Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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    • „Gott ist die Liebe“, 1. Januar

      Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.1.Johannes 4,16.

      „Gott ist die Liebe.“ 1.Johannes 4,16. Sein Wesen, sein Gesetz sind Liebe. So war es immer, so wird es immer sein. „Der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt“ (Jesaja 57,15), der „seine ewigen Bahnen“ zieht (Habakuk 3,6, Zürcher), ändert sich nicht. Bei ihm ist „keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“. Jakobus 1,17.

      Jede Offenbarung der Schöpfermacht ist zugleich ein Ausdruck unendlicher Liebe. Die Herrschaft Gottes schließt die Fülle des Segens für alle Geschöpfe ein ... Die Geschichte des großen Kampfes zwischen Gut und Böse, von seinem Ursprung im Himmel bis zur Niederwerfung des Aufruhrs und der vollständigen Ausrottung der Sünde, ist ebenfalls eine Offenbarung der unwandelbaren Liebe Gottes.

      Der Herr des Weltalls stand bei seinem Liebeswerk nicht allein. Er hatte einen Mitarbeiter, der seine Absichten und seine Freude am Glück seiner Geschöpfe teilen konnte ... Durch seinen Sohn wirkte der Vater bei der Erschaffung aller himmlischen Wesen. „Denn in ihm ist alles geschaffen, ... es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ Kolosser 1,16. Engel sind Gottes dienstbare Geister.Sie strahlen von dem Licht, das immerwährend von seiner Gegenwart ausgeht, und eilen auf raschen Flügeln, seinen Willen auszuführen. Aber der Sohn, der Gesalbte Gottes, „der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens ... trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort“ (Hebräer 1,3) und hat den Vorrang vor allen ..

      Die Grundlage der Herrschaft Gottes ist das Gesetz der Liebe. Das Glück aller vernunftbegabten Wesen hängt von ihrer vollständigen Übereinstimmung mit diesen erhabenen Grundsätzen der Gerechtigkeit ab. Gott wünscht von allen seinen Geschöpfen Dienst aus Liebe, der aus der Würdigung des göttlichen Charakters kommt. Er hat keinen Gefallen an erzwungenem Gehorsam. Jeder hat die persönliche Freiheit, ihm aus freiem Willen zu dienen.
      Patriarchen und Propheten 9.10

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    • Die Schöpfung, 2. Januar

      Gott betrachtete alles, was er geschaffen hatte, und er hatte Freude daran: alles war sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der sechste Tag. 1.Mose 1,31 (GNB).

      Wie schön war die Erde, als sie aus der Hand des Schöpfers hervorging! Gott präsentierte dem Universum eine Welt, in der nicht einmal sein Auge, das alles sieht, einen Fehler, Makel oder Flecken entdecken konnte.Jedes Teil seiner Schöpfung hatte seinen bestimmten Platz und erfüllte den Zweck, für den es geschaffen worden war. Wie die Teile einer großen Maschinerie, die alle aufeinander abgestimmt und einander angepasst sind, wirkte alles perfekt zusammen ... Es gab keine Krankheit ... auch im Pflanzenreich fand sich keine Spur von Fäulnis. Gott schaute auf das Werk seiner Hände, das von Christus ausgeführt worden war (siehe Johannes 1,1-3; Kolosser 1,16), und bezeichnete es als „sehr gut“. Er sah eine vollkommene Welt ohne eine Spur von Sünde oder Unvollkommenheit.

      Doch dann kam eine Veränderung. Satan versuchte Adam und der versagte.Er, der Gott schon im Himmel die Treue aufgekündigt hatte und hinausgeworfen worden war (siehe Offenbarung 12,7-9), erzählte den Geschöpfen Gottes Unwahrheiten über ihren Schöpfer, und sie hörten seinen Geschichten zu und glaubten seinen Lügen. Siehe 1.Mose 3,1-5. Dadurch kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod. Siehe 1.Mose 2,17; 3,19; Brief 23, 1903. Siehe auch The Review and Herald, 21. Juli 1904.

      Als Christus sah, dass es keinen Menschen gab, der als Mittler für die Menschheit eintreten konnte, betrat er selbst das Schlachtfeld und kämpfte gegen Satan. Nur er, „der Erstgeborene“ Gottes (Kolosser 1,15), konnte die Menschheit befreien, die durch Adams Sünde dem Satan unterworfen war.

      Der Sohn Gottes bot seinem Widersacher reichlich Gelegenheit, seine Künste an ihm zu erproben. Satan hatte die Engel im Himmel versucht, danach den ersten Adam. Adam war gefallen, und Satan nahm an, dass er auch Christus besiegen konnte, nachdem der die menschliche Natur angenommen hatte. Die von Gott abgefallenen Engelheere betrachteten Christi Engagement als einmalige Chance, über ihn zu triumphieren. Sie hatten sich nach einer Gelegenheit gesehnt, ihre Feindseligkeit gegen Gott zeigen zu können. Als die Lippen Christi im Tod verstummt waren, bildeten sich Satan und seine Engel ein, sie hätten tatsächlich gesiegt .Im Todeskampf konnte sich der Sohn Gottes nur auf seinen himmlischen Vater verlassen. Alles gelang ihm durch den Glauben. Er selbst war das stellvertretende Opfer, das Lösegeld, das bezahlt wurde, um die Gefangenen freizukaufen. Durch sich selbst hatte er der Menschheit die Rettung ermöglicht — aber um welchen Preis.
      Manuskript 125, 1901; The Upward Look 357.

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    • In jeder Hinsicht vollkommen, 3. Januar

      [Gott sagte:] „Vollkommen hatte ich dich [Luzifer] geschaffen und du bliebst es, bis du in Sünde fielst.“ Hesekiel 28,15 (GNB).

      Solange alle Geschöpfe die Gehorsamspflicht der Liebe anerkannten, herrschte im gesamten Weltall vollkommene Eintracht. Den Willen ihres Schöpfers zu erfüllen, bedeutete für die himmlische Schar Glück, seine Herrlichkeit widerzuspiegeln und sein Lob zu verkündigen, Freude. Und solange die Liebe zu Gott das Höchste für sie blieb, war die Liebe zueinander selbstlos und voller Vertrauen. Kein Missklang störte die himmlische Harmonie. Aber dieser glückliche Zustand änderte sich. Es gab einen, der die Freiheit missbrauchte, die Gott seinen Geschöpfen gewährte. Die Sünde nahm ihren Ursprung in dem, der nächst Christus von Gott die höchste Ehrenstellung empfangen hatte und unter den Bewohnern des Himmels der Angesehenste an Macht und Herrlichkeit war. Luzifer, der „schöne Morgenstern“ (Jesaja 14,12), war der erste der ausgebreiteten Cherubim (siehe Hesekiel 28,14), heilig und unbefleckt. Er stand in der Gegenwart des Schöpfers, und die Strahlen der Herrlichkeit, die den ewigen Gott einhüllen, ruhten auf ihm ...

      Aber nach und nach keimte in Luzifer das Verlangen nach Selbsterhöhung ...Obwohl alle seine Pracht von Gott war, betrachtete dieser mächtige Engel sie schließlich als ihm zukommend. Angesehener als die andern der himmlischen Schar, war er mit seiner Stellung doch nicht zufrieden; er begehrte jene Huldigung, die allein dem Schöpfer gebührt. Anstatt Gott bei allen Geschöpfen zum Höchsten zu erheben, bemühte er sich, ihre Anhänglichkeit für sich zu gewinnen. Ihn verlangte nach der Herrlichkeit, mit der der unendliche Vater seinen Sohn ausgestattet hatte. Dieser Engelfürst erstrebte das alleinige Hoheitsrecht Christi .

      Nun begann dieser Engelfürst, dem Sohn Gottes die Oberhoheit streitig zu machen und damit die Weisheit und Liebe des Schöpfers in Frage zu stellen.Alle Kräfte dieses überragenden Geistes, der nach Christus der bedeutendste unter den himmlischen Heerscharen war, richteten sich auf dieses Ziel. Aber Gott wollte Geschöpfe mit freier Entscheidungsmöglichkeit und ließ niemanden gegenüber der verwirrenden Spitzfindigkeit wehrlos, mit der der Aufruhr gerechtfertigt werden sollte. Ehe der große Streit begann, sollten alle eine klare Vorstellung vom Willen Gottes haben, dessen Weisheit und Güte die Quelle ihrer Freude war.
      Patriarchen und Propheten 10-12.


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    • Eine tragische Veränderung, 4. Januar

      [Der Teufel] ist von Anfang an ein Mörder gewesen und hat niemals etwas mit der Wahrheit zu tun gehabt, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Johannes 8,44 (GNB).

      Ursprünglich arbeitete Satan eng mit Gott, Jesus und den heiligen Engeln zusammen. Er war im Himmel hoch erhöht. Von ihm gingen ein strahlender Lichtschein und eine Herrlichkeit aus, die vom Vater und vom Sohn stammten. Aber er wurde Gott untreu und verlor seine hohe und heilige Stellung als „schirmender Cherub“. Hesekiel 28,14-16. Er wurde der Gegner Gottes, ein Abtrünniger, und wurde deshalb aus dem Himmel ausgeschlossen.Siehe Offenbarung 12,9 ... Er rief alle abgefallenen Engel unter seine Fahne und schloss mit ihnen ein Bündnis gegen den Gott des Himmels. Mit Ausdauer und Entschlossenheit arbeitete er daran, seine Rebellion auszubreiten und auch die Mitglieder der menschlichen Familie zu veranlassen, sich von der biblischen Wahrheit abzuwenden und unter sein Banner zu treten.

      Sobald Gott durch Jesus Christus unsere Welt erschaffen und Adam und Eva in den Garten Eden gesetzt hatte (siehe 1.Mose 2,7.8), gab Satan seine Absicht bekannt, den Vater und die Mutter der ganzen Menschheit mit seiner eigenen Natur in Übereinstimmung zu bringen und sie in seine Reihen der Rebellen einzufügen. Satan war fest entschlossen, bei den Nachfahren der ersten Menschen das Bild Gottes auszulöschen und ihnen stattdessen den Stempel seines eigenen Wesens aufzudrücken. Um dieses Ziel zu erreichen, griff er zu täuschenden Methoden. Deshalb wird er „der Vater der Lüge“ genannt, der „Verkläger“ Gottes und aller, die ihm treu sind, und ein „Mörder von Anfang an“. Johannes 8,44; Offenbarung 12,10. Er setzte jede Macht ein, die ihm zur Verfügung stand, um Adam und Eva dafür zu gewinnen, bei seinem Abfall von Gott mitzumachen. Tatsächlich gelang es ihm, seine Rebellion in unsere Welt zu bringen ..

      Seit damals hat Satan in allen Generationen und Zeitaltern menschliche Werkzeuge um sich geschart, durch die er seine teuflischen Absichten ausführt und die seine Pläne und Absichten in dieser Welt ausführen. Die verseuchte Quelle des Bösen ergießt sich ständig in die menschliche Gesellschaft. Da Satan Gott nicht von seinem Thron stoßen kann, hat er ihn satanischer Eigenschaften beschuldigt und für sich selbst Gottes Charakterzüge beansprucht ... Mit der List einer Schlange und unehrlichen Methoden hat er die Verehrung der Menschen auf sich gezogen, die eigentlich Gott gebührt, und seinen satanischen Thron zwischen den menschlichen Anbetern und dem göttlichen Vater postiert.
      Manuskript 39, 1894; The Review and Herald, 14. April 1896.
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    • Es gibt keine Rechtfertigung für die Sünde, 5. Januar

      [Gott sagte:] „Deine Schönheit hatte dich [Luzifer] überheblich gemacht; aus lauter Eitelkeit hattest du deine Weisheit preisgegeben.“ Hesekiel 28,17 (GNB).

      Luzifers Sünde ist nicht zu erklären. Er brach Gott die Treue. Sein Jammern und Klagen erweckte bei den anderen Engeln Mitgefühl und viele nahmen denselben Standpunkt ein wie Satan [Luzifer]. Wie konnte der Herr diese Anklagen und Vorwürfe entkräften?

      Wegen der großen Macht der Anklagen Satans war es nicht Gottes Absicht, ihn so zu behandeln, wie er es verdient hatte. Der große Verführer hätte die Schuld für sein Vorgehen denen zugeschoben, die unter ihm standen, und den Eindruck erweckt, dass es gar nicht zu einer Rebellion gekommen wäre, wenn er nach seinem Urteil hätte handeln können.

      Satans verurteilende Haltung führte ihn zur Erstellung einer Theorie über die Gerechtigkeit, die mit Gnade unvereinbar ist. Er behauptete, Gottes Sprecher und Bevollmächtigter zu sein und erklärte seine Entscheidungen deshalb für gerecht, rein und irrtumsfrei. So setzte er sich auf den Richterstuhl und erklärte seine Urteile für unfehlbar. Hier wirkte seine unbarmherzige Gerechtigkeit, die Gott verabscheut, weil sie ein Zerrbild der wahren Gerechtigkeit ist.

      Aber woher sollte das Universum wissen, dass Luzifer kein vertrauenswürdiger und gerechter Führer war? In den Augen der Engel hatte er Recht. Sie konnten nicht wie Gott hinter die Fassade schauen. Sie konnten nicht wissen, was Gott wusste. Darauf hinzuwirken, Satan zu demaskieren und den Engelheeren zu zeigen, dass er seinen eigenen Maßstab aufgerichtet hatte und sein Urteil nicht Gottes Urteil war, würde einen Zustand [der Verwirrung] erzeugen, der vermieden werden musste.

      Es war Satans täuschende Macht, die viele Engel dazu veranlasste, Gott untreu zu werden. Gott war ehrlich und gerecht. Satan war im Unrecht — und das wusste er auch ganz genau. Nun musste er sich entscheiden: Wollte er sich unterordnen und erneut auf Gottes Seite stellen oder weiterhin lügen, um sich selbst zu stützen? Durch Spitzfindigkeiten und arglistige Täuschungen konnte er sich anscheinend einen Vorteil verschaffen, doch nur für kurze Zeit. Gott kann nicht lügen (siehe Hebräer 6,18), er handelt geradeheraus. Luzifer konnte die Wahrheit sagen, wenn es seinen Absichten diente, aber er konnte auch krumme Wege gehen, um Demütigungen und Niederlagen zu vermeiden ... Der wahre Charakter Satans konnte dem Universum nicht sofort offenbart werden.Gott gestattete ihm, eine Zeit lang seine krummen Wege zu verfolgen, bis er sich selbst als Ankläger, Betrüger, Lügner und Mörder entlarvte. Siehe Offenbarung 12,10; Johannes 8,44. Als Mörder [des Sohnes Gottes] verlor Satan endgültig die Zuneigung der Wesen im Universum, die Gott treu geblieben waren. Durch den Kreuzestod Christi wurde dem Betrüger die Maske vom Gesicht gerissen.
      Brief 16, 1892.

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    • Satans Taktik aufgedeckt, 6. Januar

      Wie bist du vom Himmel gefallen, du hell leuchtender Morgenstern [lateinisch: Luzifer]!Zu Boden wurdest du geschmettert, du Welteroberer! Jesaja 14,12 (Hfa).

      Mit Verachtung wies [Satan] die Begründungen und dringenden Bitten der treuen Engel zurück und brandmarkte sie als irregeleitete Sklaven ... Nie wieder würde er den Vorrang Christi anerkennen. Er war entschlossen, die von ihm beanspruchte Ehre zu fordern und den Befehl über alle zu übernehmen, die seine Anhänger werden wollten.Allen denen, die in seine Reihen eintreten würden, versprach er eine neue, bessere Herrschaft, unter der sie Freiheit genießen sollten. Eine große Zahl von Engeln bekundete die Absicht, seine Führung anzuerkennen ..

      Noch bedrängten die treuen Engel ihn und seine Anhänger, sich Gott zu unterwerfen. Sie führten ihm die unabwendbaren Folgen einer Ablehnung vor Augen: Der Schöpfer würde ihren Einfluss zunichte machen und ihre aufrührerische Verwegenheit streng bestrafen ...
      Viele waren geneigt, diesen Rat zu beachten, ihre Unzufriedenheit zu bedauern und um die Gunst des Vaters und des Sohnes nachzusuchen. Aber Luzifer hatte schon eine andere Täuschung bereit. Der mächtige Empörer behauptete jetzt, dass die Engel, die sich ihm angeschlossen hatten, zu weit gegangen seien, als dass eine Umkehr noch möglich wäre.Er kenne das göttliche Gesetz und wisse, Gott werde ihnen nicht vergeben ... Ihm und seinen Anhängern bliebe nur, ihre Freiheit zu behaupten und die Rechte mit Gewalt zu gewinnen, die man ihnen freiwillig nicht zugestand.

      Für Satan traf es zu, dass er schon zu weit gegangen war, aber nicht für jene, die durch seine Täuschungen verführt worden waren ... Aber Liebe zu [Satan], Stolz und der Wunsch nach unbegrenzter Freiheit gewannen die Oberhand. Sie wiesen die Angebote der göttlichen Liebe und Gnade zurück .

      Gott konnte nur Mittel anwenden, die mit Wahrheit und Gerechtigkeit vereinbar waren. Was Gott nicht konnte, war jedoch Satan möglich: Schmeichelei und Täuschung zu gebrauchen ... Deshalb gestattete es Gott, dass Satan die Art seiner Ansprüche offenbaren konnte und die Auswirkungen der von ihm vorgeschlagenen Änderungen des göttlichen Gesetzes zeigen konnte.Sein eigenes Werk musste ihn verdammen. Satan hatte von Beginn an behauptet, kein Rebell zu sein. Das gesamte Weltall musste den Betrüger ohne Maske sehen.

      Selbst nach der Verstoßung aus dem Himmel vernichtete die unendliche Weisheit Satan nicht. Gott ist nur ein Dienst in Liebe angenehm, darum muss die Treue seiner Geschöpfe auf der Überzeugung von seiner Gerechtigkeit und Güte beruhen.
      Patriarchen und Propheten 16-18

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    • Unsere Entscheidungen bestimmen unser Schicksal, 7. Januar

      Manch einer wähnt sich auf dem richtigen Weg — und läuft geradewegs in den Tod. Sprüche 16,25 (Hfa).

      Die Prinzipien des Charakters Gottes wurden den Engeln als Grundlage ihrer Erziehung ständig vor Augen gehalten. Diese Prinzipien sind Güte, Barmherzigkeit und Liebe. Siehe 2.Mose 34,6. Alle, die eine Vertrauensstellung innehaben und über Macht und Einfluss verfügen, sollen selbstverständliche Erkenntnisse beachten und gerne annehmen. Sie sollen Gottes Prinzipien anerkennen und alle, die Gott dienen, durch die Darstellung der Wahrheit, Gerechtigkeit und Güte [Gottes] davon überzeugen, dass sie die einzige Macht sind, die angewandt werden soll. Zwang darf niemals zum Tragen kommen ...

      Diese Prinzipien sollen auch die Grundlage der Erziehung in jeder Institution auf der Erde sein. Die Regeln, die Gott uns gab, sollen in jeder Gemeinde beachtet und respektiert werden. Gott hat das angeordnet. Siehe Matthäus 28,20.Seine Art der Regierung soll geistig-moralisch sein. Nichts darf mit Zwang geschehen. Die Wahrheit soll die beherrschende Macht sein. Jeder Dienst soll freiwillig und aus Liebe zu Gott erfolgen. Alle, die mit einer einflussreichen Stellung geehrt wurden, sollen Gott darstellen, denn in ihrem Amt handeln sie an Gottes Stelle ..

      Satans Darstellungen der Regierung Gottes und seine Verteidigung seiner Anhänger waren eine ständige Anklage gegen Gott. Dabei gab es keinen Grund zum Murren und Klagen! Und doch erlaubte Gott Satan, seine Theorien in die Praxis umzusetzen. Er hätte Satan und seine Sympathisanten so einfach behandeln können, wie man eine Murmel aufhebt und auf die Erde wirft. Doch dadurch hätte er einen Präzedenzfall jener Gewalt gegen Menschen geschaffen, die heute so reichlich in den Zwangs-Prinzipien in unserer Welt sichtbar wird. Die Prinzipien Gottes gehören nicht in diese Kategorie. Jegliche Gewaltanwendung findet sich ausschließlich dort, wo Satan regiert. Gott wird nie mit solchen Mitteln arbeiten. Er bietet nicht die geringste Ermutigung für einen Menschen, sich wie ein Gott über einen anderen zu erheben und ihm geistige oder körperliche Leiden zuzufügen. Dieses Prinzip ist voll und ganz eine Erfindung Satans ..

      Im Rat des Himmels wurde beschlossen, nach Prinzipien zu handeln, die Satans Macht nicht sofort zerstören würden, denn es war Gottes Absicht, die Dinge auf eine Grundlage zu stellen, die die ewige Sicherheit [des Universums vor weiteren Rebellionen] gewährleistete ... Gottes Ordnung musste sich im deutlichen Kontrast zu jener neuen Ordnung zeigen, die Satan entwarf. Die zerstörerischen Prinzipien der Herrschaft Satans mussten offenbar werden. Im Gegensatz dazu sollten die Grundsätze der Gerechtigkeit, wie sie im Gesetz Gottes ausgedrückt werden, als unwandelbar, ewig und vollkommen erwiesen werden.
      Manuskript 57, 1896; Manuscript Releases XVIII, 360.361.

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    • An den Früchten erkennbar, 8. Januar

      Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Matthäus 7,20.

      Wenn diejenigen, die im Dienst Gottes stehen, zu Anklagen Zuflucht nehmen, benutzen sie satanische Prinzipien, um den Teufel auszutreiben. Das wird niemals wirken! Vielmehr wird Satan wirken!Er wirkt am menschlichen Verstand durch seine verkehrten Prinzipien. Sie werden von Menschen übernommen, die vorgeben, Gottes Herrschaft treu ergeben zu sein. Woran können wir erkennen, dass sie in Wirklichkeit untreu und unloyal sind? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Matthäus 7,20.

      Der Herr sah voraus, wie Satan seine Macht einsetzen würde, und stellte ihm die Wahrheit als Kontrast zur Lüge vor Augen. Im Verlauf der Auseinandersetzung war Satan immer wieder bereit, sich überzeugen zu lassen und seinen Irrtum einzugestehen. Aber dann warfen ihm jene, die er verführt hatte, vor, er würde sie im Stich lassen. Was sollte er tun — sich Gott unterordnen oder den Weg der Täuschung weitergehen? Er entschied sich, die Wahrheit zu verleugnen und nahm Zuflucht zu Falschaussagen und Betrug.Und Gott gestattete Satan, damit fortzufahren und seine Prinzipien zu demonstrieren.

      Gott konnte sich behaupten, und er zog die ungefallenen Welten und das himmlische Universum auf seine Seite, aber um einen schrecklichen Preis. Sein einzigartiger Sohn wurde als Opfer preisgegeben. Jesus Christus offenbarte einen Charakter, der gänzlich dem Wesen Satans widersprach. Wie der Hohepriester sein prächtiges Amtsgewand ablegte und seinen Opferdienst im weißen Leinenkleid eines gewöhnlichen Priesters versah, so entäußerte sich Christus, nahm die Gestalt eines Sklaven an und brachte das Sündenopfer dar (siehe Philipper 2,6-8), wobei er selbst der Priester und das Opfer war.

      Indem Satan den Herrscher des Universums ermorden ließ, durchkreuzte er allerdings seine eigenen Absichten. Der Tod des Gottessohnes machte Satans Tod unausweichlich. Satan durfte so lange weitermachen, bis seine Herrschaftsweise den ungefallenen Welten und dem himmlischen Universum deutlich wurde. Als er das Blut des Gottessohnes vergoss, verscherzte er sich sämtliche Sympathien und wurde von allen als das erkannt, was er wirklich war: ein Lügner, Dieb und Mörder. Siehe Johannes 8,44.

      Gott weiß, dass dieselbe Handlungsweise auf der ganzen Welt verbreitet ist.Männer und Frauen kommen an Weggabelungen und müssen wählen: rechts oder links? Tausende schlüpfen in ein Gewand, das sie für eine undurchdringliche Tarnung halten, und entscheiden sich für das Unrecht ...Gott zwingt niemanden, er lässt allen die freie Wahl. Doch er sagt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Matthäus 7,20. Der Herr wird niemand als klug bezeichnen, der nicht zwischen einem Baum, der stachlige Beeren trägt, und einem, der Oliven trägt, unterscheiden kann.
      Manuskript 57, 1896; Manuscript Releases XVIII, 361-363.

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    • Betet den Schöpfer und Erlöser an, 9. Januar

      Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.Matthäus 4,10.

      Wer Gott gehorcht, der wird gesegnet. Gott verspricht, dass er deine Kinder, Ländereien und alle Werke deiner Hände segnen wird. Siehe 5.Mose 28,2-4.12. Meinst du, Satan würde das ohne einen Kampf um die Vorherrschaft zulassen? Der Feind wirkt heute genauso scharfsinnig und entschlossen auf das Denken ein, wie er es damals bei Adam und Eva tat.Menschen sammeln sich unter Satans Standarte, und er umzingelt sie mit seiner Macht. Doch wer erkennt, dass Gottes Gesetz in seinem Wesen unveränderlich ist, wird sich für die Seite Christi entscheiden. Wenn Gott eine einzige Vorschrift seines Gesetzes hätte ändern können, um der gefallenen Menschheit entgegenzukommen, wäre es für Christus unnötig gewesen, auf die Erde zu kommen und [für uns] zu sterben.

      Starb Christus etwa, um die ganze Menschheit statt des wahren Gottes Götzen anbeten zu lassen, wo doch das Gebot sagt: „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen“? (Matthäus 4,10, vergleiche 5.Mose 6,13). Der Herr machte „Himmel und Erde ... und ruhte am siebenten Tage ...und heiligte ihn.“ 2.Mose 20,11. Er gab ihn dir, damit er als Gottes Gedenktag beachtet wird, eine Erinnerung, dass der lebendige Gott die Himmel über uns und die Erde unter unseren Füßen erschaffen hat. Er machte die hohen Bäume und kleidete die Blumen farbig ein. Dann schuf der Herr des Himmels die Menschen und gab ihnen den Sabbat. Wozu? Es war ein Geschenk an alle Nachkommen Adams. Hätten sie immer das vierte Gebot gehalten, hätte es in dieser Welt niemals einen ungläubigen Menschen gegeben, denn es bezeugt, dass „der HERR Himmel und Erde gemacht [hat] und das Meer und alles, was darinnen ist.“ V. 11 .

      Er hält seine Hände über seine geschaffenen Werke. Wunderst du dich darüber, dass der Teufel das Gesetz Gottes wirkungslos machen möchte, den Maßstab des Charakters Gottes? Es wird auch der Maßstab im Gericht sein (siehe Jakobus 2,10-12), wenn alle Bücher geöffnet werden und jeder Mensch nach seinen Taten beurteilt wird. Siehe Offenbarung 20,12. Und die Namen sind — wie hat er gesagt? — „in (meine) beiden Handflächen eingezeichnet“.Jesaja 49,16 (EB). Die Male der Kreuzigung haben sie dort eingegraben. Die Menschen sind Gottes Eigentum — durch die Schöpfung und durch die Erlösung.

      Was geben wir Satan, wenn wir seiner Auffassung zustimmen, dass Gottes Gesetz abgeschafft werden muss? Wir geben dem ganzen erschaffenen Universum einen fehlbaren Gott — einen Gott, der ein Gesetz erließ, das so fehlerhaft war, dass er es wieder wegnehmen musste. Das ist alles, was Satan will. Können wir es uns wirklich leisten, für eine andere Seite als die Seite Gottes zu arbeiten?
      Manuskript 10, 1894; Sermons and Talks I, 232-235.

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    • Die Autorität Gottes wurde beiseite gesetzt, 10. Januar

      [Gott sagte:] „Durch die Menge deiner Sünden ... hast du [Luzifer] deine Heiligtümer [d.h. dich selbst] entweiht.“ Hesekiel 28,18 (EB).

      Die Luzifer erwiesenen hohen Ehren wurden von ihm nicht als Gabe Gottes geschätzt und stimmten ihn nicht dankbar gegenüber seinen Schöpfer.Er brüstete sich mit seiner Herrlichkeit und erhabenen Stellung und strebte danach, Gott gleich zu sein. Siehe Jesaja 14,12-14. Die himmlischen Heerscharen liebten und ehrten ihn. Engel hatten Freude daran, seine Anordnungen auszuführen, und er war mehr als sie alle mit Weisheit und Herrlichkeit ausgestattet. Siehe Hesekiel 28,12. Doch der Sohn Gottes war der anerkannte Herrscher des Himmels, eins mit dem Vater in Macht und Gewalt.Siehe Johannes 10,30. An allen Ratschlüssen Gottes hatte Christus Anteil, während Luzifer es nicht gestattet war, auf diese Weise Gottes Absichten mitzubestimmen. „Warum“, so fragte sich dieser gewaltige Engel, „sollte Christus die Oberherrschaft haben? Warum wird er auf diese Weise höher geehrt als ich?“ Der große Kampf 498 [überarbeitet].

      Bis zum Ende des Kampfes im Himmel hörte der große Rebell nicht auf, sich zu rechtfertigen. Als verkündet wurde, dass er mitsamt seinen Sympathisanten vom Ort der Glückseligkeit verbannt werden müsse (siehe Offenbarung 12,9), gestand er offen seine Verachtung des Gesetzes Gottes ein. Er brandmarkte die göttlichen Gebote als Einschränkung ihrer Freiheit und erklärte seine Absicht, die Aufhebung des Gesetzes zu erreichen. Satan und seine Anhänger schoben einmütig die Schuld an ihrer Rebellion Christus zu und behaupteten, sie hätten nicht rebelliert, wenn sie nicht getadelt worden wären.

      Satans Erhebung soll dem ganzen Universum für alle Zeiten eine Lehre sein, denn sie zeugt unaufhörlich von der Natur und den schrecklichen Folgen der Sünde. Die Auswirkungen von Satans Herrschaft über Menschen und Engel machen deutlich sichtbar, welche Konsequenzen es hat, wenn Gottes Autorität beiseite gesetzt wird. Sie bezeugen, dass das Wohlergehen aller Geschöpfe Gottes untrennbar mit der Existenz seiner Herrschaft und seines Gesetzes verbunden ist. Auf diese Weise soll die Geschichte dieses furchtbaren Experimentes der Rebellion alle heiligen intelligenten Wesen davor schützen, über die Natur der Übertretung getäuscht zu werden, und sie davor bewahren zu sündigen und die Strafe dafür zu erleiden.

      Gott kann die Zeichen seiner wunderbaren Gnade und Liebe jederzeit von den Verstockten zurückziehen. Wenn die Menschen doch nur darüber nachdächten, wohin es führen muss, wenn sie Gott so undankbar sind und sein unendliches Geschenk an diese Welt — Christus — missachten. Wenn sie weiterhin lieber Gottes Gesetz übertreten als ihm zu gehorchen, werden schließlich die gegenwärtigen Segnungen und die große Gnade Gottes, die sie jetzt genießen, ohne sie zu schätzen, der Anlass für ihr ewiges Verderben sein.
      Manuskript 125, 1907; Sermons and Talks I, 388.389.

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    • Die Auseinandersetzung ins Gedächtnis zurückgerufen, 11. Januar

      [Gott sagte:] „Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich, du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine.“ Hesekiel 28,16.

      Ich ergänze gerade das Buch „Der große Kampf“, das auch die Geschichte von Satans Fall und dem Eintritt der Sünde in unsere Welt enthält. Ich habe jetzt eine viel lebendigere Vorstellung als jemals zuvor von dieser großen Auseinandersetzung zwischen Christus, dem Fürsten des Lichts, und Satan, dem Fürsten der Finsternis. Wenn ich die verschiedenen Winkelzüge Satans erkenne, mit denen er irrende Menschen in den Untergang führt und sie wie er selbst zu einem Übertreter des heiligen Gesetzes Gottes macht, wünsche ich mir, dass Gottes Engel auf die Erde herabkommen könnten, um dieses Thema in seiner umfassenden Bedeutung darzustellen.

      Es schmerzt mich besonders, wenn ich an die Menschen denke, die in voller Absicht von dem abweichen, was sie als wahr und richtig erkannt haben, und dem heiligen Gesetz Gottes ungehorsam sind. So wie Adam und Eva der Lüge Satans „Ihr werdet sein wie Gott“ (1.Mose 3,5) glaubten, so hoffen diese Menschen, dass sie durch ihren Ungehorsam eine höhere Ebene erreichen und irgendeine schmeichelhafte Position erringen. Das macht mir solchen Kummer, dass ich — während andere schlafen — viele Stunden im Gebet verbringe. Ich bete, Gott möge machtvoll eingreifen, damit die verhängnisvolle Täuschung entlarvt wird, der Menschen verfallen sind, und sie einfach zum Kreuz von Golgatha führen. Dann beruhige ich mich selbst mit dem Gedanken, dass all diese Menschen durch das Blut des Herrn Jesus erkauft worden sind.Siehe Offenbarung 5,9. Wir mögen diese Menschen lieben, doch Golgatha bezeugt, wie sehr Gott sie liebt. Siehe Johannes 3,16. Dieses Werk ist nicht unser Werk, sondern das des Herrn.

      Wir sind nur Werkzeuge in seinen Händen, die seinen Willen ausführen sollen — und nicht unseren. Wir sehen die Menschen, die dem Geist der Gnade Gehässigkeiten entgegenbringen, und zittern um sie. Wir sind traurig und enttäuscht, dass sie Gott und der Wahrheit nicht mehr treu sind, aber wir werden einen noch tieferen Kummer spüren, wenn wir an Jesus denken, der sie mit seinem eigenen Blut erkauft hat. Wir würden all unseren Besitz hingeben, um einen dieser Menschen zu retten, doch das können wir nicht.Wir würden sogar unser Leben opfern, um jemanden für die Ewigkeit zu retten, aber selbst dieses Opfer könnte das nicht bewirken.

      Das eine große Opfer ist durch das Leben, den Dienst und den Tod Jesu Christi gebracht worden. Siehe 1.Petrus 1,18.19. Über die Größe dieses Opfers sollten wir intensiv nachsinnen! Dann wären wir besser imstande zu begreifen, wie großartig die Erlösung ist.
      Testimonies for the Church V, 625.626.

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    • Die Bedeutung des Sabbats, 12. Januar

      So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 1.Mose 2,1.2.

      Menschliche Philosophie erklärt, dass es eine unbestimmte Zeitperiode in Anspruch nahm, um die Welt zu schaffen. Sagt Gott das so? Nein, er sagt: Der Sabbat „ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und meinem Volk". Denn in sechs Tagen [und nicht in sechs unbestimmten Zeitperioden, denn sonst könnten wir unmöglich den Tag heilig halten, der im vierten Gebot bestimmt ist] machte der HERR Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.“ 2.Mose 31,17. Bitte lest einmal sorgfältig [2.Mose 20] durch. Dort sagt Gott: „Gedenke [vergiss nicht] des Sabbattages, dass du ihn heiligst ... Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist und ruhte am siebenten Tag. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ 2.Mose 20,8.11.

      Obwohl sie die Aussprüche Gottes vor sich haben, verkünden Menschen, die angeblich Gottes Wort predigen, Annahmen des menschlichen Verstandes und Grundsätze und Gebote von Menschen. Durch ihre Traditionen setzen sie Gottes Gesetz außer Kraft. Die ausgeklügelte Theorie, dass die Entstehung der Welt eine unbestimmte Zeitperiode in Anspruch nahm, gehört zu Satans Lügen.Gott spricht mit den Menschen in einer Sprache, die sie verstehen können. Er behandelt dieses Thema nicht so vage, dass es die Menschen ihren Theorien anpassen können. Wenn der Herr erklärt, dass er die Welt in sechs Tagen erschuf und am siebten Tag ruhte, dann meint er damit Tage von 24 Stunden, die durch Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gekennzeichnet sind.

      Gott hätte die Missachtung des Sabbatgebotes niemals unter Todesstrafe gestellt (siehe 2.Mose 31,15), wenn er seinem Volk nicht vorher ein klares Verständnis des Sabbats gegeben hätte. Siehe 2.Mose 16,22-30 ... Als Gott das Fundament der Erde legte, legte er auch den Grund für den Sabbat. Siehe 1.Mose 2,1-3. Als „die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten“ vor Freude (Hiob 38,7), hielt Gott einen Ruhetag für Adam und Eva für wichtig — sogar im Paradies. Als er ihnen den Sabbat gab, berücksichtigte er ihre geistliche und körperliche Gesundheit.
      Gott erschuf die Welt in sechs buchstäblichen Tagen, und am siebten buchstäblichen Tag ruhte er von all seinen Werken und erquickte sich. Siehe 2.Mose 31,17. Demnach hat er den Menschen sechs Tage zum Arbeiten gegeben ... Indem Gott den Sabbat aussonderte, schenkte er der Welt ein besonderes Erinnerungszeichen. Er sonderte nicht einen Tag oder irgendeinen der sieben Tage aus, sondern einen ganz bestimmten Tag, nämlich den siebten Tag der Woche. Indem wir den Sabbat feiern, zeigen wir, dass wir Gott als den wahren, lebendigen Gott anerkennen, der Himmel und Erde geschaffen hat.
      Brief 31, 1898.

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      Das geistliche Babylon

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    • Die erste Übertretung ist durch nichts zu rechtfertigen, 13. Januar

      So spricht der HERR: „... Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich bin‘s, dessen Hände den Himmel ausgebreitet haben und der seinem ganzen Heer geboten hat.“ Jesaja 45,11.12.

      Adam und Eva bekamen ihr Wissen direkt von Gott, denn sie hatten persönlichen Umgang mit ihm, und sie lernten etwas über ihn durch seine Werke. Alle geschaffenen Dinge waren in ihrer ursprünglichen Vollkommenheit ein Ausdruck der Gedanken Gottes. Für Adam und Eva wimmelte die Natur von göttlicher Weisheit. Doch durch ihre Übertretung des Gebotes Gottes wurden die Menschen vom direkten Kontakt mit Gott abgeschnitten und konnten nichts mehr von ihm lernen und zu einem gewissen Grad auch nicht mehr durch Gottes Werke ... Auf jeder Seite des großen Buches seiner geschaffenen Werke können wir immer noch seine Handschrift erkennen. Die Natur erzählt noch von ihrem Schöpfer. Aber in unserem gefallenen Zustand, mit geschwächten Kräften und eingeschränktem Wahrnehmungsvermögen sind wir unfähig, sie richtig zu deuten. Wir benötigen die umfassendere Selbstoffenbarung Gottes, die er uns in seinem Wort gegeben hat. Education 16.17; vergleiche Erziehung 15.

      Alle Wesen im Himmel nahmen freudigen Anteil an der Erschaffung der Welt und der ersten Menschen. Sie waren „zum Bilde Gottes“ geschaffen und sollten nach der Absicht des Schöpfers die Erde bevölkern. Siehe 1.Mose 1,27.28. Sie sollten in engem Kontakt mit dem Himmel leben und Stärke aus der großen Kraftquelle erhalten und in sich aufnehmen. Von Gott [am Leben] erhalten, sollten sie [ewig] sündlos leben. Siehe 1.Mose 3,22.

      Satan beschloss, Gottes Plan zu vereiteln. Wir brauchen nicht die Motive zu verstehen versuchen, die das Wesen, das Christus im Himmel am nächsten stand, antrieben, Neid und Eifersucht unter die Engel zu bringen. Er teilte seine Abneigung Gott gegenüber vielen mit, und es entstand ein Krieg im Himmel, der mit der Ausstoßung Satans und seiner Anhänger endete. Siehe Offenbarung 12,7-9. Wir brauchen unser Gehirn nicht mit der Suche nach einer Antwort auf die Frage zu strapazieren, warum Satan so handelte, wie er es tat.Könnte man einen Grund dafür finden, gäbe es eine Entschuldigung für die Sünde. Aber es gibt für sie keine Rechtfertigung. Und es gibt keinen Grund dafür, dass Menschen denselben Boden betreten wie Satan vor ihnen.

      Nachdem Satan aus dem Himmel geworfen war, beschloss er, sein Reich auf dieser Erde aufzurichten. Durch ihn kam die Sünde in die Welt und mit ihr der Tod. Siehe Römer 5,12. Weil Adam [und Eva] auf seine falsche Darstellung [des Wesens] Gottes hörten, verloren sie ihre hohe Stellung, und die Schleusen des Leides öffneten sich über unserer Welt.

      Es gibt keine Rechtfertigung für Adams Übertretung. All seine Bedürfnisse wurden reichlich gestillt. Mehr brauchte er nicht. Nur ein einziges Verbot wurde ihm auferlegt ... Dies benutzte Satan als Mittel, boshafte Gedanken einzuflüstern. Siehe 1.Mose 3,1.
      Manuskript 97, 1901.


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      Das geistliche Babylon
    • Auch im Paradies war Arbeit nötig, 14. Januar

      Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und [er] gebot dem Menschen und sprach: „... Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen.“ 1.Mose 2,15-17.

      Gott schuf Adam und Eva mit der Absicht, dass sie aktiv und nützlich sein sollten. Das heilige Paar wurde in das Paradies gebracht und war dort mit allem umgeben, was schön anzusehen war oder ihrer Ernährung diente. Siehe 1.Mose 2,8; 1,29. Ein herrlicher Garten wurde für sie in Eden angelegt. Darin standen stattliche Bäume aller Art, die nützlich waren oder dem Schmuck dienten. Blumen von seltener Schönheit in allen Farbtönen und Formen verströmten ihren Duft. Lustige Singvögel zwitscherten zum Lob des Schöpfers ihre fröhlichen Lieder.

      Das Paradies entzückte das sündlose Paar, aber das genügte nicht. Sie brauchten etwas, um ihren wundervollen Organismus in Bewegung zu bringen. Der sie geschaffen hatte, wusste auch, was ihnen gut tat. Hätte Nichtstun sie glücklich gemacht, hätte Gott sie in ihrem unschuldigen Zustand ohne Beschäftigung gelassen. Doch er wies ihnen ihre Arbeit zu, sobald er sie erschaffen hatte. Siehe 1.Mose 1,28. Sie sollten ihre Beschäftigung und ihr Glück darin finden, dass sie die Dinge pflegten, die Gott gemacht hatte. Siehe 1.Mose 2,15. Ihr Hunger wurde von den Früchten des Gartens mehr als gestillt.

      Geistige und körperliche Arbeit dient zu unserem Besten. Jede Fähigkeit des Denkens und jeder Muskel des Körpers hat seine bestimmte Aufgabe und sie müssen alle eingesetzt werden, damit sie sich entwickeln und ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Jedes Rädchen dieses lebendigen Mechanismus muss zum Laufen gebracht werden. Der ganze Organismus muss ständig bewegt werden, damit er leistungsfähig bleibt und das Ziel seiner Erschaffung erreicht. Manuskript 58, 1890.

      Christus wird als der zweite Adam bezeichnet. Siehe 1.Korinther 15,45. Rein und heilig, in enger Verbindung mit Gott, der ihn liebte, begann er am gleichen Ausgangspunkt wie Adam. Doch der erste Adam war in jeder Hinsicht in einer besseren Situation, als Christus es war. Ein liebevoller Gott hatte in Eden für das heilige Paar wunderbar vorgesorgt. Die Natur war rein und unverdorben.Früchte, Blumen und schöne, hohe Bäume gediehen im Garten Eden. Alles, was Adam und Eva brauchten, war im Überfluss vorhanden.

      Doch dann kam Satan und flößte Zweifel an Gottes Weisheit ein ... Eva fiel unter der Versuchung und Adam nahm die verbotene Frucht aus der Hand seiner Frau. Siehe 1.Mose 3,6. Er versagte bei der kleinsten Prüfung, die sich Gott ausdenken konnte, um seinen Gehorsam zu prüfen. Damit öffneten sich die Schleusen des Elends über unsere Welt ... „Durch den Ungehorsam des einen Menschen [sind] die Vielen zu Sündern geworden.“ Römer 5,19;
      Manuskript 20, 1898; Manuscript Releases VIII, 39.40.

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      Das geistliche Babylon
    • Versuchung wird manchmal als Vergnügen getarnt, 15.Januar

      Die Schlange ... fragte [Eva]: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“ 1.Mose 3,1 (Hfa).

      Um sein Vorhaben unauffällig zu Wege zu bringen, bediente sich Satan der Schlange als Werkzeug, eine Tarnung, die für seine Betrugsabsichten passte.Sie war damals eins der klügsten und schönsten Geschöpfe auf Erden. Sie hatte Flügel und während sie durch die Lüfte flog, erschien sie in blendender Helligkeit mit der Farbe und Brillanz polierten Goldes. In den reich beladenen Zweigen des verbotenen Baumes ruhend, labte sie sich an der köstlichen Frucht. Sie konnte also schon die Aufmerksamkeit eines Beobachters fesseln.So lauerte der Verderber im Garten des Friedens auf seine Beute.

      Die Engel hatten Eva davor gewarnt, sich bei ihrer täglichen Arbeit im Garten von ihrem Mann zu trennen. Mit ihm zusammen käme sie weniger in die Gefahr der Versuchung als allein. Aber sie war so in ihre angenehme Beschäftigung vertieft, dass sie sich unbewusst von seiner Seite entfernte. Als sie merkte, dass sie allein war, überkam sie eine Ahnung von der Gefahr. Aber sie verscheuchte ihre Befürchtungen. Besaß sie denn nicht genügend Klugheit und Kraft, das Böse zu erkennen und ihm zu widerstehen? Vergessen war die Warnung der Engel. Bald stand sie vor dem verbotenen Baum. Sie betrachtete ihn aufmerksam und mit einem Gemisch von Neugier und Staunen. Die Frucht war sehr schön, und Eva fragte sich, weshalb Gott sie ihnen wohl vorenthielte.

      Das war die Gelegenheit für den Versucher. Als ob er die Gedanken ihres Herzens erkennen könnte, sprach er sie an: „Ja, sollte Gott gesagt haben: ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“ 1.Mose 3,1. Eva war überrascht und erschrocken, als sie das Echo ihrer eigenen Gedanken hörte ...

      Auf die verführerische Frage des Versuchers erwiderte sie: „Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!“ Da sprach die Schlange zu Eva: „Ihr werdet keineswegs sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ 1.Mose 3,2-5 ...

      So hat es Satan seit Adams Tagen immer wieder gehalten und damit großen Erfolg gehabt. Er verleitet die Menschen dazu, Gottes Liebe und Weisheit zu bezweifeln, und möchte erreichen, dass ihr Geist dauernd in unehrerbietiger Neugier, in ruhelosem, forschenden Verlangen in die Geheimnisse göttlicher Macht und Weisheit einzudringen versucht. In ihrem Bemühen, das zu erforschen, was Gott nach seinem Willen vorenthalten hat, übersehen unendlich viele die Wahrheiten, die Gott offenbart hat und die für ihre Errettung notwendig sind. Patriarchen und Propheten 29-31 [ergänzt].

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    • Satan drängt: Verlass dich auf dich selbst! 16. Januar

      [Die Schlange sagte:] „Aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet — ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“ 1.Mose 3,5 (Hfa).

      Unsere Ureltern hörten auf den Versucher und verloren dadurch ihr schönes Heim in Eden. Satan traf mit seinen Versuchungen bei Eva auf offene Ohren; er spürte, dass sie geneigt war, dem Wort Gottes zu misstrauen ... Satan wollte ihnen die Übertretung des Gesetzes als wirklich segensreich erscheinen lassen und versuchte den Anschein zu erwecken, dass Gott ihnen etwas Großartiges vorenthielt, indem er ihnen verbot, die Frucht des einen Baumes zu essen. „Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet“, sagte er, „ihr werdet sein wie Gott“ — ihr werdet in Wissen und Macht wie Gott selbst werden. 1.Mose 3,5 (Hfa) ... Aber welch eine Öffnung [der Augen] war das! „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.“ Dieses Wissen erwarben sie tatsächlich, aber was war das für eine Erkenntnis? Es war das Wissen um den Fluch der Sünde, das sie erlangten. Eva begehrte das Objekt, das Gott verboten hatte. Sie zeigte, dass sie ihm und seiner Güte misstraute, und offenbarte ihr Verlangen, unabhängig zu sein und das zu tun, was sie für das Beste hielt. Eva bot Adam die Frucht an und wurde dadurch zu seinem Versucher. Sie würde wie Gott sein, sich selbst Gesetz sein und keine Einschränkung dulden. Aber das, was anscheinend eine kleine Sünde war, machte sie zur Übertreterin des göttlichen Gesetzes ..

      Der Herr Jesus kam in unsere Welt und wurde von demselben Feind auf die Probe gestellt. Er ging über den gleichen Boden, auf dem Adam fiel, aber er blieb standhaft. Er widerstand dem Teufel und wurde für die Menschheit zum Überwinder. Satan kam mit maßgeschneiderten Versuchungen zu Christus und wollte ihn dazu verführen, die Pläne und das Gesetz Gottes in Frage zu stellen und eine unabhängige Stellung einzunehmen. Doch dem Versucher wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht! Christus ließ sich auf keine Debatte mit Satan ein. Er begegnete dem Feind Gottes mit dem Wort Gottes: „Es steht geschrieben.“ Siehe Matthäus 4,3-10.

      „Wisst ihr nicht, dass ... ihr nicht euch selbst gehört?“ 1.Korinther 6,19. „Gott hat einen hohen Preis bezahlt, um euch freizukaufen.“ V. 20 (Hfa). Und was für ein Preis das war: das Opfer Christi, um eine zugrunde gehende Welt zu retten ... Alle, die sich mit Christus verbunden haben, werden sich innerlich von der Welt distanzieren und absondern. Siehe 2.Korinther 6,17. Sie werden sich nicht aus eigener Entscheidung „in die Welt“ hineinbegeben. Siehe Johannes 17,16.18. Sie werden sich durch ihre Bekanntschaften nicht auf den Weg der Versuchung begeben. Sie werden sich nicht von den Maßstäben der Welt prägen lassen, sondern es vorziehen, in die Schule Christi zu gehen und von dem großen Lehrer zu lernen. Er lädt jeden Menschen ein: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken ... Lernt von mir.“ Matthäus 11,28.29; Manuskript 21, 1898.


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    • Eine Warnung vor falschem Wissen, 17. Januar

      Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann und auch er aß davon. 1.Mose 3,6 (Hfa).

      Es gibt ein falsches Wissen — das Wissen um das Böse und die Sünde, das durch die listige Strategie Satans in diese Welt gekommen ist. Das Streben nach diesem Wissen wird durch ungeheiligte Wünsche und Ziele angetrieben. Seine Lektionen haben einen hohen Preis und doch wollen viele nicht einsehen, dass sie sie besser nicht gelernt hätten ...

      In der Berufsausbildung wie auch auf allen anderen Gebieten sind egoistische, nur aufs Diesseits ausgerichtete Ziele gefährlich für die Seele. Im Unterrichtssystem werden viele Ideen befürwortet, die nicht von dem Heiligen stammen, der in der Ewigkeit wohnt, sondern von Menschen, die ihre gelehrten Studien zum Götzen machen und eine Wissenschaft anbeten, die Gott von der Bildung ausschließt. Doch weil diese Irrtümer in ein attraktives Gewand gehüllt sind, werden sie allgemein angenommen ...

      Es ist gut, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen. Doch der Erwerb dieses Wissens ist das Verlangen vieler, die sich Gott nicht geweiht haben und nicht daran denken, wie sie ihre Errungenschaften nutzen werden. Die Welt ist voller Männer und Frauen, die keinen Sinn dafür haben, dass sie Gott für die ihnen anvertrauten Gaben verpflichtet sind ... Sie streben nach Auszeichnung.Ihr Lebensinhalt ist die Jagd nach einer Spitzenstellung ..

      Manche Menschen wurden von Gott mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ausgestattet. Sie sind tiefe Denker, tatkräftig und gründlich. Doch viele von ihnen sind auf die Erreichung ihrer egoistischen Ziele versessen ohne Berücksichtigung der Ehre und Verherrlichung Gottes. Einige dieser Menschen haben das Licht der Wahrheit erkannt, doch weil sie sich selbst verehrten und Gott nicht zur obersten Priorität in ihrem Leben machten, sind sie von der biblischen Wahrheit abgewichen und skeptisch und ungläubig geworden.

      Wenn diese Menschen durch Gottes Züchtigung gehemmt werden und durch Not und Kummer veranlasst werden, nach ihrer früheren Denkungsart zu fragen, wird der Nebel des Skeptizismus aus ihrem Denken verschwinden.Einige von ihnen bereuen, kehren zur ersten Liebe zurück und lenken ihre Füße auf den Weg, den der Herr den Erlösten gebahnt hat ... Wenn es zu diesem erstaunlichen Wandel kommt, werden die Gedanken vom Geist Gottes in neue Bahnen gelenkt, der Charakter wird verändert und das Verlangen der Seele streckt sich nach himmlischen Zielen aus ... Die Gnade, die Christus verleiht, ... wird sie zum Kreuz Jesu führen, und sie werden aktive, hingebungsvolle und loyale Mitarbeiter Gottes sein, die zur Ausbreitung der himmlischen Wahrheit beitragen.

      Manuskript 52, 1900; Manuscript Releases XX, 40.41.
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      Das geistliche Babylon
    • Es lohnt sich, die Gärten Eden und Gethsemane zu vergleichen, 18. Januar

      Durch Adams Ungehorsam wurden alle Menschen vor Gott schuldig; aber weil Jesus Christus gehorsam war, sollen alle von Gott freigesprochen werden. Römer 5,19 (Hfa).

      Das Leben Jesu Christi sollte gründlich durchdacht und ständig mit dem Wunsch studiert werden, die Gründe zu verstehen, die sein Kommen überhaupt nötig machten. Wir können die richtigen Schlüsse nur durch gründliches Erforschen der Heiligen Schrift ziehen. Dazu hat uns Christus aufgefordert, als er sagte: „Sie ist es, die von mir zeugt.“ Johannes 5,39. Beim Durchforschen der Bibel können wir den sittlichen Wert [und Nutzen] des Gehorsams entdecken im Kontrast zur Sündigkeit des Ungehorsams. „Wie durch den Ungehorsam eines Menschen die Vielen zu Sündern wurden, so werden durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.“ Römer 5,15.

      Studiert sorgfältig den Garten Eden mit seinem Schandfleck des Ungehorsams und vergleicht ihn mit dem Garten Gethsemane, wo der Erlöser der Welt übermenschliche Qualen litt, als die Sündenlast der ganzen Welt auf ihn gelegt wurde. Hört auf das Gebet des Gottessohnes: „Mein Vater, ist‘s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ Matthäus 26,39. Zum zweiten Mal betete er: „Mein Vater, ist‘s nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!“ V. 42. Er betete noch ein drittes Mal mit denselben Worten. Siehe V. 44. Hier [in Gethsemane] zitterte der geheimnisvolle Kelch in den Händen des Sohnes Gottes. Sollte er den blutigen Schweiß von seinem gequälten Gesicht wischen und die Menschheit einfach aufgeben? Ein schreckliches Bild erscheint vor seinem inneren Auge: das ganze Elend, der Jammer und Untergang einer verlorenen Welt.

      „Als er in ringendem Kampf war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen.“ Lukas 22,44 (EB). „Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.“ V. 43. Der Konflikt ist ausgestanden; Jesus hat sich entschlossen seinen Vater zu ehren, indem er dessen Willen erfüllt und den Fluch auf sich nimmt, der als Folge der Sünde auf der Menschheit liegt. Siehe Galater 3,13. „Er wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“ Philipper 2,8 (EB). Dies war in Adams Ungehorsam enthalten und zeigt, was der Gehorsam des Gottessohnes für uns bedeutet ...

      Das Glück der Menschen hängt vom Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes ab. Siehe 5.Mose 28,1-14. Indem sie Gottes Geboten gehorchen, sind sie von einem Schutzwall umgeben, der sie gegen das Böse abschirmt. Niemand kann auf Dauer glücklich sein, der sich von Gottes konkreten Forderungen abwendet und einen eigenen Maßstab aufrichtet, von dem man meint, ihn gefahrlos befolgen zu können.
      Manuskript 1, 1892; Manuscript Releases VI, 336-338.

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    • Die Konsequenzen der Sünde, 19. Januar

      Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. 1.Mose 3,8.

      Adam dachte nicht über die Konsequenzen nach, die sein Ungehorsam nach sich zog. Er entschied sich nicht, Gott zu verachten und widersprach ihm in keiner Weise; er handelte einfach gegen Gottes ausdrückliches Gebot. Siehe 1.Mose 3,17. Wie viele machen heute dasselbe und ihre Schuld wiegt viel schwerer, weil sie das Beispiel von Adams Ungehorsam mit seinen schrecklichen Konsequenzen haben, das sie vor den Folgen der Übertretung des Gesetzes Gottes warnt. Sie haben also völlige Klarheit über dieses Thema und können deshalb auch ihre Schuld nicht rechtfertigen, wenn sie Gottes Autorität leugnen und ihm nicht gehorchen ...

      Adam gab der Versuchung nach. Die Sache mit der Sünde und ihren Konsequenzen ist vor uns klar ausgebreitet, und wir können von der Ursache auf die Wirkung schließen: Wir können erkennen, dass nicht die Größe und Bedeutung einer Handlung die Sünde ausmacht, sondern der Ungehorsam gegen Gottes ausdrücklichen Willen, der eigentlich eine Leugnung Gottes ist, weil man die Gesetze seiner Regierung ablehnt ... Das Gesetz des Egoismus wird aufgerichtet und das eigene Wollen an die erste Stelle gesetzt. Wenn einem der erhabene und heilige Wille Gottes vorgestellt wird, dem man gehorchen, und den man respektieren und ehren soll, dann möchte der menschliche Wille lieber tun, was ihm passt und seinen eigenen Antrieben folgen. Dadurch kommt es zum Konflikt zwischen dem Menschen und Gott.

      Der Sündenfall unserer Ureltern zerbrach die goldene Kette des unbedingten Gehorsams des menschlichen Willens gegenüber dem göttlichen. Gehorsam wurde nun nicht mehr als absolute Notwendigkeit angesehen. Die Menschen folgen ihren eigenen Vorstellungen, wie Gott schon über die Bewohner der alten Welt [vor der Sintflut] urteilte: „Alles Dichten und Trachten ihres Herzens war nur böse immerdar.“ 1.Mose 6,5. Der Herr Jesus erklärte dagegen: „Ich [habe] die Gebote meines Vaters gehalten.“ Johannes 15,10 (EB). Wie hat er das getan? Als ein Mensch! „Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun“, o Gott.Hebräer 10,9. Vor den Anklagen der Juden stand er mit seinem reinen, tugendhaften, heiligen Charakter und forderte sie mit der Frage heraus: „Wer von euch überführt mich einer Sünde?“ Johannes 8,46 (EB) ...

      Wir sollen Gott nicht als übernatürliche Wesen dienen, sondern mit der Natur, die wir haben und die der Sohn Gottes erlöst hat. Durch die Gerechtigkeit Christi werden wir begnadigt vor Gott stehen und so, als hätten wir nie gesündigt. Wir werden niemals Kraft aus der Überlegung schöpfen, was wir vollbringen könnten, wenn wir Engel wären. Vielmehr sollen wir uns im Glauben an Jesus Christus wenden und unsere Liebe zu Gott zeigen, indem wir seinen Geboten gehorchen. Siehe 1.Johannes 5,3;
      Manuskript 1, 1892; Manuscript Releases VI, 337-342.

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    • Die Ergebnisse des Widerstrebens gegen Gottes Pläne, 20.Januar

      „Warum hast du das getan?“, wandte sich der HERR an die Frau.„Die Schlange hat mich dazu verführt!“, verteidigte sie sich. 1.Mose 3,3 (Hfa).

      Gottes Absicht bestand darin, den Himmel [an Stelle der gefallenen Engel] mit den Menschen zu bevölkern, wenn sie sich als gehorsam gegenüber jedem seiner Worte erweisen. Adam musste auf die Probe gestellt werden, damit deutlich wurde, ob er treu wäre wie die loyalen Engel, oder ungehorsam sein würde. Hätte er diese Prüfung bestanden, hätte er seine Kinder gelehrt, nur Gott treu zu bleiben. Sein Verstand und seine Gedanken wären dem Verstand und den Gedanken Gottes ähnlich gewesen ...

      Satan, der gefallene Engelfürst, war neidisch auf Gott. Er beschloss, die Absicht Gottes durch Scharfsinn, Täuschung und Betrug zu durchkreuzen. Er begegnete Eva nicht als Engel, sondern in der Gestalt einer Schlange, geschickt, schlau und hinterlistig. Er sprach sie an mit einer Stimme, die von der Schlange zu kommen schien ... Als Eva zuhörte, verblassten die warnenden Hinweise, die Gott gegeben hatte. Sie gab der Versuchung nach, und als sie dann Adam versuchte, vergaß er ebenfalls Gottes Warnungen. Siehe 1.Mose 3,1-6. Er glaubte den Worten, die der Feind Gottes gesprochen hatte ... Die Lüge, die Satan Eva erzählt hat — „Keineswegs werdet ihr sterben!“ (V. 4, EB) — ist seit Jahrhunderten von einer Generation zur nächsten wiederholt worden. So hat Satan unsere Ureltern versucht, und so versucht er uns auch heute ...

      Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, und ein Engel „mit einem blitzenden Schwert bewachte den Weg zu dem Baum des Lebens“ (V.23.24) und versperrte so dem untreuen und ungehorsamen Paar den Zugang, damit die Gesetzesübertretung nicht verewigt wurde [indem sie ewig lebten, siehe V. 22]. Beachte diesen Punkt: Der Herr hatte zu dem gefallenen und ungehorsamen Adam nicht das gleiche Vertrauen wie zu Adam, als er noch loyal und treu war und von „jedem Wort [lebte], das aus dem Mund Gottes ausgeht.“ Matthäus 4,4 (EB) ...

      Adams und Evas Augen wurden tatsächlich geöffnet, aber wofür? Sie sahen ihre Schande und ihren Untergang, sie erkannten, dass sie das himmlische Lichtkleid verloren hatten, das ihr Schutz gewesen war. Ihre Augen wurden geöffnet, und sie sahen ihre Nacktheit als Frucht ihrer Gesetzesübertretung.Siehe 1.Mose 3,7 ...

      Alle, die heute Satan gestatten, sie als Werkzeuge zu benutzen, um andere zum Ungehorsam gegen Gottes Gebote zu verleiten, stehen unter Gottes Fluch.Wir sind nur dann sicher, wenn wir von ganzem Herzen einem „So spricht der Herr“ vertrauen. Das ist eine Erklärung der Wahrheit. Wer sich mit seiner angeblichen Weisheit und Erhöhung, aus welchen Motiven auch immer, von der Wahrheit abbringen lässt und sich auf selbst gewählte Pfade wagt, folgt einem falschen Führer, der ihn auf Irrwege leiten wird.
      Brief 91, 1900.

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