Nach dem Tod

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    • Hallo Norbert!

      Norbert Chmelar schrieb:



      Gane MacShowan schrieb:

      könnte man auch noch erwähnen, dass das griechische Wort kērussō nicht nur für das predigen "guter Botschaften", sondern auch für das "Bekanntgeben", "Vorankündigen" oder "Ausrufen" einer Sache gebraucht wird.
      Ja, hier im Hades-Totenreich gab Jesus bekannt, dass nun die Seelen der Gläubigen des Alten Bundes aus dem Hades im Triumphzug mit Jesus in den Himmel ziehen werden - Christus rief hier oim Todenreich bereits seinen Sieg des Lebens über den Tod aus. Er kündigte im voran an, dass Er nach drei Tagen leiblich auferstehen werde!
      Und wo steht das alles? Wo in 1. Petrus 3,19 steht was genau Jesus gepredigt hat? Wo steht dort etwas vom Totenreich? Hier ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken...

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Hier ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken...
      Schaut man etwas weiter, dann heißt es: Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. (1. Petr 4,6)

      Fleisch und Geist ist, wie so oft, das Thema hier; ebenso wie zuvor:
      Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
      In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die einst ungehorsam waren, ...

      Was ist "nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch"? Das ist der Tod, sprich: zur Zeit Noahs die Sintflut.
      Was ist "nach Gottes Weise das Leben haben im Geist"? Das ist die Erweckung.

      So ist Christus getötet nach dem Fleisch, aber lebendig nach dem Geist, als der Erste von allen.
      Das "Gefängnis" ist der Tod, natürlich. Und die Geister sind Menschen, denn es geht um Menschen und nicht um irgendwelche anderen Wesen.

      Der Punkt ist nicht, ob diese Geister schon Bewusstsein vor Jesu Erdenleben hatten, sondern er hat sie mit sich erweckt,
      denn er ist für alle Menschen gekommen.

      (Hier sind sowohl Glaube als auch Wunsch Vater der Gedanken!)

      Lg
    • Die Voraussetzung des Seelentodes ist genauso falsch, wie die Voraussetzung einer unsterblichen Seele.

      Was die Bibel sagt ist, dass Gott Unsterblichkeit hat und dass alles in seinen Händen liegt.
      Wenn man also per se sagt, der Mensch stirbt ganz beim Tode, dann ist das falsch; ebenso, wie zu sagen, die Seele des Menschen hält sich von Natur her durch, denn wir halten uns keinen Milimeter durch!

      Die Hoffnung ist doch, in Gottes Gefilden zu erwachen; es gibt himmlische Gestalten, sagt Paulus. Also predige ich doch nicht den totalen Tod. Was soll das denn sein?
      Es muss nur klar sein, dass Gott es ist, und nicht ich, der es so fügt!

      Jene ganzen Stellen aus dem alten Testament, der Mensch habe keinen Anteil mehr, er sehe und höre nichts mehr, sondern schlafe im Grab, heißt: keinen Anteil mehr an dieser Welt hier.
      Es ist überhaupt kein Argument für eine These. Wir haben immer beides in der Schrift, beide Möglichkeiten, und Beispiele für solche, die nicht schlafen: Henoch, Mose, Elia, Samuel.

      Zudem heißt es schon bei der Kreuzigung, dass die Heiligen auferstanden und durch die Straßen der Stadt liefen.
      Also vielleicht kann man von dieser starren Genesis-Ableitung mal ablassen, aus der heraus man alle weitere Geschichte liest!

      Paulus spricht auch einen Tod an: auch ihr ward tot in euren Übertretungen, ...
      Tod und Leben, Sterben und Erwachen, hat mehrere Ebenen.
    • Seele1986 schrieb:

      heißt: keinen Anteil mehr an dieser Welt hier.
      Ja aber das ist ein ausschlaggebender Punkt, der bei jeglichen "Wundern" zum Beispiel von Fatima und Ähnlichem vergessen wird. Die Auswirkungen dieser Einflüsse sind nicht möglich, wenn wir den Tod akzeptieren als ein Ende des Wirkens auf der Erde. Man muss doch auch erkennen, dass eine Auferstehung der Gläubigen die "Norm" und die vielleicht schon bei Gott lebenden die Ausnahme sind. Maria gehört nicht dazu, sonst würde das in der Bibel stehen.....was soll das dann alles?
      Ich kann als gläubiger Mensch diese Vorstellungen nicht unterstützen, weil ich mich am Missbrauch nicht schuldig machen möchte.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Die ganze Bibel weiß, dass der Mensch aus 2 (zwei !!!) Teilen besteht: Lehm vom Acker und Lebensodem vom Gott. Beides zusammen ergibt dann die "lebendige Seele".

      Bisher hat mir noch niemand eine Bibelstelle zeigen können, aus der hervor geht, dass Gott bei irgend einer Gelegenheit dem menschen noch einen oder mehrere Teile zusätzlich verliehen hat. Und solange dieser Nachweis fehlt, ist die selbstverständliche Annahme, dass es ihn geben müsse, eine teuflische Verführung des Menschen.

      Die einige Möglichkeit aus dieser Kombination ist, dass alles, was sonst noch mit dem Menschen irgenwie verbunden wird, ein Produkt aus dem beiden Grund Bestandteilen ist und also beendet wird / verschwindet, wenn die Grund Bestandteile sich auflösen.

      Der "Geist" des Menschen z.B. spielt sich im Gehirn ab. Dieses ist aber Materie: Lehm und Odem Gottes. Zerfallen beide, hört der Geist automatisch auf, zu bestehen.

      Das Totenreich oder Hades ist kein Reich wie oberirdische Reiche, sondern ein orientalisches Bild für das Grab. So steht es auch auf vielen griechischen Gräbern. Die griechische Unterwelt mit einem extra Gott, mit Fährmann, vielleicht mit Schatten Gestalten wie Sysiphus, oder das Geldstück im Munde eines Toten für den Fährmann über den Styx, beruhen doch auf der heidnischen, platonischen Annahme einer unsterblichen Seele. Und diese ist - mMn. - des Teufels liebstes Handwerkszeug. Wer sich darauf verlässt, wird garantiert mit ihrem Erfinder im feurigen Pfuhl landen.Und diesem gibt es tatsächlich. Selbst Jesus warnt vor diesem Ende.

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Man muss doch auch erkennen, dass eine Auferstehung der Gläubigen die "Norm" und die vielleicht schon bei Gott lebenden die Ausnahme sind.
      Für mich ist das kein Entweder - Oder.

      Pfingstrosen schrieb:

      . Maria gehört nicht dazu, sonst würde das in der Bibel stehen.....was soll das dann alles?
      Weiß ich nicht. Die Bibel sagt nichts dazu. Man könnte eher fragen: Warum sollte Gott sie nicht erwecken, die seinen Sohn getragen, geboren, genährt und geliebt hat?

      Wir denken sehr kategorisch und darauf will ich hinaus.
      Da wird der Schöpfungsbericht rangezogen, um systematisch zu erläutern, was der Mensch und die Seele sei;
      einer tat es hier sogar mal mit einer mathematischen Formel "Leib + Odem = Seele", als seien die Gesprächspartner Vollidioten. Dieses Niveau erreicht man dann ...

      Die Schrift sagt uns, dass wir durch Jesus geistliche Menschen werden, nicht mehr fleischliche sind.
      Die Irrlehren rund um den Spiritismus sind doch etwas vollkommen anderes. Sie haben eine ganz andere Denkweise und vorallem auch ganz andere Konsequenzen und Werke.

      Zu dem Punkt noch: Kann Gott die Seele auslöschen? Natürlich kann er das.
      Alle Sätze, die mit "Gott kann nicht" beginnen, können wir getrost vergessen. Es ist kein Thema, ob und was Gott kann.
    • benSalomo schrieb:

      Der "Geist" des Menschen z.B. spielt sich im Gehirn ab. Dieses ist aber Materie: Lehm und Odem Gottes. Zerfallen beide, hört der Geist automatisch auf, zu bestehen.
      Das ist nun eine materialistische Sichtweise vom Geist und gänzlich unbiblisch.

      Und Begriffe wie "automatisch" sind eben jene, die dem lebendigen, biblischen Wort so entgegenstehen und darin nicht vorkommen.
      Es ist eine Philosophie, mehr nicht.
    • Also wenn Geist die Persönlichkeit des Menschen bedeuten soll, dann hört das auch schon zu Lebzeiten auf, wenn Menschen dement sind, finde ich.
      Ab und zu schaut der gewohnte Mensch noch heraus aus dem zerfallenden Körper, aber dann verschwindet das Ganze wieder im Nebel.

      Seele1986 schrieb:

      Das ist nun eine materialistische Sichtweise vom Geist und gänzlich unbiblisch.
      Warum soll die materialistische Sicht unbiblisch sein. Man bezeichnet den Menschen ohne Gottes Geist ja auch als tot, obwohl der Mensch lebt.
      Da könnte man schon schlussfolgern, dass wir nur in ihm leben, das andere ist nur existieren.

      Es gibt keinen ewig existierenden menschlichen Geist.

      Aber ich schreibe hier gerade nur gegen meine Müdigkeit an;-) ich will nicht philopso...philophiso.....philosophieren;-)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Also wenn Geist die Persönlichkeit des Menschen bedeuten soll, dann hört das auch schon zu Lebzeiten auf, wenn Menschen dement sind, finde ich.
      Das ist, sage ich dir als Pflegekraft, vollkommen falsch.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ab und zu schaut der gewohnte Mensch noch heraus aus dem zerfallenden Körper, aber dann verschwindet das Ganze wieder im Nebel.
      Vernebelt ist etwas anderes als "aufhören zu sein".

      Pfingstrosen schrieb:

      Es gibt keinen ewig existierenden menschlichen Geist.
      Das habe ich auch nicht geschrieben.

      Sondern:

      Pfingstrosen schrieb:

      Da könnte man schon schlussfolgern, dass wir nur in ihm leben, das andere ist nur existieren.
      Das habe ich geschrieben.
    • Guten Abend Simon!

      Seele1986 schrieb:

      Das "Gefängnis" ist der Tod, natürlich. Und die Geister sind Menschen, denn es geht um Menschen und nicht um irgendwelche anderen...

      Kennst du noch andere Bibelstellen, die den Tod als ein „Gefängnis“ bezeichnen? Ich möchte es nicht ausschließen (wäre interessant). Aber: Wäre das „Gefängnis“ in 1.Petrus 3, 19 der Tod, dann hätte es Sinn gemacht, dass Jesus denen in diesem Gefängnis predigte, als er auch tot (und selbst in diesem Gefängnis) war. Stattdessen schreibt Paulus, dass er denen im Gefängnis „in dem Geist predigte, in welchem er lebendig gemacht worden war“. (Natürlich hätte ein toter Jesus ohnehin niemanden etwas verkünden können; genauso wenig hätte ein lebendiger Jesus einem buchstäblich Toten etwas verkünden können)...

      Das die „Geister“ automatisch Menschen sein sollen, nur weil es um Menschen geht ist meiner Meinung nach nicht haltbar. Auch in 2. Petrus 2, 4 nennt Petrus nicht nur die Gerichte an Menschen, sondern auch die Bestrafung der ungehorsamen Engel als warnendes Beispiel – obwohl es doch auch an dieser Stelle um Menschen geht.

      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man eine Bibelstelle so wörtlich und einfach nehmen sollte, wie es möglich ist, vorausgesetzt, dass dieses Verständnis dann immer noch mit der Gesamtaussage der Bibel übereinstimmt. Ich hatte bereits an anderer Stelle gefragt:

      Gane MacShowan schrieb:

      -Gab es zur Zeit Noahs buchstäbliche „ungehorsame Geister“? Ja, siehe 1. Mose 6, 1-4!

      -Gab es diese „ungehorsamen Geister“ zur Zeit der Auferstehung Jesu immer noch? Ja, siehe Judas 1, 6!

      -Hat Petrus noch an anderer Stelle auf diese „ungehorsamen Geister“ Bezug genommen? Ja, siehe 2. Petrus 2, 4!

      -Wird von den "ungehorsamen Geistern" auch noch an anderen Stellen gesagt, dass sie "gefangen" sind? Ja, siehe Judas 1, 6 und 2. Petrus 2, 4!

      Was spricht also dagegen, den Ausdruck „Geister“ wörtlich zu nehmen und auf jene ungehorsamen Engel zu beziehen, die zur Zeit Noahs sündigten, und sich zur Zeit Jesu bereits in einem Zustand der Gefangenschaft (in Erwartung des Gerichts) befanden? Das natürlichste (und wörtlichste) Verständnis dieser Textpassage würde einfach nur besagen, dass Jesus sich nach seiner Auferstehung am dritten Tag als Herold betätigte, und Geister (nicht-fleischliche Wesen) aufsuchte, "die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs".

      Alles andere sind spekulative Aussagen, die sich mit anderen klaren biblischen Aussagen nicht vertragen.

      Seele1986 schrieb:

      Der Punkt ist nicht, ob diese Geister schon Bewusstsein vor Jesu Erdenleben hatten, sondern er hat sie mit sich erweckt...

      1. Thessalonicher 4, 13-16 (Elberfelder 2008): Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die Übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen;

      Seele1986 schrieb:

      Schaut man etwas weiter, dann heißt es: Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. (1. Petr 4,6)

      Und wer sagt, dass diese „Toten“ mit den „Geistern“ aus (1. Petrus 4,6) identisch sind? Ich sehe hier eher einen Zusammenhang zu den folgenden Aussagen:

      Matthäus 8, 22 (Elberfelder 2008): Jesus aber spricht zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!

      Kolosser 2, 13 (Elberfelder 2008): Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat.

      1. Timotheus 5, 6 (Elberfelder 2008): Die aber in Üppigkeit lebt, ist lebendig tot.

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Kennst du noch andere Bibelstellen, die den Tod als ein „Gefängnis“ bezeichnen? Ich möchte es nicht ausschließen (wäre interessant). Aber: Wäre das „Gefängnis“ in 1.Petrus 3, 19 der Tod, dann hätte es Sinn gemacht,...
      Ich kenne keine einzige Bibelstelle, die das Grab bzw. den Tod als Gefängnis bezeichnen. Und warum nur den Toten aus der Zeit Noahs ?

      Die Sünde wird aber sehr wohl als ein Gefängnis dar gestellt. Die Sünde hält den Menschen gefangen. Und der Teufel ist der Herr der Sünde, der Gefängnis Wärter.

      Die Petrus Stelle ist - ohne jetzt den Herrn Platon im Hinterkopf zu haben - einfach zu erklären.

      Noah ging zu seiner Zeit im Sinne und im Geist Jesu zu seiner Zeit her, den Menschen, die zu seiner Zeit im Gefängnis der Sünde gefangen waren, die Rettung durch Gottes Erbarmen zu predigen. Sie brauchten bloß inb die Arche zu kommen.

      Heute ist der Glaube an Gottes Erbarmen genau so wie damals die rettende Arche.

      Liebe Grüße von Reginald.
    • Hallo Reginald!

      benSalomo schrieb:


      Die Petrus Stelle ist - ohne jetzt den Herrn Platon im Hinterkopf zu haben - einfach zu erklären.

      Noah ging zu seiner Zeit im Sinne und im Geist Jesu zu seiner Zeit her, den Menschen, die zu seiner Zeit im Gefängnis der Sünde gefangen waren, die Rettung durch Gottes Erbarmen zu predigen. Sie brauchten bloß inb die Arche zu kommen.
      Dann hätte Petrus ja schreiben können: "In diesem ist er auch hingegangen und hat den Menschen im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren..."! Stattdessen hat er aber von Geistern gesprochen. Das wäre unpassend gewesen, wenn es tatsächlich um das ginge, was Noah einst im Geiste Jesu seinen Mitmenschen verkündigt hat.

      Dazu kommt, das hier eine andere zeitliche Reihenfolge vorliegt:

      Petrus schrieb nicht: "In diesem war er auch einst hingegangen und hat...", sondern: "In diesem (=jenem Geist, in welchem er nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist; siehe Vers 19!!!) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren"!

      Für das Thema dieses Threads ist das ganze ohnehin Off-Topic. Ein Beweis für die Existenz "unsterblicher Seelen" liegt hier nicht vor (darüber sind wir uns ja einig)..

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Petrus schrieb nicht: "In diesem war er auch einst hingegangen und hat...", sondern: "In diesem (=jenem Geist, in welchem er nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist; siehe Vers 19!!!) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren"!
      Ist grammatisch vollkommen in Ordnung; kann man so schreiben.
    • Ich möchte zu den Auslegungen zu Petrus nochmal sagen, sie sind alle denkbar. Sowohl die von Gane, wie auch von benSalomo.

      Für mich tut das aber der Sache keinen Abbruch, vor allem wegen dem, was ich bereits ausgeführt hatte zu Petrus 4:
      er spricht dort von Jesus, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten. (Ich denke, hier können wir von leiblich Lebenden und Toten ausgehen)
      Dann sagt er weiter: denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, (hier nun den geistlichen Tod zu meinen, ist ziemlich abwegig; außerdem waren wir alle geistlich tot. Es wäre unsinnig zu sagen, er habe es ihnen auch gepredigt)
      dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist. (1. Petr 4,6)
      - die Menschenweise ist jenes "du musst sterben" im Fleisch. Von einem menschlichen "Gericht" oder dergleichen auszugehen, passt nicht, denn hier ist von keinem Gericht und auch von keiner Anklage die Rede, die Menschen getan hätten.

      Er hat den Toten das Evangelium gebracht, dass sie, die im Fleisch dem Tode hingegeben waren, nun durch den Geist das Leben haben. Eine Erweckung ist das.

      Kann Jesus denn nun, der im Tode war, anderen Toten predigen? Ja. Das hat halt damit zutun, wie man Jesus sieht, und es verwundert nicht, dass das für Gane undenkbar ist. Das Thema hatten wir schon zur Gottheit Jesu, wie zu seinen Naturen.

      Was die Terminologie von Bibeltexten angeht, muss man aufpassen. Wenn man das Johannesevangelium nimmt, dann wechselt die Zeitform ständig, auch innerhalb eines Satzes. Das ist kein Fehler von Johannes, sondern Absicht, denn es wird damit dargestellt, dass Gott ewig ist, wie auch sein Sohn, der aus ihm ist. Der da war und der da ist und der da kommt.

      Dann noch etwas zum Umgang: ich glaube, ich kann mich gut darlegen mit dem, was ich denke; selbst, wenn man nicht meiner Meinung ist, darf ich doch wohl behaupten, eigenständig meine Dinge vorbringen zu können, oder nicht?
      Wenn man im Gespräch immer nur "ein Platoniker", "ein Dispensationalist", oder was auch immer ist, dann fühlt man sich nicht wirklich ernst genommen. (Wobei von Gespräch kaum die Rede sein kann, was meine Person angeht, denn benSalomo redet mit mir direkt eigentlich überhaupt nicht; keine Ahnung warum ...)

      Auch ist diese Art, an die Bibel heranzugehen, sehr fragwürdig. Wenn ich alle Gedankengänge und Ideen, die es in heidnischen Lehren und Philosophien gibt, generell umgehen muss, weil sie ja in der Schrift nicht auffindbar sein dürfen, dann kann ich das Buch bald zu machen. So machen das hier aber einige.
      Zwar geht es nicht um Platon und es führt auch keiner hier Platon an (daher verstehe ich dieses Platoniker-Gesabbel nicht), aber wenn mans denn will: die platonische Ideenlehre ist, denkt man an einen Gott, der alles geschaffen hat, nicht so weit her, wie manche hier gerne behaupten wollen:

      Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.
      Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. (Ps 139,15.16)

      Diese Welt und alles, ist ja erstmal Gottes Idee gewesen. Und die Schrift sagt, wenn er spricht, dann geschiehts, wenn er zuweist, dann stehts da.
      Ich sehe in Pauli Reden von den geistlichen Gestalten genau diese Sphären, in die wir eingehen werden. Hier ist nicht von der Auferstehung des Leibes die Rede; das ist eine andere Hausnummer.

      Und ich bleibe dabei: alles miteinander zu lesen, anstatt wegen zwei Stellen zehn andere exegetisch zu zerquetschen, oder wegen zehn Stellen eine andere; ganz gleich, wie rum.

      Er schenke uns Erkenntnis.
    • Hallo Simon!

      Seele1986 schrieb:

      Gane MacShowan schrieb:

      Petrus schrieb nicht: "In diesem war er auch einst hingegangen und hat...", sondern: "In diesem (=jenem Geist, in welchem er nach seinem Tod wieder lebendig geworden ist; siehe Vers 19!!!) ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren"!
      Ist grammatisch vollkommen in Ordnung; kann man so schreiben.
      Grammatisch kann man sicherlich alles mögliche aus dem Satz herausschütteln, das will ich gar nicht in Frage stellen. Mir geht es um das natürlichste Verständnis. Da halte ich es mit der deutschen Fassung von 1. Petrus 3, 19 so, wie der evangelische Theologe Johann Albrecht Bengel mit der griechischen:

      "Wenn hier von der Predigt des Noah die Rede wäre, so würde das Wörtchen vor Zeiten (V. 20) entweder ganz ausgelassen, oder mit dem Wort geprediget verbunden sein."

      (Quelle: Johann Albrecht Bengel, "Gnomon oder Zeiger des Neuen Testamentes" 1859, Seite 468)

      Auch würde die Erklärung von benSalomo die Frage offen lassen, warum Petrus nicht von "Menschen", sondern von "Geistern" schreibt...

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      warum Petrus nicht von "Menschen", sondern von "Geistern" schreibt...
      Weil der Geist im Gefängnis ist und nicht der Mensch leiblich, wenn man die Sünde als Gefängnis betrachtet.
      Umgekehrt zeigt Paulus oft, dass er zwar leiblich in Gefangenschaft ist, im Geist aber frei.

      Aber wie gesagt: deine Sicht, es seien Engel gemeint, finde ich nicht falsch. Kann man sagen.
    • Hallo Simon!

      Seele1986 schrieb:

      Kann Jesus denn nun, der im Tode war, anderen Toten predigen? Ja. Das hat halt damit zutun, wie man Jesus sieht, und es verwundert nicht, dass das für Gane undenkbar ist. Das Thema hatten wir schon zur Gottheit Jesu, wie zu seinen Naturen.

      Was die Terminologie von Bibeltexten angeht, muss man aufpassen. Wenn man das Johannesevangelium nimmt, dann wechselt die Zeitform ständig, auch innerhalb eines Satzes. Das ist kein Fehler von Johannes, sondern Absicht, denn es wird damit dargestellt, dass Gott ewig ist, wie auch sein Sohn, der aus ihm ist.
      Das Johannes gerne mal die Zeitform wechselt, liegt daran, dass das Griechische flexibler ist was die Zeitformen angeht. Schau mal in eine griechische Grammatik, wieviele Verwendungsmöglichkeiten des Präsens es gibt. Das, was in trinitarischen Publikationen gerne als Hinweis auf die Gottheit Jesu bewertet wird, ist rein sprachlich betrachtet gar keine Besonderheit. Interessanter Weise werden bestimmte Aussagen Jesu von einigen Übersetzern gerne interlinear übersetzt (um die verwendete Zeitform hervorzuheben), während man an anderen Stellen die Zeitformen an unsere Sprache angleicht (z.B. indem man ein griechisches Präsens im Deutschen als Perfekt wiedergibt).

      Seele1986 schrieb:

      Dann noch etwas zum Umgang: ich glaube, ich kann mich gut darlegen mit dem, was ich denke; selbst, wenn man nicht meiner Meinung ist, darf ich doch wohl behaupten, eigenständig meine Dinge vorbringen zu können, oder nicht?

      Absolut! Ich hoffe, ich habe nicht den Eindruck erweckt, dass ich das anders sehe!!!

      Gruß, GMacS