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  • Was hat ein Leben für einen Sinn, wenn man die Liebe Gottes gegen Hass umtauscht???

    Innenminister stellt Zahlen vor: So sehr hasst Deutschland

    Berlin - Hassrepublik Deutschland! Die Zahl der Hasskriminalitätsdelikte in Deutschland ist 2025 mit 22.159 Fällen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Das sind knapp zwei Prozent mehr als 2024 mit 21.773 Fällen. Das geht aus einer am Dienstag in Berlin vom Bundesinnenministerium veröffentlichten „Übersicht Hasskriminalität“ hervor.

    • „Seit 2017 hat sich die registrierte Hasskriminalität nahezu verdreifacht.“ (7.913 Fälle 2017 gegenüber 22.159 Fällen 2025)

    • Knapp sieben von zehn Hasskriminalitätsdelikten werden dem Phänomenbereich PMK-rechts zugerechnet. 15.314 der insgesamt 22.159 Fälle entfallen auf diesen Bereich.

    • 2857 Fälle werden der „ausländischen Ideologie“ zugeordnet, 2628 der „sonstigen Zuordnung“, 998 einer „religiösen Ideologie“ und 362 der Sparte „links“. Auch bei den Gewalttaten stellt die Kategorie „rechts“ mit 1246 Delikten die größte Gruppe.

    Nazi-Hass bleibt dominierend

    Fremdenfeindlichkeit bleibt das mit Abstand häufigste Motiv. 2025 wurden 19.484 entsprechende Fälle registriert, darunter 1476 Gewalttaten. „Fast neun von zehn registrierten Hassdelikten weisen einen fremdenfeindlichen Hintergrund auf.“

    Die Zahl antisemitischer Straftaten stieg 2025 auf den Rekordwert von 6548 Fällen. 2017 waren es noch 1504. „Antisemitische Hasskriminalität hat sich seit 2017 mehr als vervierfacht.“

    Knapp die Hälfte dieser Taten (3056) wird der Sparte „rechts“ zugerechnet, 2293 der Kategorie „ausländische Ideologie“. „Erstmals werden mehr als 2000 antisemitische Straftaten dem Bereich ‚ausländische Ideologie‘ zugerechnet.“

    Auch rassistische Straftaten nehmen deutlich zu. 2025 wurden 5023 Delikte registriert. 2017 waren es noch 1.300. Die Zahl der Gewalttaten liegt bei 457. „Die Zahl rassistisch motivierter Straftaten überschritt 2025 erstmals die Marke von 5000 Fällen.“

    Bei Straftaten gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zeigt sich ebenfalls ein drastischer Anstieg: 2025 wurden 2070 Fälle erfasst, 2017 waren es 313.

    Hass gegen Frauen

    Frauenfeindliche Hasskriminalität hat sich seit Einführung des Merkmals 2022 nahezu vervierfacht. 2022 wurden 206 Fälle erfasst, 2025 sind es 819. Im Vergleich dazu: Es wurden 18 männerfeindliche Taten registriert.

    Innenminister stellt Zahlen vor: So sehr hasst Deutschland | Politik | BILD.de

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • So sieht "die Liebe wird erkalten" in der Praxis aus....im Jahre 2026.

    Hasnain Kazim

    Im ICE sitzen Menschen auf den reservierten Plätzen eines Rentnerpaars. Nicht aus Versehen, nicht aus Unwissenheit, sondern mit jener selbstverständlichen Anspruchshaltung, die heute offenbar als Charaktereigenschaft durchgeht. Als die beiden Senioren ihre Plätze einfordern, reagieren die Besetzer nicht etwa mit einer Entschuldigung und dem naheliegenden Aufstehen, nein, sondern mit Weigerung.

    Die Alten ziehen schließlich weiter und suchen sich andere Plätze. Rücksicht hat gegen Dreistigkeit verloren – mal wieder.

    Im Ruheabteil führt derweil ein Geschäftsmann ein Telefonat über einen Geschäftsbericht. Laut. Ausführlich. Offenbar gehört zu seinem Berufsbild die Überzeugung, dass seine terminlichen Herausforderungen für sämtliche Mitreisenden von brennendem Interesse sind. „Ruheabteil“ interpretiert er vermutlich als unverbindliche Gestaltungsempfehlung.

    Warum fällt es manchen Menschen, die offensichtlich jahrelang ein deutsches Bildungssystem durchlaufen haben, so schwer, elementare Regeln zu kapieren?

    Reservierte Plätze gehören denjenigen, die sie reserviert haben. Im Ruheabteil hält man die Klappe. Das sind keine komplexen philosophischen Konzepte, keine Quantenmechanik und keine höhere Mathematik.

    Es sind Regeln, die sprachlich ungefähr auf dem Niveau einer Shampoo-Anleitung formuliert sind.

    Vielleicht liegt das Problem gar nicht im Verstehen. Vielleicht verstehen sie alles ganz genau. Vielleicht haben sie lediglich beschlossen, dass Regeln immer für die anderen gelten. Für jene seltsamen Menschen, die noch glauben, Rücksichtnahme sei mehr als eine nostalgische Erinnerung aus einer untergegangenen Zivilisation.

    Mich nervt das. Musste heute schon zweimal erwachsene Menschen erziehen. Große Güte.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

    „Was du nicht willst, das[s] man dir tu’, das füg auch keinem andern zu."

    Harald Schmidt hat sich mit einem Linken fotografieren lassen, sofort kamen Intolerante und haben das diskriminiert.

    Solche Einstellung ist pervers.

    Der Zweck heiligt die Mittel nie!

    Wir leben in Zeiten, in denen Werte immer mehr ausgedünnt werden.

    Der Umweltschutz ist hochwertiger als Mord und Krieg. Das kann's nicht sein.

    Wir leben in einer Zeit, in der Leute, die immer weniger wissen, immer mehr verändern wollen, Klimakleber!

    Toleranz wird eingefordert, aber nicht gelebt.

    Sätze von Raphael M. Bonelli

    So sieht die Realität aus. Maßgeblich dazu kommt noch, dass die aktuelle Generation von Eltern erzogen wird, die diese Zustände vorgelebt haben. Wer in der Erziehung keine Grenzen und Werte kennengelernt hat, kann diese auch nicht weitergeben.

    Das Ergebnis ist sichtbar. Gott sei Dank, handeln aber nicht alle so, wie oben beschrieben.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Harald Schmidt hat sich mit einem Linken fotografieren lassen, sofort kamen Intolerante und haben das diskriminiert.

    Also eins kann ich jedem versichern: Keine Sorge! Harald Schmidt ist das vollkommen egal. Den interessiert das nicht die Bohne, wer ihn kritisiert oder nicht mag oder politisch so oder so einordnet, oder sonstwas.

  • WM 2026: Wenn plötzlich alle eins sind…

    Die Straßen sind voller Menschen in Nationaltrikots. Fahnen wehen aus Fenstern. Fremde Menschen liegen sich nach einem Tor in den Armen. Im Stadion singen Tausende dieselben Lieder. Für einen Moment scheint es, als gäbe es keine Unterschiede mehr.

    Fußball kann etwas Erstaunliches: Er verbindet.

    Der schüchterne Schüler und der Rentner. Der Handwerker und der Professor. Der Deutsche, der Brasilianer und der Marokkaner. Alle fiebern mit, alle hoffen, alle jubeln.

    Natürlich hält diese Einheit nicht ewig. Nach dem Schlusspfiff gehen die Meinungen wieder auseinander, die Tabellen werden diskutiert und manchmal wird sogar gestritten. Aber für einen Augenblick entsteht etwas Besonderes: Gemeinschaft.

    Da stellt sich eine spannende Frage: Was hält eigentlich uns Christen zusammen?

    Unsere Gemeinden bestehen aus Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Jung und alt. Laut und leise. Akademiker und Praktiker. Menschen mit verschiedenen Geschichten, Kulturen und Persönlichkeiten.

    Und doch sagt Paulus: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.“ (Epheser 4,5)

    Unsere Einheit entsteht nicht dadurch, dass wir alle gleich sind. Sie entsteht dadurch, dass wir denselben Herrn haben.

    Bei der WM verbindet ein Trikot. Bei Christen verbindet ein Kreuz. Bei der WM trägt man die Farben seines Landes. Bei Christen trägt man die Hoffnung Jesu im Herzen.

    Und vielleicht ist das sogar das größere Wunder. Denn Fußball verbindet Menschen für 90 Minuten. Jesus verbindet Menschen für die Ewigkeit.

    Wenn du heute Menschen mit Fahnen, Schals und Trikots siehst, dann erinnere dich daran: Gott hat eine noch größere Mannschaft zusammengestellt. Eine Mannschaft aus allen Nationen, Sprachen und Kulturen.

    Und das Schönste daran?

    Für diese Mannschaft muss niemand erst gut genug sein, um aufgestellt zu werden.

    Der Trainer hat dich schon längst ins Team berufen.

    “Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe untereinander habt.” (Jo 13,35)

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Warum lässt Gott so viel Leid und Elend zu ?

    Beispiel:

    Familienvater kommt bei Flugzeugabsturz zusammen mit seinen 10 und 12 Jahre alten Töchtern ums Leben.

    Christian Oliver ist tot: »Alarm für Cobra 11«-Schauspieler bei Flugzeugabsturz gestorben
    Die Maschine hatte Schwierigkeiten, dann stürzte sie ins Meer: Schauspieler Christian Oliver ist bei einem Flugzeugabsturz in der Karibik ums Leben gekommen.…
    www.spiegel.de

    Derartiges liest man unablaessig. Eine endlose Kette des Leidens und Sterbens.

    Man könnte einwenden: Sie hätten ja auch mit einem Boot fahren können statt mit dem Flugzeug. Das ist sicherer. Trotzdem. Jeden Tag kann in dieser Welt Schreckliches geschehen.

    Es ist ein großer Widerspruch. Einerseits tut man so als würde man grandios die Welt und das Universum beherrschen in scheinbarer Allmacht gerade aktuell mit KI und Robotik usw. und auf der anderen Seite scheitert man kläglich, bleibt nichts mehr als nur ein Haufen Zerstörung.

    Wie ein kleines Kind ist der Mensch offensichtlich nach wie vor in jeder Hinsicht auf Gott angewiesen.

  • Es gibt selbstverschuldetes Leid und das, was Gott zulässt. Selbst Christen fragen oft, weshalb, warum und möchten den Grund wissen. Er bleibt selbst dem Frömmsten oft verborgen.

    Man hat 2 Möglichkeiten. Entweder mit oder ohne Gott durch das Leid hindurchzugehen. Die Entscheidung trifft jeder für sich.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • *Der Trainer an der Seitenlinie*

    11 Spieler laufen auf dem Feld. Sie kämpfen, passen, schießen, jubeln oder verzweifeln.

    Und der Trainer? Er sitzt auf der Bank.

    Eigentlich seltsam. Der Mann, der die meiste Verantwortung trägt, darf gar nicht mitspielen. Er sieht Fehler, erkennt Chancen, gibt Anweisungen, motiviert, korrigiert, plant. Er kann rufen, gestikulieren, aufstehen, sich ärgern, hoffen.

    Aber eines kann er nicht: Er kann nicht für die Spieler laufen. Er kann nicht für sie schießen. Er kann nicht für sie kämpfen.

    Nach dem Abpfiff fragen die Journalisten trotzdem oft zuerst den Trainer: „Warum habt ihr verloren?“ oder „Wie habt ihr gewonnen?“

    Während der WM dachte ich: Ist das nicht ein Bild für unser Leben mit Gott?

    Gott ist nicht der Diktator, der uns wie Figuren auf einem Schachbrett verschiebt. Er gibt Hinweise. Er zeigt Wege. Er warnt. Er ermutigt. Er schenkt Kraft.

    Aber den Schritt muss ich gehen. Die Entscheidung muss ich treffen. Den Ball muss ich spielen.

    Manchmal wünschen wir uns, Gott würde einfach aufs Feld kommen und unsere Probleme lösen. Das Tor schießen. Das schwierige Gespräch führen. Die Versuchung besiegen. Die Verantwortung übernehmen.

    Doch Gott hat uns Freiheit gegeben. Er ruft von der Seitenlinie: „Du schaffst das. Spiel weiter. Vertrau mir. Ich habe den Überblick.“

    Und vielleicht ist das Erstaunlichste: Als die Menschheit hoffnungslos zurücklag, blieb Gott nicht auf der Bank sitzen.

    In Jesus kam der Trainer selbst aufs Feld.

    Er wurde Mensch, kämpfte unseren Kampf und trug am Kreuz die Niederlage, damit wir am Ende seinen Sieg feiern können.

    Darum spielen wir nicht, um Gottes Liebe zu gewinnen.

    Wir spielen aus der Gewissheit heraus, dass unser Trainer uns längst liebt – egal, ob wir heute ein Traumtor schießen oder einen Elfmeter verschießen.

    📖 „Ich habe euch dies gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33)

    ⚽ Manchmal hört man die Stimme des Trainers nicht im Stadionlärm des Lebens. Aber sie ist da. Und oft reicht genau dieser eine Zuruf, um wieder aufzustehen und weiterzuspielen.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Adventistische Bibelbetrachtung ,die Anwendung vom Mittwoch, 17.10.217.10.2026

    Es ist tragisch, dass viele getaufte Gemeindeglieder wieder aus der Gemeinde austreten (Montag). Andere, darunter viele Jugendliche, lassen sich erst gar nicht taufen und bleiben geistlich heimatlos wie „verirrte Schafe“. Auch die beste christliche Erziehung kann nicht sicherstellen, dass Kinder bei Gott und in der Gemeinde bleiben. Wie tröstlich zu wissen, dass Gott den Verlorenen und Verirrten nachgeht, bis er sie findet! Niemand muss aufgegeben werden. Darüber hinaus braucht es den selbstkritischen Blick in den Spiegel: Wo habe ich möglicherweise andere irregeführt oder aus der „Herde“ vertrieben ? Meine Umkehr kann zu ihrer werden.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Der Philosoph KOHEI SAITO und die Offenbarung der Bibel

    Der Philosoph KOHEI SAITO hat in seinem jüngsten Buch ÜBERLEBEN IN DEN RUINEN DES KAPITALISMUS bereits zu Beginn des 1. Kapitels die Wahrheit über unsere nahe Zukunft gesagt:

    Zitat:

    Ich sage es ganz unverblümt: Wir stehen sprichwörtlich am Rande des Abgrunds, der zu unserer Auslöschung führen wird.

    Sie haben wahrscheinlich schon von der Offenbarung des Johannes gehört, dem letzten Buch des Neuen Testaments, das auch unter dem Namen Apokalypse bekannt ist. Es gibt Stimmen, die sagen, dass die Krise, mit der wir uns gegenwärtig konfrontiert sehen, an die vier apokalyptischen Reiter erinnere. Dies deshalb, weil am Ende des durchbeschleunigten Kapitalismus das auf uns warte, was die apokalyptischen Reiter symbolisierten: die Seuche (Corona), den Krieg (russisch-ukrainischer Krieg), den Hunger (Genozid in Gaza) sowie den Tod (Ende des Menschen durch die Singularität der KI).[3] Greift man diese Metapher auf, könnte man auch sagen, dass gegenwärtig der fünfte Reiter im Erscheinen begriffen ist. Der fünfte Reiter symbolisiert die Katastrophe, die uns bevorsteht, weil wir die Klimakrise nicht aufhalten können. Dies ist die Apokalypse im Anthropozän. Doch was steht uns in der endzeitlichen Lage, die von der Klimakrise verursacht wurde, bevor? Zur Offenbarung des Johannes gibt es verschiedene Auslegungen, doch eine weithin bekannte endzeitliche Vorstellung ist, dass im entscheidenden Moment des Armageddon, der letzten Schlacht, die einen überleben und die anderen zugrunde gehen werden. Nur jenen, die auserwählt sind, wird am Ende ein friedliches Paradies auf Erden zuteilwerden.

    (Zitat aus dem Vorwort des Buches)

  • Hat Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen?

    Die Wahrheit, die viele
    über die Genesis nicht kennen | 1


    Seit Jahrhunderten gehört eine Frage zu den häufigsten unter Gläubigen, Skeptikern und
    Neugierigen: Hat Gott die Welt wirklich in sieben Tagen von jeweils vierundzwanzig
    Stunden erschaffen?
    Die Frage scheint einfach zu sein, doch in Wirklichkeit führt sie uns zu einem der tiefsten
    Themen der gesamten christlichen Theologie. In einer Zeit, in der viele Glauben und
    Wissenschaft gegeneinanderstellen, in der manche glauben, die Annahme der Genesis
    zwinge dazu, Astronomie, Geologie oder Biologie abzulehnen, und andere meinen, die Bibel
    sei durch wissenschaftliche Entdeckungen widerlegt worden, ist es notwendig, den heiligen
    Text mit Intelligenz, Ehrfurcht und Tiefe neu zu lesen.

    Die katholische Kirche hat immer gelehrt, dass die Heilige Schrift wahr ist. Zugleich hat sie
    darauf bestanden, dass sie entsprechend ihrer literarischen Gattung, ihres historischen
    Kontextes und der Absicht ihrer inspirierten Verfasser ausgelegt werden muss.
    Wenn wir also die ersten Kapitel der Genesis aufschlagen, lesen wir kein Handbuch moderner
    Kosmologie, sondern eine göttliche Offenbarung darüber, wer die Welt erschaffen hat, warum
    Er sie erschaffen hat und welchen Platz der Mensch in ihr einnimmt.

    Die richtige Frage lautet daher nicht einfach: „Wie lange dauerte die Schöpfung?“,
    sondern vielmehr: „Was wollte Gott uns durch den Bericht der sieben Tage lehren?“

    Und die Antwort ist weit faszinierender, als viele sich vorstellen.


    Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch

    Einer der häufigsten Fehler unserer Zeit besteht darin, von der Bibel etwas zu verlangen, was
    sie niemals beabsichtigte zu liefern.
    Die Heilige Schrift wurde nicht geschrieben, um die Zusammensetzung von Atomen, die
    Lichtgeschwindigkeit, das Alter der Galaxien oder die Mechanismen der biologischen
    Evolution zu erklären.
    Ihr Ziel ist es, den Menschen zum Heil zu führen.
    Wie der große Kirchenlehrer, der heilige Augustinus, lehrte, wollte Gott uns zeigen, wie man


    in den Himmel gelangt, nicht wie die Himmel funktionieren.
    Das bedeutet nicht, dass die Bibel Fehler enthält. Es bedeutet vielmehr, dass wir die Art von
    Wahrheit, die sie vermittelt, richtig verstehen müssen.
    Wenn ein Psalm sagt, dass „die Berge wie Widder hüpfen“ (Psalm 114), glaubt niemand, dass
    Berge tatsächlich Beine besitzen.

    Ebenso müssen wir uns, wenn die Genesis die Schöpfung in einer Abfolge von sieben Tagen
    beschreibt, fragen, welche theologische Bedeutung damit vermittelt wird.


    Die Sprache der Genesis: Eine antike Sicht der Welt

    Um den Schöpfungsbericht zu verstehen, müssen wir uns daran erinnern, dass er für die
    Völker des Alten Orients geschrieben wurde.
    Diese Kulturen verfügten weder über Teleskope noch über astronomische Observatorien.
    Sie beschrieben die Wirklichkeit so, wie sie sie wahrnahmen.

    Deshalb spricht die Genesis von:

    • Den Himmeln.
    • Der Erde.
    • Den Wassern oberhalb.
    • Den Wassern unterhalb.
    • Dem Firmament.

    Dabei handelt es sich nicht um eine von Gott inspirierte Unwissenheit.
    Vielmehr sprach Gott zu den Menschen in einer Sprache, die sie verstehen konnten.
    Genauso wie wir heute noch vom „Sonnenaufgang“ sprechen, obwohl wir wissen, dass sich
    die Erde um die Sonne bewegt, beschrieben die biblischen Autoren die Welt entsprechend
    der alltäglichen menschlichen Erfahrung.

    Warum sagt die Bibel „Himmel und Erde“?

    Hier finden wir ein außerordentlich wichtiges Detail.
    Im Althebräischen gab es kein Wort, das unserem modernen Begriff des „Universums“
    entsprach.
    Um die Gesamtheit der Schöpfung auszudrücken, verwendete man daher ein literarisches
    Stilmittel, das als Merismus bezeichnet wird.
    Ein Merismus besteht darin, zwei Gegensätze zu nennen, um das Ganze auszudrücken.
    Wenn die Genesis also beginnt mit den Worten:

    „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (Genesis 1,1)

    Dann bedeutet das nicht, dass Gott lediglich den Himmel und den Boden erschaffen hat.
    Es bedeutet, dass Gott absolut alles erschaffen hat.
    „Himmel und Erde“ entsprechen dem, was wir heute nennen würden:

    Den Kosmos.
    Das Universum.
    Die gesamte geschaffene Wirklichkeit.

    Die zentrale Botschaft lautet, dass nichts außerhalb der schöpferischen Macht Gottes
    existiert.

    Was bedeutet ein „Tag“ in der Genesis wirklich?

    Hier gelangen wir zum Kern der Debatte.
    Das verwendete hebräische Wort lautet yom.
    Dieses Wort kann bedeuten:

    • Einen Tag von vierundzwanzig Stunden.
    • Einen unbestimmten Zeitraum.
    • Ein Zeitalter.
    • Eine historische Epoche.
    • Eine von Gott bestimmte Zeit.


    Selbst innerhalb der Heiligen Schrift finden wir unterschiedliche Verwendungen.
    Zum Beispiel:

    „Denn tausend Jahre sind vor Deinen Augen wie der gestrige Tag,
    der vergangen ist.“ (Psalm 90,4)

    Und auch:

    Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre
    wie ein Tag.“ (2 Petrus 3,8)

    Aus diesem Grund waren viele Kirchenväter der Auffassung, dass die „Tage“ der Genesis
    nicht notwendigerweise als gewöhnliche chronologische Tage verstanden werden müssen.

    Ein Detail, das viele übersehen

    Es gibt noch eine weitere interessante Beobachtung.
    Die Sonne erscheint erst am vierten Tag.
    Nach unserer Art, Zeit zu messen, hängen Tage jedoch gerade von der scheinbaren
    Bewegung der Sonne ab.
    Daraus ergibt sich eine logische Frage:

    Wie konnte es Sonnentage geben, bevor die Sonne existierte?

    Der Text selbst scheint darauf hinzuweisen, dass er etwas Tieferes als eine bloße Chronologie
    vermitteln möchte.


    Die heilige Symbolik der Zahl Sieben


    Um den Bericht zu verstehen, müssen wir die Bedeutung der Zahl Sieben im biblischen
    Denken erfassen.
    Die Sieben steht für:

    • Fülle.
    • Vollkommenheit.
    • Ganzheit.
    • Ein vollendetes Werk.
    • Weihe.

    Sie erscheint ständig in der gesamten Heiligen Schrift.
    Wir finden:

    • Sieben Leuchter.
    • Sieben Posaunen.
    • Sieben Siegel.
    • Sieben Kirchen.
    • Die sieben Gaben des Heiligen Geistes.
    • Siebzigmal sieben.
    • Den heiligen siebten Tag.

    In der Bibel ist die Sieben die Zahl des vollkommenen Werkes Gottes.

    Deshalb ist der Schöpfungsbericht in sieben Tage gegliedert.
    Er will nicht lediglich über eine zeitliche Abfolge informieren.
    Er will zeigen, dass die Schöpfung ein vollkommenes, geordnetes und von Gott gewolltes
    Werk ist.


    Die Struktur der sieben Tage

    Viele Gelehrte haben eine wunderbare Symmetrie im Bericht erkannt.
    Die ersten drei Tage bereiten die Welt vor.
    Die nächsten drei füllen sie.
    Dann kommt der siebte Tag.
    Betrachten wir sie im Einzelnen.


    Erster Tag: Das Licht

    Gott trennt das Licht von der Finsternis.
    Er erschafft nicht einfach nur eine Lichtquelle.
    Er bringt Ordnung an die Stelle des Chaos.

    Das Licht symbolisiert:

    • Die Wahrheit.
    • Die Weisheit.
    • Die göttliche Gegenwart.

    Deshalb sagt das Evangelium später:

    „Ich bin das Licht der Welt.“ (Johannes 8,12)

    Die Schöpfung beginnt mit dem Licht, weil alles Sein von Gott ausgeht.
    ...

    Weiter lesen hier -----> https://catholicus.eu/de/hat-gott-di…s-nicht-kennen/

  • „Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre
    wie ein Tag.“ (2 Petrus 3,8)

    Aus diesem Grund waren viele Kirchenväter der Auffassung, dass die „Tage“ der Genesis
    nicht notwendigerweise als gewöhnliche chronologische Tage verstanden werden müssen.

    Gott ist ewig. D.h. er hat keinen Anfang und kein Ende.
    Was widerum bedeutet, er ist zeitlos.
    Es gibt bei Gott, oder im Jenseits, oder im Himmel, egal wie man es bezeichnen will, keine Zeit.
    Weil wir, ebenso wie die damaligen Menschen, das nicht verstehen können, sollte das 1000 Jahre wie ein Tag und umgekehrt, eben dies sagen. Es gibt für Gott keine Zeit. Er ist nicht an Zeit gebunden.
    Es soll aber keine mathematische Umrechnungsformel sein.

  • Ergänzend dazu:

    Zitat

    Die Bezeichnung „Kosmos“ ist aus altgriechisch κόσμος ‚Ordnung‘ entlehnt. Sie geht auf den Philosophen Anaximenes (6. Jahrhundert v. Chr.) zurück, der sie im Rahmen der Pneumalehre verwendete.[6] Über die Bedeutung der Bezeichnung „Universum“ hinausgehend, bringt sie zum Ausdruck, dass sich das Universum in einem „geordneten“ Zustand befinde – „Kosmos“ bildete demnach einen Gegenbegriff zum Chaos.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Universum

    Ich denke, die Ordnung des Universums, des Kosmos, hat die Menschen aller Kulturen seit deren Entdeckung am Himmel fasziniert und ließ sie auf Gott bzw. Götter schlussfolgern.

  • *Die neue Woche beginnt bei 0:0*

    Das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft am späten Samstagabend gegen die Elfenbeinküste war spannend bis zur letzten Minute. Erst der Rückstand, dann der Ausgleich und schließlich der Sieg.

    Was mich dabei beeindruckt hat: Die Mannschaft hat zusammengehalten. Niemand hat nach dem Gegentor aufgegeben. Niemand hat gesagt: „Das war’s.“ Sie haben weitergespielt, weitergekämpft und an ihre Chance geglaubt.

    Vielleicht ist das ein schönes Bild für den Beginn dieser neuen Woche.

    Nicht jede vergangene Woche war ein Sieg. Manches ist liegen geblieben. Manche Gespräche sind nicht so gelaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Manche Gebete scheinen noch immer unbeantwortet zu sein. Vielleicht starten wir sogar mit einem kleinen „Rückstand“ in den Montag.

    Aber Gottes Geschichte mit uns ist noch nicht zu Ende.

    Jeremia schreibt mitten in einer Zeit voller Krisen und Enttäuschungen:

    „Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu.“ (Klagelieder 3,22–23)

    Alle Morgen neu.

    Was für ein Gedanke für einen Montagmorgen! Gott lebt nicht von den Ergebnissen der vergangenen Woche. Er schenkt uns keinen gebrauchten Montag, sondern einen neuen Anfang.

    Und wie eine gute Mannschaft zusammenhält, so sind auch wir als Christen nicht dazu berufen, alleine durchs Leben zu gehen. Wir tragen einander, ermutigen einander und erinnern uns gegenseitig daran: Ein Rückstand ist noch keine Niederlage.

    Wenn heute etwas nicht gelingt, dann gibt es morgen wieder Gottes neue Gnade. Wenn ein Weg verschlossen scheint, kann morgen eine neue Tür aufgehen. Wenn die Hoffnung klein geworden ist, kann Gott sie neu wachsen lassen.

    Die neue Woche beginnt nicht mit unseren Fehlern, sondern mit Gottes Treue.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • ⚽ *Ein kleiner Fehler – und alle leiden mit*

    Beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Mexiko passierte dem südkoreanischen Torwart etwas, das er wahrscheinlich nie vergessen wird. Ein Ball, der eigentlich sicher schien, rutschte ihm aus den Händen. Ein Augenblick. Ein kleiner Fehler. Die mexikanischen Spieler reagierten blitzschnell und erzielten das entscheidende Tor.

    Der Torwart stand danach im Mittelpunkt. Doch verloren hatte nicht nur er. Die ganze Mannschaft verlor. Die Fans litten mit. Das Ergebnis traf alle.

    Genau an dieser Stelle sind die Worte des Paulus erstaunlich aktuell:

    „Einer trage des anderen Lasten; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2)

    In unserer Welt suchen wir oft nach Schuldigen. Wer hat den Fehler gemacht? Wer ist verantwortlich? Wer hat versagt?

    Doch Paulus zeigt einen anderen Weg. Nicht den Finger auf den Schuldigen richten, sondern die Hand auf seine Schulter legen.

    Das ist das Geheimnis einer christlichen Gemeinschaft. Wenn einer fällt, sagen wir nicht: „Selbst schuld!“ Wenn einer versagt, sagen wir nicht: „Wie konnte er nur?“ Sondern wir tragen mit. Wir leiden mit. Wir beten mit. Wir helfen auf.

    Denn die Wahrheit ist: Jeder von uns hat schon einmal einen Ball fallen lassen. Jeder kennt Momente, in denen eine falsche Entscheidung, ein unbedachtes Wort oder eine Schwäche Folgen hatte.

    Und wie dankbar sind wir dann für Menschen, die nicht gegen uns spielen, sondern an unserer Seite stehen.

    Jesus selbst hat genau das getan. Er kam nicht, um die Fehler der Menschen aufzuzählen. Er kam, um ihre Lasten zu tragen. Unsere Schuld wurde seine Last. Unser Versagen wurde sein Kreuz.

    Vielleicht kennst du heute jemanden, der gerade einen „Torwart-Moment“ erlebt – jemanden, der einen Fehler gemacht hat und sich dafür schämt.

    Dann sei nicht der Zuschauer auf der Tribüne, der pfeift. Sei der Mannschaftskamerad, der den Arm um ihn legt.

    Denn genau so sieht das Gesetz Christi aus: Nicht Schuld verteilen, sondern Lasten tragen.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Wem geben wir den Ball?

    Wer die Spiele der argentinischen Nationalmannschaft verfolgt hat, kennt dieses Bild: Sobald sich die Gelegenheit bietet, suchen die Mitspieler einen Mann – Lionel Messi. Sie spielen ihm den Ball zu. Nicht aus Bequemlichkeit. Nicht weil sie selbst nichts können. Sondern weil sie wissen: Wenn einer den Unterschied machen kann, dann er.

    Es ist faszinierend zu beobachten. Da läuft ein talentierter Spieler über das Feld, hätte selbst die Möglichkeit abzuschließen – und entscheidet sich dennoch: Der Ball gehört zu Messi.

    Während ich darüber nachdachte, kam mir eine Frage:

    Was wäre, wenn mein Nächster für mich das wäre, was Messi für Argentinien ist?

    Was wäre, wenn ich mein Leben nicht ständig auf mich selbst ausrichte? Auf meine Wünsche, meine Pläne, meine Vorteile, meine Anerkennung?

    Paulus schreibt: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Galater 2,20)

    Das ist eine radikale Aussage. Paulus sagt nicht: „Jesus hilft mir gelegentlich.“ Er sagt: „Mein Leben gehört ihm. Er spielt durch mich.“

    Und plötzlich bekommt die Liebe zum Nächsten eine ganz neue Bedeutung.

    Jede Begegnung wird zu einem Pass. Jede Entscheidung zu einer Ballabgabe. Jede Gelegenheit zur Hilfe wird zu einem Moment, in dem ich fragen kann: Spiele ich heute auf mich selbst – oder auf Christus?

    Der echte Glaube zeigt sich nicht zuerst in theologischen Diskussionen, sondern darin, wie wir Menschen behandeln. Jesus sagte, dass die Welt seine Jünger an ihrer Liebe erkennen wird.

    Vielleicht beginnt Christsein genau dort: Nicht jedes Mal selbst das Tor schießen zu wollen. Nicht immer im Mittelpunkt stehen zu müssen. Nicht ständig zu fragen: „Was habe ich davon?“

    Sondern den Ball weiterzugeben. An Christus.

    Und zu den Menschen, die er liebt.

    Denn am Ende gewinnt nicht die Mannschaft, in der jeder für sich spielt. Am Ende gewinnt die Mannschaft, in der alle wissen, wem der Ball gehört.

    Heute begegnen dir Menschen, die Gottes Liebe brauchen. Wem gibst du den Ball?

    ⚽🙏🏻 „Nicht mehr ich, sondern Christus in mir.“ (Galater 2,20)

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Huub Oosterhuis: „Psalmen“

    Ich habe angefangen ein an die Psalmen angelehntes Buch zu lesen. Huub Oosterhuis sei, so der Klappentext des von mir erstandenen Buches, Dichter „zeitgenössischer geistlicher und liturgischer Texte und Lieder.“ Oosterhuis’ Buch mit Psalmen hat der Verlag Herder aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzen lassen — in Arbeitsteilung der beiden Übersetzer Annette Rothenberg‑Joerges und Hanns Keßler. Die deutschsprachige Ausgabe erschien 2014, drei Jahre nach dem niederländischen Original.

    Ich habe das Buch erst gestern Abend geöffnet und eben einen Psalm daraus gelesen und auch ein wenig mit dem biblischen Psalm laut der Einheitsübersetzung von 1981 verglichen, die griffbereit in meiner Nähe lag.

    Keineswegs darf man eine nur poetische Umformulierung der Psalmen erwarten; sondern Oosterhuis’ Psalm kann sich erheblich vom biblischen Psalm unterscheiden. Wie oft sich Oosterhuis und wie stark er sich von den biblischen Psalmen auch thematisch entfernt, kann ich noch nicht beurteilen. Anscheinend versucht er, negative oder potentiell antisoziale, unfreundliche Inhalte der Psalmen ganz zu vermeiden.

    Bei Interesse, kann ich hier ein Beispiel ins Forum stellen.
    Schlage jemand einen kurzen Psalm vor — aber bitte nicht Psalm 23. Ich würde dann ein oder zwei kurze Auszüge aus Oosterhuis’ Fassung zitieren (im Rahmen des Zitatrechts) und kurz kommentieren.

    "Prüft alles und, was gut ist,
    das behaltet. Aber was böse ist,
    darauf lasst euch nicht ein..."

    1. Thessalonicher 5, 21.22

    "Wähle das Leben, damit du lebst."
    5. Mose 30, 19

  • Sind Wissenschaftler Gott nun immer dichter auf der Spur ?

    Bewusstsein und Geist und Intelligenz waren zuerst da.

    Autor: Sameen David

    Die neue Theorie besagt, dass Bewusstsein vor Beginn von Raum und Zeit existierte

    Stellen Sie sich vor, alles, was Sie sehen, alles, was Sie berühren, ja selbst der Fluss der Zeit wäre nicht die Grundlage der Realität. Stellen Sie sich stattdessen vor, der grundlegendste Bestandteil des Universums wäre nicht Materie, nicht Energie, nicht Raum, nicht Zeit – sondern Bewusstsein. Das klingt verrückt, fast mystisch, doch immer mehr seriöse Wissenschaftler und Philosophen fragen sich insgeheim, ob unser bisheriges Bild nicht völlig falsch ist.

    In dieser neuen Denkrichtung ist Bewusstsein kein zufälliges Nebenprodukt eines kalten, gleichgültigen Universums. Vielmehr könnte es umgekehrt sein: Raum, Zeit und Materie könnten Muster sein, die innerhalb eines fundamentaleren Feldes einer gedankenähnlichen Realität in Erscheinung treten. Diese Idee ist umstritten, wird heftig diskutiert und ist noch lange nicht endgültig geklärt. Doch sie ist so faszinierend, dass man sie kaum noch ausblenden kann, sobald man sie einmal in Betracht gezogen hat. Betrachten wir nun genauer, was diese Theorie besagt, warum sie von einigen klugen Köpfen ernst genommen wird und wo sie möglicherweise fehlerhaft ist.

    Warum sollte überhaupt jemand annehmen, dass das Bewusstsein zuerst da war?

    Auf den ersten Blick klingt die Behauptung, Bewusstsein existiere vor Raum und Zeit, eher nach einer nächtlichen Studentendiskussion als nach einem Seminar in Physik oder Philosophie. Doch die Motivation für diese radikale Idee entspringt oft ganz praktischen wissenschaftlichen Problemen. Das schwierigste davon ist das sogenannte harte Problem des Bewusstseins: Wie und warum entsteht subjektive Erfahrung, das Gefühl, „wie es ist“, man selbst zu sein, aus Hirnsubstanz, die unter dem Mikroskop rein physikalisch erscheint?

    Jahrzehntelang galt die Standardantwort: Wenn man das Gehirn ausreichend versteht, ergibt sich das Bewusstsein von selbst. Doch trotz unglaublicher Fortschritte in den Neurowissenschaften – der Kartierung von Netzwerken, der Messung von Aktivität und der Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen – erscheint der Sprung von elektrischen Signalen zur gelebten Erfahrung immer noch unüberwindbar. Einige Forscher stellen daher die Frage, ob wir nicht in die falsche Richtung gehen: Anstatt zu glauben, Bewusstsein entstehe aus der Materie, könnte die Beschaffenheit der Materie auf fundamentaleren, informations- oder erfahrungsbezogenen Gesetzmäßigkeiten beruhen. Anders ausgedrückt: Vielleicht ist nicht das Bewusstsein das, was durch die Physik erklärt werden muss, sondern die Physik das, was durch das Bewusstsein erklärt werden muss.

    The New Theory That Says Consciousness May Have Existed Before Space and Time - discoverwildscience
    Sameen DavidImagine if everything you see, everything you touch, even the flow of time itself, was not the ultimate foundation of reality. Imagine instead that…
    discoverwildscience.com
  • Bei Interesse, kann ich hier ein Beispiel ins Forum stellen.
    Schlage jemand einen kurzen Psalm vor — ... Ich würde dann ein oder zwei kurze Auszüge aus Oosterhuis’ Fassung zitieren (im Rahmen des Zitatrechts) und kurz kommentieren.

    Ich bin interessiert an Psalm 145 mit seinen 21 Versen! In der Lutherbibel 2017 (von Deutsche Bibelgesellschaft) mit

    Gottes ewige Güte

    überschrieben.

    Danke lieber Daniels für diese Übersetzung von Huub Oosterhuis' „Psalmen“!

  • Zerbröselnde Staatsform ------Leben wir schon in der Idiotenherrschaft?

    Eine Kolumne von Christoph Schwennicke

    Lange sah es so aus, als würde die Demokratie als Krone der Schöpfung unter den Staatsformen obsiegen. Das ist widerlegt. Und lässt unseren Kolumnisten schwanken zwischen Verzweiflung und letzter Hoffnung in die Maschine.

    Neulich hat mich meine Frau auf einen Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aufmerksam gemacht. Es gibt da offenbar ein neues Phänomen, das sich Heterofatalismus nennt. Ganz präzise müsste man von Heterafatalismus sprechen, denn es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, um Frauen, die sich damit abgefunden haben, heterosexuell zu sein, und deshalb mit dem Umstand irgendwie klarkommen müssen, ein Dasein mit Männern bei all deren Defiziten und Unzulänglichkeiten in Unzufriedenheit auszuhalten.

    Was mir seither zu denken gibt: Meine Frau hatte sofort begriffen, was damit gemeint ist, während ich mir das immer noch erarbeite. Vielleicht muss ich mal wieder das Büchlein "Der Mann als logische und sittliche Unmöglichkeit und als Fluch der Welt" von Helene von Druskowitz aus dem Schrank holen, um besser zu verstehen.

    Jedenfalls lässt mich der Begriff seither nicht mehr los. Weil ich jetzt endlich weiß, wie sich mein Zustand zusammenfassen lässt. Es gibt endlich ein Wort dafür. Hier kommt es: Ich bin auf dem besten (oder schlechtesten) Wege, Ochlofatalist zu werden. Oder es schon zu sein.

    Der erste Teil dieses Wortes begegnete mir im sechsten Buch der "Historien" des Griechen Polybios. In seinem Kreislauf der Verfassungen, angeknüpft an eine Theorie Platons, führt der Zeitgenosse und Freund Scipios (Polybios lebte im alten Rom) aus, dass sich die Herrschaftsformen wie die Jahreszeiten fast naturgesetzlich ablösen.

    Der Mensch kommt in die Welt und sucht sich einen Führer, das ist der Monarch. Dann beginnt dieser verderbt und dekadent zu werden, und die im Prinzip gute Form der Regierung kippt in die Tyrannis. Dann tun sich mehrere zusammen, stürzen den Tyrannen und bilden eine Aristokratie, die Herrschaft der Mehreren.

    Und dann geht das Ganze wieder von vorne los

    Auch sie erliegen allerdings dann wieder den Versuchungen und Lastern, das Ganze kippt in die abermals schlechte Form der Oligarchie. Daraufhin nimmt sich das ganze Volk der Sache an und es kommt zur Demokratie.

    Aber auch die degeneriert und mündet in einer Ochlokratie. In der Herrschaft der Blöden.

    Und dann geht das Ganze wieder von vorne los. An dieser Lehre duldet Polybios keinen Widerspruch. Allenfalls die Dauer der jeweiligen Perioden könnten differieren. Das Muster aber kommt einem Naturgesetz gleich.

    Seit ich dieses kleine Reclam-Büchlein gelesen habe, steht das Bändchen in der Handbibliothek meiner Hausgötter. Bei Jaspers, Hobsbawm, Sloterdijk, Bergson, Lübbe. Es ist so klug und stilistisch brillant geschrieben. Ein intellektueller Hochgenuss.

    Spätestens seit der Herrschaft des Donald Trump in den USA kann man den Eindruck bekommen, dass die Demokratie, die beste aller unzulänglichen Herrschaftsformen, in eine Ochlokratie gekippt ist.

    Der atemberaubende Zulauf zur AfD hierzulande, der jahrzehntelange Erfolg dieses Suppenkaspers Nigel Farage in Großbritannien, der erst jetzt wieder einen Briten-Premier zu Fall brachte, all das bestärkt mich darin: Die westlichen Demokratien sind zum Teil in der Blödokratie angekommen.

    Keine Lust mehr, dem Kaiser Kleider anzudichten

    Nach einer Unverschämtheit des US-Präsidenten beim jüngsten G7-Gipfel in Evian-les-Bains gegenüber der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ein Kommentator einer italienischen Zeitung zum ersten Mal weltweit geschrieben, was offensichtlich ist: Trump sei ein "Coglione", ein Vollidiot. "Punkt".

    Der Kollege hatte offenbar das Spielchen mit den Kleidern des Kaisers satt, während andere, wie der deutsche Bundeskanzler, noch versuchen, Trump mit einem albernen Fußballtrikot milde zu stimmen.

    Vor mehr als 20 Jahren, ich habe das schon mal erwähnt, hat eine amerikanische Science-Fiction-Komödie die Wirklichkeit von heute vorempfunden.

    In "Idiocracy" wird Amerika von einem verblödeten Ex-Wrestler auf einem dreirädrigen Motorrad regiert, der seine Präsidentschaft als einzige große Show versteht, während das Land verkommt und die Ernte auf den Feldern verdorrt. Damals muss der Film als völlig überdreht rübergekommen sein. Heute bleibt das Lachen im Halse stecken.

    Wenn menschliche Intelligenz in der Breite schwindet

    Der charismatische Idiot Dwayne Camacho konnte in dem Streifen nur deshalb Präsident werden, weil die Bevölkerung vollkommen verblödet war. Spuren davon finden sich auch jetzt.

    Was, wenn menschliche Intelligenz in der Breite derart schwindet, dass sie keine Basis mehr für eine intakte und vernunftgesteuerte Demokratie bereithält? Ist doch klar: Wenn die menschliche Intelligenz zurückgeht, kommt sofort die künstliche ins Spiel. Sie springt in die Bresche.

    These dazu: Sie macht erst alles exponentiell noch viel schlimmer – bevor es vielleicht, aber nur vielleicht, besser wird. Es wird viel diskutiert gerade, ob man als Autor einen Meinungsbeitrag, einen Essay oder eine Kolumne von der Maschine schreiben lassen und das dann als eigene geistige Leistung verkaufen darf.

    Dazu habe ich eine klare Meinung, um die geht es jetzt aber gar nicht. Tatsache ist, dass dieses maschinell hergestellte Hackfleisch derzeit jedenfalls zurückgreifen muss auf originäre Gedanken von Menschen. Sie vermantscht das dann nur mehr zu einem neuen Brei.

    Nichts gegen Bouletten

    Nichts gegen Bouletten. Aber gemischtes Hack ist eben kein Steak. Und auch kein Tartar. Wenn der kreative Input immer weniger wird, weil das massenhaft hergestellte Maschinenmaterial alles flutet und das Menschengemachte und Gedachte verdrängt, dann wird alles zwangsläufig immer dünner in seiner Substanz.

    So ähnlich wie bei den Globuli in der Kügelchenfabrik. Die derzeitigen Maschinen sind stupide Sprachmodelle. Sie können nur wiederkäuen. Das aber in rauen Mengen. Erst wenn die nächste Generation der KI flächendeckend kommt, das sogenannte Deep Learning, ist die Maschine selbstständig imstande, eigene Gedanken zu entwickeln.

    Demokratie in der Krise: Leben wir schon in der Idiotenherrschaft?

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16