Offenbarung 1,10: Tag des Herrn

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      ....
      Aus dem Artikel von Werner Lange:
      Für einen falschen Auslegungsansatz von Stefanović (den jedoch fast alle adventistischen Ausleger anwenden) halte ich die Regel: „Man sollte an die Offenbarung mit der Voraussetzung herangehen, dass die dort dargestellten Szenen und Handlungen symbolisch oder bildlich in ihrer Natur sind, sofern nicht der Kontext klar darauf hindeutet, dass eine wörtliche Bedeutung beabsichtigt ist.“ Dieser Grundsatz ist wesentlich zu pauschal formuliert. .......
      ...

      Mein Kommentar hierzu: Auch ich bin der Meinung, dass man nach Möglichkeit die Texte der Offenbarung in erster Linie wörtlich auslegen sollte. Sicherlich kommen in der Offenbarung viele Symbole vor, über die man intensivst nachdenken sollte.
      Das auch in Deinem Kommentar suggeriert, dass Werner Lange Deine Meinung teilt, dass man die Offenbarung in erster Linie wörtlich auslegen sollte.
      Dies ist aber nicht so. Er hat in dem verlinkten Text nur geschrieben, dass ihm der Grundsatz wesentlich zu pauschal formuliert ist.
      Du schreibt aber genau das Gegenteil von Stefanovics Grundsatz.

      Und damit ignorierst Du den Hinweis aus Off. 1,1, nämlich dass Gott in der Offenbarung seinen Knechten durch Bilder/ Symbole zeigt (griechisch semaino), was geschehen soll.
      Wenn etwas durch Bilder/ Symbole gezeigt werden soll, muss man davon ausgehen, dass das Offenbarte ein Bild ist, sofern nicht der Kontext klar darauf hindeutet, dass eine wörtliche Bedeutung beabsichtigt ist und nicht umgedreht.

      lg
    • lpu schrieb:

      .. wie mit der Standard Edition der GK, die Prof. Ranko Stefanovic im Auftrag der GK verfasst hat, umgegangen wurde.. Das lässt meiner Ansicht nach "tief blicken" , macht mich leider der GK gegenüber voreingenommen und trägt nicht zum Vertrauen bei, zumindest nicht bei mir..

      Der Vorgang wird im folgenden link u.a. klar und ausführlich beschrieben.
      onedrive.live.com/?authkey=%21…4D86EF07%21215144&o=OneUp...

      In dem Link von LPU schreibt Herr Stefanovic dann:
      "Man kann sich nur darüber wundern, warum [die Generalkonferenz] Gelehrte bittet, die Lektionen zu schreiben, und ihnen dann nicht vertraut
      und den Inhalt in etwas verwandelt, das völlig anders oder entgegensetzt ist, sogar gegenüber weitgehend akzeptierten Positionen in der Kirche."

      Wenn ich dieser Herr Stefanovic wäre, wäre ich übergekocht vor Wut! So eine Unredlichkeit! Pfui, ist das verlogen und schäbig! Da schreibt jemand einen Beitrag, der wird eingereicht, für gut befunden und DANACH so sehr "editiert", dass der Inhalt verfälscht wird. Das ist Zensur und sowas macht die Leitung der Adventisten. Wie gut, dass ich nur Gast bin in deren Gottesdiensten. Die Mitglieder der "Basis" hier vor Ort sind zum Glück nicht solche Leute, die sowas gutheißen,.
      Gott sieht zum Glück alles: In einem Kirchenlied, das ich sehr gerne mag (Du dessen Name heilig ist) heißt es:"Du vor dem Lug und Trug zerfällt..." Wie gut, dass das so ist!
      (Mensch, das ist ja ein Walzer, dieses Kirchenlied, Walzer sind aber auch selten bei den Kirchenliedern, oder?)
    • Rosen schrieb:

      In dem Link von LPU schreibt Herr Stefanovic dann:
      "Man kann sich nur darüber wundern, warum [die Generalkonferenz] Gelehrte bittet, die Lektionen zu schreiben, und ihnen dann nicht vertraut
      und den Inhalt in etwas verwandelt, das völlig anders oder entgegensetzt ist, sogar gegenüber weitgehend akzeptierten Positionen in der Kirche."

      Wenn ich dieser Herr Stefanovic wäre, wäre ich übergekocht vor Wut!
      Nun, Herr Ranko Stefanovic wird ja zu Beginn seiner akademischen Laufbahn gewusst haben, welchem Arbeitgeber er sich anvertraut.

      Der mir zugegebenermaßen unbekannte Autor des verlinkten Skripts Werner Lange legt am Anfang ja die für ihn möglichen 3 Interpretationsmodelle der Apokalypse des Johannes vor:

      "Der Präterismus deutet die Visionen des Johannes nicht als Vorhersagen künftiger Ereignisse, sondern vor allem als apokalyptische Beschreibungen der zeitgeschichtlichen Situation, in der die Christen am Ende des ersten Jahrhunderts lebten.

      Der Historismus deutet die Visionen als Weissagungen von kirchen- und weltgeschichtlichen Ereignissen zwischen dem ersten und zweiten Kommen Christi. Das Deutungsschema entspricht den Visionen im Buch Daniel. Im Adventismus werden die Zeitweissagungen der 1260 und 2300 Jahre (Dan 7,25; 8,14) als Grundlage benutzt, um sieben Zeitabschnitte für die 7 Gemeinden, 7 Siegel und 7 Posaunen zu ergeben.

      Der Futurismus deutet die Visionen vor allem als Vorhersagen der letzten Ereignisse vor der Wiederkunft Christi. Er postuliert eine große zeitliche Lücke zwischen der Zeit der sieben Gemeinden in der Provinz Asia in Offb 2/3 und der Erfüllung der Visionen ab Kap. 4. Es gäbe keine Vorhersage, die von der Zeit des Johannes über die ganze Geschichte bis zur Wiederkunft Christi geht, wie das im Historismus gesehen wird."


      Während z.B. meiner Kirche das erste Modell bevorzugt und damit alle Sorgen und Streitereien (zumindestens in dieser Frage) los ist, steht die adventistischen Theologie offenbar dem zweiten Interpretationsmodell nahe. Damit sind der Ärger und Zank vorprogrammiert. Und das wegen einem Buch, das wahrscheinlich das unwichtigste im ganzen biblischen Kanon ist. Martin Luther hat es in seinem Kanon absichtlich ganz nach hinten geschoben, die syrisch-orthodoxe Kirche kommt in ihrer Bibel ganz ohne die Apokalypse des Johannes aus.


      Der Abschnitt, in dem Werner Lange die Geschichte mit dem veränderten Manuskript von Herrn Stefanovic beschreibt, ist überschrieben mit "Die Auslegung der Offenbarung – inzwischen ein Politikum" (jedenfalls in der Adventgemeinde). An der Stelle brechen dann Kämpfe um die Deutungshoheit aus, die gerade in Freikirchen immer auch Machtkämpfe sind.

      Erschreckend ist für mich, dass der Autor aus diesem Dilemma ausgerechnet durch Zitate von E.G.White herauszukommen glaubt. Dieses Skript zeigt wieder einmal recht deutlich, wie adventistische Theologen das sola scriptura sehen und welche Rolle ihre Prophetin in diesem Konzept spielt.



      Rosen schrieb:

      Gott sieht zum Glück alles: In einem Kirchenlied, das ich sehr gerne mag (Du dessen Name heilig ist) heißt es:"Du vor dem Lug und Trug zerfällt..." Wie gut, dass das so ist!
      (Mensch, das ist ja ein Walzer, dieses Kirchenlied, Walzer sind aber auch selten bei den Kirchenliedern, oder?)


      Vielleicht hilft das ja in der Frage weiter

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      :)
    • Naja, irgendwo müsste das "Schlupfloch" sein.

      Jesus trat auf mit den Worten "das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen"; auch in und mit seiner Person.
      Jesus selbst spricht nicht nur davon "Hallo, hier ist der Messias", sondern er deutet ja auch an, dass ein messianisches Zeitalter begonnen habe.

      Seine ganze "Theologie" ist eine Theologie vom Reich Gottes.
      Nicht irgendwann irgendwo im Jenseits, sondern (ganz jüdisch!) jetzt.

      Das Reich ist inwendig in euch.

      Aber: er sagt "wer nicht aus dem Geist geboren ist, der kann das Reich Gottes nicht sehen"
      Man ist dann erzogen und geneigt zu denken: Also irgendwann kommt er nicht in den Himmel, sieht also das Reich Gottes nicht.
      Sagt Jesus das?
      Er redet nicht vom Irgendwann, sondern vom Jetzt.

      Die Jünger erwarteten allesamt - das lässt sich aus allen Texten ersehen - dass er bald wiederkommen werde.
      Und bald heißt bald. "Wahrlich, hier sind einige, die werden den Tod nicht sehen, bis ich wiederkomme"

      Jerusalem wurde zerstört. Das war für Juden die Apokalypse.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Nicht irgendwann irgendwo im Jenseits, sondern (ganz jüdisch!) jetzt.
      Genau dieses Jetzt,wird leider so unterschiedlich ausgelegt, "zelibriert" und gelebt!

      Ist für mich nicht mehr nachvollziehbar,wenn Jesus verspricht " Ich bin alle Tage bei Euch"
      die bei der Eucharestie nur durch einen Priester, vermittelt wird....
    • JESUS WIRD (GARANTIERT!) WIEDERKOMMEN! UND ZWAR SEHR BALD!

      Seele1986 schrieb:

      Das Reich ist inwendig in euch.

      Die Jünger erwarteten allesamt - das lässt sich aus allen Texten ersehen - dass er bald wiederkommen werde.Und bald heißt bald. "Wahrlich, hier sind einige, die werden den Tod nicht sehen, bis ich wiederkomme"

      Jerusalem wurde zerstört. Das war für Juden die Apokalypse.
      Wenn Jesus im Vater-Unser sagt: »Dein Reich komme!« und wenn er in seiner Endzeitrede (man lese Markus 13, Matthäus 24 und Lukas 21!) sagt, dass ER wiederkommen wird, so ist die Aussage, dass „das Reich inwendig in euch ist”, eschatologisch nicht befriedigend und zu wenig!
      Nein, Jesus wird wiederkommen! So bekennt es die Christenheit im Glaubensbekenntnis („... aufgefahren in den Himmel, von dort wird er kommen ...”). ---> Man darf diese reale Wiederkunftshoffnung m.E. niemals aus dem christlichen Glauben entfernen oder verschweigen, so wie es die beiden großen Kirchen in Deutschland tun!

      Nun könnte man wegen der Aussage: „Wahrlich, hier sind einige, die werden den Tod nicht sehen, bis ich wiederkomme" in der Tat argumentieren, dass sich Jesus selbst im Termin seiner Wiederkunft geirrt habe. ----> Aber Jesus selbst weiß den Termin seiner Wiederkunft nicht, wie er selbst in Markus 13,32 Von jenem Tage aber oder der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.«) ja selbst gesagt hat.

      Wir haben aber wegen der Endzeitzeichen (Kriege [= Weltkrieg I: 1914 - 1918/ Weltkrieg II: 1939 - 1945], Das Ausschlagen des Feigenbaumes Israel [= seit dem 14. Mai 1948], Ende der Heidenzeiten und der Zertretung Jerusalems [= seit dem 7.6.1967] usw.) einen Anhaltspunkt, dass wir bereits in der Endphase dieser Endzeit leben! ===> So glaube ich, dass es nicht mehr lange gehen wird, bis der Herr erscheinen wird!
    • "In" den angesprochenen Pharisäern war es noch nicht, außer denen, die an ihn glaubten.

      "Mitten unter" ihnen ist situationsgerecht. Er ist "König" der Wahrheit.

      "Endzeit" verstand die Jüngergeneration aufgrund der Propheten (Daniel) auf zweifache Weise:

      Erstens als Ende des Tempels/Jerusalems Daniel 9 (70 Jahrwochen)

      Zweitens als Ende der Welt Daniel 12:2.3.


      Mit Matth. 16:28./Mark. 9:1./Luk. 9:27. "Tod nicht schmecken" meinte Jesus NICHT seine Wiederkunft sondern die Vision auf dem "Verklärungsberg" als VORSCHAU der zukünftigen AUFERSTEHUNG/GERICHT.
    • Das Ereignis von Apostelgeschichte 1

      entspricht den Endungen der drei Evangelien Mt./Mk./Lk.

      Besser wäre die Bezeichnung "Aussendung und Entrückung"; denn die "Himmelfahrt Jesu" fand erstmals schon am Auferstehungstag statt.

      Das Ereignis 40 Tage nach Erstlingstag entspricht jahreszeitlich Exodus 18, die Einsetzung der "Ältesten". (Numeri 10/11).

      10 Tage später war Pfingsten.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wir haben aber wegen der Endzeitzeichen
      Ich sehe die Offenbarung des Johannes als Text zur Situation im Römischen Reich (zeitgeschichtlich),
      der uns in seinen Bildern und Prinzipien durch alle Zeiten hindurch sehr viel sagen kann.

      Am Ende steht die Verheißung, dass Jesus wiederkommen wird, dass das böse Reich fallen wird, die Mächtigen fallen werden und der Satan vernichtet wird; letztendlich dann der Tod getilgt wird aus dem Leben.

      Die Gesinnung Roms hat sich durchgehalten.
      Dort sollte alles Volk in den Staatskörper eingefügt werden;
      in der Kirche sollte alles Volk in den Schoß der Mutter Kirche aufgenommen werden;
      in der Doktrin der Vereinigten Staaten sollte allem Volk die "Neue Weltordnung" (Novus Ordo Seclorum) gebracht werden (Manifest Destiny); zuerst den Stämmen auf dem nordamerikanischen Kontinent und dann von der Neuen Welt aus in die ganze Welt.

      Die USA sind - man schaue sich die Architektur und einige Verfassungsbegriffe an - ein modernes Rom.
      "e pluribus unum" - "Aus vielen eines".
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)