Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche

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    • Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche

      Zum theologischen Hintergrund:

      es wurde im Prinzip schon beim Taufthema angerissen. Ihr seht das anders, ich weiß, aber einfach als Information.

      Wir (ihr STA und wir) haben ein unterschiedliches Verständnis von Kirche:

      Wir können niemanden aus der Kirche ausschließen. Das ist im Prinzip der Punkt.
      Die Kirche ist kein Club oder Verein, in den man eintritt und bei Satzungswidrigkeit rausgeworfen wird (auch wenn es rein juristisch ein "Verein" ist).

      Die Kirche ist der Leib Christi. Durch die Taufe wird man in diesen Leib aufgenommen; wie @Philoalexandrinus: ja schon den Theologen wiedergab: "Die Taufe ist einmalig und kann nicht rückgängig gemacht und widerrufen werden!"

      Der Gedanke: "ICH trete ein, ICH trete aus, ICH entscheide mich" ist recht modern und individualistisch. Ist auch okay, aber so sehen wir es nicht.

      Wer dieser Gemeinschaft zu-geführt ist, der kann durch menschlichen Entscheid nicht aus ihr ausgeschlossen werden.
      Alles, was dieser Getaufte tut, ist ihm Gericht oder Segen vor Gott.

      Es gibt Sanktionen zur Ordnung der Gemeinde (wir haben ein eigenes Kirchenrecht), aber ausschließen können wir nicht; denn ja, das würde bedeuten, wir verdammen ihn und sprechen ihm die Gemeinschaft mit Christus ab. Das können und dürfen wir nicht.

      Aus der Kirche (als Institution) kann er austreten, seine Sache. Dennoch gilt seine Taufe in unseren Augen; sie ist unauflöslich.

      Zur finanziellen Seite:

      Ja, natürlich nehmen wir das Geld, das uns zukommt. Auch die Hilfen, die wir (noch) vom Staat kriegen nehmen wir.
      Weil wir glauben, dass wir richtig sind und dass es von Gott ist.

      Dies wird sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte ohnehin ändern: dann werden auch wir eine Freikirche werden (wie in den meisten Ländern der Erde).

      Wie gesagt: wir haben ein unterschiedliches Tauf- und Kirchenverständnis; ist so. Wir kommen da nicht zusammen, wie wir wissen.

      Aber wir wollen nicht davon anfangen, was in "Kirche" alles verheimlicht, veruntreut, verhandelt, manipuliert und verdeckt wird, und wer ein "bewusster Sünder" ist...

      Das lassen wir besser in beidseitigem Interesse bleiben.

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Hallo Seele1986,

      Bereiche wie Taufe und Verständnis der Kirche in der ev. Kirche können wir hier, soweit der Infostand von uns Laien reicht, besprechen.

      Seele1986 schrieb:

      Wir können niemanden aus der Kirche ausschließen. Das ist im Prinzip der Punkt.
      Warum nicht? Also die theologische, proaktive Begründung für ein biblisches Verbot des Kirchenrausschmisses würde mich sehr interessieren.


      Seele1986 schrieb:

      Die Kirche ist der Leib Christi. Durch die Taufe wird man in diesen Leib aufgenommen; wie @Philoalexandrinus: ja schon den Theologen wiedergab: "Die Taufe ist einmalig und kann nicht rückgängig gemacht und widerrufen werden!"
      Warum nicht? Ich könnte dir hier jetzt ein paar fundierte Bibelstellen zeigen, die beschreiben, wie ehemalige Gläubige bzw. Mitglieder durch ihr Verhalten eben doch getrennt werden bzw. sich selbst trennen - vom Leib Gottes. Sie unterstützen aus meiner jetzigen Sicht, meine jetzige Einstellung und Ansicht zu dem Thema.
      Mich würde aber eher eine deinerseits gezeigte theologische Begründung (mit entsprechenden Bibeltexten) interessieren, die deine Sicht untermauert. Mir liegt ja nichts daran dir deine Glaubenssicht zu zerstören, deshalb ist hier die Gelegenheit positiv darüber zu sprechen.
      Woher kommt das Verbot für die Kirche ihrerseits einen Ausschluß aus der Wertegemeinschaft zu vollziehen?

      Seele1986 schrieb:

      Wer dieser Gemeinschaft zu-geführt ist, der kann durch menschlichen Entscheid nicht aus ihr ausgeschlossen werden. Alles, was dieser Getaufte tut, ist ihm Gericht oder Segen vor Gott.
      Kann man sich jetzt selbst ausschließen, oder nicht? wie bereits beschrieben und ich denke, dass das offiziell immer noch die Ansicht ist: :

      benSalomo schrieb:

      Wer einmal katholisch getauft wurde, bleibt bis zu seinem Lebensende ein Glied der RKK. Anders habe ich das noch nie gehört.
      Seht ihr das im Grunde genauso, wenn man "katholisch" durch "evangelisch" ersetzt?


      Seele1986 schrieb:

      Es gibt Sanktionen zur Ordnung der Gemeinde (wir haben ein eigenes Kirchenrecht), aber ausschließen können wir nicht; denn ja, das würde bedeuten, wir verdammen ihn und sprechen ihm die Gemeinschaft mit Christus ab. Das können und dürfen wir nicht.
      Wer gibt "euch" denn das Recht durch einen ausgesprochenen Ausschluß, einem Menschen die Gemeinschaft mit Christus abzusprechen? Muss sich Christus, würdet ihr jemanden ausschließen, daran halten? Woher habt ihr dieses Selbstverständnis?
      Hält sich Gott daran, wenn IHR jemanden verdammt?
      Theologisch begründen, bitte, wenn möglich.


      Seele1986 schrieb:

      Weil wir glauben, dass wir richtig sind und dass es von Gott ist.
      Das glauben wir auch, das finde ich auch ok so. Aber gibt euch das Verständnis vom richtig sein wirklich auch die Macht Gott vorzuschreiben, mit wem er Gemeinschaft hat (haben darf) und mit wem nicht? Ist diese Macht durch das Verständnis vom richtig sein auf euch übergegangen?

      Seele1986 schrieb:

      Aber wir wollen nicht davon anfangen, was in "Kirche" alles verheimlicht, veruntreut, verhandelt, manipuliert und verdeckt wird, und wer ein "bewusster Sünder" ist...
      Es geht nicht darum jemanden konkret als "bewußten Sünder" zu brandmarken. Es geht darum, wie die jeweilige Kirche mit Personen umgeht, die den Werten der Kirche diametral entgegenstehen.



      Zusammengefasst sollten wir vielleicht auch einen Pfad beschreiben, der die Mitgliedschaft in der ev. Kirche aufzeigt. Bspw.: Babytaufe -> Konfirmation -> ewige Mitgliedschaft .



      Meine Fragen in diesem Post stelle ich natürlich aus meiner eigenen derzeitigen Glaubensposition heraus. Ich will sie nicht polemisch verstanden wissen und hoffe, dass sie auch so aufgenommen werden können.
    • Zitate und Bibelstellen (letztere nir angedroht)

      tricky schrieb:

      Warum nicht? Ich könnte dir hier jetzt ein paar fundierte Bibelstellen zeigen, die beschreiben, wie ehemalige Gläubige bzw. Mitglieder durch ihr Verhalten eben doch getrennt werden bzw. sich selbst trennen - vom Leib Gottes. S


      Lieber tricky,

      ich habe - mit Orts - und Zeitangabe (Zur Ergänzung: Die AWA - Tagung hieß "Paulus - Mittelpunkt der Schrift) den Universitätsprofessor Otfried Hofius zitiert und dazu ausdrücklich "eines" hinzugefügt: Ich habe seine Meinung mitgeteilt.
      Off topic meine Meinung: Ich teile die der Kirche der Siebenten Tags Adventisten -- teilweise. Meine Kritik richte sich an das Taufen - Taufen - Taufen. Samuel Koranteng Pippim wird mit Skandal und langen Hin und Her wieder getauft (bei seinen Opfern soll er sich allerdings nicht entschuldigt haben) Geschwister XXX werden auf Druck des Predigers nach einer schweren Sünde - beide durchgehend jeden Sabbat in der Gemeinde - wieder getauft, nicht öffentlich.

      Hier wird Bundesschluss mit Bußübung vermengt: Die Taufe wie 20 x Rosenkranz und 5 x Vaterunser.

      Und Tauferfolge - Taufzahlen aus Südamerika werden offiziell kommentiert mit dem Prozentsatz an nach der Evangelisation Zurückgekehrten, Ehemaligen. ein solches Taufverständnis darf ich in Frage stellen.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • @tricky:

      Hättest du kein Problem damit, dass deine Kirche ein Mitglied hat, das
      den evangelischen Glauben mit Füßen tritt, aber trotzdem seitens der
      Kirche als Mitglied dabei ist.
      Nein. Ich würde mir wünschen, dass meine Kirche klar Stellung dazu bezieht.
      Als Christ kann ich Verhalten und Gesinnung eines anderen kritisieren und auch als unchristlich verurteilen, das darf ich. Aber ich kann ihm nicht sagen: "Gott nimmt dich nicht mehr an!"

      Wir hatten dieses Thema bei dem Todespiloten von Frankreich: die Kirche wollte im Gedenkgottesdienst 151 Kerzen am Altar aufstellen. Angehörige und Presse beschwerten sich, warum wir für den Piloten auch eine Kerze aufstellen, der doch der Mörder ist.
      Wir haben uns durchgesetzt und das war richtig so. Auch der Mörder bekommt ein Gedächtnis. Auch er ist das Kind von Eltern, die um ihren Sohn trauern und noch dazu mit diesem Schatten leben müssen; auch er wird von Gott gesehen (mit seinem Guten und mit seinem Bösen);
      und auch er ist ein Opfer. Ein Opfer dieses bösen Irrweges und dieser Teufel.
      Dieses Gedächtnis ist eigentlich die größte Anklage. Würden wir ihn ignorieren und nur unseren Leuten trauern, wäre das "einfach", aber so ist es nicht. Gott schaut alle an, auch diesen Mörder und er wird bestraft werden; er wird Gericht bekommen.
      Die Kerze gehört mit dorthin.

      Angenommen, wir hätten so einen Fritzl bei uns: Sollen wir ihn ausschließen und sagen "Wir sind sauber, wir haben mit so einem nichts zu tun!"?
      Doch, wir haben damit zu tun! Wir haben die Anzeichen vll. ignoriert; wir haben ihm vll. nicht den richtigen Weg gewiesen; wir haben vll. versäumt, ihm von Gott zu erzählen. Wer weiß?

      (Übrigens: Vielleicht hat ja jemand aus meiner Kirche was dagegen, dass ich in derselben bin...)

      Wenn dich also jemand fragt: Welcher Kirche gehörst du an? Und du dann
      sagst "Evangelische Kirche" - und dann meint dein Gegenüber: Ah, das
      sind ja die, wo auch der bekannte Atheist X, Massenmörder Y, ...
      Mitglied ist.
      Zumindest schon mal eine Gelegenheit, einen Unterschied zu machen. Mit einem Ausschluss wäre es nicht getan, außer zu behaupten: "Wir sind sauber!" Nein, wir sind nicht sauber.

      Dass jemand, der als Baby zwangsgetauft (anders kann man das im
      Bewußtseinsstadium des Babys nicht bezeichnen) wurde, sich nie wieder in
      der Kirchenzugehörigkeit ändern kann?
      Die Konfession oder Religion kann er wechseln, aber das kündigt die Verheißung der Taufe nicht. Er kann hinrennen, wohin er will; was ihm durchs Wort Gottes gesagt ist, geht ihm nach.

      Wie ist das bei euch? Wenn jemand die STA verlässt, woanders was sucht und nach Jahren wieder "nach Hause" kommt, weil er sich nach seiner Gemeinde sehnt und dort die Wahrheit drin sieht; muss er sich dann wieder taufen lassen?

      Du bist für ewig das, zu was man dich als Baby gezwungen hat. Egal was
      du machst, egal was du glaubst, du BIST Teil einer Kirche. Das
      widerspricht ja jeglicher anderer, normaler Praxis im Leben eines
      Menschen.
      Geistlich ja. Die Institution "RKK" oder "EKD" oder sonst was kann man natürlich verlassen. Es geht aber nicht um die Mitgliedschaft bei diesem Thema, sondern um das gelehrte Wort Gottes, das dem Menschen nachgeht, ihn anklagt und ihn ruft; egal, wohin er geht. Die Taufe gilt bei uns und kann nicht gelöst werden.

      Mich würde mal interessieren, wie man das biblisch begründet, dass die
      einmalige Taufe (lassen wir den Aspekt der Babytaufe jetzt vielleicht
      mal weg) eine lebenslange Kirchenmitgliedschaft beinhaltet?
      Die Mitgliedschaft einer Kirche kann man ja beenden, indem man austritt... (?)
      Aber was durch die Taufe bezeugt und dem Menschen gesagt ist, das kann man nicht rückgängig machen. Es gilt und fordert den Menschen.

      Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, ers euch gebe. (Joh 15,16)

      Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. (Joh 10,27.28)

      Ich mache dazu ein extra Thema auf, denn hier sind wir ja im
      Themenbereich RKK. Die theologischen Gründe würden mich im Detail sehr
      interessieren, wie oben ja schon angekündigt.
      Vom Mahl ausgeschlossen zu werden, bedeutet im Prinzip "exkommuniziert" (wie bei der RKK).

      Wir können jemanden das Abendmahl verwehren. Dadurch wird ihm gesagt, dass er keine Gemeinschaft mehr mit dieser Kirche und den anderen Christen am Tisch des Herrn hat.
      Er darf Leib und Blut Christi nicht nehmen, weil es ein "Essen zum Gericht" wäre.

      Das wird heute kaum noch gemacht; in einigen alt-lutherischen, aber gemeinhin kaum noch. Aber von unserem Kirchenrecht her geht das.

      Woher kommt das Verbot für die Kirche ihrerseits einen Ausschluß aus der Wertegemeinschaft zu vollziehen?
      Ein Verbot gibt es nicht, sondern wir leiten es theologisch so ab. Wir kopieren auch nicht die biblischen Gemeinden, sondern wir berufen uns auf das Evangelium.

      Es gibt Sanktionen innerhalb der Kirche, aber wir wollen aus der Kirche keinen Menschen rauswerfen. Er soll ja die Botschaft hören.
      Gott lässt Frucht und Unkraut gleichermaßen wachsen. Geschnitten wird bei seinem Gericht.

      Wir wissen nicht, wen er schneidet und wen er wie verurteilt.
      Und natürlich möchten wir, dass die Leute bleiben und sich am besten ändern.

      Kann man sich jetzt selbst ausschließen, oder nicht?
      Du kannst aus der Kirche als Institution austreten, natürlich.
      Aber man kann sich aus der geistlichen Gemeinde Christi nicht ausschließen. Man ist darin und wird vom Geist angeklagt, wenn man Gottes Weg verlassen hat.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)


    • Wer einmal katholisch getauft wurde, bleibt bis zu seinem Lebensende ein Glied der RKK. Anders habe ich das noch nie gehört.


      Seht ihr das im Grunde genauso, wenn man "katholisch" durch "evangelisch" ersetzt?



      Ja, aber es geht nicht darum, dass man Glied unserer EKD bis zum Lebensende ist, sondern dass man Glied der Gemeinde Christi ist.
      Die sichtbare (fehlerhafte) Kirche spricht im Sakrament und in der Predigt geistliche Wahrheit aus.

      Das heißt: die Taufe ist nicht einfach die "evangelische Taufe", sondern sie sagt die Aufnahme in den Leib Christi aus. Daher erkennen wir jede christliche Taufe an, weil die Taufe nicht uns gehört.

      Wer gibt "euch" denn das Recht durch einen ausgesprochenen Ausschluß,
      einem Menschen die Gemeinschaft mit Christus abzusprechen?
      Na eben niemand. Deshalb ja.

      Wenn wir jemanden aus der Kirche werfen, dann kommt er nicht mehr und hört das Evangelium nicht und erfährt das Sakrament nicht.
      Dadurch wehren wir ihm Gottes Wort, denn es heißt: "Aus dem Hören des Evangeliums kommt der Glaube."

      Der Mensch soll bleiben.

      Wir sind auch keine "Wertegemeinschaft" oder "Interessensgemeinschaft", sondern wir sind die Kirche.

      Muss sich Christus, würdet ihr jemanden ausschließen, daran halten? Woher habt ihr dieses Selbstverständnis?
      Nein, aber das wäre die theologische Aussage, die dahintersteht. Deshalb tun wir es nicht.

      Aber gibt euch das Verständnis vom richtig sein wirklich auch die Macht
      Gott vorzuschreiben, mit wem er Gemeinschaft hat (haben darf) und mit
      wem nicht?
      Nein, eben nicht. Er soll ja mit Gott Gemeinschaft haben und sein Wort hören. Deshalb soll er bleiben.

      Es geht darum, wie die jeweilige Kirche mit Personen umgeht, die den Werten der Kirche diametral entgegenstehen.
      Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.
      Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune. (Mt 13,29)


      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Wie gesagt: wir haben ein unterschiedliches Tauf- und Kirchenverständnis; ist so. Wir kommen da nicht zusammen, wie wir wissen.
      Es gibt aber nur eine Taufe (Eph.4,5) und auch nur eine Kirche, welche der Leib Christi ist!(Eph.4,4) Wenn man bereit wäre von seiten der EKD das Taufverständnis zu überdenken, könnte man sehr wohl zusammenkommen! (Plädiere dringend deshalb für eine weitere Reformation in der EKD, wegen vertiefter biblischer Erkenntnisse in Sachen "Kindertaufe" , die theolog. m.E. nicht mehr haltbar und begründbar ist!)

      Dass man als Kirche einen Menschen nicht ausschließen darf, hängt mit der göttlichen Gnade zusammen und damit, dass man - wie Seele - richtig schrieb - "das Unkraut mit dem Weizen gemeinsam aufwachsen lassen soll, bis zur Ernte"(Matth.13,30), d.h. also so lange, bis Christus selber zum Gericht kommt!

      In der Katholischen Kirche kann man allerdings ausgeschlossen = "exkommuniziert" werden! Aber gilt das auch vor unserem Heiland? Nein, dessen Gnade kann die RKK nicht aufheben!

      Manchmal wäre es aber schon angebracht unsere Evangelische Kirche hätte auch eine Art "disziplinierendes Lehramt", wenn ich z.B. an einen Professor Lüdemann(Lügemann müßte der eigentlich heißen!) denke, der staatlich und kirchlich hoch bezahlt - durch Kirchensteuermittel! - die Auferstehung als evang.Professor der Theologie rund weg ablehnt und leugnet! Damit zerstört er das Fundament unseres Glaubens! So jemand muss weg! Man sollte ihm die Lehrerlaubnis für evang.Theologie entziehen und die "evangelische Freiheit" nicht so glaubenswidrig überdehnen!!!

      (Leider funktioniert das Aufnehmen verschiedener Zitate in einem Beitrag nicht bzw.vielleicht mach ich technisch da was falsch-Deshalb muss ich zu jedem Beitrag extra antworten!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • In Deutschland gilt Religionsfreiheit!

      tricky schrieb:

      Kann man sich jetzt selbst ausschließen, oder nicht? wie bereits beschrieben und ich denke, dass das offiziell immer noch die Ansicht ist: :
      Noch herrscht in Deutschland Religionsfreiheit! Unser Grundgesetz sagt in Artikel 4, Absatz 1 folgendes:
      GRUNDGESETZ DER BRD - ARTIKEL 4 (1): "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich."
      Daraus ergibt sich, dass jede / jeder sich die Religion aussuchen kann, die sie / er will! Das beinhaltet selbstverständlich auch das Recht des Religionswechsels! In Artikel 140 GG werden "die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der Deutschen Verfassung vom 11.August 1919...Bestandteil dieses Grundgesetzes" In Artikel 136, Absatz 1 Weimarer Verfassung wird ausdrücklich "die Ausübung der Religionsfreiheit" erwähnt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Seele1986 schrieb:

      ...

      Aber wir wollen nicht davon anfangen, was in "Kirche" alles verheimlicht, veruntreut, verhandelt, manipuliert und verdeckt wird, und wer ein "bewusster Sünder" ist...

      Das lassen wir besser in beidseitigem Interesse bleiben.

      Lg


      ... also irgendwie hört sich das für mich nach der Geschichte von den Krähen an,
      aber auch die sind natürlich Geschöpfe Gottes und haben ihre Daseinsberechtigung ...
      ansonsten habe ich mir durchaus schon überlegt,
      ob meine 'Kirchensteuer' nicht doch für andere Projekte besser angelegt wäre und ich dem 'Verein' lieber den Rücken zukehren sollte,
      weil ich mein Geld nur einmal ausgeben kann ...

      und ich bin nicht nur getauft, sondern auch konfirmiert ...

      mit lieben Grüßen
      Ghasel
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      tricky schrieb:

      Kann man sich jetzt selbst ausschließen, oder nicht? wie bereits beschrieben und ich denke, dass das offiziell immer noch die Ansicht ist: :
      Noch herrscht in Deutschland Religionsfreiheit! Unser Grundgesetz sagt in Artikel 4, Absatz 1 folgendes:
      GRUNDGESETZ DER BRD - ARTIKEL 4 (1): "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich."
      Daraus ergibt sich, dass jede / jeder sich die Religion aussuchen kann, die sie / er will! Das beinhaltet selbstverständlich auch das Recht des Religionswechsels! In Artikel 140 GG werden "die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der Deutschen Verfassung vom 11.August 1919...Bestandteil dieses Grundgesetzes" In Artikel 136, Absatz 1 Weimarer Vedfassung wird ausdrücklich "die Ausübung der Religionsfreiheit" erwähnt!

      Gott interessieren menschliche Gesetze nicht. Du kannst zwar die Religion wechseln z.B von Christ zu Buddhist, trotzdem bleibst Du ein Kind Gottes. Ich könnte mir vorstellen, dass Du auch mit einem andern Masstab gemessen wirst, als jemand der nie etwas vom Christentum gehört hat resp. keine Ahnung hat, was das ist. Du hättest die Chance gehabt, zu Gott zu finden und dort zu bleiben aber Du wolltest nicht. Einem Menschen der die Religion wechselt könnte das selbe geschehen wie den Juden zu Zeiten Jesu geschehen ist.

      @Seele1986:

      Spannend im Zusammenhang mit Austritt fände ich noch folgende Frage: Wie ist das Verständnis bez. Glaubenszugehörigkeit (Leib Christi) von einem Menschen der als Säugling getauft wurde, aber der nicht konfirmiert wurde. Bei uns und ich glaube auch bei Euch ist das ja der Zeitpunkt, wo der junge Christ selbst die Verantwortung übernimmt.

      Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das gar nicht weiss, aber da unser Glaubensverständnis da recht ähnlich ist, kannst Du mir da weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • @Ghasel:

      ... also irgendwie hört sich das für mich nach der Geschichte von den Krähen an,
      Nein, denn mein Satz bezog sich auf tricky (einen Adventisten), dessen Beiträge darauf hindeuteten, dass Evangelische Kirche möglicherweise nur Kinder taufe, um die Kohle zu kassieren und wohlmöglich die Ansicht vertreten würde: "Wenn man getauft ist, ist alles andere egal".

      Daraufhin sagte ich dies. Denn es gibt in unserer Kirche Heuchelei, Betrug und Blender; richtig. Das gibt es aber in jeder Kirche (auch bei den STA).
      Und auch dort wird ein angesehener, einflussreicher oder gut zahlender Bruder (wohlmöglich) durchgebracht, ohne benannt und angeklagt oder ausgeschlossen zu werden.

      Es ging also nicht darum, dass wir Krähen den unsrigen kein Auge aushacken; sondern es ging darum, dass alle mal den Ball flach halten.
      Denn wenn man damit beginnt, muss man sich auch mit dem eigenen Laden diesbezüglich befassen.
      Da das nun wirklich keine Unterhaltung hier sein sollte, sagte ich, wir lassen das doch lieber bleiben.

      aber auch die sind natürlich Geschöpfe Gottes und haben ihre Daseinsberechtigung ...
      Allerdings. Das war es, was ich hier mehrfach versucht habe darzustellen. Dazu wird mir dann gesagt, es sei falsch und sogar "unbiblisch/ unchristlich".
      Das ist wahres Christentum...


      ansonsten habe ich mir durchaus schon überlegt,

      ob meine 'Kirchensteuer' nicht doch für andere Projekte besser angelegt
      wäre und ich dem 'Verein' lieber den Rücken zukehren sollte,

      weil ich mein Geld nur einmal ausgeben kann ...
      Steht dir frei.
      Aber weißt du, Ghasel, dieses Problem haben wir:

      die Freikirchen haben uns da einiges voraus, weil sie von grundauf enger und familiärer gewachsen sind.
      Die Evangelische Kirche hat eine gänzlich andere Historie und Entstehung als die Freikirchen.

      Bei uns treten Leute aus, die sagen: "Was soll ich mit dieser Kirche?" - Sie haben sich aber nie mit ihrer Kirche beschäftigt.
      "Die fressen nur mein Steuergeld!" - Sie haben nie geguckt, was mit dem Geld der Glieder gemacht wird; das kann man nachgucken bei uns.
      "Der Gottesdienst ist traditionell und langweilig!" - Sie kommen nicht zum Gottesdienst, geschweigedenn beteiligen sie sich selbst, um mehr Leben in ihrem Sinne reinzubringen.
      "In dieser Kirche habe ich keine Aufgabe!" - Sie fragen nicht nach Aufgaben! Wir haben genug zu tun; es gäbe Aufgaben genug.
      "Ich werde nie eingeladen zu irgendwas!" - Doch. Und wenn wir einladen, dann heißt es: "Die Kirche will sich einschleimen und uns missionieren!"

      Ja, wir haben Probleme, die viele Freikirchen in dieser Form nicht haben, weil sie ganz anders begründet sind.

      Es ist ein historisches und ein deutsches Problem. In der Evangelischen Kirche in Afrika oder Asien sieht das ganz anders aus.

      Wie auch immer.

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @DonDomi:

      ich glaube, das ist bei uns anders als bei der NAK; korrigiere mich ansonsten.

      Die Konfirmation ("Bekräftigung") hängt natürlich mit der Tatsache der Kindertaufe zusammen:
      Da wir Menschen taufen, die (wie hier ja mehrfach betont wurde) sich als Säuglinge oder Kinder natürlich nicht bewusst entscheiden können, soll der Mensch in der Kirche (und natürlich in der Familie) in der Lehre unterwiesen werden, die er dann im Gottesdienst bekennt.

      Die Konfirmation ist aber (im Gegensatz zur katholischen Firmung) kein Sakrament. Es ist keine Pflicht in der EKD.
      In ev. Bekenntniskirchen ist es ein Muss. Die Voraussetzung, um zum Abendmahl zugelassen zu werden.

      Die Konfirmation findet ab der juristischen Religionsmündigkeit statt, also ab 14 Jahre. Der Unterricht zuvor dauert ein Jahr bzw. heute in einigen Gemeinden bereits 2 Jahre.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Hi

      Bei uns ist die Konfirmation auch kein Sakrament, es gibt zwar einen Segen dafür, aber es ist kein Sakrament. Man benötigt auch keine Konfirmation um zum Abendmahl zugelassen zu werden, ebenso keine Taufe, ein Jeder der mis reuigem, gläubigem und bussbereitem Herzen vor Gott tritt soll das heilige Abendmahl geniessen können.
      Bei uns ist aber für die Konfirmation der regelmässige Gottesdienstbesuch und vorgängiger Unterricht (vor der Konfirmation) pflicht.

      Viel spannender in Sachen Konfirmation finde ich aber die Frage, was geschieht, wenn man die nicht duchführt: Bleibt man dann im Leib Christi aber man übernimmt keine Verantwortung, da man diese ja nicht übernehmen wollte oder ist man dann nicht mehr Teil des Leib Christis.


      Vielleicht ist jetzt meine Fragestellung etwas klarer.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Vielleicht noch allgemein etwas zu den Anfängen und den Veränderungen in der Evangelischen Kirche (wen es interessiert):

      Ich gehe mal von Luthers Texten aus:

      -Taufe
      Luther schrieb, dass der Mensch (auch der Säugling) in der Taufe voll untergetaucht werden soll. Das wird heute nur noch in der Orthodoxen Kirche gemacht; wir machen es nicht mehr.
      Er schrieb, dass nur Kinder von gläubigen Christen getauft werden dürfen, denn das Kind soll ja gelehrt werden in der Religion. Das ist heute bei uns nicht mehr so rigoros.

      -Abendmahl
      Luther schrieb, dass ein nachweislicher Sünder nicht am Abendmahl teilnehmen dürfe; er muss bis zur Besserung vom Mahl ausgeschlossen werden. Das ist heute bei uns nicht mehr so rigoros.

      -Konfirmation
      Ohne Konfirmation keine Zulassung zum Abendmahl. Wird heute nicht mehr so gesagt.

      Das nur noch so als Hintergrund zum Thema.

      Ich hätte einige Punkte gerne wieder anders, als sie heute sind. Erst gestern noch in der Diakonenschule diskutierten wir und ich sagte, dass ich das gesamte Abendmahlsprozedere schon komplett anders machen würde.

      Vielleicht ist das alles vergeblich, wer weiß; die Politik in der Kirche ist grässlich. Aber man verändert nichts, wenn man einfach geht und von einer "wahren Gemeinde" in die nächste "wahre Gemeinde" wechselt und stets erkennen muss, dass Falschheit und Irrwege auch dort genauso vorhanden sind.

      Man verändert was, indem man sein Wort predigt und nicht ablässt.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @DonDomi:

      Wie gesagt: bei uns ist man der Gemeinde Gottes zugehörig durch das Versprechen in der Taufe. Das kann nicht gelöscht werden.

      Ich bin z.B. nicht konfirmiert. Ich wollte es damals nicht, weil ich es für Heuchelei hielt, das zu tun.

      Heute bin ich gläubig. Die "Antwort" auf das Wort der Taufe.

      Allerdings: ich bin in einem gläubigen Elternhaus groß geworden, mit der Bibel von der Wiege an. Natürlich spielt das eine Rolle.

      Wenn wirklich nur getauft wird um der Taufe willen, dann ist die Kritik der Leute hier berechtigt und das wird keine Früchte bringen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @Seele

      Ich kann mir vorstellen, dass das bei uns ähnlich ist. Ich werde das aber mal erfragen, da es mich selbst interessiert. Ich persönlich halte aber die Konfirmation nicht für eine Heuchelei solange man sich wirklich konfirmieren lassen will und dies nicht nur wegen den Geschenken und dem ganzen Fest macht.
      Ich halte es sogar für fahrlässig sich konfirmieren zu lassen, wenn man genau weiss, dass man eigentlich nicht glaubt, immerhin gibt man da Gott ein Versprechen ab.


      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • @gabriel87:

      Hallo Gabriel,

      wenn er bereits in einer christlichen Kirche getauft wurde, wird die Taufe nicht wiederholt.

      Ist dem nicht so, dann wird natürlich die Taufe durchgeführt. Ein voriger Konfirmandenunterricht kann gemacht werden, muss aber nicht.
      Als Erwachsener, der die Taufe will, muss kein Unterricht erfolgen, kann aber, wenn man das wünscht. Mein Cousin und meine Cousine haben es so gemacht; sie wurden als Kinder nicht getauft.

      Lg

      P.S.: die Erwachsenentaufe kann übrigens unterschiedlich vollzogen werden. Viele machen heute bei uns (wie in Freikirchen) das Untertauchen im Fluss oder See.

      Es hat generell eher abgenommen, die Kinder taufen zu lassen, sondern sie stattdessen später selbst entscheiden zu lassen.
      Auch daran sieht man, dass es keine Beton-Kindertaufe gibt, sondern dass es geschichtlich gewachsene Formen sind, die heute halt oft auch anders sind. Kein Problem.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)