EU vs. Großbritannien im Lichte des EU-Austritts

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    • freudenboten schrieb:

      Johnson ist in keiner Weise mit Churchill zu vergleichen!

      Sein Enkel wird es wohl am besten wissen . :rolleyes:

      Boris Johnson war der bessere Selbstdarsteller , egal ob er jetzt mit dem Bagger fuhr oder Kinder beim Rugby zur Seite " sprengte ". Das ist leider beim Publikum heute gefragt.Und bei Corbyn war das Problem , dass der Wähler nicht so richtig wusste woran er mit ihm ist.
      Ob das jetzt bei dem Wahlsystem " the winner takes it all " eine eindeutige Entscheidung für den Austritt war , hab ich ein bischen meine Zweifel.
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      LillianHamilton schrieb:

      Ich denke, es wird sowohl für die EU-Wirtschaft als auch für die GB-Wirtschaft eine Herausforderung sein. Ich meine, sie haben jetzt schon eine Weile damit zu kämpfen.
      Erstmal herzlich willkommen im Forum :)


      Der Brexit und seine Folgen werden uns noch Jahre verfolgen. Die Briten entpuppen sich gerade als Vertragspartner, der seine Verträge bricht und das wird weltweit notiert, wie sich hier die Briten als Rosinenpicker darstellen.

      Andererseits schließen sie schon Freihandelsverträge mit Japan ab: Freihandelsvertrag: Briten mit Japan handelseinig | tagesschau.de


      Ich wünsche den Briten nur das Beste, aber ich finde auch, dass man sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen soll.
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      tricky schrieb:

      Die Briten entpuppen sich gerade als Vertragspartner, der seine Verträge bricht und das wird weltweit notiert, wie sich hier die Briten als Rosinenpicker darstellen.
      Die Frage ist wer hällt sich heute noch an Verträge....

      Ob das noch das ist, was es auf dem Papier verspricht??? ----Das Commonwealth of Nations ist eine Vereinigung unabhängiger Staaten, die heute als Nachfolger des British Empire gesehen werden kann.
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      Der selige Franz-Josef Strauss (CSU) - Summa Cum Laude - Lateiner sagte sehr oft: „Pacta sunt servanda!” = „Verträge sind einzuhalten!” - Als Strauss aber im November 1976 in Wildbad Kreuth den Vertrag zwischen CDU und CSU in Sachen »Gemeinsame Fraktionsgemeinschaft der UNION im Deutschen Bundestag aus deutscher CDU und bayrischer CSU« platzen ließ, hat er sich daran nicht mehr :evil: erinnert, der Bazi :love: der bajuwarische ...!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
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      GB ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas mit mehrere Vorteilen, die oft nicht beachtet werden:

      1.) Sie haben den Pfund. Eine Währung, die sämtliche Kriege überstanden hat. Wenn wir zum Beispiel die Zeit ab 1870 nehmen - wie viele Währungen und Reformen nussten wir erleben? Der Pfund wird auch volatiler, ja. Aber ob der Euro in zwei oder drei Jahren noch existiert, weiß ich nicht.

      2.) Sie haben den Commonwealth of Nations, eines der größten Bündnisse weltweit.

      3.) Sie haben einen guten Maschinenbau, den man nicht unterschätzen darf. Mittlerweile wird für den Weltmarkt auch in metrischen Angaben gefertigt. (In GB misst man in Zoll, zöllige Gewinde mit 55° Winkel vs. metrische Gewinde mit 60° Winkel.)

      4.) Sie brauchen keine Rücksicht auf die schwachen Staaten nehmen, die EZB schon. Griechenland, Italien, Spanien und meines Erachtens nach auch Frankreich sind de facto pleite.

      5.) SIe haben eine sehr geringe staatliche Staatswirtschaft. Die Wirtschaftleistung des Staates (Beamte) st immer schwächer ineffizienter als jene von Unternehmern.

      ----

      Weitere Überlegungen:

      GB und D sind große Handelspartner, insbesondere bei Maschinen und Autos. Werden deutsche Autos nun mit Zöllen belegt und damit gegenüber anderen teurer oder muss man sich mit geringeren Margen abfinden?

      Der Import von Whisky in die EU könnte schwieriger werden. Ich bin strikter Antialkololiker, aber Whisky ist eine gute Geldanlage, da die Flaschen im Laufe der Jahre mehr wert werden.

      GB hat sehr gute Universitäten, die dann in der EU nicht mehr anerkannt werden. (Oxford, Cambridge, London Schoool of Economics,...)

      Viele Osteuroäer haben in GB gearbeitet und jenes Geld verdient, mit dem sie in Polen, SK oder CZ ihr Haus gebaut haben. Das scheint nun wegzufallen.

      ...
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
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      freudenboten schrieb:

      Es wird Vieles wegfallen, vor allem für das "UK".
      Commonwealth ist Vergangenheit/Geschichte.

      Klar - aber auch für die EU.
      Zum Beispiel die zweitgrößte Volkswirtschaft, die Zahl der Staaten mit fragwürdiger Wirtschaftsleistung und Staatshaushalt bleibt ja bestehen - ein Guter geht.

      GB muss auch keine Rücksicht auf Staaten wie GR, SP, IT und den ehemaligen Ostblock nehmen. Ein Bündnis ist immer nur so gut wie die schwächsten Mitglieder.

      Außerdem muss GB keine Schulden für anderen aufnehmen (Eurobonds - etwas, was vor allem die Sozialisten und Grünen wollen). Das geschah mit der Coronarettung übrigens auch.

      Kurzfristig wird es Wohlstand in GB kosten, mittel- und langfristig kann der Einleingang deutliche Vorteile bringen. Aber GB wird nicht mehr zur alten Stärke zurückfinden, die man mit der Dampfmaschine für einen Zeitabschnitt erworben hat.
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      Ghandi