Christus ist Sieger - Tägliche Andachten

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    • Wertvolle Lehren aus Jakobs Erfahrung, 23. März

      Dann bat [der Engel]: „Lass mich los, der Morgen dämmert schon!“ Aber Jakob erwiderte: „Ich lasse dich nicht eher los, bis du mich gesegnet hast!“ 1.Mose 32,27 (Hfa).

      Wer Menschen, die versucht werden, ihre Schuld vorhält, wird sie auf keinen Fall dazu motivieren, es besser zu machen ... Haltet ihnen lieber die Möglichkeiten vor Augen, die ihnen offen stehen! Weist sie auf die Gipfel hin, die sie erklimmen können! Helft ihnen, die Gnade des Herrn in Anspruch zu nehmen und seiner vergebenden Kraft zu vertrauen. Jesus wartet darauf, sie bei der Hand zu nehmen und ihnen die Kraft für ein edles, rechtschaffenes Leben zu geben.

      Gott bringt Menschen oft in eine Krise, um ihnen die eigene Schwäche bewusst zu machen und sie auf die Quelle der Kraft hinzuweisen. Wenn sie „im Gebet beharrlich sind und wachen“ (Kolosser 4,2) und „recht kämpfen“ (2.Timotheus 2,5), werden ihre früheren Schwächen zu ihren Stärken. Jakobs Erfahrung enthält viele wertvolle Lehren für uns. Gott lehrte Jakob, dass er aus eigener Kraft niemals den Sieg erringen konnte. Die ganze Nacht rang Jakob mit dem Engel [dem Boten Gottes, d.h. Christus]. Schließlich wurde der hartnäckige Kämpfer durch einen Schlag auf seine Hüfte außer Gefecht gesetzt.Siehe 1.Mose 32,25.26. Nun war er behindert und litt starke Schmerzen, doch er ließ trotzdem nicht los. Als gebrochener Mann, voller Reue, klammerte er sich an den Engel ... und flehte um Segen. Siehe V. 27. Er musste unbedingt die Gewissheit bekommen, dass seine Sünde vergeben war. Seine Entschlossenheit wurde stärker, sein Glaube ernster und ausdauernder, bis zum Letzten. Der Engel versuchte, sich zu befreien. Er drängte: „Lass mich los, der Morgen dämmert schon!“ doch Jakob antwortete: „Ich lasse dich nicht eher los, bis du mich gesegnet hast!“ V. 27 (Hfa). Wäre dies Ausdruck einer arroganten, anmaßenden Selbstsicherheit gewesen, wäre Jakob sofort getötet worden, doch er besaß die Gewissheit eines Menschen, der seine eigene Unwürdigkeit bekennt und dennoch der Treue Gottes vertraut ... Durch seine Reue und Hingabe an Gott behauptete sich dieser sündige und fehlerhafte Sterbliche bei der Majestät des Himmels. Er klammerte sich mit zitternden Händen an Gottes Versprechen, und das Herz der unendlichen Liebe konnte sich nicht von der flehenden Bitte eines Sünders abwenden. Als Beweis dafür, dass Jakob vergeben worden war, wurde sein Name [„der Hinterlistige“; siehe 1.Mose 27,36] verändert. Sein neuer Name erinnert an diesen Sieg. Der Engel sagte: „Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel [„Gotteskämpfer“]; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen.“ 1.Mose 32,29

      Werden wir von Gott Stärke erlangen und einen Sieg nach dem anderen erringen? Oder werden wir es mit eigener Kraft versuchen und schließlich besiegt umfallen, erschöpft von vielen vergeblichen Versuchen? Lasst uns durch rückhaltlose Hingabe an Gott die Kraft erlangen, die jeder haben muss, der im Kampf gegen das Böse siegreich sein möchte.
      Manuskript 2, 1903.


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    • Die Liebe zu Gott führt zur Sicherheit in ihm, 24. März

      Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll. Psalm 27,3 (EB).

      Ihr sollt euch vor allem bewusst machen, „dass ihr nicht euch selbst gehört“, sondern dem, der euch mit einem unendlichen Preis erkauft hat, und dass ihr nicht nur verpflichtet, sondern auch dazu bestimmt seid, „Gott in eurem Leib“ und in eurem Geist zu verherrlichen, die ihm gehören.1.Korinther 6,19.20 (EB). Möge diese übergroße Liebe euch dazu drängen (siehe 2.Korinther 5,14), Christus nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit dem Leben zu bekennen und zur Ehre Gottes Frucht zu bringen. Siehe Johannes 15,8.

      Wir durchqueren ein Feindesland. An jeder Ecke lauern Gegner, die uns aufhalten wollen. Doch unsere Feinde sind gleichzeitig auch die Feinde des Herrn, und obwohl sie stark und geschickt sind, kann sie der „Urheber unserer Errettung“ (Hebräer 2,10, EB), der uns leitet, vertreiben. Wie die Sonne die Wolken vertreibt, so wird die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Maleachi 3,20) alle Hindernisse bei unserem Vorankommen wegräumen. Wir können unsere Seele aufmuntern, indem wir auf die unsichtbaren Dinge sehen, die uns auf unserer Reise erfreuen und beleben. Wir können mit Fug und Recht sagen: „Deine Gegenwart ist unsere Sicherheit, unser Schatz, unsere Ehre und Freude.“ ...Beten wir darum, dass Christus uns überallhin begleitet und dort wohnt wo wir wohnen? Wenn wir ohne Christus in dieser Welt leben, wird er ohne uns in der besseren Welt leben. Doch wenn wir uns durch einen lebendigen Glauben an ihn klammern und mit Jakob sagen: „Ich lasse dich nicht los“ (1.Mose 32,27, EB), wenn wir dringlich bitten: „Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!“ (Psalm 51,13), dann gilt uns das Versprechen: „Niemals werde ich ... dich im Stich lassen!“ Hebräer 13,5 (GNB).

      Wir können es uns nicht erlauben, so zu leben, dass wir diese großartige Erlösung vernachlässigen, die uns so frei angeboten wird. Das Bewusstsein der Ansprüche Gottes an uns als unser Vater wird uns davon abhalten, ihn zu verletzen. Es wird uns antreiben, ihm Freude zu bereiten. Als seine Kinder müssen wir im Licht wandeln und uns dem würdig erweisen, der uns „berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit“ (1.Petrus 5,10) und seinem unvergänglichen Reich. Wir haben die Geschichte von einem Prinzen gelesen, der das Bild seines Vaters immer an seinem Herzen trug. Wenn er bei wichtigen Entscheidungen in der Gefahr stand, den Vater zu vergessen, zog er das Bild heraus, betrachtete es und sagte sich: „Ich will nichts tun, was einem so hervorragenden Vater nicht entspricht.“ Gott hat an uns als Christen Ansprüche, die wir niemals aus den Augen verlieren sollten ...

      Gottes Volk wird als „eine Krone ..., ein Diadem in der Hand Gottes“ bezeichnet. Jesaja 62,3 (EB). Satan würde gerne diesen Schatz des Herrn rauben, doch Gott hat ihn gesichert, sodass Satan ihn nicht erlangen kann ...Wir sind sicher, völlig sicher vor seinen Spitzfindigkeiten, wenn wir unerschütterlich auf Gott vertrauen.
      Brief 8, 1873.

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    • Unser Charakter zeigt sich oft in unseren Kindern, 25.März

      Jakob liebte Josef mehr als die anderen Söhne, weil er ihn noch im hohen Alter bekommen hatte. Darum ließ er für ihn ein besonders vornehmes und prächtiges Gewand anfertigen. 1.Mose 37,3 (Hfa).

      Jakob hatte das Erbteil des Glaubens erwählt. Er hatte es zwar durch List, Verrat und Lüge erlangt, aber Gott hatte seine Sünde zugelassen, um die Korrektur dieser Wesenszüge zu erreichen ... Die Sünde Jakobs und die daraus entstehenden Ereignisse brachten auch eine Wirkung zum Bösen mit sich. Im Charakter und Leben seiner Söhne wurde ihre bittere Frucht sichtbar ...

      Einer aber war so ganz anders — Rahels älterer Sohn Josef. Seine ungewöhnliche körperliche Schönheit schien ein Spiegelbild seines Inneren zu sein ... Er lauschte den Unterweisungen seines Vaters und liebte es, Gott zu gehorchen ... Weil seine Mutter tot war, hing seine Zuneigung um so inniger am Vater. Und auch Jakob war diesem Sohn seines Alters besonders zugetan. Er „hatte Josef lieber als alle seine Söhne“ 1.Mose 37,3.

      Doch selbst dieses Glück sollte Kummer und Leid verursachen. Jakob zeigte seine Vorliebe für Josef auf ungeschickte Weise. Das erregte natürlich die Eifersucht der anderen Söhne ... Dass der Vater Josef auch noch einen kostbaren Überrock schenkte (siehe V. 3, Hfa), wie ihn eigentlich nur Leute von Rang trugen, war ebenso unklug. In den Augen der Söhne war das ein erneuter Beweis seiner Parteilichkeit ... Ihr Groll steigerte sich noch, als Josef eines Tages von einem Traum erzählte, den er gehabt hatte. Siehe V. 5-10 ... Als der junge Mann so vor seinen Brüdern stand und sein schönes Gesicht von innerer Erleuchtung durch den Geist Gottes strahlte, konnten selbst sie ihre Bewunderung nicht verbergen. Aber sie wollten ihrem bösen Wandel nicht entsagen. Sie hassten diese Unschuld, die ihren Sünden ein Vorwurf war ...

      Um Weideland für die Herden zu finden, mussten die Brüder im Land umherziehen und waren oft alle monatelang von zu Hause fort ... Als aber nach geraumer Zeit kein Lebenszeichen von ihnen eintraf, wurde ihr Vater um ihre Sicherheit besorgt ... Deshalb schickte er Josef aus, um sie zu suchen und ihm Nachricht über ihr Ergehen zu bringen. Siehe V. 12-14 ...

      Josef kam heran. Er war froh, dass er das Ziel seiner langen Reise endlich erreicht hatte, und ahnte nicht, welche Gefahr ihm drohte. Aber statt des erwarteten Grußes erschreckten ihn die zornigen, rachsüchtigen Blicke, die er wahrnahm. Die Brüder packten ihn und rissen ihm den Rock vom Körper ...Roh schleppten sie ihn zu einer tiefen Grube und warfen ihn hinein. Siehe V.23.24. Nachdem sie sich überzeugt hatten, dass es daraus kein Entkommen gab, überließen sie ihn dem Hungertode, aber „sie setzten sich nieder, um zu essen“. V. 25. Einigen von ihnen war jedoch unbehaglich zumute. Sie spürten nichts von der erwarteten Genugtuung über ihre Rache. Da sahen sie eine Schar Reisender näher kommen.
      Patriarchen und Propheten 182-185[überarbeitet].

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    • Der Charakter zeigt sich in der Reaktion auf die Umstände, 26. März

      Da sagte Juda: „Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder töten und den Mord auch noch verheimlichen? Nichts! Los, wir verkaufen ihn an die Ismaeliter. Schließlich ist er immer noch unser Bruder.“ 1.Mose 37,26.27 (Hfa).

      Nun schlug Juda vor, Josef diesen heidnischen Händlern zu verkaufen, statt ihn dem Hungertode preiszugeben. Während sie ihn auf diese Weise sicher aus dem Wege räumten, wurden sie doch nicht an seinem Blut schuldig. „Er ist unser Bruder“, betonte er, „unser Fleisch und Blut.“ 1.Mose 37,27. Diesem Vorschlag stimmten alle zu, und schnell zogen sie Josef aus der Grube. Siehe V.28.

      Als er die Kaufleute sah, wurde Josef die schreckliche Wahrheit blitzartig klar. Sklavenlos war ein Schicksal, das man mehr fürchtete als den Tod. In seiner furchtbaren Angst flehte er den einen und den andern Bruder an, aber vergebens. Einigen tat er wohl Leid, aber Furcht vor dem Gespött der andern verschloss ihnen den Mund. Alle hatten das Gefühl, dass sie schon zu weit gegangen waren, als dass sie jetzt noch den Rückzug antreten konnten.Verschonten sie Josef, würde er zweifellos dem Vater alles über sie berichten.Der würde ihre Grausamkeit gegen seinen Lieblingssohn nicht ungestraft lassen. So verhärteten sie sich gegen seine Bitten und übergaben ihn den heidnischen Händlern. Die Karawane brach auf und war bald entschwunden ...

      Als sich die Karawane der Südgrenze Kanaans näherte, konnte der junge Mann in der Ferne die Hügel erkennen, zwischen denen die heimatlichen Zelte standen. Bei dem Gedanken an seinen gütigen Vater weinte er in seiner Einsamkeit und Not bitterlich ... Er fürchtete sich vor der Zukunft. Wie war seine Lage doch so ganz anders geworden: aus dem liebevoll umsorgten Sohn war ein verachteter, abhängiger Sklave geworden! ...

      Aber nach Gottes Vorsehung sollte selbst diese Erfahrung segensreich für ihn werden. In wenigen Stunden hatte er gelernt, was er sonst vielleicht in Jahren nicht begriffen hätte. So innig ihn der Vater liebte, hatte er doch mit seiner Nachsicht und Parteinahme nicht gut an ihm gehandelt ... Seine Charakterschwächen waren dadurch unterstützt worden und mussten nun abgelegt werden. Josef war im Begriff gewesen, selbstzufrieden und anmaßend zu werden ...

      Dann aber gingen seine Gedanken zu dem Gott seiner Väter ... Man hatte ihm von Gottes Verheißungen an Jakob und ihrer Erfüllung erzählt. Siehe 1.Mose 28,13-15; 33,18 ... Er war ganz durchdrungen von dem mutigen Entschluss, Gott treu zu bleiben und sich unter allen Umständen so zu verhalten, wie es sich für einen Diener des Königs der Himmel geziemte. Er wollte dem Herrn mit ungeteiltem Herzen dienen, Prüfungen und Schicksalsschlägen ... standhaft begegnen und jede Pflicht treu erfüllen. Das Erlebnis dieses einen Tages war zum Wendepunkt in Josefs Leben geworden. Das furchtbare Elend hatte aus einem verwöhnten Jungen einen besonnenen, tapferen und selbstbeherrschten Mann gemacht.
      Patriarchen und Propheten 185-188.

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    • Am Ende wird die Wahrheit siegen, 27. März

      Nicht weicht das Zepter von Juda [Jakobs Sohn] noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis dass der Schilo (oder: Herrscher) kommt, dem der Gehorsam der Völker gehört.1.Mose 49,10 (EB mit Anmerkung).

      Die große Auseinandersetzung zwischen dem Fürsten des Lebens und dem Fürsten der Finsternis ist weitergegangen und mit jeder nachfolgenden Generation heftiger geworden. Der Kampf zwischen Richtig und Falsch, Wahrheit und Irrtum, zwischen dem Reich des Lichts und dem Reich der Finsternis ist tatsächlich unerbittlich ausgetragen worden. Die Wahrheit hat gegen den Irrtum gekämpft und der Irrtum gegen die Wahrheit. Dieser Konflikt besteht schon seit Jahrtausenden ... Am Ende wird die Wahrheit, wie sie „in Jesus ist“ (Epheser 4,21, EB), den Sieg erringen, den die Vorhersagen uns versichern. Aber allem menschlichen Anschein nach überwältigt der Irrtum die Wahrheit. Die Mehrzahl der Menschen wird in [eine Art von] Abgötterei mitgerissen werden. Sie werden etwas [als verehrungswürdig] erheben, das Christus nicht erhoben hat, und versuchen, Gottes großen Maßstab der Gerechtigkeit niederzureißen ... Satan wird als der Urheber der Sünde bezeichnet. „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ 1.Johannes 3,8. Satan erlebte seine erste offenkundige Niederlage, als er Christus in der Wüste nicht zur Sünde verführen konnte. Siehe Matthäus 4,1-11 ...

      „Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.“ 1.Mose 49,10. Diese Prophezeiung wurde von Jakob auf dem Sterbebett ausgesprochen und richtete sich an seine Söhne. Doch ihre eigentliche Bedeutung bezog sich auf zukünftige Generationen ... Das Zepter ist ein Stab, den Führer und Herrscher als Zeichen ihrer Autorität in der Hand hielten ... „Es wird das Zepter von Juda nicht weichen.“ Das Zeichen seiner Stammesschaft soll bestehen bleiben. Juda sollte nicht aufhören, ein abgesonderter Stamm zu sein [im Gegensatz zu den übrigen Stämmen Israels], bis Schilo kommt ... Tatsächlich behielt der Stamm Juda trotz all der ungünstigen Verhältnisse seinen Vorrang bis zum Kommen Christi ... Der sterbende Jakob äußerte diese Weissagung etwa 1700 Jahre vor dem Tod Jesu.Christus selbst zog den Vorhang zurück, damit Jakobs Auge die Geschichte seiner Nachkommen wahrnehmen konnte ... Er sah, dass in diesem Stamm [Juda] ein „wunderbarer Ratgeber“ (Jesaja 9,6, EB) emporkam. Das war der versprochene „Nachkomme“ (1.Mose 3,15), „Schilo“ (1.Mose 49,10, EB), der von Gott Gesandte, der ein geistliches Königreich aufrichten sollte. Siehe Johannes 18,37. Jakob sah auch die Zeit voraus, in der das Zepter nicht mehr in der Hand Judas sein würde. Die Völker werden unter der Fahne Christi versammelt werden. Als die Juden vor Pilatus erschienen, um Christi Verurteilung zu erreichen, sagten sie: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.“ Johannes 19,15 (EB). Dadurch gaben sie offen zu, dass das Zepter tatsächlich von Juda gewichen war.
      Manuskript 110, 1897.

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    • Rechtschaffenheit ist wahre Größe, 28. März

      Und [Josefs] Herr sah, dass der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, das ließ der HERR in seiner Hand glücken, sodass er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener wurde. Der setzte ihn über sein Haus; und alles, was er hatte, tat er unter seine Hände. 1.Mose 39,3.4.

      Gott kann die demütigsten Nachfolger Christi „kostbarer als feinstes Gold“ machen, ja sogar „wertvoller als Goldstücke aus Ofir“ (Jesaja 13,12), wenn sie sich seiner umwandelnden Hand überlassen. Sie sollten entschlossen sein, den edelsten Gebrauch von jeder Fähigkeit und jeder Gelegenheit zu machen. Das Wort Gottes soll Gegenstand ihres Studiums und ihr Führer sein, wenn sie entscheiden, was in jedem Fall das Beste ist. Sie sollen sich intensiv mit dem vollkommenen Vorbild [Christus] befassen, dessen fehlerloser Charakter in den Evangelien beschrieben wird. Es gilt, die eine lebenswichtige Lektion zu lernen: dass wahre Größe allein in Rechtschaffenheit [oder: Güte, Tugend] besteht ... Der schwächste Nachfolger Christi ist mit der unendlichen Macht ein Bündnis eingegangen. Oft kann Gott mit gelehrten Männern und Frauen nur wenig anfangen, weil sie nicht die Notwendigkeit spüren, sich auf den zu stützen, der die Quelle aller Weisheit ist ...

      Wenn du auf deine eigene Stärke und Weisheit vertraust, wirst du bestimmt versagen. Gott ruft uns zu einer ganzen und vollständigen Hingabe auf und wird sich mit nichts weniger zufrieden geben. Je schwieriger deine Stellung ist, umso mehr brauchst du Jesus. Die Liebe zu Gott und seine Gottesfurcht hielten Josef auch am Königshof rein und unbefleckt ...

      Es ist unmöglich, an vornehmer Stelle zu stehen, ohne gefährdet zu sein. Der Sturm braust über die bescheidene Blume im Tal hinweg, ohne ihr zu schaden, während er mit dem hohen Baum auf dem Berg kämpft. Viele Menschen hätte Gott gut gebrauchen können in ihrer Armut. Darin hätte er sie zu etwas Nützlichem machen können und sie hinterher mit Herrlichkeit gekrönt, doch der Wohlstand hat sie verdorben. Sie wurden in den Abgrund gezogen, weil sie vergaßen, demütig zu sein, vergaßen, dass Gott ihre Stärke war, — und wurden unabhängig und selbstbezogen.

      Josef bestand die Charakterprüfung unter schwierigen Umständen, und das Gold [der Rechtschaffenheit] verlor seinen Schimmer auch durch Reichtum nicht. Auch als er der zweitmächtigste Mann Ägyptens war, zeigte er dieselbe Wertschätzung für Gottes Willen wie in der Gefängniszelle. Siehe 1.Mose 41,39-43; 39,20-23. Josef nahm seinen Glauben überall mit hin, und das war das Geheimnis seiner unerschütterlichen Treue. Als ein Repräsentant Christi brauchst du die alles durchdringende Macht wahrer Frömmigkeit [Gottesverehrung]. Du musst „mit Christus in Gott verborgen“ sein. Kolosser 3,3. Du bist nur sicher, wenn du die Hand Christi festhältst. Du musst dich vor Anmaßung und Ähnlichem hüten und den Geist [die Gesinnung] schätzen, der lieber Leiden in Kauf nimmt, als zu sündigen. Kein Sieg, den wir erringen können, ist so kostbar wie der Sieg über den eigenen Egoismus. Selbstsüchtiger Ehrgeiz und Machtstreben werden verschwinden, wenn Christus von uns Besitz ergreift.
      Manuskript 14, 1889.

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    • Die Umstände brauchen uns nicht zu beherrschen, 29.März

      [Josef sagte:] „Wie könnte ich ... gegen Gott sündigen?“ 1.Mose 39,9 (Hfa).

      Viele machen die Umstände verantwortlich und behaupten als Entschuldigung für ihren [moralischen] Zustand, sie hätten es eben schlecht getroffen, indem sie in die Gesellschaft derer geworfen wurden, die unreligiös und unbeherrscht sind und jeder Neigung folgen. Aber lass dich nicht täuschen. Du kannst deine Umgebung gestalten, statt dich ihr zu beugen und deinen Charakter von den Umständen prägen zu lassen. [Wahre] Frömmigkeit [Gottesverehrung] wird der Prüfung standhalten, weil sie eine lebendige Wurzel hat, die sie versorgt, eine Quelle, die sie stärkt.

      Es ist die Verdorbenheit des menschlichen Herzens, die dazu führt, die Gesellschaft von gleichgültigen und unheiligen Leuten zu lieben. Das wahre Geheimnis aller wahren Nachfolger Jesu und ihrer beständigen und unbestechlichen Integrität besteht darin, dass sie die Wahrheit und Rechtschaffenheit lieben. Ihr sittliches Empfinden ist nicht verdorben, und obwohl sie vom Bösen umgeben sind, hält sie das tiefgehende Werk der Wahrheit an ihren Herzen treu und standhaft zu Gott, selbst unter sehr schlechten Umständen. Diese Frucht wächst auf dem Baum des Christseins, ein Gottvertrauen, das Gottes Gegenwart und Hilfe in allen Situationen erkennt.Sie haben eine ständige Angst davor, Gottes Missfallen hervorzurufen, weil sie ihn verehren und lieben. Dieses Prinzip bewahrte Josef mitten in der Versuchung. Siehe 1.Mose 39,9.10. Du musst wahres Vertrauen in Gott kultivieren, in seine gnädige Güte und seine ständige Gegenwart. Du musst beten wie nie zuvor.

      [Dein Freund] Albert ist dir keine Hilfe und auch du hilfst ihm nicht, weil du keine Macht oder Einfluss zum Guten ausübst. Dein Einfluss verstärkt [vielmehr] die Versuchungen Satans, euch gegenseitig von Wahrheit, Reinheit und Heiligkeit wegzuführen. Die Engel erröten bei euren Worten und Taten.Ihr seid einander zum Versucher geworden. Ihr beide habt es bitter nötig, eure Seelen am Fuß des Kreuzes zu demütigen und Sanftmut und Herzensdemut zu lernen. Siehe Matthäus 11,29. Es ist wahre Frömmigkeit, die mit dem Charakter verwoben wird, die junge Männer zu einem Licht in der Welt macht. Siehe Matthäus 5,14.16 ...

      Ehrfurcht vor Gott — wie wenig gibt es sie! ... Manche ähneln den Menschen, die beim Bau der Arche halfen. Sie hören die Wahrheit, und sie haben die Chance, Menschen mit moralischem Wert zu werden, doch sie suchen die verdorbene Gesellschaft statt der guten. Sie tun sich mit solchen zusammen, deren Einfluss sie von Gott wegführt. Obwohl sie daran mitarbeiten, die Wahrheit[sverkündigung] vorzubereiten, die ein Volk bereit macht, am Tag des Herrn zu bestehen, werden sie ebenso mit der Welt untergehen wie damals Noahs Zimmerleute, die beim Bau der Arche halfen. Gott helfe dir, dass du nicht zu diesen Leuten gehörst!
      Brief 36, 1887; Manuscript Releases XVIII, 260-262.

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    • Der Charakter zeigt sich im Verhalten, 30. März

      Josef war ein ausnehmend schöner Mann. So kam es, dass Potifars Frau ein Auge auf ihn warf. Eines Tages forderte sie ihn auf: „Komm mit mir ins Bett!“ Josef wies sie ab: „... Wie könnte ich ein so großes Unrecht begehen und mich gegen Gott versündigen?“1.Mose 39,6-9 (GNB).

      Josef wurde — gemäß Gottes Vorsehung — seines glücklichen Zuhauses sowie der Lehren und dem Vorbild seines gottesfürchtigen Vaters beraubt. Sein [Sklaven-]Los führte ihn in eine Familie von finsteren Heiden. Hier wurde seine Tugend auf eine schwere Probe gestellt. Es ist immer eine kritische Zeit im Leben eines jungen Mannes, wenn er von dem Einfluss seines Elternhauses und weisen Ratschlägen getrennt ist und neuen Lebenssituationen und Prüfungen ausgesetzt ist ...

      Gott war auch in der neuen Umgebung mit Josef. Siehe 1.Mose 39,2. Josef erfüllte seine Pflichten und litt Unrecht, aber tat kein Unrecht. Deshalb liebte und schützte ihn Gott, denn er nahm seine religiösen Grundsätze in alles mit, was er tat. Josef unterscheidet sich von vielen jungen Leuten, die sich anscheinend geradewegs auf das Feld des Feindes drängen und sich den heftigen Angriffen Satans aussetzen. Josef litt wegen seiner Rechtschaffenheit, während die Prüfungen anderer selbst hervorgerufen wurden. Josef verbarg seinen Glauben und seine ehrenhafte Frömmigkeit nicht, um Verfolgungen zu entgehen.

      Der Herr schenkte Josef Erfolg, doch mitten im Wohlergehen erlebte er den ärgsten Angriff. Die Ehefrau seines Dienstherren war eine freizügige Frau, die seine Schritte dahin drängte, die Hölle zu ergreifen. Siehe 1.Mose 39,7.10.Würde Josef die Reinheit seines Charakters den Verlockungen einer verdorbenen Frau opfern? Oder würde er daran denken, dass Gott ihn stets beobachtete? Nur wenige Versuchungen sind für junge Männer gefährlicher oder verhängnisvoller als sinnliche Verführungen, und keine wird, wenn man ihr nachgibt, die Seele und den Körper für Zeit und Ewigkeit nachhaltiger ruinieren. Josefs Wohlergehen für die Zukunft hing von der Entscheidung eines Augenblicks ab. Er richtete seinen Blick zum Himmel und bat um Hilfe. Er schlüpfte aus seinem lockeren Obergewand und ließ es in den Händen der Versucherin. Siehe V. 12. Während seine Augen von seinem festen Entschluss anstatt von unheiliger Leidenschaft leuchteten, rief er: „Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?“ V. 9 (EB) ...

      Wahrer Glaube wirkt sich aus auf alle Gedanken des Verstandes, die heimlichen Wünsche des Herzens, alle Motive der Handlungen, alle Objekte und Richtungen unserer Zuneigungen und das ganze Gefüge unseres Lebens.„Du, Gott, siehst mich“ wird dann unser Leitwort sein, der Schutz unseres Lebens ...

      Josef war ein Christ ... Er nahm Anteil an den Nöten seiner Mitgefangenen. Er war freundlich, denn er war ein christlicher Gentleman. Gott bereitete ihn durch seine Erziehung vor auf eine Lebenssituation mit großer Verantwortung, Ehre und Einfluss. Und Josef war bereit, die Lektionen zu lernen, die Gott ihn lehren wollte.
      Brief 3, 1879; Manuscript Releases IV, 220-223.


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    • Das Laster siegt nicht über die Tugend, 31. März

      [Potifar] ließ Josef festnehmen und in das königliche Gefängnis bringen ... Aber der HERR in seiner Treue stand ihm bei. Er verschaffte ihm die Gunst des Gefängnisverwalters. 1.Mose 39,20.21 (GNB).

      Wo immer du [Ellen Whites Sohn Edson] auch hingestellt wirst, musst du dich durch feste Grundsätze wappnen. Betrete deinen Lebensweg mit dem Entschluss, dich durch Gottes Hilfe eng an das zu halten, „was wahrhaftig ist, ehrbar, ... liebenswert [und] was einen guten Ruf hat.“ Philipper 4,8. Die Ehrfurcht vor Gott, gepaart mit der Liebe, die edel, rein und erhebend ist, wird dich vor unehrlichem Handeln bewahren ... Wie angenehm und befriedigend wird deine Erinnerung dein ganzes Leben hindurch sein, wenn deine Hände trotz vieler und heftiger Versuchungen von Unehrlichkeit sauber geblieben sind und dein Herz unbefleckt blieb, weil du dich keiner Versuchung hingegeben hast ...

      Welch eine Lehre für alle Jugendlichen enthält die Geschichte Josefs! Er bewahrte seine moralische Integrität unter den härtesten Versuchungen. Der Angriff auf seine Tugend war heftig und raffiniert und kam aus solch einer Quelle und in solch einer Form, dass er höchstwahrscheinlich das jugendliche Denken verdarb. Josef wurde durch seine religiösen Grundsätze gerettet. Sie ließen ihn diesem satanischen Vorhaben sofort und entschlossen widerstehen.Die Verführerin, die ihr Ziel nicht erreichen konnte, versuchte bösartig, den jungen Mann zu ruinieren, dessen Tugend sie nicht verderben konnte. Sie klagte Josef genau des Verbrechens an, das er gerade nicht begehen wollte.Siehe 1.Mose 39,7-18 ... Gott benutzte den Gefängnisaufenthalt dieses treuen Jugendlichen als Mittel zu seiner Erhöhung. Siehe Kap. 41,9-14.38-43. Hätte Potifars Frau nicht so boshaft gehandelt, wäre Josef niemals Premierminister von Ägypten geworden.

      Obwohl das Böse zu triumphieren schien, während die Tugend in den Schmutz getreten wurde, verschlimmerte Josef sein Los nicht durch Klagen. Er besaß echtes Gottvertrauen ... Gott lehrte Josef wichtige Lektionen. Er bereitete ihn vor auf eine Vertrauensstellung mit hohen Ehren und großem Einfluss.Josef lernte zu regieren, indem er zuerst gehorchen lernte. Er demütigte sich [vor Gott], und Gott erhob ihn. Die Religion der Bibel erniedrigt niemals den Menschen, der sie annimmt, im Gegenteil: sie erhebt und veredelt alle, die ihre Lehren annehmen und befolgen. Die Ehrfurcht vor Gott ist eine starke Verteidigung für alle jungen Leute. Mit diesem Schutzschild können sie unverdorben auch die verführendsten Szenen durchstehen.

      Mein lieber Sohn [Edson], erhebe dich nicht über die Schlichtheit eines demütigen Christenlebens. Lass den Charakter Josefs zu deinem Charakter werden. Lass seine Stärke, Versuchungen zu widerstehen, auch deine Stärke sein. Deine Bemühungen werden Erfolg haben, wenn du sie in Gottes Stärke unternimmst. Jesus ist immer da, um zu helfen. Möge der Segen Christi immer auf dir ruhen. Darum betet deine Mutter.
      Brief 20, 1868.

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    • Wie Mose können auch wir im Glauben wachsen, 1.April

      Auch Mose vertraute Gott. Sonst hätte er sich — als er erwachsen war — nicht geweigert, noch länger als Sohn der Pharaonentochter zu gelten. Lieber wollte er gemeinsam mit dem Volk Gottes Unterdrückung und Verfolgung erleiden, als weiter das gottlose Leben am Königshof zu genießen. Hebräer 11,24.25 (Hfa).

      Ägypten war damals das mächtigste Reich der Welt und hier wurde Mose die höchste Ehrenstellung angeboten. Doch er ließ sich nicht auf diese reizvolle Versuchung ein, sondern konnte ihr widerstehen, „denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn“ Hebräer 11,27.

      Mose bezog seine innere Stärke aus der engen Verbindung mit der Quelle aller Kraft, dem Herrn der himmlischen Heerscharen. Dadurch wuchs er über irdische Verlockungen hinaus und gab sich völlig Gott hin. Er sah sich selbst als Gottes Eigentum. Einerseits war er mit den politischen Interessen des Landes Ägypten befasst, doch gleichzeitig studierte er die Gesetze der Regierung Gottes und dabei konnte sein Gottvertrauen wachsen. Sein Glaube war ihm der höchste Wert. Er war tief verwurzelt in dem, was er von klein auf gelernt hatte, und die kulturellen Einflüsse, die auf ihn einwirkten, sollten ihn auf die große Aufgabe vorbereiten, die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien ...

      Als er den Ägypter erschlagen hatte, wurde ihm bewusst, dass er den Plan Gottes nicht begriffen hatte. Er floh aus Ägypten und wurde Schafhirte. Siehe 2.Mose 2,11.12.15; 3,1. Nun plante er keine großen Heldentaten mehr, sondern wurde sehr demütig. Die Nebel, die seinen Verstand umlagert hatten, wurden vertrieben, indem er sein Denken dadurch zur Disziplin erzog, dass er Gott als seine einzige Zuflucht betrachtete. Nun konnte er Gottes Gegenwart in seinem Alltagsleben wahrnehmen. Die ganze Natur schien von der Nähe des Unsichtbaren erfüllt zu sein. Er hatte Gott als einen persönlichen Gott kennen gelernt, und während er immer mehr und immer tiefer über sein Wesen nachdachte, verschärfte sich sein Wahrnehmungsvermögen für Gottes Gegenwart. Er fand Geborgenheit in den Armen des Ewigen. Gott „redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.“ 2.Mose 33,11. Die hellen Strahlen der „Sonne der Gerechtigkeit“ (siehe Maleachi 3,20) schienen in sein Herz und in alle Kammern seines Denkens.Gott war sein Zufluchtsort, seine Wohnung, seine Heimat ...

      Auch du kannst — wie Mose — durch das Vertrauen zu Gott den Unsichtbaren wahrnehmen und dadurch standhaft bleiben. Der Herr möchte dir eine kostbare Erfahrung schenken. Er hat eine Aufgabe für dich. Du kannst dann ewige Inhalte besser wahrnehmen und verstehen. Gott ist allen sehr nahe, die ihn von ganzem Herzen rufen. Welche Chancen und welchen Ruhm kann dir die Welt bieten im Vergleich mit dem Vorrecht, ein Sohn, eine Tochter Gottes zu sein? ...

      Die dunklen Schatten werden bald verfliegen, der Morgen kommt, die Auseinandersetzung wird bald beendet sein. Eine Krone des Lebens liegt für jeden bereit, der auch an den Leiden Christi Anteil hatte. Siehe Offenbarung 2,10; Römer 8,17.
      Brief 21, 1893; Manuscript Releases XIV, 14-16.


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    • Gott hat andere Ausbildungsmethoden, 2. April

      Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. 2.Mose 2,15.

      Mose arbeitete 40 Jahre lang als Schafhirte. Siehe 2.Mose 3,1; Apostelgeschichte 7,29.30. In dieser Zeit wurde er darauf vorbereitet, sich selbst zu verstehen und innerlich heil zu werden, indem er seinen Egoismus fahren ließ, sodass der Herr seinen Willen in ihm vollbringen konnte. Der Herr nimmt sich keine intellektuellen oder emotionalen Roboter als Mitarbeiter. Verstand und Gefühl sind wichtig für die Mitarbeit, aber diese menschlichen Elemente der Persönlichkeit müssen von Defekten gereinigt werden, denn sie sind dadurch geschädigt worden, dass man den eigenen Kopf durchgesetzt hat statt Gottes Willen zu tun. Mose befand sich im Trainingslager Gottes. Er musste einen langen Prozess des geistigen Trainings über sich ergehen lassen, bis er in der Lage war, das große Volk Israel zu führen.

      Wen Gott erwählt, den erfüllt er auch mit seinem Geist. Doch diese Inspiration erfahren nur jene, die sich nicht selbst für großartig halten. Ein Mensch, den Gott zur Erfüllung seiner Pläne gebrauchen kann, wird bescheiden von sich denken und immer lernbereit bleiben. Gott wird von keinem fordern, sich wie ein blutiger Anfänger zu fühlen und Minderwertigkeitsgefühle zu entwickeln, sodass er immer unfähiger und untauglicher wird. Gott ruft jeden seiner Mitarbeiter dazu auf, seine Verstandeskräfte optimal zu nutzen und gleichzeitig ebenso eifrig zu beten, zu hoffen und zu vertrauen.

      Viele müssen — wie damals Mose — auf vielen Gebieten umlernen, um das zu begreifen, was sie wissen und verstehen müssen. Mose selbst musste zuerst erzogen werden durch härteste geistige und moralische Disziplin, und Gott arbeitete an ihm, bevor Mose dazu tauglich war, andere in ihrem Denken und Herzen zu erziehen. Mose war am ägyptischen Königshof ausgebildet worden.Dort hatte man keine Mittel gescheut, ihn zu einem tüchtigen Heerführer auszubilden. Die falschen Theorien der ägyptischen Götzenanbeter waren seinem Denken eingeprägt worden; die Einflüsse, von denen er umgeben war, und die Dinge, die er täglich gesehen hatte, konnten nicht so leicht abgeschüttelt oder korrigiert werden.

      So ergeht es vielen, die auf irgendeinem Gebiet falsch geprägt worden sind.Die falschen Werte einer Prägung ohne Gott müssen entfernt werden — Stück für Stück, Punkt um Punkt, wie damals aus dem Denken des Mose. [Sein Schwiegervater] Jitro half ihm in verschiedenen Bereichen zu einem gesunden Gottvertrauen und dem richtigen Glauben, soweit er ihn selbst verstand. Mose strebte aufrichtig und ehrlich nach dem Licht, in dem er Gott erkennen konnte, und Jahwe offenbarte sich ihm. Die gründliche und systematische Ausbildung seines Verstandes in Ägypten und seine Ausbildung zum Schafhirten in der frischen Luft des Berglandes machten ihn zu einem scharfen Denker und einem Menschen, der das Wort Gottes energisch in die Praxis umsetzte.
      Manuskript 45, 1890; Manuscript Releases II, 324-326.

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    • Gott hat andere Ausbildungsmethoden, 2. April

      Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. 2.Mose 2,15.

      Mose arbeitete 40 Jahre lang als Schafhirte. Siehe 2.Mose 3,1; Apostelgeschichte 7,29.30. In dieser Zeit wurde er darauf vorbereitet, sich selbst zu verstehen und innerlich heil zu werden, indem er seinen Egoismus fahren ließ, sodass der Herr seinen Willen in ihm vollbringen konnte. Der Herr nimmt sich keine intellektuellen oder emotionalen Roboter als Mitarbeiter. Verstand und Gefühl sind wichtig für die Mitarbeit, aber diese menschlichen Elemente der Persönlichkeit müssen von Defekten gereinigt werden, denn sie sind dadurch geschädigt worden, dass man den eigenen Kopf durchgesetzt hat statt Gottes Willen zu tun. Mose befand sich im Trainingslager Gottes. Er musste einen langen Prozess des geistigen Trainings über sich ergehen lassen, bis er in der Lage war, das große Volk Israel zu führen.

      Wen Gott erwählt, den erfüllt er auch mit seinem Geist. Doch diese Inspiration erfahren nur jene, die sich nicht selbst für großartig halten. Ein Mensch, den Gott zur Erfüllung seiner Pläne gebrauchen kann, wird bescheiden von sich denken und immer lernbereit bleiben. Gott wird von keinem fordern, sich wie ein blutiger Anfänger zu fühlen und Minderwertigkeitsgefühle zu entwickeln, sodass er immer unfähiger und untauglicher wird. Gott ruft jeden seiner Mitarbeiter dazu auf, seine Verstandeskräfte optimal zu nutzen und gleichzeitig ebenso eifrig zu beten, zu hoffen und zu vertrauen.

      Viele müssen — wie damals Mose — auf vielen Gebieten umlernen, um das zu begreifen, was sie wissen und verstehen müssen. Mose selbst musste zuerst erzogen werden durch härteste geistige und moralische Disziplin, und Gott arbeitete an ihm, bevor Mose dazu tauglich war, andere in ihrem Denken und Herzen zu erziehen. Mose war am ägyptischen Königshof ausgebildet worden.Dort hatte man keine Mittel gescheut, ihn zu einem tüchtigen Heerführer auszubilden. Die falschen Theorien der ägyptischen Götzenanbeter waren seinem Denken eingeprägt worden; die Einflüsse, von denen er umgeben war, und die Dinge, die er täglich gesehen hatte, konnten nicht so leicht abgeschüttelt oder korrigiert werden.

      So ergeht es vielen, die auf irgendeinem Gebiet falsch geprägt worden sind.Die falschen Werte einer Prägung ohne Gott müssen entfernt werden — Stück für Stück, Punkt um Punkt, wie damals aus dem Denken des Mose. [Sein Schwiegervater] Jitro half ihm in verschiedenen Bereichen zu einem gesunden Gottvertrauen und dem richtigen Glauben, soweit er ihn selbst verstand. Mose strebte aufrichtig und ehrlich nach dem Licht, in dem er Gott erkennen konnte, und Jahwe offenbarte sich ihm. Die gründliche und systematische Ausbildung seines Verstandes in Ägypten und seine Ausbildung zum Schafhirten in der frischen Luft des Berglandes machten ihn zu einem scharfen Denker und einem Menschen, der das Wort Gottes energisch in die Praxis umsetzte.
      Manuskript 45, 1890; Manuscript Releases II, 324-326.

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    • Wir dürfen Gott ganz und gar vertrauen, 3. April

      In solchem Vertrauen verließ Mose Ägypten und fürchtete sich nicht vor dem Zorn des Königs. Er hatte den unsichtbaren Gott vor Augen, als ob er ihn wirklich sehen würde, und das gab ihm Mut und Ausdauer. Hebräer 11,27 (GNB).

      Mose war ein Kind Gottes und für eine bestimmte Aufgabe auserwählt. Da ihn die Tochter des Pharao adoptiert hatte (siehe 2.Mose 2,10), wurde er am Königshof hoch geachtet. Weil er zum Enkel des Königs bestimmt war, schmeichelten ihm alle, denn sie betrachteten ihn als den künftigen Thronfolger.

      Mose war ein Geistesmensch und Gott hatte ihn in seiner Vorsehnung an einen Ort gestellt, wo er sich Wissen und Können für eine große Aufgabe aneignen konnte. Er wurde gründlich und sorgfältig zum Heerführer ausgebildet. Wenn er in einen Krieg zog, hatte er großen Erfolg, und wenn er dann aus der Schlacht zurückkehrte, sang das ganze Heer Loblieder auf seine Leistungen.

      Trotzdem behielt Mose immer im Hinterkopf, dass Gott durch ihn sein Volk Israel befreien wollte. Allerdings bekam er im Dienst des Pharao und durch die Ausbildung unter den Ägyptern eine gewisse Prägung, die ihn zunächst für das wunderbare Werk, das ihm aufgetragen war, untauglich machte. Diese Schwäche wurde sichtbar, als er seine Brüder besuchte und beobachtete, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug. Da handelte Mose eigenmächtig, „erschlug den Ägypter und verscharrte ihn im Sand“. 2.Mose 2,11.12 ...

      Damit Mose später für seine Lebensaufgabe tauglich wurde, musste ihn der Gott des Himmels von seiner bisherigen Umgebung trennen. Mose sollte eine neue Schule besuchen: die Schule der Vorsehung Gottes. Welch eine große Veränderung im Leben und der Beschäftigung des Mose! ...

      Vom menschlichen Standpunkt betrachtet würde man Mose ein völliges Versagen bescheinigen. Doch statt diesem ausgebildeten Befehlshaber, den man für seine Aufgaben als absolut befähigt einschätzte, freie Hand zu lassen, die ihm vorhergesagte Aufgabe zu erfüllen, schickte ihn der Herr in die Berge, um eine Ausbildung zu erhalten, die ihn tauglich machte, der Befehlshaber Israels zu werden ...

      Gott wollte, dass Mose auch allein gegen alle stehen konnte, indem er sich allein auf Gottes starken Arm verließ. Er sollte beten und glauben lernen ...Jeder sollte damit seine persönliche Erfahrung machen. Wir sollten lernbereit an die Umstände herangehen, die uns Gottes Vorsehung in den Weg stellt, und die entsprechenden Lektionen lernen ... Wenn wir davon abhängig sind, dass uns andere unterstützen und den Rücken stärken, wenn wir uns auf menschliche Hilfe verlassen, dann können wir unsere eigenen Grenzen nicht richtig einschätzen, denn wir verlassen uns dann immer noch nicht allein auf Gott, der unser einziger Helfer ist. In Situationen, die wir allein durchstehen müssen, können wir die Hauptwurzel unseres Glaubens nur an dem einzig sicheren Halt festmachen: am unendlichen Gott.
      Manuskript 36, 1885.


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    • Wir arbeiten für Zeit und Ewigkeit, 4. April

      [Der HERR] erschlug die Ägypter und errettete unsere Häuser.2.Mose 12,27.

      Für jeden von uns stehen ewige Interessen auf dem Spiel. Jeder wird auf die Probe gestellt und versucht. Viele handeln so, als gäbe es keinen Teufel, keinen Versucher, keine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Wenn ihr euch nicht klar macht, dass ihr Widerstand leisten müsst, werden eure Füße unter euch wegrutschen. Dann wird irgendjemand in unsere Gemeinden mit einer Botschaft kommen und ihr werdet Wahrheit nicht vom Irrtum unterscheiden können und quasi die Dunkelheit als Licht annehmen.

      „Erinnert euch daran, wie ihr die Botschaft anfangs gehört und aufgenommen habt! Richtet euch doch nach ihr und lebt wieder wie damals!Wenn ihr nicht wach seid, werde ich euch wie ein Dieb überraschen; ihr werdet nicht wissen, in welcher Stunde ich komme.“ Offenbarung 3,3 (GNB).

      Viele verstricken sich in enge Bindungen zur Welt. Viele haben das von Gott gesandte Licht nicht beachtet, das uns anweist, unsere Kinder unter optimalen Lebensumständen großzuziehen, wo sie die Wahrheit hören. Sie nahmen auch die Anweisung Gottes nicht ernst, nach der sie ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen und in Schulen anmelden sollten, wo sie die Wahrheiten der Bibel kennenlernen können, eine nach der anderen, ein Gebot nach dem anderen. Ihre Schuldbildung sollte sie auf die Erziehung vorbereiten, die in der höheren Schule im Himmel fortgesetzt wird.

      Als Gottes Gerichte über das Ägypten kurz vor der Vollstreckung standen, gab Christus den Israeliten durch Mose die Anweisung, ihre Kinder in die Häuser zu rufen und drinnen zu halten. Falls einige von ihnen in einem ägyptischen Haus blieben, würden sie den Plagen nicht entkommen. Siehe 2.Mose 12,22.23. Deshalb solltest du deine Kinder in deiner Nähe halten und sie so weit wie möglich vor schlechten und gottlosen Einflüssen bewahren. Der Herr möchte, dass ihr eure Kinder auf das ewige Leben vorbereitet. Wenn wir nicht Acht geben, werden unsere Kinder dieselbe skeptische Einstellung in sich aufsaugen, die damals die Israeliten offenbarten, was dazu führte, dass Gott sie nicht ins verheißene Land bringen konnte. Siehe Psalm 106,24-26.

      Wir wollen die ganze Waffenrüstung Gottes anlegen (siehe Epheser 6,11-17) und uns als Menschen erweisen, die ihren Herrn in den Wolken des Himmels erwarten. Wenn ihr das tut, werden Menschen zu Gott umkehren. Eure Prediger werden dann nicht monatelang arbeiten, ohne einen einzigen Menschen von der Wahrheit überzeugen zu können. Wir sollen danach streben, Menschen zu Jesus zu führen, wie Fischer und Jäger nach Beute suchen. Manchmal wirst du einen Fisch fangen (siehe Lukas 5,6.10), manchmal auch nicht, aber wir sollen einfach damit weitermachen, weil es Gottes Werk ist und weil wir wissen, dass er uns eine wichtige Botschaft für die ungläubigen Menschen aufgetragen hat. Diese Botschaft wird sich ihren Weg in viele Menschenherzen bahnen und sie gewinnen.
      Manuskript 161, 1904.

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    • Gottes äußeres Siegel bezeugt das innere Vertrauen, 5.April

      Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Brauch?, so sollt ihr sagen: „Es ist das Passaopfer des HERRN, der an den Israeliten vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.“ 2.Mose 12,26.27.

      Jeder Mensch lässt sich von einer der beiden Mächte prägen — entweder vom Fürsten des Lebens oder vom Fürsten der Finsternis ... Wenn wir uns von der Sünde versklaven lassen, werden wir den Lohn bekommen, der jedem Übertreter des göttlichen Gesetzes vor dem Richterstuhl Christi zugesprochen wird. Siehe Römer 6,23 ... Dann wird jedem Menschen vorgeführt, wie viele Einladungen eines vergebungsbereiten Gottes er leichtfertig ignoriert oder sogar abgelehnt hat. Das Urteil wird verkündet, das über das Geschick des Menschen entscheidet: ewiges Glück oder Strafe im Zornesfeuer Gottes, das die Geschichte der bösen Menschen endgültig abschließen wird.

      Die Bedingung, die den Hebräern in Ägypten in der Nacht genannt wurde, als die Erstgeborenen getötet wurden, war eindeutig: Jede Familie sollte zeigen, dass ihr Vertrauen in die Botschaft Gottes zum genauen Gehorsam gegenüber Gottes Anweisungen führte. Die Hebräer sollten alle Familienangehörigen im Haus zusammenrufen. Sie sollten das Passa-Lamm essen, nachdem sie schon alles für die Abreise gepackt hatten. Sie sollten sogar beim Essen den Wanderstab in der Hand halten. Siehe 2.Mose 12,8.11. Gott wollte sein Gerichtshandeln beginnen (siehe V. 12) und das sollte Pharao klar machen, dass der Herr allein Gott war und neben ihm kein anderer existierte.

      Der Engel Gottes würde an allen Häusern der Hebräer vorübergehen, die an den Türschwellen und Pfosten mit Blut bestrichen waren. Das sollte das entscheidende Zeichen sein. Siehe V. 7.13.

      Nehmen wir einmal an, die Bewohner eines Hauses wären gleichgültig gewesen und hätten ihre Kinder nicht ins Haus geholt. Oder nehmen wir an, die Kinder, die ja in Ägypten geboren und aufgewachsen waren, hätten diese Anordnung auf die leichte Schulter genommen, sie als unnötige Schikane abgetan und ähnliche Ausflüchte und Vorwände gesucht wie jene Menschen, die [im Gleichnis Jesu] zur Hochzeitsfeier eingeladen waren. Siehe Matthäus 22,2-5; Lukas 14,18-20. Wie hätten sie dann vor Gottes Gericht verschont bleiben können? Dann hätte der Schlag einen erstgeborenen Hebräer ebenso getroffen wie den erstgeborenen Ägypter.

      In welchem Zustand befinden sich die Menschen, „die Gottes Gebote [halten] und den Glauben Jesu bewahren“? Siehe Offenbarung 14,12 (EB). Wenn sich Familienangehörige weigern, dem Herrn zu gehorchen, indem sie den Sabbat übertreten, dann kann ihnen Gottes Siegel nicht aufgedrückt werden. Die Versiegelung (siehe Offenbarung 7,2.3) ist ein Versprechen Gottes, seine Auserwählten unter allen Umständen zu schützen und zu bewahren. Dieses Siegel zeigt, dass du von Gott auserwählt wurdest. Siehe 2.Timotheus 2,19. Er hat dich als sein Eigentum gezeichnet. Wer Gottes Siegel trägt, der gehört Christus, ist von ihm erkauft worden und keiner kann uns aus seinen Händen reißen. Siehe Johannes 10,28.
      Manuskript 59, 1895; Manuscript Releases XV, 223-225.

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    • Die Ergebnisse der Verhärtung des Herzens gegen Gott, 6.April

      Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, sodass er die Israeliten verfolgte, obwohl sie unter dem Schutz einer mächtigen Hand ausgezogen waren. 2.Mose 14,8 (Bruns).

      Pharao sah sich zum Einlenken gezwungen, als ihm durch starkes und überzeugendes Licht klar wurde, dass Jahwe der einzig wahre Gott war. Doch sobald der Druck nachließ, kehrte sein Unglaube zurück und drängte das Licht zurück, das Gott ihm geschenkt hatte. Als er sich weigerte, das erste Wunder als echt anzuerkennen (siehe 2.Mose 7,9-13), säte er den Samen des Unglaubens. Der bringt, wenn man ihn wachsen lässt, eine entsprechende Ernte hervor. Hinterher ließ sich der König durch keinerlei Beweis des göttlichen Eingreifens überzeugen. Er verhärtete sein Herz und ging auf der Straße des Unglaubens einen Schritt nach dem anderen, bis schließlich alle Erstgeborenen Ägyptens — der Stolz jeder Familie — weggerafft worden waren. Siehe 2.Mose 12,29.30. Und nachdem Pharao das Volk Israel endlich in die Freiheit entlassen hatte, jagte er ihm nach. Siehe 2.Mose 14,8.9. Er wollte das Volk zurückholen, das durch den Arm des Allmächtigen befreit worden war. Doch er kämpfte gegen eine Macht, die stärker war als menschliche Kräfte, und er ertrank mit seiner gesamten Streitmacht im Roten Meer. Siehe V.26-28.

      Wer Gottes Gesetz verachtet, begeht dieselbe Sünde, die damals der Pharao beging: er verhärtet sein Herz. Die Stimme Gottes wird zurückgewiesen, dafür nimmt man von Menschen erdachte Theorien an, von Satan eingeflüsterte Gedanken und Täuschungen. Der Heilige Geist wird abgewiesen und verdrängt. Dann werden die Schandtaten der Väter an ihren Kindern heimgesucht. Siehe 2.Mose 34,7.

      Der Geist Gottes hält das Böse unter der Kontrolle des Gewissens. Wenn die Menschen sich über den Einfluss des Geistes erhaben fühlen, ernten sie viele Schandtaten ... Warnungen bewirken dann immer weniger. Nach und nach verlieren sie die Ehrfurcht und den Respekt vor Gott ... Alle sollten sich darüber informieren, mit welchen Strategien die menschliche Seele zerstört wird. Menschen gehen nicht deshalb verloren, weil Gott irgend ein Urteil gegen einen Mann oder eine Frau erlassen hätte. Gott macht die Menschen auf keinen Fall blind für geistliche Erkenntnisse. Im Gegenteil: Er schenkt ihnen genügend Licht und Beweise, die sie befähigen, zwischen Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden. Aber er zwingt sie nicht, die Wahrheit anzunehmen. Er lässt sie frei das Gute oder das Böse wählen. Wenn die Menschen den Beweisen widerstehen, die genügen, ihr Urteil in die richtige Richtung zu lenken, und einmal das Böse wählen, werden sie es beim zweiten Mal um so bereitwilliger tun. Beim dritten Mal werden sie sich noch schneller von Gott zurückziehen und sich absichtlich auf die Seite Satans stellen. Und auf diesem Weg werden sie weitergehen, bis sie im Bösen gefestigt sind und die Lüge glauben, die sie als Wahrheit angenommen haben.
      Manuskript 126, 1901; Sermons and Talks II, 183.184.

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    • Gottes Schutzschild in der Wüste: die Wolkensäule, 7.April

      Zugleich machten sie Mose bittere Vorwürfe: „Gibt es etwa in Ägypten nicht genug Gräber für uns? Warum führst du uns hierher? Wir sollen wohl hier in der Wüste sterben! Was hast du uns nur angetan!“ 2.Mose 14,11 (Hfa).

      Aus der Erfahrung der Israeliten beim Auszug aus Ägypten können wir eine Menge lernen. Über eine Million Menschen waren in ein Tal geführt worden, das von Bergen umgeben war, und viele von ihnen meinten, das wäre ein Irrweg. Denn vor ihnen lag das Rote Meer und hinter ihnen kamen die Verfolger rasch näher — Pharaos Truppen. Siehe 2.Mose 14,9.

      Als die Israeliten ihre Wanderung begannen, wurden sie von einer Wolkensäule geführt. Siehe 2.Mose 13,20-22. Die Menschen hatten lange in einem Land gelebt, das von abergläubischen Vorstellungen geprägt war.Deshalb staunten sie über diese Wolke. Manche betrachteten sie voller Angst, während andere meinten, sie sei ein gutes Omen. Als die Menschen am Ufer des Roten Meeres Rast machten, sahen sie in der Ferne die blitzenden Rüstungen und die Streitwagen der ägyptischen Armee näher kommen.Panischer Schrecken erfüllte ihre Herzen. Manche schrien zum Herrn um Hilfe, doch die Mehrheit lief zu Mose und begann zu klagen und zu jammern.Siehe 2.Mose 14,10-12 ...

      Mose war sehr beunruhigt, weil sein Volk so wenig Gottvertrauen zeigte, obwohl sie doch mehrfach miterlebt hatten, wie mächtig Gott zu ihren Gunsten eingegriffen hatte ... Dem äußeren Anschein nach gab es keine Chance auf Rettung, falls Gott sie nicht befreite. Doch weil sie in diese Situation durch den Gehorsam gegenüber der göttlichen Führung [durch die Wolkensäule] gekommen waren, fürchtete Mose die Konsequenzen nicht. Seine ruhige und zuversichtliche Antwort lautete: „Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird.“ 2.Mose 14,13 ...

      Es war [für Mose] nicht einfach, die Scharen der Israeliten in einer Wartestellung vor dem Herrn zu halten. Da ihnen Disziplin und Selbstbeherrschung fehlten, wurden sie unvernünftig und aggressiv ... Sie waren der übernatürlichen Wolkensäule gefolgt, weil sie darin ein Zeichen Gottes sahen, das ihnen befahl, voranzugehen. Doch nun fragten sie sich, ob die Wolkensäule nicht vielmehr der Vorbote eines großen Unglücks war. Hatte sie sie nicht auf die falsche Seite des Berges geführt — in eine Sackgasse? ...

      Als die Ägypter nahe herangekommen waren und meinten, leichte Beute zu machen, schwebte die Wolke plötzlich majestätisch nach oben, zog über die Israeliten hinweg und ließ sich zwischen ihnen und dem ägyptischen Heer nieder. Siehe V. 19. Eine finstere Mauer hatte sich zwischen die Verfolgten und ihre Verfolger geschoben. Die Ägypter konnten das Lager der Hebräer nicht mehr sehen und wurden zum Anhalten gezwungen. Siehe V. 20. Als es Nacht wurde, begann die Wolkenmauer auf der Seite der Hebräer wie ein Flutlicht zu strahlen, sodass das hebräische Lager taghell erleuchtet wurde. Gerade das, was die Leute vorher in Angst und Schrecken versetzt hatte, erwies sich nun als ihr Schutz.
      Manuskript 6a, 1903.

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    • Gott befreit sein Volk aus Feindeshand, 8. April

      Der HERR ließ die ganze Nacht über einen starken Ostwind wehen, der das Wasser zurücktrieb. So verwandelte sich das Meer in trockenes Land. Das Wasser teilte sich, es stand auf beiden Seiten wie eine Mauer, und die Israeliten gingen trockenen Fußes mitten durchs Meer. 2.Mose 14,21.22 (GNB).

      „Geht voran!“, befahl Mose, und dieser Befehl wurde von den Hauptleuten der verschiedenen Abteilungen weitergegeben. Gehorsam betrat das Volk Israel den Weg, der so ungewöhnlich und auf übernatürliche Weise für sie gebahnt worden war. Das Licht der Feuersäule beschien die schaumgekrönten Wellen und beleuchtete die Straße, die wie eine riesige Furche durchs Meer gepflügt worden war.

      Als die Wolke langsam weiterzog, entdeckten die ägyptischen Wachposten, dass die Israeliten ihr Lager abgebrochen hatten. Sofort wurde das mächtige Heer in Marsch gesetzt. Die Ägypter hörten den Klang vieler Füße, die über steinigen Boden gingen, doch sie konnten immer noch nichts sehen, denn die Wolke, die den Israeliten ein Flutlicht bescherte, war für die Ägypter eine undurchdringlich schwarze Mauer. Siehe 2.Mose 14,20. Sie folgten den Geräuschen und gerieten auf den Wunderpfad, den Gott für sein Volk bereitet hatte. Die ganze Nacht marschierten sie weiter, kamen aber nur langsam voran, weil ihre Streitwagen dort nur schwer fahren konnten. Siehe V. 23.25.Und doch ließen sie sich nicht abbringen und hofften, schon bald die Wolke zu durchbrechen und die Flüchtigen überwältigen zu können.

      Schließlich verblassten die Schatten der Nacht, der Morgen dämmerte und das Heer der Verfolger hatte die fliehenden Hebräer beinahe eingeholt ... Vor ihren erstaunten Augen verwandelte sich die geheimnisvolle Wolke plötzlich in eine Feuersäule, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Donner grollten und Blitze zuckten. „Wasser ergossen sich aus dem Gewölk, die Wolken donnerten und deine Pfeile fuhren einher. Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und wankte.“ Psalm 77,18.19.

      Die Ägypter waren bestürzt und verwirrt. Mitten im Aufruhr der Elemente, in dem sie die Stimme eines zornigen Gottes vernahmen, wollten sie umkehren und wieder ans Ufer flüchten. Doch Mose streckte seinen Stab aus, und die aufgetürmten Wassermassen stürzten brüllend zusammen und begruben die ägyptische Armee in schwarzer Tiefe. Siehe 2.Mose 14,26-28.

      Der Morgen offenbarte der israelitischen Volksmenge, was von ihren mächtigen Feinden übrig geblieben war: schwer gepanzerte Leichen, die an den Strand gespült waren. Siehe V. 30. Diese eine Nacht hatte sie aus schrecklicher Gefahr befreit ... Jahwe allein hatte sie gerettet und ihm wandten sich ihre Herzen voll Dankbarkeit und Vertrauen zu. In Lob- und Dankliedern brachten sie ihre Empfindungen zum Ausdruck. Siehe 2.Mose 15;
      Manuskript 6a, 1903.


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    • Am Ende werden Gottes Feinde umkommen, 9. April

      Der HERR aber trieb die Ägypter mitten ins Meer. 2.Mose 14,27 (EB).

      Auf der ganzen Welt gibt es kein Reich, das von Gott unabhängig wäre, denn er hat ja alles geschaffen. Und wenn die Menschen einer Nation oder einer Gesellschaft zwar die Gesetze begreifen, die dazu dienen, die Untertanen des Herrschers über das ganze Universum zu regieren, diese Gesetze aber bewusst übertreten, dann stellen sie sich selbst unter das Verdammungsurteil des Gesetzes, das unser höchster Herrscher bei Grundlegung der Welt aufgerichtet hat ...

      Da der Pharao so starrköpfig war, befahl ihm Gott, die Israeliten aus der Sklaverei zu entlassen. Er weigerte sich, und der Herr strafte das ganze Reich, weil der irdische Herrscher das Volk Gottes nicht freigeben wollte, damit sie ein Reich unter göttlicher Führung aufrichten konnten. Die Weigerung des Pharao brachte viele Plagen über Ägypten, bis der widerspenstige König gezwungen war, dem Plan Gottes zuzustimmen. Siehe 2.Mose 12,29-32. Danach verhärtete er sein Herz aber gleich wieder gegen Gott und rebellierte offen, indem er seine ungeheuer große Armee losschickte. Siehe 2.Mose 14,5-8. Sie sollte die Israeliten zurückholen, damit sie dem ägyptischen Herrscher weiterhin Sklavendienste leisteten.

      Der Herr griff auf übernatürliche Weise ein, um sein Volk zu retten. Er baute mitten durchs Rote Meer eine Straße. Die Wassermassen wurden wie eine stabile Mauer aufgetürmt, und dazwischen wurde ein Fluchtweg geschaffen, auf dem das Volk Israel seinem Führer Mose folgen konnte. Siehe 2.Mose 14,22.

      Das große ägyptische Heer wagte es, das Meer auf demselben Pfad zu durchqueren. Eine dunkle Wolke zog vor ihnen her, und doch drängten sie weiter. Als die ganze Armee mit Pharaos Pferden, Streitwagen und Reitern mitten im Meer stand, sagte der Herr zu Mose: „Streck deine Hand über das Meer aus!“ V. 23.26 (EB). Die Israeliten waren inzwischen aufs trockene Land gekommen, doch sie hörten schon die Schreie der sie verfolgenden Soldaten.Als Mose seinen Stab über das Meer streckte, stürzte die Wassermauer ein; das Meer kehrte in sein gewohntes Bett zurück. Alle Ägypter dieser riesigen Armee ertranken, kein einziger entkam. Siehe V. 27.28. Alle starben, weil sie entschlossen waren, ihren eigenen Willen durchzusetzen und Gottes Plan abzulehnen. Damit war ihre Gnadenzeit zu Ende.

      Genauso wird es allen ergehen, die sich dafür entscheiden, das Licht abzulehnen, das Gott ihnen schenkt, und die hartnäckig einen Kurs verfolgen, der das Gesetz des obersten Herrschers ungültig machen soll. Damit widerstreben sie dem Gesetz dessen, der über das ganze Universum herrscht, und bekennen ihre Feindschaft gegen den ausdrücklichen Willen des großen „Ich bin“. Siehe 2.Mose 3,14 (EB).
      Manuskript 35, 1906; Manuscript Releases XXI, 64.65.


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    • Nur echter Glaube wird die Prüfung bestehen, 10. April

      So sah Israel die mächtige Hand, mit der der HERR an den Ägyptern gehandelt hatte. Und das Volk fürchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose. 2.Mose 30,31 (GNB).

      Der Siegesgesang der Israeliten schallte über das Rote Meer. Doch ihr Gottvertrauen sollte schon bald wieder auf die Probe gestellt werden. Der Herr wollte wissen, wie weit er sich auf die Treue seines Volkes verlassen konnte. Drei Tage lang wanderten sie in die Wüste hinein und fanden kein Wasser. „Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter ... Da murrte das Volk wider Mose und sprach: ‚Was sollen wir trinken?‘“ 2.Mose 15,22-24. Anstatt auch unter schwierigen Umständen dem Herrn zu vertrauen und ihn ernst zu nehmen, überhäuften sie ihren Führer mit Vorwürfen.

      Genauso verhalten sich viele Menschen auch heute. Satans Strategie bleibt immer dieselbe. Wenn alles glatt geht, meinen die Leute, sie hätten Gottvertrauen. Doch wenn sie Leid, Unglück oder Enttäuschungen erleben, sinkt ihnen der Mut. Ein Glaube, der von Umständen oder von der Umgebung abhängt und der nur wirksam ist, wenn alles glatt läuft, ist kein echter Glaube.

      In seiner Not schrie Mose zum Herrn. Siehe V. 25. Das hätten die Israeliten auch tun sollen. Sie waren ja erst kurz zuvor wunderbar befreit worden. Der Herr hörte den Hilferuf seines Dieners, der vom Volk so arg verleumdet wurde.„Der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser und das Wasser wurde süß.“ V. 25. Es war nicht das Verdienst dieses Holzes, dass das Wasser süß wurde; vielmehr war es die Macht dessen, der in der Wolkensäule verborgen war und der alle Dinge tun kann ...

      Hat das Volk daraufhin Gottes Geschenke geschätzt und anerkannt? Wurden sie innerlich von Dank und Lob erfüllt? Hielten sie einen Lobpreisgottesdienst ab wie damals am Ufer des Roten Meeres? Wir finden keinen Hinweis darauf, dass ihr Glaube durch Gottes Güte und Gnade und durch seine Liebesbeweise irgendwie gestärkt worden wäre ...

      Wenn Schwierigkeiten uns auf die Probe stellen, wenn wir keinen Weg vor uns sehen, der Wohlstand und Bequemlichkeit verheißt, sondern möglicherweise einen Verlust dieser Annehmlichkeiten befürchten lässt, wenn wir unter Druck stehen, weil Opfer oder Verzicht von uns gefordert wird, wie werden wir uns dann gegen Satans Einflüsterungen wehren, der uns einreden will, dass es uns zukünftig nur noch schlecht gehen wird, dass alles in Scherben fällt und wir nichts als Sorgen und Probleme zu erwarten haben? ...In solchen Situationen sollten wir die Reste der himmlischen Segnungen und Erweise des Guten zusammensammeln und zum Herrn sagen: „Ich glaube an dich, ich vertraue deinen Dienern und ich glaube an dein Wirken. Ich will dir vertrauen.“
      Brief 49, 1896.

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