Der eine Leib Jesu

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    • Seele1986 schrieb:

      Sicher sind die historisch. Das sind die ersten größeren Gemeinden des Mittelmeerraums. An denen wird dann im Prinzip alles Wesen und Unwesen der Kirche illustriert.
      Und sie sind in den Orten, in denen der damalige Kaiserkult ganz besonders stark ausgeprägt war. Einerseits bedeutete dies erhöhte Verfolgungsgefahr, anderseits aber auch die Anfechtung falscher Kompromisse. Mit der Ansprache an die sieben Gemeinden wird bereits das ganze Spannungsfeld der Johannes-Apokalypse am Beginn dieses Buches vorweggenommen.
    • Babylonier schrieb:

      Mit der Ansprache an die sieben Gemeinden wird bereits das ganze Spannungsfeld der Johannes-Apokalypse am Beginn dieses Buches vorweggenommen.
      Unser Leben auf dieser Erde ist ein Gnadengeschenk Gottes!
      Wir können nichts tun,außer Gott vertrauen das er uns heil durch diesen "Schlamassel" unsres Lebens führt!

      Wir in Frieden und ohne Sünde wieder auf der neuen Erde leben dürfen.... Durch IHN geliebt zu sein, durch seinen Geist geführt zu werden und Hoffnung für die Zukunft zu haben! Was gibt es da schöneres im Herzen zu tragen???
    • Ich denke, wir missverstehen einander in dem Begriff "historisch".
      Ich beschränke den Begriff nicht auf die Entstehungs-Generation/Lebenszeit des Autors Johannes. Die Joh.-Offenbarung reflektiert in prophet.-symbol. Sprache "historisch" die "Erlösungsgeschichte" von Genesis bis zu Neuen Himmeln/Neuer Erde.
      Zu Johannes Zeit war vorerst lediglich "Ephesus" als apostolische Gestalt des "Leibes Christi" vorhanden. Die weiteren entstanden später. Die real existierenden kleinasiatischen Gemeinden Johannes' Zeit dienten als SYMBOLE, ähnlich wie die "zwölf Stämme Jakobs" in Offb. 7.
    • Babylonier schrieb:

      Und sie sind in den Orten, in denen der damalige Kaiserkult ganz besonders stark ausgeprägt war. Einerseits bedeutete dies erhöhte Verfolgungsgefahr, anderseits aber auch die Anfechtung falscher Kompromisse.
      Genau, dies muss man immer mitbedenken. Die neutestamentlichen Texte sind Märtyrertexte bzw. Texte von Verfolgten.
      Die deutliche Abgrenzung gegen den Abtrünnigen - auch später noch in den Schriften der Patristik - war etwas, das man richtig nachvollziehen muss:
      in dieser Glaubensgemeinschaft zu sein bedeutete, sein Leben in die Hände der anderen Gemeindeglieder zu legen. Denn es konnte auch ein Schläfer, ein Betrüger darunter sein;
      es galt Lebensgefahr. Toleranz mit allen Religionen in einer toleranten Gesellschaft mit Menschenrechten ist einfach.
      In solch einer Welt lebten die damals aber nicht. Daher auch die Striktheit gegenüber Abtrünnigen, die man aus der Gemeinde verbannte.
      In Syrien wird man sowas noch ganz anders lesen, als wir hierzulande.
    • Seele1986 schrieb:

      Toleranz mit allen Religionen in einer toleranten Gesellschaft mit Menschenrechten ist einfach.
      Das klingt immer so frei und ist es aber doch gar nicht. Im Umgang mit dem Mitmenschen war es immer ein Problem, wenn es auf das Thema Gott kommt. Selbst in der eigenen Familie hat es trennende Konsequenzen,
      wenn das ganze Evangelium besprochen wird, das impliziert doch schon das Wort Gottes selbst.

      Mt 10,34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

      Mein Großvater hätte keine Anstellung als Lehrer bekommen, wenn er nicht bei der RKK geblieben wäre, das ist noch nicht lange her und Toleranz gibt es nur, wenn alle Menschen bestimmte Themen aus ihrem Alltag ausklammern.
      Ich kann mir momentan nichts mehr unter einem Leib Jesu vorstellen, es sei denn er ist krank und funktioniert nicht als Gebilde mit Aufgabe und eine Verkörperung der Eigenschaften Gottes sehe ich einfach nicht. Wenn dann im mikroskopisch kleinen Bereich der Einzelzellen, da und dort, wenn das Miteinander gut funktioniert....
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!