Urknall vor Milliarden von Jahren und die biblische Schöpfung: passen beide zusammen?


  • Das ist eben falsch: Die Urknalltheorie sagt nichts darüber aus, wie der Urknall entstanden ist. Sie stellt eine Theorie dar, die beschreibt, wie aus einer Singularität (Unendlich ist z.B. eine Singularität) die Welt physikalisch entstanden sein könnte. Dabei beschreibt dieses Modell erst die Entwicklung der Welt nach der Planck-Zeit. Was zwischen Zeitpunkt null und der Plankzeit abgelaufen sein könnte vermag bisher keine Theorie zu beschreiben, weil dann gemäss aktuellem Wissenstand alle bekannten physikalischen Gesetze ungültig sind.


    Spannend ist: Gott ist auch eine Singularität, ausserhalb von unseren beschreibbaren Vorstellungen.


    Als letztes: Diese Universumstheorie widerspricht ja auch der Bibel, denn am Anfang war die Welt, wüst und leer. Leer bedeutet: Da ist nichts.

  • "er, der nie begonnen, er, der ewig war - - (Aus schuberts "Deutcsher Messe" : Fällt euch nicht auf, dass ere Agumente gegen den Urknall - dessen Theorie ich hier keineswegs verteiduge oder argumentiere !! - genau denen vor die Füse gerollt werden könne, welche den "Schöpfer" potuliere ?


    - - -jetzterkenne ich es wie in einem Spiegel an einem dunklen Ort, dann aber - - -



    Btte, wrte auf das "dann aber"!

  • Ich verstehe zwar nicht genau, was Du sagen wolltest. Aber die Urknalltheorie schliesst einen Schöpfer überhaupt nicht aus. Ich glaube an der Urknalltheorie (in dem Umfang wie ich sie beschrieben habe) keine Aussage darüber macht, ob es einen Schöpfer gibt oder nicht. Für einen Kreationisten, der an die exakte Schöpfung in 7 Tagen glaubt, ist es natürlich ein Widerspruch. Aber darum geht es hier glaub ich nicht.

  • Ich verstehe zwar nicht genau, was Du sagen wolltest. Aber die Urknalltheorie schliesst einen Schöpfer überhaupt nicht aus. Ich glaube an der Urknalltheorie (in dem Umfang wie ich sie beschrieben habe) keine Aussage darüber macht, ob es einen Schöpfer gibt oder nicht. Für einen Kreationisten, der an die exakte Schöpfung in 7 Tagen glaubt, ist es natürlich ein Widerspruch. Aber darum geht es hier glaub ich nicht.

    Die Genesis spricht von EINER Schöpfungs-Zeit ("YOM") in sieben Teilen. es sind WENIGER als 7 "24-Stunden-Tage".


    Die "Urknall-Hypothese" kennt keinen Schöpfer.

  • Der Tag Yom, ist nicht definiert durch seine zeitliche Dauer, sondern von seiner Wortwurzel her für heiß/warm sein. Der Zusammenhang mit dem Tageslicht wird daraus offensichtlich und in 1. Mose 1,5 wird das auch noch mal bestätigt : Das Licht wurde Tag genannt.


    Die Himmelslichter dienen zur Bestimmung von Zeiten, damit wurde hier die Zeitmessung normativ mit ihnen erschaffen. Was genau Licht ist, und was Licht alles umfassen kann, das ist noch mal eine andere Frage. Wichtig ist nur : Der Tag ist die Periode der Erleuchtung.


    Im Traum Josephs stehen Sonne, Mond und Sterne für eine Familienhierarchie. Wenn es weiter iin AT und NT heisst, dass Sonne und Mond sich verfinstern und die Sterne vom Himmel fallen, könnte damit auch eher ein Zerfall gesellschaftlicher Strukturen angedeutet werden, statt kosmische Katastrophen.


    Für eine naturwissenschaftliche Betrachtung helfen diese Erkenntnisse natürlich nicht weiter, aber umgekehrt, sollten wir naturwissenschaftliche Betrachtungen nicht in die Bibel projizieren.

  • Finsternis und Licht, dunkel und hell, begründen ZEIT als Wechselbewegung/Schwingung.


    Es geht im ersten Schöpfungswerk nicht nur um sichtbares Licht sondern auch um UNSICHTBARE KOSMISCHE GLEICH-ZEIT = hebr. YOM

  • UNSICHTBARE KOSMISCHE GLEICH-ZEIT

    Kannst du das näher erklären ? Ich kann damit überhaupt nichts anfangen.


    Statt Licht sprach ich von Erleuchtung. Damit meine ich einen (latenten) Prozess der Erkenntnis und Wahrnehmung. Das physikalische Licht ist nur eine Form davon.

  • Danke Azatoth. Ich finde Deine Beiträge immer goldwert.


    Ich hatte das auch schon öfters angesprochen: Was bedeutet es, dass geschrieben steht "Und Gott schied das Licht von der Finsternis".

    Wenn nämlich Jesus später von "lichten Augen" und Blindheit, von "hörenden Ohren" und Taubheit sprechen wird.


    Wir deuten die Dinge nämlich geistlich, wie Paulus schrieb, und nicht nach dem Buchstaben.