• Yppsi wo steht denn das, was du da so zynisch darstellst, in der Bibel?

    Du verhöhnst das absichtlich. In der Bibel steht das ja alles nicht.

    Die ganze Bibel ist voller Symbolik.
    Besonders die Offenbarung.
    Wenn man dann eine Auslegung anhört, wird aus dieser Symbolik eine bunte Mischung aus Symbolik und wörtlich zu nehmenden Ereignissen.

    Ein Beispiel aus dem AT:
    Da hat einer mit einem Schwerhieb 900 Menschen getötet.
    In einem anderen Buch waren es dann nur noch 300.
    Nun was? Real oder Symbolik für eben einen besonders erfolgreichen Helden?

    Davon ausgegangen, dass es als Symbolik gesehen wird, kann sein, ein paar Verse weiter kommt etwas, was nicht ganz so unreal ist. Das wird dann mit 100% Sicherheit als real gesehen.

  • Ist Dir schon mal beim Lesen aufgefallen, dass es Schreiber und Erzähler gibt? Ein guter Erzähler, der schreibt, der beeindruckt durch seine Erzählweise.

    Natürlich, aber der Leser sollte sich darüber auch im Klaren sein.
    Ganz besonders wenn der Erzähler schon vor tausenden Jahren und in der damals vielleicht üblichen Bildersprache, erzählt hat.
    Ich kann mit der vermenschlichten Gottesvorstellung nichts anfangen.
    Die Menschen formten sich ein Gottesbild, im Denken, Handeln, Fühlen und Aussehen.
    Immer vom menschlichen Denken und der menschlichen Sichtweise aus.

    Es werden zwar ganz abstruse Dinge, die unmöglich wörtlich genommen werden können, vielleicht nicht wörtlich genommen?
    Aber ein paar Verse weiter etwas, was vielleicht mit ganz viel Phantasie möglich wäre, wird dann wieder behauptet, das sei wörtlich zu nehmen.

    Also ich weiß wirklich nicht, warum du mir Lustigmachen vorwirfst? :verwirrt:

  • Und woraus schließt man, dass sie zeitlich begrenzt ist?

    Ich schließe das sowohl bei der »ewigen Strafe« (Mt.25,46) als auch beim »ewigen Feuer« (Mt.25,41) durch das griechische Wort für »ewig« = aionios.

    (Exkurs: wenn gesagt wird, dass ja auch für »ewiges Leben« hier das gleiche griech. Wort »aionios« erwähnt wird, wird ja von Vertretern der Augustinischen Lehre einer »ewigen Verdammnis« argumentiert, dass dann, wenn das »ewige Leben« ja unendlich ist, müsse daher auch die »ewige Verdammnis« unendlich sein, so wird dabei aber außer acht gelassen, das auch das sogenannte »ewige Leben« exakt in bestimmte Zeitabschnitte mit bestimmtem Anfangspunkt und Endpunkt (und damit die ursprüngliche Wortbedeutung des griechischen »aionios« bestätigend!) eingeteilt ist! Denn auf der neuen Erde stehen ja laut Offb 22,2 die »Bäume des Lebens«; dessen Früchte bringen meiner Erkenntnis nach immer nur einen zeitlich befristete Lebenskraft; wenn diese dann nach vielen Jahrhunderten wieder nachlässt, muss der auf der neuen Erde lebende Mensch wieder vom Lebensbaum des Lebens erneut eine Frucht essen damit er aionios leben kann! Damit bleibt immer ein Unterschied zwischen DEM EWIGEN [= SCHÖPFER] der immer schon ewig existierte ohne auf Früchte des Lebensbaum angewiesen zu sein und dem GESCHÖPF das auf Gottes Früchte auch dann in der Ewigkeit angewiesen bleibt. D.h. ohne die Frucht vom Lebensbaum kann das Geschöpf nicht erneuert werden und nicht weiter »ewig leben«. Er bleibt auch dann wenn nach den 1000 Jahren die Zeit in die Ewigkeit mündet immer noch auf die gute Gabe Gottes (vom "Baum des Lebens") angewiesen! – Exkurs Ende)

    Zitat

    Spr 3,18 Ein Lebensbaum ist sie denen, die nach ihr greifen, / wer sie festhält, ist glücklich zu preisen. (Einheitsübersetzung 2016)

    Die ganze Bibel ist voller Symbolik.

    Das ist richtig! Das macht oft eine Auslegung eines Bibeltextes nicht gerade einfach!

    Besonders die Offenbarung.

    Stimmt! Diese verwendet sehr viele Bilder und Symbole! Auch etliches symbolisches aus dem AT. Zum Beispiel stellt sich die Frage ob das symbolische Bild vom »Feuersee« (Offb 19,20) hier wirklich einen buchstäblichen See meint, in dem Feuer und Schwefel brennen oder ob damit eine ganz andere Aussage dahinter steckt?

  • Norbert

    Und woraus schließt man, dass sie zeitlich begrenzt ist?

    Ich schließe das sowohl bei der »ewigen Strafe« (Mt.25,46) als auch beim »ewigen Feuer« (Mt.25,41) durch das griechische Wort für »ewig« = aionios.

    (Exkurs: wenn gesagt wird, dass ja auch für »ewiges Leben« hier das gleiche griech. Wort »aionios« erwähnt wird, wird ja von Vertretern der Augustinischen Lehre einer »ewigen Verdammnis« argumentiert, dass dann, wenn das »ewige Leben« ja unendlich ist, müsse daher auch die »ewige Verdammnis« unendlich sein, so wird dabei aber außer acht gelassen, das auch das sogenannte »ewige Leben« exakt in bestimmte Zeitabschnitte mit bestimmtem Anfangspunkt und Endpunkt (und damit die ursprüngliche Wortbedeutung des griechischen »aionios« bestätigend!) eingeteilt ist! Denn auf der neuen Erde stehen ja laut Offb 22,2 die »Bäume des Lebens«; dessen Früchte bringen meiner Erkenntnis nach immer nur einen zeitlich befristete Lebenskraft; wenn diese dann nach vielen Jahrhunderten wieder nachlässt, muss der auf der neuen Erde lebende Mensch wieder vom Lebensbaum des Lebens erneut eine Frucht essen damit er aionios leben kann! Damit bleibt immer ein Unterschied zwischen DEM EWIGEN [= SCHÖPFER] der immer schon ewig existierte ohne auf Früchte des Lebensbaum angewiesen zu sein und dem GESCHÖPF das auf Gottes Früchte auch dann in der Ewigkeit angewiesen bleibt. D.h. ohne die Frucht vom Lebensbaum kann das Geschöpf nicht erneuert werden und nicht weiter »ewig leben«. Er bleibt auch dann wenn nach den 1000 Jahren die Zeit in die Ewigkeit mündet immer noch auf die gute Gabe Gottes (vom "Baum des Lebens") angewiesen! – Exkurs Ende)

    exakt bestimmte Zeitabschnitte mit bestimmtem Anfangspunkt und Endpunkt und exakt in bestimmte Zeitabschnitte und befristete Lebenskraft kann ich in Offb. 22 nicht erkennen.

    Offb. 22,2 Baum des Lebens. Ein Symbol sowohl für das ewige Leben als auch für andauernden Segen (s. Anm. zu 1Mo 2,9). Der Baum trägt 12 Früchte, eine Frucht pro Monat, und steht symbolisch für die üppige Vielfalt im Himmel. Der Begriff »Therapie« stammt von dem gr. Wort, das hier mit »Heilung«

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Mal eine Frage:


    Was bringt das alles hier? Diese ganzen Diskussionen zu diesen Themen … bringen die denn etwas im alltäglichen Leben?


    Gibt es eine Allversöhnung, gibt es eine Hölle, gibt es eine Entrückung, gibt es Riesen usw.? Wenn wir ehrlich sind, sind das doch Ausflüchte, um sich vor den wahren Dingen zu drücken oder sie nach hinten zu schieben. Was bringen einem diese ganzen Themen? Das ist doch das reinste Babylon, vermischt mit biblischen Inhalten, die den Anschein haben, einen Zweck zu erfüllen – was sie aber nicht tun.

    Möchte Gott, dass sich Menschen stundenlang, und das jeden Tag, Beiträge zu Themen hin- und herschicken, die sie kaum bis gar nicht im Alltag anwenden können? Ich ziehe mich da mit rein und muss mir selbst an die Nase fassen. Gott möchte doch, dass wir täglich seinem Sohn ähnlicher werden – und das geschieht doch nicht, wenn man den halben Tag damit verbringt, virtuell Argumente zu Themen hin- und herzuschicken.

    Man kann sich ja austauschen und sich auch erbauen, aber ich glaube, das geht hier noch Jahre so weiter: dieselben Menschen schicken sich täglich Beiträge mit biblischen Themen um die Ohren, ohne im Alltag eine Anwendung dafür zu finden.

  • Chris_86x da hast du recht.

    Allerdings liegt das in der Natur eines solchen Forums. Wären hier alle einmütig, dann wäre hier sehr bald Wüste, mehr noch, als so schon manchmal.

    Die kleinen Lichtblicke sind es, wenn jemand hier etwas auf dem Herzen hat oder krank ist, und für ihn oder sie gebetet wird. Da sind dann alle Konfessionen vergessen und man tut das, was Christen tun sollen. Aber ansonsten lebt so ein Forum vom Streit, stärker oder schwächer.

    Würden wir uns alle treffen, wie du die Tage angefragt hast und mit einer Gebetsgemeinschaft beginnen, würden die Gespräche ebenfalls ganz anders aussehen. Aber hier im Forum kann das so nicht entstehen. Das ist der große Unterschied von real und virtuell. Wir haben alle kein wirkliches Gesicht, keine gemeinsame Geschichte usw.

    Man kann sich nicht rein auf "Glaubensebene" einigen oder aufgrund des Ideals, dass wir alle Christen sind. Das funktioniert nicht. Menschen brauchen reale Begegnungen, geteilte Geschichten, Witze, Vorzüge und Makel, gemeinsame Zeit, und all das.

    Wie gesagt: das Forum wäre dann tot. Man würde ab und an Neuigkeiten oder Gebetsanliegen teilen oder sich zum Geburtstag gratulieren und das wars dann. Sobald du inhaltlich mit einem Thema kommst, hast du die anderen Meinungen, die Widersprüche usw.

  • Was bringt das alles hier? Diese ganzen Diskussionen zu diesen Themen … bringen die denn etwas im alltäglichen Leben?


    Gibt es eine Allversöhnung, gibt es eine Hölle, gibt es eine Entrückung, gibt es Riesen usw.?

    Das entscheidet jeder für sich selbst. Du schreibst doch auch hier.

    Man schreibt zu den Themen, die einem selbst interessieren, die anderen ignoriert man.

  • Also ich weiß wirklich nicht, warum du mir Lustigmachen vorwirfst? :verwirrt:

    Wenn Dir eine Jacke nicht passt, dann zieh sie Dir nicht an. Ich habe Dir gar nichts vorgeworfen!

    Simon hat es mir vorgeworfen, nicht du.
    Ich habe ein posting von mir zitiert.
    Kam vielleicht mißverständlich rüber?

  • Also ich weiß wirklich nicht, warum du mir Lustigmachen vorwirfst? :verwirrt:

    Wenn Dir eine Jacke nicht passt, dann zieh sie Dir nicht an. Ich habe Dir gar nichts vorgeworfen!

    Simon hat es mir vorgeworfen, nicht du.
    Ich habe ein posting von mir zitiert.
    Kam vielleicht mißverständlich rüber?

    Stimmt, sorry ich habe nicht genau hingeschaut. Ich hatte nur gesehen, dass Du mich zitiert hattest.

    Was ich schrieb, waren nur so Gedanken...

    Mich irritiert das auch, wenn man solche "Illustrationen" wörtlich nimmt und von den "Einrichtungen des Jenseits" so erzählt, als sei man dort gewesen.

    Übrigens, verwechseln wir wahrscheinlich alle zumindest gelegentlich die Bilder, die wir uns so beständig machen mit der Wirklichkeit, vor allem unsere Bilder, die wir uns von aderen Menschen machen.

    Ich denke, dass ich es von Harald Lesch gehört habe, dass der Determinismus, welcher der Natur unterstellt wird, nur in der Mathematik funktioniert, aber nicht in der Realität, die Natur selbst sei dazu viel zu komplex.

    "Ich weiß, dass ich nichts weiß“.