Was tun mit all den Flüchtlingen?

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    • Schwertwal schrieb:

      Gibt es denn für die nicht woanders auch Notunterkünfte und " Suppenküchen" ?

      Schwertwal schrieb:

      Wenn es wirklich ein " Stehlen " ist , ist das nun doch auch nicht schön.
      Ich mag das gar nicht, das Ausspielen von Hilfsbedürftigen gegeneinander. "Die haben gesagt..." "Wir haben ein Recht..." - viele, billige Medien machen sich da ein Körberlgeld draus diese sozialen Missstände auch noch voyeuristisch zu verkaufen. Hilfsbedürftige, ganz egal ob Flüchtlinge, Obdachlose, oder wer auch immer, bedürfen der Hilfe. Und jede Hilfe wird gebraucht. Wer hier jetzt Anrecht hat auf mehr Hilfe, oder zuerst Hilfe, das ist eine komische Diskussion.
      Suppenküchen, Sozialmärkte, es ist ja nicht so, dass in Europa nichts getan wird für sozial schwache Menschen.

      Schwertwal schrieb:

      Vielleicht sollte man noch mehr in die Flüchtlingslager vor Ort , in der Türkei , Libanon , Jordanien und Ägypten investieren.Kommt wohl auch ein bischen billiger.
      Das war und ist ja schon lange der Fall. Die UNO betreibt in den Nachbarländern ja auch viele dieser Flüchtlingslager. Nur geht denen jetzt dann auch irgendwann das Geld aus: derstandard.at/2000006800396/U…nsmittelhilfe-fuer-Syrien
      Und irgendwann hauen die Menschen dann von dort ab, weil's einfach nicht mehr reicht für die Familie.

      Die EU müsste da viel mehr Geld hinschicken aus meiner Sicht. Aber nein, wir müssen unseren Milchsee subventionieren. 500 Mio EUR für einen Missstand, der jedem seit Jahren klar ist und schon längst mit weniger, dafür besserer (Ökolandwirdschaft) Produktion behoben sein könnte: derstandard.at/2000021851317/5…o-Nothilfe-fuer-Landwirte

      es läuft schon einiges schief
    • Die Stimmung vor Ort

      Das Thema "Flüchtlinge" ruft nicht bei jeden Wohlwollen und Hilfsbereitschaft vor, obwohl die Hilfsbereitschaft und der ehrenamtliche Einsatz von Menschen groß ist. Viele fallen auf die wüsten Parolen von rechtsextremen Menschen herein. Manche schämen sich nicht mal und erfinden Verbrechen, nur um sich wichtig zu machen. Die Medien machen die Sache auch nicht einfacher, wenn kräftig gezündelt wird und die Stimmung vor Ort verschlimmert wird. Tragisch wenn Medien nichts besseres zu tun haben, als Vorurteile zu generieren, zu hetzen und wüste Anschuldigungen zu verbreiten oder Geflüchtete pauschal verunglimpft werden. Ich wehre mich entschieden gegen Politiker, rechtsextreme Trolle und Menschen, die andere Menschen generell in "wertvoll" und "wertlos" kategorisieren.

      Angesichts der Flüchtlingsströme geratet man als ehrenamtlicher Helfer immer wieder an seine eigenen Grenzen. Man fragt sich selbst erschöpft, was man schon bewirken kann. Vor allem werden nun Hygieneartikel knapp. Auch an Kleidung und Spielzeug fehlt es. Doch es benötigt nicht nur Güter, sondern Menschen. Menschen mit Zeit und Fähigkeiten. Menschen die z.B. "Bezugspersonen" für Flüchtlingsfamilien sein wollen/können. Damit hilft man seinen "Schützlingen" wenn es um alltägliche Dinge geht, wie Behördengänge, Einkäufe oder ein Rezept in der Apotheke einzulösen. Vor allem aber berührt es mich, wenn Kinder und Jugendliche "ankommen", die ihre Eltern auf der Flucht verloren haben, auch hier gibt es die Möglichkeit im Sinne einer "Vormundschaft" zu helfen. Auch braucht es Menschen die zur Sprachverständigung beitragen können, Amtswege erledigen können, Essen austeilen oder beim Sortieren der Güter helfen können.

      Wir brauchen wirklich dringend Hilfe. Wer helfen kann/möchte kann sich an das Rote Kreuz, Caritas, Diakonie, Refugees Welcome to Austria oder an das Innenministerium wenden.

      PS: Wer schon in einem Flüchtlingslager oder einer ähnlichen Einrichtung mithilft, bitte warnt die Menschen davor "eigenständig" Pilze zu sammeln ! Gab schon mehr als 30 lebensbedrohliche Vergiftungen, da ein Pilz den die Flüchtlinge aus ihrer Heimat kennen, dem Knollenblätterpilz sehr ähnlich sieht. Im Anhang das Warnposter auf verschiedenen Sprachen, hängt diese bitte in den Lagern wo ihr mithelft aus! Ihr rettet damit Leben. Vielen Dank.


      GLG
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • tricky schrieb:

      Zitat von »Nachtperle«

      "off topic"
      Mich regt momentan mehr auf, dass unsere Obdachlosen vom vollen Essenstopf "gebeten" wurden, weil das Essen nur den Flüchtlingen zusteht. Ich denke, das sind echte Sorgen. Grad so, als hätten Obdachlose keinen Hunger... Sie haben übrigens auch keine Zelte.

      ..schlimmer noch: vor Kurzem noch hat die Regierung keine Gelder für die sozial Schwachen und Bedürftigen gehabt und plötzlich, über Nacht, machte sie Milliarden frei (aber nicht für die Eigenen). Seltsam, seltsam.

      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Wir haben doch kein Geld !

      Dafür können die Flüchtlinge nichts, sondern die Politiker. Deutschland hat immer dann Geld, wenn Politiker meinen, dass genug Geld für ein bestimmtes Projekt zur Verfügung steht. Für die Bedürfnisse der "normalen" Menschen ist da oft nicht viel Raum.

      10,5 Milliarden Euro, so viel wird Deutschland allein 2015 mehr einnehmen als bisher gedacht. Die Steuereinnahmen steigen deutlich, auch bedingt durch die Flüchtlingskrise. Entscheidend ist die Verteilung. Die Frage ist nicht: Was kosten die Flüchtlinge ? Sondern: Wie wirkt sich die Zuwanderung langfristig aus ?

      In den kommenden Jahren sollen jedes Jahr rund 8 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse fließen. Rechnet man um, was jeder Deutsche pro Kopf zahlt um Flüchtlinge zu unterstützen, kommt man im Schnitt pro Kopf auf 18 Euro. 1990 Jahre waren es 34 Euro. Damals hatte man – trotz der immensen Kosten der gerade erst erfolgten Wiedervereinigung – im Verhältnis noch das Doppelte für jeden Flüchtling übrig. Pleite ging Deutschland deswegen nicht.

      NRW brachte zuletzt etwa jeden 4. Flüchtling unter. Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen jeweils rund 10% Prozent. Zusammen nehmen diese vier Bundesländer 56 Prozent aller Flüchtlinge auf. Die Länder und Gemeinden bekamen vom Bund dafür eine halbe Milliarde. Und führt man mal an, wie viel Geld für unsinnige Projekte in Deutschland verschwendet werden, wie Autobahnen ins Nirgendwo, nutzlose Flughäfen oder Brücken ohne Straßenanschluss, dann hätte sich Deutschland allein 2014 eine Summe von 30 Milliarden Euro sparen können.


      GLG
    • Kriteische Anmerkungen bez. Flüchtlingswelle

      Ein Freund hat diese Tage eine Berechnung angestellt und herausgefunden, dass zumindest in Österreich es mehr bringt, einen Flüchtling in ein Heim aufzunehmen als einen Pensionisten mit eingeschränkter Mobilität.

      Wenn ein Heim, z.B. ein Pflegeheim, Flüchtlinge aufnimmt, so ist es wirtschaftlich rentabler, als wenn es sich um Leute sorgt, die jahrzehntelang ins heimische Sozialsystem einbezahlt haben.

      In Österreich werden höhere Pflegegeldstufen immer weniger vergeben, die Zeiten der Pflege- und Betreuung pro zu betreuendes Individuum immer mehr reduziert,.... gleichzeitig scheint der ohnehin schon hoch verschuldete Staat genug Geld für tausende Flüchtlinge in die Hand zu nehmen, mit dem Statement: "Man müsse hat menschlich sein."

      Es mag durchaus hart und unchristlich klingen, aber:

      - wenn ein Mann seine Familie (Frau, Kinder) im Kriegsgebiet zurückläßt,
      - in "den goldenen Westen" flieht (wenn man den Zirkel nimmt -- es gibt viele sichere Staaten, die wesentlich näher zu Syrien sind als Mitteleuropa, zum Beispiel in Nordafrika oder in Asien),
      - wenn man hier mit gutem Taschengeld, das nicht einmal vielen Erwerbstätigen nach Abzug ihrer Kosten übrigbleibt (vor allem in Niedrigsteinkommensjobs wie Heimhilfe, die ja allzu oft nur auf Teilzeitbasis angeboten werden), ausgestattet wird,...

      dann hat das System einige Fehler.

      Was geschieht mit diesen Menschenmassen (oder besser gesagt "Männermassen"), wenn der Krieg vorbei ist)? Haben sie sich dann an die westliche Wohlfahrt gewöhnt oder gehen sie dann zurück und bauen ihr Vaterland wieder auf? Im Gegensatz zu jenen, die dem Feind Aug in Aug gegenüber gestanden sind, sind sie ja hier dann gut erholt und hätten die Kraft, ihr Heimatland wieder aufzubauen. Ob alle Matschos diesen Fleiß haben werden?

      Was ist, wenn sie hier bleiben? Haben wir genügend Jobs? Werden sie Deutsch lernen, einer geregelten Arbeit nachgehen und werden sie sich - als kulturell doch weit entfernte Ethnie - uns anpassen? Oder sind wie dann die nächsten Feind, weil Mohammed irgendeinem fanatischen Moslembrunder gesagt hat, dass Christen böse sind?

      Entschuldigt bitte, dass ich so hart hier schreibe. Aber es ist eben nicht alles nur gut und wir Meschen sind alleine aufgrund der Kultur und Religion schon verschieden. Eine zu starke Vermischung finde ich persönlich nicht angebracht, denn es gibt genug HInweise, dass Multi-Kulti in versagt hat. Die Qualität der öffentlichen Schulen in "Multi-Kulti"-Gegenden (zum Beispiel im 15. Bezirk in Wien) ist einfach am untersten Ende. Und wir brauchen intellektuellen Nachwuchs, wir brauchen die besten Leute, auch für unsere Unternehmen und für unser Land. Wir brauchen Zugpferde, Menschen, die auf höchstem Niveau arbeiten und damit Fortschritte erzielen. Menschen, die am Karren sitzen und sich ziehen lassen, haben wir ohnehin viel zu viele.

      Ich denke, dass es nach Beendigung des bewaffneten Konfliktes in Syrien sehr wohl darum gehen soll, Leute, die eine Bereicherung für uns darstellen können, hier zu halten und alle anderen dazu zu bringen, die Ärmel hoch zu stülpen und ihr Land wieder aufzubauen.

      Entschuldigt bitte nochmals, hier so hart geschireben zu haben. Aber diese Gedanken kommen, wenn man nicht nur das individuelle Leben des Flüchtlings (und ich unterstelle ihnen jetzt einmal aussschließlich Kriegsflüchtlinge zu sein), sondern eine Synthese aus Flüchtling, ökonomischer und sozialer Strkutur des Endlandes, bisherige Problem im Endland samt den Prognosen für die kommende Dekade,.... zu erkennen versucht.
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • In den 80er Jahren, während des kalten Krieges, gab es einen Spruch.:“ Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“
      Ja, wenn die jungen Männer abhauen, dann können die Machthaber den Krieg mit diesen Männern vergessen. Wir müssen nicht großartig rechnen können, um zu diesem Ergebnis zu kommen.
      Würde ich in Syrien leben, würde ich meinem wehrfähigen Sohn den Rucksack packen und sagen: „Das er weit genug weg gehen soll, dorthin wo kein Krieg ist.
      Für wen sollte mein Sohn kämpfen? Für Assad, für die Nationale Koalition, für die IS oder für die vielen rivalisierenden Rebellengruppen?
      Jeder normale Mann, muss bei diesem Wahnsinn doch die Flucht ergreifen. Wie viele Gruppen kämpfen da überhaupt gegeneinander?

      Immer wieder höre ich den direkten oder indirekten Vorwurf, der Wirtschaftsflüchtlinge, die auf unseren Rücken sich bereichern wollen. Ich gehöre zur Generation die mit den Kriegserzählungen der Eltern aufgewachsen sind. Die Kriegsberichte haben dazu geführt, dass wir keinen Krieg mehr wollten. Ich bin in einer "Friedensbewegung" aufgewachsen.
      Meine Generation hat den heutigen Wohlstand und die Wiedervereinigung und die Wiedereingliederung der Russland-Deutschen gestemmt. Und darauf können wir "als Volk" auch stolz sein. Nicht die Politiker haben das gestemmt, sondern wie immer das arbeitende Volk.

      Auf unsere Altersversorgung können wir allerdings nicht stolz sein. Als Christ, weiß ich, dass Jesus mich im Alter versorgt, aber viele Menschen meiner Generation und älter, haben vorm "Alter" keine sicheren Gefühle. Ja, es kommen solche Gefühle hoch: Nur wenn du Leistung bringst, dann bist du ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft und dann, wenn es nicht mehr geht, wirst du irgendwo für möglichst wenig Geld, ganz billig abgeschoben. Wenn dann "Fremde" kommen, die hier volle Versorgung haben, kann ich nachvollziehen, warum so mancher Rentner, mit einer niedrigen Rente, mürrisch reagiert.

      Als Christen, haben wir nicht das Recht über das Leben eines Menschen zu urteilen und wir haben auch nicht das Recht jemanden vorzuschreiben, dass er sich gefälligst auf einer Seite zu stellen habe, um zu töten oder sich selbst töten zu lassen. Bei diesem Wahnsinn in Syrien erst recht nicht.
      Im Gegenteil, wir Christen sollten uns für den Frieden einsetzen. Da aber die Machthaber, ohne Rücksicht auf das eigene Volk, nur ihre Interessen durchsetzen wollen, müssen sie sich nicht wundern, wenn das Volk ihren Rucksack packt und abhaut
      .
      Ich denke da doch positiv. Ich glaube, dass die meisten jungen Männer ganz normal leben und arbeiten wollen. Sie wollen lernen, arbeiten, Familien gründen und in Frieden leben. Dass hier auch traumatisierte und schwierige Menschen mit einer anderen Religion kommen ist auch klar. Aber,solange unsere Gesellschaft, "den Frieden" als das höchste Gut sieht, solange werden wir diese Flüchtlingswelle auch gut stemmen können.
      Und wenn ich später noch eine Rente bekommen sollte, dann bin ich bestimmt auch dankbar, wenn mein Nachbar, der Syrier, in die Rentenkasse einzahlt.

      LG

      Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich
      (Matthäus 19, 26)
    • ... und oft fangen die Probleme ganz einfach im Alltag an:
      [url=http://www.derwesten.de/politik/stadt-kuendigt-mietern-damit-fluechtlinge-in-wohnungen-ziehen-id11123044.html]
      auch in unserem kleinen Dorf ist übrigens Ähnliches passiert:
      da wurde einem Unternehmen, welches im Bereich der Pflegetätigkeit engagiert ist, das vom Kreis angemietete Gebäude gekündigt, weil da nun Flüchtlinge einziehen sollen, ...

      Ich denke schon, wer angsichts der Bilder von dem Flüchtlingsdrama kein Mitgefühl zeigt, hat kein Herz,
      aber dennoch sollte man den Verstand nicht vergessen, zumal Bilder auch höchst manipulativ eingesetzt werden können ...
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Ghasel ()

    • Permanente Volksbeschimpfungen im Fernsehen

      Der Titel der Fensehsendung zur Hauptsendezeit (20:15 - 21:45 Uhr) im Ersten Programm: "Fluchtziel Deutschland. Schaffen wir den Kraftakt?" So fragen Fernsehsendungen oder -diskussionen seit Wochen -- gefühlt nahezu pausenlos. Zugleich habe ich keine einzige Diskussion oder Sendung gehört, in der Bürger nicht als dumm, emotional fehlgeleitet und als Quasi-Nazis bezeichnet werden, wenn sie öffentlich Zweifel daran geäußert haben, dass Deutschland den Flüchtlings- und Asylanten-Zustrom richtig handhabt und bewältigen kann.

      Wie passt beides zusammen, dass einerseits die Medien geradezu pausenlos vom "Flüchtlingsproblem" berichten, und andererseits zugleich Bürger oder Politiker, die sich fragen, ob das richtig abläuft, geradezu reflexartig massiv in den Medien als "dumme Nazis" bezeichnet werden oder beispielsweise jüngst bei Sandra Maischberger von dem gewohnheitsmäßig hysterisch argumentierenden Volker Beck aus der Lehrer- und Beamtenpartei "Die Grünen" sämtliche Teilnehmer einer Demonstration als mindestens zu dumm, um nicht den Nazis hinterherzulaufen?

      Die Medien greifen es eifrig und begeistert auf, wieder ein sogenanntes "echtes" Problem zu haben, über das sie andauernd bedeutungsschwanger und nicht selten verbal hysterisch berichten, salbadern und angeblich aufklären dürfen. Noch ein Beispiel für das verbale Zündeln, die Zuspitzung der Diskussion durch die Medien? Bitte, der Titel der oben schon verlinkten Diskussionssendung unter der Moderation von Sandra Maischberger: "'Wir sind das Pack' – Rückt Deutschland nach rechts?"

      Naheliegenderweise verstehe ich, dass Medien erstens Aufmerksamkeit durch aufreizende Titel gewinnen müssen und dass zweitens versucht wird, kritische Zuschauer über ihre kritischen Standpunkte anzusprechen; trotzdem suggerieren diese ständigen Sendungen und verbalen Zuspitzungen vielen Bürgern massiv, dass es ein ernstes Problem gibt, das man offenbar nicht im Griff hat. Denn warum sollte sonst praktisch ständig über das Thema berichtet werden?!



      PS: Ich räume ein, dass ich einen ausgeprägten intellektuellen Beschützerreflex habe und auf unsachliche und unfaire Beschuldigungen häufig so reagiere, dass ich den Angegriffenen argumentativ verteidige. Inzwischen frage ich mich schon, ob ich als ausgleichende Fairness AFD wählen muss, so unseriös und widerlich finde ich die Art, wie in TV-Diskussionen immer wieder mit Alexander Gauland umgegangen wird. Ich habe den Eindruck, er wird nur häufig in solche Sendungen eingeladen, damit alle anderen Gesprächsteilnehmer ihn -- praktisch unabhängig davon, was Gauland überhaupt sagt und unabhängig davon, was er je getan hat -- als Quasi-Nazi beschimpfen und seine Partei stigmatisieren können. Wer diese Gesprächsabläufe noch für sachlich und fair hält, muss meines Erachtens intellektuell -- und emotional -- partiell blind sein.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Ghasel schrieb:

      auch in unserem kleinen Dorf ist übrigens Ähnliches passiert: da wurde einem Unternehmen, welches im Bereich der Pflegetätigkeit engagiert ist, das vom Kreis angemietete Gebäude gekündigt, weil da nun Flüchtlinge einziehen sollen, ...Ich denke schon, wer angsichts der Bilder von dem Flüchtlingsdrama kein Mitgefühl zeigt, hat kein Herz, aber dennoch sollte man den Verstand nicht vergessen, zumal Bilder auch höchst manipulativ eingesetzt werden können
      Ich stimme Dir voll zu. Ähnliches ist es auch in anderen Teilen Deutschlands passiert. Klar, Mitgefühl ist gut. Nur denke ich auch, dass einseitige Berichtserstattung (Alles gut, alles friedlich) auch nicht zweckdienlich ist.

      lokalo24.de/news/sicherheitsle…Default&fb_source=message

      Daniels schrieb:

      Zugleich habe ich keine einzige Diskussion oder Sendung gehört, in der Bürger nicht als dumm, emotional fehlgeleitet und als Quasi-Nazis bezeichnet werden, wenn sie öffentlich Zweifel daran geäußert haben. Wie passt beides zusammen, dass einerseits die Medien geradezu pausenlos vom "Flüchtlingsproblem" berichten, und andererseits zugleich Bürger oder Politiker, die sich fragen, ob das richtig abläuft, geradezu reflexartig massiv in den Medien als "dumme Nazis" bezeichnet werden
      Weil Flüchtlinge, Kriegstreiber und Solidarität nicht zueinander passen ? Nein, ernsthaft... Die grundsätzliche Frage, die ich mir stelle: "Quo vadis Meinungsfreiheit ?" - Klar, wenn gewisse rechtsextreme Politiker ihren "braunen Müll" von sich geben, dann ist das untragbar.

      Ich empfinde es aber nicht als richtig und als unfair, dass man auch denkenden Bürgern, die kritische Fragen fernab von jeglicher "Nazi-Mentalität" stellen, automatisch in die "braune Ecke" stellen will. Und in vielen Belangen läuft es wirklich nicht richtig. Viele Kollegen und auch ich sehen es (als Journalist) auch nicht ein, warum Bürger oder Journalisten sich durch solch eine miese Polemik "mundtot" oder zur "einseitigen Berichterstattung" nötigen lassen müssen. Wird denn damit nicht Menschen die sich (ganz ohne braune Rhetorik) zum Thema durchaus berechtigt äußern, da es zu Eskalationen kam, nicht unterschwellig suggeriert: "Du musst so denken ! Tust Du es nicht, dann bist Du ein Nazi." ?

      Wenn man den "obigen" von mir "geposteten" Link folgt, dann sieht man, dass kritische Fragen von Menschen nicht fehl am Platz sind. Es ist halt echt schwierig (als Journalist) nachzufragen und recherchieren zu können, wenn man sich bei Berichtserstattung jenseits der einseitigen "Alles Friede und Alles Toll - Mainstream - Meinung" ständig dessen bewusst sein "muss", dass jegliche - und sei sie auch noch so berechtigt - "Kritik" automatisch "braunes Gedankengut" bedeute... Nicht das ich etwas gegen Flüchtlinge hätte, im Gegenteil. Mir gefällt die "mediale Ausschlachtung" des Themas in dieser Form einfach nicht.


      GLG
    • OT: Politische Korrektheit, Link zu einem Kommentar

      gabriel87 schrieb:

      Die grundsätzliche Frage, die ich mir stelle: "Quo vadis Meinungsfreiheit ?" [...]

      Ich empfinde es [als nicht] richtig und als unfair, dass man [...] denkende Bürger, die kritische Fragen fernab von jeglicher "Nazi-Mentalität" stellen, automatisch in die "braune Ecke" stellen will. [...] Wird denn damit nicht Menschen die sich (ganz ohne braune Rhetorik) zum Thema durchaus berechtigt äußern, da es zu Eskalationen kam, nicht unterschwellig suggeriert: "Du musst so denken! Tust Du es nicht, dann bist Du ein Nazi."?


      Zu dieser Frage habe ich eben einen Meinungsbeitrag von Alexander Gauland in seiner Tagesspiegel-Kolumne gefunden, die ich heute erstmals aufgesucht habe:

      In Deutschland hat sich ein Hang zur Intoleranz breitgemacht: Denn bei allen demokratischen Debatten geht es immer wieder darum, die vom Mainstream abweichende Position ins moralische Aus zu drängen. [...]

      Gauland konstatiert in seiner Kolumne, dass er in letzter Zeit eine angewachsene Intoleranz in politischen Diskussionen ausgemacht habe. Diese Intoleranz bestehe darin, dass weniger diskutiert werde, ob eine Ansicht faktisch begründet und ein bestimmtes politisches Vorgehen nützlich sei, sondern viel mehr, ob eine Fragestellung grundsätzlich gut oder böse, also überhaupt moralisch zulässig sei. Diskussionen würden nicht mehr sachlich geführt, sondern Andersdenkende vorzugsweise als unmoralisch diffamiert.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Epic Ethic Fail

      Daniels schrieb:

      In letzter Zeit eine angewachsene Intoleranz in politischen Diskussionen ausgemacht habe.

      Daniels schrieb:

      Diskussionen würden nicht mehr sachlich geführt, sondern Andersdenkende vorzugsweise als unmoralisch diffamiert.
      Hallo Daniels,
      wir befassen uns (bereits) mit ähnlichen Fällen. Journalisten können am wenigsten für die Situation, da ist auch "Sensibilität" gefragt. Trotz allem ist die Situation untragbar, die Pflicht zur Unabhängigkeit darf nicht "ausgeschaltet" werden, auch nicht durch Politiker (die bekanntlich das letzte Wort haben).

      Zu der Situation in Deutschland:
      Jeder Bürger kann auf Rechtsverletzungen in den Medien reagieren. Beschwerden können an die Landesmedienanstalten auch online gerichtet werden. "Inhaltliche" Kritik zu Programm oder Format bitte dennoch immer direkt an die jeweiligen Rundfunkveranstalter richten.

      Ob sich die Situation in Deutschland verändern wird, kann ich nicht sagen.
      Es scheitert in Deutschland einfach daran, dass es für ethische Verfehlungen im Rundfunk nicht wirklich eine Instanz gibt.


      GLG
    • Mal wieder die Mär vom " ich darf nicht mehr sagen was ich will " ?

      Ich glaube nicht daß sich der Herr Lucke ohne Grund von seiner alten AFD getrennt hat.
      So weit ich es aus meinem Halbwissen noch weiß sind die ausländerfeindlichen Brand-Attacken seit Beginn der sogenannten Pegida-Demonstrationen deutlich angestiegen.Wenn ich Zeit und Lust hab kann ich aber gerne nochmal nachforschen. Bleibt mir dann die Wahl zwischen Minderheiten-Blogs und Mainstream-"lügen"presse.
      Tja nicht so einfach.Woher haben denn die Blogs ihre Informationen ? Von politisch-unkorrekten Nachrichtenagenturen nehm ich an.

      Das Pack bezog sich auf eine Äußerung von Sigmar Gabriel in Verbindung mit dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Heidenau.
      Bis jetzt kann man eigentlich von Glück sagen daß es da noch keine Opfer gab.
      Ein Grund darüber zu diskutieren allemal.Und wenn der Herr Gauland nicht eingeladen worden wäre gäbs doch auch Grund zum Murren.Man muß sich Kritik einfach gefallen lassen, Punkt.Hat der Herr Beck ihn denn konkret als Nazi bzeichnet ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schwertwal ()

    • Schwertwal schrieb:

      Mal wieder die Mär vom " ich darf nicht mehr sagen was ich will " ?
      ...
      ... och, was das angeht, so sind z.B. die nachdenkseiten sicher ein guter Gegenbeweis,
      das eigentliche Problem liegt aber woanders:
      früher hat man so etwas 'vorauseilenden Gehorsam' genannt, um bloß nicht in den Verdacht zu kommen, dass man da etwas 'Unerwünschtes' tun möchte ...
      dennoch bleibt die Frage:
      wie können wir allen Überlegungen gerecht werden, ohne ungerecht zu sein?
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Schwertwal schrieb:

      Mal wieder die Mär vom " ich darf nicht mehr sagen was ich will " ?

      Niemand in dieser Diskussion, außer Dir, hat diese Behauptung aufgestellt.

      Diskutiert wurde hier vielmehr die Art, wie mit fremden Meinungen umgegangen wird. Auch Kritik darf man inhaltlich und formal, wegen ihrer Absicht und ihres Stils kritisieren, daran solltest Du Dich gewöhnen, bevor Du anderen empfiehlst, jede Form von Kritik einfach zu akzeptieren.



      Im übrigen frage ich mich seit dieser Diskussion, ob Volker Beck irgendwelche aufputschenden Drogen nimmt oder wie sonst zu erklären ist, dass er in allen Diskussionen, an denen er teilgenommen hat und an die ich mich erinnern kann, deutlich über das sachlich Gebotene hinausschoß und übererregt den tapferen heiligen Krieger gegen das vermeintlich ganz Böse gab. Vielleicht sollte er auch einfach weniger Kaffee trinken und weniger Diskussionseinladungen annehmen. Ich persönlich wäre allerdings dafür, dass er sich ganz aus der Politik zurückzieht, weil ich seine Auftritte gemeingefährlich finde.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Gemeingefährlich ?
      Erklär . Ich geb zu er hat bei mir seit diesen Pädophilieermittlungen ein paar Kratzer bekommen aber übertreibst du da jetzt nicht ein bischen sehr.Gut ich hab auch schon nicht verstanden warum Cem Özdemir ein Volksverhetzer sein soll.

      Früher in der Gesellschaft gabs doch auch Tabus . Und derjenige der das Tabu gebrochen hat war sich darüber in der Regel auch im Klaren und hat keine künstliche Gegenempörung aufgebaut.
      Eine Partei wie die AFD muß sich schon fragen lassen ob es der Sache dient wenn sie das Ausländerthema zum Wahllkampf macht und ob sie dadurch nicht unnötigerweise Ängste bei den Menschen verstärkt.
    • Schwertwal schrieb:

      ...
      Eine Partei wie die AFD muß sich schon fragen lassen ob es der Sache dient wenn sie das Ausländerthema zum Wahllkampf macht und ob sie dadurch nicht unnötigerweise Ängste bei den Menschen verstärkt.
      Welche 'Sache' meinst Du eigentlich?

      Solange die Menschen in diesem unserem Lande das Gefühl haben können, dass sie sachlich richtig informiert werden und dass keine wesentlichen Informationen aus Gründen der 'Political Correctness' unterdrückt werden, können sie hoffentlich sehr gut erkennen, welche Ängste 'unnötig' sind und welche nicht.
      Ansonsten würdest Du ja behaupten, dass die 'Demokratie' eigentlich eine gescheiterte Staatsform ist, weil die meisten Menschen eines Vormundes bedürfen
      (und das wiederum wäre ein besonders schwerer 'Tabubruch' ;)) ...

      ghasel, mit lieben Grüßen
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Schwertwal schrieb:

      Gemeingefährlich?
      Erklär. Ich geb zu er hat bei mir seit diesen Pädophilieermittlungen ein paar Kratzer bekommen aber übertreibst du da jetzt nicht ein bischen sehr.

      Ja, das Wort ist recht stark; man kann es auch etwas übertrieben nennen.

      Ich bin der Ansicht, dass seine immer wieder hysterische Diskussionsweise so unsachlich und in der Wirkung demagogisch ist, dass ich gerne darauf verzichten würde. Es wäre besser, er hielte ab und zu die Klappe anstatt immer wieder anderen Diskussionsteilnehmern übertriebene, sachlich kaum begründete Vorwürfe zu machen. Mal ist es sogenannte Homophopbie, mal eine vermeintlich rassistische Einstellung. Alles -- sofern ich ihn habe diskutieren hören -- meist nicht mit sachlichen Belegen, sondern praktisch nur in seinen Vermutungen und Vorurteilen begründet.

      Es kann auch tatsächlich sein, dass er sehr engagiert ist, sich zu viel zutraut und abverlangt, dann meint, er müsse möglichst bei jeder sich bietenden wirksamen Gelegenheit Farbe bekennen und für "das Gute" eintreten. Wenn dem so ist, pumpt er sich vielleicht mit viel Kaffee oder sonst irgendwelchem Zeug am späten Abend nach einem langen Arbeitstag auf, um in an der zigsten Fernsehdiskussion teilzunehmen, mit der zu vermutenden Folge, dass er dann überdreht ist und sachlich häufig übers Ziel hinaus schießt. Deshalb mein Rat: Weniger TV-Einladungen annehmen und mehr schlafen, Herr Beck! Oder noch besser: Volker Beck geh weg! SCNR
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

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