Kain und Abel

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    • Manchmal wundere ich mich schon, dass es selbst für einige profunde Bibelkenner nur Sühneopfer gibt. Ich persönlich opfere nicht weil ich etwas falsch gemacht habe, sonern aus Liebe und Dankbarkeit zu Gott. Gibt es diese Art Opfer bei diesen Personen nicht, dass man immer mit dieser für mich etwas komischen Interpretation kommt?

      Liebe Grüsse
    • freudenboten schrieb:

      Das Hauptthema der Bibel ist Rechtfertigung/Erlösung auch bei Kain und Abel.
      Opfern sollte den Menschen angenehm machen bei Gott.
      Daher "Gottesfurcht"=Respekt.
      Und warum müssen wir keine Tiere mehr opfern? Wenn das der einzige Grund zum Opfern wäre müssten wir entweder nie oder nur Tiere opfern.
      Btw. Ich habe noch nie aus Deinem genannten Grund geopfert...
      Aber wahrscheinlich habe ich ein anderes Gottesbild von mir als einige hier. Dieses Respektsopfer erinnert mich übrigens stark an Opfer, die man in Religionen mit vielen Göttern pflegt. Meine Vorstellung ist etwas ganz anderes.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • freudenboten schrieb:

      Zarathustra lehnte das "Opfern" ab, ersetzte es durch "Feueranbetung".

      Der Grund weshalb Christen nicht vorchristliche Tier-Opfer bringen ist nicht Philosophie (Zarathustra) sondern das "vollbrachte" Selbstopfer des allmächtigen Sohnes Gottes.
      Warum sollen wir den überhaupt opfern, wenn sich die richtige Art mit dem Opfertod Jesu erledigt hat?

      Liebe Grüsse
      1. Es ist grundsätzlich eine Hypothese, dass es sich beim Opfer Kains und Abels um ein Sündopfer handelte.
      2. Darüberhinaus ist in der Heiligen Schrift mehrfach von Kain und Abel die Rede, ohne dass der Fehler Kains als "fehlerhaftes Sündopfer" definierte wurde - was aber als "lesson to learn" naheliegen würde.
      3. Es gibt auch ein unblutiges Sündopfer im AT

      Für mich zeigt Kain etwas anderes, der Mensch muss die Entscheidungen Gottes annehmen, auch wenn er sie gerade nicht versteht.
      Seine Haltung war offensichtlich "sündig" nicht an Gott glaubend, denn er hat weder das ihm Nachgehen durch Gott erkannt / geschätzt noch der Versuchung des Neids und der Eifersucht widerstanden.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Seele1986 schrieb:

      Beide opferten zur Ehre Gottes.

      Es sind die beiden ersten Abkömmlinge des Menschen und seiner Frau.
      Sie zeigen den Bruch, der durch den Sündenfall geschehen ist: Fleisch gegen Geist (Gal 5,17);
      der Mensch hasst seinesgleichen und letztlich sich selbst, schlachtet andere und sich selbst. Ist doch bis heute nicht anders.

      Daraus befreit das Evangelium. Das Evangelium liegt nicht im Opfer, sondern im Erbarmen Gottes und der Heiligung, das Böse nicht mehr nötig zu haben.
      Dass beide - Kain, der Erstgeborene und Abel - dessen jüngerer Bruder - beide zur Ehre Gottes opferten , stimmt eben nicht! In diesem Beitrag wird dies ganz klar widerlegt: ----> (---> siehe Bogis Beitrag NR. 16 auf Seite 1/4 unter 1.Mose 4: Das Opfer von Kain vs Das Opfer von Abel)
      Das hat Kain hier in keine Weise getan!
      Das wird hier gut erklärt.
      Warum nahm Gott das Opfer Kains nicht an? | Bibelbund

      Auszug:
      8 Schlussfolgerung

      Somit ist Gottes Ablehnung der Gabe Kains das Urteil über deren Minderwertigkeit. Sie war – im Gegensatz zu derjenigen Abels, der das Beste gab, was ihm zur Verfügung stand – nicht tauglich für den angestrebten Zweck, Gott zu danken, ihn zu ehren oder ihn um seine weitere Gunst zu bitten.

      Die Botschaft der Opfer Kains und Abels ist „Für Gott nur das Beste!“ Dieses Prinzip finden wir in den Opfergesetzen (Lev 1-7) wieder: Dort wird mehrfach betont, dass die Opfertiere völlig makellos sein mussten. Dasselbe Prinzip finden wir, wenn es um die Erlösung des Menschen geht: das Opfer, das die Sünde sühnte, musste das Beste sein, was verfügbar war – Gottes eigener Sohn. Alle menschlichen Werke und Leistungen hätten nichts bewirkt.

      „Für Gott nur das Beste!“ heißt es auch für uns, wenn wir den Herrn ehren wollen – das Beste unserer Kraft und unserer Zeit, ja wir selbst sollen Ihm geweiht sein:

      „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen (Anmerkung: „Darstellung“ ist der Fachbegriff für den ersten Schritt des Opferrituals) als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.“ (Röm 12,1-2)

      Beitrag von Norbert Chmelar ()

      Dieser Beitrag wurde von Bemo aus folgendem Grund gelöscht: Erledigt ().
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Somit ist Gottes Ablehnung der Gabe Kains das Urteil über deren Minderwertigkeit.
      Nein. Es wird von den Gaben selbst und ihrem Wert nichts gesagt,
      sondern es wird gesagt, dass Gott das eine Opfer annahm und das andere nicht annahm.

      Kain war Ackerbauer, also hat er von dem gegeben, was er hatte. Die Früchte gegen das Vieh auszuwerten ist hier nicht gegeben.
      Das wird immer gemacht, weil wir - wie immer! - gewohnt sind, Werke gegeneinander auszuwerten und uns zu fragen, wer der Bessere ist.

      Worum es hier eher geht ist, dass Gott das Herz kennt und sich später bestätigt, was Gott vorherweiß:
      Kain wird seinen Bruder erschlagen. Er gönnt ihm den Segen nicht und kann seine eigene Entbehrung keinen Augenblick lang ausharren. Sondern wenn er nicht gesegnet ist, soll´s sein Bruder auch nicht sein.
      Zumal ja im Text gar nicht steht, worin der Segen oder die Entbehrung eigentlich besteht.
      Es steht dort nicht, was "Er nahm sein Opfer an/ nicht an" eigentlich bedeutet. Es steht dort nur, dass Kain es Abel neidete und ihn deshalb hasste.

      Um Früchte oder Blutopfer geht es da nicht. Natürlich sind diese Opfergaben ebenfalls Abbilder, aber sie sind im Text nicht die Begründung; das ist ein Denkfehler.

      Kain hat ein schlechtes Herz und das macht er wahr und bestätigt damit, was Gott bereits gezeigt hat: Ich nehme dein Opfer nicht an! Du wirst deinen Bruder opfern. Den werde ich annehmen und sein Blut wird aus der Erde rufen.

      Des Weiteren wird die Dimension der Geschichte auch in den Namen offenbart:
      Kajin ist "das Geschöpf",
      Hewel ist "ich verwehe" oder "Dunsthauch".

      Das ist das vergängliche Geschöpf vor Gott nach dem Sündenfall und dem Verweis aus dem Garten Eden.
      Er muss sich Gott durch den Kult nahen, erträgt nicht, nicht angenommen zu sein, streitet wider seinesgleichen und den eigenen Bruder, und wird unstet und flüchtig auf Erden.

      LG
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Stofi schrieb:

      Das ist doch ganz einfach: Abel hat nach den Willen Gottes gehandelt, Kain nach den eigenen Willen (Gottes Willen missachtet, wollte es seiner Mn besser und schöner gestalten). Abel war gehorsam, Kain eben nicht.
      Das wäre eine mögliche Interpretation.
      Es wäre dafür gut, wenn der Text für diese These auch Gründe liefern würde.
      Denn es ist nirgendwo ersichtlich, wogegen Kain ungehorsam war, oder was Gott denn verordnet hat.
      Denn dort steht nur, dass Kain ein Opfer brachte und Abel ein Opfer brachte.
      Kain von seinem, Abel von seinem.
      Es steht ja nichmal da, was "gnädig ansehen" eigentlich bedeutet.

      Daher ist für mich diese These nicht schlüssig.
      Ist doch ganz einfach.

      P.S.: @freudenboten
      wie kommst du in dem Zusammenhang auf "Menschenopfer"?
      Der Glaube ist ein Geschöpf des Wortes.
      Das Wort ist der Sohn Gottes.
    • Seele1986 schrieb:

      Denn dort steht nur, dass Kain ein Opfer brachte und Abel ein Opfer brachte.
      Kain von seinem, Abel von seinem.
      Wenn das so wäre, wäre es eine Ungerechtigkeit Gottes gewesen nur Abels Opfer gnädig anzusehen...!
      Daher halte ich die „Minderwertigkeits-These” wie hier -----> :
      Warum nahm Gott das Opfer Kains nicht an? | Bibelbund
      , für eine mögliche Klarstellung...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn das so wäre, wäre es eine Ungerechtigkeit Gottes gewesen ...
      Gott Ungerechtigkeit vorzuwerfen ist gotteslästerlich. Und genau das Problem Esaus. Wenn Gott ein spezifisches Opfer gnädig annimmt, dann hat niemand anderer ein „Recht“ darauf, dass seines auch gnädig angenommen wird.
      Das widerspricht sowohl dem Prinzip des Opfers, wie dem der Gnade.
      Liebe Grüße, Heimo