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    • Auszug:
      vor etlichen Jahren erzählte mir ein älterer Kollege von dem Dorf, in dem er aufgewachsen ist. Da gab es einen Friedhof, der nach Konfessionen aufgeteilt war. Links war der evangelische Teil, rechts der katholische. Am Allerseelentag [Anm. von mir: am 2.11.] leuchtete der katholische Teil von den unzähligen Lichtern, die überall auf den Gräbern brannten. Der andere Teil wirkte protestantisch kahl und dunkel. „Dieses Bild aus Kindertagen hat sich mir tief eingeprägt,“ sagte er. „Das sah so fröhlich aus, beinahe adventlich. An solchen Tagen wäre ich gern katholisch gewesen.
      Die Kerze auf dem Grab – Symbol für eine getröstete Fröhlichkeit. Hoffnungslicht gegen das Dunkel des Todes. Morgenglanz der Ewigkeit…
      In unserer evangelischen Tradition kennen wir das nicht, Kerzen auf die Gräber zu stellen (obwohl das ja eigentlich ein sehr schöner Brauch ist). Aber wir dürfen uns an die Lichter erinnern, die die biblische Überlieferung uns aufsteckt. Solch ein Licht ist für mich auch der heutige Predigttext. Wie ein heller Schein durch die offene Tür in einen dunklen Raum dringt, so fällt das Prophetenwort in die Seele derer, die heute in Gedanken am Grab eines lieben Menschen sind. Hören Sie Verse aus dem Buch des Propheten Jesaja aus dem 65. Kapitel.

      Lassen Sie uns noch einen Augenblick bei der geschichtlichen Situation bleiben, in die hinein der Prophet (Tritojesaja) diese Worte vor rund 2500 Jahren gesprochen hat.
      Die Israeliten sind nach 50 langen Jahren im Babylonischen Exil endlich in ihre Heimat zurückgekehrt. Aber was für ein armseliger, enttäuschender Neuanfang ist das! Das Land ist verwüstet. Jerusalem und der Tempel liegen in Trümmern. So hatten sie sich das nicht vorgestellt, als sie noch in der Fremde waren und sich nach Hause sehnten. Und hatte ihnen nicht dort ein anderer Prophet (Deuterojesaja) in großartigen Bildern vor Augen gemalt, was sie im gelobten Land erwarten würde?

      [Anm. von mir: Diese Meinung der Historisch-Kritischen Methode (HKM), dass es innerhalb des Buches Jesaja 3 verschiedene Verfasser gäbe (Jesaja z.Z. gegen 700 v.Chr., einen Deuterojesaja und einen Tritojesaja um ca. 488 v.Chr.), kann ich nicht teilen! ----> Denn es sind in den Höhlen von Qumram eine viel ältere Jesaja-Rolle mit allen 66 Kapiteln auf dieser Rolle gefunden worden, die sehr dafür sprechen, dass der Prophet Jesaja (ca.*757 v.Chr. ... 740 v.Chr. Dienstantritt als Prophet – † Märtyrer-Tod 669 v.Chr. - Alter : 88 Jahre) das komplette Buch verfasst hatte und er sehr alt wurde.
      Die Babylonische Gefangenschaft dauerte auch keine 50 Jahre, sondern 70 Jahre - von 606 - 536 v.Chr. (----> siehe Dan.1,1-6/ Dan 9,2/ Jer 29,10).]

      Gefallen hat mir die folgende Passage:

      Der Prophet stellt sich den neuen Himmel und die neue Erde durchaus diesseitig und innerweltlich vor: „Von keinem Menschenleben wird man sagen müssen, es war zu kurz. Niemand muss zu früh sterben. Keiner soll gewaltsam umkommen. Jeder wird sein Auskommen haben und den Ertrag seiner Arbeit genießen können. Keiner muss einem anderen etwas wegnehmen. Keiner muss sich bedroht oder in seinem Leben beeinträchtigt fühlen. Es wird Frieden sein. Umfassender Friede, der die ganze Schöpfung einschließt: sogar Wolf und Schaf sollen beieinander weiden, und der Löwe wird Stroh fressen.“
      Ich denke, das sollten wir erst einmal hören: Gottes Neuschöpfung ist nichts Jenseitiges, ist nicht nur ein paradiesischer Traum. Gottes Friede ist nicht der innere Seelenfrieden zwischen mir und meinem Gott. Der neue Himmel und die neue Erde ragen in diese Welt hinein und verändern sie schon jetzt. Gottes Verheißung nimmt uns in die Verantwortung, unsere Welt so zu gestalten, dass wir diesem Frieden immer ein Stückchen näher kommen.
      Aber Gottes Geschichte mit seinen Menschen ist weitergegangen. Jesus Christus ist gekommen. Die Geschichten, die die Bibel von ihm erzählt, sind Geschichten neuen Lebens. Weil Jesus Gott zugetraut hat, dass jedes Menschenleben seine unverlierbare Würde hat, konnten Menschen in der Begegnung mit ihm aufatmen und wurden gesund an Leib und Seele. In der Sprache der Bibel heißt das: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und den Armen wird das Evangelium, die frohe Botschaft verkündigt.“ Vorboten des neuen Himmels und der neuen Erde.
      Dieser Bogen spannt sich vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel, von der ersten Schöpfung über die Vision des Propheten und die Evangelien bis zur Offenbarung des Johannes. Im 21. Kapitel (Epistel) sind die Prophetenworte zum Teil wörtlich aufgenommen, mit dem entscheidenden Unterschied: „Und der Tod wird nicht mehr sein.“ Damit ist auch die letzte Grenze gesprengt. Der Horizont des neuen Himmels und der neuen Erde wird ins Unermessliche ausgeweitet.
    • Sonntags bekomme ich immer einen Newsletter zugeschickt, den mi eine Freundin mal schickte, weil darin so gute Lebenstipps wären.....
      Im Grunde ist es ein Lebensberaterteam, die Kurse zur "Willensentwicklung und Lebensveränderung anbieten.
      Christlich ist es nicht, aber heute "predigt" der Schreiber doch irgendwie und beendet sein Schreiben auch mit "Amen , Brüder und Schwesern, amen"
      Was er schreibt hat mir heute gefallen.

      Ich zitiere:

      Mein Empfinden ist, dass die Welt sich gerade ein Stück von der hart erkämpften Vernunft entfernt hat.
      Es passieren so viele Dinge, die du nur als absurd bezeichnen kannst.
      Und mir geht es nicht um die Politik dahinter.
      Sondern darum, wie du als Einzelperson damit umgehen kannst, damit du nicht durchdrehst.
      Und eine Möglichkeit dazu, ist deine Hoffnung und deinen Optimismus zu beschützen.
      Dir also klarzumachen, dass in jeder Krise und jedem Problem eine Chance für die Verbesserung steckt.
      Oder, dass es oft erst schlechter werden muss, bevor es besser werden kann.
      Dass es nach einem schlechten Trend, einen guten Gegentrend gibt.
      Eine Möglichkeit, die Hoffnung in der Welt zu beschützen, ist, mehr über die guten Dinge in der Welt zu reden.
      Das ist wohl unsere persönliche Aufgabe, denn die großen Medien überschütten uns lieber mit einer absurden, negativen Geschichte nach der anderen.
      Also müssen wir selbst zum Jäger und Sammler für gute Nachrichten und gute Trends werden:
      Zum Beispiel, dass die Analphabeten-Rate auf der Welt sich in den letzten Jahren halbiert hat.
      Oder, dass die Armut auf der Welt geringer wird, dass es also weltweit immer mehr Menschen über die Armutsgrenze kommen.
      Oder, dass AIDS heute nahezu heilbar ist.
      Oder, dass du dir heute im Gegensatz zu früher nahezu jedes Thema im Internet selbst beibringen kannst.
      Es gibt so viele guten Dinge. Und damit wir nicht durchdrehen und verzweifeln, müssen wir unseren Fokus auch darauf richten.
      Und ich sage nicht, dass du die Probleme der Welt ignorieren sollst.
      Ich sage nur, dass du nicht die großen Medien oder die sozialen Netze den Inhalt deines Kopfes bestimmen lassen sollst.
      Entscheide selbst, womit du dich beschäftigen willst, damit du nicht wahnsinnig wirst.
      Amen, Brüder und Schwestern, Amen.
      Ich wünsch dir viel Hoffnung, die brauchen wir alle.
      Herzliche Grüße,
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Mit den Gedanken der verlinkten Autorin stimme ich überein.

      Ich würde auch die "jährlichen Sabbate" (Lev. 23 + Chanukkia + Purim/Sendschreiben) unter dem Oberbegriff Sabbat(-Zeit) des "Dekalogs" miteingeschlossen sehen.

      Die Johannes-Apokalypse gliedert sich von Chanukkia bis Sukkot in sämtliche "Gedenkzeiten" des Jahres.
    • freudenboten schrieb:

      Ich würde auch die "jährlichen Sabbate" (Lev. 23 + Chanukkia + Purim/Sendschreiben) unter dem Oberbegriff Sabbat(-Zeit) des "Dekalogs" miteingeschlossen sehen.
      Ich kann es nicht nachvollziehen warum man von verschiedenen Sabbaten spricht und sie wertet?

      Haben wir nichts aus den Fehlern der Pharisäer gelernt?
      Für mich steht im Gebot 6 Tage arbeiten, dann ruhen!
      Wir sollten uns auch um die 6 Tage Arbeiten, Gedanken machen. Da läuft auch einiges schief....
      Die einen sind fleißig, die anderen ausgebeutet, und es gibt auch einige Faule... und sehr Reiche.
      Aber auch Rentner, die nur Urlaub machen.... :D
    • Das wesentliche an dem Kalender Lev. 23 sind die "Gedenk"-Zeiten, für die "großen Taten Gottes" (Apg. 2:11.).

      Ex.20:8./Deut. 5:12. "Gedenke..."

      Das "Nichtarbeiten" dient nur als Unterstützung für das Gedenken.

      Die Pharisäer machten "Irgendetwas-Nicht-Zu-Tun" zu einem BEITRAG /Dienst des Menschen für Gott. Vgl. Joh. 5:8.ff.)
    • jesus.de/jesushouse-jugendlich…egen+biblische+Geschichte

      Der Begriff Mission ist meinem Eindruck nach mittlerweile sehr negativ besetzt. Braucht es Mission überhaupt noch?
      Vielleicht braucht es sie gerade deshalb. Zumindest, wenn ich Mission von Gott her denke. Nicht wir haben eine Mission, sondern Gott ist ein missionarischer Gott. Mission kommt ja von Sendung. Gott sendet sich als Jesus zu den Menschen. Und seine Bewegung zu den Menschen hin findet permanent statt. Gerade in Zeiten, wo Jugendliche sagen, dass sie nicht mehr über den Glauben reden wollen, sollten wir Plätze schaffen, wo er zur Sprache kommen kann. Wir sollten Safe Places schaffen, wo sie über die Probleme sprechen können, eine heilige Unterbrechung. Mission ist kein Bild, das ich über den anderen stülpe. Darum geht es nicht. Aber es gibt bei JESUSHOUSE Räume, in denen die Frage nach Gott explizit bedacht und eine Gotteserfahrung gemacht werden kann.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Neu

      Lassen sich Märkte steuern? Big Data bringt Planwirtschaft zurück NZZ

      Macht uns der Computer zu Kommunisten? – Big Data lässt den linken Traum der Planwirtschaft wiederaufleben
      Ich bin ja keinesfalls ein Freund der freien Marktwirtschaft, aber die digtale Planwirtschaft, wenn sie tatsächlich so effizient umsetzbar ist, kann nur totalitär sein. Das wäre im Sinne als eine Vollendung des Malzeichens des Tieres auslegbar.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Neu

      Marx wollte keine "Planwirtschaft".

      Das war das große Missverständnis von Lenin/Mao u. a. fälschlich sogenannten Kommunisten.

      Marx wollte die Produktionsmittel den Arbeitenden in die Hände geben, nicht den Kapitalisten, nicht der sozialistischen "Partei" und nicht einem totalitären "Staat".

      Nicht das Geld ist Vermögen sondern die Arbeit.
    • Neu

      Marx und Engels forderten eine Verstaatlichung der Produktionsmittel, aber darunter verstanden sie etwas anderes, als was ihre Kritiker und die Marxisten da rein interpretierten. Die Verstaatlichung muss bei ihnen immer im Lichte einer klassenlosen Gesellschaft verstanden werden, die sich selbst verwaltet, ohne eine extra Klasse von Bürokraten und Beamten, die dann als Elite die totalitäre Kontrolle an sich reißen könnten. Wie das aber praktisch funktionieren soll, weiß ich nicht. Das ist ziemlich idealisiert gedacht. Ich glaube, dass sie sich schon bewusst waren, dass die Menschen für sowas noch längst nicht bereit waren. Ich denke menschlich gesehen schwankten sie immer sehr stark zwischen Hoffnung und Ideal.

      Auch im alten Israel sollte nach der Landnahme eine herrschafts- und klassenlose, also antistaatliche Gesellschaft errichtet werden. Aber im Gesetz Mose ist auch nicht sowas wie eine Marktwirtschaft oder überhaupt ein allgemeiner Warenmarkt erkennbar. Dass es überhaupt keine marktähnlichen Strukturen gab oder geben solte, ist damit noch nicht gesagt, nur ist es ein deutlicher Unterschied, ob ich leicht übersichtlich in der Nachbarschaft meine Waren und Dienstleistungen anbiete, oder ob ich das überregional bis global mache. Auf die Größe, Menge und Reichweite kommt es eben an. Je größer und umfassender Markt und je mehr die Neigung alles unter einer Hand zu kontrollieren, desto totalitärer wird es. Denn auch wenn die Computertechnologie den Resourcenaustausch steuern, so stecken am Ende doch Menschen dahinter, die diese Technik entwickeln und verwalten. In der gefallenen Welt gibt es nicht nur Produzenten und Verwalter, sondern auch, ich sage es mal ökonomisch distanziert und sarkastisch : sowas wie Trittbrettfahrer und Schmarotzer. Die Produzenten und Verwalter sind es dann, die diese irgendwie aussortieren wollen. Das ist eigentlich genau das Prinzip Babylon. Die ältesten schriftlichen Dokumente geben Zeugnis davon ab, dass es nur um Resourcenverteilung und Schulden ging. Darum drehen sich sämtliche religiösen Kulte, bis heute.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Neu

      Azatoth schrieb:

      In der gefallenen Welt gibt es nicht nur Produzenten und Verwalter, sondern auch, ich sage es mal ökonomisch distanziert und sarkastisch : sowas wie Trittbrettfahrer und Schmarotzer.
      Die Zölle gab es schon sehr früh. Sie sollten dem Kaiser dienen... deshalb waren die Zöllner im Volk so beliebt.
      Das thema Zoll hat sich bis heute nicht geändert, weil soviele davon "ernährt" werden....
    • Neu

      Bogi111 schrieb:

      Die Zölle gab es schon sehr früh. Sie sollten dem Kaiser dienen... deshalb waren die Zöllner im Volk so beliebt.
      Das thema Zoll hat sich bis heute nicht geändert, weil soviele davon "ernährt" werden....
      Du meinst hier die Beamten als Trittbrettfahrer, die sich vor der "richtigen" Arbeit drücken wollen ? So wie Jesus ja den "Ungerechten Verwalter" sagen lässt, dass er nicht körperlich arbeiten kann. Mir persönlich ging es ja nicht um solche Unterstellungen, aber im System Babylon spielen diese Unterstellungen eine wesentliche Rolle. Das Ur-Problem dahinter ist die Trennung von Gott, dass sich Menschen ihrer Existenz und ihres Platzes auf der Welt durch eine Art und Form der Gegenleistung würdig erweisen wollen. Beamte, Staatsdiener, wie auch Bauer, Handwerker und Dienstleister wollen anerkannt werden und rechtfertigen sich für das, was sie tun, oder nicht tun. Wenn ein jeder akzeptieren würde, dass er selber, wie auch der andere sich nicht selber in die Welt gebracht haben, sondern von Gott gewollt sind und keiner sein Dasein verdienen muss, wäre schon viel erreicht. Für mich ist das Evangelium.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Neu

      Ich wollte den Link hier erst zum Thema Ernährung posten, aber da passt er vielleicht auch nur bedingt rein. Zudem geht es dort gerade in eine andere Richtung.

      Daher hier :

      Warum wir eine 200-Prozent-Steuer auf Fleisch brauchen - [GEO]

      Ich frage mich dazu eines : Wenn Umweltschutz nötig wird, ist er nicht finanzierbar, weil das Ausmaß der Zerstörung antiproportional zur Höhe der Preise der Konsumgüter ist. Wenn der Umweltschutz finanzierbar würde, geht aber gleichzeitig die Notwendig des selben zurück. Man geht also bei 200% Besteuerung davon aus, dass der Konsum gleich bleiben wird ? Denkt man hier nur in den Dogmen der Ökonomie des sich selbst regulierenden Marktes ? Sollte man politisch nicht schon bei der Produktion eingreifen, statt eher beim Konsum ? Es ist doch logisch, dass Produzenten ihr Produkt mit allen Mitteln der Kunst, Täuschung, Optimierung etc. an den Kunden bringen wollen.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.