Kurt Flasch und sein Buch gegen das Christentum

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    • Kurt Flasch und sein Buch gegen das Christentum

      Der Philosoph Kurt Flasch hat in jüngster Zeit ein Buch herausgegeben, im dem er nach 80 Jahren seines Lebens entschieden hat, dem Gott der Christenheit endgültig abzusagen. Er ist inzwischen 85 Jahre alt und sagt, dass er erst durch seine Loslösung vom Christentum frei geworden ist, dass zu sagen, was ihn an der Bibel schon immer gestört hat - all die Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten, der durch Adam und Eva unendlich beleidigte Gott, der zum Ausgleich ein blutiges Menschenopfer verlangte usw.
      zeit.de/2013/36/literatur-sach…-flasch-warum-kein-christ

      Flasch ist von Haus aus katholisch erzogen und war katholischer Christ. Er kritisiert in seinem Buch auch die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele.

      Ein ähnliches Buch kommt von Uwe Lehnert (warum-ich-kein-christ-sein-will.de ). Auch hier richtet sich die Kritik an das System der katholischen Kirche.

      Es ist schade, dass die Autoren sich dann ganz vom Christentum abwenden, weil die katholische Kirche sie enttäuscht hat.

      Kurt Flasch kritisiert die katholische Kirche scharf, die beispielsweise sagt: "Ausserhalb der Kirche kein Heil !" Bereits Papst Bonifaz VIII. verkündete die Zugangsbedingungen zum katholischen Himmelreich weiter, indem dieser konstatierte, dass nur errettet sei, wer sich bedingungslos dem Bischof von Rom unterordne.

      Insofern könnte man das Buch auch nennen: "Warum ich kein katholischer Christ sein will".

      Was haltet ihr von KURT FLASCH, dem renommierten Kenner des frühen Christentums, der sich mit über 80 Jahren nun doch gegen das Christentum entschieden hat (vgl. gerdluedemann.de ).

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Flaschs Buch habe ich schon länger vor einmal zu lesen. Angebote von Lehnerts Buch habe ich auch schon mal angesehen, scheint mir aber von diesen beiden der weniger interessante Autor zu sein.

      Gerade Flaschs umfassendes historisches Wissen macht ihn für mich als Autor wichtig, er ist ja ein namhafter Historiker und hervorragender Kenner des Mittelalters.

      Lehnert hat meines Wissens vor allem in einem Verlag veröffentlicht, der auf Informatikbücher spezialisiert ist. Ich besitze einige der Bücher des Verlags. Zwar würde ich nicht sagen, auf die begründete Meinung eines Historikers bin ich erst einmal neugieriger als auf die Argumente eines EDV-Lehrers.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Kurt Flasch war etliche Jahre Philosophieprofessor an der Universität. Seine Altersversorgung dürfte sehr gut ausreichen. Ich glaube auch nicht, dass er endlich mal ein Buch schreiben wollte, das jemand liest; immerhin verzeichnet die Deutsche Nationalbibliothek 150 Buchveröffentlichungen von Kurt Flasch.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Sicher.
      Aber es ist ja eine andere Thematik, wenn man von seiner privaten Abkehr von Gott schreibt (mit 80 Jahren).

      Das Thema ist doch aktuell der Renner. Die Bücher- die Religion und Gott bekräftigen und schildern, was man alles mit Gott erlebt hat, und die Bücher, warum man mit Gott fertig ist und dass wir Religion eigentlich schon lange nicht mehr brauchen- liegen alle auf dem selben Stapel.


      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Ich beschäftige mich nicht mit solchen Büchern, ich weiss auch nicht was es mir bringen sollte. Ich bin mit meinem Leben und meinem Glauben zufrieden und helfen kann ich dem Autoren ja auch nicht, wenn ich sein Buch lese. Ich finde es traurig genug, wenn jemand von Gott so enttäuscht ist, dass er darüber ein Buch schreiben muss, warum sollte ich so etwas noch mit Begeisterung lesen können.

      Liebe Grüsse
      DonDomi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Kurt Flasch hat den "Kern" der Botschaft von Jesus Christus und die Geschichte der Menschheit mit Gott wie sie im AT geschrieben steht, falsch verstanden. Er aeusserst nur seine persönliche Meinung. Ich finde es aber gut, dass er vor Gott auch sagen darf, was er denkt, was ihm nicht paßt und was er zu kritisieren hat. Die Wahrheit erträgt das alles. Andererseits verkaufen sich solche Bücher in der westlichen Welt zunehmend, da der Westen sich von Religion allmählich verabschiedet. Neue Götter müssen her
      Sogar Stephen Hawking warnte kürzlich vor der KI, der künstlichen Intelligenz der Computersysteme, die bald den Menschen weit uebertreffen und die Herrschaft ueber die Erde antreten werden. In diese Richtung geht auch das Buch von Nick Bostrom mit dem Titel "Superintelligenz" (zeit.de/2015/03/superintellige…m-kuenstliche-intelligenz ). Die wesentliche Welt verfällt wieder dem Götzendienst und dem Naturalismus und sieht die Natur als Leben schaffende schöpferische Kraft. Ein Rückfall in längst ueberwunden geglaubte altertümliche Goetteranbetungen vermischt mit Astrologie und Esoterik.
    • falsch verstanden.
      Was hat er denn falsch verstanden?

      Er aeusserst nur seine persönliche Meinung.
      Sicher. Darum geht es ihm ja scheinbar in seinem Buch.

      die bald den Menschen weit uebertreffen und die Herrschaft ueber die Erde antreten werden.
      Das klingt ja echt unglaublich... :rolleyes:
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • 10Veith2010 schrieb:

      was ihn an der Bibel schon immer gestört hat - all die Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten, der durch Adam und Eva unendlich beleidigte Gott, der zum Ausgleich ein blutiges Menschenopfer verlangte usw.
      Wie Du schon gesagt hast, es ist völlig okay, wenn Herr Flasch seine Meinung äußert. Aber es so darzustellen, halte ich schon für sehr gewagt. Es war dieser "beleidigte Gott" der Noah versprach, nie mehr die Erde durch eine Flut zu überschwemmen. Das grösste Versprechen, das Gott jemals den Menschen gab, war Jesus - Bereits in Eden versprach er dies (Genesis3,15). Wenn Gott wirklich auf "blutige Menschenopfer" scharf wäre, so hätte er dieses Blut doch beim Menschen einfordern können. Nein – Was tut Gott? Er opfert seinen eigenen Sohn, damit der Mensch leben kann !!! – Also wenn das nicht Liebe ist, dann weiß ich auch nicht mehr...

      10Veith2010 schrieb:

      Es ist schade, dass die Autoren sich dann ganz vom Christentum abwenden, weil die katholische Kirche sie enttäuscht hat. Ich finde es aber gut, dass er vor Gott auch sagen darf, was er denkt, was ihm nicht paßt und was er zu kritisieren hat. Die Wahrheit erträgt das alles.
      Finde ich auch. Wieso auch versuchen Gedanken oder Gefühle vor Gott zu verstecken? Er weiß es doch, wie man wirklich im Herzen fühlt oder denkt.

      10Veith2010 schrieb:

      Andererseits verkaufen sich solche Bücher in der westlichen Welt zunehmend, da der Westen sich von Religion allmählich verabschiedet. Neue Götter müssen her

      Seele1986 schrieb:

      Das Thema ist doch aktuell der Renner. Die Bücher- die Religion und Gott bekräftigen und schildern, was man alles mit Gott erlebt hat, und die Bücher, warum man mit Gott fertig ist und dass wir Religion eigentlich schon lange nicht mehr brauchen- liegen alle auf dem selben Stapel.
      Was ich schade finde, dass wenige Menschen die Bibel selbst gelesen haben. Man gründet seine Meinung oft auf Bücher, die etwas behaupten, ohne dass man dies überprüfen kann. So neigen viele Leute dazu, sich der allgemeinen Meinung anzuschließen, dass die Bibel voller Fehler sei, Gott sowieso "bösartig" sei und in unserer Zeit sowieso irr-relevant sei.

      Viel wichtiger wäre mir die Frage, was man sich davon erwartet, wenn die Existenz Gottes in Frage gestellt wird ? Okay, es kann eine persönliche Meinung sein, und diese soll auch jeder frei äußern.

      Vielleicht denkt so mancher, man hätte ohne Gott mehr Freiheit. Sachzwänge, berufliche und familiäre Verpflichtungen oder auch die gesellschaftspolitischen Gesetze und Regeln engen jeden ein. Wir tragen Verantwortung und werden auch zur Rechenschaft gezogen. Da scheint die Freiheit von Gott nur ein Scheinargument zu sein.

      Manche meinen, man hätte ohne diesen "spießigen Oberpolizisten im Himmel" mehr Freude. Die hohe Zahl der Menschen, die depressiv und enttäuscht sind, die Tabletten oder Rausch- und Genussmitteln brauchen, um sich gut zu fühlen, zeigt ein anderes Bild. Trotz aller Konsum- und Vergnügungsangebote: Hat dies tatsächlich jemanden glücklich gemacht?

      10Veith2010 schrieb:

      Sogar Stephen Hawking warnte kürzlich vor der KI, der künstlichen Intelligenz der Computersysteme, die bald den Menschen weit uebertreffen und die Herrschaft ueber die Erde antreten werden.
      Auch wenn die Aussage von Hawking's etwas hysterisch klingt, so Unrecht hat er damit nicht. Maschinen sollen mehr und mehr Entscheidungen abnehmen, sie sollen für den Menschen entscheiden. Vor ein paar Tagen bekam ich Post von einem großen Hersteller für Labor- und Messgeräte. Darin war auch eine Broschüre, in dem der Hersteller seine neue Technik mit folgenden Worten anpreist: "Die Seele ist enträtselt! Aus dem Homo sapiens, wird der Homo superior - die nächste Stufe der menschlichen Evolution." - Natürlich ist die Seele nicht enträtselt und doch sind diese Worte irgendwie erschreckend...

      Hier ein Link zu einer Video-Doku mit dem Thema: www1.wdr.de/mediathek/video/se…ize-L.html?autostart=true
      (Kann sein, dass das Video beim öffnen auf Minute 35:49 springt - In dem Fall einfach den Schieberegler beim Video auf 00:00 stellen)


      Liebe Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Ich will die Thematik ansich ja nicht herunterspielen, aber ich vermute wirklich, es handelt sich hier um Bücherverkauf.

      Das Thema boomt aktuell wie noch nie. Die Fronten auf beiden Seiten verhärten sich immer mehr. Es gibt zunehmend ein fundamental-religiöses Lager (in allen Konfessionen) und ein szientistisches Lager.
      Die Buchcover sind auffällig aber platt gestaltet: entweder steht ganz fett "GOTT" drauf, oder ganz fett "WARUM WIR RELIGION NICHT MEHR BRAUCHEN" mit dick durchgestrichenem Kreuz, oder dergleichen.

      Auf beiden Seiten hat man den Eindruck einer "Abrechnung": Jetzt wird mal Klartext geredet. (Paradebeispiel ist Richard Dawkins).

      Selbst, wenn es wirklich ein ernstes Anliegen ist: Wer es mit über 80 nötig hat, endlich mit der Kirche medial abzurechnen, der hat wirklich Probleme.
      Es ist kein Kampf mit Gott, sondern ein Kampf mit der Kirche und seinen religiösen Erlebnissen.

      Nüchterne Leute werden immer agnostische Aussagen machen. Ein bekannter Philosoph wurde schon mehrmals in Sendungen nach Gott & Religion gefragt (manchmal hatte es den Anschein, man wolle ihm Kritik an Gott entlocken); seine Antwort ist stets: "Ich kann nicht wissen, ob es Gott gibt. Ich befasse mich damit auch nicht."

      Die Kampfkultur erklärter Atheisten ist emotional und vor allem medienwirksam aufgebaut, ebenso wie diese peinliche mediale Gottesverteidigung durch manche Christen und Gruppen. Das ist fürs Fernsehen; braucht kein Mensch.

      Ein stabiler, nüchterner Humanist wird immer sagen: "Ich weiß dazu nix. Möglich, dass ich es irgendwann anders sehe, keine Ahnung. Ich bemühe mich, ein guter Mensch zu sein."

      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Eigentlich ist es egal, welche Motive Kurt Flasch hat; wichtiger sind seine Argumente und persönlichen Erfahrungen und Überlegungen.

      Ich habe Flasch vor Jahren in einem Fernsehgespräch gesehen. Wenn ich mich richtig erinnere, war es ein Gespräch mit Volker Panzer im Rahmen der Reihe "zdf nachtstudio", die ich öfters und ganz gerne angesehen habe. Damals schon hat Kurt Flasch angekündigt, dieses Buch zu schreiben. Wenn ich nicht völlig falsch liege, dann ist es eher so, dass er in seiner Zeit als aktiver Universitätsprofessor vor allem -- oder nur -- historische Sach- oder Fachbücher geschrieben hat. Soweit ich mich erinnere, wurde er in der Sendung gefragt, was er nun als emiritierter Professor tun wolle. Seine Antwort war eben, dass er gerne das hier erwähnte Buch schreiben wolle. Eine einfache Antwort ist also, dass Kurt Flasch befreit von der mit seinem Beruf als Historiker verbundenen Anforderung, geschichtswissenschaftliche Schriften zu veröffentlichen, etwas anderes schreiben wollte, das ihn beschäftigt und ihm wichtig ist.

      Wenn er damit außerdem Geld verdienen wollte, um sich mal einen guten Rotwein oder einen schöne Reise zu leisten, dann ist das noch kein schlagendes Argument gegen sein Buch und die Gedanken, die er darin äußert. Es ist erlaubt, als Autor auch Geld mit seiner geistigen Arbeit zu verdienen.

      Denis Scheck hat für seine Fernsehsendung "druckfrisch" mit Kurt Flasch über sein Buch "Warum ich kein Christ bin" gesprochen:
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Morgen Daniels :)

      Daniels schrieb:

      Wenn er damit außerdem Geld verdienen wollte, um sich mal einen guten Rotwein oder einen schöne Reise zu leisten, dann ist das noch kein schlagendes Argument gegen sein Buch und die Gedanken, die er darin äußert. Es ist erlaubt, als Autor auch Geld mit seiner geistigen Arbeit zu verdienen.
      Na klar ist es das. Es ist völlig legitim damit Geld zu verdienen. Geld hin oder hin - Die Frage wo ethisch oder moralisch die Grenzen zu ziehen sind, bleibt trotzdem im Raum. Gerade in "Kreativ-Jobs" ist das ein wichtiges Thema, dass man gerne mal unter den Tisch kehrt. Manche Kollegen verwechseln da wohl Pressefreiheit mit Narrenfreiheit...


      Sieh mal: Du und ich, wir verdienen unsere Brötchen auch in "Kreativ-Jobs" - Ich denke, wir beide wissen auch (für uns selbst) wo wir da die moralischen oder ethischen Grenzen ziehen. Ich möcht' mir da auch kein Blatt vor dem Mund nehmen: Wenn ich das, was ich für medien-ethisch bedenklich halte außer Acht lassen würde, dann hätt' ich sicher mehr Aufträge oder mehr Geld. Die "Verlockung" und das Geld ist oft nur eine Unterschrift weit entfernt... Aber dafür über Leichen gehen ? Vielleicht Menschen anlügen oder täuschen? Hmm... Muss sich halt jeder selbst fragen, ob ihm Geld oder moralische Integrität wichtiger ist.

      Ich habe nichts gegen Herrn Flasch oder gegen sein Buch. Wie ich schon sagte: Völlig okay wenn das seine Meinung und sein Buch ist. Nur wär's wirklich nicht notwendig gewesen, dass Herr Flasch Gott gerade so darstellt, als sei Er ein "bösartiger Tyrann der nach Blut und Menschenopfer giert" - Das stößt mir schon ein bisserl sauer auf...


      Liebe Grüße aus dem Nachtdienst
    • Jetzt ist mir noch ein Gedanke gekommen, den ich gerne ergänzen möchte: Was wäre wohl passiert, wenn dieses Buch nicht von Herrn Flasch sein würde, sondern - sagen wir mal - von einem islamischen Gelehrten? Uhhh... Der mediale Aufschrei wäre wohl groß gewesen... Die "Propaganda-Maschine" wäre auf Hochtouren gelaufen und hätte Schlagwörter wie "Verunglimpfung, Radikalisierung und dergleichen" ausgespuckt. "Europa" hätte sich das wohl nicht gefallen lassen, aber wenn irgendein "Franzosen-Schmierblatt" Karikaturen des Propheten Mohammeds veröffentlicht, dann ist das in Ordnung, ja sogar "heldenhaft".

      Pfui !!! Diese mediale Heuchelei geht mir gehörig auf den Keks...

      Aber etwas Gutes haben die Massenmedien ja schließlich auch: Was die Menschen früher nur vermuten konnten, wissen sie seit dem Globalismus der Medien nun ganz genau: Nicht die Vernunft beherrscht die Realität, sondern der Wahnsinn. :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Die Tatsache, dass er mit Büchern, die die Öffentlichkeit interessieren, Geld verdient, ist vollkommen ok.

      Habe da nichts gegen, ich wollte lediglich daran erinnern, dass dies auch immer eine Rolle spielt.

      Wenn man sich dafür interessiert, liest man so ein Buch und setzt sich mit den Argumenten auseinander (oder bespricht es wie hier im Forum); ist ja vollkommen ok. Wollte da nichts gegen sagen.

      Ich würde zu so einem Buch wahrscheinlich nicht greifen. Eine Sendung mit Panzer, gerne! Das gucke ich mir an. Da wird diskutiert, es sind noch andere Personen dabei, meist sehr interessant.
      Ein Buch über den privaten Kampf mit der Religion würde ich mir nicht kaufen; wäre mir zu langweilig. Ich finde den Konflikt nicht interessant genug, denn er ist auch schon tausendmal durchgebügelt. Interessantes kommt da nicht mehr, behaupte ich.

      Soweit ich auf die Schnelle nachgeschaut habe, geht es um die "Klassiker" der Kritik:

      Mose als Autor der 5 Bücher?
      Jungfrauengeburt?
      Auferstehung Christi?
      Schöpfungsgeschichte?

      Zudem der Ober-Klassiker: Theodizeefrage.

      Kennen me alles... (aber ist nur meine Meinung) :)

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seele1986 ()

    • 10Veith2010 schrieb:

      Die wesentliche Welt verfällt wieder dem Götzendienst und dem Naturalismus und sieht die Natur als Leben schaffende schöpferische Kraft. Ein Rückfall in längst ueberwunden geglaubte altertümliche Goetteranbetungen vermischt mit Astrologie und Esoterik.
      Ok, seit wann wird dieser "einzige Gott" nun angebetet? 2000 Jahre? Ist das etwa nicht altertümlich?

      Und die Natur als Leben schaffende Kraft ist nunmal eine wissenschaftlich ernstzunehmende Alternative zu einem uralten Buch, das von diversen nicht mehr bekannten Autoren geschrieben wurde.

      Es wird doch Zeit, dass die Götzenanbetung der christlichen Kirchen endlich mal ein Ende findet.
      Gehet hin in Frieden. Dank sei Gott dem Herrn!
    • MartinL schrieb:

      [...] seit wann wird dieser "einzige Gott" nun angebetet? 2000 Jahre? Ist das etwa nicht altertümlich?
      Den Menschen als biologische Art, gibt es ohne nennenswerte Veränderung noch viel länger, wenn man also wie Du etikettiert, dann sind wir alle steinzeitliche Wesen.

      Was ist mit solchen zeitlichen Einordnungen gewonnen? Höchstens polemisch etwas; inhaltlich fast nichts.
    • In einer persönlichen Beziehungskategorie denkend, eröffnet sich eben die Bibel und der beschriebene Gott auf ganz andere Weise und da werde ich unendlich traurig, wenn ein entzückender alter Mann seinen eigenen Denkfehlern aufsitzt.

      Kommt mir irgendwie vor als hätte man Kurt Flasch die verfäschte Schatzkarte in die Hand gedrückt und er grub am falschen Platz.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Wenn es ans Sterben geht...!

      10Veith2010 schrieb:

      Was haltet ihr von KURT FLASCH, dem renommierten Kenner des frühen Christentums, der sich mit über 80 Jahren nun doch gegen das Christentum entschieden hat
      Der arme Mann tut mir leid! Er geht auf's Sterben zu und will keinen Jesus haben?! Sterben ohne Hoffnung! Furchtbar!

      gabriel87 schrieb:

      Wenn Gott wirklich auf "blutige Menschenopfer" scharf wäre, so hätte er dieses Blut doch beim Menschen einfordern können. Nein – Was tut Gott? Er opfert seinen eigenen Sohn, damit der Mensch leben kann !!! – Also wenn das nicht Liebe ist, dann weiß ich auch nicht mehr...
      Ja, so sagt es uns Johannes im Evangelium, der Frohen Botschaft:

      Bibelstelle

      " Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er ihr seinen eingeborenen Sohn dahingegeben hat, damit alle, die an ihn - Jesus Christus glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!" (Johannes 3,16)
      Hallelujah ! - Lobet Jahweh ! Für seine große Liebe! - Hallelujah!
    • Daniels schrieb:

      MartinL schrieb:

      [...] seit wann wird dieser "einzige Gott" nun angebetet? 2000 Jahre? Ist das etwa nicht altertümlich?
      Den Menschen als biologische Art, gibt es ohne nennenswerte Veränderung noch viel länger, wenn man also wie Du etikettiert, dann sind wir alle steinzeitliche Wesen.
      Was ist mit solchen zeitlichen Einordnungen gewonnen? Höchstens polemisch etwas; inhaltlich fast nichts.
      Ich habe lediglich auf die deiner Meinung nach dann wohl auch polemischen Aussagen von 10Veith2010 reagiert, der andere Religionen als altertümlich abgetan hat.
      Gehet hin in Frieden. Dank sei Gott dem Herrn!
    • Wo wurzelten dann die Zweifel? Sie waren leiserer Art, subtilerer Natur. Viele biblische Aussagen erschienen ihm (Kurt Flasch) schon als Kind fragwürdig.


      Ja klar, wenn man einzelne Aussagen isoliert betrachtet und versucht sie mit seinem Verstand zu erklären, dann erscheint einem viel fragwürdig. Wer will das bestreiten?
      Aber wenn man die Bibel als Ganzes nimmt und sich mal ernsthaft überlegt, ob das alles von ein paar Menschen erfunden worden sein kann, müßte einem eigentlich ein Licht aufgehen, egal auch wenn dann immer noch ein paar Fragwürdigkeiten wären.