Märchen, Mystik, Phantasie

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    • Märchen, Mystik, Phantasie

      Hallo,

      ich habe da mal eine Frage an alle: Wie sind aus eurer Meinung nach Märchen, bestimmte Filme, Bücher wie z.B. Harry Potter, Phantasiereisen etc. aus christlicher Sicht zu beurteilen? Ich frage mich das schon länger, denn die Haltung die ich oft aus unseren Kreisen erlebe, ist meistens eine sehr ablehnende. Ich bin da unsicher, da ich mit Kindern arbeite und oft erlebe, wie sehr sie solche Geschichten faszinieren, oder wie eine Phantasiereise beruhigend wirken kann.

      Jesus hat sich ja einmal selbst eines Märchens bedient, um etwas zu veranschaulichen. Aber da kamen jetzt meines Wissens keine Zauberer, Hexen etc. vor. Würdet ihr sagen, dass das auch in einem Märchen vekehrt ist, auch wenn es nur Fiktion ist?

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

      lg Caro
    • Huhu,

      Märchen sind einfach Kultur. Wichtig ist aber, dass sie erst am etwa 5-6 Jahren erzählt werden. Vorher ist das gefährlich. Kinder nehmen sowas als wahr an, wenn man es zu früh erzählt, was u.a. Angst macht und die kleine Seele verletzt. Dann lieber wirklich wahre biblische Geschichten erzählen!

      Harry Potter, Pokemon und co halte ich für sehr gefährlich. Sowas muss man sich als Christ, gerade in jungen Jahren, nciht antun! Als das bei meinem Bruder im Unterricht gelesen werden sollte, hat meine Mutter dagegen protestiert, mit dem Argument, dass selbst zu DDR Zeiten der Glaube respektiert worden ist und man Sabbats nicht zur Schule kommen "brauchte". Daraughin wurde mit der Klasse ein anderes Buch gelesen.

      LG

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • hallo!

      hmm...aber wie unterscheidest du dann Märchen von z.B. Harry Potter? Nur weil Märchen Kulturgut sind, sollten sie erzählt werden?
      Ich bin da nach wie vor skeptisch, ich habe in meiner Ausbildung einiges darüber gelernt, dass es angeblich wichtig sei, weil die Kinder ihre eigenen inneren Konflikte auf die Märchenfiguren legen, die ja oft sehr eindimensional (gut - böse ) dargestellt sind. Das Böse wird dann vernichtet , und die Kinder empfinden eine Art Ent-spannung dabei. Ist ja auch nicht ganz unbiblisch vom Wesen der Geschichte her.
      Und ich finde einige Märchen auch selbst wunderschön und sehr lehrreich.
      Aber bei Harry Potter ist es ja auch gut gegen böse und da ist es dann verkehrt? Nicht falsch verstehen, ich halte nicht viel von Harry Potter, zumal einige Begrifflichkeiten darin sogar von der tatsächlich Hexenorganisation WICCA abgeleitet sind.

      Trotzdem. Ich suche eine möglichst biblische Begründung, und frage mich, ob es die in dieser eindeutigen Form überhaupt gibt.
      Klar, es steht etwas ziemlich drastisches gegen Zauberei geschrieben - allerdings gegen solche, die wirklich praktiziert wird.
      Würde das bedeuten, man sollte auch keine Zaubershow besuchen? Wie seht ihr das?
    • Bei Sachen wie Harry Potter, oder auch TV-Serien wie Buffy oder dieser Bis(s) am ... Serie (als Buch und Film) seh ich die Gefahr einer Trivialisierung des Okkulten. Bei der Ekklipse-Reihe oder Buffy werden ja Teenager-Soap (a la Bravo-Foto-Roman) und Vampire bzw. Dämonen zusammengemixt und die jungen Leute fahren voll drauf ab und das Böse erscheint gar nicht mehr böse, sondern der Vampir ist halt ein melancholicher, liebevoller Mensch mit Tiefgang der auch noch super aussieht etc. Und irgendwann ist das dann alles völlig normal. Märchen wollten ja in "fantasymäßiger" Verkleidung betimmte Moral etc. beibringen. Das fällt bei den neuen Serien ganz weg.

      Allerdings sollte man auch bei Märchen aufpassen. Oft sind die Originalfassungen (die kaum noch bekannt sind) ziemlich drastisch brutal...
    • Hi

      Ich glaube man sollte Kinder nicht unterschätzen. Kinder können sehr wohl zwischen Realität und Fiktivem unterscheiden. Ok ein 3-jähriges kann das nicht aber so ein 8-, 9-jähriges Kind sehr wohl. Wir sind auch mit Holzgewehren um die Häuser gezogen und haben aufeinander geschossen. Deswegen hat unsere Seele keinen Schaden davon getragen.
      Man sollte bei Zauberei immer unterscheiden. Der grösste Teil beruht auf Täuschung und ist somit auch nicht gegen Gott gewandt. Erst wer mit Schwarzer Magie "spielt" der sündigt. Diese arbeitet nämmlich mit Kräften und Geistern welche gegen Gott gewandt sind. Alles andere ist jedoch reine Fingerfertigkeit. Und was an Fingerfertigkeit schlecht sein soll, ist mir schleierhaft.

      Gruss
      DonDomi
    • Hallo,

      ich habe extra gesagt, dass dieses Nichtunterscheidenkönnen auf die Kleinen zutrifft. ;)

      Und zu den Zauberern: Ja, Fingerfertigkeit ist nicht verkehrt. Das Problem ist auch hier, dass der Übergang schleichend ist. Frag mal die großen Magier. Die haben alle mit Taschenspielertricks angefangen. Nach und nach wurde es komplizierter. Irgendwann kommt die Stufe, in der sie dann sagen: "Ich hab keine Ahnung wie das funktioniert, aber es funktioniert." Das ist dann spätestens der Zeitpunkt, in dem Satan eingreift.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • @DonDomi und Sanfterengel: heißt das für euch, man kann sich bestimmte Bücher, Filme mit okkulten Inhalten (Märchen mit Zauberen, aber auch Harry Potter etc.) anschauen, sofern man zwischen Realität oder Fiktion unterscheiden kann? Hab ich richtig verstanden, dass das für euch das Kriterium darstellt? Ich bin da nach wie vor skeptisch und unsicher. sadewfrg Auf der einen Seite kann ich eine solche Argumentation nachvollziehen, denn es ist ja wirklich nur "gespielt". Auf der anderen Seite kann ich auch Klaus`Sichtweise sehr gut verstehen, das Böse, Okkulte wird "trivialisiert" wie er schreibt, und das gilt ja auch für Erwachsene.
      Dass es so etwas tatsächlich "in Echt" auch gab und gibt, dass Gott davor warnt, es verurteilt, das wird dann nur noch belächelt und nicht ernst genommen. Menschen, die sich gegen Okkultismus aussprechen, werden als Kleinkariert, engstirnig und phantasielos verschrien.

      Ich finde es ist wirklich sehr schwierig. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gott total was gegen Phantasie hat und dass Kinder diese Phantasie ja auch leben sollen oder?
    • Ich denke das kann man nicht so pauschal beantworten. Ich kann mir durchaus Eklipse anschauen, weil ich gegen die Art Okkult-Schnulze völlig immun bin (ich will es aber nicht, weil ich weder Okkultes noch Lore-Romane leiden kann). Andere können das hingegen nicht. Für mich ist der Herr der Ringe nichts weiter als eine spannende Geschichte, die noch nicht mal auf der Erde spielt (Mittelerde ist nicht identisch mit der Erde). Andere gehen voll darin auf. Ich vermeide es mir sowas regelmäßig reinzuziehen und halte mich nach Möglichkeit davon fern. Allerdings halte ich bestimmte Sachen nur für "bedingt" gefährlich für Christen die fest in ihrem Glauben stehen. Aber man soll der Gefahr allerdings auch nicht mutwillig hinterher rennen.

      Gott hat nix gegen Phantasie. Er hat nur was dagegen, wenn unchristliche Ideen im Fantasy-Mäntelchen den Leuten untergejubelt werden. Man muss sich immer auch fragen, was ist die Botschaft die rübergebracht werden soll. Wenn mir die dann klar ist kann ich mich auch dagegen abschotten, denke ich.
    • ja...so ähnlich seh ich das glaub ich auch :) mich stört halt, dass es oft so unreflektierte, drastische Meinungen dazu gibt, und dann alles über einen Kamm geschoren wird.
      Ich kann z.B. an einer Phantasiereise nichts schlechtes erkennen. Was soll daran schlimm sein, wenn ich Kindern eine Geschichte vorlese, sie bitte, die Augen zu schließen und sich z.B. vorzustellen mit einem Delphin im Meer zu schwimmen etc...
      Aber es gibt Christen, die sogar das ablehnen, und das verunsichert mich. Denn ich habe ja auch eine Verantwortung für das was ich tue, und wenn ich mit Kindern arbeite, dann kommt da nochmal doppelt so viel Verantwortung dazu....
    • Nein, die Unterscheidungskraft sehe ich nicht als einziges Kriterium. Das sicher auch. Aber ich denke, man muss da auch den Inhalt anschauen. Vermittelt es gute Werte, oder zeigt es, wie toll Vampire doch sind? Also, wie schon angesprochen, Trivalisiert es das Böse?
      Märchen sidn mMn nur Fabeln mit Phantasietieren, die uns Moral lehren, Kinder lernen dadurch am besten, die sind völlig i.O. Harry Potter und co sind für mich dagegen völlig tabu!

      Und zu Traumreisen: An sich ncihts Schlimmes. Problematisch wirds bei Leuten, dies richtig "Können" und damit auch in Hypnose übergehen oder so. Aber wie Du es mit Kindern machst, ist das völlig ok!

      Wobei ich als Kind sowas nie leiden konnte. yeah2ewfef

      LG

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )