Charismatische Gemeinden

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    • Daniels schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Also, wenn`s mir graust, gehe ich nicht hin und wenn ich nicht beten mag, bete ich nicht
      Mich interessieren Vortrag und Diskussion. Beten tue ich da -- wie meist in Gemeinden -- sowieso nicht. Wie angedeutet, halte ich Gebete für persönlich. Auch Jesus hat bekanntlich öffentliche Gebetsvorführungen von echten persönlichen Gebeten unterschieden.

      Die rituellen Inzenierungen von Gebeten in Gottesdiensten halte ich für rhetorische und didaktische Sprechweisen, die nur teilweise etwas mit Beten zu tun haben. Man nennt das auch Gebet; aber meines Erachtens ist es nur bedingt ein Gebet, vielmehr ein Ritual und eine formalisierte Art von Fremdsuggession. Ich erhebe mich bei solchen Gelegenheiten nur aus Respekt vor Gott und aus Toleranz gegenüber den religiösen Empfindungen der Gottesdienstbesucher; aber ich bete bei solchen Gelegenheiten in aller Regel nicht.
      Wenn ich Dich richtig verstehe, so geht es Dir darum, daß das Gebet nicht zu einer leeren äußeren Form (religiös sozusagen) verkommt sondern von Herzen kommt. ;)
      Genau dieser Aspekt des Betens ist mir auf jeden Fall auch sehr wichtig. :thumbsup:
      Wenn man zusammen betet, so soll man sich nach Mt. 18, 18 - 20 wg den Anliegen eins machen, also dieselben Ziele verfolgen.
      Und einander nach Gal. 6,2 die Lasten tragen, was für mich auch gemeinsame Fürbitte, z.B. für Süchtige, Esoteriker und Leute im Islam, bedeutet.
      Ansonsten wurde mir noch wichtig, daß wir "in Jesu Namen", also mit Seinem Willen übereinstimmend beten, vgl. 1. Tim. 2, 3+4; 1. Thess. 4, 3.
      Auch ich habe jahrelang allein gebetet, als ich nach der Charismatik erstmal ca 14 Jahre keine Ortsgemeinde hatte (bevor ich hier die Adventisten letzten Herbst kennenlernte) und bin bei Gruppen da gerade etwas unsicher.
      Dennoch habe ich aber mal mit 2 Leuten der Gemeinde, mit denen ich mich sehr gut verstehe, einen wöchentlichen Gebetstreff in meiner Wohnung begonnen. Hoffe, daß er sich positiv entwickelt. ;)
    • Elli59 schrieb:

      Johannes 16,13-14
      „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen.“

      Obwohl der Heilige Geist, der ja das Wort Gottes "inspiriert" hat, recht viel von sich berichtet, fällt auf, dass weder in Berichten erwähnt wird, dass irgend jemand sich betend oder singend an ihn direkt gewandt hätte, noch in lehrmäßigen Äußerungen von Jesus oder einem der Apostel und sonstigen Schreiber vorkommt, dass das empfohlen würde.
      Deshalb besser, Finger weg von den charismatisch/pfinstglerischen Gemeinden. Diese Bewegung (die erst im 20. Jahrhundert entstanden ist), mit ihren Geistestaufen und dem Wohlstandevangelium und gewissen unbiblischen Praktiken, ist eine der größten Verirrungen in der Neuzeit. Wer sich darauf einlässt, spielt mit fremden Feuer. In meiner Seelsorge hatte und habe ich einige Aussteiger, sogenannte ehemalige Charismatiker zu betreuen.
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)

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    • Altor schrieb:

      Elli59 schrieb:

      Johannes 16,13-14
      „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen.“

      In wenigen Tagen ist PFINGSTEN! Da feiert die Christenheit "DIE AUSGIESSUNG DES HEILIGEN GEISTES".
      Ich habe aber den Eindruck, dass seit Pfingsten nicht DIE WAHRHEIT, sondern verschiedene Wahrheiten verbreitet und "ausgegossen" wurden. Schon während der ersten von allen christl.Hauptrichtungen vertretenen 4 Ökumenischen Konzilien gab es (AB)SPALTUNGEN IN DER CHRISTENHEIT - und 1054 führte theologisch v.a ein Wort ("Filioque"*) zum ERSTEN GROSSEN SCHISMA DER CHRISTENHEIT als sich ORTHODOXE und KATHOLIKEN trennten. Dann folgte 1517 - in 1.Linie wegen der Uneinsichtigkeit des Papstes! - die TRENNUNG DER ABENDLÄNDISCHEN CHRISTENHEIT IN KATHOLIKEN UND PROTESTANTEN!
      Diese spaltete sich wenige Jahre später in LUTHERANER und ZWINGLIANER! Daneben entwickelten sich im 18. Jahrhundert die EVANGELISCHEN FREIKIRCHEN und ab 1844 die ADVENTISTEN und CHRISTL.SEKTEN, sodass wir mittlerweile laut Pfarrer Buschor vom kath. Sender K-TV etwa 40.000(!!!) verschiedene christliche Glaubensgemeinschaften haben, die sich alle auf JESUS CHRISTUS(JC) BERUFEN!
      Also was hat nun eigentlich PFINGSTEN gebracht bzw. was feiern wir eigentlich an diesen beiden Tagen angesichts der zersplitterten Christenheit?

      Dazu könnte es 3 Antwortmöglichkeiten geben:
      1. ) "Der Geist weht wo er will!" (Joh.3,8) ===> Da der allmächtige und viele Elemente enthaltende Gott nicht nur auf einen Namen (JHWH=JAHWEH) zu begrenzen ist, so ist auch dessen Geist nicht nur auf die Römisch-Katholische Kirche zu begrenzen, sondern offenbart sich in der Vielfalt seines göttlichen Wesens EBEN IN VERSCHIEDENEN RICHTUNGEN.
      2. ) Es sollen - wie beim Pfingstwunder - alle des EINEN GLAUBENS, DER EINEN TAUFE UND DES EINEN HERREN JESUS CHRISTUS(Eph.4,5) teilhaftig werden und sich bemühen DIE EINHEIT DER URKIRCHE wiederherzustellen, im Sinne des JESUS-WORTES AUS JOHANNES 17,11+21+23 - "DAMIT SIE ALLE EINS SEIEN!"
      3. ) Waren die vielen Kirchenspaltungen nicht ein Werk dess Heiligen Geistes, der "scheibchenweise" "immer neue "Teile der Wahrheit" geoffenbart hatte?
        a) Wahrheit der Waldenser + der Reformation: "Allein der Glaube rettet!"(Röm.3,28)
        b) Wahrheit der Baptisten: "Zuerst der Glaube dann die Taufe!"(Mark.16,16)
        c) Wahrheit der Methodisten: "Heiligung-ohne die niemand den Herrn sehen kann!"(Heb.12,14)
        d) Wahrheit der Adventisten: "JC kommt bald!"(Offb.3,11)
      Im Sinne von 2.) feiern wir in Schorndorf/Württ. so schon seit einigen (mindestens 5!)Jahren jedes Jahr am PFINGSTMONTAG einen ÖKUMENISCHEN GOTTESDIENST zwischen Evangelischer Landeskirche, Katholischer Kirche und der Evangel.-Methodistischen Kirche im ACK (Arbeitskreis Christlicher Kirchen)

      Frage, die sich stellt: Waren die Kirchenspaltungen - und - Trennungen das Werk Satans oder des Heiligen Geistes? Und wird die Entwicklung zur "WELTEINHEISKIRCHE"(siehe Offb.17+18) auch ein Werk Satans sein - oder/und ist dies alles im Heilsplan Gottes bereits vor aller Zeit - also vor 13,7 Milliarden Jahren("Urknall") - so festgelegt worden?

      * Filioque = Satz des Nicänischen Glaubensbekenntnisses, welches die Orthodoxen N I C H T mitbekennen wollten; diese sagten und sagen z.T. bis heute, "dass der Heilige Geist nur vom Vater [nicht aber gleichzeitig auch vom Sohn!] ausgehe! . Protestanten und Katholiken bekennen im Nicänum, dass der Heilige Geist vom Vater und vom Sohn(=filioque!) ausgeht!
    • Altor schrieb:

      Daniels schrieb:

      angeblich soll man da auch in Zungen reden lernen
      Das allein zeigt mir schon, dass das nicht von Gott sein kann!
      Die Zungenrede, im Grundtext steht wörtlich "Sprachenrede", ist eine Gabe Gottes, also ein Geschenk.
      Diese hat bekanntlich mit den letzten Aposteln aufgehört, da die Sprachenrede (echte Sprachen und kein Geplappere wie bei manchen heutzutage) ein Zeugnis für die Juden war, dass Gott nun mit einem neuen Volk (Christen) war.
      Leider nein. Es gibt die neuen Zungen(Sprachen), es gibt die anderen/fremden Sprachen (Apg 2) - - und es gibt glwssh lalein - Zunge lallen , ein e begriffkombination, nach neuesten, bei mir eigegangenen Nachrichten (Schriftliche Anfrage an Uni - Institut) auch in ausserbiblischer Literatur der Zeit erwähnt; wird von mir noch persönlich im "Thesauros" - Wörterbuch, das alle wichtigen, in der Literatur vorkommenden Stellen für ein Wort darstellt - nachgeprüft). Und es gibt dazu in Aischilos`Drama "Agamemnon" das 140 - zeilige Klagen der Kassandra - ein Lallen in der Höchstform der Hochsprache. Der mündliche Ausdruck eines überwältigenden Gefühles.

      Römer 8, 25 : " vertritt uns bei unaussprechlichen Seufzern, - vertritt die Heiligen nach dem, was Gott gefällt.

      Positives Beispiel : Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden sie sein wie die Träumenden. Ihr Mund wird voll Lachens sein - - allerdings aus dem AT.


      Man überlege sich einmal die präzise, knappe Luther - Übersetzung 1. Korinther 14, 2 ff : " - der xxx, der redet nicht den Menschen, sonmdern Gott- - - - wer xxx, der bessert sich selbst, wer weissagt, der bessertdie Gemeinde - - Vers 23 . !

      Vers 27 : der diermhneus ist der Ausleger, der methermeneus ist der Übersetzer, dieser Wortstamm kommt in den Evangelien bei aramäischen Zitaten mehfach vor, wenn von Übersetzen die Rede ist..

      Johannes Kovar scheint es zu bedauern, dass auch adventistische Theologen zu dieserM einung kommen. (aus "Salvation&Service")

      Hauaufgabe : Überall, wo ich xxx eingesetzt habe - oder noch in anderen Texten des zitiertenb Kapitels einsetzen müsste - versuche man einmal die zwei Versionen "Zunge lallen" / / "fremde Sprachen reden" einzusetzten und auf die Sinnhaftigkeit des Textzusammenhanges zu achten


      Übrigens : Ein Neuer setzt in seiner Übersetzung - natürlich es viiieeel besser machend als alle vor ihm, völlig unzulässig in Kapitzel 14, 39 "fremde" (eterai) ein, Dazu muss er sich eine von Nestle - Alland nicht in den Haupttext übernommene Grundtextversion ausgesucht haben. .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das ist mir zu hoch!
      /Vorbehltlich der Nachprüfung in einem "Thesauros" der Uni / Altphilologen / Theologen )

      Zunge lallen - (glwssh lallein) eine Erscheinungsform menschlicher Kommunikation,auch wenn wir sie nicht vesrtehen und einen Ausleger brauchen - oder der Geist vertritt uns Gott gegenüber, wenn wir kein formvollendetes Gebet zustande bringen.

      Neue Sprachen -(kainai glwssai) am Ende des Markusevangeliums von Christus versprochen - ich könnte auf einmal das Türkische - oder die Türken könnten mich verstehen. Ohne Heiligen Geist ist ein Dolmetscher notwendig.

      Andere Sprachen- (eterai glwssai) - wie "Neue Sprachen".

      Mann kann doch, redlich sein wollend, nicht bloss, um den Pfingstlern eine aufs Haupt zu hauen, den Ausleger mit dem Übersetzer gleichsetzen; man kann doc nicht nach Belieben die Auslassung von wesentlichen Beifügungen als "Eklipse" von Unwesentzlichem etikettieren; man möge doch auf Einzahl (Paulus über seine "Zungenrede" in 1. Korintzher 14) und die Mehrzahl bei den neuen und den anderen Sprachen simpel missachten; . eine eigenmächtige Einfügung in 1. Korinther 14, 39. möge der geneigte Forumsteilnehmer selbst beurteilen.

      Aber es gibt Kurioses : Kim Papajoannou, STA - Theologe, nennt Griechisch als seine Muttersprache, könne dazu fliessend Englisch, etwas Spanisch, und ganz gut NT - Griehisch - und behauptet, im NT heisse glwssa IMMER Sprache. Er hat nicht einmal das zweite Kapitel der Apostelgeschichte ordentlich gelesen - von wegen "feurige Zungen" = glwssai osi pyros.

      Das kommt davon, wenn man sich auf "Bibelgriechisch " beschränkt und natürlich einem etwa Aischilos nie untergekommen ist. Die strikte Ablehnung des ordentlichen Studiums von Bibelsprachen von Leuten, welche diese aber dann unterrichten, ist mir mehrfach (!) bekannt - da müsse man ja auch Heidnisches lesen !
      .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -