Älteste in der Gemeinde

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Altor schrieb:

      Aber mir scheint, dass die Ältesten nicht sehr beliebt in den adventistischen Gemeinden sind, wenn immer nur von "Führung" gesprochen wird.

      Da ist bis jetzt noch kein Kommentar gekommen, wie z.B.:

      "sie belehren die Gemeinde" (Lehrer),
      "sie schützen die Gemeinde" (Hirten),
      "sie sprechen Mut zu" (Seelsorge),

      Das ist ja ein seltsames Verständnis von Begriffen! Erstens ist die Aufgabe und notwendige Tätigkeit simpel Lehre, Schutz und Führung und Seelsorge. Dies umfasst auch Sozialfälle, Kranke und Querulanten.

      Und die Zahl der Ältesten, welche ich Dir nennen könnte, welche selbst noch lange nach ihrem Tod den nächsten Generatioinen als Vorbild beim Kaffee genannt werden, wäre sehr lang.

      Von "Nicht sehr beliebt" - das ist blanker Unsinn! Sie sind ja nicht als Generalkonferenzkommissäre der einzelnen Gemeinde von oben "aufs Aug gedrückt"!

      Missgriffe des Ernenenungsausschusses auf "Nieten" kommen vor; so etwas ist bei der nächsten Wahl (Wahlperiode 1 Jahr ! - - kann mit Abstimmung / Zustimmung der Gemeinde verlängert werden !)
      korrigierbar.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Altor schrieb:

      Aber mir scheint, dass die Ältesten nicht sehr beliebt in den adventistischen Gemeinden sind, wenn immer nur von "Führung" gesprochen wird.
      Hallo Altor ich fühle mich geliebt und respektiert!
      Alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen und nach Gabe und Zeit und Dringlichkeit erledigt.

      Alleine das wir eine wöchentliche Studienanleitung im Gottesdienst besprechen, Welweit gleiches Thema, werden viele Fragen klar aber auch respektvoll behandelt. Das ist in der Adventgemeinde eine Einrichtung die viel dazu beiträgt,das das Wort Gottes nicht nur oberflächlich gestreift oder einseitig ausgelegt wird.

      Dadurch ergibt sich eine Grundlage die auf biblischem Fundament steht und nicht von "Ältesten" beeinflusst,oder "Gemeindeunterschiedlich" ausgelegt, wie es bei Baptisten und Mennoniten gehandhabt wird.

      Wir haben in Neuwied einige Brüdergemeinden,die sich aber nicht unbeding freundlich gesinnt sind...

      Bei uns dürfen Frauen ohne Kopftuch am Gottesdienst teilnehmen,auch Hosen tragen und neben den Männern sitzen.

      Komm in eine STA Gemeinde, da wirst Du eine ganz andere Atmosphäre erleben als Fremder bei Euch.

      Vorher würde ich an Deiner Stelle vorsichtig mit Beurteilungen sein.
    • Bogi111 schrieb:

      Wir haben in Neuwied einige Brüdergemeinden,die sich aber nicht unbeding freundlich gesinnt sind...

      Bei uns dürfen Frauen ohne Kopftuch am Gottesdienst teilnehmen,auch Hosen tragen und neben den Männern sitzen.
      Und solche Gemeinden meinen dann, dass die STA, extrem gesetzlich sei.

      @Altor

      Guter Hirten-und Seelsorgedienst in einer christlichen Gemeinde ist auf jeden Fall sehr gut, wenn dann diese Dienste im "Geist Gottes" geführt werden.

      Meine persönlichen Erfahrungen mit "Ältesten", waren in dieser Hinsicht alles andere als gut. Ich erlebte sie als selbstgerecht verurteilend, überheblich und diskriminierend Frauen gegenüber... ja,sie versuchten autoritär eine „heile Welt“ durchzusetzen.... Nach außen hin wurde dies von der Gemeinde auch so gelebt, inoffiziell gab es dann doch viel Not und Sünde, die nicht gezeigt werden durfte.
      In solchen Fällen sind dann Geschwister nicht zu den Ältesten“ gegangen, sondern zu Freunden oder Menschen die außerhalb der Gemeinde standen - wo sie eben nicht abgelehnt wurden.

      Aktuell kenne ich Geschwister aus verschiedenen Gemeinden, die niemals zu ihren "offiziellen Seelsorger" gehen - weil sie eben auch genug erlebt haben.

      Ich könnte dir hier viel über "geistlichen Missbrauch" durch "Älteste" berichten!!

      Ich möchte mir aber den heutigen Tag nicht verderben. ...

      Christen, die noch am Anfang ihres Glauben stehen - vor allem Frauen - wurden/werden nicht selten in ihrem Glauben erschüttert...(War bei mir "Gott sei Dank" nicht der Fall).

      Ja, Frauen dürfen dann Frauen seelsorgerlich im Glauben betreuen, wenn zuvor die "Selbstgerechten" über sie hergefallen sind....

      In der Adventgemeinde, sofern ich das beurteilen kann, wird dieser „Ältesten Dienst“, so wie du das beschreibst, nicht praktiziert.,welches ich eher als sehr angenehm empfand. Frauen diskriminierendes Verhalten habe ich ebenfalls bei den STA nicht erlebt.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Bogi111 schrieb:

      Vorher würde ich an Deiner Stelle vorsichtig mit Beurteilungen sein.
      Lieber Bogi111.

      Ich habe keine Beurteilungen abgegeben!
      Meine Frage lautete ursprünglich, wie der Dienst der Ältesten in der adventistischen Gemeinde ausgeübt wird, wie das also in der Praxis bei euch gehandhabt wird. Da kamen dann nur kurze Kommentare über "Führung" und "Leitung" usw. Daraufhin habe ich nur geschrieben, dass es mir den Eindruck vermittelt, dass die Ältesten nicht sehr beliebt sind. Wenn ein Außenstehender den ganzen Thread ließt (da kam z. B. die Meldung "sie befehligen"), bekommt man dieses Bild. - Ganz einfach!

      Das du aber gleich mit erhobenen Finger auf andere Glaubensgemeinschaften wie z.B. Baptisten, Mennoniten, Brüdergemeinden zeigst, und damit sagen willst "wir machen es besser" finde ich nicht ganz so schön. Wie der Beitrag von Elli59 zeigt, gibts auch in der Adventgemeinde genug Probleme (geistlicher Missbrauch), da wir alle unvollkommen sind und Fehler machen.

      Aber ich werde deinen Vorschlag gerne beherzigen und an einem der nächsten Sabbate eine STA-Gemeinde besuchen, vielleicht bekomme ich da tiefergehende Antworten auf meine Frage.
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)
    • Altor schrieb:

      Wie der Beitrag von Elli59 zeigt, gibts auch in der Adventgemeinde genug Probleme (geistlicher Missbrauch), da wir alle unvollkommen sind und Fehler machen.

      Elli59 schrieb:

      In der Adventgemeinde, sofern ich das beurteilen kann, wird dieser „Ältesten Dienst“, so wie du das beschreibst, nicht praktiziert.,welches ich eher als sehr angenehm empfand. Frauen diskriminierendes Verhalten habe ich ebenfalls bei den STA nicht erlebt.
      Irgendwie lese ich das was Elli59 schrieb gegenteilig zu dem wie Altor das reflektiert... ??

      Nicht dass ich die STA für vollkommen hielte, aber....
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Geistlicher Missbrauch, in einer Gemeinde, hat oftmals unterschiedliche Ursachen oder Motivationen, und es ist nicht nur ein Problem einer Denomination .

      Wenn „Älteste“ oder auch Pastoren, nach einem patriarchalischen und herrschsüchtigen Prinzip eine Unterordnung der Geschwister einfordern, und die Gemeindeglieder das freiwillig so wollen, darf und kann ich das akzeptieren.
      Für mich ist das zu heftig, aber wenn andere das so möchten....geht mich nichts an..

      Ich akzeptiere aber nicht, wenn diese „Ältesten“ sich gleichzeitig den Hirten- und Seelsorgedienst auf ihre „Fahne“ schreiben.
      Der Hirtendienst wird in Gottes Wort so beschrieben, dass die Schafe die führende und schützende Stimme des Hirten kennen und ihn freiwillig folgen... Es steht dort nicht, dass die Schafe den Hirten, im Sinne einer Unterordnung, folgen müssen....

      Im Seelsorgedienst begegnete Jesus den Menschen immer auf „Augenhöhe“, nie mit einer herablassender Einforderung von Gesetz und Ordnung. ER sprach natürlich auch über die Auswirkung von Sünde...aber im Verhältnis zu seiner Barmherzigkeit gesehen, nicht so oft.
      ( In Sinne von Sünde und Buße tun, war Johannes der Täufer ein Wegbereiter Jesus)
      Auch hier keine Unterwürfigkeit um „Seelsorge“ empfangen zu können. Die weltliche „Seelsorge“ kann auch nur nach dieser Grundausrichtung funktionieren.

      Des Weiteren kommt noch hinzu, nach meinen Erfahrungen und Berichten anderer Geschwister ( meistens Frauen), dass die Ältesten oftmals nicht die vorgeschriebene „Schweigepficht“ einhalten. Vor einem Jahr bekam ich von einer lieben Schwester berichtet, dass ein Ältester, wegen mangelndem Zuhören, ihr Problem nicht verstanden hätte.

      Eine kurze Zeit später wurde sie dann,vor einem Ältestenrat, regelrecht vorgeführt.
      Also, eine falsch verstandene Problematik, mit brechen der Schweigepflicht, die dazu führte, dass eine Schwester ungerechtfertigt einer Sünde bezichtigt wurde, die wiederum zu einer Verurteilung durch den Ältestenrat führte.(gemaßregelt und erniedrigt)
      Nur ein Beispiel für „geistlichen Missbrauch“ durch falsch verstandene Seelsorge und Machtmissbrauch

      Das Allerschlimmste an dieser Geschicht, ist die resultierende „Glaubenskrise“ der betreffenden Person, die im Vertrauen auf einen „Diener Gottes“ ihr innersten Seelenleben preisgab... :(
      Gerade Geschwister die noch am Anfang ihres Glauben stehen, sind hier besonders empfindsam.
      Erst nach einem halben Jahr, und mit viel Gebet und Bibellesen, konnte diese Schwester wieder zum lebendigen Glauben zurückfinden.

      Vor 10 Jahren, hatte ich Kontakt mit so einer Vorgehensweise der "Seelsorge". Ich teilte den „Führenden“ meine Sichtweise mit, bekam heftigen Gegenwind auf der Gefühlsebene, ohne biblische Begründung,
      Noch heute trifft mich der Vorwurf (hintenrum), aus dieser Ecke, dass ich mich nicht unterordnen könne. Meistens sage ich dann, dass ich diesen Vorwurf als Kompliment ansehe. :D

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Wenn „Älteste“ oder auch Pastoren, nach einem patriarchalischen und herrschsüchtigen Prinzip eine Unterordnung der Geschwister einfordern, und die Gemeindeglieder das freiwillig so wollen, darf und kann ich das akzeptieren.
      Hallo Elli, auch wenn ein "Grund" vorhanden wäre, ist es die Verantwortung eines Leiters die Geschwister zu eigenständigen denkenden und Handelnden Christusnachvollgern zu führen und nicht Machtmissbrauch zu pflegen.
      Irgenwann sollte ein Christ auch feste Speise vertragen und selbst Verantwortung für andere übernehmen.

      Ich habe früher erlebt ,das sich ein Prediger einer besonderen Vollmacht ausgestattet gefühlt hat und entsprechend dominant aufgetreten ist.
      Als Ältester oder Gemeindeleiter, ist man mit anderen Aufgaben betraut als der erste Diakon.

      Seelsorge ist auch ein ganz heikles Thema,wo wir lieber 10 mal vorher Beten und Nachdenken sollten, bevor wir handeln. Aber um des Friedens willens ist es manchmal nötig, deutlich zu werden und nach biblischen Prinzip zu handeln,wenn es unter 2,4 oder 6 Augen nicht fruchtet,es der Ganzen Gemeinde vorzutragen.

      Die Bitte Jesu an Petrus seine Gemeinde zu Weiden muss für Ihn als Draufgänger, eine ganz besonders schwere Vorbildfunktion gewesen sein.

      Deshalb ist der Dienst,die Aufgaben und Fehler , eine gute Charakterschule in der Gemeinde, durch Jesus "geheiligt" zu werden.... ;)
    • Bogi111 schrieb:

      Hallo Elli, auch wenn ein "Grund" vorhanden wäre, ist es die Verantwortung eines Leiters die Geschwister zu eigenständigen denkenden und Handelnden Christusnachvollgern zu führen und nicht Machtmissbrauch zu pflegen.
      Irgenwann sollte ein Christ auch feste Speise vertragen und selbst Verantwortung für andere übernehmen.
      Bogi, du hast schon recht. Jeder darf letztlich für sich selbst Verantwortung tragen. Ein Leiter bekommt natürlich mehr Verantwortung von Gott zugewiesen. Wird diese Verantwortung missbraucht, hat das natürlich Auswirkungen..

      Nun ist es aber so, dass viele Christen sich eine Gemeinde nach ihrem "Empfinden" aussuchen, d.h. manche mögen eine Gemeinde mit festen oder sogar starken Vorgaben - um sich sicher zu fühlen. Andere wiederum gehen z.B in eine charismatische Gemeinde, wo sie in jedem zweiten Satz eine künstlich aufgesetzte Liebe Gottes übergestülpt bekommen ( nur als Beispiel)..
      Grundsätzlich machen wir doch alle unterschiedliche Fehler aufgrund unserer Persönlichkeit. Manche müssen durch eine harte Schule in der Heiligung, andere haben es leichter...aber unser Gott kann viele unserer Fehler hinnehmen und wieder gerade bügeln..
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Hi

      Ich bin ja Neuapostolisch und bei uns gibt es das Amt des Ältesten resp. wird dieses Amt nur auf Bezirksebene ausgeführt. Man muss dazu wissen, dass unsere Kirche hirarachisch aufgebaut ist. Die Einzelnen Gemeinden sind in Bezirke zusammengefasst, diesem Bezirk steht in der Regel ein Ältester vor. Es ist aber nicht so, dass dieser alleine alles entscheidet, er ist vielmehr für Organisatorisches zuständig, wie die Einteilung der Prediger auf die Gemeinden.

      Liebe Grüsse
      DonDomi