Markus 14,64: Todesurteil

    • Markus 14,64: Todesurteil

      Im fortlaufenden Bibeltext des Herrnhuter Losungsbüchleins 2016 war heute der Text: Markus 14,53-65 dran, wo es darum ging, dass Jesus vor dem Hohen Rat gefragt wurde, ob er der Sohn Gottes sei.

      Bibelstelle

      "Ihr habt gehört die Gotteslästerung. Was meint ihr? Sie aber sprachen[u][size=12]------------a l l e[/size][/u]--------------das Urteil über ihn(=über Jesus), dass er des Todes schuldig wäre." (Markus 14,64)


      Das Wort "alle" in diesem Vers stimmt nicht, denn zumindest zwei Mitglieder des Hohen Rates stimmten gegen das Todesurteil: Zum einen Nikodemus und zum anderen Josef von Arimathäa! Zumindest vom letzteren heißt es in Lukas 23,50-51:

      Bibelstelle

      "Und siehe, da war ein Mann mit Namen Joseph, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann und hatte nicht gewilligt in ihren Rat und Handel. ..."

      Somit muß das "alle" in Mk.14,64 bibel-historisch falsch sein, ansonsten würden sich Mk.14,64 und Lk.23,50f. widersprechen.
      Andere Ausleger sagten, dass Josef von Arimathia beim Verhör vor dem Hohen Rat nicht dabei gewesen sei und deshalb dass "alle das Todes-Urteil über Jesus sprachen" und man daher sinngemäß übersetzen müsse: "Da sprachen alle (Anwesenden) das Todesurteil über Jesus!" Somit gäbe es keinen Widerspruch zwischen Mk.14,64c) und Lk.23,51!
      Was ist richtig?

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      dass "alle das Todes-Urteil über Jesus sprachen" und man daher sinngemäß übersetzen müsse: "Da sprachen alle (Anwesenden) das Todesurteil über Jesus!"
      Irgendwo habe ich mal gelesen, dass nach jüdischem Recht bei Verhängung der Todesstrafe dieses Urteil
      ------- n i c h t------- einstimmig erfolgen dürfe! Wenn also nach Mk.14,64c) "alle" dem Todesurteil für Jesus zugestimmt hätten, hätte Jesus nach jüd. Recht freigesprochen werden müssen! Schon wegen dieser Rechtssitte der Juden aus dem AT/Talmud kann somit Markus 14,64 mit dem >> "alle" stimmten dem Todesurteil zu<<, nicht stimmen! Zumindest Josef aus Arimathia war dagegen! (Lukas 23,51)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Vielleicht waren Nikodemus und Josef von Arimathäa [bewusst] nicht zur hastig einberufenen, nächtlichen Gerichtsverhandlung eingeladen bzw. informiert worden.

      (EGW beschreibt dies übrigens so....)


      Joh. 12,42 Doch auch/aber von den Oberen glaubten viele an ihn (=Jesus); aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden.43 Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott.
      siehe auch Joh 9,22


      Nikodemus:
      a) kam anfangs heimlich, nachts zu Jesus mit persönlichem Interesse (Joh. 3,1ff).
      b) Nikodemus vereitelte früher 1x schon eine Schnellverurteilung Jesus in einer Ratsversammlung (Joh. 7,40-53 - besonders 7,48-53). siehe auch Joh 9,22 / Joh. 12,42-43
      c) Er setzt sich bei/für Jesus Beerdiung ein (Joh. 19, 38-41).


      b) Joh. 7,48-49 "Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisäern an ihn? - Aber dieser Pöbel/Volksmenge, der/die das Gesetz nicht kennt, ist unter dem Fluch"
      50-51 Da spricht zu ihnen Nikodemus, der bei Nacht zu ihm gekommen war, und der einer der Ihren (=Oberer der Juden; Joh. 3,1) war: "Richtet unser Gesetz einen Menschen, es sei denn, man habe ihn zuvor selbst gehört und erkannt, was er tut?"
      52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: "Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche nach und sieh: Kein Prophet ist aus Galiläa hervorgegangen!"
      53 Und jeder ging in sein Haus.


      Vielleicht war eben Nikodemus bewusst nicht zu den endgültigen Ratssitzungen geladen bzw. informiert worden...


      Josef von Arimathäa:
      +) Taucht im NT nur für/bei Jesus Beerdiung mutig auf (Joh. 19, 38-41).

      Joh 19,38 Danach bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leichnam Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu ab.
      39 Es kam aber auch Nikodemus, der vormals in der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhe gemischt mit Aloe, etwa hundert Pfund.



      Matt. 27,57 Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu.
      58 Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

      Markus 15, 42 Und als es schon Abend wurde und weil Rüsttag war, das ist der Tag vor dem Sabbat, kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr (=Mitglied des Hohen Rates), der [selbst] auch auf das Reich Gottes wartete, der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.
      44-45 Pilatus aber wunderte sich, dass er schon tot sei, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er's erkundet hatte von dem Hauptmann, gab er Josef den Leichnam.

      Lukas 23,50-52 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Josef, ein Ratsherr (=Mitglied des Hohen Rates), der war ein guter, gerechter/frommer Mann und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht gebilligt. Er war aus Arimathäa, einer Stadt der Juden, und wartete auf das Reich Gottes. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu
      53-54 und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte. Und es war Rüsttag und der Sabbat brach an.

      Vielleicht war eben Josef von Arimathäa auch bewusst nicht zu den endgültigen Ratssitzungen geladen bzw. informiert worden...



      Gemeinsamkeiten:
      +) Beide sind interessierte heimliche Jünger Jesu.
      o) Beide sind Ratsmitglieder / im Hohen Rat.
      +) Beide warten auf den Messias und das Reich Gottes.
      +) Beide sind gegen eine Verurteilung Jesu oder gar Todesstrafe.
      +) Beide handeln (im Glauben).

      LG

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Ergänung/Fortsetzung:

      >>>Aufs neue schmiedeten die Priester und Obersten Pläne, um Jesus gefangenzunehmen. Sie wiesen darauf hin, daß er das Volk den verordneten jüdischen Führern abspenstig machen werde, wenn sie ihn noch länger ungehindert sprechen ließen; es sei deshalb nötig, ihn unverzüglich zum Schweigen zu bringen. Mitten in ihren Beratungen stellte Nikodemus plötzlich die Frage: „Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhört hat und erkannt, was er tut?“ Johannes 7,51. Peinliche Stille folgte diesen Worten; es wurde allen bewußt, daß sie niemanden richten durften, der nicht gehört worden war. Das war es jedoch nicht allein, was die hochmütigen Obersten schweigen ließ, sondern es war die Tatsache, daß sich jemand aus ihrer Mitte zum Verteidiger des Nazareners aufwarf. Nachdem sie sich von ihrem Erstaunen erholt hatten, fragten sie Nikodemus mit beißendem Spott: „Bist du auch ein Galiläer? Forsche und siehe, aus Galiläa steht kein Prophet auf.“ Johannes 7,52. {LJ 454.1}
      Die Frage des Nikodemus aber hatte bewirkt, daß der Rat die Verhandlungen abbrach und die Absicht, Jesus ohne Verhör zu verurteilen, von den Obersten nicht ausgeführt werden konnte. Für den Augenblick unterlegen, ging „ein jeglicher ... heim. Jesus aber ging an den Ölberg“. Johannes 7,53; Johannes 8,1.<< {LJ 454.2}


      Quelle: EGW, Das Leben Jesus, Kap. 50 - "In der Schlinge", S.454
      Ellen G. White Writings in Multiple Languages


      Monate / einige Jahre später:

      >>Nach der Voruntersuchung durch Hannas sollte Jesus vor dem Hohen Rat verhört werden. Unter der römischen Besatzung durfte der Hohe Rat keine Todesurteile vollstrecken lassen; er durfte nur den Gefangenen verhören und gegebenenfalls verurteilen; das Urteil mußte aber von der römischen Obrigkeit bestätigt werden. Die Priester mußten darum die Anklage auf solche Vergehen stützen, die bei den Römern als Verbrechen galten und die gleichzeitig Jesus in den Augen des jüdischen Volkes verdammten. Nicht wenige Priester und Oberste waren durch Jesus überzeugt worden; nur die Furcht, in den Bann (=Ausschluss Joh. 9,22; 12,42f; Anmerk.) getan zu werden, hinderte sie daran, sich zu ihm zu bekennen. Die Priester erinnerten sich noch gut der Frage des Nikodemus: „Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhört hat und erkennt, was er tut?“ Johannes 7,51. Wegen dieser Frage war damals ihre Sitzung abgebrochen worden, so daß ihre Pläne durchkreuzt wurden. Nikodemus und auch Joseph von Arimathia sollten daher jetzt nicht eingeladen werden; doch es könnten andere wagen, für Recht und Gerechtigkeit einzutreten. Das Verhör mußte deshalb so geschickt geleitet werden, daß alle Mitglieder des Hohen Rates Jesus einstimmig verurteilten. Zwei Anklagen waren es, die die Priester erheben wollten. Wenn man Jesus als Gotteslästerer bezichtigen könnte, dann würde ihn das jüdische Volk verurteilen. Gelänge es ferner, ihn des Aufruhrs für schuldig zu erklären, dann wäre auch seine Verurteilung durch die Römer gewiß. Die zweite Anklage versuchte Hannas zuerst zu begründen. Er fragte Jesus nach seinen Jüngern und nach seinen Lehren, wobei er hoffte, der Gefangene, würde etwas sagen, daß Anlaß böte, gegen ihn vorzugehen. Könnte Hannas auch nur einige Bemerkungen aus Jesus herauslocken als Beweis dafür, daß er einen Geheimbund gründen wollte mit der Absicht, ein neues Königreich aufzurichten, dann würden die Priester einen Grund haben, ihn als Friedensstörer und Unruhestifter den Römern auszuliefern.<< {LJ 694.3}

      Quelle: EGW, Das Leben Jesus, Kap. 75 - "Jesus vor Hannas und Kaiphas", S.694.3
      Ellen G. White Writings in Multiple Languages


      Beerdigung Jesu:

      >>In dieser Notlage kamen Joseph von Arimathia und Nikodemus den Jüngern zu Hilfe. Beide waren Mitglieder des Hohen Rates und mit Pilatus gut bekannt; dazu waren sie reich und besaßen großen Einfluß. Diese Männer waren entschlossen, dem Leib des Herrn ein ehrenhaftes Begräbnis zu geben. {LJ 775.3}
      [...]
      Weder Joseph von Arimathia noch Nikodemus hatten sich öffentlich zum Heiland bekannt, als er noch lebte. Sie wußten, ein solcher Schritt würde sie vom Hohen Rat ausschließen; außerdem hofften sie, ihn durch ihren Einfluß in den Beratungen schützen zu können. Eine Zeitlang schienen sie auch Erfolg gehabt zu haben, aber die verschlagenen Priester hatten bald die Schutzmaßnahmen der beiden Ratsmitglieder vereitelt, als sie deren Bewunderung für Christus erkannten. In ihrer Abwesenheit wurde Jesus verurteilt und dem Kreuzestod übergeben. Jetzt, da Jesus gestorben war, verbargen sie nicht länger ihre Zuneigung zu ihm. Während die Jünger zu furchtsam waren, um sich öffentlich als seine Nachfolger zu bekennen, traten Joseph und Nikodemus mutig hervor, um ihnen zu helfen. Die Hilfe dieser beiden wohlhabenden und hochgeachteten Männer war in dieser Stunde äußerst wertvoll. Sie konnten für den toten Meister tun, was den armen Jüngern unmöglich gewesen wäre. Ihr Reichtum und Einfluß schützte die Jünger auch weitgehend vor der Niedertracht der Priester und Obersten. << {LJ 776.2}

      Quelle: EGW, Das Leben Jesus, Kap. 80 - "In Josephs Grab", S.775-776
      https://egwwritings.org/?ref=de_LJ.454.1¶=165.2258#


      Siehe auch in der Apostelgeschichte-Zeit:
      Ellen G. White Writings in Multiple Languages

      LG

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von John Q. Public ()

    • Das sind natürlich von Ellen Gould White auch nur reine Vermutungen!
      Dagegen galt die jüdiche Rechtssitte, dass ein Todesurteil des Hohen Rates, von den 70 Ältesten des Volkes Israel nur zulässig war, wenn mindestens 1 Gegenstimme ergangen war, schon seit Jahrhunderten!

      Also durfte gerade ein Todesurteil niemals einstimmig ergehen! Deshalb hat Lukas in seinem Evangelium auch von der Gegenstimme des Josef von Arimathia berichtet (Luk.23,51)!
      Somit spricht viel dafür, dass Markus bei der Schilderung der Verhandlungen des Hohen Rates gar nicht dabei war und er deshalb das Wort "alle" fällten das (Todes-)Urteil falsch wiedergegeben hat.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das sind natürlich von Ellen Gould White auch nur reine Vermutungen!


      Dagegen galt die jüdiche Rechtssitte, dass ein Todesurteil des Hohen Rates, von den 70 Ältesten des Volkes Israel nur zulässig war, wenn mindestens 1 Gegenstimme ergangen war, schon seit Jahrhunderten!

      Also durfte gerade ein Todesurteil niemals einstimmig ergehen! Deshalb hat Lukas in seinem Evangelium auch von der Gegenstimme des Josef von Arimathia berichtet (Luk.23,51)!
      Somit spricht viel dafür, dass Markus bei der Schilderung der Verhandlungen des Hohen Rates gar nicht dabei war und er deshalb das Wort "alle" fällten das (Todes-)Urteil falsch wiedergegeben hat.
      Hallo Norbert,

      bin mir nicht sicher was du im Bezug auf mich meinst. ("Vermutungen")

      Lehnst du jetzt a) meinen 1.Beitrag = das Zusammentragen der Bibeltexte um Joh. Kapitel 7 + Kap. 19 und Joh. 9,22 12,42-43 ab?
      Oder b) den Ergänzungsbeitrag mit ähnlichem Ergebnis und Bibeltexten von EGW?
      Oder c) Beides?



      Was "Vermutungen" angeht bist du einiges noch in der Lieferpflicht:
      o) Beleg/Quelle für die angebliche Rechtssitte? (Ich kenne diese konkret nicht...)
      o) Falls es sie gibt, - Frage: Wurde bei Jesus auch nach diesen Sitten vorgegangen? (siehe Problem: Nachtverhandlung; in Privathäusern; usw.)

      o) Ich persönlich nehme wahr, dass du Evangelisten "gegeneinander" bzw. in Quellenscheidungsmethodik (Motto: "Wer hat [mehr] Recht / Unrecht...?) liest.



      Ich denke (dem bibl. Bericht zufolge): Jesus wurde von den anwesenden im Hohen Rat einstimmig (="alle") verurteilt.
      Da man im Fall Jesus nicht mehr sauber arbeitete liegt der mögliche Schluss nahe, dass sie bekannte kritische Stimmen (Nikodemus; Joseph von A.; etc.) [bewusst] nicht eingeladen / informiert hatten...

      (siehe Problem: Nachtverhandlung; in Privathäusern; Parteilichkeit; Scheingericht; usw.)

      LG

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

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    • Dass bei einem Todesurteil mindestens eine Gegenstimme notwendig war, habe ich nioch nie gehört. Ich weiß wohol vin der Illegalität einer Nacht Verhandlung, und dass die beiden Mitlieder Nikodemus und Josef nicht mit abgestimmt haben, scheint mir die wahrscheinlichste Antwort. benSalomo
    • JESUS WEGEN HOCHVERRATS GEGEN ROM VERURTEILT!

      John Q. Public zitierte Ellen G. White:

      Die Priester mußten darum die Anklage auf solche Vergehen stützen, die bei den Römern als Verbrechen galten und die gleichzeitig Jesus in den Augen des jüdischen Volkes verdammten.

      Die Tatsache, dass beim Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag das Volk Jesus als »König von Israel!« ausgerufen hatte, war den Hohenpriestern selbstverständlich nicht verborgen geblieben. Deshalb brachten sie vor Pilatus auch folgende Anklage vor: „Dieser Aufrührer gegen Rom hat sich selbst zum »König der Juden« gemacht und damit den Machtanspruch Roms über Juda bestritten. Er ist ein Feind Roms und ein Feind des Kaisers!” (---> siehe Joh 19,12!) Allein auf Grund von „innerreligiösen Streitigkeiten” hätte wohl Pontius Pilatus kaum ein Todesurteil gegen Jesus ausgesprochen, da die damaligen Römer in Sachen Religion als sehr tolerant galten.
      Wie der Urteilsspruch über dem Kreuz Jesu (»Dies ist Jesus von Nazareth - der König der Juden« - das »INRI«) nahelegt, war daher »HOCHVERAT« (!) der eigentliche Grund für das Todesurteil gegen Jesus. Auf Hochverrat stand nach Römischen Recht die Todesstrafe!
      Außerdem hatte ja Pilatus Jesus gefragt: „Bist Du der König der Juden?” worauf Jesus antwortete: „Ja, ich bin ein König...!” (Joh 18,37/ Mk 15,2/ Lk 23,3/ Mt 27,11) ---> Das war für den überaus grausamen Pilatus (---> siehe Lk 13,1!) Grund genug, Jesus zum Tode zu verurteilen!

      PS: Ich habe die Anfrage von John noch nicht beantwortet: es kann so gewesen sein, wie Du bzw. Ellen White geschrieben ha(s)t in NR.4 (Übereinstimmung von Mk.14,64 mit Lk.23,50f.), dennoch könnte auch die Rechtssitte der Juden (Todesstrafe nur, wenn mindestens eine Gegenstimme!) zur Anwendung gekommen sein. Und Markus das Wort „Anwesenden” einfach "vergessen" hat. Und auch die Möglichkeit, dass man Nikodemus und Josef von Arimathäa gar nicht erst zur nächtlichen (=illegalen!) Verhandlung geladen hatte, kann natürlich sein!

      Die Quelle für diese jüdische Rechtssitte kann ich Dir im Moment leider nicht nennen, habe das aber mal in einer Sendung auf BIBEL TV gesehen.
    • Man muss es miteinander lesen, nicht gegeneinander.

      Zum einen spricht Markus von den Anwesenden, denn er sagt: Ihr habt die Gotteslästerung gehört ... Was urteilt ihr? - Damit sind natürlich Anwesende gemeint.
      Und wenn Lukas schreibt, Josef von Arimathäa hatte dieses Urteil nicht gebilligt, dann hat er es nicht gebilligt. - Dann nimmt man zu Markus den Vermerk von Lukas hinzu.

      Wenn man die Aktivität eines Kollektivs erzählt, dann kommt der Vermerk, wer davon aber fehlte oder anders handelte, immer nachträglich. Sei es im zweiten Satz oder als gesonderter Bericht später.
      Das macht man immer so, es ist ganz normale Kommunikation.

      Man sagt nicht: "Der Peter war anderer Meinung, obgleich er auch zum Computerclub gehörte!"; so reden wir in der Regel nicht. Man mag das in manchen Romanen mal wegen des Satzbaus finden, aber gemeinhin reden wir so nicht.

      Der Einzelne wird nach der Masse erwähnt. Im Rat drückt sich ein kollektiver, religiöser Wille aus - was für die Szene wichtig ist. Und einer aus ihnen will den Leib Jesu haben, den seinesgleichen bespuckt und zum Tode verdammt haben. Dennoch ist er vom Hohen Rat. So sind wir Menschen. Wir sind nicht schwarz oder weiß.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wie der Urteilsspruch über dem Kreuz Jesu (»Dies ist Jesus von Nazareth - der König der Juden« - das »INRI«) nahelegt, war daher »HOCHVERAT« (!) der eigentliche Grund für das Todesurteil gegen Jesus. Auf Hochverrat stand nach Römischen Recht die Todesstrafe!
      Außerdem hatte ja Pilatus Jesus gefragt: „Bist Du der König der Juden?” worauf Jesus antwortete: „Ja, ich bin ein König...!” (Joh 18,37/ Mk 15,2/ Lk 23,3/ Mt 27,11) ---> Das war für den überaus grausamen Pilatus (---> siehe Lk 13,1!) Grund genug, Jesus zum Tode zu verurteilen!
      Also Norbert, wer das ursprünglich geschrieben hat, liegt biblisch nachweisbar vollkommen falsch., wollte wohl die Schuld der Hohepriester ausgerechnet auf Pilatus abwälzen, der ja mit allen Mitteln versuchte Jesus frei zu bekommen. INRI also Jesus als Königer der Juden war KEIN SCHULDSPRUCH!!!

      Markus 14.63 und 64 zeigt klar auf, dass sie es als Gotteslästerung erachteten was Jesus über seine enge Beziehung zum Himmlischen Vater wahrheitsgetreu, offen und ehrlich sagte.
      63 Da zerriß der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedürfen wir weiter Zeugen? 64 Ihr habt gehört die Gotteslästerung. Was dünkt euch? Sie aber verdammten ihn alle, daß er des Todes schuldig wäre.

      Johannes schrieb:

      Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. (1. Timotheus 6.13) 38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.
      Der ganzen Tötungsforderung seitens des Hohepriesters Kaiphas und dem Hohen Rat gingen ja viele ihrere Ansicht nach Verstösse gegen die für sie allesamt hochheiligen mosaischen Gesetze hervor. Schon wegen Heilen am Sabbat wollten sie ihn töten. Um sich jedoch die Finger nicht schmutzig zu machen, sich an einem Unschuldigen zu versündigen, sollten die Römer die Drecksarbeit übernehmen.

      Das Motiv für Jesus Kreuzigung ist ja hinreichend bekannt. Der Hohe Rat kam zu Kaiphas und beschwerte sich, dass dieser Jesus von Nazareth immer mehr Anhänger seiner Lehren gewann. Darum befand ja Kaiphas es sei besser, dass Jesus für immer zum Schweigen gebracht würde, als dass durch seine Lehren das ganze Volk verdorben würde. Jesus Christus Lehren waren für ihn keine Worte Gottes, man wisse dass Gott sich mit Mose unterhalten habe, aber woher dieser käme wisse man nicht, sagten Schriftgelehrten zu jenem der blind war und von Jesus geheilt wurde.

      Rom verurteilte Jesus überhaupt nicht des Hochverrats, Pilatus fand keine Schuld bei Jesus und versuchte deshalb, ihn mit all seinen Möglichkeiten freilassen zu können.

      Nachher liess Pilatus das Wort der Abkürzung für Jesus von Nazareth König der Juden am Kreuz befestigen.
      19 Pilatus aber schrieb eine Überschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. 20Diese Überschrift lasen viele Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuzigt ward. Und es war geschrieben in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache. 21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: "Der Juden König", sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden König. 22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.


      Pilatus glaubte Jesus Worten, in seinen Augen war Jesus ein König der Juden. für die Hohepriester war diese Inschrift ein grosses Ärgernis eine Torheit , weshalb sie auch weder gerettet werden konnten, noch göttliche Weisheit erlangen konnten 1. Kor. 1.18 /1. Kor.2. 6-8

      Gesegnete Grüsse renato23
    • Pilatus war feige!​

      renato23 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Wie der Urteilsspruch über dem Kreuz Jesu (»Dies ist Jesus von Nazareth - der König der Juden« - das »INRI«) nahelegt, war daher »HOCHVERRAT« (!) der eigentliche Grund für das Todesurteil gegen Jesus. Auf Hochverrat stand nach Römischen Recht die Todesstrafe!
      ---> Das war für den überaus grausamen Pilatus (---> siehe Lk 13,1!) Grund genug, Jesus zum Tode zu verurteilen!
      Also Norbert, wer das ursprünglich geschrieben hat, liegt biblisch nachweisbar vollkommen falsch., wollte wohl die Schuld der Hohepriester ausgerechnet auf Pilatus abwälzen, der ja mit allen Mitteln (???) versuchte Jesus frei zu bekommen. INRI also Jesus als König der Juden war KEIN SCHULDSPRUCH!!! NCH: Doch, selbstverständlich!

      Rom verurteilte Jesus überhaupt nicht des Hochverrats, Pilatus fand keine Schuld bei Jesus und versuchte deshalb, ihn mit all seinen Möglichkeiten freilassen zu können.

      Nachher liess Pilatus das Wort der Abkürzung für Jesus von Nazareth König der Juden am Kreuz befestigen.
      19 Pilatus aber schrieb eine Überschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König.
      Pilatus glaubte Jesus Worten, in seinen Augen war Jesus ein König der Juden.
      Wenn Pilatus wirklich gewollt hätte, Jesus frei zu bekommen, dann hätte er sich auch vom Hohen Rat davon nicht abhalten lassen!
      Aber Pilatus war feige! Als der Hohepriester zu ihm sagte, dass wer sich zum König mache ein Feind des Kaisers sei, da bekam es Pontius Pilatus mit der Angst zu tun. Er befürchtete, dass ihn der Hohe Rat beim Kaiser Tiberius deshalb anklagen würde, einen Kaiser-Feind verschont zu haben, der ein Hochverräter war. Fest steht, dass Pilatus der Hauptverantwortliche für das Todesurteil gegen Jesus war. Und der juristische Grund lautete: Hochverrat! Auf Hochverrat stand nach Römischem Recht der Tod! Der Grund des Todes Jesu war über seinem Kopf am Kreuz angebracht! »Der König der Juden!« Und ein solcher »König« war ein Hochverräter, da der Kaiser in Rom keinen König neben sich duldete, den er nicht selbst dazu eingesetzt hatte, wie Herodes den Großen bzw. dessen Sohn Herodes Antipas!

      Etliche Bibelausleger sind sich darin einig, dass Pilatus viel zu gut in den Evangelien weggekommen ist. Es steht historisch fest, dass Pilatus einer der grausamsten Herrscher Roms war, dessen Urteile sogar letztendlich dem Kaiser zu weit gingen! Tiberius hat dann ja 36 Pilatus wegen ungesetzlicher Grausamkeit seines Amtes als Statthalter Judäas enthoben und in die Verbannung geschickt.
    • Sicher war Pilatus ein Charakter-Schwächling, der sich einschüchtern ließ durch höhere Gewalt. Dazu passt seine übertriebene Grausamkeit gegenüber Schwächeren.
      Doch auch die EINSICHT, dass die Macht Jesu höher ist als die des röm. Kaisers (Johannes 19:8.-16.), genügte Pilatus nicht, um ihn gegen den Willen der jüdischen Führer freizulassen. Pilatus ließ seine "Chance", Recht durchzusetzen, ungenutzt verstreichen.

      Der jüdische Vorwurf der Gotteslästerung war ungerecht.
      Jesus erfüllte IMMER ausnahmslos die mosaische Thora und die Sabbate. Matth. 5:17.-20. Die Rabbinen/Pharisäer waren die Gesetzesbrecher. Matthäus 23/Lukas 11:37.ff.
      Der Vorwurf der Rebellion gegen das Gesetz des Kaisers war ebenfalls haltlos, es war eine erfundene Behauptung der jüdischen Feinde Jesu.
      Jesus hatte nicht verdient, von seinen Freunden hintergangen oder verlassen zu werden.
      Jesus nahm diese Ungerechtigkeiten bewusst AUF SICH. (Jesaja 53)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn Pilatus wirklich gewollt hätte, Jesus frei zu bekommen, dann hätte er sich auch vom Hohen Rat davon nicht abhalten lassen!Fest steht, dass Pilatus der Hauptverantwortliche für das Todesurteil gegen Jesus war. Und der juristische Grund lautete: Hochverrat! Auf Hochverrat stand nach Römischem Recht der Tod! Der Grund des Todes Jesu war über seinem Kopf am Kreuz angebracht! »Der König der Juden!« Und ein solcher »König« war ein Hochverräter, da der Kaiser in Rom keinen König neben sich duldete, den er nicht selbst dazu eingesetzt hatte, wie Herodes den Großen bzw. dessen Sohn Herodes Antipas!
      Was du schreibst lieber Norbert widerspricht dem was in der Bibel darüber steht doch voĺlkommen.

      Der Hauptgrund für Jesus Überantwortung war doch offensichtlich dass der Hohe Rat, allen voran Hohepriester Kaiphas künftig verhindern wollten, dass immer mehr Juden zu dem von Jesus vermittelten Gottesglauben wechselten.

      Für sie war Jesus ein Sünder, und mittels der Verbreitung seiner Lehren, (der Wahrheit betr. Gott und seinem Willen) gar ein Volksverderber.

      Pilatus hat bei Jesus KEINE SCHULD festgestellt, somit auch sicherlich nicht des von Dir erwähnten Hochverrats. Und die Kreuzesinschrift hat nicht einmal was mit dem Motiv des Hohen Rats zu tun. Pilatus erkannte, dass sie Jesus aus Neid gefangen nahmen.

      Hauptverantwortlicher für die Hinrichtung war biblisch einwandfrei belegbar Hohepriester Kaiphas und nicht Pilatus. Der Hohe Rat wollte damit den wachsenden Zulauf seitens jüdischem Volk stoppen.

      Sie, die Schriftgelehrten und Pharisäer erkannten nicht, dass Jesus Sohn des wahrhaftigen Gottes war., die einfachen Juden hingegen spürten es wohl tief in ihren Herzen, wenn sie zuhörten was Jesus lehrte.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • Pilatus war in der Tat ein "Gebundener" der römischen Hierarchie. Die Macht, zu verurteilen, war ihm "von oben", vom römischen Kaiser, verliehen. Aber sollte zugleich Aufruhr vermeiden. Deshalb gab er den jüdischen ungläubigen Führern nach. Sie waren die "Sterne, die vom Himmel geworfen wurden" durch den römischen Antichristen. (Daniel 8:10.) Sie hatten den Kaiser anstelle Christus gewählt.
    • Der Grund für Jesu Tod ist und bleibt Hochverrat!

      freudenboten schrieb:

      Pilatus war in der Tat ein "Gebundener" der römischen Hierarchie. Die Macht, zu verurteilen, war ihm "von oben", vom römischen Kaiser, verliehen. Aber sollte zugleich Aufruhr vermeiden. Deshalb gab er den jüdischen ungläubigen Führern nach. Sie waren die "Sterne, die vom Himmel geworfen wurden" durch den römischen Antichristen. (Daniel 8:10.) Sie hatten den Kaiser anstelle Christus gewählt.
      Anmerkung auch zu dem was renato23 geschrieben hat:
      Also: Biblisch belegt ist, dass der Hohe Rat gegen Jesus ein Todesurteil ausgesprochen hat - aus religiösen Gründen! (Markus 14,64)
      Als der Hohepriester Kaiphas Jesus fragte: „Bist du der Christus?” antwortete Jesus mit: „Ja, ich bin es!”. Für den Hohen Rat war das auf Grund von 3.Mose 24,16 („Wer den Namen des HERRN schmäht, hat den Tod verdient; die ganze Gemeinde wird ihn steinigen. Das gilt für den Fremden ebenso wie für den Einheimischen: Wenn er den Gottesnamen schmäht, wird er getötet werden.”) Grund genug das Todesurteil gegen Jesus auszusprechen, obwohl Jesus von Nazareth eindeutig dieser Christus=Messias war! Aber Kaiphas wusste ganz genau, dass sich Pilatus nach Römischem Recht wegen inner-jüdischen religiösen Streitigkeiten niemals zu einem Todesurteil durchgerungen hätte! Die Römer der damaligen Zeit waren in religiösen Angelegenheiten sehr tolerant. Also musste ein staatlicher Grund zusätzlich zum religiösen Todesurteil gefunden werden! Und so hat der Hohe Rat den Vorwurf des Hochverrats erhoben und erklärte - bestärkt durch die Ereignisse des Palmsonntags (Jesus war als Nachfahre des König David in Jerusalem als »Messias-König« triumphal eingezogen!) - dass sich Jesus von Nazareth zum König von Israel erklärt habe. „Wer sich in Judäa zum König macht, ist ein Feind des Kaisers! (Johannes 19, 12) Ist ein Hochverräter und hat den Tod verdient!” war der zusätzliche Anklagepunkt des Hohen Rats vor Pilatus gegen Jesus! Warum kann man dies folgern?
      Weil Pilatus von sich aus, Jesus wohl kaum gefragt hätte: „Bist du der König der Juden?” (Mk 15,2/ Mt 27,11/ Lk 23,3 / Joh 18,33). Dies kann daher nur der Vorwurf des Hohen Rats gegen Jesus gewesen sein. Dann kamen dem Statthalter Zweifel, dass die Anklage stimmen sollte, denn wie ein König sah der Rabbi aus Nazareth nun nicht gerade aus. Dass die Hohenpriester diesen Vorwurf tatsächlich vorbrachten, lesen wir auch in Lukas 23,2: „Wir haben gefunden, dass dieser unser Volk aufhetzt und verbietet, dem Kaiser Steuern zu geben, und spricht, er sei Christus, ein König.” Als dann auch noch die Frau des Pontius Pilatus zu ihm kam und sagte: „Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.” (Matth.27,19) wurde er noch mehr verunsichert. Da kam ihm der römische Brauch gerade Recht, zum Passahfest einen Beschuldigten zu begnadigen. Pilatus liess nun das Volk entscheiden und nachdem der Hohe Rat das Volk überredet hatte für die Begnadigung des Mörders und Aufrührers Jesus Barrabbas (»Unser jüdischer Freiheitskämpfer!«) zu stimmen, waren die Schreier für Barrabbas lauter und stärker als die Anhänger Jesu. Pilatus war damit aus dem Schneider und konnte so »seine Hände in Unschuld waschen« (Matth.27,24), was aber rein juristisch gesehen natürlich nicht stimmte. Er, der feige und das Recht brechende ungerechte römische Statthalter hat den Gerechten Jesus zum Tode verurteilen, den gewaltsamen Mörder Barrabbas aber laufen lassen! ---> Der Unschuldige wurde verurteilt - Der Schuldige aber freigesprochen! Ein absolutes Fehlurteil!
      Er - Pilatus war der Blutrichter! Er - Pilatus hat das Todesurteil unterschrieben! - formal juristisch war der Grund "Hochverrat"! Da beißt kein Maus kein Faden ab! Er hat diesen Hochverrats-Grund in 3 Sprachen auf eine Tafel schreiben lassen: »Dies ist Jesus von Nazareth - der König der Juden!«. Er - Pontius Pilatus war es schließlich der das Todesurteil durch Kreuzigung vollstrecken und ausführen ließ!

      Diese Sätze aus dem Johannes-Evangelium sind ebenfalls Indizien dafür: »...wer sich zum König macht, der ist gegen den Kaiser. [= Hochverrat!] 13 Da Pilatus diese Worte hörte, führte er Jesus heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Stätte, die da heißt Steinpflaster, auf Hebräisch Gabbata. ... 16 Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde.« (Johannes 19,12.13.16)

      Die jüdischen ungläubigen Führer haben ihren eigenen König verraten , als sie zu Pilatus gesagt haben : »Wir haben keinen König außer dem Kaiser.« (Joh.19,15) Auch der Hohe Rat samt dem Hohenpriester Joseph Kaiphas haben selbstverständlich auch schwere Schuld am Tode Jesu! Aber als Hauptverantwortlichen für Jesu Tod kann man den Statthalter Pontius Pilatus nicht freisprechen! ---> Und somit muss als Fazit gesagt werden (gegen alle Anflüge von Antisemitismus!) : „Die Römer haben Jesus getötet, nicht die Juden!”
    • TOD JESU WAR GOTTES PLAN!

      freudenboten schrieb:

      Apostelgeschichte 2:22.23.24.

      Textfassung von Apostelgeschichte 2, Vers 23 in der Übersetzung "Hoffnung für Alle":


      Apg.2:23 Aber Jesus wurde durch Verrat an euch ausgeliefert, und ihr habt ihn mit Hilfe der Römer, die nichts von Gottes Gesetz wissen, ans Kreuz genagelt und umgebracht. Doch genau das hatte Gott geplant. Er wusste, was geschehen würde.

      Hier wird klar die ganze Passionsgeschichte in einem Vers dargestellt und auch die Schuldigen am Tode Jesu werden benannt! Und v.a. aber wird gesagt, dass dieser Tod des Gerechten Gottessohnes und Heilandes Jesus Christus, der für die Sünden der Ungerechten gestorben ist, der WILLE GOTTES war! Jesus selbst hat das ja bei der Einsetzung des Heiligen Abendmahls gesagt:
      Mk 14,24 »Und er sprach zu ihnen: „Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.”«

      Die Schuldigen am Tode Jesu:
      1. Gott, der Vater (Ratschluß der Ewigen Gottheit vor aller Ewigkeit, die schon im Voraus wusste, dass der Mensch in Schuld und Sünde fallen würde!)
      2. Verrat des Judas Ischkarioth, der Jesus an den Hohen Rat ausgeliefert und verraten hatte.
      3. Mit »euch« und »ihr« waren die jüdischen 71 Ältesten Hohenpriester des Hohen Rats - die Führungsspitze der Juden - gemeint!
      4. Die Römer, welche Jesus von Nazareth ans Kreuz genagelt und umgebracht hatten. (Pontius Pilatus wird hier nicht namentlich genannt!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()