"der Buchstabe tötet" - Wie das?

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    • "der Buchstabe tötet" - Wie das?

      Hab' heute einen Vortrag mit Diskussion über die Bedeutung der Bibel und darüber, wie man die Bibel lesen oder Gottes Wort aufnehmen könne, besucht. Der vortragende und moderierende Pastor fragte unter anderem danach inwiefern der Buchstabe töte. Gemeint ist offenbar Vers 6 aus dem 3. Kapitel des 2. Briefes an die Korinther (2 Kor 3, 6).

      Bibelstelle

      Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen! Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen. Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.


      Mein Deutungsvorschlag war, dass es nicht auf buchstäbliche Auslegung und oberflächliche, vordergründige Befolgung der Wörter ankomme, sondern auf die Bedeutung, den Zusammenhang, den Sinn, darauf, das wesentliche zu verstehen und zu befolgen.

      Der Pastor deutete die Stelle anders. Ich versuche seine Erklärung wiederzugeben: Wenn man die Bibel ohne Glauben und nur als ein Buch wie viele andere lese, dann zeige einem die Bibel nur die eigenen Fehler und die menschlichen Unzulänglichkeit auf. (Ich ergänze im Folgenden auch, was er nicht ausdrücklich gesagt, aber anscheinend gemeint hat.) Wenn man die Bibel ohne Glauben lese, fallen die Verheißungen der Bibel für einen weg, das heißt werden belanglos, weil man sie als unglaubwürdig auffaßt. In diesem Sinne führe eine Lektüre der Bibel ohne Glauben nicht zum Leben, sondern nur ins Elend.

      Ungefähr so.


      Eure Meinungen?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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    • Daniels schrieb:

      Wenn man die Bibel ohne Glauben und nur als ein Buch wie viele andere lese, dann zeige einem die Bibel nur die eigenen Fehler und die menschlichen Unzulänglichkeit auf. (Ich ergänze im Folgenden auch, was er nicht ausdrücklich gesagt, aber anscheinend gemeint hat.) Wenn man die Bibel ohne Glauben lese, fallen die Verheißungen der Bibel für einen weg, das heißt werden belanglos, weil man sie als unglaubwürdig auffaßt. In diesem Sinne führe eine Lektüre der Bibel ohne Glauben nicht zum Leben, sondern nur ins Elend.
      Ich möchte jetzt nur kurz antworten:
      Bei der angegebene Bibelstelle meine ich, dass der Heilige Geist selbst Zeugnis gibt, ob jemand, oder eine Gemeinde vom "Herzen" beschnitten ist oder nicht. Der "Buchstabe" ohne Heiligen Geist ist nichts...er ist tot..
      Die Auslegung des Pastor finde ich seltsam. Wenn ich zum Bibellesen eine Voraussetzung mitbringen muss, um überhaupt die Bibel zu verstehen...echt seltsam.
      Der "Glaube"kann durchs Bibelstudium kommen, ebenso der Glaube an die Verheißungen. Der Heilige Geist, der von Gott kommt, schenkt uns den "Glauben"den wir benötigen. Deswegen sollten wir vor dem Bibelstudium um den Heiligen Geist bitten, der uns die Schrift erklärt.

      Wenn man die Bibel ohne Glauben liest, erkennt man auch seine eigenen Fehler nicht, wie soll das gehen?

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Von der Wortwahl her muss ich an Röm 7 und 8 denken:

      Bibelstelle

      Röm 7, 10 ich aber starb. Und so fand sich's, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war. ...8, 2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.


      Hier geht es auch um das Gesetz des Alten Bundes, das den Tod brachte ("ich aber starb .... das Gebot mir den Tod brachte") .
      Im Gegensatz zum Gesetz des Geistes im Neuen Bund ("der lebendig macht ... hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes".)


      Ich denke, hier geht es darum, dass es für den Menschen unmöglich ist, in fleischlicher Anstrengung das Gesetz so zu erfüllen, dass er sich das verheissene Leben verdient.
      Wie es heisst:

      Bibelstelle

      5. Mose 30, 15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse.16 Wenn du gehorchst den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst du leben und dich mehren, und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, in das du ziehst, es einzunehmen.


      Keiner hat Gottes Gebote so befolgt, dass er das Leben und das Gute dadurch verdient hat - also sind alle dem Tod und dem Bösen verfallen:

      Bibelstelle

      Röm 3, 12 Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3). ....23 sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,


      Das Gebot war den Menschen gegeben, dass sie dadurch leben sollten - es gereichte ihnen aber zum Tod (s. Röm 7), weil sie ungehorsam waren.

      Im neuen Bund stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz des tötenden Buchstabens, sondern unter dem "Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus" (Röm 8,2). Der Fluch , den die Menschen auf sich geladen haben, wurde am Kreuz bezahlt (Gal 3,13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«,) damit wir leben.

      Durch den Heiligen Geist.

      Und der führt uns zu einer neuen Befolgung des Gesetzes.
      Nicht fleischlich, den Buchstaben nach.
      Sondern getrieben vom Geist, der in uns die Liebe zu Gott als Frucht hervorbringt, die Liebe, die gar nicht anders kann, als nach seinem Willen zu fragen und sich danach zu richten.

      Bibelstelle

      Gal 4, 4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,5 damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
    • Alles was bisher hier geschrieben wurde ist sehr gut!

      Ich denke bei "....und der Buchstabe tötet!" v.a. auch an das Verhalten der Pharisäer und Schriftgelehrten und deren Selbstgerechtigkeit! Sie hatten die Thora (=5 Bücher Moses = Das Gesetz) und den
      ganzen Thanach [= Das Alte Testament(AT)] und doch haben sie es nicht "mit dem Herzen gelesen", sondern nur nach dem "toten Buchstaben" - also ohne den (Heiligen) Geist!

      Zu den 613 Mosaischen Geboten hatten sie noch zig Tausende Ausführungsbestimmungen erlassen, welche die Menschen nur knechteten - sie verschärften - im Gegensatz zu Jesus - sozusagen auch die Gesetze - aber nicht "in moralischer Hinsicht" - wie bei Jesus - sondern in rein formaler Hinsicht! Hätten Sie ihr AT mit dem Herzen gelesen, so hätte sie ihren Messias JEHOSCHUA erkennen müssen und "nicht das Himmelreich vor den Menschen verschlossen" , wie es Jesus ausgedrückt hatte! (siehe z.B. Matth.23,13)
    • Daniels schrieb:

      Ich hab' ihn so verstanden, dass einem, wenn man die Bibel ohne Glauben liest, nur die eigenen Fehler und menschlichen Unzulänglichkeiten aufgezeigt werden.
      Ich denke, dass der Geist Gottes uns die Bibel auslegt. Dazu gehört Sünde zu erkennen und unsere Verlorenheit in der Sünde. Als nächster Schritt kommt die Erkenntnis, dass wir einen Erlöser brauchen, den wir in Jesus Christus finden.
      So mancher fühlt sich elendig, weil er seine Sünden sieht, aber den "Erlöser"" aus Gnaden (noch) nicht gefunden hat...(Römer 7) Paulus beschreibt in Römer 8, dass dieser Erlöser uns vom Fluch der Sünde und des Todes freigekaufte. Hierzu gehört nicht nur unsere Errettung, sondern auch die Reinigung unseres Charakters von unseren Verfehlungen. Jesus Blut überdeckt unsere Sünden und reinigt uns von unserer Neigung zur Sünde.

      Unser Geist ist von Sünde und Tod freigekauft worden. Vom Fluch - sündigen zu müssen - sind wir ebenfalls frei (Römer 8). Wir sündigen zwar aus Schwachheit, weil unser Fleisch uns immer wieder verführt, können aber im Geist Gottes, der stärker ist als das Fleisch, die Sünde überwinden.

      Leider ist unser Fleisch noch nicht erlöst (Alterung und Tod), wird aber erlöst werden, wenn wir einen neuen Körper bei der Auferstehung aus den Gräbern bekommen. Wir dürfen an die Verheißung, welche uns verspricht, dass wir von Sünde und Tod eines Tages komplett frei gemacht werden, glauben. Am Ende haben wir die Verheißung, dass es keinen Tod und keine Sünde mehr geben wird. Tod und Sünde hat Jesus am Kreuz getragen, vollbracht und besiegt.

      Wenn ich die Bibel ohne den Heiligen Geist lese, kann ich meine Sünden nicht erkennen. In diesem Fall ist sie nur ein Regelwerk mit der Aussicht aufs Paradies, wenn du die Regeln befolgst.- Diese Selbsteinschätzung führt schnell zur "Überheblichkeit", wenn du dir einbildest alles richtig zu machen - so wie die Pharisäer. Sie erkannten ihre Sünden nicht, obwohl sie die Schrift studierten.

      Die Pharisäer, die offensichtlich keinen Glauben hatten, fühlten sich in ihren Sünden nicht elendig und verloren, im Gegenteil.
      Sie benutzten ihre Religion, um Macht und Ansehen vor dem Volk auszuleben. ( gab`s schon immer und wird es auch immer geben)

      Beschenkte schrieb:

      Das Gebot war den Menschen gegeben, dass sie dadurch leben sollten - es gereichte ihnen aber zum Tod (s. Röm 7), weil sie ungehorsam waren.
      Das stimmt schon, aber das Gebot zeigt uns auch, dass wir nicht sündlos leben können. Die Gebote dienen im NT ebenso zur Offenbarung unserer Sündhaftigkeit wie im AT. Sie offenbaren, dass wir die Gebote nicht vollständig halten können. Würden wir sie alle halten können, hätten wir bereits jetzt schon das Paradies und die Befreiung vom Sterben. Sicherlich, der Geist der in unserem Herzen wirkt, zeigt uns die Gebote und befähigt uns sie zu halten.
      Im NT sind wir noch Sünder, die an die Erlösung und Reinigung durch Jesus Christus am Kreuz glauben.

      Beschenkte schrieb:

      Im neuen Bund stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz des tötenden Buchstabens, sondern unter dem "Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus" (Röm 8,2). Der Fluch , den die Menschen auf sich geladen haben, wurde am Kreuz bezahlt (Gal 3,13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«,) damit wir leben.
      Das stimmt auch, jeder der sündigt ist schon tot. Das ist der Fluch des Menschen..Der Mensch sündigt und muss sterben. Der Tod kann uns aber nicht halten, weil wir mit Jesus der sündlos war verbunden sind, und durch Ihn so vor dem Vater dastehen als hätten wir nicht gesündigt.
      Der Glaube an die Überdeckung unserer Sünden und der gleichzeitigen Reinigung unseres Charakters, befähigt uns, neben der Sündenerkenntnis, die Vergebung anzunehmen und uns vom Geist Gottes reinigen zu lassen.

      Im AT gab es die Erlösung durch diesen Glauben ebenso. Wir lesen das im Hebräer 11. Dies wird leider zu oft überlesen. Die Patriarchen und Propheten hatten diesen Glauben, von dem Gott in seiner Schrift berichtet - Hiob, Abraham, Moses,Jakob.....usw....(Heb.11)
      Sie sahen die Erlösung im Voraus, wir sehen unsere Erlösung am Kreuz in der Vergangenheit. Ja, wir leben im "Geist". Das ist aber nicht nur ein Privileg des NT.

      Der "Buchstabe" tötet, versteh ich so, dass der Leser den Buchstaben ohne den Heiligen Geist liest.
      Das war natürlich im AT ebenso möglich wie im NT. Einige Glaubensväter im AT sprachen sogar direkt mit Gott....

      1.Korinther 1
      Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben: "Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.

      Wenn du die Bibel nur mit dem Verstand( nach dem Buchstaben) liest, ist das Wort vom Kreuz eine Torheit.
      Jesus beschreibt die Folgen der "Verständigen"... Gerade denke ich an die Theologen die Zweifel äußern ,ob Jesus wirklich für uns gestorben ist, oder ob er überhaupt für uns hätte sterben müssen. Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Theologen sich elendig fühlen, weil sie ihre Sünden erkennen.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elli59 ()

    • Elli59 schrieb:

      Das stimmt schon, aber das Gebot zeigt uns auch, dass wir nicht sündlos leben können. Die Gebote dienen im NT noch genauso zur Offenbarung unserer Sündhaftigkeit wie im AT. Sie offenbaren, dass wir die Gebote nicht vollständig halten können. Würden wir sie alle halten können, hätten wir bereit jetzt schon das Paradies und die Befreiung vom Sterben. Sicherlich,der Geist der in unserem Herzen wirkt zeigt uns die Gebote und befähigt uns sie zu halten.Im NT sind wir noch Sünder, die an die Erlösung und Reinigung durch Jesus Christus am Kreuz glauben.
      Ja, ich wollte damit auch nicht das Gesetz abwerten. Auch Paulus nicht.
      Er schreibt ja:

      Bibelstelle

      Röm 7, 7 Was sollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. ... 12 So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. 13 Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, damit die Sünde überaus sündig werde durchs Gebot. 14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.


      Genau wie du schreibst:


      Elli59 schrieb:

      Das stimmt auch, jeder der sündigt ist schon tot. Das ist der Fluch des Menschen..

      Und auch in dem eingangs zitierten Abschnitt des Korintherbriefs wird ja das Amt des Alten Bundes nicht herabgewürdigt von Paulus:

      Bibelstelle

      2 Kor 3, 7 Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, 8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben?


      Aber der Neue Bund bringt eben die Vollendung dessen, was im Alten Bund angelegt ist.
      Er bringt die Erfüllung der Verheissung:

      Bibelstelle

      Hes 36, 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.


      Auch darauf spielt Paulus in dem Korintherabschnitt ja an:

      Bibelstelle

      2. Kor 3, 3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.
    • Bibelstelle

      2. Kor 3, 3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.


      Viel spricht auch dafür, dass mit "Buchstabe" Bezug genommen wird auf die Buchstaben der steinernen Tafel.
      Die 10 Gebote auf Stein, vor der Kreuzigung Jesus, bezeugte das Gesetz: Der "Sünde Sold ist der Tod"
      Dieser "Buchstabe" tötet...
      Wir wissen aber von Mose, der die Stiftshütte errichtete, dass er vom Herzen her beschnitten war...

      Wir haben neben Mose noch David als Beispiel, der,obwohl er sündigte, das Gesetz in seinem Herzen trug.

      Für mich ist es wichtig darzustellen, dass der Heilige Geist bei bestimmten Personen im AT genauso wirkte wie jetzt im NT.
      Viele meinen, dass grundsätzlich im AT das Heil aus Gesetzeswerken gepredigt worden ist - demnach wäre keiner im AT gerettet - das kann nicht sein.
      Im AT gibt es mehrere Verse die bezeugen, dass Gott schon immer sein Gesetz in die Herzen der Gläubigen legen wollte.

      Im NT haben wir natürlich die Vollendung der Verheißung( Kreuz Jesus) aus dem AT. Durch die" Wiedergeburt" werden die Herzen durch den Heiligen Geist beschnitten.
      Für die Gläubigen im AT gab es ebenfalls eine "Wiedergeburt" wenn sie die Erlösung im Glauben als Verheißung erkannten und annahmen.
      Durch die Opferungen in der Stiftshütte gab es eine vorgeschattete Vergebung - sozusagen als ein Hilfsmittel.

      LG
      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • Elli59 schrieb:

      Für mich ist es wichtig darzustellen, dass der Heilige Geist bei bestimmten Personen im AT genauso wirkte wie jetzt im NT.
      Viele meinen, dass grundsätzlich im AT das Heil aus Gesetzeswerken gepredigt worden ist - demnach wäre keiner im AT gerettet - das kann nicht sein.
      Im AT gibt es mehrere Verse die bezeugen, dass Gott schon immer sein Gesetz in die Herzen der Gläubigen legen wollte.

      Ja, und auch im AT gab es Vergebung für die Sünden durch Opfer.
      Die Unterschiede (zum Opfertod Jesu) sind im Hebräerbrief gut dargestellt:

      Bibelstelle

      Hebr 7, 27 Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte.


      Selbst sehr gottgefällig lebende Menschen im AT, wie zB David ("Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der soll meinen ganzen Willen tun."1.Samuel 13,14, zitiert nach Apg 13, 22) hat schwer gefehlt und Busse getan.
      Deshalb sagt Paulus auch Röm 3,12 Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3).

      Daher "tötet" das Gesetz, weil es die Menschen der Sünde überführt und ihnen klar macht, dass sie Vergebung brauchen.
      Weil keiner es schafft, es so zu halten, dass er dadurch gerecht vor Gott dasteht und das Leben gewinnt:

      Bibelstelle

      Röm 10, 5 Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt (3.Mose 18,5): »Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben.«


      Im Gegensatz zu dem auf Steintafeln geschriebenen Gesetz des Mose bringt das Gesetz des Geistes Leben:

      Bibelstelle

      Röm 8, 2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3 Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch,4 damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist.
    • Darf ich Grundsätzliches einbringen, ohne Bibeltexte zu zitieren ?

      Sabbat - 4. Gbeot - Nehemias Einschreten gegen das Window -Shopping - Jesaia 58 : Da steht nchts davon ob ich bei Conrad am Sabbat im Net neue Bewegungssensoren suchen kann - darf - soll. Für die Bestellunggenügt "enter" - ist das schon eine Arbeit ? Geliefert würde Montag oder Dienstag, die Zalung läuft automatisch über Abbuchunsauftrag. Aber ich bestelle ja über Amazon ein antiquarisches Adventisticum aus Friednesau !

      (So nebebei : Das geht - Bei Amazon Titel in das Suchfenster eingeben und die zeigen, ob das in irgeneinem Antiquariat lagernd ist und rechnen über das Ammazon - Konto ab !)

      Die Bibel gibt uns ein Gesamtbild des Menschen in seiner Würde, als ein spezielles Geschöpf Gottes, für dessn Erlösung Jesus starb : Die heute notwendige Bioethik ist für den Christen daraus zwingend abzuleiten - dass unter künstlicher Befruchtung, Samnespende, Leihmutterschaft in der Konkordanz nichts zu finden ist, mach diese Themen nicht zum Adiaphoron mit der Konsequenz : In cder Bibel nicht verboten, können tun wir es, also was spricht dagegen - wir tun es.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich denke bei "....und der Buchstabe tötet!" v.a. auch an das Verhalten der Pharisäer und Schriftgelehrten und deren Selbstgerechtigkeit! Sie hatten die Thora (=5 Bücher Moses = Das Gesetz) und den
      ganzen Thanach [= Das Alte Testament(AT)] und doch haben sie es nicht "mit dem Herzen gelesen", sondern nur nach dem "toten Buchstaben" - also ohne den (Heiligen) Geist!

      Ja, darauf läuft es wohl hinaus, auf die Frage, wie wir mit den Geboten umgehen. Ob wir uns um einen Buchstabengehorsam bemühen und formal im Recht sind, selbst in den allerkleinsten Kleinigkeiten. Dass wir da so gerecht sind, dass uns niemand einen Vorwurf machen kann.

      Oder ob wir danach fragen, wofür uns diese Gebote gegeben sind und was Gott eigentlich von uns will.

      Bibelstelle

      Mt 23, 23 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.


      Das Wichtigste am Gesetz ist nicht der Wortlaut des Buchstabens, die formale Erfüllung, so dass niemand formal eine Übertretung nachweisen kann.
      Sondern das Wichtigste im Gesetz ist nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und der Glaube!

      Ob wir nach dem Recht fragen und Gott geben, was Gottes ist, ihm die Ehre geben, ihm Dank und Lob geben usw
      Und den Menschen zu ihrem Recht verhelfen. Im AT ist es immer wieder der Vorwurf an die besonders Frommen, dass sie sich nicht um die Rechte der Schwächsten in der Gesellschaft kümmern, der Witwen und Waisen, die keine Lobby und keinen Fürsprecher haben. Jeder fragt nur danach, wie er selbst zu seinem Recht kommt ....

      Barmherzigkeit ist auch wichtiger als formaler Buchstabengehorsam.
      Das bekannteste und wichtigste Beispiel ist ja dafür die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Der sich über den Verletzten erbarmt hat, weil er in seinem Herzen von dessen Not angerührt wurde.
      Im Gegensatz zu den religiösen Würdenträgern, deren wichtigstes Anliegen ihre eigene rituelle Reinheit war und die sich nicht mit Blut und Schmutz beflecken wollten am Sabbat.
      Dazu zählt wohl auch der Vorwurf Jesu an diese religiöse Elite, dass sie mit ihren viele Vorschriften und ihrer strikten Anwendung das Himmelreich zuschliessen vor den Menschen.
      Ihnen geht es nur um ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott und den Menschen - was mit den anderen ist, den Sündern, die es nicht schaffen, alle Vorschriften genauso zu befolgen, interessiert sie nicht. Es geht nur um ihr eigenes Heil und mit den Unvollkommeneren gehen sie nicht erbarmend um, sondern ausgrenzend.

      Wer seine eigene Gerechtigkeit durch seine Werke aufzurichten versucht, der hat Glauben nicht nötig, der ist nicht auf Gnade angewiesen Röm 4,4 Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.
      Der lebt nicht in der Abhängigkeit von Gott, aus dem Glauben an seine Gnade und Vergebung, sondern im Vertrauen auf seine eigene Gerechtigkeit.

      Diese Vorwürfe treffen nicht nur die religiöse Elite zur Zeit Jesu.
      Sie sind auch eine dauerhafte Anfrage an jede Gemeinde unserer Zeit, wie sie es mit ihrer Frömmigkeit hält, ob sie mit den Schwachen ausgrenzend umgeht oder erbarmend. Ob sie verurteilt oder eine helfende Hand entgegenstreckt.