Urknall vor Milliarden von Jahren und die biblische Schöpfung: passen beide zusammen?

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    • Stofi schrieb:

      Nur so nebenbei: was habe ich davon zu wissen, vor wie vielen Jahren das Weltall entstanden ist?
      Stofi, sehr viel! Die Gewissheit "Ich weiss es, ich durchschaue es! Abgehakt!"

      Eine Kollegin sagte einmal wunderschön: "Wir erklären die Akkupunktur durch Hypnose. Dabei wissen wir weder, was Akupunktur ist, noch was Hypnose ist. Aber wir sind beruhigt"

      Gelegentlich ist aus dem Wissensdrang des Menschen sogar Gutes entstanden: Der schottische Arzt Withering wollte auf das Geheimnis der Therapieerfolge einer schottischen Kräuterhexe kommen, luchste ihr eine Teemischung (okkult! bei Neumond gesammelt! Drudenfüsse darüber geschlagen!) ab und fand als wirksame Pflanze den Roten Fingerhut. Digitalis - das darin enthaltene Glykosid, half Millionen Menschen durch fast 250 Jahre.

      Und / aber der Wissensdrang von Madame Curie ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Widerspricht der - angeblich wissenschaftlich nachgewiesene - URKNALL vor 13,7 Milliarden Jahren eigentlich dem biblischen Schöpfungsbericht?

      Meine Meinung hierzu ist: Am Anfang der Bibel - AT - heißt es: "Am Anfang schuf Gott...!" (1.Mose 1,1). Wann dieser Anfang war, sagt uns die Bibel ausdrücklich nicht.

      ===> Daher schließe ich daraus, dass es durchaus sein kann, dass Gott mit dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren den Beginn von Raum und Zeit geschaffen hat.

      ===> D.h. dass für mich der Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren dem biblischen Schöpfungsbericht nicht widerspricht!
      Hmm, also ich finde den Urknall auf jeden Fall nicht logisch. Als Beispiel bringe ich dafür mal Folgendes:
      Was passiert denn, wenn ich z.B. einen zerbrechlichen Gegenstand aus dünnem Glas auf den Boden werfe? Wird es dadurch ein edleres Glas, oder wird es in tausend Teile zerbrechen? Doch wohl Letzteres. -
      Von daher ist es für mich logischer, daß durch den Urknall etwas kaputtgeht und Chaos entsteht als daß dadurch Intelligente Wesen oder schöne Landschaften entstehen. ;)
      Die Behauptung mit den Milliarden von Jahren stammt meines Wissens aus der Evolutionstheorie (die lt Ronald Leslie Babb sogar Charles Darwin kurz vor seinem Tod widerrufen hat, auch, wenn DAS auf keiner Uni gelehrt wird).
      Soweit mir bekannt ist, ist die Erde etwa 6000 Jahre alt, was ich da realistischer finde. ;)
      Und warum sollte Gott die Erde NICHT in 6 REALEN Tagen geschaffen haben können? Also ich traue Ihm das zu...
    • Woher kommt das Leben ?

      Oft hört man von Wissenschaftlern und Wissebschaftsjounalisten, wenn sie sich die Schöpfung nicht anders erklären können Formulierungen wie "die Natur war erfinderisch", "die Evolution erschuf geniale Lebewesen", "das Leben erfindet sich immer wieder neu", usw.
      Dahinter steckt ein archaischer Glaube an Naturgottheiten. Offensichtlich hängen selbst sogennante moderne "Spitzenwissenschaftler" diesem längst überholten Glauben an eine Naturgottheit an, die auf geniale Weise erfinderisch Leben erschafft. Dabei braucht man nur "Ockhams Rasiermesser" anzuwenden, um auf die naheliegende Erklärung zu kommen: Es muss eine externe intelligente Quelle von ausserhalb des Universums geben. Dies erklärt die unvorstellbar genaue Feinabstimmung des Weltalls ebenso wie das Leben selbst. Auf der Erdoberfläche existiert milliardenfach Bewusstsein und Intelligenz. Folglich muss es auch ausserhalb der Erde Bewusstsein und Intelligenz geben. Der Mensch als derzeit intelligenteste Lebensform des Planeten Erde, kann die Umwelt naturwissenschaftlich und mathematisch nur deshalb erkennen und verstehen, weil Gott dem Menschen in begrenzter Weise mittels seines Gehirns Zugriff auf das Wissen um die Schöpfung Gottes erlaubt.

      Offensichtlich liegt derzeit in der Schöpfung, die ursprünglich sehr gut war, einiges im Argen. Destruktive Elemente, die sich gegen das Leben richten, fanden Eingang in die Schöpfung. Gott wird dies richten: Siehe, ich mache alles neu ! (Offb 21,5)
    • Wir verstehen aktuell allenfalls 4 Prozent der uns umgebenden Realität, mehr nicht. Nie werden wir alles verstehen, weder die gesamte Mathematik noch die Naturgesetzlichkeit der Schöpfung. Wie können nur so viel verstehen wie Gott es uns erlaubt.

      Der "Urknall" - ist, sollte dieser tatsächlich stattgefunden haben, keine Schöpfung aus dem Nichts, denn von Nichts kommt nichts. Es wurde aus bereits Vorhandenem transformiert, wobei Informationen von Anbeginn entscheidend waren (Am Anfang war das Wort ....). Der Ursprung des Seins ist immaterieller, geistiger Natur.
      Der "Urknall" ist vergleichbar mit der Zeugung eines Kindes im Mutterleib, denn sobald die Eizelle befruchtet ist und die nötigen Informationen zur Verfügung gehen, kann der Schöpfungsprozess bis zur Fertigstellung beginnen.
      Der Schöpfungsakt gerät ausser Kontrolle, wenn sich Fehler im "Informationspaket" einschleichen, beispielsweise bei Erbkrankheiten.
      Das zu Anbeginn des Universums gelieferte "Informationspaket" war fehlerfrei und perfekt, so dass das Universum in Lage ist, Leben hervorzubringen. Die Rahmenbedingungen sind optimal.
      Leben benötigt zu Anbeginn immer Informationen, die stets eine intelligente Quelle aufweisen. Allerdings scheinen diese Informationen bezüglich des Lebens zumindest auf der Erde fehlerhaft zu sein (Krankheit, Tod) und womöglich auch bezüglich der gesamten Schöpfung.
      Das Programm muss neu geschrieben und neu gestartet werden.
    • "Irrsal und Wirrsal".​

      freudenboten schrieb:

      "Tohu wa bohu" war nicht Gott selbst sondern alles AUẞER Gott.

      Aber alles war nicht da, ehe Gott die Welt schuf.
      Daher ist die römische Formulierung "ex nihilo" zumindest missverständlich.
      Martin Buber übersetzte "Tohu wa bohu" mit "Irrsal und Wirrsal".

      Bevor Gott geschaffen hatte (also bevor etwas da war!), war GOTT - DER EWIGE schon da, daher war kein "Nichts"!
      GOTT JEHOWAH - ELOHIM war mit Vater - Sohn - und Geist in sich selbst "vergnügt" - in höchster Liebesgemeinschaft und voller Harmonie.
      MMn. - aber da sind wir unterschiedlicher Auffassung - waren vor der Schöpfung des Weltalls bereits die Engel als vorzeitige Wesen von Gott erschaffen worden.

      »Und der Geist schwebte über dem Wasser." (1.Mose 1,2b)

      Die Bibel sagt uns nicht was vor dem war als "Am Anfang Gott Himmel und Erde schuf" (1Mo 1,1) - also wir wissen nicht was vor "Raum und Zeit" geschehen ist - daher kann es sein, dass die Engel bereits erschaffen waren, was man aus Hi 38,7 folgern könnte, als die Engel jubelten über die Milliarden der Galaxien welche der größte Kreator aller Zeiten ins Dasein rief.

      »Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe« (1.Mose 1,2a) - die Erde war wüst und leer = Tohu wa bohu. Aber warum eigentlich "lag Finsternis auf der Tiefe"? Finsternis hat doch in der Bibel immer negative Bedeutung?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Ich denke sehr wohl, dass der Urknall nicht der Bibel widerspricht. Und ich denke auch nicht, wie hier erwähnt wurde, dass der Urknall der „verzweifelte Versuch der Wissenschaft einen Anfang ohne Gott zu finden“ ist. Naturwissenschaft und „gegen Gott sein“ wird hier leider oft gleich gesetzt. Wissenschaftliche Theorien haben ihren Ursprung allerdings in Fakten, die empirisch erfasst und anschließend interpretiert werden (ob diese Interpretationen nun richtig oder falsch sind ist eine andere Diskussion). Sicherlich haben sie ihren Ursprung nicht in geheimen Plänen von Atheisten dem Rest der Welt glaubhaft zu machen es gäbe keinen Gott (verzeiht mir die vielleicht etwas radikale Ausdrucksweise).


      Der Urknall beschreibt nicht zwingend eine „Explosion ins Nichts aus dem Nichts“, nein, es ist lediglich der Begriff/das Wort für das, was „am Anfang“ passiert ist. Ein kleines Beispiel aus dieser Theorie: wenn empirisch erfasste Fakten besagen, dass sich das Universum ausdehnt (Stichwort Spektroskopie, Rotverschiebung, ...) dann ist doch die Interpretation „Vor einer Sekunde war das Universum noch kleiner als jetzt.“ logisch. Das Gesamtbild besagt dann eben, dass das Universum irgendwann einmal unendlich klein (in einem Punkt/Singulatität) gewesen sein muss. Warum Gott in dieser Schlussfolgerung keinen Platz hätte ist mir schleierhaft. Die Urknalltheorie erklärt nicht wie Leben entstanden ist. Sie ist einzig und alleine der Begriff für das, was „am Anfang“ war und eine plausible Erklärung für den jetzigen Zustand unseres Universums. Was „davor“ war weiß niemand und für mich verstärkt diese Theorie sogar einen Glauben an Gott, denn, jetzt bin ich genau an dem Punkt angekommen, von Nichts kommt nichts.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Finsternis hat doch in der Bibel immer negative Bedeutung?
      Nein, denke ich nicht. Es gibt auch die schlichte Finsternis aus Abwesenheit von Licht.
      Wenn es in einer Höhle finster ist, weil das Licht so tief nicht mehr hineindringt, dann macht das die Höhle nicht böse, sondern das ist einfach so.

      Für uns Menschen bzw. für sehr viele Wesen ist Dunkelheit naturgemäß bedrohlich. Wir sehen Gefahren und Feinde nicht, wir stürzen leichter, was uns, als wir noch in der Natur lebten, unter Umständen sehr zugesetzt hat. Und ja, trotz des noch so schönen Sternenhimmels ist der Tag vergleichweise einfach schöner.

      Erstmal ist es keine moralische Zuschreibung; das tun wir Menschen dann. Natürlich blüht in der Nacht die Kriminalität ("das Böse schläft nie")
      Moralisch kann es nur werden, wenn etwas Geist hat. Ein Tier ist nicht böse! Es hat keinen Geist.
      Ebenso hat die Dunkelheit über den Meerestiefen keinen Geist.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Wurde die Erde zum Tohuwabohu?

      Norbert Chmelar schrieb:

      »Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe« (1.Mose 1,2a) - die Erde war wüst und leer = Tohu wa bohu. Aber warum eigentlich "lag Finsternis auf der Tiefe"? Finsternis hat doch in der Bibel immer negative Bedeutung?
      Unter einem anderen Thema hatte ich schon einmal die Übersetzung von Rabbi Khan erwähnt; der übersetzte 1.Mose 1,2a) so: »Und die Erde wurde wüst und leer.« ---> Also die Erde wurde zum Tohu wa bohu! Hier wird zwischen Gen.1,1 und Gen.1,2 die Zeit der sogen. "Urschöpfung" eingeschoben, wonach auch die Milliarden Jahre der Dinosaurier und der sogen. Urmenschen bzw. Vormenschen vor ca. 1 Million Jahren [bis zum Neandertaler!] hineinpassen würden. Diese Urschöpfung wurde zerstört - also Tohuwabohu! - hervorgerufen durch die "Degeneration" des Lichtengels Luzifer zum Satan. Danach [entweder um 40.000 v.Chr. - bei der theolog. Auffassung von einer lückenhaften bibl. Chronologie! - oder vor ca. 6.000 Jahren (bei lückenloser bibl. Chronologie ergibt sich das Jahr 4.114 v.Chr. als das Datum der Erschaffung Adams!)] schuf Gott neu!
      (Diese Auffassung vertrat auch der Gründer des Missionswerkes Mitternachtsruf, Herr Wim Malgo (1922-1992), in seinem Buch: "Biblische Antworten auf 350 Lebensfragen".)
    • Es gibt in der Bibel keine Erschaffung aus nichts, sondern aus Gott.
      Es geht lediglich um die Frage, ob außer Gott VOR der Schöpfung etwas existierte. Die Antwort der Bibel: Nein.
      Das ist die absolute Finsternis.
      Da hat Martin Buber leider etwas missverstanden unter "tohu wa bohu".
      Vergleiche Hiob 26:6.7. und andere konkordante Stellen.
      Kolosserbrief 1:15.ff.
      Das "Wasser" in Genesis 1:2. ist selbstverständlich poetisch/prophetisch. Deshalb sind "Kreationisten/Biblizisten" auf dem "Holzweg".
    • Als weitere PARALLELE zu "null und nichtig"/Luther: wüst und leer, zu "finster auf der Tiefe"... insgesamt drei Parallelbegriffe.
      Interessant, dass sowohl "Himmel" als auch "Wasser" Pluralformen sind.
      In Majim steckt auch die Wortwurzel für Zeit, "Jom".
      Daher schuf Gott als Erstes nicht nur
      Energieschwingung/Licht, sondern auch Weisheit/Erkenntnis/Information (Sprüche 8:22.-36.)
      und auch ZEIT/Tag.
    • Es wird gerne gesagt: "Wenn es einen Gott gibt, kann er die Welt auch in sechs Tagen erschaffen! Er spricht und es steht da!"

      Es ist aber so, dass sowas nicht geschieht in der Natur. Es steht nichts einfach da, sondern alles muss sich entwickeln, entfalten, erblühen und irgend einmal auch wieder abbauen und vergehen.
      Man bildet sich ein, Gott habe den Dingen nicht die Zeit gegeben, die sie brauchen, um sich auszuformen, obgleich wir das heute überall sehen und erkennen können.
      Und dies meint man, weil in der Bibel steht, es waren sechs Tage - ein eindeutig poetischer und mythologischer Text wird als wissenschaftlicher Fakt behauptet.

      Um "Milliarden" Jahre geht es in meinen Augen nicht. Aber 6 Tage (unsere Tage) waren es nicht.
      Man muss doch mal - finde ich - beobachten, was man in der natürlichen Welt sehen kann (unabhängig von wissenschaftlicher, geologischer Berechnung und Physik, sondern die schlichten Prozesse, die man selbst anschauen kann)
      Es macht nicht *wuuussschhh* und dann ist es da, sowas gibt es nicht. Auch der Mensch bekommt nicht im Mutterleib als Material den Odem eingehaucht und schon ist er ein bewusstes Wesen, sondern das ist ein langer, manchmal auch riskanter und Sorge machender Werdeprozess, in dem auf ganz grandiose Weise Elemente, Stoffe, Codierungen, Wechselvorgänge und allerlei Strukturen und Beziehungen in ein System zusammengeflochten werden, welches dann des Lebens fähig und lebendig ist.

      Das ist wirkliche Meisterarbeit. Nicht eine sprechende Knetfigur.
      Ich halte auch den Gedanken, dass etwas einfach "herbei-gesetzt" oder hingestellt wird - als hätte er die "Sterne wie Funzeln an den Himmel gesteckt" - nicht für sonderlich schön.
      Ebenso, wie gesagt, bezüglich des Menschen oder auch der Tiere.

      So ist das Leben nicht und so verhalten sich die Dinge nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)