Daniel 9: 70 Jahrwochen

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    • Stofi schrieb:

      HeimoW schrieb:

      Wenn ich das alles so lese, könnte ich zum Schluss kommen nur Mathematiker mit ausgezeichneten Bibel und Geschichtskenntnissen könnten die Heilige Schrift verstehen - scheint mir fragwürdig! Warum sollte sich Gott ein einer Forme offenbarne, die nsich nur erschließt, wenn man stundenlang herumrechnet?
      Ausserdem frage ich mich, was das alles soll? Wo ist hier das Ziel sichtbar, der Sinn? Ich glaube, Gott geht es darum, uns den Impuls zu geben, uns an die Begegnung mit Jesus vorzubereiten. Unseren Charakter, unsere Gesinnung... so zu verändern, dass wie "vollkommen" sind, wie unser Vater im Himmel. Wir sollen die Zeit erkaufen, mit aller Kraft, die wir haben, mit dem ganzen Verstand und dem Gemüt.... sollen wir an unserem Heil "arbeiten".... nicht aber Zeit mit sinnlosen Mathematischen Kopfsaltos vergeuden.

      .
      Völlig richtig, nur frage ich, warum Du dann die Adventistische Version vom Untersuchungsgericht teilst, das ist genauso ein mathematischer Kopfsalto...

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Biblische Zeitrechnung ist kein Kopfsalto sondern basiert auf der Erlösung, z. B. Befreiung aus Ägypten. Exodus 12:2. Kap. 16. Kap. 19.

      Bei Daniel geht es um Erlösungsgeschichte = Verheißung + Erfüllung

      Bei Jesu erstem Kommen war es genauso. Galaterbrief 4:4.

      bei der "Zeit des Endes" - Eschatologie geht es auch um "Geschichte".

      Der Gott Jesu Christi ist ein Gott der "Geschichte macht", nicht ein "Philosophengott" wie Allah im Islam.

      Sicher gibt es bei Menschen falsches oder richtiges Rechnen, das zeigt sich.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Zur Zeit läuft immer um 11:00 und 21:00 Uhr auf ERF - Radio (Evangeliums Rundfunk) die Sendereihe >Durch die Bibel<. Im Moment wird das für die Prophetie sehr wichtige Daniel-Buch aus dem AT ausgelegt.

      Norbert Chmelar schrieb:

      [...]
      [...]

      Fazit: Der Ausleger des ERF hat also somit die 70 Jahrwochen in 3 Perioden aufgeteilt, wobei zwischen den Perioden zeitliche Lücken entstanden sind. Er unterteilt die 490 Jahre in folgende 3 Zeitabschnitte:

      7 Jahrwochen ... = ... 49 Jahre: 588/587 v.Chr. - 539/538 v.Chr.

      62 Jahrwochen .. = .. 434 Jahre: .....440 v.Chr. - 6 v.Chr.

      1 Jahrwoche .... = ..... 7 Jahre: .......29 n.Chr. - 36 n.Chr.
      Was ist von einer solchen Auslegung zu halten?

      Hallo.
      Die grobe Struktur von Daniel Kapitel 9 ist:

      A1 --- Daniel 9,1-3: Daniel beobachtet die 70 Jahrprophezeiung Jeremias (Jeremia 29,10; 25,11+12)
      --- B --- Daniel 9,3-20: Gebet Daniels
      A2 --- Daniel 9,20-27: Daniel erhält eine "70 Wochenprophezeiung"

      Frage: Sind die 70 Jahrprophezeiung Jeremias ununterbrochen am Stück?
      Antwort: Ja!
      Frage: Gilt das dann aufgrund von A1--B--A2 auch für die 70 Wochenprophezeiung von Vers 24-27?
      Antwort: Ja.

      Frage: Was ist von der auf ERF ausgestrahlten Berechnung zu halten?
      Antwort: Wenig ;-).
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • freudenboten schrieb:

      ohne Unterbrechungen!
      2. Chronik 36:21.

      Bibelstelle

      "dass erfüllt würde das Wort des EWIGEN durch den Mund Jeremias... Denn die ganze Zeit, da es wüst lag, hatte es Sabbat, bis 70 Jahre voll wurden." (2.Chronik 36,21)

      ===> Erläuterung/ Auslegung:
      "Wüst" wurde Israel bzw. eigentlich Juda - denn (Nord)-Israel=Samaria wurde schon 722 v.Chr. "wüst"! -/Jerusalem im Jahre 586 v.Chr. (=Zerstörung Jerusalems und Niederbrennen des Tempels[---> siehe 2.Chr.36,19!]. Von 586 v.Chr. 70 Jahre weitergerechnet, kommen wir in das Jahr 516 v.Chr. Dies war das Jahr, in dem die letzten Arbeiten zum Wiederaufbau des zweiten Tempels unter Serubabel und Jeschua durchgeführt wurden; man baute schon seit dem Jahre 536 v.Chr.(---> siehe Esra 3,8) nunmehr 20 Jahre am Tempel! Und so wurde der Tempel 70 Jahre nach 586 v.Chr. am 3. Adar (Febr./März) 516 v.Chr. (---> siehe Esra 6,15) "im 6. Jahr der Herrschaft des Königs Darius." - Esra 6,15 - eingeweiht! [Der persische König Darius I. Hystaspes regierte von 521 - 486 v.Chr., 35 Jahre lang über Medo-Persien! ===> Somit ist sein 6. Jahr das Jahr 516 v.Chr!] Damit erfüllte sich die Prophezeiung von 2.Chr.36,21 genau 70 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels dadurch, dass der Tempel schließlich 516 v.Chr. wieder aufgebaut wurde und somit "70 Jahre voll wurden" (2.Chr.36,21)
      ===> Aus all dem Gesagten ergibt sich: DIE BIBEL IST DAS WORT DES LEBENDIGEN GOTTES! WAS SIE SAGT UND PROPHEZEIT DAS TRITT HAARGENAU EIN!
    • freudenboten schrieb:

      "Historisch" gibt es nur eine passende Auslegung, wie die von A. Bengel oder W. Miller anvisierte.
      Und beide - Bengel erwartete die Wiederkunft Jesu 1836/ Miller erwartete die Wiederkunft Jesu 1843/1844 - haben sich geirrt! Genauso wie auch C.T. Russell 1874/1914 und Zeugen Jehovas 1925/1975...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Und beide - Bengel erwartete die Wiederkunft Jesu 1836/ Miller erwartete die Wiederkunft Jesu 1843/1844 - haben sich geirrt!
      Ob die eine andere Bibel hatten? Eigentlich ist es klar verständlich für uns heute.
      Daniel 8
      12 Und es wurde ein frevelhaftes Opfer an die Stelle des täglichen Opfers eingesetzt, und das Horn warf die Wahrheit zu Boden. Und was es tat, gelang ihm.
      13 Ich hörte aber einen Heiligen reden, und ein anderer Heiliger sprach zu dem, der da redete: Wie lange gilt dies Gesicht vom täglichen Opfer, vom verwüstenden Frevel und dass Heiligtum und Heer ausgeliefert und zertreten werden?

      14 Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder sein Recht erhalten.

      Luther hat es schon erkannt, aber heute glaubt es kaum einer....
      Mit der wiederkunft haben sie sicher zu sehr auf folgende Stelle geschaut...
      Daniel 12
      7 Und ich hörte den Mann in leinenen Kleidern, der über den Wassern des Stroms stand. Er hob seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwor bei dem, der ewiglich lebt, dass es eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit währen soll; und wenn der ein Ende hat, der die Macht des heiligen Volks zerschlägt, soll dies alles geschehen.

      9 Er aber sprach: Geh hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit.

      Damit war nicht die Wiederkunft gemeint!
    • Der Hauptfehler kam durch die Vulgata/King-James-Übersetzung.

      Nicht "Heiligtum gereinigt/geweiht..."

      sondern "Heiliger (Bund) gerechtfertigt..." (hebr. masoret. Text)

      Es geht bei dem "Heiligen", wie die Kapitel 11/12 zeigen, nicht um den AT-Tempel, nicht um die NT-Gemeinde, nicht um ein "himmlisches Heiligtum" sondern um den HEILIGEN BUND, die zwei Zeugen Offb. 11 unter der "Siebten Posaune" Offb. 10.
    • Hallo Freudenboten,Du machst es Dir bei Deinen Antworten sehr einfach
      Nicht jeder versteht in der Bibel was Du verstehst. Wenn ich die 6 Posaune nicht verstanden habe und da habe ich von STA schon einige Versionen gehört, wie soll es mit der 7 sein. Es wäre für alle hilfreich Dich besser zu verszehen und einfacher Dir ohne Missvertändnisse zu antworten
      Du vermittest das alles so einfach und verständlich ist ,wenn man denn nur liest. Ich lese schon mein ganzes Leben und entdecke immer etwas neues... :D
    • Bitte These genauer und v.a. ausführlicher darlegen!

      freudenboten schrieb:

      Es geht bei dem "Heiligen", wie die Kapitel 11/12 zeigen, nicht um den AT-Tempel, nicht um die NT-Gemeinde, nicht um ein "himmlisches Heiligtum" sondern um den HEILIGEN BUND, die zwei Zeugen Offb. 11 unter der "Siebten Posaune" Offb. 10.
      Wie schon Bogi beklagt hatte, auch ich bitte Dich diese These genauer und v.a. ausführlicher darzulegen, damit wir, die Leser, es wenigstens einigermaßen verstehen und einordnen können.

      Dass die "King-James-Bibelübersetzung" mit "Heiligtum wurde gereinigt" den hebräischen Urtext falsch übersetzt hatte, habe ich auch schon wiederholt in Kommentaren gelesen. ----> Daher kam ja Millers Missverständnis, weil er meinte, dass mit dem Heiligtum die Erde gemeint sei; eine Auffassung, die aber um 1840 im Englisch-sprachigen Raum (USA + British Commonwealth) weit verbreitet war. Er meinte, dass durch Jesu Wiederkunft am 22.10.1844 die Erde (= das Heiligtum) durch Feuer (2.Petr.3,7.10-12) gereinigt werde.
    • Das Zusammenstudium der nachfolgenden Danielkapitel (+Offb.10/11) zeigt, dass mit dem "Heiligen" Dan. 8 etwas ANDERES als "Tempel" oder "Gemeinde" gemeint ist.
      "Tamid" bedeutet NICHT OPFER sondern "beständiger" Bund.
      Lediglich in Dan. 9 ist NACH dem "ersten Kommen" des Messias von "Zerstörung" des symbolischen "Heiligtums" die Rede.

      Auch in Offb. 11 ist das "Zertreten der Gemeinde" nur die FOLGE der Missachtung der ZWEI ZEUGEN des heiligen, ewigen Erlösungs-Bundes.
      Hierin lag das. Vergehen der konstantinischen Kirchen, welche zur großen Verfolgung des Mittelalters führte.
      Die "Wiederherstellung"/Rechtfertigung ist das Thema der Siebten Posaune (Offb.10/11), welche in Dan. 8:14. vorausgesagt ist.

      Die Wiederkunft=Entsühnung wird später folgen, Datum unbekannt.
    • freudenboten schrieb:

      Hierin lag das. Vergehen der konstantinischen Kirchen, welche zur großen Verfolgung des Mittelalters führte.
      Die offensichtlich die Entstehung des Islams bewirkte. Wenn ich sehe ( Beschrieben im Buch T.Sarazin" Feindliche Übernahme") wie sich der Islam ausgebreitete und das Christentum zurückgedrängt hat,dann stellen sich schon viele Fragen.
    • Danke freudenboten für Deine Erklärung!
      Nur noch eine Frage/ Anmerkung zu:

      freudenboten schrieb:

      Auch in Offb. 11 ist das "Zertreten der Gemeinde" nur die FOLGE der Missachtung der ZWEI ZEUGEN des heiligen, ewigen Erlösungs-Bundes.
      Mit den "ZWEI ZEUGEN" wirst Du - nehme in an - wohl das ALTE TESTAMENT und das NEUE TESTAMENT gemeint haben?

      Diese Auslegung ist denkbar, wobei andere Bibelgelehrte aber in den 2 Zeugen einerseits MOSE und ELIJAH, anderseits die beiden noch nicht gestorbenen („weil lebendig in den Himmel entrückten!”) HENOCH und ELIJAH meinen erkannt zu haben. Für die letzteren spräche, dass diese - bei wörtlicher Auslegung von Offb. 11 - auch noch - wie alle anderen Menschen vor ihnen auch noch „den Tod schmecken sollten”.