Abtreibung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Yppsi schrieb:

      Abgetrieben wurde schon immer und wird immer, ob legal, illegal von irgendwelchen dunklen Geschäftemachern, oder im Ausland.
      Kann man sich darüber streiten, ob das eine Legalisierung rechtfertigte.
      Es wird auch ständig gestohlen und niemand will das StGB ändern, wie auch ständig zu schnell autogefahren wird und man stellt mehr Radarkontrollen auf, anstatt das Gesetz zu ändern....

      Nein, Fakt ist: Das Verhältnis der Menschen unserer Gesellschaft zu Gott hat sich mehrheitlich so geändert, dass das leben nicht mehr ein Geschenk ist, das von ihm kommt. Je, es gibt Ihn gar nicht mehr im Wertesystem Vieler und daher wird die Abtreibung plötzlich zu einem akzeptierten Werkzeug der Geburtenkontrolle - und das Gesetz geändert. Man empört sich über die Selektion im "Dritten Reich" (zu Recht!) und selbst hält man das Abtreiben eines möglicherweise behinderten Menschen für opportun - ja die Geburt eines Kindes, das die Eltern möglicherweise abgetrieben hätten wird juristisch als "Schaden" definiert, für den der Arzt haften soll. Und die Weisheit und Logik dieser Menschen ist so ausgeformt, dass sie den inneren Widerspruch in ihrem Wertesystem gar nicht merken. Für mich eine Situation wie in 1Kor 1,18.19 (Jes 29,14) beschrieben. Tragisch!
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Das Verhältnis der Menschen unserer Gesellschaft zu Gott hat sich mehrheitlich so geändert, dass das leben nicht mehr ein Geschenk ist, das von ihm kommt.
      Ja, mein Bauch gehört mir und das was da drinnen ist auch.............und mit dem kann ich machen was ich will, geht nur mich was an.
    • Yppsi schrieb:

      Ja, mein Bauch gehört mir und das was da drinnen ist auch.............und mit dem kann ich machen was ich will, geht nur mich was an.

      - seid nicht euer seilbst - teuer erkauft - - das ist eben vorgestrig. Wir tun, was wir wollen und in der Bibel steht nichts von Abtreibung *, bei EGW auch nicht (derzeit Thread bei ADvindicate) Und der Heilige Geist kommt ins Gehirn, und das hat der Embryo nicht - - mit den Leuten kanns`t dann über Embryologie : Neuralfalte - Neuralrinne - Neuralrohr streiten. Und ausserdem hat der Ebryo -Fetus grundsätzlich kein Recht auf Leben, der Rechtsschutz beginnt erst mit der Geburt (Was ? wie bitte, da argumentieren wir auf einmal mit dem "weltlichen" Strafrecht ?) - - Aber auch Hinweise auf Epigenetik, Neurobiom, seher frühes Lernen an Einflüssen von aussen - oder die Alkoholembryopathie des ZS - ab dem ersten Schwangerschaftstag - das alles ist "weltliche Wissenschaft" , WIR stehen unendlich weit darüber ( siehe * ) Für uns istdie Bibel (und EGW) oder EGW (und die Bibel) der Massatb aller Dinge ! Basta !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Diskussionen über Abtreibung in einer Kirchengemeinde sollten sich auch auf Lösungen für den sozialen Bereich und die Bedürfnisse der Frauen beziehen. Wir können noch so viel darüber schreiben was Abtreibung in unseren Augen ist .....wir tun ja nichts , das Abtreibung vielleicht verhindern würde.
      Gibt es adventistische Frauenhäuser? Wie viel von unserem Geld geht in Gebäude, wieviel in Stipendien für junge Menschen? Frauen, die alleinerziehend sind, werden sie unterstützt? Hat man u.U. an einer Gemeinde eine Ersatzfamilie, die für fehlende Großeltern, Tanten und Onkel einspringt?
      Was ermutigt denn Frauen in unserer Gesellschaft Kinder zu bekommen? Die Treue der Männer?Die Freundschaft der christlichen Mitmenschen?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Diskussionen über Abtreibung in einer Kirchengemeinde sollten sich auch auf Lösungen für den sozialen Bereich und die Bedürfnisse der Frauen beziehen.
      Nein, noch viel mehr. wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein - - Da geht es um die Atmopshäre in der Gemeinde der Sünder ( "- mangeln des Ruhmes - ") einerseits und der Pahrisäergruppe, welche wir aus dem Begebenheit mit der Sünderin kennen.

      Ich habe noch nie mitrelebt oder erfahren, dass ER sich vor der Gemeinde demütigen musste.
      Ganz anders sieht es bei IHR aus : Vor die Gemeinde gestellt, Schuldbekenntnis ob der Schande, von ihr über die Gemeinde gebracht, Auflagen der Gemeinde ( " - Du heiratest ihn !" - "Nein, ich habe einen unheimlichen Blödsinn gemacht, dem ich nicht noch einen zweiten Blödsinn anfüge." - - Die Schwangere wurde ausgeschlossen. Basta
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Yppsi schrieb:

      Ähmm, ich dachte eigentlich oder hätte nicht gedacht, daß dieses Thema unter gläubigen Christen überhaupt ein Thema ist? Also daß Abtreibung unter Gläubigen vorkommt oder überhaupt daran gedacht wird.
      Klingt aber etwas naiv.......abgesehen davon, dass in den Kirchen viele Menschen auch nicht bekehrt sind, kommen Menschen mit Vergangenheit oder junge Menschen vor, die andere Wege gehen "wollen".......hier geht es ja auch um Seelsorge von Gläubigen für wen auch immer.....
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Hi

      Als Christ ist die Sache eigentlich klar, Abtreibung ist eigentlich ein NoGo. Allerdings bin ich selbst Seelsorger und da sieht das Einzelschicksal oft anders aus. Jeder wirklich gläubige Christ weiss, dass Abtreibung eine Sünde ist. Allerdings erachte ich es in der Seelsorge nicht als geschickt, wenn da noch mehr Druck aufgebaut wird, als sonst oftmals schon vorhanden ist. Meine Aufgabe ist es eine Stütze zu sein und für die betroffene Frau oder das Paar da zu sein unabhängig davon, wie die sich entscheiden. Es liegt nicht an mir zu urteilen, dafür ist Gott zuständig. Ich höre in solchen Situationen vor allem zu und nehme die Person und dessen Anliegen ernst egal ob ihre Meinung meiner entspricht oder nicht.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Pfingstrosen schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Ähmm, ich dachte eigentlich oder hätte nicht gedacht, daß dieses Thema unter gläubigen Christen überhaupt ein Thema ist? Also daß Abtreibung unter Gläubigen vorkommt oder überhaupt daran gedacht wird.
      Klingt aber etwas naiv.......abgesehen davon, dass in den Kirchen viele Menschen auch nicht bekehrt sind, kommen Menschen mit Vergangenheit oder junge Menschen vor, die andere Wege gehen "wollen".......hier geht es ja auch um Seelsorge von Gläubigen für wen auch immer.....
      Rat : "ADvindicate", letzte woche. Oder püberfhapt US - STA - Foren : Die Ultrakonservativsten kommen Dir mit argumenten, dass der heuilihge Geits nur im Gehirn wohnt un der Embryobis zu - -noch kein Hirn hat; dass werde das inspirierte wort der Bibel noch das inspirierte wortvon EGW klar etwas dagegen sagt -"this is Catholic !" - un d , juristisch (US - juristisch, bei uns ist das anders) hat der Enmbryo - Fetus kein Rceht auf Leben, das haben nur geborene Menschen - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Anlässlich des Volksentscheids in Irland pro Abtreibungsmöglichkeit:

      Nach Votum für legale Abtreibung will Dublin rasch Regelung schaffen - derStandard.at

      Ich finde das Thema insofern schwierig als ein Interessensausgleich gemacht werden muss. Was wiegt mehr, das Recht der Frau einen Tötungsvorgang für ein ungeborenes Leben selbst zu entscheiden, oder das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben? Für mich (als Mann wohlgemerkt) ist die Frage bei einer "verschuldeten" (einvernehmlicher Sex) Schwangerschaft klar. Weniger klar ist die Sache bei einer Vergewaltigung.

      Wie würdet ihr das sehen, MUSS eine Frau, ganz egal wie sie zum Kind kam, das Recht des Kindes auf Leben erfüllen?

      Hat eine Frau das Recht (mit all der Verantwortung, die das mit sich bringt!) auf ihren eigenen Körper, auch wenn in dem Körper ein anderer Körper heranwächst?

      Für diejenigen, die Abtreibung unter allen Umständen verboten haben wollen, was wäre aus eurer Sicht eine gerechte Bestrafung für Frauen, die abgetrieben haben? Im rechtlichen Endeffekt ist es der Straftatbestand Mord.

      Wer ist trägt die Schuld an einer Abtreibung? Die Frau, die abtreibt? Der Arzt, der die Abtreibung durchführt? Der Politiker, der von den Menschen gewählt wurde und Abtreibung strafrechtlich ohne Verfolgung möglich macht?




      Mich würden konkrete Antworten auf diese Fragen von euch interessieren. Von einigen wurde es ja schon in diesem Thema beantwortet.
    • tricky schrieb:

      Was wiegt mehr, das Recht der Frau einen Tötungsvorgang für ein ungeborenes Leben selbst zu entscheiden, oder das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben?
      Das zuerst angeführte "Recht" gibt es als solches nicht, oder nur dann, wenn man Menschen grundsätzlich erlaubt andere Menschen zu töten.
      Das tut man zwar, wenn man die Todesstrafe akzeptiert (wie es im AT zu finden ist), wo aber findet sich in der Biel eine Rechtfertigung für das Töten eines Menschen, weil man ihn nicht ernähren, erziehen, betreuen etc. will, oder weil er behindert ist?
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Das zuerst angeführte "Recht" gibt es als solches nicht, oder nur dann, wenn man Menschen grundsätzlich erlaubt andere Menschen zu töten.
      Das stimmt, dieses Recht hat man nicht. Ich meinte mehr die "Freiheit zu tun". Ich hab kein Recht jemand anderen zu töten, aber ich habe die Freiheit (mit allen Konsequenzen) zu handeln, wie ich will bzw. wie Gott es zulässt, dass ich will. Das habe ich gemeint. Es bezog sich auf den freien Willen.
    • Als die Israeliten die Kriege gegen Andersgläubige geführt haben, wurden unter anderem auch die Kinder der Nationen getötet (z.B. 5Mo 20,16-18). Gott hat es explizit befohlen und die Notwendigkeit begründet: "damit sie euch nicht lehren, nach all ihren Greueln zu tun, die sie ihren Göttern getan haben".

      Die Sache mit der Vergewaltigung gab es schon damals. Der Vergewaltiger sollte hingerichtet werden. Über das Schicksal des Kindes - ob noch im Mutterleib oder Neugeboren - wird nichts berichtet. Man kann also nicht einfach sagen, es wäre gestattet, das Kind eines Vergewaltigers abzutreiben. Denn die Möglichkeit der Abtreibung oder des Tötens eines Neugeborenen wäre auch damals möglich gewesen. Aber die Bibel sagt dazu nichts.

      Ich versuche eine Parallele (möglicherweise nicht ganz treffend) zu machen. Saulus hat viele Gläubige hinrichten lassen. Nach seiner Bekehrung hat die Gemeinde Gott gelobt und gedankt, dass aus einem grausamen Verbrecher ein absolut vorbildlicher Heiliger und Nachfolger Christi geworden ist. Wie haben in diesem Fall aber die Eltern oder Kinder ihrer durch diesen Mann umgebrachten Angehörigen reagiert? Haben sie bedingungslos vergeben und ihn als ihren Bruder annehmen können? Oder konnten sie für sich eine Ausnahmeregelung aus Jesu Lehre ableiten, die sie dazu berechtigt hat, den Paulus weiterhin für einen Verbrecher zu halten und ihn völlig zu meiden? Wie konnten die Betroffenen ihre tiefen Wunden heilen, als sie dem bekehrten Paulus in die Augen schauen mussten?

      Worauf ich hinaus will: die gestellte Frage läuft darauf hinaus, was die Vergebung wirklich bedeutet und ob Gott die uns zugefügten Wunden wirklich heilen kann. Was bedeutet es, eigene Feinde zu lieben? Was ist auch mit der bisher nicht erwähnten Option, dass das Kind des Vergewaltigers bis zu Ende ausgetragen, und danach einfach abgegeben wird?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • HeimoW schrieb:

      Es wird auch ständig gestohlen und niemand will das StGB ändern, wie auch ständig zu schnell autogefahren wird und man stellt mehr Radarkontrollen auf, anstatt das Gesetz zu ändern....

      Nein, Fakt ist: Das Verhältnis der Menschen unserer Gesellschaft zu Gott hat sich mehrheitlich so geändert, dass das leben nicht mehr ein Geschenk ist, das von ihm kommt. Je, es gibt Ihn gar nicht mehr im Wertesystem Vieler und daher wird die Abtreibung plötzlich zu einem akzeptierten Werkzeug der Geburtenkontrolle - und das Gesetz geändert.
      Ich will mich nicht dafür einsetzen, dass Abtreibung verharmlost wird und man es zu oberflächlich als Werkzeug zur Geburtenkontrolle ansieht, das wird doch auch dem Problem niemals gerecht. Keine Frau, die mir in meinem Leben begegnet ist und den Mut hatte zuzugeben, dass sie abgetrieben hat,hat es jemals überwunden, dass sie eine folgenschwere Entscheidung getroffen hat. Bisher habe ich nur Frauen getroffen, die Partner hatten, die die Kinder nicht wollten und sie deshalb in eine verzweifelte Situation kamen und sich nicht getrauten sich für das Kind zu entscheiden. Am Ende zerbrachen die Beziehungen und die Schuld beeinflusste das gesamte Leben, wenn auch vordergründig nicht erkennbar.
      Jede Frau erzählte mir, dass sie sich bessere Aufklärung und Alternativen gewünscht hätte.
      Alle waren froh, dass sie nicht auch noch kriminalisiert oder in Hände von irgendwelchen Pfuschern gekommen sind.
      Die Statistik verwundert mich und es enttäuscht mich, wieviele Kinder in Ehen abgetrieben werden.
      Abtreibung - Daten und Statistik
      Es wundert mich auch, dass man so viel über die Frau und nicht über die ebensovielen Männer spricht, die hier genau so beteiligt sind. Wo sind die engagierten Männer, die lautstark für Kinder und Familie, im Zusammenhang mit Sex (von nichts kommt nichts),diskutieren.
      Ein verschwindend kleiner Teil der nicht gewollten Kinder ist aus einer Vergewaltigung entstanden.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Worauf ich hinaus will: die gestellte Frage läuft darauf hinaus, was die Vergebung wirklich bedeutet und ob Gott die uns zugefügten Wunden wirklich heilen kann. Was bedeutet es, eigene Feinde zu lieben? Was ist auch mit der bisher nicht erwähnten Option, dass das Kind des Vergewaltigers bis zu Ende ausgetragen, und danach einfach abgegeben wird?
      Was mir aufgefallen ist ist, dass sich die Frauen selbst nicht vergeben konnten und Verhaltensweisen entwickelt haben, die sie vielleicht ohne dieses Trauma nicht entwickelt hätten.
      Hilfreich war zu sehen, dass Gott ein vergebender Gott ist und zu 100% jeder Mensch vor ihm schuldig geworden ist.
      Eine Frau, die Täterin und Opfer einer Abtreibung geworden ist, ist nicht schlechter als ein anderer Mensch.
      Vor Gott ist sie nicht schlechter als ein Mensch, der ein anderes Gebot übertreten hat. Das sollte den Leuten, die sich überheben, bewusst sein.
      Eine Hilfe ist, die Vergebung Gottes anzunehmen und weitere Schäden zu begrenzen, wenn man auch sich selbst vergibt.
      Jesus ist Heiland! Hier geht es auch um das Heil werden.
      Das muss den Betroffenen auch gesagt werden.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Blöde, aber ernst gemeinte Frage: Gibt es Statistiken darüber, wie viele Frauen es gibt, die es bereuen und große Probleme damit haben, NICHT abgetrieben zu haben?

      Ich muss da an Ben Carson denken, von dem ich mal folgende Fragen gehört habe, die man sich vor wichtigen Entscheidungen stellen sollte:

      Was ist das beste, was passieren kann, wenn ich es tue? Was ist das schlechteste, was passieren kann, wenn ich es tue?
      Was ist das beste, was passieren kann, wenn ich es NICHT tue? Was ist das schlechteste, was passieren kann, wenn ich es nicht tue?

      (Ich nehme an, diese Fragen hat Ben Carson auch nur von jemand anderen.)

      Klar ist, wir wissen nicht mit absoluter Sicherheit, welche Folgen unsere Entscheidungen haben. Die Fragen sollen deshalb auch nur zum Nachdenken und Reflektieren der eigenen Situation anregen - um bessere Entscheidungen treffen zu können.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • tricky schrieb:

      Anlässlich des Volksentscheids in Irland pro Abtreibungsmöglichkeit:

      Nach Votum für legale Abtreibung will Dublin rasch Regelung schaffen - derStandard.at

      Ich finde das Thema insofern schwierig als ein Interessensausgleich gemacht werden muss. Was wiegt mehr, das Recht der Frau einen Tötungsvorgang für ein ungeborenes Leben selbst zu entscheiden, oder das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben? Für mich (als Mann wohlgemerkt) ist die Frage bei einer "verschuldeten" (einvernehmlicher Sex) Schwangerschaft klar. Weniger klar ist die Sache bei einer Vergewaltigung.

      Wie würdet ihr das sehen, MUSS eine Frau, ganz egal wie sie zum Kind kam, das Recht des Kindes auf Leben erfüllen?

      Hat eine Frau das Recht (mit all der Verantwortung, die das mit sich bringt!) auf ihren eigenen Körper, auch wenn in dem Körper ein anderer Körper heranwächst?

      Für diejenigen, die Abtreibung unter allen Umständen verboten haben wollen, was wäre aus eurer Sicht eine gerechte Bestrafung für Frauen, die abgetrieben haben? Im rechtlichen Endeffekt ist es der Straftatbestand Mord.

      Wer ist trägt die Schuld an einer Abtreibung? Die Frau, die abtreibt? Der Arzt, der die Abtreibung durchführt? Der Politiker, der von den Menschen gewählt wurde und Abtreibung strafrechtlich ohne Verfolgung möglich machen.


      Mich würden konkrete Antworten auf diese Fragen von euch interessieren. Von einigen wurde es ja schon in diesem Thema beantwortet.
      1. Was wiegt mehr, das Recht der Frau einen Tötungsvorgang für ein ungeborenes Leben selbst zu entscheiden, oder das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben? Natürlich das Recht des ungeborenen Kindes!
      2. MUSS eine Frau, ganz egal wie sie zum Kind kam, das Recht des Kindes auf Leben erfüllen? Nicht, wenn das Leben der Mutter auch in Gefahr wäre! Bei einer Vergewaltigung ist dies schwierig! Frau könnte das ihr aufgezwungene Kind ja zur Adoption freigeben!
      3. Hat eine Frau das Recht (mit all der Verantwortung, die das mit sich bringt!) auf ihren eigenen Körper, auch wenn in dem Körper ein anderer Körper heranwächst? Die Frage ist unsinnig, da in ihrem Bauch auch ein Mensch ist!
      4. Was wäre aus eurer Sicht eine gerechte Bestrafung für Frauen, die abgetrieben haben? Es geht nicht um Bestrafung für Frauen, die abgetrieben haben, sondern um den Schutz des ungeborenen Lebens! Auch der Mann, der oft die Frau zur Abtreibung drängt, gehört bestraft! Jedenfalls kann es was »das Menschenrecht auf Leben« betrifft nicht angehen, dass zwar die Abtreibung »rechtswidrig« ist, die Frau aber straflos abtreiben kann! Eine angemessene Strafandrohung wäre vielleicht "1 Jahr - 3 Jahre Gefängnis" (?)
      5. Wer trägt die Schuld an einer Abtreibung? Die Frau, die abtreibt? Der Arzt, der die Abtreibung durchführt? Der Politiker, der von den Menschen gewählt wurde und Abtreibung strafrechtlich ohne Verfolgung möglich macht. Die Frau hat moralische Schuld - aber genauso der Mann, der die Frau zur Abtreibung drängt! Der Abtreibungsarzt ist der Mörder, gehört härter bestraft wie die Frau (? 5 - 7 Jahre Gefängnis ?). Auch Politiker, die das ungeborene Leben nicht besser schützen und die ca. 100.000 Abtreibungen aus sozialen (!!!) Gründen als gegeben hinnehmen, sind daran Schuld!

      PS: Viel gewonnen wäre bereits, wenn man die Abtreibung aus sozialen Gründen verbieten würde!
      Abtreibungen bei Abwägung Leben der Mutter - Leben des Kindes, nach Vergewaltigung und bei behindertem Kind würde ich vorerst Mal nicht verbieten.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      tricky schrieb:




      Mich würden konkrete Antworten auf diese Fragen von euch interessieren. Von einigen wurde es ja schon in diesem Thema beantwortet.
      Abtreibungen bei Abwägung Leben der Mutter - Leben des Kindes, nach Vergewaltigung und bei behindertem Kind würde ich vorerst Mal nicht verbieten.
      Sehe ich anders.
      Nur einer schenkt Leben und darf es nehmen!

      Trotzdem bin ich gegen Verbieten.
      Wenn's verboten ist, ist es zwar illegal, aber getan wird es trotzdem.
      Dann lieber legal in einer sauberen Klinik, als wer weiß wo.
      Klar könnte man dann sagen, "ja dann braucht man ja überhaupt nichts mehr verbieten".
      Aber dieses Thema ist halt eins, daß nicht so ohne Weiteres mit anderen in einen Topf geworfen werden kann.
    • Pfingstrosen schrieb:

      Es wundert mich auch, dass man so viel über die Frau und nicht über die ebensovielen Männer spricht, die hier genau so beteiligt sind. Wo sind die engagierten Männer, die lautstark für Kinder und Familie, im Zusammenhang mit Sex (von nichts kommt nichts),diskutieren.
      Nicht als Generalisierung, aber als Erfahrung: Vor wenigen Wochen hat ein junges Mädchen ein Kind abgetrieben, gegen den Willen des (jungen) Mannes, mit dem sie bereits ein Kind hat.

      Es ist jedenfalls so, dass Männer Frauen zur Abtreibung drängen können (wird häufig thematisiert), aber auch anders rum, dass Frauen abtreiben, egal was der Mann dazu meint (wird kaum thematisiert).

      Im Übrigen geht es (mir / hier) nicht darum jemanden zu kriminalisieren, aber es ist eine gesellschaftspolitische Frage und dazu habe ich eine klare Meinung.
      Liebe Grüße, Heimo