Was liest Du gerade?

  • In den Kirchen der Welt herrscht geistliche Finsternis.

    Unkenntnis der göttlichen Dinge hat den Blick für Gott und die Wahrheit verdunkelt. Die Kräfte des Bösen nehmen an Macht zu. Satan gaukelt seinen Mitarbeitern vor, er werde ein Werk vollbringen, das die ganze Welt bezaubern wird. Während die Gemeinde da und dort untätig ist, wirken Satan und seine Scharen mit höchster Tatkraft.

    Die etablierten christlichen Kirchen bekehren die Welt nicht, denn sie sind selbst durch Selbstsucht und Stolz verdorben und müssen erst die umwandelnde Macht Gottes in ihren Reihen erfahren, ehe sie andere zu einer reineren und höheren Lebensweise führen können.

    Aus der Schatzkammer der Zeugnisse III, 271. {DC 69.4}

    Wie damals ersetzt man ja auch in unseren Tagen die lebendigen Wahrheiten des Wortes Gottes durch menschliche Lehren und Vermutungen.

    Viele so genannte Prediger des Evangeliums erkennen nicht die ganze Bibel als inspiriertes Wort an: ein Gelehrter verwirft diesen, der andere bezweifelt jenen Teil.

    Sie stellen ihr eigenes Urteilsvermögen über das Wort Gottes, berufen sich bei dem, was sie lehren, auf ihre eigene Autorität und untergraben dadurch den Glauben an den göttlichen Ursprung der Heiligen Schrift.

    So säen sie überall den Samen des Unglaubens. Die Menschen werden verwirrt und wissen nicht mehr, was sie glauben sollen. So kommt es zu Auffassungen, die jeder biblischen Grundlage entbehren. Bilder vom Reiche Gottes 27. {DC 70.1}

    https://egwwritings.org/?modul…7,bookcode:%27%27,filter:[{%27type%27:%27folder%27,%27key%27:%2740%27}])#

  • Leserbrief von Sunya

    Eine Sicht auf den Pastor Olaf Latzel:

    Die Kirche an sich (für die ich grundsätzlich nicht bin, ich kehrte ihr nach der Konfirmation – aus dem dumpfen Gefühl der Irritation heraus, dass etwas nicht stimmt, den Rücken. Der sehr sympathische Pfarrer sagte: ich wusste, dass wir dich verlieren würden; konnte mir die Irritation aber nicht aufklären.)

    Die Kirche also, ist eine Zuwachsgemeinschaft, es ergeben sich demgemäß neue Gläubige aus dem Nachwuchs der alten.


    Was geschähe, würde Pfarrer Latzel seine Kirche mit den vielen Gläubigen verlassen?

    Nur ein Beispiel: Es würde ein anderer, fast mit Sicherheit nicht so treuer, nicht so kernig entschlossener, flammend überzeugender Verfechter von GOTTES WORT an seiner Stelle den von ihm so herausragend gestalteten Konfirmandenunterricht bestreiten.

    Ich bin mir sehr sicher, dass Pfarrer Latzel in vielen jungen Leuten das entscheidende Zünglein an der Waage FÜR JESUS ist, der in der heutigen schwierigen Zeit gerade jungen Leuten madig gemacht wird, den sie wie nichts sonst aber unbedingt brauchen. Dazu kommt – und das ist so wichtig – dass er mit Anklagen gegen die Kirchen nicht hinter dem Berg hält. Ich höre ihn immer wieder öffentlich verkünden, dass er ausdrücklich Hausgemeinschaften befürwortet! Den Jungen wie Alten wird also durchaus mitgegeben, dass ihr Heil nicht von der Kirche abhängt!

    Ich gehe immer von persönlich Erlebtem, nie einfach vom Hörensagen oder Spekulationen aus. Spekulationen sind das, was meist aus eigenen Unzulänglichkeiten als Projektionen auf andere herauskommt. Wenn ich dann etwas Gegenteiliges ERLEBE, dann ja. Aber bis dahin bin ich absolut dagegen, gute Leute herabzusetzen, denn wir wissen nicht, was GOTTES Plan für sie ist und dürfen auch nicht – ohne mit ihnen gesprochen zu haben – einfach annehmen, sie wären dort nur wegen finanzieller Sicherheit. GOTT bedient sich seiner Hirten an den verschiedensten Orten.

    Ohne die Liebe ist alles NICHTS.

    Rufmord ist Seelenmord.

    NEUE MENSCHEN schälen sich von innen heraus durch JESUS nicht nur aus dem eigenen Charakterpanzer des alten Adams, sondern auch aus der ihn im Griff habenden Institution Kirche. Diese bröckelt ab wie der dürre Weihnachtsbaum, als Denkmal eines heidnischen Festes, als Götze, dem unter christlichem Vorwand der Nächstenliebe zu huldigen sei, zu nadeln und im Feuer zu knistern beginnt. Die persönliche Beziehung zu JESUS CHRISTUS braucht diese Etiketten einfach nicht mehr. Sie, die sich der Gutgläubigkeit aber auch Bequemlichkeit und Verführbarkeit durch Äußerlichkeiten der Menschen bedienten, haben ausgedient. Der Mensch ist endlich flügge geworden. Verantwortlich GOTT gegenüber. Reif.

    Der Herr Pfarrer Latzel, so sehe ich es, ist auch so eine Art Geburtshelfer. Ich möchte ihn allerdings nicht idealisieren, weil dadurch der Blick auf das, was geschieht, verklärt wird. Ich versuche, meine Schlüsse aus lange währender Beobachtung zu ziehen, versuche jedenfalls, mich auf dem aktuellen Stand zu halten und muss sagen, ich bemerke Stresssymptome bei ihm, was aber bei derartiger Belastung kein Wunder ist. Der Grat ist schmal und das Ego, das nicht das rechte Maß halten kann zwischen Verantwortung und Selbstverherrlichung, kann leicht diesen Steig verfehlen. Deswegen braucht er Gebete.

    Wir müssten generell mehr und inniger beten. Das hieße, Satans unglaublichen Machtspielchen etwas engegensetzen, um nicht selbst zu besagten Wölfen zu werden.

    Man kann auch – anscheinend - drinnen sein, in Wirklichkeit, da man dort drinnen Einzelkämpfer ist, sehr wohl DRAUSSEN vor dem Tor. Das ist JEDER, der sich freiwillig enormem Widerstand aussetzt, indem er einer Übermacht standhält. Als unverrückbarer Fels und als ein Licht im Dunkel wirkt. Wie ich neulich schrieb: das Bäumchen der Wahrheit gehört mitten in den Sumpf gepflanzt. Dort lauert die Gefahr. Als Zebra mitten unter Zebras fängt der Mensch leicht das Ausschlagen gegen die Artgenossen an. Nur weil ihm sein individuelles Muster nicht gefällt, erkennt er den Schöpfer nicht mehr darin.

    Weglaufen ist in vielen Fällen – und vor dieser Entscheidung stand ich oft – viel viel einfacher. Ich bin selbst für Ausharren in genau den Fällen, in denen Weglaufen zu viel Porzellan, der Schafe!!! zerschlägt. Ich sehe Pfarrer Latzel als einen an, der die Stellung hält. (Klar, ich bin immer – bis das Gegenteil BEWIESEN ist, FÜR den Angeklagten. Unser Urteilsvermögen ist einfach zu geringfügig. Und es ist das Zurücknehmen des eigenen Urteils die allerbeste Art, GOTT seinen Respekt zu zeigen.) Ich sehe Pastor Latzel also wie einen Kapitän, der das sinkende Schiff noch nicht verlässt. Ich denke, der Zeitpunkt wird kommen, zu dem er die Kirche verlässt, nämlich dann, wenn er alle, die er auf diese Weise erreichen konnte, gesammelt hat. Aber das ist nur meine eigene Interpretation, weswegen ich ihn selbst fragen werde.

    Wir müssen wirklich aufpassen, (gilt für alle, mich eingeschlossen), dürfen Herabsetzung anderer niemals als ein Mittel unserer eigenen Erhöhung einsetzen. Wir sollten uns nicht durch die Negativdefinition anderer definieren.

    Was legitim wäre: Ihm bestimmte Stellen seiner Predigten vorzuwerfen und dies zu begründen.

    Ich als Missionarin und Seelsorgerin sehe vorrangig auf den Bekehrungssieg und die nachhaltige Betreuung, ohne die die Schäfchen auf der Suche nach Gemeinschaften, noch wacklig und halbblind wie Welpen, herumirren. Und außerordentlich für seltsame Irrwege, charismatische und die mit Discogedudel und andere Merkwürdigkeiten anfällig sind.

    Dieses Verantwortungsgefühl für die „Zeit DANACH“ ist bei Olaf Latzel gegeben.

    Es ist auch so, dass es bei jedem Gläubigen gewisse Stadien gibt, die er durchläuft und man ihn bereits dann lieben, was heißt, in seinen guten Vorhaben und Bestrebungen unterstützen sollte, wenn er das Ideal noch nicht erreicht hat, das meist das von uns selbst sich vorgestellte Ideal ist. Für andere weiß man bekanntlich immer alles besser. So erfüllen wir hingegen GOTTES Ideal der Nächstenliebe nicht. Kritisch bleiben: Ja. Aber nicht lieblos werden. Wir sind doch alle und bleiben es: SÜNDER! Wenn wir bei jedem, der uns begegnet, das Maß anlegen, um ihn nach dem zu behandeln, was ihm unserer Meinung nach noch fehlt, in die wir ohne weiteres auch Biblisches grenzwertig (weil den Menschen selbst nicht sehend) hineindeuten können, also nicht zu trennen imstande sind, wie unsere eigenen Schwächen in das Urteil hineinwirken, stehen wir bald allein da. Dann sind wir auch Einzelkämpfer, allerdings nicht FÜR JESUS CHRISTUS, sondern gegen Windmühlen. Zurechtweisen, ja. Aber es muss eine Vereinbarung darüber bestehen.

    Etwa in Hausgemeinschaften, dafür sind sie ja unter anderem da, besteht das Recht und die Pflicht, den anderen – liebevoll – zurechtzurücken. Auch da sind Menschen allerdings nicht einfach Nummern, an denen man nach vorgefertigter Liste, was man alles ankreiden soll, seine Vorstellungen, durch Bibelverse legitimiert, abarbeitet.

    Auch dies Wirken in Hauskreisen ist nicht einfach, da der Sumpf, so nicht jemand über die Vorgänge drübersieht, sie also überschaut und mahnend eingreift, über vielen Kleinstgruppen und Foren zusammenschlägt. Dann beginnt das, was man „geistige Inzucht“ nennen kann. Dort wachsen dann weder die Liebe noch der Glaube, noch die Handlungsbereitschaft.

    Oft wird Parrer Latzel "Lohnarbeiterschaft" vorgeworfen.

    Dazu:

    Johannes 10, 12:

    Wer Lohnarbeiter und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf raubt und zerstreut sie.

    Genau das macht Latzel aber nicht. Er steht treu zu seinen Schafen und überlässt sie nicht dem Wolf. Wobei ich vor allem an die Jugend denke, die sonst völlig haltlos wäre. Ich spreche auch hier aus eigener Beobachtung und Erfahrung.

    Das „Lohnarbeiter“ sollte man nicht so eng sehen, als ginge es nur um den monatlichen Lohn. Vielmehr sind Lohnarbeiter die, die sich im Himmel LOHN erhoffen für ihre guten Werke. Sie schachern irgendwie mit ihrem Gutsein, sie rechnen es sich – vorauseilend – bereits als „Gottes-Lohnes-würdig“ an. Sie rechnen sich bei allem einen Gewinn, ob auf irdischer oder himmlischer Seite – aus. So tun sie, was sie tun, aus Berechnung. Gerne auf Kosten anderer, was sie mit GOTTES WILLEN ERFÜLLEN legitimieren. Das freilich kommt uns aus der Kirche bekannt vor.

    Sie rechnen SICH, ihr TUN, der Gnade GOTTES noch hinzu. Lohnarbeiter bedeutet für mich „extrinsisch glauben“. Lohnarbeiter dienen nicht dem HERRN, sie machen IHN sich für ihren Zugewinn zunutze. An den Schafen liegt ihnen nichts. Den Eindruck habe ich bei Olaf Latzel ganz und gar nicht.


    Ich schätze den Herrn Pfarrer Olaf Latzel sehr. Obwohl ich ihn viel lieber außerhalb der Kirche sähe. Verhungern würde er da bestimmt nicht und das weiß er doch genau. Ich denke, er wird zugerüstet für deren Zerbruch, denn wenn er eines Tages geht, wird es für viele das Signal sein, ebenfalls der Institution zu entsagen. Es wird eine Massenbewegung HERAUS, vor das Tor, sein.

    Lasst uns beten für ihn, der kein geistloser, toter Prediger ist, sondern aus der überwältigenden Masse solcher trost- und -inspirationslosen „Gottesvertreteter“ herausragt.

    Selbst wenn ich mich irre, ist das Gebet in Geist und Wahrheit doch nicht nutzlos.


    Das ist meine bescheidene Sicht, die ich u. a. kirchengesellschaftliche Vorgänge beobachte und analysiere.


  • Zitat:

    "Leid mindern, Hoffnung verbreiten

    Christen seien gerade in der Krise herausgefordert, Menschen zu begleiten und ihnen Hoffnung zuzusprechen. Das geschehe durch das Evangelium von Jesus Christus, weil in ihm die Nähe Gottes zu jedem einzelnen Menschen zum Ausdruck komme. „Jesus zeigte sich solidarisch und hatte keine Scheu, den Kranken und Hilflosen zu begegnen, um sie zu heilen“, gaben die beiden Freikirchenleiter zu bedenken. Christen sollten sich am Beispiel Jesu orientieren und ehrlich reflektieren, wie sie sich persönlich in der Krise verhalten, um sich selbst und damit andere zu schützen, sodass Hilfe und das Gute von ihnen aus weitergegeben werden könne."


    Ja dann sollte man wohl auch darüber nachdenken, wie man Geschwistern begegnet, die mit der Gabe der Heilung in unseren Reihen ausgestattet sind.

  • © René Buchholz 2015

    Volk Gottes in der Geschichte

    Zitat:

    Die schon erwähnte antimodernistische Abwehr

    der katholischen Kirche im 19. Jahrhundert führt zu einem Rundumschlag gegen den so genannten Rati-onalismus, gegen Liberalismus, Sozialismus, Idealismus und einen seit Spinoza sich methodisch optimierten historisch-kritischen Zugang zur Bibel und zur kirchlichen Lehrentwicklung.


    Als Gegenmodell zur suspekten Ge-genwart wird ein in sich geschlossenes normatives Mittelalter konstruiert, dem politisch die Option für eine ständisch geordnete Gesellschaft ent-spricht.

    Der Antimodernismus entwickelt eine hohe Sensibilität für die sich abzeichnenden negativen Seiten der Moderne.

    Gegenüber den bürgerlich-liberalen Modellen betont er das hierarchische Element in Politik und Kir-che, schließt partizipatorische Elemente folglich aus und lässt kirchliche Au-torität kulminieren im päpstlichen Primat (I. Vatikanisches Konzil, 1869/70) als Fels gegen eine sich vermeintlich oder tatsächlich antichristlich und anti-katholisch gebende Moderne...


    Dieser Kampf wird weitergeführt, in dem Glauben man müsste Gott die Arbeit abnehmen....


    https://www.academia.edu/14434…email_work_card=thumbnail