Ist der heutige im Saarland und in Gebieten Bayerns mit überwiegend kath. Anteil gesetzl. Feiertag biblisch begründbar?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ist der heutige im Saarland und in Gebieten Bayerns mit überwiegend kath. Anteil gesetzl. Feiertag biblisch begründbar?

      In den überwiegend katholisch seienden Gemeinden Bayerns(ca. 83 % der Gemeinden) - nicht also in Franken, das mehrh. evangelisch ist! - und im gesamten Saarland ist der heutige 15. August "gesetzlicher Feiertag" - genannt Himmelfahrt Marias.
      Ist dieser Feiertag biblisch begründbar? (siehe dazu u.a. auch meinen Beitrag im Blog!)
    • Biblische Begründung
      Für die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel „gibt es kein direktes biblisches Zeugnis“.[7]
      In der Theologie ist es umstritten, inwieweit das Dogma „als explizit oder implizit geoffenbart zu gelten habe, ob es formell oder bloß virtuell in der Hl. Schrift enthalten sei“.[8]
      Die katholische Dogmatik führt u.a. folgende Belegstellen als Anklänge an:
      • „Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, du und deine machtvolle Lade!“ (Ps 132,8 EU). Die hier erwähnte, aus unverweslichem Holz gefertigte Bundeslade sei als Wohnung Gottes auf Erden ein Bild des unverweslichen Leibes Mariens.
      • „Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar.“ (Offb 11,19 EU)
      • „Wer ist die, die aus der Steppe heraufsteigt, auf ihren Geliebten gestützt?“ (Hld 8,5 EU)
      Auch die sonnenumkleidete Frau aus der Apokalypse des Johannes (Offb 12,1 EU) und die Gnadenfülle Mariens (Lk 1,28 EU) werden als Hinweise auf die leibliche Aufnahme und Verherrlichung Mariens gedeutet.

      (Zitiert aus Wikipedia: Artikel: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie /wiki/Leibliche_Aufnahme_Mariens_in_den_Himmel)

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Anmerkungen:

      [7] : Deutsche Bischofskonferenz (Hrsg.): Katholischer Erwachsenenkatechismus. Band 1: Das Glaubensbekenntnis der Kirche. Bonn 1985, S. 180 [1]
      [8] : Franz Courth: Aufnahme Marias in den Himmel. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche (LThK). 3. Auflage. Band 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, Sp. 1216.

      Kommentar von mir:

      Einzigst die Stelle aus Offb.12,1 ("Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.")
      könnte im allegorischen Sinne hier für Maria (Maria ist = die Frau, herkommend aus dem 12-Sterne=Stämme Reich Israel) ausgelegt werden, wobei aber Offb.12,1 nichts von einer "Himmelfahrt Mariens" berichtet - ganz im Gegenteil sagt ja Offb.12,5 ("Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben ... . Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.")nur, dass Jesus bei seiner Himmelfahrt "zu Gott entrückt wurde"!


      Psalm 132,8 und Offb.11,19 mit der Bundeslade, die als Wohnung Gottes auf Erden ein Bild des unverweslichen Leibes Mariens sei, halte ich für sehr, sehr weit hergeholt und können theiolog. nicht als Belegstellen für eine Himmelfahrt Mariens gewertet werden.

      Auch Hohelied 8,5 könnte - wenn überhaupt - dann nur allenfalls allegorisch auf Maria angewandt werden.

      Fazit: Nach dem die Deutsche Kathol. Bischofskonferenz selbst einräumt, dass es für die Himmelfahrt Marias „es kein direktes biblisches Zeugnis gibt“, wird man die gestellte Frage, ob der heutige im Saarland und Bayern gefeierte "Tag der Himmelfahrt Mariens" biblisch begründbar ist, mit "NEIN" beantworten müssen.

      PS: Das 1950 verkündete kath. Dogma steht damit auf tönernen Füßen und muss von Christen - auch von Katholiken -- n i c h t -- geglaubt werden! Die RKK sollte es als Dogma (=Lehrsatz, der unbedingt zu glauben ist!) streichen und aufheben!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      In den überwiegend katholisch seienden Gemeinden Bayerns(ca. 83 % der Gemeinden) - nicht also in Franken, das mehrh. evangelisch ist! - und im gesamten Saarland ist der heutige 15. August "gesetzlicher Feiertag" - genannt Himmelfahrt Marias.
      Ist dieser Feiertag biblisch begründbar? (siehe dazu u.a. auch meinen Beitrag im Blog!)

      @Norbert Chmelar, es ist erstaunlich und glaichzeitig unverständlich, wieso du nach den tausenden Beträgen immer noch nicht eingesehen und verstanden hast, dass ALLES mit der Bibel begründbar ist, wenn man sich die Mühe gibt.

      .

      Etwas aderes ist, ob Maria Himmelfahrt eine Biblische, d.h. Göttliche Lehre und Wahrheit ist... und das ist es DEFINITIV NICHT !!!


      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon
    • Lieber Norbert, die Maria ist eine beliebte Figur unter den katholischen Heiligen. Ihre Beliebtheit entstammt m.W. aus den orientalischen Fruchtbarkeitskulten, die es im Christentum ursprünglich nicht gab. Als dieser Fruchtbarkeitskulte sich auch unter Christen breit machten, übernahm man die Göttin Isis, die den Horusknaben auf den Armen trug, als Madonnenbild. In meinem ursprünglich ersten Wohnort gab es dafür sogar eine anerkannte Wallfahrtsstätte mit einem kleinen Marrienbildchen aus einem alten Gebetbuch des 15. Jahrhunderts. Dieses Bildchen soll Wunder vollbracht haben und sogar gesprochen haben, dass es in unserm Ort verehrt werden möchte.
      Das bringt der Kirche bis heute viel Geld und den Gläubigen hohe Ablässe ein.

      Mit der Bibel hat der ganze Marienkult nichts zu tun.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Seele1986 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ist dieser Feiertag biblisch begründbar? (
      Nö. Die Bibel berichtet nichts von der Himmelfahrt Mariä.

      Das stimmt natürlich. Allerdings hat die Katholische Kirche auch noch nie behauptet, sich einzig und allein auf die Bibel zu berufen. Insofern dürfte sie ein solche Diskussion, wie wir sie hier gerade führen, ziemlich egal sein...
    • Babylonier schrieb:

      Das stimmt natürlich. Allerdings hat die Katholische Kirche auch noch nie behauptet, sich einzig und allein auf die Bibel zu berufen. Insofern dürfte sie ein solche Diskussion, wie wir sie hier gerade führen, ziemlich egal sein...
      Norberts Frage war, ob Mariä Himmelfahrt biblisch begründbar ist. Die Antwort ist nein.

      Fertig.
    • Anhand von Offenbarung 12 wird das Kirchenverständnis der R.-Kath. Kirche deutlich:

      Die reine Frau sei nur die NT-Kirche, gegründet auf "Maria". Tatsächlich aber war Maria auch die "Dienerin des Herrn" im alten Bund. Dies widerspricht einer "Ersetzung" des alten durch den neuen Bund. Es zeigt sich vielmehr progressive "Erfüllung" des alten im neuen Bund.

      Maria wird als "Kultfigur" gegen den "Erlösungsplan" Genesis 3:15. eingesetzt, ihre "Jungfräulichkeit" für wichtiger erachtet als die Tatsache, dass sie den "Menschensohn" gebar. Das Hohepriestertum Christi wird durch diese "Figur" geschmälert.

      Diese "Idolatrie" entspricht der Beschreibung der Kirche Thyatira in Offenbarung 2:18.ff.

      Leider ließ sich dieser "Kult" nicht durch die Reformation im Mittelalter "zurechtstutzen".
    • freudenboten schrieb:

      Leider ließ sich dieser "Kult" nicht durch die Reformation im Mittelalter "zurechtstutzen".
      Noch schlimmer,1950 wurde das Dogma beschlossen das SIE jetzt im Himmel ist und Mittlerdienste ausübt....

      Was Satan alles tut um von Jesus Herrlichkeit abzulenken....

      Es ist nicht nachvollziehbar, das man in der Eucharestie Jesu Blut und Fleisch zu sich nimmt
      und anschließend noch die Maria als Mittlerin braucht...
    • Vielleicht ist sogar die Eucharistie formal und zeitlich antichristlich, obwohl dabei mit Worten "Jesu Tod verkündet" und "seine Auferstehung gepriesen wird".

      Mysterienkult ist nicht von Jesus eingesetzt, sondern das "Geheimnis Gottes ist (Kolosser 1:26.-28. 1. Timotheus 3:16.) offenbart".

      Anscheinend genügte den Griechen/Römern das "Gedächtnis Jesu" nicht.

      In diesem Punkt war sogar Luther (zu seiner Zeit) nicht mehr bereit zur Reformation.