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  • Sieghard Frischmann

    In letzter Zeit wurden intensive Gedanken zu den biblischen Schöpfungserzählungen ausgetauscht. An diese Diskussion möchte ich anknüpfen und einen Aspekt in den Mittelpunkt stellen, der seit den 1970er-Jahren verstärkt Aufmerksamkeit in Politik, Gesellschaft und Kirche erfährt - die Schöpfungsethik.

    Politik, Umweltverbände und Kirchen berufen sich dabei häufig auf Genesis 2,15, wo dem Menschen aufgetragen wird, den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren. Auch Genesis 1,28 wird herangezogen, wo Gott den Menschen auffordert, die Erde zu füllen und sie sich „untertan zu machen“.

    Dass sich der Auftrag in Genesis 2 ausdrücklich auf den Garten Eden bezieht, während in Genesis 1 die ganze Erde genannt wird, wäre sogar eine exegetisch relevante Differenzierung, die ich hier bewusst ausklammere.

    Unstrittig ist zunächst: Gott überträgt dem Menschen eine Aufgabe.

    Genau hier setzt meine Frage an. Denn es macht einen entscheidenden Unterschied, ob jemandem vertraut wird oder ob ihm etwas auch zugetraut wird. Einem Kleinkind kann ich vertrauen, dass es den Müll hinausbringen will; zutrauen kann ich es ihm nicht, weil es schlicht zu klein nicht in der Lage ist, den Deckel der Tonne zu öffnen.

    Überträgt man diese Unterscheidung auf die biblischen Texte, stellt sich die Frage neu: Gott übergibt dem Menschen die Erde – aber traut er ihm diese Aufgabe tatsächlich zu? Oder ist in der Übertragung selbst bereits angelegt, dass der Mensch der Aufgabe strukturell nicht gewachsen ist?

    Über viele Jahre habe ich mich im theologischen Mainstream bewegt und meine ethischen Maßstäbe an Genesis 1 und 2 ausgerichtet. Die zudem zutiefst adventistische sind Erst allmählich ist mir aufgefallen, dass es einen grundlegenden Unterschied macht, ob Gott dem Menschen grundsätzlich vertraut oder ob er ihm die Tragweite dieser Aufgabe wirklich zutraut. Die Möglichkeit, dass Gott zwar Vertrauen schenkt, dem Menschen die Aufgabe jedoch nie in vollem Umfang zutraut, verändert die Grundlage einer religiös begründeten Schöpfungsethik erheblich.

    Vor dem Hintergrund gegenwärtiger ökologischer und politischer Entwicklungen gewinnt diese Frage zusätzliche Schärfe.

    Ist eine Schöpfungsethik normativ tragfähig, wenn menschliches Scheitern nicht als Abweichung, sondern als strukturelle Grenze menschlicher Existenz verstanden wird?

    Und welche Konsequenzen hätte dies für das Verhältnis von göttlichem Auftrag, menschlicher Verantwortung und theologischer Hoffnung?

    Diese Überlegungen möchte ich zur Diskussion stellen.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Ist eine Schöpfungsethik normativ tragfähig, wenn menschliches Scheitern nicht als Abweichung, sondern als strukturelle Grenze menschlicher Existenz verstanden wird?

    Ich denke, dass Gott "wusste", dass der Mensch an dieser Aufgabe "scheiten" wird.

    Wir (Menschen) werden die Erde (Schöpfung) weder bewahren, noch retten können. Das ist auch aus den verschiedensten Prophezeiungen abzuleiten.

    Ich würde das mit unserer Gesundheit vergleichen wollen. Wir können (als Menschen) die Gesundheit in beschränktem Maße reparieren oder erhalten, aber eben nur in engem Rahmen. Am Endes ist Gesundheit für das Individuum weder eindeutig vorhersehbar noch kann sie gesichert werden. Soll uns das zu grob fahrlässigem Verhalten verleiten? Nein.

    Liebe Grüße, Heimo

  • Ist eine Schöpfungsethik normativ tragfähig, wenn menschliches Scheitern nicht als Abweichung, sondern als strukturelle Grenze menschlicher Existenz verstanden wird?

    Ich denke, dass Gott "wusste", dass der Mensch an dieser Aufgabe "scheiten" wird.

    Wir (Menschen) werden die Erde (Schöpfung) weder bewahren, noch retten können. Das ist auch aus den verschiedensten Prophezeiungen abzuleiten.

    Ich würde das mit unserer Gesundheit vergleichen wollen. Wir können (als Menschen) die Gesundheit in beschränktem Maße reparieren oder erhalten, aber eben nur in engem Rahmen. Am Endes ist Gesundheit für das Individuum weder eindeutig vorhersehbar noch kann sie gesichert werden. Soll uns das zu grob fahrlässigem Verhalten verleiten? Nein.

    Trotz des vorhergesehenen Scheiterns erteilte Gott diese Aufgabe. Welch großartiges Vertrauen setzt er bis heute in die Menschen.

    Herbert Blomstedt wurde gefragt, ob das hohe Alter auf seine vegetarische Lebensweise zurückzuführen ist. Seine Antwort: Es kann sein, muss aber nicht. Mein leiblicher Bruder hat auch so gelebt und ist viel eher gestorben als ich.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Ist eine Schöpfungsethik normativ tragfähig, wenn menschliches Scheitern nicht als Abweichung, sondern als strukturelle Grenze menschlicher Existenz verstanden wird?

    Ich denke, dass Gott "wusste", dass der Mensch an dieser Aufgabe "scheiten" wird.

    Wir (Menschen) werden die Erde (Schöpfung) weder bewahren, noch retten können. Das ist auch aus den verschiedensten Prophezeiungen abzuleiten.

    Ich würde das mit unserer Gesundheit vergleichen wollen. Wir können (als Menschen) die Gesundheit in beschränktem Maße reparieren oder erhalten, aber eben nur in engem Rahmen. Am Endes ist Gesundheit für das Individuum weder eindeutig vorhersehbar noch kann sie gesichert werden. Soll uns das zu grob fahrlässigem Verhalten verleiten? Nein.

    Die untergehende Schöpfung bewahren - mit dieser Ambivalenz muss man erstmal klar kommen. Die Menschheit lebt zwischen "Scheiß egal, wir werden eh alle mal sterben" und "Wir müssen die ganze Welt retten". Wer einen dem übergeordneten Sinn im Leben gefunden hat, sollte damit besser zurechtkommen und in dieser Sache entspannter und ausgewogener sein.

    Andererseits muss ich fragen, wo denn nun die Grenzen des menschlich machbaren sind. Die Grenzen haben sich durch Fortschritt und Technik immer schon verschoben. Führt dieses "Wir können die Welt (aktuell das Klima) eh nicht retten" zu einer Fortschrittsfeindlichkeit und Hoffnungslosigkeit? Sind aus der Einstellung "Wir müssen die Welt retten" nicht unterm Strich mehr positive als negative Entwicklungen entsprungen? Und sind im Gegensatz dazu aus der Einstellung "Wir müssen eh alle sterben" unterm Strich mehr negative als positive Dinge entstanden?

    Wenn ich aktuell in die Welt kucke, dann sehe ich eigentlich den Klimaschutz nach Jahren des Hypes wieder auf dem Rückzug und einen unsozialen Kapitalismus mit autoritären Regimen auf dem Vormarsch.

    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!

  • Also diesen beiden Prophezeiungen nach wird die Erde nicht untergehen:

    Psalm 104,5 "Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich."

    1 Chronik 16,30 "Erzittert vor ihm, ganze Erde! Auch steht der Erdkreis fest, er wird nicht wanken."

  • auf ein Wort , Gerhard Admin

    Mehr und mehr werden Worte und unsere Sprache missbraucht, um uns zu manipulieren. Oft wird nicht eine menschenwürdige Meinungsbildung sondern Vereinnahmung für einen nur zweifelhaften Zweck beabsichtigt. Das Ergebnis ist ein zunehmendes Misstrauen.

    Der größte Schaden ist jedoch, dass die Menschen auch dem Wort Gottes mit diesem Misstrauen begegnen.

    Jesus sagt in (Joh 14,6) „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ Also auf ein Wort der Bibel können wir uns vollkommen verlassen. Aber wir müssen es verstehen – wie auch eine gute Gebrauchsanleitung – dabei kann uns der Heilige Geist eine Helfer sein.

    auf ein Wort“ soll anregen, wichtige Bibelworte im Innern zu bewegen und als Wahrheit aufzunehmen.

    auf ein Wort | auf ein Wort

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Christenverfolgung

    Open Doors Deutschland - Im Dienst der verfolgten Christen weltweit
    Weltweit sind mehr als 380 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Open Doors setzt sich für diese…
    www.opendoors.de

    Unzählige Millionen Christen weltweit leiden unter Repressionen und Angst

    Beispiele:

    Nicht alle Christen können Weihnachten in Frieden und Sicherheit feiern. In Dutzenden Ländern wird ihr Glaube unterdrückt. Freie Ausübung der Religion wird oft dort behindert, wo es auch um andere Menschenrechte nicht gut bestellt ist.

    Christenverfolgung und Gewalt gegen Christen in folgenden Staaten und Ländern:

    Nordkorea

    Die Juche-Ideologie als offizielle Staatsdoktrin Nordkoreas erlaubt grundsätzlich keine Ausübung von Religion. Diese Verletzung der Glaubensfreiheit betrifft natürlich nicht nur die Christen im Land, sondern auch Gläubige anderer Religionen.

    Gaza-Streifen

    Etwa 600 Menschen gehören zur römisch-katholischen Gemeinde in Gaza. Vor dem Krieg waren es 1000, einige sind geflohen, andere sind bei den Kampfhandlungen gestorben. Das Gemeindezentrum mitten in Gaza-Stadt war für Menschen während des Krieges auch ein Schutzort, rund 400 Menschen sind dort untergekommen. Doch auch das Gemeindezentrum wurde von Angriffen getroffen, dabei sind auch Menschen gestorben.

    Syrien

    Etwa 300.000 Christen leben in Syrien, im Jahr 2011 waren es noch 1,5 Millionen. Hunderttausende wurden durch den Krieg vertrieben, rund 120 Kirchen und Gebetsorte sind zerstört. Christen machen nur noch etwa drei Prozent der Bevölkerung aus.

    Indien

    In Indien sind sowohl Christen als auch Muslime von Repression betroffen. Die Regierung des Premiers Narendra Modi hat in den vergangenen Jahren den Druck auf beide Glaubensgemeinschaften massiv erhöht. Dazu gehören die sogenannten Antikonversionsgesetze.

    Nigeria

    Seit vielen Jahren greifen islamistische Gruppen – vor allem Boko Haram und ein westafrikanischer IS-Ableger – Christen an, entführen und ermorden sie. Die Christen leben vor allem im Süden Nigerias. Doch die Gewalt richtet sich auch gegen Muslime, denn die meisten Angriffe gibt es im mehrheitlich von Muslimen bewohnten Norden des Landes. Die Terrorgruppen wollen einen islamischen Staat errichten, in dem strenge Scharia-Gesetze gelten – das ist auch für moderate Muslime eine Bedrohung.

    China

    Im Zuge der Ausweitung der staatlichen Kontrolle hat es viele Festnahmen gegeben und Kirchengebäude wurden abgerissen. Zuletzt wurden im Herbst 2025 etwa 30 Pastoren und Mitglieder einer protestantischen Kirche in sieben Provinzen verhaftet. Unter den Repressionen der KP leiden in besonderem Maße auch die muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang, von denen viele in Internierungslagern festgehalten werden

    und andere Länder

    Gründe der Gewalt gegen Christen

    Die Gründe für die Repressionen im Allgemeinen – und auch speziell gegenüber Christen – sind vielfältig und auch von Land zu Land unterschiedlich. In Ländern wie Nordkorea oder China sind es autoritäre Regime, die in freier Religionsausübung eine potenzielle Gefahr für die Stabilität ihrer Herrschaft oder Ideologie sehen.

    In Nigeria kommt neben dem Terror, der sich gegen Christen und Muslime richtet, die eine islamistische Ideologie ablehnen, die Entführungskriminalität hinzu, die ebenfalls Anhänger beider Glaubensrichtungen betrifft. Durch Lösegelder bereichern sich sowohl die djihadistischen Terrorgruppen Boko Haram und der IS in Westafrika, als auch gewöhnliche Kriminelle.

    Insgesamt jedoch hat das Ausmaß dieser Repressionen gegenüber Christen in den letzten Jahren zugenommen, so wie auch die Zahl autoritär regierter Staaten zugenommen hat, in denen Menschenrechte grundsätzlich nicht oder immer weniger beachtet werden

    Viele Millionen Christen können ihre Religion nicht frei ausüben und leiden unter Repressionen
    In vielen Ländern wird der christliche Glaube unterdrückt. Dort lebende Christen leiden unter Repression und müssen teilweise auch um ihr Leben fürchten .
    www.deutschlandfunk.de
  • Diese Weihnachtsbotschaft hätte ich auch in unserer Gemeinde erwartet!

    Papst Leo XIV. hat an Weihnachten zu Frieden, Hoffnung und Wahrung der Menschenwürde aufgerufen. "Während eine verkehrte Wirtschaft dazu verleitet, die Menschen als Ware zu behandeln, macht sich Gott uns ähnlich und offenbart die unendliche Würde jedes Menschen", sagte er an Heiligabend vor rund 6.000 Menschen im Petersdom.

    "Während der Mensch Gott werden will, um über seine Mitmenschen zu herrschen, will Gott Mensch werden, um uns von jeder Knechtschaft zu befreien.

    Genügt uns diese Liebe, um unsere Geschichte zu verändern?", so der am 8. Mai gewählte Papst in seiner ersten Christmette.

    Papst Leo XIV. während der Christmesse im Petersdom im Vatikan / © Gregorio Borgia (dpa)

    Papst Leo XIV. während der Christmesse im Petersdom im Vatikan / © Gregorio Borgia ( dpa )

    An Weihnachten sei Gott als wehrloses Kind in die Welt gekommen, um die Menschen zu erlösen und sie zu Boten des Friedens zu machen. "Das göttliche Licht, das von diesem Kind ausstrahlt, hilft uns, in jedem beginnenden Leben den Menschen zu sehen", sagte Leo XIV.

    "Kein Platz für die Armen und Fremden"

    Solange aber die "Nacht des Irrtums" diese Wahrheit verdunkle, "gibt es auch keinen Raum für die anderen, für die Kinder, für die Armen und Fremden", zitierte er seinen Vorvorgänger: "Diese so aktuellen Worte von Papst Benedikt XVI. erinnern uns daran, dass es auf Erden keinen Platz für Gott gibt, wenn es keinen Platz für den Menschen gibt: Den einen nicht aufzunehmen bedeutet, den anderen nicht aufzunehmen", mahnte der Papst. "Wo hingegen Platz für den Menschen ist, ist auch Platz für Gott: Dann kann ein Stall heiliger werden als ein Tempel, und der Schoß der Jungfrau Maria ist die Lade des neuen Bundes."

    Das an Weihnachten geborene Kind bedeute Hoffnung für die Menschen heute. "Angesichts des Leids der Armen sendet er einen Wehrlosen, damit er Kraft zum Aufstehen sei; angesichts von Gewalt und Unterdrückung entzündet er ein mildes Licht, das alle Kinder dieser Welt mit Heil erleuchte", so Leo. "Es gibt keine Dunkelheit, die dieser Stern nicht erhellt, denn in seinem Licht sieht die gesamte Menschheit die Morgenröte einer neuen und ewigen Wirklichkeit."

    Weihnachten bedeute nicht "die Lösung jedes Problems, sondern eine Geschichte der Liebe, die uns mit einbezieht".

    Bei dem großen himmlischen Heer, das laut der biblischen Erzählung über dem Stall von Bethlehem erschien, handle es sich um "unbewaffnete und entwaffnende Heerscharen", griff er eine Formulierung auf, die er etwa in seiner jüngsten Botschaft zum Weltfriedenstag nutzte. Diese friedlichen Heerscharen "besingen die Herrlichkeit Gottes, die sich auf Erden im Frieden manifestiert", sagte er.

    Erinnerung an Papst Franziskus

    Außerdem erinnerte Leo an die Eröffnung des Heiligen Jahres vor genau einem Jahr durch seinen im April gestorbenen Vorgänger: Papst Franziskus habe dazu aufgerufen, die Hoffnung dorthin zu bringen, wo sie verloren gegangen sei, sagte Leo mit Blick auf das Motto des Heiligen Jahres, "Pilger der Hoffnung", das am 6. Januar mit Schließung der Heiligen Pforte des Petersdoms zu Ende geht.

    "Verkünden wir also die Freude der Weihnacht, die ein Fest des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung ist", forderte Leo XIV. "Mit diesen Tugenden im Herzen können wir ohne Furcht vor der Nacht der Morgendämmerung des neuen Tages entgegengehen."

    Papst ruft zu Frieden und Wahrung der Menschenwürde auf | DOMRADIO.DE

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • " ... denn in seinem Licht sieht die gesamte Menschheit die Morgenröte einer neuen und ewigen Wirklichkeit."

    Diese » M o r g e n r ö t e « der neuen und ewigen Wirklichkeit ist aber – man schaue in die Ukraine oder in den Südsudan oder nach Nigeria – weiter entfernt denn je und wird erst mit der Wiederkunft von Jesus Christus Wirklichkeit werden! Daher bleibt auch nach Weihnachten die Adventhoffnung bestehen und der Gebetsruf »Maranata! Herr Jesus komme bald!« sollte inniger denn je aus unseren Kehlen und auf den Kanzeln aller christlichen Kirchen erschallen! A m e n.

  • Thema:

    Sexueller Missbrauch in unserer Gesellschaft

    Sexueller Missbrauch an Kindern findet zu mindestens 99 Prozent außerhalb der katholischen Kirche statt. Wenn man sich in dieser Frage nur auf die katholische Kirche konzentriert, dann ignoriert man den sexuellen Missbrauch an Kindern und sogar Babys in großem Ausmaß. Denn das sind die Täter in der Regel: Perverse außerhalb der katholischen Kirche, die aus dem sozialen Umfeld des Kindes kommen oder die ihre Opfer über Internet -Plattformen finden. Täter können auch Frauen sein.

    Beispiele:

    947 Fälle in Berlin in einem Jahr in Berlin

    Kindesmissbrauch: „Wenn du das verrätst, bring’ ich dich um“

    Berlin. Ein Berliner Bezirk zählt mehr Fälle von Kindesmissbrauch als andere. Warum? Und wie können Kinder besser geschützt werden? Eine Spurensuche.

    Das, was der Staatsanwalt da im Kriminalgericht Moabit an einem Montagmorgen vorträgt, ist für Zuhörer nur schwer zu ertragen. Dem Angeklagten Peter A. (Name geändert) wird vorgeworfen, ein zwölfjähriges Mädchen missbraucht und Nacktfotos einer Siebenjährigen angefertigt zu haben. Fünf Minuten und 56 Sekunden lang verliest der Staatsanwalt die Anklage. A. räumt die Vorwürfe nur teilweise ein. Der Tatort? Die Wohnung des Angeklagten in Marzahn-Hellersdorf. Es ist bei weitem kein Einzelfall.

    947 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zählte die Polizei im vergangenen Jahr in Berlin – in keinem Bezirk so viele wie in Marzahn-Hellersdorf. 109 Fälle erfasste die Polizei hier. 95 waren es in Lichtenberg und 91 in Mitte. Auch in den Vorjahren wurden die meisten dieser Straftaten in Marzahn-Hellersdorf registriert. Insgesamt waren es knapp 12 Prozent, also fast jede achte Tat. Der Bezirk ist der viertkleinste der Stadt und verzeichnet trotzdem die meisten Fälle von Kindesmissbrauch. Wie kann das sein?

    Kindesmissbrauch: „Wenn du das verrätst, bring’ ich dich um“
    Ein Berliner Bezirk zählt mehr Fälle von Kindesmissbrauch als andere. Warum? Und wie können Kinder besser geschützt werden? Eine Spurensuche.
    www.morgenpost.de

    Hier ein Video über sexuellen Missbrauch an Kindern außerhalb der katholischen Kirche:

    Undercover unter Sugardaddys: Wer kauft Minderjährige? ► VOLLBILD
    Ein heißes Date im noblen Hotel, Luxusurlaub in der Karibik, teure Klamotten, edle Handtaschen. Sugardating-Plattformen versprechen einen glamourösen Lifesty...
    youtu.be

    Hier das Video über den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Die Täter kamen sogar aus angesehenen Berufen (Ärzte , Lehrer usw.) und es wurden Babys sexuell missbraucht. Es ist ein riesiger Fall außerhalb der katholischen Kirche:

    So jagt die Polizei pädophile Täter | WDR Doku
    21. Oktober 2019. Ein 42 jähriger Familienvater aus Bergisch-Gladbach kehrt aus dem Urlaub zurück. Die Polizei erwartet ihn bereits, nimmt ihm das Handy ab, ...
    youtu.be
  • Sexueller Missbrauch an Kindern findet zu mindestens 99 Prozent außerhalb der katholischen Kirche statt.

    Ich weiß. Ich hatte mich bevor es als Problem der Kath. Kirche in den Medien andauernd präsent war mit Literatur dazu beschäftigt, darin kam die Kirche gar nicht vor. Wenn man heute Fachliteratur dazu aufschlägt, ist das nicht anders.

    Wenn man sich überlegt, dass ab Mitte/Ende der 60er Jahre sogar Straffreiheit dafür gefordert wurde, die Strafen dafür nicht hart, häufig zur Bewährung ausfielen und man auf Therapie setzte... - Wenn man bedenkt, dass in der Odenwaldschule systematischer Missbrauch stattfand, ohne dass es jemanden kümmerte...

    Wenn man sieht, dass nun sich dieselbe verkommene Gesellschaft über den Missbrauch in der Kath. Kirche hoch entrüstet und so tut als sei dies ein spezielles und alleiniges Problem dieser Kirche..., ja was soll man da sagen...

  • Sexueller Missbrauch an Kindern findet zu mindestens 99 Prozent außerhalb der katholischen Kirche statt.

    Ich weiß. Ich hatte mich bevor es als Problem der Kath. Kirche in den Medien andauernd präsent war mit Literatur dazu beschäftigt, darin kam die Kirche gar nicht vor. Wenn man heute Fachliteratur dazu aufschlägt, ist das nicht anders.

    Wenn man sich überlegt, dass ab Mitte/Ende der 60er Jahre sogar Straffreiheit dafür gefordert wurde, die Strafen dafür nicht hart, häufig zur Bewährung ausfielen und man auf Therapie setzte... - Wenn man bedenkt, dass in der Odenwaldschule systematischer Missbrauch stattfand, ohne dass es jemanden kümmerte...

    Wenn man sieht, dass nun sich dieselbe verkommene Gesellschaft über den Missbrauch in der Kath. Kirche hoch entrüstet und so tut als sei dies ein spezielles und alleiniges Problem dieser Kirche..., ja was soll man da sagen...

    Das Traurige ist, weil Missbrauch Spaß macht, Geilheit befriedigt, deshalb von der Gesellschaft als normal angesehen wird, legitimiert werden soll.

    Die Gesellschaft ist ihr eigener Maßstab und Ratgeber. Sie haben nichts andere und wollen auch nichts anderes. Sonst kann Rechenschaft gefordert werden.

    Mit Finger auf Christen zu zeigen, ist nur Vertuschung eigener Fehler. Damit können sich die "Besseren" stolz auf einen höheren Sockel setzen.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Sieghard Frischmann ·

    Das Quartal mit dem Thema "Josua" ist zu Ende gegangen. Bei manchen höre ich schon das Aufatmen, "endlich sind diese alten nichtssagenden Texte vorbei, endlich geht es ins neue Testament!" Ich möchte da einen Anstoß geben zu einer ganz andere Wertschätzung, die allerdings für ein Lesen zwischen den Zeilen zugänglich sein muss.
    Was bleibt vom Buch Josua, wenn man es nicht als Heldengeschichte liest, sondern als Erzählung einer Übergangszeit?

    Der Text beschreibt eine Menschengruppe, deren bisherige Lebensform abrupt endet. Das nomadische Leben, über Jahre eingeübte Routinen und vertraute Sicherheiten fallen weg. Das Neue ist da – aber noch nicht ausgeformt. Übergänge erscheinen im Josuabuch nicht als feierliche Schwellen, sondern als fragile Zwischenräume.

    Auffällig ist dabei, wie nüchtern mit Führung umgegangen wird. Josua wird nicht mythologisiert. Er erfüllt seine Aufgabe – und verschwindet aus der Geschichte, ohne Nachfolger, ohne Dynastie, ohne institutionelles Erbe. Führung wird entpersonalisiert. Statt einer zentralen Leitfigur rückt mit der Tora ein Schriftwerk in den Mittelpunkt. Sie ersetzt quasi einen Anführer, zwingt zur gemeinsamen Auseinandersetzung inclusive Hermeneutik und Exegese . Verantwortung wird nicht weitergereicht, sondern verteilt.

    Ist das vielleicht der eigentliche Kern des Buches Josua: der Übergang von geführtem Handeln zu begründeter Eigenverantwortung? Nicht mehr eine Person entscheidet, sondern Menschen müssen ihr Tun und Lassen an einem gemeinsam anerkannten Gesetzescodex ausrichten, ihn lesen, auslegen, diskutieren. Die auffällige Abwesenheit der Frage „Was will Gott jetzt konkret?“ ist dabei kein Mangel, sondern Programm. In Zeiten des Übergangs ist man scheinbar allein, auf sich gestellt, müssen Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden. Das Nomadenleben mit seinen eingeschliffenen Routinen findet abrupt ein Ende, Neues muss von jetzt auf gleich etabliert werden. Die Sesshaftigkeit ist ein Leben, wo man scheinbar Gott verlustig gegangen ist, die mitwandernde Wolkensäule hat sich in Nichts aufgelöst.

    Was bedeutet das für heutige Übergangssituationen, für uns persönlich, privat? Gesellschaftlich stehen wir vor tiefgreifenden Veränderungen - ökologisch, politisch, sozial, die sich nicht aufhalten lassen. Übergänge betreffen aber auch alltägliche Lebenskontexte. Wenn etwa Haushalte aufgelöst werden müssen, Lebensumstände sich verändern, stellt sich ganz konkret die Frage, was will man selbst behalten, was bekommt der oder die Andere, aufteilen mag schwer fallen, aufteilen und trennen ebenfalls. Solche Beispiele können hier biographische Situationen betreffen oder exemplarisch für Situationen stehen, in denen alte Selbstverständlichkeiten, Gewohnheiten oder Traditionen nicht mehr passen.
    Kann das Buch Josua helfen, solche Übergänge zu deuten?

    Vielleicht, indem es keine Lösungen liefert, sondern indem es einen Perspektivwechsel erzwingt! Nicht alles, was lange als Gewohnheit mitgetragen wurde, ist zukunftsfähig! Traditionen, Gewohnheiten und auch religiöse Deutungsmuster müssen sich neu bewähren. Entrümpelung ist kein Verlust an Identität, sondern Voraussetzung für Handlungsfähigkeit.

    Was nehmen wir aus der Beschäftigung mit dem Buch Josua tatsächlich mit – jenseits der bekannten Heftvorlagen?
    Welche Fragen ploppen bei euch auf, die der Text an uns stellt, gerade weil er Führung entmythologisiert, Sicherheiten relativiert und Verantwortung nicht delegiert?
    Und was bedeutet das für unseren Umgang mit Übergängen, die wir uns nicht ausgesucht haben, die aber dennoch gestaltet werden müssen?
    Irgendwie faszinieren mich diese wenig beachteten und in den Fokus gerückten Kernaussagen des Josua-Buchs, welches damit auch 2026 hoch aktuell ist.

    Schau'n wir mal, was wir im kommenden Quartal aus der Gegenüberstellung eines paulinischen Briefes und eines pseudepigraphischen Briefes an Reifung und Entwicklung theologischer Überzeugungen für unsere Zeit(en) mitnehmen können.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Schau'n wir mal, was wir im kommenden Quartal aus der Gegenüberstellung eines paulinischen Briefes und eines pseudepigraphischen Briefes an Reifung und Entwicklung theologischer Überzeugungen für unsere Zeit(en) mitnehmen können.

    So gut der Artikel bislang von Sieghard Frischmann war, aber hier muss ich ihm energisch widersprechen! Nein auch der Brief an die Kolosser war ein direkt von Paulus im Gefängnis geschriebener Brief! So wie der Philipperbrief auch!

    Sehr traurig dass S. Frischmann hier der HKM auf den Leim gegangen ist! Hatte bislang nicht den Eindruck dass Frischmann besonders historisch-kritisch angehaucht war ...

  • Habe von John Lennox im Buch "2084 - künstliche Intelligenz und die Zukunft der Menschheit" gelesen.

    Es wird derzeit prognostiziert, dass der Erlöser der Menschheit im Herbst 2034 auftritt in Form einer globalen Superintelligenz, die die Menschheit ins Paradies führt. Viele Begeisterte der künstlichen Intelligenz setzen darin all ihre Hoffnung auf diese herrliche Verheißung sowohl Sam Altmann von OpenAI wie auch Elon Musk u.a.

    Was John Lennox schreibt im Buch, ist, dass es diese SUPERINTELLIGENZ ja schon immer gegeben hat, denn sonst wäre das menschliche Gehirn mit seiner unvorstellbaren Komplexität ebensowenig möglich wie die extrem komplizierten DNA mit der höchsten bekannten Informationsspeicherdichte. Denn wer hat denn das Lebendige erschaffen ?

  • Es wird ja immer schlimmer. Hier in diesem Forum erklären einige Jesus Christus -aufgrund deren Worten- mit dem selbsternannten Kriegsgott der Hebräer als identisch (Bogi111 behauptet, es sei Jesus gewesen, der Moses Gesetzgeber jeweils von Angesicht zu Angesicht dessen gesetzlichen Forderungen mitgeteilt und zu Bruder- und Völkermord aufgerufen hat) .

    Und dann kam Putin und verglich die Russischen Soldaten mit Jesus Christus......solch diffamierenden Äusserungen hat der Sohn Gottes, der 3 Jahre seines Lebens opferte um zuallererst seine jüdischen Glaubensgeschwister mit längst fällig gewesenem wahrhaftigen Gottesglauben und dessen Willen für künftig mehr Frieden, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit vertraut zu machen überhaupt nicht verdient.;(

    Putin vergleicht seine Soldaten mit Jesus
    Einen unfassbaren Vergleich hat Russlands Präsident Wladimir Putin im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gezogen. Der Kremlchef sieht seine ...
    www.krone.at
  • Die ganze Welt ist derzeit ein großes Irrenhaus und steht am Übergang zu einem radikalen Umbruch auf allen Ebenen der Gesellschaft und Technologie. Ob das zum Vorteil für die Menschen sein wird ist zu bezweifeln. Auf jeden Fall laufen sie wie Lemminge den neuen Gurus und Heilsbringern hinterher, die ihnen das Paradies versprechen.

  • Wissenschaftler sind der "DNA des Universums" auf der Spur.

    Das Universum besitzt einen verborgenen Bauplan, und Wissenschaftler stehen kurz davor, ihn zu entdecken, den Code.

    Die Vorstellung, dass das Universum einer Art zugrundeliegendem Code folgt, klingt nach Philosophie oder Science-Fiction, doch überraschend viele Physiker und Mathematiker beschäftigen sich derzeit intensiv mit dieser Frage. Von der Galaxienhaufenbildung bis hin zur Wechselwirkung subatomarer Teilchen tauchen immer wieder Muster auf, die weniger Chaos als vielmehr Designregeln ähneln. Die Forscher sprechen von einer tiefgreifenden mathematischen Struktur, die erklären könnte, warum das Universum genau diesen Gesetzen folgt und nicht einer Million anderer Möglichkeiten. In den letzten Jahren haben neue Methoden der Kosmologie, der Quanteninformation und der Hochenergietheorie zu derselben Annahme geführt: Wir könnten kurz davor stehen, einen verborgenen Bauplan zu entschlüsseln, der Raum, Zeit und Materie zugrunde liegt.

    The Universe Has a Hidden Blueprint, and Scientists Are Close to Finding It - discoverwildscience
    The idea that the universe might run on a kind of underlying code sounds like philosophy or science fiction, but right now a
    discoverwildscience.com
  • Wissenschaftler sind der "DNA des Universums" auf der Spur.

    Ich bezweifle, dass dies neu ist. Wahrscheinlich wird derzeit nur neu, mit neuen Worten über Altbekanntes nachgedacht.

    Um meine Behauptung zu belegen, las ich nach:

    Zitat

    Den antiken griechischen Autoren war der Begriff des Naturgesetzes fremd, er wurde in dieser Form nicht verwendet.[3][4] Der griechische Begriff für Gesetz (altgriechisch νόμος Nomos) wurde spezifisch für willentlich gesetzte Normen und Regeln verwendet, er konnte auch „Gewohnheit“ bedeuten. Der Begriff der Natur (altgriechisch φυσικός physikos) wurde geradezu als Gegensatz verstanden[5], er stand für die natürliche, nicht veränderbare Ordnung, etwa von Heraklit als Logos (Vernunft, Sinn) und von Anaximander Nous (Geist, Vernunft) bezeichnet. Dies ging über lediglich beobachtete Regelmäßigkeiten weit hinaus, die ohnehin kein griechischer Denker als irgendwie relevant für so grundlegende Prinzipien anerkannt hätte, hier ging es nicht um die Dinge selbst, sondern um die Grundlagen, die letzten Bestimmungen, aus denen alle Dinge gebildet sind (je nach philosophischer Schule etwa das Feuer, die Elemente, die Atome …). Zwar kannten die Griechen die Vorstellung von Gesetzen, die nicht von Menschen gesetzt worden sind (altgriechisch agraphoi nomoi)[6], diese entsprechen aber eher dem Naturrecht. Im umfangreich überlieferten Werk des Platon und des Aristoteles findet sich der Ausdruck des Naturgesetzes je einmal, und auch das eher in referierendem Zusammenhang.[4] Der Begriff des Naturgesetzes tauchte ersichtlich erstmals bei Platon im Zusammenhang mit der Bewegung menschlicher Körper auf.[7] Zwar schufen die Hebelgesetze des Archimedes die Grundlage für die Mechanik, doch erwähnte er den Begriff nicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Naturgesetz

    Das habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.

    Einmal sind auch Platon und Aristoteles Autoren der Antike. Zum Anderen, ist eine Analyse allein über einen Begriff sehr formal. Auch unterschiedliche Begriffe können dasselbe meinen, bzw. sich in den Überlegungen sehr nahe stehen.

    Sie nannten das Weltall Kosmos:

    Zitat

    griechisch kósmos = Weltall, Weltordnung, eigentlich = Ordnung, Schmuck

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Kosmos

    Denn sie erkannten, dass es kein Chaos war, sondern eine Ordnung. Anhand dieser Ordnung wussten die Bauern wann es Zeit zur Aussaat war. Aufgrund dieser Ordnung war es den Seefahrern möglich sich zu orientieren.

    Aus meinem Zitat:

    "Der griechische Begriff für Gesetz (altgriechisch νόμος Nomos) wurde spezifisch für willentlich gesetzte Normen und Regeln verwendet, er konnte auch „Gewohnheit“ bedeuten. Der Begriff der Natur (altgriechisch φυσικός physikos) wurde geradezu als Gegensatz verstanden[5], er stand für die natürliche, nicht veränderbare Ordnung, etwa von Heraklit als Logos (Vernunft, Sinn) und von Anaximander Nous (Geist, Vernunft) bezeichnet"

    Wirklich ein Gegensatz?

    Oder sind wir es, die den Begriff "Naturgesetz" uns so zurechtbiegen und definieren, dass er als Gegensatz zu verstehen ist? Damit wir schön im materialistischen Denkmuster bleiben und beim Wort Naturgesetz gar nicht erst auf die Idee auf einen Gesetzgeber kommen?

    "er stand für die natürliche, nicht veränderbare Ordnung, etwa von Heraklit als Logos (Vernunft, Sinn)"

    Weil sie das erkannten, hielten sie den Kosmos für gõttlich. Heutige Auffassungen in dieser Richtung bezeichnet man als pantheistisch.

    Johannes griff das auf und sagte an den Schöpfungsbericht erinnernd, ja " Im Anfang war der Logos und der Logos war bei Gott und der Logos war Gott."

    Heute erforschen die Naturwissenschaften, den Gedanken an Gott schon im Ansatz ausschließend, die Natur. Daher kommen bei ihnen im Grunde auch keine Naturgesetze vor, sondern nur Regelmäßigkeiten innerhalb der Natur und Naturkonstanten. Sie kennen weder Vernunft, noch Sinn, sondern nur Zufall und Notwendigkeit (Ursache/Wirkung). Moral und Vernunft sind lediglich Produkte des evolutionären Vorteils. Der Mensch ist nichts weiter als Materie/Material.

    Nun kann man mich rügen und sich entrüsten, ich diskreditiere die Naturwissenschaften. Doch die Welt allein durch die naturwissenschaftlich-materialistische Brille betrachtet, ist dann so.