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      Bogi111 schrieb:

      Was ist mit dem Segen der vorher auf alle 12 Stämme ausgegossen wurde?
      Der Segen ist in gewisser Weise Jesus.
      Jesus spricht, wenn man genau liest, nahezu ständig davon, dass er zu den verlorenen Schafen Israels gesandt ist.
      Damit meint er nicht Juda (Juden), sondern die zerstreuten Stämme.
      Gottes Verheißung war und ist, dass er die Zerstreuten sammeln werde zu Zion.
      Zion ist nicht nur ein Ort, sondern eine geistliche Verheißung: sie kommen zu Zion zum Sohne Gottes zusammen, zu seinem Evangelium.

      Die Offenbarung erzählt, dass diese Verheißung sich erfüllt: alle zwölf Stämme werden gesammelt, und hinzu zahlreiche aus den Völkern und Nationen; das kommt dadurch, dass das Evangelium in aller Welt verkündet wurde und es ja nicht nur Israeliten annehmen, sondern auch Menschen aus den Nationen.
      Es kann sein, dass du, Norbert oder ich jemand aus den zwölf Stämmen sind; wir wissen das nicht. Die Stämme haben sich zerstreut und vermischt in alle Welt und alle Völker.

      Heute wird "das Volk Israel" meist identisch gesetzt mit "den Juden" oder "dem Judentum"; das ist so nicht richtig.
      Und die Verheißung wird von einigen gleichgesetzt mit der Staatsgründung 1948; auch das ist so nicht richtig.
      Kinder Israels gibt es überall auf der ganzen Welt und die meisten werden gar nicht wissen, dass sie dort her kommen.

      Bogi111 schrieb:

      Ich hätte gerne von Simon gewusst was ihm dieser Film gesagt hat.
      Der Luther-Film?
      Ich kannte den schon und hatte, in Anlehnung daran, beim Reformationsjubiläum einen Essay über die Luther-Verherrlichung geschrieben, den eine Freundin in ihrer Kirche vorlesen wollte; sie hat sich dann wohl doch nicht getraut, denn ich sagte ihr, wenn sie es vorlesen will, muss sie alles vorlesen (denn mir war klar, dass sie nur Auszüge vorlesen würde).

      Auch hier habe ich auszugsweise schon davon geschrieben, wo dann einige ausgeflippt sind, was ich mir erlauben würde.

      Ich habe vor einigen Monaten etwas gelesen, was mich noch viel mehr gerührt hat, als ich mich mit der Geschichte der Täufer etwas beschäftigt habe:
      es gibt zahlreiche Berichte und Kommentare lutherischer und reformierter Pastöre und Bischöfe von damals, die erzählten, wie rein und vorbildlich die Täufer seien; dass auch in Verfolgung, Folter und Todesstrafe niemals ein böses Wort über ihre Lippen kam, sie die Verfolger sogar segneten und sagten "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"
      Warum hat man sie dann verfolgt, möchte man jeden einzelnen dieser Zeitzeugen und Verfolger fragen.
      Das Geheimnis der Bosheit. Man versteht es nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
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      Als ich vor einigen Monaten in der christlichen Zeitschrift "MITTERNACHTSRUF" eine Serie über die Wiedertäufer und deren Verfolgung gelesen hatte, war ich entsetzt und enttäuscht, als hier auch davon berichtet wurde, dass sogar der Schweizer Reformator Ulrich Zwingli - den ich mehr schätzte als Luther - einem Todesurteil für einen Wiedertäufer zugestimmt hatte! Da ist bei mir dessen Ansehen schwer gesunken! Das hätte ich niemals von Zwingli erwartet! Ich war regelrecht schockiert!

      Der Reformator von Schwäbisch Hall und spätere Reformator Württembergs, Johannes Brenz, hatte als - scheinbar rühmliche Ausnahme unter den Reformatoren - jegliche Verfolgung und Bestrafung und damit auch die Todesstrafe gegen "Andersgläubige" abgelehnt!

      Alle drei "großen" Reformatoren - Luther, Zwingli und Calvin - haben Menschenleben auf dem Gewissen, haben den Tod von Menschen zu verantworten, sind also von Verfolgten (der kath. Kirche) selbst zu Verfolgern geworden! ----> Das ist wahrlich kein Ruhmesblatt der Reformationsgeschichte!!!
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      Norbert Chmelar schrieb:

      sind also von Verfolgten (der kath. Kirche) selbst zu Verfolgern geworden!
      Und waren sich darin seltsam einig: Lutheraner, Calvinisten und Katholiken waren, was die Täufer anging, einer Meinung.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Das ist wahrlich kein Ruhmesblatt der Reformationsgeschichte!!!
      Die Täuferbewegung ist auch Reformationsgeschichte, von daher kann man das so nicht sagen.
      Die Identifikation von Luther mit "der Reformation" muss etwas ernüchtert werden.
      Die Waldenser waren lange vorher. Man nennt sie vor-reformatorisch - warum auch immer.
      Das sind alles so selbstverständlich vermittelte und eingeprägte Begriffe.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)