Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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    • Gott schätzt geheiligte Kühnheit, wenn wir uns ihm nahen, 20. April

      Mose bat: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ 2.Mose 33,18.

      Wer eine verantwortliche Stellung [im Werk Gottes] bekleidet, muss erkennen, dass er zuerst bei Gott Einfluss haben muss, bevor er Menschen beeinflussen kann ... Gott hört auf die Bitten seiner selbstverleugnenden Mitarbeiter, die sich für den Aufbau seines Werkes einsetzen. Er ist sogar vom Himmel herabgekommen, um mit schwachen Sterblichen zu reden. Er hört nicht nur geduldig zu, sondern freut sich sogar über die hartnäckigen Bitten derer, die sich wirklich nach seiner Hilfe sehnen.

      Sein Diener Mose spürte seine Unzulänglichkeit für die große Aufgabe, die vor ihm stand, und bat mit einer Ausdauer, die beinahe anmaßend erschien, um die ständige Gegenwart Gottes. Doch er wurde deshalb nicht getadelt. Der hartnäckige Bittsteller bekam die Antwort: „Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten.“ 2.Mose 33,14. Damit wurde ihm versprochen, dass er alle seine Lasten bei Gott ablegen durfte. Doch Mose ist in Gedanken so bedrückt von der Last der ungeheuren Verantwortung, dass er sich noch näher zu Gott hin drängt und seine Bitte erweitert. Siehe V. 15.16. Und Gott antwortet: „Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.“ V. 17.

      Durch diesen Erfolg ermutigt, wagt sich Mose noch weiter vor. Er besitzt eine geheiligte Kühnheit, die ihn einen Punkt erreichen lässt, der sterblichen Menschen unbegreiflich ist. Der Diener Gottes ist durchs Gebet Gott immer näher gekommen und äußert nun eine Bitte, die noch kein sterblicher Mensch je auszusprechen gewagt hatte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ V. 18.Wird Gott seinen Knecht wegen dieser offensichtlichen Anmaßung zerschmettern? Zum dritten Mal kommt die Antwort: „Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen.“ V. 19 ...

      Wie tief lässt sich Gott zu uns Menschen herab! Die Hand, welche die Welt erschuf, nimmt den Glaubenshelden und stellt ihn in eine Felsspalte, um ihm seine Herrlichkeit zu offenbaren und all seine Güte an ihm vorübergehen zu lassen. Siehe V. 21.22 ...

      Der schärfste Verstand, die gründlichsten Forschungen, die glänzendste Rhetorik kann niemals die Weisheit und Macht Gottes bei denen ersetzen, die Verantwortung in seinem Werk tragen ... Gott hat alle Vorkehrungen getroffen, dass jeder Mitarbeiter die Hilfe bekommt, die nur Er allein geben kann. Wenn sie zulassen, dass sie von der Arbeit gehetzt, getrieben und verwirrt werden und keine Zeit für die persönliche Andacht und fürs Gebet haben, dann machen sie Fehler. Wenn Christus nicht seinen Schutzschild gegen Satan erhebt, wird er alle überwältigen, die sich bei der Erfüllung des Werkes in unserer Zeit engagieren.
      Manuskript 6, 1879.

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    • Himmlische Beobachter registrieren jedes Wort, 21.April

      Und sie sprachen: „Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ Und der HERR hörte es. 4.Mose 12,2.

      Aaron und Mirjam waren über Mose wegen seiner Ehe verärgert. Siehe 4.Mose 12,1 ... Sie meinten auch, Mose würde sich ihnen überlegen fühlen, während sie immer an zweiter Stelle standen. Diese Gefühle waren genau das, was Satan bei ihnen bewirken wollte. Sie waren ganz in seinem Sinne, damit er das Werk, das er im Himmel begonnen hatte, weiterführen konnte ... Satan konnte zwar den Kopf, die Vernunft und die Einsicht nicht beeinflussen. Aber er konnte einen Eindruck erwecken, der zu seinem subtilen Vorgehen passte ...Aaron und Mirjam wurden sich einig. Sie besprachen sich und sagten: „Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ Achte auf den folgenden Satz: „Und der HERR hörte es.“ 4.Mose 12,2.

      Der Herr hört vieles, was wir Menschen reden, und er weiß, dass der Strom des Bösen dadurch in Gang gesetzt wird, dass man heimlich böse Worte ausspricht. Würde man sich immer bewusst machen, dass ein Zeuge anwesend ist, der jedes Wort mit anhört, auch wenn es in einem abgeschirmten Zimmer gesprochen wird, gäbe es weniger persönliche Gespräche, bei denen menschliche Lippen den Verstand anderer mit Ideen und bösartigen Vorschlägen beeinflussen, die die Versuchungen des großen Verführers nachbeten ...

      Es gab Einen, der Mose verteidigen konnte. Höre sein Zeugnis. Seine Worte sind uns bis heute überliefert und beweisen, dass Gott ganz anders denkt als ungeheiligte Menschen.

      „(Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.) ... Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam, und die beiden gingen hin.“ 4.Mose 12,3.5.

      Dann wies er sie zurecht: „Hört, was ich euch sage! Wenn ich einem Propheten unter euch etwas mitteilen will, erscheine ich ihm in einer Vision oder spreche im Traum zu ihm. Mit Mose aber rede ich anders. Denn er ist mein treuer Diener, ihm habe ich mein Volk anvertraut. Ich rede mit ihm von Angesicht zu Angesicht ... Nach diesen Worten entfernte sich der Herr voller Zorn, und die Wolke verschwand vom heiligen Zelt. Als Aaron sich zu Mirjam umdrehte, war ihre Haut weiß wie Schnee, denn sie war aussätzig geworden!“ V. 6-10 (Hfa) ...

      Weil Aaron und Mirjam dadurch ausgezeichnet wurden, dass sie an der Führung des Volkes beteiligt waren, hielten sie sich Mose gegenüber für gleichberechtigt — und in der Tat hatten sie an dem Ganzen einen wichtigen Anteil. Sie waren der Meinung, dass ihnen ebenso wie Mose Ruhm und Ehre zustanden. Jeder von Gott gebrauchte Mensch sollte bedenken, dass in jeder Stellung, in die Gott ihn gestellt hat, er ihm völlig vertrauen muss.
      Brief 7, 1894.


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    • Achte darauf, keinen falschen Bericht zu geben, 22. April

      Gegen diese Völker können wir nicht antreten. Sie sind viel stärker als wir. 4.Mose 13,31 (Hfa).

      Im Werk Gottes werden junge Menschen gebraucht, solche, die sich in Projekten mit Interesse engagieren und sie schwungvoll und energisch vorantreiben. Doch der Herr ist bei den alten, standhaften Führern, — und wird zu ihnen stehen — die in gefährlichen Zeiten treu zur Wahrheit standen. Wenn den jungen Führern der Boden des Glaubens unter den Füßen weggezogen zu werden scheint und ihre Häuser einstürzen (siehe Matthäus 7,27), dann wird man von den alten Kämpfern das Zeugnis hören, ähnlich wie es damals Kaleb äußerte: „Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!“ 4.Mose 13,30 (Hfa). Doch schon meldete sich der Unglaube zu Wort: „Wir können es nicht! Das Volk im Land ist viel stärker als wir!“ V. 31 (GNB). Ein zweifelndes Wort bahnt weiterem Unglauben den Weg. Satan lässt einen Menschen nicht so leicht in Ruhe, den er dazu bringen kann, Gott zu entehren, indem er seinen Unglauben ausspricht ...

      Welche Wirkung hatte dieser Bericht auf die Versammlung? ... „Alle miteinander lehnten sich gegen Mose und Aaron auf, sie murrten und sagten: ‚Wären wir doch lieber in Ägypten gestorben oder unterwegs in der Wüste!‘“ 4.Mose 14,2 (GNB) ...

      Das vierzehnte Kapitel des vierten Buches Mose sollte jeder gründlich lesen, um zu erkennen, was dabei herauskommt, wenn Menschen einen falschen Bericht geben wie damals die Kundschafter, die die Wege für mehr als eine Million Menschen erkunden sollten ...

      Jene, die mit ihren entmutigenden Berichten das ganze Lager ansteckten, dienten mit ihrer Rebellion den satanischen Mächten — obwohl [Josua und Kaleb] ihnen widersprachen. Siehe 4.Mose 14,6-9. Sie zogen die entmutigte Menschenmenge auf ihre Seite, weil die ihren Interpretationen der Zustände im verheißenen Land glaubte. Das Volk stellte sich auf die falsche Seite.Angestachelt von bösen Engeln, schrien sie die treuen Kundschafter nieder. Sie wollten Josua und Kaleb steinigen (siehe V. 10), nur weil die es wagten eine zutreffende Schilderung des Landes zu geben.

      Aber es gibt immer einen Beschützer für Menschen, die die Wahrheit bezeugen. Wodurch wurde das Leben von Josua und Kaleb gerettet? „Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor den Augen aller Israeliten über dem Heiligen Zelt.“ V. 10 (GNB) ...

      Hier haben wir einen eindeutigen Beweis dafür, dass Gott über das rebellische Volk zornig war — über Menschen, die mit großer Erkenntnis beschenkt wurden und wertvolle Gelegenheiten hatten, Gottes Willen zu erkennen, der ihnen von Christus selbst mitgeteilt worden war, ihrem in der Wolken- und Feuersäule verborgenen Führer. Siehe 1.Korinther 10,1-4. Brief 106, 1897; Manuscript Releases XV, 289-291.

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    • Äußere keine Worte des Unglaubens, 23.April

      Wir haben das Land durchzogen, in das du uns geschickt hast, und wir haben alles genau angesehen. Es ist wirklich ein Land, das von Milch und Honig überfließt.Sieh hier seine Früchte! 3.Mose 13,27 (GNB).

      Bisher hatten die Kundschafter Worte des Glaubens gesprochen, aber was kam dann? Nachdem sie die Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes geschildert hatten, ließen sich außer zweien sämtliche Kundschafter über die Probleme und Gefahren aus, die den Israeliten bevorstanden, falls sie das Land Kanaan wirklich erobern wollten ...

      Ihr Unglaube warf einen düsteren Schatten über die Versammlung. Jammern und Klagen mischte sich plötzlich mit dem Murmeln verwirrter Stimmen. Kaleb erfasste die Situation und versuchte mit aller Kraft dem schlechten Einfluss entgegenzuwirken, der durch seine ungläubigen Kameraden erzeugt worden war. Er widersprach ihrem Bericht nicht, denn die Mauern waren hoch und die Kanaaniter waren stark. Doch Gott hatte dieses Land seinem Volk Israel als Besitz zugesagt.

      Kaleb drängte: „Lasst uns gleich losziehen und das Land in Besitz nehmen, denn wir können es mit Sicherheit erobern!“ Doch die zehn anderen unterbrachen ihn und malten die Hindernisse in noch schwärzeren Farben. „Gegen diese Völker können wir nicht antreten. Sie sind viel stärker als wir ... Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig. Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt.“ 4.Mose 13,33 (Hfa).

      Es stimmt schon, dass Menschen, verglichen mit dem Gott Israels, eher Heuschrecken ähneln. Doch als die Kundschafter die Israeliten mit Heuschrecken gleichsetzten — im Gegensatz zu den Kanaanitern —, wurde deutlich, wie wenig sie Gott vertrauten. Die Israeliten hatten die mächtigen Kräfte des Himmels auf ihrer Seite. Der Eine, der sie — in der Wolkensäule verborgen — durch die Wüste führte, kämpfte ja für sie. Sie hatten seine Macht am Roten Meer erlebt, als sein Wort das Wasser teilte und ihnen einen Weg mitten durchs Meer bahnte. Trotzdem ließen die Kundschafter zu, dass ihre Gedanken von Zweifeln erfüllt wurden, als sie die hohen Stadtmauern im verheißenen Land sahen. Mit dieser Einstellung kehrten sie zurück und gaben einen Bericht ohne Gottvertrauen ...

      Das zeigt uns, was Verzweiflung und Unglaube anrichten können.Meine lieben Brüder und Schwestern, denkt daran, dass Schweigen Beredsamkeit ist, wenn euch Gedanken des Unglaubens und Misstrauens kommen. Äußert keine Worte des Unglaubens, denn sie sind wie Samen, der aufkeimt und entsprechende Frucht bringt. Wir alle reden zu viel und beten zu wenig. Wir denken an die Probleme, mit denen wir uns herumschlagen, und reden über sie. Dabei vergessen wir, dass wir dem Herrn vertrauen dürfen.Gottes Geist würde viel für Gottes Volk bewirken, wenn wir ihm Gelegenheit dazu geben würden!
      Manuskript 10, 1903.

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    • Vertrauen und gehorchen lernen, 24. April

      Mose wandte ein: „Wenn du nun ganz Israel auf einen Schlag tötest, dann werden alle diese Völker, die schon so viel von dir gehört haben, davon erfahren und sagen: ‚Der Herr konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er ihnen mit einem Eid versprochen hat. Er hat sie in der Wüste abgeschlachtet‘.“ 4.Mose 14,13.15.16 (Hfa).

      Der Herr hatte Abraham versprochen, dass er seine Nachkommen nach 400 Jahren aus der Sklaverei befreien werde. Siehe 1.Mose 15,13.14. Dieses Versprechen war erfüllt ... Und nun standen sie an der Grenze des verheißenden Landes und machten Gott Schande, indem sie misstrauischen Gedanken nachgaben. Siehe 4.Mose 14,1-3.

      Wir werden immer wieder in schwierige Situationen kommen, aber sollen wir bis dahin warten, bevor wir lernen zu vertrauen und zu gehorchen? Jetzt und hier haben wir die Chance und das Vorrecht dazu. Wenn uns die Wahrheit erleuchtet, sollten wir die Lektion lernen. Lasst uns Gott anflehen, dass er uns eine rechte Erkenntnis seines Charakters gibt und uns zum Gehorsam bereit macht.

      Wir sollen in der Kraft und Stärke des Gottes Israels standhalten. Werden wir das tun, liebe Schwestern und Brüder? Oder werden wir murren und klagen, die Hindernisse von allen Seiten betrachten und aus einem Maulwurfshügel einen Riesenberg machen? Gott gibt seinem Volk heute dieselben Beweise seiner Macht, wie damals den Israeliten, weil er unseren Glauben stärken will.Werden diese Beweise keine Wirkung zeigen? Oder werden wir uns so verhalten, als hätte Gott nicht zu unseren Gunsten eingegriffen? Der Herr möchte, dass wir seine Macht anerkennen und seine Gnade und seine großartige Rettungstat schätzen, die er unendlich teuer bezahlte — mit dem Tod seines einzigartigen Sohnes.

      Wir leben jetzt in der Bewährungszeit, in der wir getestet und auf die Probe gestellt werden. Gott prüft sein Volk, weil er sehen möchte, ob er zu unseren Gunsten eingreifen kann. Er kann nicht für uns wirken, wenn wir unsere Herzen den Einflüssen des Feindes öffnen. Er kann nicht mit uns zusammenarbeiten, wenn wir Menschen vertrauen, statt auf Jesus zu blicken und uns über seine Güte und Liebe zu freuen. Er möchte uns zu einem Volk machen, durch das er seine Schönheit und Gnade demonstrieren kann. Er wird es auch tun, wenn wir ihm die Möglichkeit dazu bieten, indem wir die Fenster unserer Seele für den Himmel öffnen und gleichzeitig gegen alles irdische Murren, Klagen, Jammern und Herumnörgeln verschließen ...

      Wer heutzutage die auserwählten Mitarbeiter Gottes anklagt und dadurch das Vertrauen der Gemeindeglieder untergräbt, tut dasselbe wie damals die Israeliten. Der Herr hört jedes murrende Wort. Er hört jedes Wort, das von dem Einfluss derer ablenkt, die sich von ihm gebrauchen lassen und die Wahrheit verkünden, die Gottes Volk darauf vorbereiten soll, in den letzten Tagen standzuhalten.
      Manuskript 10, 1903; The General Conference Bulletin, 30. März 1903, p. 20.

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    • Menschen wie Kaleb werden dringend gebraucht, 25.April

      Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murrte, und sprach: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“ 4.Mose 13,30.

      Menschen wie Kaleb sind während verschiedener Perioden der Geschichte des Werkes sehr nötig gewesen. Auch heute brauchen wir Mitarbeiter, die absolut treu sind und dem Herrn von ganzem Herzen folgen, Mitarbeiter, die nicht schweigen, wenn sie sprechen sollten, und die zu ihren Grundsätzen stehen, als wären sie aus Stahl, die nicht nach außen hin etwas vorgeben, was sie innerlich gar nicht sind, sondern die demütig mit Gott leben: geduldig, freundlich, pflichtbewusst und höflich, Mitarbeiter, die wissen, dass die Wissenschaft des Gebets darin besteht, dass man Vertrauen wagt und Werke zeigt, die Gott verherrlichen und zum Besten seines Volkes dienen ...

      Gott will keine Leiter in seinem Werk haben, die einen zwiespältigen Dienst tun. Seine Diener sollen den Standpunkt einnehmen, dass sie nichts Böses gut heißen. Wer Jesus folgen will, muss sich zunächst von ganzem Herzen zu ihm bekehren und diese Hinwendung jeden Tag wiederholen.

      Es kommt vor, dass ein Mensch durch eine Krise im Charakter festgelegt worden ist ... Manchmal haben Mitarbeiter ihr geistliches Wahrnehmungsvermögen ausgeschaltet. Sie können nicht zwischen dem Heiligen und dem Gewöhnlichen unterscheiden. Ihre Stimme ist dann am lautesten, wenn sie dem Feind in die Hände arbeiten. Es würde ihnen besser bekommen, wenn sie den Mund hielten. Das wäre echte Stärke. Schweigen ist in diesem Fall besser als viel reden. Es kommt eben darauf an, ob jemand den Standpunkt des Herrn vertritt oder die Meinung Satans.

      Gottes Volk von heute hat viel mehr Erkenntnis als damals die Israeliten. Wir haben nicht nur mehr Licht, sondern auch die Anweisungen, die Gott durch Mose an das Volk weitergab. Gott definierte den Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Gewöhnlichen sehr genau und wollte, dass dieser Unterschied auch sorgfältig beachtet wird ...

      Der Herr gab seinem Volk große Erkenntnis und wertvolle Anweisungen.Welchen Kummer, welche Scham, welche Seelenqual mussten Gottes treue Diener erleiden, die dabeistanden — wie damals Josua und Kaleb —, als Gottes Volk seinen Führer verwarf ... und einen der Aufrührer wählte, der sie nach Ägypten zurück führen sollte. Siehe 4.Mose 14. Mit ihrem Gejammer beleidigten die Israeliten Gott höchstpersönlich. Gott hatte ihnen doch gezeigt, dass das Land Kanaan nun ohne Schutz war, so dass sie es einnehmen konnten.

      Kaleb brachte zum Ausdruck, was damals galt und auch in Zukunft gültig ist: „Das Land, das wir erkundet haben, ist sehr gut! Dort gibt es alles im Überfluss!Wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns dorthin bringen und uns das Land schenken. Lehnt euch nicht gegen ihn auf! Ihr müsst keine Angst vor den Leuten dort haben. Wir werden sie leicht überwältigen, denn sie haben keinen Schutz mehr. Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der Herr ist auf unserer Seite!“ 4.Mose 14,7-9 (Hfa).
      Brief 39, 1899.

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    • Wenn wir vor Schwierigkeiten und Prüfungen stehen, 26. April

      Diese Leute hier werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vorfahren versprochen habe. 4.Mose 14,23 (Hfa).

      Wenn es in irgendeinem Bereich der Gemeindearbeit Probleme gibt, — und damit muss man rechnen, denn die kämpfende Gemeinde ist noch nicht die siegreiche Gemeinde — dann schaut der ganze Himmel zu, um zu sehen, wie Menschen sich verhalten, denen eine heilige Verantwortung übertragen wurde. Einige werden straucheln, einige werden auf verführerische Geister hören, einige werden die Dunkelheit wählen statt des Lichts, weil sie Gott nicht treu sind. Doch alle, die mit Christus eng verbunden bleiben, werden nicht versagen. Genau wie ihr Meister werden sie sich nicht entmutigen lassen ...

      Der Herr fordert unsere ungeteilte Zuneigung. Wenn Menschen nur mit halbem Herzen auf seiner Seite stehen, werden sie in der Bewährungsprobe scheitern. Sobald der Feind seine Truppen zum Angriff auf sie loslässt und der Kampf heiß wird, zu einer Zeit, wenn die gesamten Verstandeskräfte und alle Fähigkeiten eines weisen Strategen nötig sind, um den Feind zurückzuschlagen, werden die Halbherzigen ihre Waffen gegen die eigenen Kämpfer richten. Sie schwächen die Hände derer, die für den Kampf stark sein sollten.

      Gott stellt alle auf die Probe, die die Wahrheit kennen, um zu sehen, ob sie zuverlässig für den Herrn kämpfen, wenn sie unter Druck gesetzt werden von „Mächtigen und Gewaltigen, nämlich ... den Herrn der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, [von] den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Epheser 6,12. Gefährliche Zeiten stehen uns bevor. Unsere einzige Sicherheit liegt in der Macht Gottes, die uns Tag für Tag verändert, wenn wir uns voll und ganz ihm hingeben und seinen Willen tun wollen und wenn wir mit ihm leben, als könnten wir ihn sehen. Siehe 1.Petrus 2,9.

      Wenn wir an der Grenze des verheißenen Landes stehen, sollte keiner von uns die Sünde der treulosen Kundschafter wiederholen ... Sie vermittelten den Eindruck, es wäre dumm und anmaßend, die Eroberung dieses Landes zu planen. Mit ihrem Unglauben steckten sie die ganze Versammlung an. Siehe 4.Mose 13,31-33; 14,1.2 ...

      Während die Menschen dem Zweifel Raum gaben und dem Bericht der treulosen Kundschafter glaubten, verstrich die goldene Gelegenheit. Die Bewohner des Landes wurden zum entschlossenen Widerstand aufgerüttelt.Weil Gottes Volk boshaften Unglauben hegte und sich gegen Gott auflehnte, konnte der Herr nicht zu seinen Gunsten eingreifen und damit seine Größe und seine Liebe zu seinem Volk unter Beweis stellen. Seine ursprünglichen Pläne konnten nicht verwirklicht werden ... Soll in diesen letzten Tagen Ähnliches geschehen, bevor wir ins himmlische Kanaan einziehen? Sollte Gottes Volk etwa demselben Geist nachgeben, der damals unter den Israeliten deutlich wurde? Männer und Frauen, die voller Zweifel und Kritikgeist stecken und über alles klagen, streuen Samen des Unglaubens und Misstrauens aus, die eine reiche Ernte hervorbringen.
      Manuskript 6, 1892.

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    • Echte moralische und geistige Stärke stammt von Gott, 27.April

      Nur meinen Diener Kaleb will ich in das Land bringen, das er erkundet hat; seine Nachkommen sollen dort leben. Denn in ihm war ein anderer Geist, er ließ sich nicht beirren und hat mir vertraut.4.Mose 14,24 (GNB).

      Die ganze Christenheit ist in den großen Kampf zwischen Glauben und Unglauben verwickelt. Jeder wird schließlich auf einer Seite stehen. Einige erwecken den Anschein, als blieben sie neutral; es sieht so aus, als würden sie sich nicht gegen die Wahrheit entscheiden. Doch sie stehen auch nicht mutig für Christus ein, weil sie fürchten ihren Besitz zu verlieren oder sich in Misskredit zu bringen. Solche Menschen werden schließlich zu den Feinden Gottes gezählt. Moral und Anstand können nicht von der Religion getrennt werden. In diesen letzten Tagen sind konservative Traditionen, die von außergewöhnlichen Persönlichkeiten der Vergangenheit aufgestellt und von gebildeten Menschen vertreten werden, nicht unbedingt ein sicherer Führer für uns. Der große Kampf, der vor uns liegt, ist mit nichts zu vergleichen, was es früher einmal gab ...

      Keiner von uns ist sicher. Nicht einmal unsere Erfahrungen der Vergangenheit sind eine Garantie, wenn wir nicht so eng verbunden mit Christus leben, als sähen wir ihn. An jedem Tag und in jeder Stunde müssen wir von den Prinzipien der biblischen Wahrheit motiviert sein — von Gerechtigkeit, von Gnade und von der Liebe Gottes. Jeder Mensch, der moralische und intellektuelle Stärke besitzen möchte, muss sie von der Quelle beziehen — von Gott selbst. Frage dich bei jeder Entscheidung: „Möchte der Herr das so haben?“ Mit der aufgeschlagenen Bibel vor dir kannst du deinen geheiligten Verstand und dein reines Gewissen konsultieren. Dein Herz muss vom Geist Gottes bewegt sein, deine Seele von ihm berührt, deine Vernunft und dein Intellekt von ihm geweckt sein. Die heiligen Prinzipien, die in seinem Wort niedergeschrieben sind, werden dich erleuchten und dir den Weg weisen.Ich sage dir: ... unsere wahre Quelle der Weisheit, Tugend und Stärke ist das Kreuz von Golgatha. Jesus Christus ist der „Anfänger und Vollender des Glaubens“. Hebräer 12,2. Er sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Jesus ist der einzig zuverlässige Garant für intellektuellen Erfolg und Fortschritt.

      Wir müssen in allen Dingen Selbstbeherrschung praktizieren, damit unser Geschmack veredelt wird, unsere Esslust kontrolliert und unsere Leidenschaften beherrscht werden. Der Herr Jesus kann uns jede Gnadengabe schenken. Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Sanftmut, Güte, Vertrauen, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung heißen die Früchte, die am Baum des wahren Christseins wachsen. Siehe Galater 5,22.23 (EB) ... Wenn du von Gott erleuchtet werden willst, dann geh zum Thron der Gnade und du wirst Antwort bekommen. Der Vater und der Sohn haben einen Bund geschlossen, der besagte, dass die Welt durch Christus erlöst und freigekauft werden sollte.Er hat sich selbst geopfert, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben bekommt. Siehe Johannes 3,16. Keine menschliche Macht und kein Engel konnten einen solchen Bund schließen.
      Manuskript 16, 1890.

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    • Nimm Zurechtweisung an und profitiere von ihr, 28.April

      Ihr nehmt euch zuviel heraus! Alle Israeliten gehören dem HERRN in gleicher Weise, und er ist mitten unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN? 4.Mose 16,3 (GNB).

      Manche Menschen geben zu, dass sie der Sache Gottes geschadet haben, wenn man sie korrigiert. Andere aber behaupten, der Kritiker habe eine lieblose Einstellung; dabei hatte er doch wahre Freundschaft bewiesen, indem er sie auf ihre Fehler hinwies. Manche werden unverschämt oder respektlos gegenüber denen, die sie zurechtweisen, oder sie setzen die Maske gekränkter Unschuld auf. Diese Märtyrermine ist eine gefährliche Heuchelei und soll Menschen täuschen, die sich leicht blenden lassen und immer schnell mit einem Übeltäter sympathisieren ...

      [Korah, Datan und Abiram] beklagten sich und beeinflussten das Volk derart, dass es sich an ihrem Aufruhr beteiligte. Auch nachdem Gott seine Hand ausgestreckt hatte und die Übeltäter im Erdboden verschwinden ließ, worauf alle anderen schockiert zu ihren Zelten flohen, war der Geist der Rebellion noch nicht kuriert. Siehe 4.Mose 16,18-34. Wie sehr sie sich in diese Feindseligkeit hineingesteigert hatten, wurde deutlich, als der Herr sein Gericht vollstreckte. Am Morgen nach der Hinrichtung von Korah, Dathan, Abiram und ihren Verbündeten kamen die Leute zu Mose und Aaron und warfen ihnen vor: „Ihr habt das Volk des HERRN getötet!“ 4.Mose 17,6 (GNB).Wegen dieser falschen Anklage gegen Gottes Diener wurden Tausende getötet, denn sie waren voller Sünde, Arroganz und vermessener Bosheit. Siehe V. 14.

      Welches Gewicht wird dieses Beispiel aus der Geschichte Israels heute für uns haben? Sollen angeblich Gläubige sich dazu hinreißen lassen, aufgrund ihrer vordergründigen Gefühle zu urteilen, wie es damals die Israeliten taten?Wenn die Diener Gottes dazu aufgerufen werden, die unangenehme Aufgabe der Zurechtweisung auf sich zu nehmen, sollte sich kein anderer einmischen und zwischen den Übeltäter und Gott stellen. Wenn du die Angelegenheit nicht so siehst, wie sie dargestellt worden ist, dann halte dich zurück. Lass die Pfeile des Allmächtigen dort treffen, wo er sie hingelenkt hat ...

      Tadel und Zurechtweisung können und werden schneller auf etliche zukommen, als sie meinen. Gott hält das Werk in seiner Hand. Es werden Erklärungen abgegeben werden, die den Glauben und die Treue der Gemeinde auf die Probe stellen. Unter denen, die große Erkenntnis hatten, gibt es auch solche, die sich innerlich weit von Gott entfernt haben und im Herzen von ihm abgefallen sind ... Aber wir dürfen uns darüber freuen, dass es noch nicht zu spät ist, Fehler zu korrigieren. Jesus ist ein auferstandener, lebendiger Erlöser und er verteidigt uns vor dem himmlischen Gerichtshof. „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“ 1.Johannes 2,1. Sobald Sünder ihre Schuld einsehen, weil sie vom Wort Gottes überführt wurden, sobald sie bereuen und innerlich zerknirscht um Vergebung bitten und ihre Schuld eingestehen, wird der Herr sie hören und antworten.
      Brief 12, 1893.

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    • Gott — und nicht uns — gebührt die Ehre, 29. April

      [Mose] hob den Stab und schlug zweimal damit gegen das Gestein.Da strömte eine große Menge Wasser heraus ... Aber der Herr sprach zu Mose und Aaron: „Ihr habt mir nicht vertraut und meinen heiligen Namen nicht geehrt, sondern euch selbst in den Mittelpunkt gestellt.“ 4.Mose 20,11.12 (Hfa).

      Es wäre die größte Dummheit in der Welt, wenn einer von uns sich auf seinen Erfolg etwas einbildete. Je demütiger wir mit Gott wandeln, um so mehr wird er sich uns zeigen und uns helfen. Der Herr hat nie geplant, seine Diener mit einer Arbeit zu beauftragen, die den entschiedenen Widerstand Satans und der bösen Engel hervorruft, ohne ihnen auch seine göttliche Hilfe zu gewähren. Der Grund, weshalb wir deshalb bei unseren Missionsprojekten so wenig Erfolg haben, liegt darin, dass wir uns mehr auf unsere eigenen Anstrengungen verlassen als auf die Hilfe, die Gott uns gewähren will ...Bedenke, wie Satan seine Mitarbeiter beherrscht und durch sie wirkt, um sein Werk der Finsternis und Täuschung voranzubringen. Du kannst darauf vertrauen, dass Jesus noch viel mehr für dich tun wird, damit du das Werk vollbringen kannst, das er dir aufgetragen hat ...

      Der ganze Himmel nimmt Anteil an den Aktivitäten derer, die ins Reich Gottes kommen sollen. Christus sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Deshalb können wir auch nicht ein winziges Stück Ruhm für uns selbst beanspruchen. Wenn du dich auch schwach fühlst, kannst du dich mit dem allmächtigen Gott verbünden. Ich weiß, dass ich nichts bin, doch Jesus ist ein mächtiger Retter. Ich kann nichts tun, doch Jesus kann großartige Dinge vollbringen. Gott möchte, dass ich mitarbeite, doch mein Einsatz wird ohne seine Hilfe nutzlos bleiben.

      Die Israeliten riefen immer wieder: „Mose hat das getan!“ und verloren dabei Gott aus den Augen. Gott wollte seinem Volk eine Lehre erteilen, und als Mose es wagte, die Ehre für sich zu beanspruchen, zeigte er dem Volk, dass nicht Mose, sondern Er selbst das Wasser aus dem Felsen hervorgebracht hatte.Schließlich hörte Mose das Urteil: „Du wirst nicht in das heilige Land kommen.“ Siehe 4.Mose 20,10-12. Der Herr demonstrierte dem Volk Israel, wer es in Wirklichkeit führte.

      Wenn wir unsere Nichtigkeit spüren, hält es Christus für die richtige Zeit, uns seinen Geist zu geben. Er will uns mit seinem Heil umhüllen, wenn wir alle Verdienste und die ganze Ehre ihm zugestehen. Siehe 1.Korinther 1,30.31. Der Herr helfe uns, meine lieben Brüder und Schwestern, die kostbaren Lektionen in der Schule Christi zu lernen. Diese Lektionen heißen Sanftmut und Herzensdemut. Siehe Matthäus 11,29. Einige lernen diese Lektionen nie. Sie arbeiten aus sich heraus und begreifen gar nicht, wer die Quelle ihrer Kraft und Stärke ist.
      Manuskript 8, 1886.


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    • Unglaube und Unzufriedenheit erheben Satan, 30.April


      Der HERR sprach zu Mose: „Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange. Und es wird geschehen: jeder, der gebissen ist und sie ansieht, wird am Leben bleiben.“ 4.Mose 21,8 (EB).

      Die Lektion, die Christus den Israeliten durch Mose in der Wüste erteilte, gilt allen, die unter der Krankheit Sünde leiden. Aus der Wolkensäule sprach Christus mit Mose und wies ihn an, eine kupferne Schlange zu formen und sie an einer Stange hoch aufzurichten. Alle, die von den Giftschlangen gebissen wurden, sollten zu ihr aufsehen und leben.Siehe 4.Mose 21,6-9. Was wäre geschehen, wenn sie stattdessen gesagt hätten: „Ich glaube nicht, dass es mir helfen wird dorthin aufzusehen, ich leide zu sehr unter dem Biss der Giftschlange.“?Das Erziehungsziel hieß Gehorsam, bedingungsloser und blinder Gehorsam, ohne vorher erst nach dem Grund zu fragen oder die Wissenschaftlichkeit der Sache zu klären ...


      Der Blick auf dich selbst wird dir weder Licht noch Hoffnung oder gar Frieden spenden. Je länger du grübelst, um so düsterer wird dir alles erscheinen und um so mutloser wirst du werden. Du erfreust den Feind Gottes und der Menschen sehr, wenn du in der dunklen Höhle bleibst, wo dich nicht ein einziger Lichtstrahl des Lebens erreicht.


      Wenn Männer und Frauen nur wahrnehmen könnten, wie sehr sie durch ihren Unglauben und ihr Jammern und Klagen Satan erhöhen und ihm Ehre geben, während sie gleichzeitig Jesus Christus in seinem Wirken seiner Ehre berauben, sie ganz und gar von aller Sünde zu erlösen! ... Er zerbrach die Ketten des Grabes und kam heraus, nahm das Leben wieder an sich, das er für uns hingegeben hatte. Siehe Johannes 17.18. Er fuhr zum Himmel auf, führte das Gefängnis [des Todes] gefangen und empfing von Gott Gaben, die er uns weitergibt.Siehe Epheser 4,8 (Anmerkung LB). All seine Leiden erduldete er für uns ... Er will unser Helfer sein und unsere Zuflucht, immer dann, wenn wir ihn brauchen. In unserem christlichen Leben sollte erkennbar sein, dass er ein völlig genügender und gegenwärtiger Erlöser ist.


      Schau einfach zu ihm auf und lebe. Wir verunehren Gott, wenn wir nicht aus dem dunklen Keller des Zweifels in den oberen Saal der Hoffnung und des Glaubens hinaufsteigen. Wenn das Licht in voller Kraft leuchtet, wollen wir uns mit der starken Hand des Glaubens an Jesus Christus klammern. Hör auf, deine Zweifel zu pflegen, indem du sie äußerst und dadurch in das Denken anderer Menschen einpflanzt. Auf diese Weise wirst du zum Mitarbeiter Satans! Sprich stattdessen über den Glauben, lebe ihn aus und kultiviere die Liebe zu Gott. Zeige der Welt, was Jesus dir alles bedeutet.Verherrliche seinen heiligen Namen. Erzähle von seiner Güte, sprich von seiner Gnade und erzähle von seiner Macht.
      Manuskript 42, 1890.

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    • In einer Vision sah Mose das verheißene Land, 1. Mai

      Du darfst das Land, das ich dem Volk Israel gebe, aus der Ferne sehen, aber du selbst wirst nicht hineinkommen.5.Mose 32,52 (GNB).

      Als Mose seine Erlebnisse als Führer des Volkes Gottes überschaute, beeinträchtigte eine falsche Handlung seine Lebensgeschichte. (Siehe 4.Mose 20,12.13; 5.Mose 32,51.) Wenn nur jene Sünde ausgelöscht werden könnte, würde er nicht mehr vor dem Tode zurückschrecken. Aber er war sich gewiss, dass Reue und Glauben an das verheißene Opfer alles waren, was Gott verlangte, und so bekannte Mose noch einmal seine Schuld und flehte im Namen Jesu um Vergebung.

      Und nun eröffnete sich ihm in einem Gesicht das Panorama des ganzen verheißenen Landes.Jedes seiner Teile breitete sich vor ihm aus, nicht matt und unbestimmt in trüber Ferne, sondern in voller Schönheit stellte es sich seinen entzückten Blicken dar. Nicht in seiner damaligen Verfassung wurde es ihm gezeigt, sondern wie es unter Gottes Segen in Israels Besitz einmal werden würde. Ihm war, als sähe er ein zweites Eden. Die Berge waren von den Zedern des Libanon bedeckt, die Hügel mit reichen Ölbäumen und duftenden Weinstöcken; weite grüne Ebenen leuchteten im Blumenschmuck und zeugten von reicher Fruchtbarkeit. Hier gab es tropische Pflanzen, dort wogende Kornfelder, sonnige Täler, erfüllt vom Rauschen der murmelnden Bäche und dem Gesang der Vögel.Ansehnliche Städte und schöne Gärten wechselten ab mit fischreichen Seen. Herden weideten an den Abhängen, und selbst zwischen den Felsen sammelten wilde Bienen ihren Honig ...

      Mose sah das auserwählte Volk in Kanaan wohnen, jeden Stamm in seinem Besitztum. Er tat einen Blick auf die Geschichte der Israeliten nach der Niederlassung im verheißenen Lande. Es war eine lange, traurige Darstellung ihres Abfalls und seiner Bestrafung, die vor ihm aufgetan wurde. Er sah, wie sie um ihrer Sünde willen unter die Heiden verstreut wurden und der Ruhm von Israel wich; wie ihre schöne Stadt in Trümmern lag und sie selbst als Gefangene in fremden Ländern lebten. Er sah sie in das Land ihrer Väter zurückkehren und schließlich unter die Herrschaft Roms kommen.

      Er durfte den Zeitenlauf bis zur ersten Ankunft unseres Heilandes verfolgen und Jesus als Kind in Bethlehem schauen ... Mose folgte dem Heiland nach Gethsemane, erlebte seine Todesangst im Garten, den Verrat, die Verhöhnung und Geißelung — die Kreuzigung ...

      Und dann bot sich seinem inneren Blick noch ein Bild: die vom Fluch befreite Erde, lieblicher als das Land der Verheißung, das sich unlängst vor ihm ausbreitete. Dort gibt es keine Sünde, und der Tod hat keinen Zutritt. Siehe Offenbarung 21,1.4.Dort finden die Geretteten aus allen Völkern ihre ewige Heimat.
      Patriarchen und Propheten 454-457.

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    • Das Grab kann Gottes schlafende Heilige nicht halten, 2. Mai

      Und Mose, der Knecht des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Wort des HERRN. 5.Mose 34,5 (EB).

      Nachdem die Sünde in die Welt gekommen war, hatte Gott das Paradies von der Erde fortgenommen, weil er nicht zulassen wollte, dass Eden vom Fluch gezeichnet wurde ... Als Mose diesen herrlichen Garten [in einer Vision] sah, lag helle Freude auf seinem Gesicht. Doch der Knecht Gottes wurde in noch fernere Zeiten versetzt: Er sah die durch Feuer von jeder Spur der Sünde gereinigte Erde, die den Heiligen in ihrem erneuerten Zustand als ewiger Besitz übergeben wird. Siehe 2.Petrus 3,10.13. Er sah, wie die Herrschaft über die Reiche dieser Erde den Heiligen des Höchsten übertragen wurde. Siehe Daniel 7,27 ...

      Auf der neuen Erde werden die Prophezeiungen wahr werden, von denen die Juden meinten, sie würden sich beim ersten Kommen Christi erfüllen. Die Heiligen werden dann errettet und unsterblich sein. Auf ihren Häuptern werden sie die Kronen der Unsterblichkeit tragen. Ihre Gesichter werden vor Freude strahlen und das Bild ihres Erlösers widerstrahlen.

      Mose sah das Land Kanaan der Zukunft, wenn es zur Heimat der Heiligen wird. Johannes, der Verfasser der Offenbarung, hat ebenfalls dieses Land gesehen und beschreibt es so: „Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: ‚Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein!Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben‘.“ Offenbarung 21,1-3 (Hfa) ...

      Als Mose diese Szene betrachtete, stieg ihm die Siegesfreude ins Gesicht. Er konnte nun in vollem Umfang begreifen, was ihm die Engel gezeigt hatten. Er nahm alles, was ihm vor Augen gemalt wurde, voll und ganz in sich auf. Seine Überzeugungen waren fest, sein Verstand klar. „Seine Augen waren nicht schwach geworden und seine Kraft war nicht verfallen.“ 5.Mose 32,7. Dann schloss er die Augen zum Todesschlaf und die Engel Gottes begruben ihn auf dem Berg. Siehe V. 5.6. Dort lag er nun und schlief.

      Doch nicht lange danach kam Christus und weckte Mose zu neuem Leben auf. Als er am Grab stand und Mose befahl, herauszukommen, stellte sich Satan neben ihn (siehe Judas 9) und behauptete: „Ich habe die Kontrolle über ihn. Ich führte ihn in Versuchung, und er gab ihr nach. Nicht einmal Mose konnte Gottes Gesetz halten. Er war ungehorsam und hat sich damit auf meine Seite der Auseinandersetzung gestellt. Er hat sich selbst die Ehre zugeschrieben, die Gott gebührte.Er gehört mir, denn durch seine Sünde hat er sich in meinen Herrschaftsbereich begeben und beugte sich meiner Macht.“
      Manuskript 69, 1912; Manuscript Releases X, 158.159.

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    • Die Auferweckung des Mose beweist Satans Niederlage, 3. Mai

      Michael aber, der Erzengel, wagte es nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerliches Urteil zu fällen, sondern sprach: „Der Herr schelte dich!“ Judas 9 (EB).

      Satan stritt mit aller Macht um den Leichnam des Mose. Erneut versuchte er, mit Christus darüber zu streiten, wie ungerecht Gottes Gesetz doch sei. Mit verführerischen Argumenten wiederholte er seine Anschuldigungen, er sei ungerecht behandelt worden.Seine Vorwürfe waren so heftig, dass Christus ihn nicht an sein grausames Handeln im Himmel erinnerte, wo er durch absichtliche Verdrehung von Tatsachen viele verführt hatte.Christus warf ihm auch nicht die Lügen vor, die er in Eden erzählt hatte und die zu Adams Übertretung führten. Er erwähnte auch nicht, dass Satan in den Israeliten die schlimmsten Leidenschaften entfacht hatte, um sie zur Rebellion zu treiben, bis Mose schließlich die Beherrschung verlor ... Christus brachte keine Anklagen gegen Satan vor, sondern weckte Mose von den Toten auf und nahm ihn in den Himmel mit.

      Bei dieser Gelegenheit gebrauchte Christus erstmals seine Macht, um Satans Gewalt zu brechen und einem Toten neues Leben zu schenken. Damit begann er sein Werk, die Toten wieder lebendig zu machen. Dadurch bewies er, dass er tatsächlich „die Auferstehung und das Leben“ ist (Johannes 11,25) und die Macht hat, alle freizukaufen, die Satan gefangen hält. Obwohl Menschen sterben, werden sie wieder ins Leben zurückgeholt (siehe ebenda). Die Frage war nämlich aufgeworfen worden: „Meinst du, ein toter Mensch wird wieder leben?“ Hiob 14,14. Diese Frage war jetzt beantwortet.

      Diese Tat war ein großer Sieg über die Mächte der Finsternis.Diese offene Machtbekundung war ein unwiderlegbares Zeugnis für die Überlegenheit des Sohnes Gottes. Satan hatte nicht damit gerechnet, dass der Körper nach dem Tod ins Leben zurückgeholt werden konnte. Er hatte den Schluss gezogen, dass das Urteil: „Du bist Erde und sollst zu Erde werden“ (1.Mose 3,19) ihm das uneingeschränkte Recht über die Körper der Toten einräumte. Nun merkte er, dass ihm seine Opfer entzogen und Verstorbene zu neuem Leben auferweckt wurden.Nachdem Mose wieder zum Leben erweckt worden war, öffneten sich ihm die Tore des himmlischen Paradieses, und Jesus trat mit seiner Siegesbeute ein. Nicht länger war Mose ein Gefangener Satans. Als Folge seiner Sünde hatte Mose die Strafe für seinen Ungehorsam verdient und wurde dem Tod unterworfen.Als er zu neuem Leben auferweckt wurde, hatte er das Anrecht auf einen neuen Namen — den Namen Jesu, seines Hauptes.

      Die Tage der Verbannung [aus dem Paradies] sind beinahe vorüber. Die Zeit ist nahe, in der alle, die in ihren Gräbern schlafen, die Stimme Jesu hören werden und herauskommen, einige zu ewigem Leben, die anderen zu ihrer endgültigen Vernichtung. Siehe Johannes 5,28.29. Christus wird all seine Heiligen auferwecken, sie mit einem unsterblichen Körper verherrlichen (siehe 1.Korinther 15,52.53.43) und ihnen die Tore der Stadt Gottes öffnen.
      Manuskript 69, 1912; Manuscript Releases X, 159.160.

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    • Wir sollen die Wahrheit taktvoll sagen, 4. Mai

      Glücklich ist der zu nennen, der die Bewährungsproben besteht und im Glauben fest bleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben. Jakobus 1,12 (Hfa).

      Unsere Prediger, die die Botschaft der Gnade und Warnung an die Welt weitergeben, machen manchmal starke Aussagen, die sie besser unterdrückt hätten. Jede Aussage sollte vorher gut durchdacht werden. Nicht ein Wort sollte gesprochen werden, das den Gegnern unseres Glaubens einen Vorteil einräumt. Nichts sollte aus Rachsucht gesagt werden, und es sollte nicht einmal der Eindruck entstehen, dass wir andere anklagen. Jeder sollte die Schriftstelle lesen, in der geschildert wird, wie Christus mit Satan um den Leichnam des Mose stritt. Siehe Judas 9. Jeder sollte darüber nachdenken, dass Christus sich nicht das Recht herausnahm, Satan schimpfend anzuklagen.

      Die Wahrheit wird die Prüfung durch jede Art Widerstand aushalten. Sie soll klar, deutlich und in jeder Hinsicht auf Jesus bezogen dargelegt werden. Nicht ein Wort sollte gesprochen werden, das in den Gegnern der Wahrheit den Wunsch nach Vergeltung weckt. Nichts sollte getan werden, um den Geist des „Drachen“ zu erregen, denn der wird sich und seine Drachennatur ohnehin schon bald offenbaren und gegen die kämpfen, die Gottes Gebote und den Glauben Jesu haben. Siehe Offenbarung 12,9.17; 14,12. In jedem von uns schlummern ererbte Neigungen und natürliche Wesenszüge, die gern nach außen dringen möchten. Doch wir müssen unseren Egoismus loslassen und ganz in Jesus aufgehen. Die Wahrheit muss in ihrer schönen, ernsten Eigenart deutlich werden — erhaben, erhebend und veredelnd. Gebt dem Heiligen Geist Raum, damit er die Menschen im Sinne Gottes prägen kann, die sich vom Irrtum abkehren, zur Wahrheit hinwenden und von der Finsternis ins helle Licht gelangen ...

      Wacht über jedes Wort und kontrolliert jedes Gefühl, damit ihr Satan keinen Anlass gebt, über die Gläubigen zu triumphieren.Die Zeit wird kommen, in der wir vor Königen und Herrschern, Richtern und Machthabern für die Wahrheit eintreten müssen. Siehe Matthäus 10,18. Dann wird es für manche Zeugen eine Überraschung sein, dass ihre unüberlegten Worte und Aussagen, als sie den Irrtum bloßstellten und die Wahrheit verkündeten, sehr wohl festgehalten wurden — Worte, von denen sie meinten, niemand würde sich ihrer erinnern. Sie werden mit ihren eigenen Aussagen konfrontiert werden, und ihre Feinde werden daraus Vorteile ziehen, indem sie solche unüberlegten Worte so deuten, wie es ihnen passt.

      Satans Mitarbeiter sind verkleidet jedem wahren Mitarbeiter Gottes auf der Spur.Wir sollten immer im Hinterkopf behalten: Wer sich für den Glauben einsetzt, muss sich an gute Prinzipien halten. Wenn sie dann in schwierige Situationen kommen, werden sie nicht verwirrt oder überrascht, indem sie mit ihren unüberlegten Äußerungen oder impulsiv gesprochenen Worten konfrontiert werden. Brief 66, 1894.

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    • Gott tut Wunder nicht ohne Grund, 5.Mai

      Die Priester mit der Bundeslade des Herrn standen auf festem Grund mitten im Jordan, und die Israeliten zogen trockenen Fußes an ihnen vorüber ans andere Ufer.Johannes 3,17 (Hfa).

      In dieser Jahreszeit — es war Frühling — hatte die Schneeschmelze im Gebirge den Jordan so anschwellen lassen, dass er über die Ufer trat und an den üblichen Furten nicht zu überschreiten war. Siehe Johannes 3,15. Gott wollte Israels Übergang auf wunderbare Weise geschehen lassen ...

      Zur bestimmten Zeit begann der Aufbruch, voran die Bundeslade auf den Schultern der Priester.Das Volk hatte Anweisung, sich so weit zurückzuhalten, dass der Abstand zwischen ihnen fast einen Kilometer betrug. Siehe Johannes 3,3.4. Alle beobachteten mit großer Aufmerksamkeit, wie die Priester zum Jordanufer hinabstiegen. Sie sahen sie mit der heiligen Lade ruhig auf den wilden, hoch angeschwollenen Strom zugehen. Als jedoch die Füße der Träger ins Wasser tauchten, ging die Flut oberhalb dieses Ortes plötzlich zurück und stand in großer Entfernung wie ein Wall, während sie unterhalb weiterfloss, und so das Flussbett offen dalag. Siehe V. 16.17 ...

      Erst als alle drüben waren, wurde auch die Lade auf das Westufer getragen. Siehe Johannes 4,15-17. Kaum hatte sie einen sicheren Platz erreicht, so dass die Priester „mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten“, brausten die aufgestauten Wassermassen in unwiderstehlicher Flut im gewohnten Flussbett dahin. V. 18.

      Für spätere Geschlechter sollte ein Zeuge dieses großen Wunders erhalten bleiben. Während die Priester mit der Bundeslade noch mitten im Jordan standen, nahmen zwölf vorher bestimmte Männer — aus jedem Stamm einer — von dieser Stelle je einen Stein aus dem Flussbett und trugen ihn auf die Westseite. Siehe Johannes 4,8. Aus diesen Steinen sollte beim ersten Lagerplatz jenseits des Jordan ein Denkmal errichtet werden. Siehe V. 5.6 ...

      Die Wirkung dieses Wunders gewann für die Hebräer und ihre Feinde größte Bedeutung. Für Israel war es eine Bürgschaft, dass Gottes Gegenwart und sein Schutz immer bei ihm waren — ein Beweis, dass er durch Josua geschehen ließ, was einst Mose begann ...

      Dieser göttliche Machtbeweis sollte auch die Furcht der umwohnenden Völker vor Israel steigern (siehe V. 24) und so einen leichteren, vollständigen Sieg vorbereiten ... Die Kanaaniter, ganz Israel und selbst Josua hatten einen unmissverständlichen Beweis erhalten, dass der lebendige Gott, der König Himmels und der Erde, unter seinem Volk war und es nicht verlassen würde.
      Patriarchen und Propheten 465-467.


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    • Wir können dem Herrn vertrauensvoll folgen, 6. Mai

      In der Nähe von Jericho sah Josua sich plötzlich einem Mann mit gezücktem Schwert gegenüber. Josua ging auf ihn zu und rief: „Gehörst du zu uns oder unseren Feinden?“ „Zu keinem von beiden“, erklärte der Fremde, „ich bin hier als Befehlshaber über das Heer Gottes.“ Johannes 5,13.14 (Hfa).

      Nach Moses Tod wurde die Regierung an Josua übergeben.Siehe Johannes 1,1.2.5. Als Diener des Herrn bekam er eine ganz besondere Aufgabe. Sein Amt war mit großer Ehre und Verantwortung verbunden und die Anweisungen, die ursprünglich Mose galten, wurden auf markante Weise auf ihn übertragen. „Mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe.“ V. 2.3 ...

      Dann sah Josua die Stadt Jericho mit ihren Festungsanlagen und Mauern. Da hob er sein Herz im Gebet zu Gott empor, denn es sah so aus, als wäre alles gegen ihn.Josua „wurde gewahr, dass ein Mann ihm gegenüberstand und ein bloßes Schwert in seiner Hand hatte.“ Johannes 5,13. Das war keine Vision, sondern Christus persönlich, der seine Göttlichkeit verborgen hatte und aussah wie ein Mensch ...

      Wären Josuas Augen für die unsichtbare Welt geöffnet worden, hätte er die Engelscharen erblickt, die darauf warteten, die Mauern Jerichos einzureißen und die Stadt dem Volk Gottes auszuliefern. Nun konnte Josua voller Vertrauen die Anweisungen des Herrn befolgen und die Last der Verantwortung, die so schwer drückte, getrost ihm überlassen ...

      Der Herr beschenkte sein auserwähltes Volk mit Erfolg und Wohlstand ... Gott erklärte dieses Volk zu seinem heiligen Eigentum.Er versprach, sie mit allem zu versorgen, was zu ihrem Glück diente, wenn sie sich treu an die Bundesvereinbarungen halten würden. Siehe 2.Mose 19,5.6; 5.Mose 28,1-14.

      Die Anweisung, die Christus dem Mose gab, als er die Bedingungen für Israels Wohlergehen, Wohlstand und Gesundheit nannte, waren klar und eindeutig. „Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker — denn du bist das kleinste unter allen Völkern —, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.“ 5.Mose 7,6-8.

      Diese Zusicherung gilt dem Volk Gottes auf seiner Pilgerreise zum himmlischen Kanaan, wo ein reiches Erbe für alle bereit liegt, die Gott lieben und seine Gebote halten. Siehe V. 9;
      Manuskript 134, 1899.


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    • Siege werden durch Gottes Macht errungen! 7. Mai

      Die Priester stießen in ihre Hörner, und als das Volk den Hörnerschall hörte, erhob es ein lautes Kriegsgeschrei. Da stürzte die ganze Mauer [Jerichos] zusammen und die Männer Israels drangen von allen Seiten in die Stadt ein und eroberten sie. Johannes 6,20 (GNB).

      Johannes befolgte den göttlichen Befehl und ordnete das Heer. Es war kein Angriff geplant.Sie sollten nur mit der Lade Gottes um die Stadt marschieren und die Posaunen blasen. Siehe Johannes 6,3.4. Kriegsleute bildeten die Vorhut, auserlesene Männer, die aber diesmal nicht durch eigene Geschicklichkeit und Tapferkeit siegen sollten, sondern durch Gehorsam gegen Gottes Befehle.Ihnen folgten sieben Priester mit Posaunen. Siehe V. 8.9. Dann kam die Bundeslade, von einem Schein göttlicher Herrlichkeit umgeben und von Priestern getragen, deren Kleidung auf ihren heiligen Dienst hinwies. Ihnen folgte Israels Heer, jeder Stamm unter seinem Banner. Siehe V. 13 ... Man hörte keinen Laut außer dem Tritt der riesigen Schar und dem feierlichen Schmettern der Posaunen, das von den Bergen und in den Straßen Jerichos widerhallte ...

      Sechs Tage lang zog Israel um die Stadt. Am siebenten ordnete Josua im ersten Morgengrauen das Heer des Herrn. Jetzt erhielt es den Befehl, siebenmal um Jericho zu marschieren und bei einem gewaltigen Posaunenton ein Kriegsgeschrei zu erheben, denn Gott hatte ihm die Stadt übergeben. Siehe V. 15.16 ...

      Als der siebente Umzug beendet war, stand die lange Prozession still. Die Posaunen, die eine Zeitlang geschwiegen hatten, brachen nun mit einem Geschmetter los, dass die Erde erbebte. Da wankten die festen Steinmauern mit ihren schweren Türmen und Zinnen, hoben sich aus ihren Grundfesten und stürzten mit lautem Krachen zusammen. Die Einwohner Jerichos waren vor Schreck wie gelähmt, und die Scharen Israels drangen ein und besetzten die Stadt. Siehe V. 20.

      Sie hatten den Sieg nicht aus eigener Kraft gewonnen; die Eroberung war ausschließlich dem Herrn zu verdanken. Deshalb sollte die Erstlingsfrucht des Landes — nämlich die Stadt — mit allem, was sie enthielt, dem Herrn als Opfer gehören ... Nur die gläubige Rahab blieb samt ihren Angehörigen nach dem Versprechen der Kundschafter verschont. Siehe V. 22-25 ...

      Die vollständige Vernichtung der Einwohner Jerichos war nur der Vollzug eines früheren Befehles durch Mose über Kanaans Bevölkerung: Du sollst „an ihnen den Bann vollstrecken“.5.Mose 7,2 ... Vielen scheinen diese Gebote in Widerspruch zu dem Geist der Liebe und Barmherzigkeit zu stehen, die an anderen Stellen der Bibel zur Pflicht gemacht werden. In Wirklichkeit wurden diese Vorschriften von unendlicher Weisheit und Güte bestimmt ... Die Kanaaniter hatten sich dem widerwärtigsten, niedrigsten Heidentum ergeben; das Land musste von allem gereinigt werden, was Gottes gnadenvolle Absichten gewiss verhindert hätte.
      Patriarchen und Propheten 470-472.

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    • Unser Blick muss stets auf Jesus gerichtet sein, 8. Mai

      [Ich] jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Philipper 3,14.

      Unser Leben lang werden wir Auseinandersetzungen mit den Mächten der Finsternis haben und werden kostbare Siege erringen. Unser Blick muss fest auf den „Siegespreis“ gerichtet bleiben. Als Josua vom Jordan heraufkam und Jericho einnehmen wollte, traf er unterwegs auf ein majestätisches Wesen. Er rief den Fremden an: „Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?“ Die Antwort lautete: „Ich bin der Fürst über das Herr des HERRN und bin jetzt gekommen ... Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst, ist heilig.“ Johannes 5,13-15. Die Stadt Jericho wurde nicht vom israelitischen Führer Josua erobert, sondern vom Sohn Gottes selbst.

      Diese Lektionen wurden dem Volk Israel immer wieder erteilt. Indem sie ihre Aufmerksamkeit dem Gott des Himmels zuwandten, zeigte ihnen Christus, dass sie die Ehre nicht für sich selbst beanspruchen sollten. Wir sollten uns nicht selbst erhöhen! Wenn wir meinen, etwas Besonderes zu sein, sollen wir uns vor Augen halten, dass wir auch nichts Besseres haben als andere Sterbliche — mit Ausnahme dessen, was Gott uns gegeben hat.

      Wenn wir in Nöten sind, sollen wir an das Volk Israel denken: Seine Geschichte wurde von inspirierten Autoren detailliert festgehalten. Allerdings sollten wir uns ihre Unzufriedenheit und ihre ständigen Klagen nicht zum Vorbild nehmen. Siehe 1.Korinther 10,10.11. Gott legte dem Mose keine verurteilenden Worte in den Mund. Das Volk Israel war ein besonderes Volk, das sich von den anderen unterschied.

      Viele denken anscheinend, wenn sie die Religion Christi annehmen, gehen sie einen Schritt abwärts. Wer das meint, sollte von seinem hohen Ross herabsteigen, von seiner Selbstgerechtigkeit Abstand nehmen und sich vor Gott demütigen. Doch wer sich als sein Sohn oder seine Tochter eine enge Beziehung zum lebendigen Gott aufbaut, der macht Schritte nach oben ...

      Wir sollten viel über den Himmel und über himmlische Themen sprechen und den Platz eines Bittstellers vor Gott einnehmen. Es ist gefährlich, wenn jemand von uns meint, ihn könne nichts mehr umwerfen. Wir sollten uns bewusst machen, dass unsere Füße auf heiligem Boden stehen. Reinigt den Tempel eures Denkens, Fühlens und Wollens von allem, was ihn verschmutzt, damit Christus hereinkommen und die Herrschaft übernehmen kann. Indem wir beständig auf Jesus Christus schauen, werden wir in sein Ebenbild verwandelt.Siehe 2.Korinther 3,18. Je enger wir mit ihm verbunden sind, um so deutlicher werden wir unsere Schwächen und Mängel erkennen ... Um die Macht und Stärke einer echten Beziehung mit Gott erleben zu können, müssen wir in Christus verborgen sein und uns rückhaltlos ihm übergeben ... Weihe ihm deine ganze Kraft, dein Denken und Fühlen, deine Fähigkeiten! Wo immer er dich hinstellt, und sei es auch eine bescheidene Stellung, da arbeite treu und zuverlässig.
      Manuskript 36, 1885.

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    • Vertrauen auf Christus garantiert echten Erfolg, 9. Mai

      In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33.

      Unser Herr weiß genau, in welcher Auseinandersetzung seine Nachfolger in diesen letzten Tagen stehen, wo Satans Werkzeuge sich mit bösen Menschen zusammentun, die das großartige Angebot der Erlösung vernachlässigen und ablehnen. Offen und geradeheraus schildert unser Retter, der mächtige General über die himmlischen Heerscharen, welch schwere Auseinandersetzung sie durchleben werden. Er weist auf die Gefahren hin, er unterrichtet uns über die Strategie des Kampfes und die schweren und gefährlichen Aufgaben, die zu erledigen sind. Dann erhebt er seine Stimme und ruft uns auf, erst einmal die Kosten zu überschlagen, bevor wir die Auseinandersetzung beginnen. Doch gleichzeitig ermutigt er uns, die Waffen für den Kampf zu ergreifen, denn wir dürfen damit rechnen, dass uns die himmlischen Heere zur Hilfe kommen, wenn wir die Wahrheit und die Sache Gottes verteidigen.

      Schwache Menschen werden übernatürliche Kraft und Hilfestellung bekommen, wenn sie in ernste Kämpfe geraten, weil sie im Sinne des Allmächtigen handeln.Standhafter Glaube und vollkommenes Gottvertrauen werden uns den Erfolg sichern. Während das letzte Bündnis des Bösen gegen Gottes Volk geschlossen wird, fordert Gott seine Leute dazu auf, tapfer und stark zu sein und mutig zu kämpfen, denn sie haben einen Himmel zu gewinnen, und in ihren Reihen kämpfen nicht nur Engel, sondern der mächtige General des Heeres des Herrn führt seine Armee persönlich an. Als damals Jericho erobert wurde, konnte sich das Heer Israels keinesfalls rühmen, die Stadtmauern mit seiner beschränkten Kraft eingerissen zu haben — nein, es war der Fürst über Gottes Heer, der die Schlacht in genialer Einfachheit geplant hatte, denn der Herr allein sollte die Ehre bekommen — sterbliche Menschen sollten nicht bewundert und erhoben werden. Gott hat uns seine ganze Kraft zugesagt.

      Was wir heute nötig haben, sind nicht großartige Talente, sondern demütige Herzen und persönlicher, hingebungsvoller Einsatz, gepaart mit Wachsamkeit, Gebet und ausdauerndem Arbeiten ... Christus hat seinen Stellvertreter geschickt, den Heiligen Geist, der seinen Mitarbeitern ganz nahe kommt, damit sie die Unwissenheit durch die hellen Strahlen der „Sonne der Gerechtigkeit“ (Maleachi 3,20) beseitigen. Seine Stimme gibt uns Zuversicht: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Matthäus 28,20. Wir müssen uns stets bewusst bleiben, dass wir unter den Augen einer unsichtbaren Welt in einem Kampf stehen. Siehe 1.Korinther 4,9.

      Wir sollen uns still auf Gott verlassen, während wir die Widerstände und den trotzigen Unglauben wahrnehmen und die Risiken überdenken, die wir auf uns nehmen müssen. Dann höre auf die Stimme Jesu: „Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 16,33. Ja, Christus ist der Sieger. Er ist unser Führer, unser Hauptmann, und wir können zum Sieg gelangen. Weil Er lebt, werden wir auch leben.
      Brief 51, 1895.

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