er auf diese Weise höher geehrt als ich?“ Der große Kampf 498 [überarbeitet].

      Bis zum Ende des Kampfes im Himmel hörte der große Rebell nicht auf, sich zu rechtfertigen. Als verkündet wurde, dass er mitsamt seinen Sympathisanten vom Ort der Glückseligkeit verbannt werden müsse (siehe Offenbarung 12,9), gestand er offen seine Verachtung des Gesetzes Gottes ein. Er brandmarkte die göttlichen Gebote als Einschränkung ihrer Freiheit und erklärte seine Absicht, die Aufhebung des Gesetzes zu erreichen. Satan und seine Anhänger schoben einmütig die Schuld an ihrer Rebellion Christus zu und behaupteten, sie hätten nicht rebelliert, wenn sie nicht getadelt worden wären.

      Satans Erhebung soll dem ganzen Universum für alle Zeiten eine Lehre sein, denn sie zeugt unaufhörlich von der Natur und den schrecklichen Folgen der Sünde. Die Auswirkungen von Satans Herrschaft über Menschen und Engel machen deutlich sichtbar, welche Konsequenzen es hat, wenn Gottes Autorität beiseite gesetzt wird. Sie bezeugen, dass das Wohlergehen aller Geschöpfe Gottes untrennbar mit der Existenz seiner Herrschaft und seines Gesetzes verbunden ist. Auf diese Weise soll die Geschichte dieses furchtbaren Experimentes der Rebellion alle heiligen intelligenten Wesen davor schützen, über die Natur der Übertretung getäuscht zu werden, und sie davor bewahren zu sündigen und die Strafe dafür zu erleiden.

      Gott kann die Zeichen seiner wunderbaren Gnade und Liebe jederzeit von den Verstockten zurückziehen. Wenn die Menschen doch nur darüber nachdächten, wohin es führen muss, wenn sie Gott so undankbar sind und sein unendliches Geschenk an diese Welt — Christus — missachten. Wenn sie weiterhin lieber Gottes Gesetz übertreten als ihm zu gehorchen, werden schließlich die gegenwärtigen Segnungen und die große Gnade Gottes, die sie jetzt genießen, ohne sie zu schätzen, der Anlass für ihr ewiges Verderben sein.
      Manuskript 125, 1907; Sermons and Talks I, 388.389.

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    • Die Auseinandersetzung ins Gedächtnis zurückgerufen, 11. Januar

      [Gott sagte:] „Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine.“ Hesekiel 28,16.

      Ich ergänze gerade das Buch „Der große Kampf“, das auch die Geschichte von Satans Fall und dem Eintritt der Sünde in unsere Welt enthält. Ich habe jetzt eine viel lebendigere Vorstellung als jemals zuvor von dieser großen Auseinandersetzung zwischen Christus, dem Fürsten des Lichts, und Satan, dem Fürsten der Finsternis. Wenn ich die verschiedenen Winkelzüge Satans erkenne, mit denen er irrende Menschen in den Untergang führt und sie wie er selbst zu einem Übertreter des heiligen Gesetzes Gottes macht, wünsche ich mir, dass Gottes Engel auf die Erde herabkommen könnten, um dieses Thema in seiner umfassenden Bedeutung darzustellen.

      Es schmerzt mich besonders, wenn ich an die Menschen denke, die in voller Absicht von dem abweichen, was sie als wahr und richtig erkannt haben, und dem heiligen Gesetz Gottes ungehorsam sind. So wie Adam und Eva der Lüge Satans „Ihr werdet sein wie Gott“ (1.Mose 3,5) glaubten, so hoffen diese Menschen, dass sie durch ihren Ungehorsam eine höhere Ebene erreichen und irgendeine schmeichelhafte Position erringen. Das macht mir solchen Kummer, dass ich — während andere schlafen — viele Stunden im Gebet verbringe. Ich bete, Gott möge machtvoll eingreifen, damit die verhängnisvolle Täuschung entlarvt wird, der Menschen verfallen sind, und sie einfach zum Kreuz von Golgatha führen. Dann beruhige ich mich selbst mit dem Gedanken, dass all diese Menschen durch das Blut des Herrn Jesus erkauft worden sind.Siehe Offenbarung 5,9. Wir mögen diese Menschen lieben, doch Golgatha bezeugt, wie sehr Gott sie liebt. Siehe Johannes 3,16. Dieses Werk ist nicht unser Werk, sondern das des Herrn.

      Wir sind nur Werkzeuge in seinen Händen, die seinen Willen ausführen sollen — und nicht unseren. Wir sehen die Menschen, die dem Geist der Gnade Gehässigkeiten entgegenbringen, und zittern um sie. Wir sind traurig und enttäuscht, dass sie Gott und der Wahrheit nicht mehr treu sind, aber wir werden einen noch tieferen Kummer spüren, wenn wir an Jesus denken, der sie mit seinem eigenen Blut erkauft hat. Wir würden all unseren Besitz hingeben, um einen dieser Menschen zu retten, doch das können wir nicht.Wir würden sogar unser Leben opfern, um jemanden für die Ewigkeit zu retten, aber selbst dieses Opfer könnte das nicht bewirken.

      Das eine große Opfer ist durch das Leben, den Dienst und den Tod Jesu Christi gebracht worden. Siehe 1.Petrus 1,18.19. Über die Größe dieses Opfers sollten wir intensiv nachsinnen! Dann wären wir besser imstande zu begreifen, wie großartig die Erlösung ist.
      Testimonies for the Church V, 625.626.

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    • Die Bedeutung des Sabbats, 12. Januar

      So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 1.Mose 2,1.2.

      Menschliche Philosophie erklärt, dass es eine unbestimmte Zeitperiode in Anspruch nahm, um die Welt zu schaffen. Sagt Gott das so? Nein, er sagt: Der Sabbat „ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und meinem Volk". Denn in sechs Tagen [und nicht in sechs unbestimmten Zeitperioden, denn sonst könnten wir unmöglich den Tag heilig halten, der im vierten Gebot bestimmt ist] machte der HERR Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.“ 2.Mose 31,17. Bitte lest einmal sorgfältig [2.Mose 20] durch. Dort sagt Gott: „Gedenke [vergiss nicht] des Sabbattages, dass du ihn heiligst ... Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist und ruhte am siebenten Tag. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ 2.Mose 20,8.11.

      Obwohl sie die Aussprüche Gottes vor sich haben, verkünden Menschen, die angeblich Gottes Wort predigen, Annahmen des menschlichen Verstandes und Grundsätze und Gebote von Menschen. Durch ihre Traditionen setzen sie Gottes Gesetz außer Kraft. Die ausgeklügelte Theorie, dass die Entstehung der Welt eine unbestimmte Zeitperiode in Anspruch nahm, gehört zu Satans Lügen.Gott spricht mit den Menschen in einer Sprache, die sie verstehen können. Er behandelt dieses Thema nicht so vage, dass es die Menschen ihren Theorien anpassen können. Wenn der Herr erklärt, dass er die Welt in sechs Tagen erschuf und am siebten Tag ruhte, dann meint er damit Tage von 24 Stunden, die durch Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gekennzeichnet sind.

      Gott hätte die Missachtung des Sabbatgebotes niemals unter Todesstrafe gestellt (siehe 2.Mose 31,15), wenn er seinem Volk nicht vorher ein klares Verständnis des Sabbats gegeben hätte. Siehe 2.Mose 16,22-30 ... Als Gott das Fundament der Erde legte, legte er auch den Grund für den Sabbat. Siehe 1.Mose 2,1-3. Als „die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten“ vor Freude (Hiob 38,7), hielt Gott einen Ruhetag für Adam und Eva für wichtig — sogar im Paradies. Als er ihnen den Sabbat gab, berücksichtigte er ihre geistliche und körperliche Gesundheit.
      Gott erschuf die Welt in sechs buchstäblichen Tagen, und am siebten buchstäblichen Tag ruhte er von all seinen Werken und erquickte sich. Siehe 2.Mose 31,17. Demnach hat er den Menschen sechs Tage zum Arbeiten gegeben ... Indem Gott den Sabbat aussonderte, schenkte er der Welt ein besonderes Erinnerungszeichen. Er sonderte nicht einen Tag oder irgendeinen der sieben Tage aus, sondern einen ganz bestimmten Tag, nämlich den siebten Tag der Woche. Indem wir den Sabbat feiern, zeigen wir, dass wir Gott als den wahren, lebendigen Gott anerkennen, der Himmel und Erde geschaffen hat.
      Brief 31, 1898.

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    • Die erste Übertretung ist durch nichts zu rechtfertigen, 13. Januar

      So spricht der HERR: „... Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich bin‘s, dessen Hände den Himmel ausgebreitet haben und der seinem ganzen Heer geboten hat.“ Jesaja 45,11.12.

      Adam und Eva bekamen ihr Wissen direkt von Gott, denn sie hatten persönlichen Umgang mit ihm, und sie lernten etwas über ihn durch seine Werke. Alle geschaffenen Dinge waren in ihrer ursprünglichen Vollkommenheit ein Ausdruck der Gedanken Gottes. Für Adam und Eva wimmelte die Natur von göttlicher Weisheit. Doch durch ihre Übertretung des Gebotes Gottes wurden die Menschen vom direkten Kontakt mit Gott abgeschnitten und konnten nichts mehr von ihm lernen und zu einem gewissen Grad auch nicht mehr durch Gottes Werke ... Auf jeder Seite des großen Buches seiner geschaffenen Werke können wir immer noch seine Handschrift erkennen. Die Natur erzählt noch von ihrem Schöpfer. Aber in unserem gefallenen Zustand, mit geschwächten Kräften und eingeschränktem Wahrnehmungsvermögen sind wir unfähig, sie richtig zu deuten. Wir benötigen die umfassendere Selbstoffenbarung Gottes, die er uns in seinem Wort gegeben hat. Education 16.17; vergleiche Erziehung 15.

      Alle Wesen im Himmel nahmen freudigen Anteil an der Erschaffung der Welt und der ersten Menschen. Sie waren „zum Bilde Gottes“ geschaffen und sollten nach der Absicht des Schöpfers die Erde bevölkern. Siehe 1.Mose 1,27.28. Sie sollten in engem Kontakt mit dem Himmel leben und Stärke aus der großen Kraftquelle erhalten und in sich aufnehmen. Von Gott [am Leben] erhalten, sollten sie [ewig] sündlos leben. Siehe 1.Mose 3,22.

      Satan beschloss, Gottes Plan zu vereiteln. Wir brauchen nicht die Motive zu verstehen versuchen, die das Wesen, das Christus im Himmel am nächsten stand, antrieben, Neid und Eifersucht unter die Engel zu bringen. Er teilte seine Abneigung Gott gegenüber vielen mit, und es entstand ein Krieg im Himmel, der mit der Ausstoßung Satans und seiner Anhänger endete. Siehe Offenbarung 12,7-9. Wir brauchen unser Gehirn nicht mit der Suche nach einer Antwort auf die Frage zu strapazieren, warum Satan so handelte, wie er es tat.Könnte man einen Grund dafür finden, gäbe es eine Entschuldigung für die Sünde. Aber es gibt für sie keine Rechtfertigung. Und es gibt keinen Grund dafür, dass Menschen denselben Boden betreten wie Satan vor ihnen.

      Nachdem Satan aus dem Himmel geworfen war, beschloss er, sein Reich auf dieser Erde aufzurichten. Durch ihn kam die Sünde in die Welt und mit ihr der Tod. Siehe Römer 5,12. Weil Adam [und Eva] auf seine falsche Darstellung [des Wesens] Gottes hörten, verloren sie ihre hohe Stellung, und die Schleusen des Leides öffneten sich über unserer Welt.

      Es gibt keine Rechtfertigung für Adams Übertretung. All seine Bedürfnisse wurden reichlich gestillt. Mehr brauchte er nicht. Nur ein einziges Verbot wurde ihm auferlegt ... Dies benutzte Satan als Mittel, boshafte Gedanken einzuflüstern. Siehe 1.Mose 3,1.
      Manuskript 97, 1901.


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    • Auch im Paradies war Arbeit nötig, 14. Januar

      Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und [er] gebot dem Menschen und sprach: „... Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen.“ 1.Mose 2,15-17.

      Gott schuf Adam und Eva mit der Absicht, dass sie aktiv und nützlich sein sollten. Das heilige Paar wurde in das Paradies gebracht und war dort mit allem umgeben, was schön anzusehen war oder ihrer Ernährung diente. Siehe 1.Mose 2,8; 1,29. Ein herrlicher Garten wurde für sie in Eden angelegt. Darin standen stattliche Bäume aller Art, die nützlich waren oder dem Schmuck dienten. Blumen von seltener Schönheit in allen Farbtönen und Formen verströmten ihren Duft. Lustige Singvögel zwitscherten zum Lob des Schöpfers ihre fröhlichen Lieder.

      Das Paradies entzückte das sündlose Paar, aber das genügte nicht. Sie brauchten etwas, um ihren wundervollen Organismus in Bewegung zu bringen. Der sie geschaffen hatte, wusste auch, was ihnen gut tat. Hätte Nichtstun sie glücklich gemacht, hätte Gott sie in ihrem unschuldigen Zustand ohne Beschäftigung gelassen. Doch er wies ihnen ihre Arbeit zu, sobald er sie erschaffen hatte. Siehe 1.Mose 1,28. Sie sollten ihre Beschäftigung und ihr Glück darin finden, dass sie die Dinge pflegten, die Gott gemacht hatte. Siehe 1.Mose 2,15. Ihr Hunger wurde von den Früchten des Gartens mehr als gestillt.

      Geistige und körperliche Arbeit dient zu unserem Besten. Jede Fähigkeit des Denkens und jeder Muskel des Körpers hat seine bestimmte Aufgabe und sie müssen alle eingesetzt werden, damit sie sich entwickeln und ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Jedes Rädchen dieses lebendigen Mechanismus muss zum Laufen gebracht werden. Der ganze Organismus muss ständig bewegt werden, damit er leistungsfähig bleibt und das Ziel seiner Erschaffung erreicht. Manuskript 58, 1890.

      Christus wird als der zweite Adam bezeichnet. Siehe 1.Korinther 15,45. Rein und heilig, in enger Verbindung mit Gott, der ihn liebte, begann er am gleichen Ausgangspunkt wie Adam. Doch der erste Adam war in jeder Hinsicht in einer besseren Situation, als Christus es war. Ein liebevoller Gott hatte in Eden für das heilige Paar wunderbar vorgesorgt. Die Natur war rein und unverdorben.Früchte, Blumen und schöne, hohe Bäume gediehen im Garten Eden. Alles, was Adam und Eva brauchten, war im Überfluss vorhanden.

      Doch dann kam Satan und flößte Zweifel an Gottes Weisheit ein ... Eva fiel unter der Versuchung und Adam nahm die verbotene Frucht aus der Hand seiner Frau. Siehe 1.Mose 3,6. Er versagte bei der kleinsten Prüfung, die sich Gott ausdenken konnte, um seinen Gehorsam zu prüfen. Damit öffneten sich die Schleusen des Elends über unsere Welt ... „Durch den Ungehorsam des einen Menschen [sind] die Vielen zu Sündern geworden.“ Römer 5,19;
      Manuskript 20, 1898; Manuscript Releases VIII, 39.40.

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    • Versuchung wird manchmal als Vergnügen getarnt, 15.Januar

      Die Schlange ... fragte [Eva]: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“ 1.Mose 3,1 (Hfa).

      Um sein Vorhaben unauffällig zu Wege zu bringen, bediente sich Satan der Schlange als Werkzeug, eine Tarnung, die für seine Betrugsabsichten passte.Sie war damals eins der klügsten und schönsten Geschöpfe auf Erden. Sie hatte Flügel und während sie durch die Lüfte flog, erschien sie in blendender Helligkeit mit der Farbe und Brillanz polierten Goldes. In den reich beladenen Zweigen des verbotenen Baumes ruhend, labte sie sich an der köstlichen Frucht. Sie konnte also schon die Aufmerksamkeit eines Beobachters fesseln.So lauerte der Verderber im Garten des Friedens auf seine Beute.

      Die Engel hatten Eva davor gewarnt, sich bei ihrer täglichen Arbeit im Garten von ihrem Mann zu trennen. Mit ihm zusammen käme sie weniger in die Gefahr der Versuchung als allein. Aber sie war so in ihre angenehme Beschäftigung vertieft, dass sie sich unbewusst von seiner Seite entfernte. Als sie merkte, dass sie allein war, überkam sie eine Ahnung von der Gefahr. Aber sie verscheuchte ihre Befürchtungen. Besaß sie denn nicht genügend Klugheit und Kraft, das Böse zu erkennen und ihm zu widerstehen? Vergessen war die Warnung der Engel. Bald stand sie vor dem verbotenen Baum. Sie betrachtete ihn aufmerksam und mit einem Gemisch von Neugier und Staunen. Die Frucht war sehr schön, und Eva fragte sich, weshalb Gott sie ihnen wohl vorenthielte.

      Das war die Gelegenheit für den Versucher. Als ob er die Gedanken ihres Herzens erkennen könnte, sprach er sie an: „Ja, sollte Gott gesagt haben: ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“ 1.Mose 3,1. Eva war überrascht und erschrocken, als sie das Echo ihrer eigenen Gedanken hörte ...

      Auf die verführerische Frage des Versuchers erwiderte sie: „Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!“ Da sprach die Schlange zu Eva: „Ihr werdet keineswegs sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ 1.Mose 3,2-5 ...

      So hat es Satan seit Adams Tagen immer wieder gehalten und damit großen Erfolg gehabt. Er verleitet die Menschen dazu, Gottes Liebe und Weisheit zu bezweifeln, und möchte erreichen, dass ihr Geist dauernd in unehrerbietiger Neugier, in ruhelosem, forschenden Verlangen in die Geheimnisse göttlicher Macht und Weisheit einzudringen versucht. In ihrem Bemühen, das zu erforschen, was Gott nach seinem Willen vorenthalten hat, übersehen unendlich viele die Wahrheiten, die Gott offenbart hat und die für ihre Errettung notwendig sind. Patriarchen und Propheten 29-31 [ergänzt].

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    • Satan drängt: Verlass dich auf dich selbst! 16. Januar

      [Die Schlange sagte:] „Aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet — ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“ 1.Mose 3,5 (Hfa).

      Unsere Ureltern hörten auf den Versucher und verloren dadurch ihr schönes Heim in Eden. Satan traf mit seinen Versuchungen bei Eva auf offene Ohren; er spürte, dass sie geneigt war, dem Wort Gottes zu misstrauen ... Satan wollte ihnen die Übertretung des Gesetzes als wirklich segensreich erscheinen lassen und versuchte den Anschein zu erwecken, dass Gott ihnen etwas Großartiges vorenthielt, indem er ihnen verbot, die Frucht des einen Baumes zu essen. „Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet“, sagte er, „ihr werdet sein wie Gott“ — ihr werdet in Wissen und Macht wie Gott selbst werden. 1.Mose 3,5 (Hfa) ... Aber welch eine Öffnung [der Augen] war das! „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“ Dieses Wissen erwarben sie tatsächlich, aber was war das für eine Erkenntnis? Es war das Wissen um den Fluch der Sünde, das sie erlangten. Eva begehrte das Objekt, das Gott verboten hatte. Sie zeigte, dass sie ihm und seiner Güte misstraute, und offenbarte ihr Verlangen, unabhängig zu sein und das zu tun, was sie für das Beste hielt. Eva bot Adam die Frucht an und wurde dadurch zu seinem Versucher. Sie würde wie Gott sein, sich selbst Gesetz sein und keine Einschränkung dulden. Aber das, was anscheinend eine kleine Sünde war, machte sie zur Übertreterin des göttlichen Gesetzes ..

      Der Herr Jesus kam in unsere Welt und wurde von demselben Feind auf die Probe gestellt. Er ging über den gleichen Boden, auf dem Adam fiel, aber er blieb standhaft. Er widerstand dem Teufel und wurde für die Menschheit zum Überwinder. Satan kam mit maßgeschneiderten Versuchungen zu Christus und wollte ihn dazu verführen, die Pläne und das Gesetz Gottes in Frage zu stellen und eine unabhängige Stellung einzunehmen. Doch dem Versucher wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht! Christus ließ sich auf keine Debatte mit Satan ein. Er begegnete dem Feind Gottes mit dem Wort Gottes: „Es steht geschrieben.“ Siehe Matthäus 4,3-10.

      „Wisst ihr nicht, dass ... ihr nicht euch selbst gehört?“ 1.Korinther 6,19. „Gott hat einen hohen Preis bezahlt, um euch freizukaufen.“ V. 20 (Hfa). Und was für ein Preis das war: das Opfer Christi, um eine zugrunde gehende Welt zu retten ... Alle, die sich mit Christus verbunden haben, werden sich innerlich von der Welt distanzieren und absondern. Siehe 2.Korinther 6,17. Sie werden sich nicht aus eigener Entscheidung „in die Welt“ hineinbegeben. Siehe Johannes 17,16.18. Sie werden sich durch ihre Bekanntschaften nicht auf den Weg der Versuchung begeben. Sie werden sich nicht von den Maßstäben der Welt prägen lassen, sondern es vorziehen, in die Schule Christi zu gehen und von dem großen Lehrer zu lernen. Er lädt jeden Menschen ein: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken ... Lernt von mir.“ Matthäus 11,28.29; Manuskript 21, 1898.


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    • Eine Warnung vor falschem Wissen, 17. Januar

      Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann und auch er aß davon. 1.Mose 3,6 (Hfa).

      Es gibt ein falsches Wissen — das Wissen um das Böse und die Sünde, das durch die listige Strategie Satans in diese Welt gekommen ist. Das Streben nach diesem Wissen wird durch ungeheiligte Wünsche und Ziele angetrieben. Seine Lektionen haben einen hohen Preis und doch wollen viele nicht einsehen, dass sie sie besser nicht gelernt hätten ...

      In der Berufsausbildung wie auch auf allen anderen Gebieten sind egoistische, nur aufs Diesseits ausgerichtete Ziele gefährlich für die Seele. Im Unterrichtssystem werden viele Ideen befürwortet, die nicht von dem Heiligen stammen, der in der Ewigkeit wohnt, sondern von Menschen, die ihre gelehrten Studien zum Götzen machen und eine Wissenschaft anbeten, die Gott von der Bildung ausschließt. Doch weil diese Irrtümer in ein attraktives Gewand gehüllt sind, werden sie allgemein angenommen ...

      Es ist gut, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen. Doch der Erwerb dieses Wissens ist das Verlangen vieler, die sich Gott nicht geweiht haben und nicht daran denken, wie sie ihre Errungenschaften nutzen werden. Die Welt ist voller Männer und Frauen, die keinen Sinn dafür haben, dass sie Gott für die ihnen anvertrauten Gaben verpflichtet sind ... Sie streben nach Auszeichnung.Ihr Lebensinhalt ist die Jagd nach einer Spitzenstellung ..

      Manche Menschen wurden von Gott mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ausgestattet. Sie sind tiefe Denker, tatkräftig und gründlich. Doch viele von ihnen sind auf die Erreichung ihrer egoistischen Ziele versessen ohne Berücksichtigung der Ehre und Verherrlichung Gottes. Einige dieser Menschen haben das Licht der Wahrheit erkannt, doch weil sie sich selbst verehrten und Gott nicht zur obersten Priorität in ihrem Leben machten, sind sie von der biblischen Wahrheit abgewichen und skeptisch und ungläubig geworden.

      Wenn diese Menschen durch Gottes Züchtigung gehemmt werden und durch Not und Kummer veranlasst werden, nach ihrer früheren Denkungsart zu fragen, wird der Nebel des Skeptizismus aus ihrem Denken verschwinden.Einige von ihnen bereuen, kehren zur ersten Liebe zurück und lenken ihre Füße auf den Weg, den der Herr den Erlösten gebahnt hat ... Wenn es zu diesem erstaunlichen Wandel kommt, werden die Gedanken vom Geist Gottes in neue Bahnen gelenkt, der Charakter wird verändert und das Verlangen der Seele streckt sich nach himmlischen Zielen aus ... Die Gnade, die Christus verleiht, ... wird sie zum Kreuz Jesu führen, und sie werden aktive, hingebungsvolle und loyale Mitarbeiter Gottes sein, die zur Ausbreitung der himmlischen Wahrheit beitragen.

      Manuskript 52, 1900; Manuscript Releases XX, 40.41.
    • Es lohnt sich, die Gärten Eden und Gethsemane zu vergleichen, 18. Januar

      Durch Adams Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig; aber weil Jesus Christus gehorsam war, sollen alle von Gott freigesprochen werden. Römer 5,19 (Hfa).

      Das Leben Jesu Christi sollte gründlich durchdacht und ständig mit dem Wunsch studiert werden, die Gründe zu verstehen, die sein Kommen überhaupt nötig machten. Wir können die richtigen Schlüsse nur durch gründliches Erforschen der Heiligen Schrift ziehen. Dazu hat uns Christus aufgefordert, als er sagte: „Sie ist es, die von mir zeugt.“ Johannes 5,39. Beim Durchforschen der Bibel können wir den sittlichen Wert [und Nutzen] des Gehorsams entdecken im Kontrast zur Sündigkeit des Ungehorsams. „Wie durch den Ungehorsam eines Menschen die Vielen zu Sündern wurden, so werden durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.“ Römer 5,15.

      Studiert sorgfältig den Garten Eden mit seinem Schandfleck des Ungehorsams und vergleicht ihn mit dem Garten Gethsemane, wo der Erlöser der Welt übermenschliche Qualen litt, als die Sündenlast der ganzen Welt auf ihn gelegt wurde. Hört auf das Gebet des Gottessohnes: „Mein Vater, ist‘s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ Matthäus 26,39. Zum zweiten Mal betete er: „Mein Vater, ist‘s nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!“ V. 42. Er betete noch ein drittes Mal mit denselben Worten. Siehe V. 44. Hier [in Gethsemane] zitterte der geheimnisvolle Kelch in den Händen des Sohnes Gottes. Sollte er den blutigen Schweiß von seinem gequälten Gesicht wischen und die Menschheit einfach aufgeben? Ein schreckliches Bild erscheint vor seinem inneren Auge: das ganze Elend, der Jammer und Untergang einer verlorenen Welt.

      „Als er in ringendem Kampf war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.“ Lukas 22,44 (EB). „Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.“ V. 43. Der Konflikt ist ausgestanden; Jesus hat sich entschlossen seinen Vater zu ehren, indem er dessen Willen erfüllt und den Fluch auf sich nimmt, der als Folge der Sünde auf der Menschheit liegt. Siehe Galater 3,13. „Er wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“ Philipper 2,8 (EB). Dies war in Adams Ungehorsam enthalten und zeigt, was der Gehorsam des Gottessohnes für uns bedeutet ...

      Das Glück der Menschen hängt vom Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes ab. Siehe 5.Mose 28,1-14. Indem sie Gottes Geboten gehorchen, sind sie von einem Schutzwall umgeben, der sie gegen das Böse abschirmt. Niemand kann auf Dauer glücklich sein, der sich von Gottes konkreten Forderungen abwendet und einen eigenen Maßstab aufrichtet, von dem man meint, ihn gefahrlos befolgen zu können.
      Manuskript 1, 1892; Manuscript Releases VI, 336-338.

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    • Die Konsequenzen der Sünde, 19. Januar

      Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. 1.Mose 3,8.

      Adam dachte nicht über die Konsequenzen nach, die sein Ungehorsam nach sich zog. Er entschied sich nicht, Gott zu verachten und widersprach ihm in keiner Weise; er handelte einfach gegen Gottes ausdrückliches Gebot. Siehe 1.Mose 3,17. Wie viele machen heute dasselbe und ihre Schuld wiegt viel schwerer, weil sie das Beispiel von Adams Ungehorsam mit seinen schrecklichen Konsequenzen haben, das sie vor den Folgen der Übertretung des Gesetzes Gottes warnt. Sie haben also völlige Klarheit über dieses Thema und können deshalb auch ihre Schuld nicht rechtfertigen, wenn sie Gottes Autorität leugnen und ihm nicht gehorchen ...

      Adam gab der Versuchung nach. Die Sache mit der Sünde und ihren Konsequenzen ist vor uns klar ausgebreitet, und wir können von der Ursache auf die Wirkung schließen: Wir können erkennen, dass nicht die Größe und Bedeutung einer Handlung die Sünde ausmacht, sondern der Ungehorsam gegen Gottes ausdrücklichen Willen, der eigentlich eine Leugnung Gottes ist, weil man die Gesetze seiner Regierung ablehnt ... Das Gesetz des Egoismus wird aufgerichtet und das eigene Wollen an die erste Stelle gesetzt. Wenn einem der erhabene und heilige Wille Gottes vorgestellt wird, dem man gehorchen, und den man respektieren und ehren soll, dann möchte der menschliche Wille lieber tun, was ihm passt und seinen eigenen Antrieben folgen. Dadurch kommt es zum Konflikt zwischen dem Menschen und Gott.

      Der Sündenfall unserer Ureltern zerbrach die goldene Kette des unbedingten Gehorsams des menschlichen Willens gegenüber dem göttlichen. Gehorsam wurde nun nicht mehr als absolute Notwendigkeit angesehen. Die Menschen folgen ihren eigenen Vorstellungen, wie Gott schon über die Bewohner der alten Welt [vor der Sintflut] urteilte: „Alles Dichten und Trachten ihres Herzens war nur böse immerdar.“ 1.Mose 6,5. Der Herr Jesus erklärte dagegen: „Ich [habe] die Gebote meines Vaters gehalten.“ Johannes 15,10 (EB). Wie hat er das getan? Als ein Mensch! „Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun“, o Gott.Hebräer 10,9. Vor den Anklagen der Juden stand er mit seinem reinen, tugendhaften, heiligen Charakter und forderte sie mit der Frage heraus: „Wer von euch überführt mich einer Sünde?“ Johannes 8,46 (EB) ...

      Wir sollen Gott nicht als übernatürliche Wesen dienen, sondern mit der Natur, die wir haben und die der Sohn Gottes erlöst hat. Durch die Gerechtigkeit Christi werden wir begnadigt vor Gott stehen und so, als hätten wir nie gesündigt. Wir werden niemals Kraft aus der Überlegung schöpfen, was wir vollbringen könnten, wenn wir Engel wären. Vielmehr sollen wir uns im Glauben an Jesus Christus wenden und unsere Liebe zu Gott zeigen, indem wir seinen Geboten gehorchen. Siehe 1.Johannes 5,3;
      Manuskript 1, 1892; Manuscript Releases VI, 337-342.

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    • Die Ergebnisse des Widerstrebens gegen Gottes Pläne, 20.Januar

      „Warum hast du das getan?“, wandte sich der HERR an die Frau.„Die Schlange hat mich dazu verführt!“, verteidigte sie sich. 1.Mose 3,3 (Hfa).

      Gottes Absicht bestand darin, den Himmel [an Stelle der gefallenen Engel] mit den Menschen zu bevölkern, wenn sie sich als gehorsam gegenüber jedem seiner Worte erweisen. Adam musste auf die Probe gestellt werden, damit deutlich wurde, ob er treu wäre wie die loyalen Engel, oder ungehorsam sein würde. Hätte er diese Prüfung bestanden, hätte er seine Kinder gelehrt, nur Gott treu zu bleiben. Sein Verstand und seine Gedanken wären dem Verstand und den Gedanken Gottes ähnlich gewesen ...

      Satan, der gefallene Engelfürst, war neidisch auf Gott. Er beschloss, die Absicht Gottes durch Scharfsinn, Täuschung und Betrug zu durchkreuzen. Er begegnete Eva nicht als Engel, sondern in der Gestalt einer Schlange, geschickt, schlau und hinterlistig. Er sprach sie an mit einer Stimme, die von der Schlange zu kommen schien ... Als Eva zuhörte, verblassten die warnenden Hinweise, die Gott gegeben hatte. Sie gab der Versuchung nach, und als sie dann Adam versuchte, vergaß er ebenfalls Gottes Warnungen. Siehe 1.Mose 3,1-6. Er glaubte den Worten, die der Feind Gottes gesprochen hatte ... Die Lüge, die Satan Eva erzählt hat — „Keineswegs werdet ihr sterben!“ (V. 4, EB) — ist seit Jahrhunderten von einer Generation zur nächsten wiederholt worden. So hat Satan unsere Ureltern versucht, und so versucht er uns auch heute ...

      Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, und ein Engel „mit einem blitzenden Schwert bewachte den Weg zu dem Baum des Lebens“ (V.23.24) und versperrte so dem untreuen und ungehorsamen Paar den Zugang, damit die Gesetzesübertretung nicht verewigt wurde [indem sie ewig lebten, siehe V. 22]. Beachte diesen Punkt: Der Herr hatte zu dem gefallenen und ungehorsamen Adam nicht das gleiche Vertrauen wie zu Adam, als er noch loyal und treu war und von „jedem Wort [lebte], das aus dem Mund Gottes ausgeht.“ Matthäus 4,4 (EB) ...

      Adams und Evas Augen wurden tatsächlich geöffnet, aber wofür? Sie sahen ihre Schande und ihren Untergang, sie erkannten, dass sie das himmlische Lichtkleid verloren hatten, das ihr Schutz gewesen war. Ihre Augen wurden geöffnet, und sie sahen ihre Nacktheit als Frucht ihrer Gesetzesübertretung.Siehe 1.Mose 3,7 ...

      Alle, die heute Satan gestatten, sie als Werkzeuge zu benutzen, um andere zum Ungehorsam gegen Gottes Gebote zu verleiten, stehen unter Gottes Fluch.Wir sind nur dann sicher, wenn wir von ganzem Herzen einem „So spricht der Herr“ vertrauen. Das ist eine Erklärung der Wahrheit. Wer sich mit seiner angeblichen Weisheit und Erhöhung, aus welchen Motiven auch immer, von der Wahrheit abbringen lässt und sich auf selbst gewählte Pfade wagt, folgt einem falschen Führer, der ihn auf Irrwege leiten wird.
      Brief 91, 1900.

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    • Die Sünde erzwang eine Änderung der Pläne Gottes, 21.Januar

      Zur Frau aber sagte Gott: „... Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird über dich herrschen.“ Und zum Mann sagte Gott: „... Deinetwegen ist der Acker verflucht. Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren dein Leben lang.“ 1.Mose 3,16.17 (GNB).

      Eva traf die Ankündigung, dass Leid und Schmerz hinfort ihr Teil sein sollten. Und der Herr sprach: „Dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein.“ 1.Mose 3,16. Bei der Erschaffung hatte Gott sie dem Adam gleichgestellt. Wären beide Gott gehorsam geblieben — in Übereinstimmung mit seinem großen Gesetz der Liebe —, hätten sie miteinander in Einklang leben können. Aber die Sünde brachte Uneinigkeit. So konnte nur die Unterordnung des einen ihre Eintracht bewahren.

      Eva war die erste bei der Übertretung gewesen. Als sie sich entgegen der göttlichen Weisung von ihrem Gefährten trennte, geriet sie in Versuchung. Als sie ihn dazu überredete, sündigte auch Adam, und nun wurde sie ihrem Mann unterstellt. Und dennoch hätte dieses Urteil, auch wenn es aus den Folgen der Sünde erwuchs, für das gefallene Menschengeschlecht ein Segen werden können, wenn die im göttlichen Gesetz verankerten Grundsätze befolgt worden wären. Aber der Mann missbrauchte diese ihm übertragene Vorrangstellung.Das machte das Los der Frau nur all zu oft bitter und ihr Leben zur Last.

      Im Garten Eden, ihrem Heim, war Eva an der Seite ihres Mannes vollkommen glücklich gewesen. Aber wie die ruhelosen Evas der Gegenwart lebte sie in der hoffnungsvollen Erwartung, in einen höheren Wirkungskreis aufzusteigen, als der war, den Gott für sie bestimmt hatte. Bei dem Versuch, sich über ihre ursprüngliche Stellung zu erheben, fiel sie tief unter sie hinab ...

      Zu Adam sprach der Herr: „Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen — ... Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ 1.Mose 3,17-19.

      Es war nicht Gottes Wille, dass das sündlose Paar etwas vom Bösen erfahren sollte. Freigebig hatte er ihnen Gutes gewährt und das Böse vorenthalten. Aber gegen sein Wort hatten sie von dem verbotenen Baum gegessen und würden es ihr Leben lang tun, damit aber auch die Kenntnis des Bösen behalten. Von nun an würde das Menschengeschlecht von Satan angefochten werden. Statt Freude an der Arbeit, wie Gott es wünschte, sollten Sorge und Mühsal, Enttäuschung, Kummer, Schmerz und schließlich der Tod ihr Los sein.
      Patriarchen und Propheten 35.36.

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    • Gott kündigte Satan sein Schicksal an, 22. Januar

      Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: „... Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe.“ 1.Mose 3,14.15.

      Zwischen den guten und den bösen Mächten, den treuen und den abgefallenen Engeln, tobt ein Kampf. Christus und Satan stimmen nicht überein und sie werden es auch nie. In jedem Zeitalter hat die wahre Gemeinde Gottes einen entschlossenen Kampf gegen die Werkzeuge Satans geführt. Bis zum Ende der Auseinandersetzung wird dieser Kampf weitergehen — zwischen den bösen Engeln und bösen Menschen auf der einen Seite und den heiligen Engeln und treuen Gläubigen auf der anderen Seite.

      Die Auseinandersetzung wird noch heftiger werden, je näher wir dem Ende kommen. Menschen, die mit Satans Helfern zusammenarbeiten, werden vom Herrn als „Kinder des Teufels“ bezeichnet. 1.Johannes 3,10. Natürlicherweise gibt es keine Feindschaft zwischen gefallenen Engeln und gefallenen Menschen, denn beide sind boshaft. Böse Engel und böse Menschen sind in einer verzweifelten Allianz gegen das Gute verbunden. Satan wusste: Wenn es ihm gelang, die Menschen ebenso zu verleiten wie die Engel, sich seiner Rebellion anzuschließen, hatte er eine starke Streitmacht auf seiner Seite, mit deren Unterstützung er den Aufstand fortsetzen konnte. Im Heer des Bösen gibt es Mißtöne und Uneinigkeit, aber im Kampf gegen den Himmel sind sie fest miteinander verbündet. Ihr Ziel ist es, Gott zu entmachten, und weil sie so viele sind, hegen sie die Hoffnung, den Allmächtigen tatsächlich entthronen zu können.

      Als Adam und Eva in den Garten Eden gebracht wurden, waren sie unschuldig und sündlos, in ungetrübter Harmonie mit Gott. In ihren Herzen herrschte keine natürliche Feindschaft. Doch als sie ungehorsam wurden, war ihre Natur nicht länger sündlos. Sie wurden böse, weil sie sich auf die Seite des gefallenen Feindes gestellt und genau das getan hatten, was Gott ihnen verboten hatte. Hätte Gott hier nicht eingegriffen, hätten die gefallenen Menschen eine feste Allianz mit Satan gegen den Himmel geschlossen. Doch dann sagte Gott: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ 1.Mose 3,15. Da wusste Satan, dass irgendeine Vorkehrung getroffen wurde, um die gefallenen Menschen in eine günstigere Lage zu stellen, so dass ihre Natur zur Frömmigkeit erneuert werden konnte — und das, obwohl es ihm gelungen war, die Menschen zur Sünde zu verführen, seiner Lüge zu glauben und Gott anzuzweifeln. Er begriff, dass seine verführerischen Aktionen auf ihn selbst zurückwirken und er so gestellt werden würde, dass er unmöglich der Sieger werden konnte ... Gott versprach, ein neues Prinzip in die Herzen der Menschen einzupflanzen: einen Hass gegen Sünde, Täuschung, Heuchelei und alles, was Satans Merkmale von Hinterlist trägt.
      Manuskript 72, 1904.

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    • Feindschaft zwischen Christus und Satan, 23. Januar

      Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: „... Ich will Feindschaft setzen zwischen ... deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ 1.Mose 3,14.15.

      Der Herr sagte über Satan, „die alte Schlange“ (Offenbarung 12,9), dass er Christus „in die Ferse stechen“ würde, doch Christus sollte ihm „den Kopf zertreten“. Gott sei Dank — Satan kann den Kopf nicht anfassen. Der Apostel Paulus sagte: „Also diene ich nun selbst mit dem Sinn Gottes Gesetz.“ Römer 7,25 (EB). Der Verstand und das Herz sind dem Dienst Christi verschrieben, während Satan Menschen und gefallene Engel angeworben hat, die sich seiner Truppe angeschlossen haben, um sich gegen das Gute zu verbünden. Sie können nur „in die Ferse stechen“, während die Standhaften, die Gottes Gesetz verteidigen, den Kopf Satans verwunden, wenn er gerade zu triumphieren scheint, indem er sie quälen und töten lässt.

      Diese vorhergesagte Feindschaft zwischen Satan und Christus reicht sehr weit. Es ist die Fortsetzung des ungelösten Konflikts zwischen Christus und seinen Nachfolgern und Satan mit seinen Engeln und gefallenen Menschen, die sich in einer verzweifelten Allianz verbünden, um die Nachfolger Christi am Ende der Geschichte zu beschimpfen, zu verletzen, zu verwunden und schließlich auszurotten. Diese Auseinandersetzung zwischen Satan und Christus wurde hier auf dieser Erde ausgetragen. Satan kränkte den Sohn Gottes unaufhörlich und weckte im Denken der Menschen Vorurteile gegen ihn. Nicht nur die Lehren und Worte Christi wurden entstellt, missdeutet und in ihrer Bedeutung verdreht, sondern überallhin folgten ihm Unwahrheiten.Die falschen Darstellungen, die die IIohenpriester, Pharisäer und Sadduzäer ihren Zuhörern in die Ohren bliesen, weckten die übelsten Leidenschaften von Ehebrechern, Unzüchtigen und Betrügern und erregten brennende Vorurteile, die es Jesus beinahe unmöglich machten, die dreieinhalb Jahre seines öffentlichen Dienstes auf dieser Erde durchzustehen.

      Warum also sollten jene, die Gottes Wahrheit in die Welt tragen, entmutigt und verzagt sein? Christus sagte: „Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.“ Johannes 15,18. Ihr seid „nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ Johannes 17,16. Sie werden „euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden um meinetwillen.“ Matthäus 5,11 (EB). „Es kommt die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit. Und das werden sie darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen.“ Johannes 16,2.3.

      Satans Boshaftigkeit erreichte ihren Höhepunkt, als der Herr der Herrlichkeit gekreuzigt wurde. Wir müssen damit rechnen, dass in unserer Zeit die Herzen der Menschen offen sein werden für Vorurteile und die Unwahrheiten, boshaften Missdeutungen und Verleumdungen jener, die diese Art satanisches Vorgehen lieben. Das ist eine Weisheit von unten. Sie wurde in der Hölle geboren, und ihre Wirkungen werden genauso aussehen wie zur Zeit Christi.
      Manuskript 55, 1886.

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    • Die Engel staunten über Gottes Rettungsplan, 25. Januar

      Alle Engel sind nur Wesen, die Gott dienen. Er sendet sie aus, damit sie allen helfen, denen er Rettung und Erlösung schenken will. Hebräer 1,14 (Hfa).

      Der Plan, durch den die Errettung des Menschen einzig möglich war, schloss mit seinem unendlichen Opfer den ganzen Himmel ein. Die Engel empfanden keine Freude, als Christus ihnen den Erlösungsplan darlegte, denn sie begriffen, dass er ihrem geliebten Gebieter unaussprechliches Leid bringen musste. Erstaunt und bekümmert lauschten sie, als er ihnen sagte, dass er aus des Himmels Reinheit und Frieden, seiner Freude und Herrlichkeit und seinem unsterblichen Leben hinabsteigen und in Berührung kommen müsse mit der Erniedrigung der Erde, um Schmerz, Schande und Tod zu erleiden.

      Er sollte zwischen den Sünder und dessen Strafe treten, doch würden ihn nur wenige als den Sohn Gottes aufnehmen. Dazu müsse er seine hohe Stellung als Herr des Himmels aufgeben, auf Erden erscheinen, sich als Mensch demütigen, damit er durch eigene Erfahrungen die Sorgen und Versuchungen der Menschenkinder kennen lernte. Dies alles sei notwendig, damit er denen helfen könne, die versucht werden. Siehe Hebräer 2,18.

      Wenn seine Sendung als Lehrer beendet sein würde, müsse er den Händen gottloser Menschen ausgeliefert und jeder Beschimpfung und Quälerei ausgesetzt werden, zu denen Satan sie anstiften könnte. Er müsse als schuldiger Sünder zwischen Himmel und Erde hängen und den grausamsten Tod sterben. Die Stunden seines Todeskampfes würden so schrecklich sein, dass die Engel ihr Antlitz verhüllen müssten, weil sie den Anblick nicht ertragen könnten. Er habe Seelenangst zu erdulden, der Vater würde sein Angesicht verbergen, während die Strafe der Übertretung, die Sündenlast der ganzen Welt, auf ihm läge.

      Die Engel fielen vor ihrem Herrn nieder und boten sich als Opfer für die Menschen an. Aber ihr Leben genügte nicht, die Schuld zu bezahlen. Nur er, der die Menschen schuf, hatte auch die Macht, sie zu erlösen. Doch sollten die Engel am Erlösungsplan tätigen Anteil haben. Christus sollte „eine kleine Zeit niedriger ... als die Engel“ sein, auf dass er „... für alle den Tod schmeckte“.Hebräer 2,9. Er sollte Mensch werden, darum würde seine Kraft jener der Engel nicht gleichen. Dann sollten sie ihm dienen, ihn stärken und ihm in seinen Leiden Linderung schaffen. Sie sollten „dienstbare Geister“ sein, „ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen“. Hebräer 1,14. Ihre Aufgabe sollte sein, die Frommen vor dem Einfluss böser Engel zu schützen und vor der Finsternis zu bewahren, die Satan ständig um sie her verbreitet ...

      Christus versicherte den Engeln, dass er durch seinen Tod viele loskaufen und den, „der Gewalt über den Tod hatte“ (Hebräer 2,14), vernichten würde.
      Patriarchen und Propheten 41.42.


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    • Nur Christus konnte die Sünde sühnen, 24.Januar

      Denkt daran, was es Gott gekostet hat, euch aus der Sklaverei der Sünde zu befreien ... Christus hat euch losgekauft, aber nicht mit Geld, sondern mit seinem eigenen kostbaren Blut, das er als unschuldiges, reines Lamm Gottes für uns geopfert hat. 1.Petrus 1,18.19 (Hfa).

      Der ganze Himmel trauerte über den Fall des Menschen. Die von Gott geschaffene Welt war vom Fluch der Sünde getroffen und ihre Bewohner zu Schmerz und Tod verurteilt. Es schien kein Entrinnen für die Gesetzesübertreter zu geben. Die Engel hielten inne bei ihren Lobgesängen. In den himmlischen Höfen wurde das Verderben beklagt, das durch die Sünde bewirkt worden war.

      Gottes Sohn, der erhabene Himmelsfürst, war von Mitleid für das gefallene Geschlecht erfüllt. Sein Herz wurde von unendlichem Erbarmen bewegt, wenn er an die Leiden der verlorenen Welt dachte. Aber Gottes Liebe hatte schon einen Plan für die Erlösung der Menschen ersonnen. Die Übertretung des göttlichen Gesetzes forderte das Leben des Sünders. Im gesamten Weltall aber gab es nur einen, der diesen Forderungen zugunsten des Menschen genügen konnte. Da Gottes Gesetz so heilig ist wie er selbst, konnte nur ein Wesen, das Gott gleich war, für die Übertretung sühnen. Niemand außer Christus war imstande, den gefallenen Menschen vom Fluch des Gesetzes loszukaufen und ihn wieder mit dem Himmel in Einklang zu bringen.Christus wollte Schuld und Schande der Sünde auf sich nehmen, die für einen heiligen Gott so beleidigend war, dass sie Vater und Sohn trennen musste ...

      Er setzte sich vor dem Vater für die Sünder ein. Lange verweilten beide in geheimnisvoller Unterredung und hielten den „Rat des Friedens“ (Sacharja 6,13, EB) für die gefallenen Menschenkinder. Das Heer des Himmels erwartete das Ergebnis mit so lebhafter Anteilnahme, dass Worte sie nicht auszudrücken vermögen. Der Erlösungsplan war zwar schon vor der Erschaffung der Erde gelegt worden, denn Christus ist „das Lamm, das erwürgt ist von Anfang der Welt.“ Offenbarung 13,8. Doch bedeutete es selbst für den König des Weltalls einen Kampf, seinen Sohn für das schuldig gewordene Geschlecht in den Tod zu geben. [Johannes 3,16 zitiert] ... Welch ein Geheimnis ist die Erlösung! Gott liebt eine Welt, die ihn nicht liebte!Wer kann die Tiefen dieser Liebe ermessen, die „alle Erkenntnis übertrifft“? Epheser 3,19 ...

      Gott offenbarte sich in Christus und „versöhnte in Christus die Welt mit ihm selber“. 2.Korinther 5,19. Der Mensch war durch die Sünde so entartet, dass er aus eigener Kraft nicht wieder mit dem in Übereinstimmung kommen konnte, dessen ganzes Wesen Reinheit und Güte ist. Aber nachdem Christus den Menschen von der Verdammnis des Gesetzes erlöst hatte, konnte er göttliche Kraft schenken, um das menschliche Bemühen zu unterstützen. So wurde es für Adams gefallene Kinder durch Reue und Glauben an Christus wieder möglich, „Gottes Kinder“ zu werden. Vgl.1.Johannes 3,2.
      Patriarchen und Propheten 40.41.

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    • Gefallene Menschen können mit Gott eins werden, 26.Januar

      Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen. Siehe, Neues ist geworden. 2.Korinther 5,17 (EB).

      Die Menschen haben ihre Verbindung mit Gott zertrennt. Ihre Seelen wurden durch das tödliche Gift der Sünde gelähmt und kraftlos. Aber dann hallte eine Ankündigung durch die himmlischen Höfe: „Ich habe ein Sühnopfer gefunden! Ein göttliches Leben wird als Lösegeld für die Menschheit gegeben.Einer, der dem Vater gleich ist, ist der Stellvertreter der Menschen geworden.“ ... Gott schenkte ihnen seinen einzigartigen Sohn, damit sie Teilhaber der göttlichen Natur werden können (siehe 2.Petrus 1,4), indem sie das Heilmittel gegen die Sünde annehmen und die göttliche Gnade Christi in ihrem Leben wirken lassen ... Gefallene Menschen können mit Gott eins werden, indem sie die Kraft Gottes in Anspruch nehmen, die in ihre Reichweite gestellt wurde. Um uns den Segen des ewigen Lebens zu geben, kam Christus in die Welt.

      „Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie für das Gericht festgehalten werden.“ 2.Petrus 2,4. Das Element des Bösen, das durch die ersten gefallenen Engel in den Himmel eingeführt wurde, wird dort nie wieder hineinkommen dürfen. Aber solange wir auf dieser Erde leben, werden wir dem Bösen begegnen und müssen dagegen ankämpfen. Um jeden Menschen tobt ein Kampf. Alle, die sich dafür entscheiden, ihren Eigenwillen durchzusetzen und sich weigern, zum Weg des Herrn bekehrt zu werden, wird Satan in seinem Dienst benutzen. Das Wissen, das sie über göttliche Dinge erworben haben, wird dann mit dem Wissen verbunden, das Satan benutzt, um seine Seite im großen Kampf zu stärken ...

      Bei Christus herrscht Gnade im Überfluss und jene, die sich auf die Seite des Erlösers stellen, werden zu neuen Geschöpfen. Siehe 2.Korinther 5,17 (EB). Sie werden im Charakter mit Gott eins. Darin besteht die Liebe! Der Sohn Gottes pflanzt die Tugenden seines Charakters in alle ein, die ihn in ihr Leben aufnehmen. Durch sein grenzenloses Opfer erhebt er die Menschheit aus der Stellung von Sklaven Satans und macht Männer und Frauen zu Söhnen und Töchtern des himmlischen Königs. Siehe Johannes 8,34-36 ...

      Christus kam, um für die gefallene Menschheit zu leiden, denn Satan prahlte damit, dass niemand seinen Machenschaften widerstehen und in dieser Welt ein makelloses Leben führen könne. Der Erlöser nahm die menschliche Natur an, unterwarf sich allen Versuchungen, von denen Menschen bedrängt werden, und überwand sie auf jedem Gebiet. Siehe Hebräer 4,15. Der Bericht seines Lebens wurde der Welt gegeben, damit niemand an der Macht der Gnade Gottes zweifeln muss. Für jeden Menschen, der nach einem vollkommenen christlichen Charakter strebt, wird diese Welt zu einem Schlachtfeld, auf dem der Kampf zwischen Gut und Böse ausgefochten wird.Und jeder, der Christus vertraut, wird den Sieg erlangen.
      Brief 38, 1907.

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    • Sucht nicht die Weisheit der Narren, 27. Januar

      Und Gott der HERR sprach: „Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was Gut und Böse ist.“ 1.Mose 3,22.

      In jedem Zeitalter hat die Menschen ihre Neugier getrieben, nach dem „Baum der Erkenntnis“ zu suchen. Oft meinen sie, dass sie eine bedeutungsvolle Frucht pflücken. Hinterher stellen sie wie damals Salomo fest, dass dies Eitelkeit und Nichtigkeit war im Vergleich mit jener Wissenschaft wahrer Heiligkeit, die ihnen die Tore der Stadt Gottes öffnen wird. Siehe Prediger 2,15.16. Der menschliche Ehrgeiz sucht nach einer Art von Erkenntnis, die ihm Ehre, Selbsterhöhung und Vorherrschaft sichert. So hat Satan auch auf Adam und Eva eingewirkt, bis sie Gottes Einschränkung zerrissen. Damit begann ihre Ausbildung beim Lehrer der Lüge, die ihnen das Wissen vermittelte, das Gott ihnen verweigert hatte: die Folgen der Übertretung kennenzulernen.

      Die Menschen hatten eine praktische Erkenntnis des Bösen, aber Christus kam in diese Welt, um ihnen zu zeigen, dass er für sie den Baum des Lebens gepflanzt hat, dessen „Blätter zur Heilung der Völker dienen“. Offenbarung 22,2.

      Die ganze Gnadenzeit ist eine Phase, in der die Menschen geprüft und erprobt werden; doch alle, die Christus gehorchen, werden die Worte des inspirierten Johannes an sich erfahren: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Johannes 1,12. Der Herr Jesus kam, um jeden ernsthaften Wahrheitssucher zu stärken und um den Vater zu offenbaren. Er ließ nicht zu, dass irgendetwas sein Denken von dem großen Werk ablenkte, in Männern und Frauen das moralische Bild Gottes wiederherzustellen. Und jeder Mensch muss erkennen, dass die große und vordringliche Aufgabe seines Lebens darin besteht, diese Gottähnlichkeit zu empfangen und den Charakter auf das zukünftige Leben vorzubereiten ...

      Satan ist ständig darum bemüht, die Wahrheiten zu verdunkeln, die für das Wohlergehen der Menschheit lebenswichtig sind, indem er den Gehorsam gegenüber Gottes Geboten als unwichtig darstellt und unklar macht. Dabei müssen doch die gefallenen Menschen zum Gehorsam Gott gegenüber zurückkehren und in Gemeinschaft mit Gott wandeln wie es einst Henoch tat.Siehe 1.Mose 5,22-24. Gott wird allen Menschen helfen, dass zu erreichen, wenn sie ihre Lektionen aus seinem Wort lernen ...

      Satan möchte das Gehirn mit Eindrücken so überfluten, dass keine Zeit bleibt darüber nachzudenken, was man mit dem erworbenen Wissen anfangen will, wie die Qualität der Ausbildung ist oder ob diese Studien derart sind, auch eine größere Erkenntnis über Gott und Jesus Christus zu vermitteln, der von ihm gesandt wurde. Siehe Johannes 17,3. Wenn ihre Ausbildung dem Maßstab der Welt entspricht und sie nach Wissen streben, um in der Welt als groß und gebildet zu gelten, werden sie von Gott als Narren bezeichnet.
      Manuskript 67, 1898.

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    • Die Hoffnung verzögert, aber nicht ausgelöscht, 28.Januar

      Aber zu der von Gott festgesetzten Zeit sandte er seinen Sohn zu uns ... Er sollte uns befreien ... damit Gott uns als seine Kinder annehmen konnte. Galater 4,4.5 (Hfa).

      Das Kommen des Heilandes wurde bereits im Garten Eden vorhergesagt.Siehe 1.Mose 3,15. Als Adam und Eva zum ersten Mal die Verheißung hörten, warteten sie auf ihre rasche Erfüllung. Voller Freude empfingen sie ihren erstgeborenen Sohn in der Hoffnung, dass er der Erlöser sein möchte. Doch die Erfüllung dieser Verheißung ließ auf sich warten. Jene, die sie zuerst empfingen, starben, ohne erlebt zu haben, dass sie sich erfüllt hätte. Von den Tagen Henochs an wurde diese Verheißung durch Patriarchen und Propheten weitergegeben und die Hoffnung auf seine Erscheinung am Leben erhalten, und dennoch kam er nicht. Erst die Weissagung Daniels offenbarte den Zeitpunkt seines Kommens (siehe Daniel 9,24-27), doch nicht alle verstanden, diese Botschaft richtig zu deuten ... Die Hand der Unterdrücker lastete schwer auf Israel und viele sprachen nun: „Es dauert so lange, und es wird nichts aus der Weissagung.“ Hesekiel 12,22.

      Wie die Gestirne unbeirrbar ihre ewige Bahn ziehen, so erfüllen sich auch die Absichten Gottes. Vor langer Zeit hatte der Herr durch die Symbolik einer großen Finsternis und eines rauchenden Ofens Abraham die Knechtschaft Israels in Ägypten kundgetan und dabei seinem Diener erklärt, dass ihr Aufenthalt dort 400 Jahre währen würde; danach aber sollten sie „ausziehen mit großem Gut“. Siehe 1.Mose 15,13-17. Das stolze Reich der Pharaonen bekämpfte leidenschaftlich diese Verheißung Gottes. Doch vergebens; denn als die Zeit der Erfüllung gekommen war, „an eben diesem Tage zog das ganze Heer des Herrn aus Ägyptenland“. 2.Mose 12,41. Mit der gleichen Sicherheit war im Rate Gottes auch die Zeit des ersten Advents Christi bestimmt worden.Als die Weltenuhr diese Stunde anzeigte, wurde Jesus in Bethlehem geboren.

      „Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn.“ Galater 4,4. Er hat in seiner Vorsehung die Bewegungen der Völker, die Wogen menschlicher Bestrebungen und Einflüsse gelenkt, bis die Welt für das Kommen des Erlösers reif war. Damals waren die Völker unter einer Herrschaft vereinigt; sie redeten allgemein eine Sprache [Griechisch], die auch überall als Schriftsprache galt.Von weither kamen die zerstreut wohnenden Juden nach Jerusalem, um gemeinsam die jährlichen Feste zu feiern. So konnten sie auch nach der Rückkehr in ihre Heimatorte überall die Kunde von der Ankunft des Messias verbreiten ...

      Während nur wenige die Sendung Christi wirklich verstanden, war die Erwartung weit verbreitet, dass er als mächtiger Fürst kommen werde, um in Israel sein Reich aufzurichten und den Völkern die ersehnte Freiheit zu bringen.
      Das Leben Jesu 23.24.26.

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    • Treue zu Gott erregt die Wut der Boshaften, 29. Januar

      Abels Opfer nahm der Herr an, das von Kain aber nicht. 1.Mose 4,4.5 (Hfa).

      Der Herr gab Kain und Abel genaue Anweisungen über die Opfer, die sie ihm bringen sollten. Abel, der Schafhirte war, gehorchte dem Befehl Gottes und brachte ein Lamm als Brandopfer. Siehe 1.Mose 4,2.4. Dieses geschlachtete Lamm war ein Symbol für „das Opferlamm Gottes, das die Schuld der ganzen Welt wegnimmt“. Johannes 1,29 (GNB). Kain opferte die Früchte des Ackers, die er selbst gezogen hatte. Siehe 1.Mose 4,3. Er wollte sich nicht von Abel abhängig machen, um ein Opfertier zu bekommen, und ging deshalb nicht zu ihm. Er hielt seine eigene Leistung für vollkommen und diese brachte er Gott dar ...

      Kain unterhielt sich mit Abel über ihre Opfer und beschuldigte Gott der Parteilichkeit, [weil er sein Opfer nicht gnädig ansah. Siehe V. 5]. Abel setzte sich bei seinem Bruder [für Gott] ein und wiederholte ihm exakt die Worte, mit denen Gott ihnen die geforderten Opfer beschrieben hatte. Kain fühlte sich provoziert, weil sich sein jüngerer Bruder wagte, ihn zu belehren. Er ließ es zu, dass sich sein Herz mit Neid und Eifersucht füllte. Er hasste seinen Bruder, weil der ihm vorgezogen worden war. Als Kain weiter über diese Sache nachdachte, wurde er noch wütender. Er erkannte seinen Fehler, denn er hatte an Stelle des angemessenen Opfers eines Lammes dem Herrn nur seine eigenen Produkte dargebracht. Doch er beschloss, sich selbst zu rechtfertigen und Abel zu verdammen. Satan wirkte durch ihn und erfüllte ihn mit dem Drang, seinen Bruder zu erschlagen ...

      Durch diese Geschichte will Gott jedem lehren, dass man seinem Wort unbedingt gehorchen soll. Kain und Abel stehen für zwei Parteien von Menschen: die Bösen und die Gerechten, diejenigen, die ihren eigenen Weg gehen und die anderen, die sich gewissenhaft darum bemühen, dem Weg des Herrn zu folgen, um gerecht zu handeln und zu urteilen ...

      Abel versuchte nicht, Kain zum Gehorsam zu zwingen. Es war Kain, der unter dem Einfluss Satans mit Zorn erfüllt wurde und Gewalt anwandte. Siehe 1.Johannes 3,12. Er war außer sich vor Wut, weil er Abel nicht dazu bringen konnte, Gott ungehorsam zu sein und weil Gott Abels Opfer angenommen hatte, seines aber ablehnte, weil es nicht die Anerkennung des Erlösers zeigte.Da erschlug Kain seinen Bruder. Siehe 1.Mose 4,8.

      Die beiden Parteien, für die Kain und Abel stehen, werden bis zum Abschluss der Weltgeschichte existieren. Der Mensch, der Gutes tut und Gott gehorcht, bekämpft nicht den Übertreter des heiligen Gesetzes Gottes. Doch alle, die Gottes Gesetz missachten, unterdrücken und verfolgen andere Menschen. Sie folgen ihrem Führer, der Gott und alle anklagt, die durch ihren Gehorsam vollkommen gemacht werden ... Der Geist, der Menschen dazu treibt, andere anzuklagen, zu verurteilen, einzusperren und umzubringen, ist in unserer Welt stark geworden. Es ist dieser Geist, der stets in den „Kindern des Ungehorsams“. wirkt Epheser 2,2.
      Manuskript 136, 1899.

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