Nach dem Tod

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Guten Abend!

      Den "Lebensatem", oder die "Lebenskraft" gibt Gott von seinem eigenen Geist:

      Hesekiel 37, 5-6 (Elberfelder 2006): So spricht der Herr, HERR, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich bringe Odem in euch, dass ihr wieder lebendig werdet. Und ich lege Sehnen an euch und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut, und ich gebe Odem in euch, dass ihr wieder lebendig werdet.

      Hesekiel 37, 13-14 (Elberfelder 2006): Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk. Und ich gebe meinen Geist in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.

      Für "Odem" und "Geist" steht hier im Hebräischen jeweils das gleiche Wort, nämlich: ruach!

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Dort steht aber nicht, dass der Geist zum Erdboden zurückkehrt, denn das bezieht sich auf den zuvor erwähnten "Menschensohn":
      Hallo Gane,

      ich sehe eher, der Geist geht aus, er (der Mensch) kehrt wieder zur Erde. Das deckt sich dann auch mit Prediger 12.

      Wenn wir jetzt noch sagen, der Geist geht in die Erde, dann wird es etwas hanebüchen, finde ich.
      Wenn wir doch sagen (und ich teile es ja mit euch), dass der Mensch ruht bis zur Erweckung, was für ein Problem ist darin, den Geist des Menschen bei Gott sein zu lassen?

      Man muss nicht auf Biegen und Brechen vermeiden wollen, dass irgendwer was missverstehen kann, sondern man muss es erklären können (soweit wir das vermögen) und dann ist gut.

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Hallo Simon!

      Seele1986 schrieb:

      Gane MacShowan schrieb:

      Dort steht aber nicht, dass der Geist zum Erdboden zurückkehrt, denn das bezieht sich auf den zuvor erwähnten "Menschensohn":
      ich sehe eher, der Geist geht aus, er (der Mensch) kehrt wieder zur Erde. Das deckt sich dann auch mit Prediger 12.

      Genau so meinte ich das! :thumbup: Ich hoffe ich hab mich nicht zu kompliziert und missverständlich ausgedrückt... :sad:

      Seele1986 schrieb:

      Wenn wir jetzt noch sagen, der Geist geht in die Erde, dann wird es etwas hanebüchen, finde ich.
      Wenn wir doch sagen (und ich teile es ja mit euch), dass der Mensch ruht bis zur Erweckung, was für ein Problem ist darin, den Geist des Menschen bei Gott sein zu lassen?

      Gar keins, so steht es ja schließlich wörtlich in der Bibel! Ich finde es aber wichtig, dass man sich eine Vorstellung davon verschafft, was der Hebräer mit solchen Ausdrücken meinte! Ansonsten sind der Fantasie des Einzelnen nämlich kaum noch Grenzen zu setzen...

      Gruß, GMacS
    • Gane MacShowan schrieb:

      Ich finde es aber wichtig, dass man sich eine Vorstellung davon verschafft, was der Hebräer mit solchen Ausdrücken meinte! Ansonsten sind der Fantasie des Einzelnen nämlich kaum noch Grenzen zu setzen...
      Ja, das verstehe ich. Wir glauben ja an die Auferstehung und das ewige Leben!

      Mir war einzig und allein wichtig, dass nicht gesagt wird: der Mensch ist ausgelöscht; wie ich anscheinend freudenboten falsch verstanden hatte.
      Denn dann kommt man in ganz andere Fahrwasser, die mit der Bibel nichts zutun haben. Niemals hätten die Hebräer geschrieben, der Mensch ist mit dem Tod ausgelöscht!
      Das würde heißen, Gott erschafft neue Menschen oder Wesen. Das ist keine Auf-erstehung.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Stofi schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Die Idee, dass das Wesen des Menschen ausgelöscht wird und dann wieder neu erschaffen, ist nicht biblisch.
      Das hat keiner gesagt: ausgelöscht und dann wieder neu Erschaffen, oder habe ich es hier übersehen. Es ist jedenfalls nicht richtig. Der 1. Tod ist ein Todesschlaf, wie Narkose, ohne Bewusstsein, ohne nichts einfach. Erst der 2. Tod wird ein endgültiger Tod sein.. erst da ein Löschen von jeglichen Daten......... sehe ich jetzt.


      .
      wie der 1. Tod sein wird, darueber streiten sich eben die geister, da die bibel in dieser hinsicht nicht eindeutig ist und verschiedene interpretationen zulässt. Vor allem das wirken jesu hat das bild vom at erweitert.

      Liebe grüsse
      Dondomi
    • DonDomi schrieb:

      Vor allem das wirken jesu hat das bild vom at erweitert.
      Ja, ganz einfach genommen stirbt er, dann ist nichts, dann steht er auf......

      Was mich immer wieder befremdet ist, dass das Verhalten der Jünger darauf schließen lässt Jesus hätte vielleicht nicht ausgesehen wie sie es gewohnt waren, was meint ihr dazu? Oder es wr seine Ausstrahlung, die sie ...ja wie soll ich sagen...ehrfurchtsvoll macht?
      Spricht
      Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den
      Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der
      Herr.
      13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch den Fisch.
      14 Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • freudenboten schrieb:

      Fazit: Der Geist des Menschen geht beim Tod des Menschen nicht zu Gott.

      Der Geist Gottes geht zurück zu Gott.
      Ein Widerspruch in sich!

      Seele1986 schrieb:

      Prediger 12: Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
      Das beschreibt doch den Vorgang des Sterbens und des menschlichen Todes sehr gut und eindrücklich: Der materielle Teil des Menschen - sein Leib wird tot in die Erde gelegt und verfällt zu Staub und Knochen - der immaterielle Teil des Menschen - sein Geist bzw. seine Geist-Seele geht zu Gott in das "Totenreich" (ATlich: Scheol/ NTlich: Hades)mit den zwei Abteilungen - im Sinne Jesu gesprochen - einerseits in "Abrahams Schoss bzw das Paradies" bzw. an den "Ort der Qual bzw Hölle bzw. Fegefeuer"

      Gane MacShowan schrieb:

      Prediger 12, 7 (Elberfelder 2006): Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat.
      Wenn sich beim Tode die Geist-Seele vom Körper trennt, ist der menschliche Leib-Körper gestorben und tot. Niemand leugnet die grausame Wahrheit des Todes - Ja - und deshalb glauben wir in der Tat an das, was Seele1986/Simon geschrieben hatte:

      Seele1986 schrieb:

      Wir glauben ja an die Auferstehung und das ewige Leben!
      Diese AUFERSTEHUNG wird unseren erneuerten Geist-Leib und unsere - bereits nach dem Tode beim Herrn Jesus weilende - von mir aus auch "ruhende" Geist-Seele wieder vereinigen - und erst dann haben wir die allerseligste und herrlichste Glückseligkeit und ewige Herrlichkeit am Jüngsten Tage!

      Seele1986 schrieb:

      Niemals hätten die Hebräer geschrieben, der Mensch ist mit dem Tod ausgelöscht!
      Und daher ist die Geist-Seele bzw der Geist eben nicht sterblich - sondern unsterblich - und der "Persönlichkeitskern" des Menschen besteht auch noch nach dem Tode weiter - womöglich in einer Art ruhendem Zustand - aber nicht ohne Bewußtsein - was uns Jesus klar und eindeutig in Lukas 16,19-31 sagt. Wie es genau nach dem Tode sein wird, kann natürlich niemand genau sagen - deshalb sollten wir uns an die Trostworte Jesu halten in Luk.23,43/ Lk 16,22 und Joh.11,25+26! Wir leben und sterben auf Hoffnung hin - auf die Hoffnung auf das ewige Leben unmittelbar nach unserem Sterben, denn wie sagt es der Apostel Paulus in

      Bibelstelle

      Röm 14,8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
    • Pfingstrosen schrieb:

      was meint ihr dazu?
      Paulus spricht von den unterschiedlichen Gestalten. Wir sind nicht nur sterblich, sondern tragen auch ein verwesliches Bild an uns.
      Dieses vergeht auch. Der himmlische Leib ist nicht der irdische. Wir werden aus Geist auferstehen, nicht aus Erde.

      Wie diese Körper sind, zeigen die Gesichte der Propheten an; wenn es sich denn überhaupt beschreiben lässt. So werden wir auch sein dürfen.

      Was wir hier sehen und was uns so natürlich erscheint, ist von Geburt an zum Tode verflucht.
      So hatte Gott den Menschen aber nicht geschaffen; das wissen wir nur nicht, wenn es uns nicht gesagt würde durch die Schrift!
      Wir halten es für normal, für den Lauf der Dinge, für den Kreislauf der Natur und versuchen uns, damit irgendwie zu versöhnen.

      In der Bibel versöhnt sich Jesus keineswegs mit dem Tod. Sondern er überwindet ihn.
      Auch der Leib ist aus dem Geist, das will Paulus sagen, wenn er sagt: der erste Mensch war irdisch und von Erde; der zweite war aus dem Geist, der lebendig macht.
      Wir sind ganz irdisch geworden, fern von Gott, und haben nicht nur Erkenntnis und Gemeinschaft eingebüßt, sondern auch Schönheit.

      Oder soll das, was manche hier auch leiblich ertragen und mittragen müssen, die gute Schöpfung sein? Nein.
      Man sieht noch viel von Gottes Licht, aber verborgen unter diesem vergänglichen Leibe. Das meint Petrus, wenn er von der Schönheit des Herzens spricht.
      Aber im Gegensatz zu den griechischen Philosophen beruft sich die Bibel nicht auf diese innere Schönheit, sondern zeigt, dass dieser schöne Geist einmal uns gestalten wird; auch äußerlich.

      Wie schön wird das sein!
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Es gibt keine Religion oder Lehre auf dieser Welt, die sagt, dass einmal der Tod vollkommen ausgelöscht wird, außer unser Glaube!

      Daher ist auch die ewige Hölle nicht haltbar, denn das hieße weiterhin Leid und Tod (auch wenn die Gefolterten nicht sterben würden).
      Dann wäre Gott nicht alles in allem, wie die Schrift sagt!
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      In der Bibel versöhnt sich Jesus keineswegs mit dem Tod. Sondern er überwindet ihn.
      Ja! Hallelujah! Und diesen >>Sieg über den Tod<< feiern wir Christen (außer den STA-Christen) an jedem >>ersten Tage der Woche<< als ERINNERUNGS-ZEICHEN!

      Seele1986 schrieb:

      Wie schön wird das sein!
      Ja, Hallelujah!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ja! Hallelujah! Und diesen >>Sieg über den Tod<< feiern wir Christen (außer den STA-Christen) an jedem >>ersten Tage der Woche<< als ERINNERUNGS-ZEICHEN!
      und am Tag zuvor feiert man den Schöpfer und Vollender, der den Sieg über den Tod "vollbracht" hat :)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Ziemliche Verwirrung in der Diskussion

      Hiob 38:4. Geist Gottes (Ruach El, -ohim) und Odem/Atem des Allmächtigen (Nischmat Schaddai) werden parallel gebraucht, sind also keine "Kraftwirkung" Gottes sondern handelndes göttliches/ewiges Schöpfer-Wesen. Vergleiche auch Johannes 3:8. Kap. 20:22.

      Da wir zwischen Geschöpf und Schöpfer unterscheiden, müssen wir auch zwischen erschaffenem Geist, Engel, Menschen einerseits oder unerschaffenem göttlichem Geist andererseits unterscheiden.

      Psalm 146:4. sagt eindeutig, dass der erschaffene Geist des Menschen sich beim Tode auflöst: "verloren sind alle seine Pläne". (Symbolisiert im Rauch der stellvertretenden Opfertiere des AT)

      Die Idee eines "unsterblichen Menschengeistes" stammt nicht aus der Bibel sondern aus der menschlichen "Philosophie".

      Als Mose mit Israel aus Ägypten zog, verließ er den Einfluss des "Unsterblichkeitswahnes" der Ägypter.

      Jesus hat keineswegs die ägyptische oder griechisch-platonische Sicht wieder eingeführt!

      Auch Paulus unterscheidet zwischen "erschaffenem" menschlichem Geist oder unerschaffenem Gottesgeist. Römer 8:16.

      Warum können viele die Aussage der Bibel über den "Tod von Adam an" nicht stehen lassen?

      Weil der Mensch sich nicht gern vor dem "Kreuz Christi" beugt/demütigt.

      Doch wer sich vor dem Opfer Christi nicht beugt, wird sich bei der Verurteilung zum "zweiten Tod" beugen müssen.

      Philipperbrief 2:10.11.
    • freudenboten schrieb:

      Psalm 146:4. sagt eindeutig, dass der erschaffene Geist des Menschen sich beim Tode auflöst: "verloren sind alle seine Pläne".
      Nein, sagt er nicht. Er sagt, seine Pläne sind verloren. Das also, was wir uns hier vornehmen, planen, erdichten, wünschen und vorstellen; das ist mit dem Tode verloren.

      Würde der Mensch mit dem Tode ausgelöscht, wäre er nicht mehr. (Fürchtet aber den, der Leib und Seele auslöschen kann, mahnt Jesus)
      Es ist uns aber gesagt, dass er uns auferwecken wird. In einer neuen Gestalt zwar, aber wir sind es ja.

      Deine Sicht, oder zumindest deine Wortwahl, passt mit dem Begriff "Schlaf", den Jesus verwendet, nicht zusammen, oder mit der "Ruhe", die bei Daniel 12 genannt ist.
      Wie du es ausdrückst, machst du aus dem ersten Tod den zweiten Tod: das Erlöschen, die vollkommene Auslöschung.

      Du bist es, der sich entweder falsch ausdrückt, oder es aber wirklich so sieht und auf dem Irrweg ist.
      Und deine Mahnung, sich unters Kreuz zu demütigen, ist hier vollkommen unangebracht und überheblich.

      P.S.: Ich kenne auch keine Lehre oder Theologen (studiert oder nicht studiert), der sagen würde, der Mensch werde mit dem Sterben ausgelöscht.
      Man muss zwar nicht nach der Masse gehen, aber ein bisschen schauen, was zu Dingen schon gedacht wurde, sollte man schon ab und an. (Tust du doch eigentlich auch)
      Du wirst auch keinen Juden finden, der so etwas jemals sagen würde.

      Das ist falsche Lehre.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Jesus hat keineswegs die ... griechisch-platonische Sicht wieder eingeführt!
      Doch! ---> siehe Matthäus 10,28a)!
      Schon Papst Benedikt XVI. (Josef Ratzinger) sagte einmal in einer Rede richtig: "Bei uns kommen Jerusalem, Rom und Athen zusammen." ===> Damit meinte er den Einfluss der jüdischen Thora oder des Alten Testamentes, die christliche Lehre und die griechische Philosophie(z.B.Platonismus). Recht hatte er!

      Seele1986 schrieb:

      Wie du es ausdrückst, machst du aus dem ersten Tod den zweiten Tod: das Erlöschen, die vollkommene Auslöschung.
      Dies geht so nicht! Wird im AT an keiner Stelle gelehrt - im Gegenteil! ---> siehe 1. Samuel 28!

      Seele1986 schrieb:

      Du bist es, der sich entweder falsch ausdrückt, oder es aber wirklich so sieht und auf dem Irrweg ist.
      Ja, er ist auf einem Irrweg!
    • Lieber Norbert,

      ich hoffe Du hast alle vernünftig begründeten Beiträge im Forum zu diesem Thema gelesen und verstanden.

      Falls Du keine Begründungen für die von Dir vertretene Meinung hast, schweige bitte zu dem Thema. Bei den anderen Befürwortern der "Unsterblichkeit" habe ich auch keine überzeugenden Begründungen gefunden.

      Entschuldige, dass ich das hier so offen äußere.

      Der humanistische "Unsterblichkeitswahn" kommt aus den ägyptischen, babylonischen u. a. geschichtlichen Kulturen und steht in krassestem Widerspruch zu allen Texten der Heiligen Schrift, auch dem von Dir irrtümlich angeführten.

      Schließlich gehrt dieser Wahn auf die "Urlüge" der "Schlange" in Eden zurück. (Genesis 3:4.)

      Ich darf daran erinnern, dass Martin Luther bei seiner ursprünglichen Übersetzung von Hiob 19:25.ff. die biblische Position (gegen Fegefeuer u. ä.) vertrat, die auch mit der wiederentdeckten "Rechtfertigung aus Glauben/Gnade" übereinstimmt. Unter dem Einfluss der "Humanisten" (z. B. Melanchthon) unter den Reformatoren nahm er diese Einsicht leider wieder zurück.

      Rechtfertigung aus Glauben und Gnade Gottes ist mit jeder Vorstellung von "Unsterblichkeit" unvereinbar, sowohl logisch als auch bibeltextlich. Erlösung durch Christus ist Erlösung vom Tod (vom wirklichen) aber nicht durch den Tod. Der Tod/Auferstehung Christi für uns war der Weg, um den Tod zu "überwinden". Die "Unsterblichkeitsphilosophien" der Ägypter, Babylonier, Griechen, Römer können den Tod nicht überwinden.

      Stattdessen kennt die Schrift (schon Mose!) den Begriff des "Lebensbuchs des Lammes" (Offenbarung 13:8.), in dem die "Erlösten" von Adam an verzeichnet werden, bis zur Wiederkunft Christi.

      Die "Unsterblichkeitslüge" der Schlange ist der "Rechtfertigung aus Glauben" entgegengesetzt. Deshalb zitierte Jesus in Johannes 11:26. genau diese Lüge und widersprach ihr.

      Das ewige Leben beginnt mit dem "Jetzt-Glauben" bzw. der "Wiederkunfts-Auferstehung" des Fleisches (siehe auch Apostolikum), nicht mit dem Augenblick des Sterbens. Jesus widersprach Marta nicht (Johannes 11:24.), nein, er bestätigte ihren (mosaischen) Glauben.

      Daher war es ein Fehler der "unapostolischen Kirchenväter", die Unsterblichkeitslüge dem neuen Testament unterzuschieben.

      Ich erinnere mich, dass der Kuckuck als Schmarotzervogel seine Eier in fremde Nester legt. So machten es die Kirchenväter mit dem Ei der "Unsterblichkeit" im Nest des Neuen Testamentes. Das NT/Jesus hat Mose nicht "beseitigt/ersetzt" sondern ergänzt. "Unsterblichkeit" ist keine passende Ergänzung zu Moses.

      Die "Totenbefragung" durch König Saul war von Gott verbotenes Terrain (Deuteronomium 8:9.ff.). Daher war auch die "Erscheinung" nicht echt sondern "spiritistisch".

      Ich hoffe, Du machst hier keine Werbung für Spiritismus.
    • freudenboten schrieb:

      Ich hoffe, Du machst hier keine Werbung für Spiritismus.
      Ich mache hier nur Werbung für die glasklaren Worte Jesu Christi, wie:

      Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können
      Lk 23,43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
      Lk 16,22 Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben.23 Und als er im Hades8 seine Augen aufschlug und in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß.
      8 d. i. das Totenreich (aus Elberfelder Bibel)
      Joh 11,25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt

      Nun liegt es an jedem Christen selbst, wie er diese Worte auffasst; ich fass sie im Sinne des Katholischen Katechismus auf!

      ---> siehe Rand-Nummer 1005 Um mit Christus aufzuerstehen, muß man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig,„aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein" (2 Kor 5,8). Bei diesem „Aufbrechen" (Phil 1,23), beim Tod, wird die Seele vom Leib getrennt. Sie wird am Tag der Auferstehung der Toten wieder mit ihrem Leib vereint werden [Vgl. SPF 28].

      RN 1681 Der christliche Sinn des Sterbens wird im Licht des Pascha-Mysteriums des Todes und der Auferstehung Christi offenbar, auf dem unsere einzige Hoffnung beruht. Der Christ, der in Christus Jesus stirbt, ist dabei, „aus dem Leib auszuwandern, und daheim beim Herrn zu sein" (2 Kor 5,8).

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Die klare Konsequenz aus der biblischen Lehre von Rechtfertigung aus Glauben, Gericht und Auferstehungen:

      Prediger 9:5. "... die Toten aber wissen nichts..."

      Erlöst wird, wer im Lebensbuch des Lammes, von Adam an bei Gott beschlossen, geschrieben bleibt. Johannes 15:6.7.

      Erlösung ist ein "Kann" (Johannes 3:16.), kein "Muss".

      Der "Zwang zur Erlösung" in den orthodoxen und katholischen Kirchen (seit Augustinus) ist unvereinbar mit der Gnade Gottes.

      Dieser Zwang wurde schließlich zum Anlass für "Aufklärung" und Atheismus.
    • Hallo Simon und freudenboten!

      Seele1986 schrieb:

      Er sagt, seine Pläne sind verloren. Das also, was wir uns hier vornehmen, planen, erdichten, wünschen und vorstellen; das ist mit dem Tode verloren.

      Korrekt! Ich möchte aber noch einmal erwähnen, dass das Wort eshtônâh eben nicht nur bestimmte Gedanken, wie Pläne oder Wünsche, sondern Gedanken im allgemeinen bezeichnet (siehe Psalms 146:4 תצא goeth forth, רוחו His breath ישׁב he returneth לאדמתו to his earth; ביום day ההוא in that very אבדו perish. עשׁתנתיו׃ his thoughts). Tote wissen nicht (Prediger 9, 5) und denken nichts (Psalm 146,4).

      Seele1986 schrieb:

      Würde der Mensch mit dem Tode ausgelöscht, wäre er nicht mehr. (Fürchtet aber den, der Leib und Seele auslöschen kann, mahnt Jesus)
      Es ist uns aber gesagt, dass er uns auferwecken wird. In einer neuen Gestalt zwar, aber wir sind es ja.

      Hmmmm, ich habe kein Problem mit der Aussage, dass ein Toter nicht mehr existent (oder von mir aus auch "ausgelöscht") ist. Man muss das ja nicht als eine entgültige "Auslöschung" betrachten. Ich verstehe aber durchaus, warum du solche Formulierungen als irreführend betrachtest. Das könnte so verstanden werden, als würde Gott bei der Auferstehung ein ganz neues Geschöpf zum Leben bringen, dass dann mit dem Gesicht (und den Eigenschaften) einer anderen Person rumläuft, die irgendwann mal gelebt hat. Wir können uns das halt nicht wirklich vorstellen. Wie schafft Gott das? Der physische Geist ist verwest, also gibt er einen neuen Leib. Und wie kommen die Gedanken, das Bewusstsein, der Charakter (usw.) in diesen neuen Leib hinein? Wo nimmt Gott all das her, wenn doch beim Tod das Licht ausgegangen ist? Hier hilft man sich dann mit all diesen Vergleichen; die Festplatte, auf der alles gespeichert ist, die Maschine, die jahrelang ohne Strom in einer Ecke stand, nun aber wieder mit Strom versorgt wird usw. Ist natürlich alles nicht wirklich vergleichbar. Ich begnüge mich mit der Überzeugung, dass alles was mich als Menschen ausmacht in Gottes Gedächtnis sicher erhalten bleibt. Er kann mein Bewusstsein, meine Eigenschaften, meinen Humor, sprich ALLES was ich bin und mich ausmacht wieder in Gang bringen (oder sogar neu erschaffen?) und das werde ICH sein. Ich muss das nicht noch genauer erklären können.

      freudenboten schrieb:

      Da wir zwischen Geschöpf und Schöpfer unterscheiden, müssen wir auch zwischen erschaffenem Geist, Engel, Menschen einerseits oder unerschaffenem göttlichem Geist andererseits unterscheiden.

      Natürlich! Wir müssen aber auch beachten, was das Wort "Geist" im jeweiligen Kontext meint. Der entscheidet nämlich über die Bedeutung von "ruach" und "pneuma". Die "ruach" als lebengebender Odem wird nicht extra für den jeweiligen Menschen erschaffen. Den gibt es bei Gott bereits (ansonsten könnte dieser "Odem" beim Tod des Menschen nicht zu Gott zurückkehren). Er gibt den Lebewesen diesen Odem und sie leben. Wenn sie sterben, kehrt dieser Odem zu Gott zurück. "Gott ist Geist", von ihm geht Geist aus und zu ihm kehrt Geist zurück. Ohne diesen Geist könnte NICHTS leben (vergleiche Hiob 34, 4 und Psalm 104, 29!!!). Das hat weder etwas mit Platon, noch mit der griechischen Philosophie überhaupt zu tun, sondern steht so in den hebräischen Schriften.

      freudenboten schrieb:

      Psalm 146:4. sagt eindeutig, dass der erschaffene Geist des Menschen sich beim Tode auflöst: "verloren sind alle seine Pläne".

      Du beziehst den Ausdruck "Geist" hier auf den Sitz der Gefühle, Gedanken und Affekte (korrigiere mich bitte, falls ich dich falsch verstehe), also das, woran wir heute denken, wenn wir vom Geist eines Menschen sprechen, oder? Diese Bedeutung kann "ruach" auch haben. Möchte man den Ausdruck hier entsprechend verstehen, habe ich kein Problem mit deinem Verständnis (=die Pläne vergehen). Die bereits genannten Parallelstellen lassen mich aber glauben, dass die ebenfalls bereits genannten Wörterbücher das Wort "ruach" auch für Psalm 146, 4 durchaus richtig gedeutet haben. Bei Jenni / Westermann wird dieser Vers zusammen mit 4. Mose 16, 22; Hiob 10, 12; Prediger 3, 19.21 und 12, 7 sowie Psalm 104, 29 unter der Bedeutung "Lebensodem" angeführt (siehe Ernst Jenni, Claus Westermann, "Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament, Band Zwei", 1976, Spalte 737). Was stört dich so an der Vorstellung, dass diese göttliche "Lebenskraft" nach dem Tod eines Menschen zu Gott zurückkehrt?

      freudenboten schrieb:

      Auch Paulus unterscheidet zwischen "erschaffenem" menschlichem Geist oder unerschaffenem Gottesgeist. Römer 8:16.

      Richtig! Auch hier gilt: Man werfe nicht alle möglichen Bedeutungen von "ruach" und "pneuma" in einen Topf. "Geist des Menschen" bezeichnet in der Bibel (genau wie "Geist Gottes") nicht immer das Gleiche.

      Gruß, GMacS