Die EKD - warum wird sie kritisiert ?

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    • Schwertwal schrieb:

      Ich meine besser als andere zu wissen was für diese gut ist ?
      Im Grunde genommen kann niemand wissen, was für den anderen gut ist. Das ist klar. Ich denke die "Beurteilungen" geben einem nur selbst eine Richtung und entscheiden darüber, ob man einen Kurs mitgehen kann oder nicht. Manchmal ist es auch kein schlüssiges Argument oder eine von außen gegebene Richtlinie, sondern schlicht eine innere Stimme, die uns sagt, dass etwas nicht stimmt...auch wenn es mit Bibelworten oder guter Argumentation daher kommt. " Den Geist dämpft nicht", heißt es, aber lässt man sich leiten?

      DerEwigeStudent schrieb:

      In diesem Sinne gebe ich Azatoth Recht, das soziale Themen wichtig sind, denke aber auch das Pfingstrosen etwas anderes zum Ausdruck bringen wollte mit ihrem Beitrag.
      Ja genau. Ich erzähle einmal ein Beispiel. Verändere aber die Tatsachen, weil ich niemanden nahetreten möchte.
      Ein Unglück passiert. In einem Dorf sterben 10 Bergarbeiter. Eine Kirchengemeinde spendet 10.000 Euro. Sie spendet, weil es einen guten Eindruck macht und der Name der Kirche in Zusammenhang mit Hilfe stehen soll.
      Tausende Menschen spenden auch,weil es gerade ein günstiger Zeitpunkt ist und aus lauter Neid, richtet das viele Geld einen fürchterlicheen sozialen Schaden an. Zur gleichen Zeit ereignet sich ein persönlicher Einzelfall in der Gemeinde und anstatt dort zu helfen ( was ihr einem meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan), werden dem Bruder eigentlich nur Vorwürfe gemacht, dass er selbst schuld sei.
      Meine Frage ist natürlich dann, ob das soziale Handeln dem Willen Gottes entsprochen hat oder aus "politischen" Gründen stattgefunden hat.
      Nun kann man natürlich nicht drüber streiten, ob soziales Handeln gut oder nicht gut sei.....als Christen sollte doch aber zuerst das Gebet, die Antwort auf das Gebet...die Richtung angeben, dann kommt der "Bruder"( die Definition hat Jesus selbst gegeben) und dann der Nächste, wenn man dazu aufgerufen ist.......
      Ich wage mal zu behaupten, dass dieses Handeln nicht selbstverständlich ist.

      philoalexandrinus schrieb:

      Die in Mistelbach nicht ein Zentrum der Besinnung un des Trostes, sondern ein Gesundheitszentrum betrieben -
      Ich weiß gar nicht was in Mistelbach ist, aber ich hatte oft das Gefühl, dass man sich in Projekte verrennt. Ich habe keine Ahnung wie ein Ideal funktionieren soll, wenn Menschen in verschiedenen Phasen sind. Mal geistlich, mal weltliche Argumente uns steuern.
      Die EKD hat in den eigenen Reihen genug Kritiker.

      Bei all den Diskussionen, denke ich an den Bibeltext:
      Röm 11,32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • philoalexandrinus schrieb:

      Bitte um konkrete Beispiele - Den komischen Luxus - Erzbischof lassen wir einmal beieite.
      Vielleicht hat das auch was mit dem Fall zu tun, aber in die Richtung hab ich gar nicht gedacht. Wenn man von sozial und Kirche spricht, spielt die Diakonie natürlich eine große Rolle. Das Hauptthema überhaupt ist dort, wie auch in der Politik, Integration in Arbeit. Natürlich nicht Arbeit für den Leib Christi, sondern profane Erwerbslohnarbeit. In den diakonischen Werkstätten lassen dann große Firmen wie Mercedes Maybach, Magura und Festool quasi umsonst arbeiten, da das alles auch noch subventioniert ist. Und haufenweise Leute spielen sich da noch als Wohltäter auf.

      Pfingstrosen schrieb:

      Ja genau. Ich erzähle einmal ein Beispiel. Verändere aber die Tatsachen, weil ich niemanden nahetreten möchte.
      Ein Unglück passiert. In einem Dorf sterben 10 Bergarbeiter. Eine Kirchengemeinde spendet 10.000 Euro. Sie spendet, weil es einen guten Eindruck macht und der Name der Kirche in Zusammenhang mit Hilfe stehen soll.
      Tausende Menschen spenden auch,weil es gerade ein günstiger Zeitpunkt ist und aus lauter Neid, richtet das viele Geld einen fürchterlicheen sozialen Schaden an. Zur gleichen Zeit ereignet sich ein persönlicher Einzelfall in der Gemeinde und anstatt dort zu helfen ( was ihr einem meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan), werden dem Bruder eigentlich nur Vorwürfe gemacht, dass er selbst schuld sei.
      Meine Frage ist natürlich dann, ob das soziale Handeln dem Willen Gottes entsprochen hat oder aus "politischen" Gründen stattgefunden hat.
      Nun kann man natürlich nicht drüber streiten, ob soziales Handeln gut oder nicht gut sei.....als Christen sollte doch aber zuerst das Gebet, die Antwort auf das Gebet...die Richtung angeben, dann kommt der "Bruder"( die Definition hat Jesus selbst gegeben) und dann der Nächste, wenn man dazu aufgerufen ist.......
      Ich wage mal zu behaupten, dass dieses Handeln nicht selbstverständlich ist.
      Ich denke wir verstehen uns. Aber ich glaube diese nach außen gerichtete Wohltätigkeit und Darstellung ist systembedingt. In der Satzung von foursquare Deutschland e.V. Foursquare Deutschland e.V.(fegw) - Satzung heißt es z.B. :

      foursquare Deutschland schrieb:

      § 5: GEMEINNÜTZIGKEIT, HAUSHALT UND VERMÖGENSREGELUNG
      1. Das “fegw” verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige
      Zwecke im Sinne des Abschnittes “Steuerbegünstigte Zwecke” der
      Abgabenordnung.
      2. Das “fegw” ist selbstlos tätig, es verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche
      Zwecke.
      3. Mittel des “fegw” dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die
      Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des “fegw”.

      4. Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • DerEwigeStudent schrieb:

      Lieber HeimoW

      Die Pharisäer und Schriftgelehrten sind ein gutes Beispiel dafür, das man lesen kann, und doch nichts versteht. Warum ist das so? Ich denke die Antwort auf diese Frage ist so simpel, wie sie auch deutlich ist. Sie sind mit ihrer Tradition, mit ihren eigenen Vorstellungen, ihren eigenen Wünschen und ihren eigenen Vorurteilen an die Schriften gegeangen. In dieser Gefahr steht übrigens jeder Mensch, meiner Meinung nach.
      Das eigentlich interessante ist doch, dass sie sich was auf ihre Erkenntnis eingebildet haben, welche gar nicht vorhanden war.Z.B. mussten erst die Weisen aus dem Morgenland kommen und ihnen erklären, daß der Heiland geboren ist. Daraufhin haben sie nicht gesagt, " alles klar, Dort und Dort" - nein, sie mussten erst einmal studieren, und das solange, daß sich Joseph, Maria und die Weisen in Sicherheit bringen konnten.
      Auserdem kann ich mich dran erinnern, das Jesus zum Nicodemus sagt: "Bist du ein Meister in Israel und weisst Du das nicht?" - also mit Bibelkenntnis war es bei ihnen wohl nicht so weit her, oder?
      Wenn ich immer nur Kommentare, biblische Wörterbücher, und lexikalische Sprachschlüssel lese, bringt mich das natürlich nicht weiter, da bin ich mit der Einig, aber wenn ich lese,nach dem Motto: Was will Gott mir heute sagen, dann kann ich doch sicher sein, das Gott niemanden hängen lässt, oder? - und dann nützen mir solche "Hilfsmittel" vieleicht. Aber ohne h.G. kommt eh nur Mist heraus.
      Mache jetzt erst mal Schluss, denn wenn der Text zu lange wird, hat mancher keine Lust mehr ihn zu lesen. LG DeS
      Es streitet niemand ab, dass in der Bibel lesen nützlich sein kann. Aber es ist höchstens eine geringe Hilfe gegen das Böse. Es gibt nicht wenige, die die Bibel sehr gut kennen und daher glauben, dass sie mehr Erkenntnisse besitzen als solche, die die Bibel schlecht kennen. Es kommt nur darauf an, wie sehr man das Wesen Jesu erkannt hat und wie starkt man mit Gott verbunden ist und welche Verhaltensweisen daraus entstehen. Die Bibel ist Theorie und man kann in ihr Trost, Kraft und Vieles mehr finden. Aber ein lebendiger Austausch zwischen Geschwistern ist z.B. viel mehr wert. Der Weg Jesu ist im Grunde genommen so einfach, dass es wenig Bedarf um ihn zu verstehen. Ebenso wenig Bibelkenntnis Bedarf es um Gott nahe zu sein. Die Bibel kann einem im eigenen Glauben bestärken, aber in die Tat umsetzen und das Evangelium leben muss jedes für sich alleine und in den wenigsten Fällen kann man die Bibel hervorkramen oder Verse daraus zitieren. Das beeindruckt auch niemanden, aber gelebtes Jesuwesen macht nachhaltig Eindruck und ist viel mehr Mission als das vorbeten von Bibelversen.

      Noch was zu den Pharisäern: Dass sie Jesus nicht erkannt haben liegt kaum an der fehlenden Bibelkenntnis, es liegt viel mehr daran, dass er nicht ihren Vorstellungen entsprach und als zweites wollten sie ihn nicht erkennen aus Angst vor den eigenen Pfründen.
      Es gibt hier im Forum auch einige, die auf Grund von intensivem Bibelstudium ein genaues Bild im Kopf haben, was alles vor der Wiederkunft Jesu noch geschehen muss oder wie es genau im Paradies dann einmal sein wird. Das ist ebenso ein vorgefertigtes Bild, wie es die Pharisäer hatten und es ist gut möglich, dass man deswegen die Wiederkunft Jesu verpassen wird, weil sie dann eben nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat. Bitte frag mich nicht, wie die aussehen wird: Ich weiss es nicht.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DerEwigeStudent - Beitrag 38 - schrieb:

      Ich weiss nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber für einen Christen sollte es nur eine Wahrheit geben. Und diese ist Jesus Christus - eine Person

      Hallo ,

      also mit Wahrheit meinte ich jetzt mehr das Verständnis der ganzen Bibel.Man hat ja manchmal das Gefühl das ist eine Suche oder Architektur , ähnlich kompliziert wie die Ergründung der Weltformel bei den Astrophysikern .Wenn es nur um Jesus geht und was er gesagt hat , warum wird eigentlich so dermaßen viel aus den Paulusbriefen und dem alten Testament zitiert ?



      DerEwigeStudent - Beitrag 38 - schrieb:

      Um noch mal auf den Teufel zu sprechen zu kommen. Ich bin der Überzeugung, das er ein persönliches Wesen hat und tatsächlich existiert, nicht als "wabernde Masse" irgendwo, sondern als Gegenüber. Wie siehst Du das?

      Hm , also ich will niemanden suggestiv beeinflussen ( allerdings finde ich muß man oder der Schild das in einer meinungsfreien Gesellschaft heute " abkönnen " ) , aber wenn du mich so konkret fragst : ich persönlich glaube nicht daß der Teufel existiert weder als wabernde Masse noch als Person. Ich habe in meinem ganzen Leben ehrlich gesagt auch noch nie so viel über den Teufel/Satan/Luzifer gelesen wie in diesem Forum . Höchstens noch in der Vorgeschichte zum Tolkienroman Herrn der Ringe , da gab es einen Typen namens Melkor ( Chef von Sauron ), der wohl eine Art Äquivalent zu Luzifer darstellen soll.

      Für mich ist der Teufel mehr eine Art Metapher für das Böse und Schlechte , das es natürlich gibt. Aber ich sehe da kein Entweder - Oder sondern es gibt viele Zwischentöne.
      Wenn Luther sagte " mich reitet einer " dann hört sich das für mich nach dem Unbewußten an. Die Psychologie sagt der Mensch wird durch das Unterbewußtsein gesteuert und er bildet sich nur ein daß er die Zügel in der Hand habe.

      Ich war glaub ich das letzte Mal in der 6. Klasse im ( Schul ) Gottesdienst. Kann mich nicht erinnern daß ich da jemals was vom Teufel gehört habe ( gut man war Kind ) aber auch in allem was man nachher so aus zweiter Hand über das aufgeklärte Christentum , wie es Abdel Samad beschreibt , erfahren hat war das eigentlich nie ein Thema.
      Für mich hört sich diese Thematik bei den Adventisten , Verzeihung wenn ich das jetzt so deutlich sage , doch etwas mittelalterlich an.Die Zeugen Jehova hätte ich durch ihre Broschüren , die sie mir manchmal dalassen so eingeordnet , aber die Adventisten eher weniger.
      Und ist das jetzt der Beweis dafür daß die EKD nicht schriftgetreu ist ? Weil sie zu modern ist ? Manchmal ist so ein kleines bischen historischer Kritizismus auch als Glaubender vielleicht gar nicht schlecht.

      Ich frag mich was am Weltfrieden so schlecht wäre.Ich glaube jedenfalls , daß man nicht dorthin kommt wenn man den Anderen immerzu erzählt sie seien zu wieviel Prozent auch immer vom Satan geleitet.Das führt oft zu Abwehr.Mission geht doch sicher auch anders.Und es haben natürlich auch Anders-Glaubende das Recht zu missionieren.Wobei ich jetzt noch nie einen Freimaurer an meiner Haustür oder auf dem Marktplatz angetroffen habe.


      Grüße
    • Schwertwal schrieb:

      Ich persönlich glaube nicht daß der Teufel existiert weder als wabernde Masse noch als Person. Ich habe in meinem ganzen Leben ehrlich gesagt auch noch nie so viel über den Teufel/Satan/Luzifer gelesen wie in diesem Forum . Höchstens noch in der Vorgeschichte zum Tolkienroman Herrn der Ringe , da gab es einen Typen namens Melkor ( Chef von Sauron ), der wohl eine Art Äquivalent zu Luzifer darstellen soll.
      Grundsätzlich glauben alle Evangelikalen ( Freikirchen) an Satan. Jeder der die Bibel aufrichtig liest und ernst nimmt erkennt das. Wenn du das nicht erkennst, dann ist das so. Ich kann das tolerieren. Jeder darf lesen was er will...Gleichzeitig möchte ich, wenn ich an Satan glaube, auch um Toleranz bitten.
      Ich kennen keinen Christen, der Ungläubige mit Satan drangsaliert. Und wenn doch, dann kann derjenige immer noch "Stop" sagen. Und wenn das auch nicht geht, können Sektenbeauftragte handeln.

      Schwertwal schrieb:

      Für mich ist der Teufel mehr eine Art Metapher für das Böse und Schlechte , das es natürlich gibt. Aber ich sehe da kein Entweder - Oder sondern es gibt viele Zwischentöne.
      Kannst du die Zwischentöne erklären. Sind für dich diese Zwischentöne nur Gefühle oder existieren sie real?

      Schwertwal schrieb:

      Wenn Luther sagte " mich reitet einer " dann hört sich das für mich nach dem Unbewußten an. Die Psychologie sagt der Mensch wird durch das Unterbewußtsein gesteuert und er bildet sich nur ein daß er die Zügel in der Hand habe.
      Du meinst, unser Unterbewusstsein reitet uns, wie ein persönlicher Teufel...so wie Luther es meinte?

      Schwertwal schrieb:

      Für mich hört sich diese Thematik bei den Adventisten , Verzeihung wenn ich das jetzt so deutlich sage , doch etwas mittelalterlich an.Die Zeugen Jehova hätte ich durch ihre Broschüren , die sie mir manchmal dalassen so eingeordnet , aber die Adventisten eher weniger.
      Und ist das jetzt der Beweis dafür daß die EKD nicht schriftgetreu ist ? Weil sie zu modern ist ? Manchmal ist so ein kleines bischen historischer Kritizismus auch als Glaubender vielleicht gar nicht schlecht.
      In der Schrift wird von der Existenz Satans berichtet. Wenn die EKD hier nicht berichtet, lehrt sie nicht schriftgetreu. .

      Ich denke Luther würde sich im Grab umdrehen wenn er wüsste was aus seiner Reformation geworden ist.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Schwertwal schrieb:

      Ich frag mich was am Weltfrieden so schlecht wäre
      Weltfriede (so er nicht durch Unterdrückung "geschaffen" wird) wäre ja schön - letztlich ist das auch eine der Zusagen der Heiligen Schrift für das Reich Gottes.

      Die Problematik liegt darin, dass unser Verständnis der Heiligen Schrift den Weltfrieden als realisierbares Szenario ebenso ausschließt, wie die Erfahrungen aus der Geschichte der Menschheit.

      Und damit komme ich zu dem von Dir als nicht existent betrachteten Satan, der in der Bibel als "Herr dieser Welt" dargestellt wird, der als Ziel das Böse und damit auch den Unfrieden hat.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Elli59 schrieb:

      Ich kennen keinen Christen, der Ungläubige mit Satan drangsaliert

      Nun , wenn ich hier einmal quer lese , was ich seit 3 Jahren mache , so wird doch von Einigen jedes Abweichen vom wahren Glauben mit dem heimlichen Wirken Satans erklärt.Bei jedem Hobby , jeder kleinen Sünde die einen verführt hat er seine Finger im Spiel.
      Und im allgemeinen Sprachgebrauch steht der Teufel nunmal für das Böse schlechthin.Da fühl ich mich schon immer ein bischen seltsam wenn ich sowas lese.


      Elli59 schrieb:

      Du meinst, unser Unterbewusstsein reitet uns, wie ein persönlicher Teufel...so wie Luther es meinte?

      Wenn du mir das genaue Zitat nennst , dann kann ich es vielleicht noch besser beurteilen.

      Zu den Zwischentönen , nunja ein Dieb ist für mich kein Mörder.Jemand der schlechte Gedanken hat , hat sie noch nicht umgesetzt.
      Trotzdem sollte man natürlich auf sie Acht geben.


      Gruß



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    • Zur Klarstellung der Terminologie :

      Freud teilt - nach anderen vor ih ! ein in Überich, Ich und Es. Vergleich : Reitlehrer - Reiter und Pferd. Görres (Psychiater in München) schreibt Gut und Böse dem Ich - Bereich zu.



      Ordne ich die drei Hierarchien vertikal an, so zieht sich die Grenze Bewusstes .-- Unbewusstes wie eine Parabel von oben nach unten : Auch viel des Überich ist unbewusst !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Schwertwal schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Ich kennen keinen Christen, der Ungläubige mit Satan drangsaliert
      Nun , wenn ich hier einmal quer lese , was ich seit 3 Jahren mache , so wird doch von Einigen jedes Abweichen vom wahren Glauben mit dem heimlichen Wirken Satans erklärt.Bei jedem Hobby , jeder kleinen Sünde die einen verführt hat er seine Finger im Spiel.
      Und im allgemeinen Sprachgebrauch steht der Teufel nunmal für das Böse schlechthin.Da fühl ich mich schon immer ein bischen seltsam wenn ich sowas lese.


      Elli59 schrieb:

      Du meinst, unser Unterbewusstsein reitet uns, wie ein persönlicher Teufel...so wie Luther es meinte?
      Leider ja; Da lauert der Teufel hinter jedem Eck : "Net so laut ! Da Teufel hört von d a draussen mit!" - Kohlensäure im n der Limonade ist der Versuch des Teufels, schon Kinder an Sekt zu geöhnen. (ein MMMag. !)




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      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Schwertwal schrieb:

      Nun , wenn ich hier einmal quer lese , was ich seit 3 Jahren mache , so wird doch von Einigen jedes Abweichen vom wahren Glauben mit dem heimlichen Wirken Satans erklärt.Bei jedem Hobby , jeder kleinen Sünde die einen verführt hat er seine Finger im Spiel.
      Und im allgemeinen Sprachgebrauch steht der Teufel nunmal für das Böse schlechthin.Da fühl ich mich schon immer ein bischen seltsam wenn ich sowas lese.
      Warum fühlst du dich seltsam dabei? Ich denke man muss das einfach mal durchdenken...oder wenigstens ein wenig Zeit investieren, um sich ein Bild zu machen. In der Bibel steht doch, dass alles Gute von Gott kommt und ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass damit das tolle Parfum gemeint ist, das ich im Schrank stehen habe, obwohl es ja gut ist. Trotzdem stimmt der Satz irgendwie auch beim Parfum, denn die Zutaten und enschen, die es kreiert haben, die sind doch Geschöpfe und Schöpfungen von Gott oder nicht?
      Umgekehrt kann ich das Böse seinem Ursprung auch zuschreiben, finde ich.
      Wenn die Strategie des Betruges und Mordes, z.B. sich als erstes ( Mörder und Lügner von Anfang an) in einem Wesen, einem mächtigen und zeitlosen Wesen gefunden hat, der immernoch existiert, laut Bibel....umhergeht wie ein brüllender Löwe, dann muss ich davon ausgehen, dass er wirkt.

      Ob eine negative Propaganda ( Filme,Musik, Geschichte) mich beeinflussen oder ein Wesen direkt, im Grunde genommen ist das doch kein Unterschied für meinen Geist, für mein Denken, oder?

      Um wieder auf Gott zurück zu kommen, sein Maßstab steht in seinem Wort und um es richtig zu verstehen , seinen Geist...Gottes Verstehen.

      Gut ist nicht gleich gut und böse nicht gleich böse....da haben wir ein Prägungsproblem. Fakt ist aber die Warnung und das betrifft eben die in falscher Etikette "christlich" handeln......und umgekehrt.

      2Kor 11,14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Na ja. Du wirst es nicht glauben : Der mit der Erfindung des Teufels, dem Sodawasser, mit dem er schon Kinder auf Sekt - - meint es wörtlich und überall. Da wird dann auch die Musik entschlüsselt : Synkopen =Teuflisch. (Was, auch in einer Psalmkantate von Händel ? ) Undwasweissichnochalles. Und Dein tolles Parfum dient Deiner Eitelkeeit, da willst Du besser sein als Gott Dich geschaffen hat.; Deinem Stolz, Deinem Auffallenwollen, - - -

      Aber für Interessierte :

      Görres - Rahner, Das Böse und seine Bewältigung in Religion und Psychotehrapie - - ist über amazon antiquarisch zu beziehen. empfehlensawwert, besonders Görres.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Bitte was sind "unmittelbare Jünger" ? - von denen kienert mit Bibelstuien punkten konnte ? Die "Zwölf" zumindest waren doch Juden in PAlästina zur Zeit Christi, sind also schön mit den Schriften des At - in ihremm Schulunterricht und allsabbatlich in der Synagoge - grossgeworden.
      Damit hast Du vermutlich Recht, Philalexandrinus -- und ich war dessen, als ich dies schrieb nicht genug eingedenk. Jedenfalls kannten die Zwölf nur einige heute als alttestamentarisch bezeichnete Schriften, nicht aber die heutige Bibel, und selbst, was die Thora angeht, weiß ich nicht, ob wir ihr Wissen um die Schrift nicht zu überschätzen neigen. Ich bin sicher, das ihre Bildung und ihr Wissen sich sehr von dem eines deutschen Theologen unterscheiden würde.

      Heute lesen sehr bibeltreue Adventisten hingegen, wie Du schon angemerkt hast, Kommentare und haufenweise christliche Bücher, welche indirekt die Bibel auslegen. Ich darf das sagen, weil ich auch haufenweise Bücher habe, darunter auch einiges über die Schrift.

      Der entscheidende Punkt in der Frage, wie notwendig Bibelstudien sind, der Frage, in der DonDomi und DerEwigeStudent verschiedene Standpunkte bezogen haben, der entscheidende Punkt scheint mir zu sein, ob man Bibelstudien als eine -- für den Altsprachler ;) -- conditio sine qua non -- Zugegeben, so viel Latein kann fast jeder Depp. -- ansieht, ob also Bibelstudien unabdingbar sind. Fragt man so, dann gebe ich DonDomi Recht, denn ich halte Bibelstudien nicht für zwingend notwendig. Es steht ja geschrieben -- Ok, ok, ich habe auch in dem Buch gelesen. --, es steht geschrieben, Gott, der Herr, könnte aus jenen Steinen Söhne Abrahams machen. Mit anderen Worten, die Wege Gottes sind vielfältig. Auch gibt es eine Bibelstelle, die von jenen spricht, denen das Gesetz Gottes ins (bzw aufs) Herz geschrieben ist, wiewohl sie die Thora nicht kennten, auch diese seien erlöst.

      Beste Grüße
      Daniels
    • Das für mich viel größere Problem ist eigentlich, das Bibelstudium gegen eine gelebte Beziehung zu Gott ausgespielt wird. Das ist wie mit Glaube und Werke, es gehört einfach zusammen. Das eine sollte das andere nicht relativieren, sondern verstärken.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Ja, Bemo, beides gehört zusammen.
      Wir können nicht sagen: Ich liebe Gott und ignorieren gleichzeitig sein Wort. Ebenso nur Bibelstudium um Wissen anzusammeln, ohne gelebten Glauben.

      Es geht auch nicht darum, wie viel man liest oder studiert, es geht um die Kommunikation mit Gott. Möchte ich Jesus kennenlernen oder in IHM bleiben?

      Ich kann den Glauben meines Nächsten nicht messen, aber ich kann beobachten. Geschwister die eins mit viel Freude Gottes Wort lasen und dann nach und nach es vernachlässigten, veränderten sich in ihrer Persönlichkeit. Sie wurden immer weltlicher, sprachen - in einem Fall - mehr über Kochrezepte als über das was uns Jesus in seinem Wort zu sagen hat. Dann folgte Ehebruch und einiges mehr...

      Dann das Argument" ist nicht so wichtig" Gott liebt mich immer, ich muss mir nichts verdienen.... Nein, die Liebe Gottes muss man sich nicht verdienen, sie wird uns geschenkt und weil wir sie erkannt haben, möchten wir mit unseren Liebsten so viel wie möglich Zeit verbringen und mit IHM sprechen.

      Das Prinzip ist eindeutig, sündigst du, zieht der Geist Gottes sich zurück.. Der Mensch geht automatisch in eine andere Richtung. Das Lesen und Beten wird weniger. (geistlicher Tod)
      Wichtig ist dann die Notbremse zu ziehen und zu beten, dass der Heilige Geist wieder mehr Einfluss im Leben gewinnt,
      Es ist wichtig, geistlichen Mangel zu erkennen und rechtzeitig um Hilfe und Erneuerung zu bitten. Es ist ein Trugschluss anzunehmen, dass die Bibel für ein Glaubensleben nicht so wichtig sei.
      Um beim Thema zu bleiben, wir sehen es bei der EKD, sie ist sehr verweltlicht, lässt sich von Politik und Mainstream beeinflussen bis hin zum Genderwahn. Nicht nur das, die Theologen die denken, dass Jesus hätte gar nicht sterben müssen oder noch schlimmer, gar nicht gestorben ist, werden immer mehr.
      Ein für mich ganz normaler Prozess, wenn Gottes Wort unter dem Mainstream gestellt wird.
      Im persönlichen Leben natürlich genauso.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • HeimoW schrieb:

      Schwertwal schrieb:

      Ich frag mich was am Weltfrieden so schlecht wäre
      Weltfriede (so er nicht durch Unterdrückung "geschaffen" wird) wäre ja schön - letztlich ist das auch eine der Zusagen der Heiligen Schrift für das Reich Gottes.
      Die Problematik liegt darin, dass unser Verständnis der Heiligen Schrift den Weltfrieden als realisierbares Szenario ebenso ausschließt, wie die Erfahrungen aus der Geschichte der Menschheit.

      Und damit komme ich zu dem von Dir als nicht existent betrachteten Satan, der in der Bibel als "Herr dieser Welt" dargestellt wird, der als Ziel das Böse und damit auch den Unfrieden hat.

      Dennoch wird es unmittelbar vor den allerletzten Zügen der Welt zu einem Weltfrieden kommen.... zwar kurz, aber er wird da sein... bloß kommt dann PLÖTZLICH das Ende.

      .
    • Pfingstrosen schrieb:

      Warum fühlst du dich seltsam dabei ? Ich denke man muss das einfach mal durchdenken...oder wenigstens ein wenig Zeit investieren, um sich ein Bild zu machen. In der Bibel steht doch, dass alles Gute von Gott kommt

      Nun , weil ich das Christentum anders kennengelernt habe.Meine Großmütter waren eigentlich beide sehr gläubig , eine Adventistin , die andere evangelisch wenn ich richtig liege. Beide haben mir aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger gedroht und daß der Löwe Satan überall lauert. Man muß eben auch sehen , daß für viele Menschen die Bibel oder die eigene Auslegung der Bibel nicht die oberste Grundlage ist. Man teilt die Welt aufgrund seines meinetwegen ernsthaften Bekenntnisses in Gut und Böse ein , aber kann man das zum Maßstab machen für seine eigene Familie , für die Christenfamilie ? Unterscheidet man sich dann noch groß von denjenigen die man etwas abfällig als Gutmenschen betitelt ?
      Du hast doch mal geschrieben , daß in deiner Familie viele Glaubensarten vorkommen.
      Betrifft das auch die engste Verwandschaft ? Redet man da über den Glauben oder wird das Thema in Frieden gelassen ?


      Pfingstrosen schrieb:

      Ob eine negative Propaganda ( Filme,Musik, Geschichte) mich beeinflussen oder ein Wesen direkt, im Grunde genommen ist das doch kein Unterschied für meinen Geist, für mein Denken, oder?

      Aber das ist doch ganz individuell was man als negativ empfindet. Wenn du Pokemon Go nicht magst oder ein Prediger das verurteilt , dann ist das dem sein persönliches Urteil , viele Andere hatten Spaß damit . Steht irgendwo in der Bibel daß Pokemon schlecht ist ? Mittlerweile ist der Hype ja auch wieder vorbei , wie damals beim Tamagotchi .


      Die EKD und der Satan :

      Ich glaube jetzt nicht , daß er gar nicht in ihren Predigten vorkommt [ vielleicht kann Babylonier ja mal berichten .) ] , nur denke ich , daß ihm in vielen Freikirchen ein bischen sehr viel Platz eingeräumt wird. In wievielen Bibelstellen wird er denn namentlich genannt ? Ich habe mal gelesen das sind gar nicht so viele.
      Ich glaube eigentlich auch , daß die Adventisten insgesamt ( jedenfalls in Deutschland ) gar nicht so satanversessen sind , aber so ein Forum ist wahrscheinlich ein Kristallisationspunkt für die Elite der Glaubenden.Nur unterhält man sich hier eben auch mit Andersgläubigen ( wenn man mag ) . Und mitlesen tun wahrscheinlich auch Einige.


      -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwertwal ()

    • Ich denke, dass es sicher nicht schadet drüber nachzudenken, ob eine Sache, Ansicht, Gewohnheit oder Sonstiges weg oder zum Vertrauen zu Gott führt und ob es zur Beziehung beiträgt oder nicht. Das ist es doch, was die Leute ausdrücken wollen, wenn sie etwas satanisch nennen....es führt ins Chaos oder bringt Probleme oder zerstört ein Ideal oder untergräbt das Wort Gottes etc.....
      O b ein "Warner" das aus egoistischen Gründen ( Selbstgerechtigkeit oder k.A warum auch immer macht) oder Fürsorge? Man kann ja alles hinterfragen, oder nicht?
      Ich bin Menschen nur dann gram, wenn sie meinen, dass man ihren eigenen nsprüchen gerecht werden muss und sie dann lästig werden, indem sie sich in mein Leben einmischen. Das dürfen nur die, die auch mithelfen ;)
      Ja und die Lästigen sind selten die, die wirklich helfen und zupacken.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Elli59 schrieb:

      Das Prinzip ist eindeutig, sündigst du, zieht der Geist Gottes sich zurück.. Der Mensch geht automatisch in eine andere Richtung. Das Lesen und Beten wird weniger. (geistlicher Tod)
      Der Geist zieht sich nach meinem Verständnis nie zurück, auch nicht wenn man viel sündigt, aber selbst entfernt man sich von Gott. Es ist ein Automatismus, weil Sünde das Gegenteil von Gott ist. Daher ist das ein Prozess der vom Menschen ausgeht und das Lesen und Beten wird weniger weil man weg von der Ruhe in den Lärm geht. In der Ruhe findet man Gott Lärm nur das irdische und weil der Geist Gottes ein leiser Geist ist, hört man ihn dann nicht mehr.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Pfingstrosen schrieb:

      Nun kann man natürlich nicht drüber streiten, ob soziales Handeln gut oder nicht gut sei.....als Christen sollte doch aber zuerst das Gebet, die Antwort auf das Gebet...die Richtung angeben, dann kommt der "Bruder"( die Definition hat Jesus selbst gegeben) und dann der Nächste, wenn man dazu aufgerufen ist.......
      Was meinst Du an dieser Stelle mit "die Definition hat Jesus selbst vorgegeben", diese Schrittfolge oder was ein "Bruder" sei. Welche Bibelstelle?