Es gibt Gerüchte, dass Papst Franziskus heute in Assisi das 5. Marien-Dogma verkünden würde!

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    • Es gibt Gerüchte, dass Papst Franziskus heute in Assisi das 5. Marien-Dogma verkünden würde!

      Im Internet schwirren Gerüchte herum, dass heute, am Donnerstag, 4. August 2016 der Papst das 5. Marien-Dogma verkünden würde!!!
      Frage: Wenn Papst Franziskus heute am Donnerstag, 4.8.2016 um 16:00 Uhr in Assisi erklären würde: "Maria ist Miterlöserin!", verkündet Er dann ein neues Dogma, das von allen Christen geglaubt werden muss oder wäre dies eine schlimme Häresie?
      Pfarrer Buschor sagte heute im Tagesthema auf K-TV, dass der Papst dies als Dogma nicht verkünden könne und auch nicht dürfe!
      Wenn der Papst dies aber trotzdem machen würde, spräche Er dann "Ex Cathedra" - im Sinne von "unfehlbar"?
      Und was sind die Voraussetzungen dafür, dass der Papst "EX CATHEDRA" spricht?
      NCH
      PS: Jedenfalls würde durch eine derartige Entscheidung die ganze Ökumene um 66 Jahre zurückgeworfen werden! (1950 wurde das bislang 4. und letzte Marien-Dogma der "Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel" verkündet! - Ohne jegliche biblische Grundlage!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Lieber Norbert, findest Du die Ökumene etwas Wichtiges ? Ich nicht. Wenn der Papst das 5. Mariendogma verkündet betrifft mich das nicht, weil ich nicht an eine Göttlichkeit von Maria glaube.

      "Maria" und das "Jesuskind" stammen ursprünglich aus der römischen Religion. Es gründet sich auf Nimrod, Semiramis und Tammuz, welcher als Reinkarnation von Nimrod angesehen wurde. In Ägypten sprach man von Isis und Horus, diese Lehre fand bei den Römern Anklang. Man wollte die alte römische Lehre (Mutter und Kind) in die neue christliche Lehre integrieren, die Beweggründe kenne ich nicht, kann bloss darüber spekulieren.

      Da sich die römisch-katholische Kirche vorallem auf ihre Tradition bezieht hat sie nicht viel mit den Kirchen der Reformation gemeinsam. Ökumene ist meiner bescheidenen Meinung nach bloss der Versuch, die Christen zu einen und später in die katholische Kirche zu integrieren. Mit dem Jesuit Bergoglio ist diesbezüglich ja gerade der richtige Mann in das Amt gewählt worden. Dazu passt auch, dass sich der Papst an die Charismatiker annähern will. Nicht vergessen, die protestantischen Kirchen werden vom Vatikan noch immer nicht als vollständige Kirchen anerkannt.

      Ich persönlich akzeptiere Katholiken aber als Christen und schätze manche Vertreter von ihnen ausserordentlich. Allerdings setze ich den Begriff "christlich" nicht so eng wie andere, für mich ist ein Christ jemand, der an Jesus glaubt und Ihm nachfolgt. Andere Lehrmeinungen stören mich hierbei nicht, es muss jeder selber seinen Weg zu Gott finden.
    • Bobby68 schrieb:

      Nicht vergessen, die protestantischen Kirchen werden vom Vatikan noch immer nicht als vollständige Kirchen anerkannt.
      Das ist leider ein Faktum, welches uns Evangelischen sehr betrübt macht!
      Theologisch einzusehen ist das aber nicht, da in der sogenannten "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" vom 31.10.1999 betont wurde, dass >>die Rechtfertigungslehre Martin Luthers heute nicht mehr kirchentrennend ist!<<.
      Wenn dem so ist, warum weigert sich dann Franziskus die protestantischen Kirchen als vollwertig und der Römischen Kirche gleichrangig anzuerkennen? Einzusehen ist das nicht!
    • Norbert,

      zwei Fragen habe ich mal an dich:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Frage: Wenn Papst Franziskus heute am Donnerstag, 4.8.2016 um 16:00 Uhr in Assisi erklären würde: "Maria ist Miterlöserin!", verkündet Er dann ein neues Dogma, das von allen Christen geglaubt werden muss oder wäre dies eine schlimme Häresie?
      1. Warum stellst du überhaupt solche Fragen? Mal ganz im Ernst? Warum?

      Norbert Chmelar schrieb:

      Das ist leider ein Faktum, welches uns Evangelischen sehr betrübt macht!
      2. Betrübt es dich? Also mich in keinster Weise. Ich verstehe auch nicht, warum sich unsere Sprecher, Präsi und Bischöfe bis heute immernoch darüber aufregen.
      Brauche ich die offizielle Anerkennung eines Mannes, dessen Amt ich überhaupt nicht akzeptiere? Das wäre doch unsinnig.

      Da muss man teilweise wirklich (mit den Adventisten) fragen: Warum stört euch das? Wo wollt ihr denn hin?

      Wir arbeiten in vielen Dingen gut mit Katholiken und anderen zusammen; das ist ne schöne Sache, das ist "ökumenisch". Wunderbar so und gut is.
      Was kratzt mich, was der Bischof von Rom von meiner Konfession hält?

      Bischöfe sind keine dummen Leute. Inhaltlich weiß jeder Papst und jeder kath. Theologe, dass wir Recht haben und sie Unrecht haben; das ist so. Das wusste auch Papst Leo damals bei Luther.
      Diese Debatten sind hinfällig, das ist Betriebserhalt. Wenn wir Macht in einer solchen Kirche hätten wie der römischen, niemals würden wir das aufgeben! Wir würden es genauso machen.

      Also bitte.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Die Einheit unter Christen ist ein Auftrag Jesu!

      Seele1986 schrieb:

      Da muss man teilweise wirklich (mit den Adventisten) fragen: Warum stört euch das? Wo wollt ihr denn hin?
      Wo wir hinwollen? Zu der Einheit, die Jesus im Hohepriesterlichen Gebet gefordert hatte: "damit sie eins werden. ... Sie alle sollen eins sein. ... so sollen auch sie ganz eins sein." (Johannes 17,11+21+23)
      ===> Die Einheit unter Christen ist somit ein Auftrag Jesu - sein Wille!

      Seele1986 schrieb:

      Bischöfe sind keine dummen Leute. Inhaltlich weiß jeder Papst und jeder kath. Theologe, dass wir Recht haben und sie Unrecht haben; das ist so. Das wusste auch Papst Leo damals bei Luther.
      Ob Papst LEO das gewusst hat, glaube ich kaum. Der Papst wollte doch wohl nicht die Kirchenspaltung!? Auch Luther wollte die eigentlich nicht! - aber als Kaiser Karl V. die "Augsburger Konfession" nicht anerkannte, war die Trennung der abendländischen Christenheit leider nicht mehr aufzuhalten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Der Papst wollte doch wohl nicht die Kirchenspaltung!? Auch Luther wollte die eigentlich nicht!
      Richtig, aber belehren lassen wollten er sich auch nicht. Es hätte keine Spaltung gegeben, wenn man es eingesehen hätte.
      Aber man will die Macht behalten.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Einheit unter Christen ist somit ein Auftrag Jesu - sein Wille!
      Ja, Jesus sprach aber nicht von einer institutionellen Einheit, sondern vom Gemeinsinn und von Liebe untereinander.
      "Einheit" mit solch einem Kirchenapparat hätte Jesus niemals gepredigt; das ist doch hoffentlich klar, oder?
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.