Grenzen des Menschen bei Wissenschaft und Technik

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Grenzen des Menschen bei Wissenschaft und Technik

      Hallo zusammen,

      mich hätte anlässlich eines gehörten Podcasts der Reihe NDR - Im Anfang war das Wort eine Frage interessiert, die ich an jeden persönlich stelle:

      Gibt es aus deiner Sicht Grenzen der Wissenschaft oder der Technik, die der Mensch vor Jesu Wiederkunft NIEMALS erreichen wird?

      Grenzen, die Gott nicht zulässt, oder die einfach nicht passieren, weil es für die Menschen und ihre Möglichkeit errettet zu werden, katastrophal wäre. Also als hier beschriebenes Beispiel, die Erschaffung von Leben: ndr.de/info/Werner-Solbach,audio253532.html

      Natürlich wird in der Sendung zwischen originärem Leben und anderem Lebens (als Blaupause, wie es im Podcast angesprochen wird) unterschieden. Trotzdem. Wäre hier für euch eine Grenze überschritten? Ab wann pfuschen wir Gott ins Handwerk. Die Bibel hält sich diesbezüglich stark zurück, zumindest wäre mir hier nichts bekannt, wo die Bibel sagt: Der Mensch kommt bis hier und nicht weiter, vorher kommt Jesus wieder. Die Aussagen der Bibel sind eher moralischer Art "weil die Ungerechtigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten". Manche meinen auch Umweltschäden als Kennzeichen auszumachen. Meine Frage richtet sich aber an die Forschung.

      Andere Fragen: Wird es jemals künstliche Intelligenz geben, also eine künstliche AI, die so etwas wie ein Bewußtsein hat?
      Wird der Mensch jemals wieder über 150 oder 200 Jahre alt werden, weil die Organe und Ersatzteile des Körpers für eine Verlängerung der derzeitigen Lebenserwartung herangezüchtet werden können?


      Interessant wäre es, wenn man Menschen vor 50 oder 70 Jahren befragt hätte. Da wäre vielleicht rausgekommen, dass der Mensch niemals auf den Mond kommen wird. Heute wäre es der Mars, der erreichbar, aber doch irgendwie unerreichbar erscheint.

      viele Grüße

      Tricky
    • Unabhängig von Deinem Beitrag, war ich gerade dabei in einem Buch einen Beitrag zu lesen, der im Titel die Frage stellt, ob die Wissenschaft auf Glauben beruhe:

      • "Nichts auf der Welt ist gewiß. Beruht die Wissenschaft auf Glauben?", in Eike Christian Hirsch: "Vorsicht auf der Himmelsleiter. Auskünfte über Glaubensfragen.", Hoffmann und Campe, Hamburg 1987, ISBN 3-455-08626-4, S. 40ff

      Hirsch (Jahrgang 1937), der evangelische Theologie und Philosophie studiert und über Kant promoviert hat, führt drei Fragen auf, mit deren Beantwortung sich Wissenschaften prinzipiell schwertun:

      Einer größeren Öffentlichkeit ist am ehesten die Grundlagenkrise bekannt geworden, in die die Physik, genauer die klassische Mechanik, durch die Quantentheorie geraten ist. Werner Heisenbergs "Unschärferelation" machte dem Determinismus ein Ende. In letzter Zeit [Daniels: ca. 1986] ist auch öfter von der Grundlagenkrise der Mathematik die Rede (nicht zuletzt durch Hofstadters brilliantes Buch "Gödel, Escher, Bach"), die offensichtlich wurde, als [Kurt] Gödel kurz vor 1930 zeigte, daß sich die Mathematik (genauer: die Zahlentheorie) nicht widerspruchsfrei konstruieren läßt; entscheidende Fragen bleiben "unentscheidbar".

      Es ist gelegentlich vermutet worden, daß es noch andere Probleme gibt, die die Wissenschaft nicht klären kann. Der Biophysiker Alfred Gierer meint etwa, das "Leib-Seele-Problem" trete als dritte unlösbare Frage hinzu. Und er begründet das damit, daß der Geist sich nicht vollständig selbst erkennen kann. Diese "prinzipiellen Grenzen" der Erkenntnis des Geistes hätten, meint Gierer, "einen ähnlichen Charakter wie die Unbestimmtheit in der Quantenphysik und die Grenzen der Entscheidbarkeit in der mathematischen Logik: Die Anwendung einer Analyse auf ihre eigenen Verfahrensweisen kann keine vollständigen Antworten ergeben. Dies gilt wahrscheinlich auch für die Anwendung bewußten Denkens auf das Bewußtsein selbst."
      Quelle: A. a. O., S. 45
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Hallo tricky,

      vielen Dank für die Eröffnung dieses interessanten Themas. Deine Fragen wecken meine Neugier und ich freue mich schon auf einen regen und interessanten Meinungsaustausch.


      tricky schrieb:

      Gibt es aus deiner Sicht Grenzen der Wissenschaft oder der Technik, die der Mensch vor Jesu Wiederkunft NIEMALS erreichen wird?
      Mir liegt es fern hundertprozentig zu sagen, dass wir "dieses" oder "jenes" nicht erreichen werden, doch um es mit den Worten Isaac Newton's zu sagen: "Das was wir wissen, ist ein Tropfen, doch das was wir nicht wissen, ist ein Ozean." Uns Menschen steht heute Technik zur Verfügung, die uns tief in das Weltall blicken lässt. Technik die uns Bilder einer unfassbaren Schönheit dieser Schöpfung liefert. Wie überwältigend muss der Anblick des Nachthimmels für Abraham gewesen sein, als Gott ihm fragte: "Siehst Du die Schätze der Dunkelheit? Kannst Du sie zählen?" Abraham "wusste" noch nichts von den Dingen, die wir heute dank des "Hubble-Teleskops" erblicken können. Diese Technik liefert uns Bilder einer überragenden Schönheit, Bilder von Sternen, Galaxien, Nebeln die uns in Staunen versetzen. Und doch erblicken wir nicht mal 5% des Weltalls. Bislang haben wir 3% der Himmelsfläche kartiert. Selbst wenn es uns "technisch" möglich sein sollte, dass wir in der Lage wären hundertfach stärkere Teleskope als "Hubble" zu bauen, scheitert es an einer undurchdringbaren "Kraft" und "Energie", die sich wie ein "Vorhang" durch das Universum zieht: Die "dunkle Materie" - Nicht "Licht" oder "Sterne" machen den Großteil des "sichtbaren" Universums aus, sondern diese rätselhafte Kraft, die das "Licht" der "dahinter verborgenen" Lichtreflexionen (Sterne, Galaxien, Nebel) praktisch "frisst". Es ist uns Menschen unmöglich, das auszumachen, das zu sehen, was sich "dahinter" verbirgt. Die Existenz dieser "dunklen physikalischen Kraft" stellt die Wissenschaft vor ein großes Rätsel: Wir wissen praktisch gar nichts darüber - Doch es ist gut möglich, dass wir durch die Entdeckung dieser Materie das gesamte Modell unserer bisher bekannten Teilchenphysik komplett umschreiben müssten...



      tricky schrieb:

      Wird es jemals künstliche Intelligenz geben, also eine künstliche AI, die so etwas wie ein Bewußtsein hat?
      Gute Frage, doch was ist "Bewusstsein" ? Um es ganz stark vereinfacht zu sagen: Wie will der Mensch eine technische Einheit mit "Bewusstsein" erschaffen, wenn er nicht mal weiß, was Bewusstsein ist ? Um einen "Programmcode" zu erschaffen, der "künstliches Bewusstsein" (nicht künstliche Intelligenz) erschaffen könnte, müsste zunächst auf logischer Ebene (mathematisch/physikalisch) geklärt werden, was denn überhaupt Bewusstsein ist. So blöd es klingen mag - Was ist "meine Lieblingsfarbe" oder meine "Lieblingsmusik" für den Computer ? 0000ff bzw. 0101- Binärzahlen und Codes. Aber eben nicht "Lieblingsmusik" oder "Lieblingsfarbe" - Definiert man "KI" im Sinne eines Bewusstsein als mathematisches "Prinzip" dann könnte man Deine Frage mit "Ja" beantworten, doch bleibt die Frage dann nicht dennoch offen ? Eben im Sinne von ob diese "Technik mit Bewusstsein" sich dann auch wirklich im "Bewusstsein" menschlich verhält ?

      So absurd es klingen mag: Stell' Dir mal vor, man würde dem "künstlichen Bewusstsein" sagen, dass "Ethik" oder "Menschlichkeit" auf einen Programmcode beruhen würde, welcher auf den 10 Geboten beruht - Müsste die "Maschine mit Bewusstsein" dann nicht zwangsläufig die Menschheit "ausrotten", weil es ihr laut Programmcode logisch erscheinen würde ? Hinter KI verbirgt sich doch der Wunsch eine Maschine so "intelligent zu machen, dass sie dem Menschen - die Krone der Schöpfung" ebenbürtig ist. Diese Maschine wäre alles andere als menschlich, denn sie könnte aufgrund ihres "Bewusstseins" nicht von ihren eigenen Überzeugungen (Programmcode) und den Überzeugungen anderer oder der Realität unterscheiden. Sie könnte keine Abweichung ihrer "eigenen Realität" und ihres "eigenen Bewusstseins" ertragen. Fraglich, ob wir es schaffen werden, tatsächlich mal "künstliches Bewusstsein" zu erschaffen. Als "Gegenfrage": Entsteht durch eine Anordnung von Atomen und Molekülen nach einem bestimmten Plan (Programmcode) ein Bewusstsein oder Leben ? Wenn dem so wäre, müsst es Menschen wahrscheinlich möglich sein, selbst Tote "auferstehen" zu lassen.

      tricky schrieb:

      Interessant wäre es, wenn man Menschen vor 50 oder 70 Jahren befragt hätte. Da wäre vielleicht rausgekommen, dass der Mensch niemals auf den Mond kommen wird.
      Dazu möchte ich gerne 2 Zitate anführen:

      1825 erschien in der englischen Zeitung "Quarterly Review" ein Bericht mit folgenden Worten: 'Was kann so absurd und lächerlich sein wie die propagierte Aussicht, Lokomotiven zu bauen, die doppelt so schnell wie Postkutschen fahren? Ebenso gut könnten sich Leute mit einer Rakete (Feuerwerksrakete) abfeuern lassen, als sich der Gnade einer solchen Maschine anzuvertrauen."

      Als Thomas Edison einen Schotten fragte, was er unter "Telegrafie" verstand, bekam er die Antwort: "Unter Telegrafie musst du dir einen Dackel vorstellen, der beispielsweise von London bis Edinburgh reicht. Wenn du jetzt dem Dackel in Edinburgh in den Schwanz kneifst, dann bellt er in London."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Zitate zu "Wissenschaft" mit ihren Grenzen

      „Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.“
      Justus von Liebig (1803-73), dt. Chemiker, Entdecker Chloroform, Begr. d. Mineraldüngung i.d. Landwirtschaft
      „Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine häßliche Tatsache.“
      Thomas Henry Huxley (1825-95), brit. Zoologe
      „Der Zweifel ist der Beginn der Wissenschaft. Wer nichts anzweifelt, prüft nichts. Wer nichts prüft, entdeckt nichts. Wer nichts entdeckt, ist blind und bleibt blind.“
      Teilhard de Chardin (1881-1955), frz. Theologe, Paläontologe u. Philosop
      „Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.“
      Albert Einstein (1879-1955), dt.-amerik. Physiker (Relativitätstheorie), 1921 Nobelpr.
      „Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen.“
      Jakob Johann Baron von Uexküll
      „Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.“
      Albert Schweitzer
      „Früher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.“
      Jeannine Luczak
      „Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“
      Arthur
      Quellen
      zitate.de/kategorie/Wissenschaft
      gutzitiert.de/zitate_sprueche-wissenschaft.html
      zitate.net/wissenschaft-zitate


      Fehlprognosen/Fehleinschätzungen
      Im IT-Bereich: pcwelt.de/ratgeber/Die_spektak…T-Geschichte-6948150.html
      Diverse (IT, Erfindungen): nebelbank.de/irrtuemer.html
      Vergib und diene!
    • Ich sehe das so: die ganze Erkenntnis, die ein Mensch heute gewinnt, kommt von Gott. Gott gibt den Menschen neue Ideen, die sie dann erforschen und ev. dafür praktische Einsatzmöglichkeiten finden. Der Mensch denkt, er habe selbst diese Ideen hervorgebracht. Es gibt aber keinen Grund zum Stolz (manche Menschen sind stolz darüber, was sie alles "erfinden"). Jede neue Erkenntnis kommt vom Heiligen Geist. Gott lenkt unsere Welt nach Seiner Vorsehung, Er ist der Geber, Ihm sollen wir für alles dankbar sein.

      Interessant in diesem Zusammenhang finde ich z.B., dass Gott uns gerade am Ende der Zeit große Erkenntnis über technische Kommunikationswege gegeben hat, damit wir sehr schnell und flexibel mit Menschen kommunizieren können, die geographisch sehr weit von uns entfernt sind (Internet). Das vereinfacht und beschleunigt die Evangelisation um Vielfaches.

      Gott hat wirklich alles in Seiner Hand - so glaube ich. Das Gute und das Schlechte, womit wir tagtäglich konfrontiert sind, kommt auf uns aus einem gegebenen Grund zu. Und Seine Macht in unserer Welt ist nicht darauf beschränkt, was Gott uns alles an Wissen gibt, sondern Er regiert alle Abläufe in unserer Welt und macht die Dinge möglich oder unmöglich nach Seinem Willen. Es könnte sein, dass wir Menschen etwas sehr Böses / Zerstörerisches wissen und können (eine Atombombe z.B.), aber Gott hat es dennoch in der Hand, ob und auf welche Weise dieses Wissen praktische Anwendung findet.

      In diesem Sinne: was geschehen muss, wird geschehen, da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Und spekulieren darüber, was Gott alles nicht zulassen würde, ist nicht wirklich förderlich. Diese Frage hätte man noch vor 50 Jahren ganz anders beantwortet.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Jede neue Erkenntnis kommt vom Heiligen Geist.

      Das halte ich -- ehrlich gesagt -- für falsch, für eine ins Totale übertriebene christliche Phrase, eine grobe Verallgemeinerung. Ein Mensch hat Intellekt und Phantasie ganz unabhängig davon, wo der Heilige Geist gerade weht.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19