EINHEIT in der Gemeinde Christi

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    • EINHEIT in der Gemeinde Christi

      Hallo zusammen,

      kurz und bündig lässt sich die Frage dieses Thema damit zusammenfassen: Was genau ist Einheit in der Gemeinde? oder Wann ist eine Gemeinde einig?

      Jesus bittet für seine Nachfolger:

      ELB
      Joh 17/20 Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, 17/21 damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. 17/22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind 17/23 - ich in ihnen und du in mir -, daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.

      Einigkeit scheint also eine Hauptzutat für die Nachfolger Jesu zu sein, damit die Welt erkennen kann wer Jesus ist und was Liebe bedeutet.

      Was bedeutet aber diese Einigkeit im Sinne Jesu? Jesus selbst war nicht immer einig mit seinem Vater darüber, wie der Weg zum Ziel gehen sollte:

      26/39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.

      26/42 Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser [Kelch] nicht vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille.


      Ich lese aus diesen Worten heraus, dass Jesus einen anderen Weg als den aufs Kreuz im Sinn hatte. Er war also über diesen Weg aus meiner Sicht anderer Meinung als sein Vater. Trotzdem war er aber mit dem Vater eins oder einig, denn er tut den Willen des Vaters.


      Kann es ähnlich dieser inhaltlichen Abweichung vom Weg zwischen Jesus und seinem Vater auch bei uns in der Gemeinde verschiedene Wege geben, die aber nicht von Uneinigkeit zeugen, sondern alle im Sinne des Vaters sind? Oder anders gefragt: Muss ein unterschiedlicher Weg gleich Uneinheit/Uneinigkeit bedeuten?

      Praktisches Beispiel: Der Weg der Baden-Württembergischen Gemeinde in Deutschland. Muss ein organisatorisch anders gewählter Weg unbedingt auf mangelnde Einheit schließen? Kann man nicht im Geiste Christi verbunden sein, obwohl man organisatorisch unterschiedliche Wege einschlägt?
      Ich will dieses Thema nicht dazu nutzen um diese spezielle Frage neu aufzuwärmen, es geht mir nur um den Aspekt der Einigkeit in der Gemeinde.


      viele Grüße

      Tricky
    • tricky schrieb:

      ELB
      Joh 17/20 Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, 17/21 damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. 17/22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind 17/23 - ich in ihnen und du in mir -, daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
      Hallo tricky :)
      Heute kamen mir im Bibelgespräch viele interessante Gedanke, auch hier zu. Kann es sein, dass es in dieser Bitte von Jesus garnicht (primär) um organisatorische Einheit geht? Der Schlüssel ist: "Ich in ihnen und du in mir". "Eins in Christus" deutet meiner Meinung nach eher auf die Rechtfertigung im Himmel hin, weil: Wenn ich wörtlich (!) in Christus positioniert bin, dann bin ich da wo Christus ist - im Himmel. Gott sieht nicht mich, er sieht Christus der mich "bedeckt", weil ich in ihn bin (bitte bildlich vorstellen!). In Christus sind alle gleich (Gal 3,26-29), weil Gott (als Richter) den unschuldigen Jesus (in seiner Herrlichkeit!) sieht - und nicht die, die in ihm sind.

      Ellen White beschriebt diesen Zustand wie folgt:

      Jesus steht im Allerheiligsten, wo er „jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes erscheint“. Hebräer 9,24. Dort hört er nicht auf, sein Volk unaufhörlich vor Gott darzustellen — in ihm vollkommen! Siehe Kolosser 1,22.28 (EB). Weil wir auf diese Weise vor dem Vater dargestellt werden, sollten wir nicht denken, wir könnten seine Barmherzigkeit überbeanspruchen und sorglos, gleichgültig und bequem werden. Christus ist kein Diener der Sünde. Wir sind „in Christus vollkommen“, „begnadigt in dem Geliebten“ (Kolosser 1,28; Epheser 1,6, EB), aber nur, „sofern [wir] im Glauben gegründet und fest bleiben“. Kolosser 1,23 (EB). {GW112.1; FW.107.3}
      In uns sind wir Sünder, in Christus jedoch sind wir Gerechte. Gott macht uns gerecht, indem er uns die Gerechtigkeit Christi zurechnet, und erklärt uns für gerecht und behandelt
      uns als Gerechte. Er sieht uns als seine geliebten Kinder an. Christus wirkt der Macht der Sünde entgegen und „wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel mächtiger geworden“. Römer 5,20. „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.“ Römer 5,1.2. {GW 120.2}


      "Wir in Christus" meint daher meiner Meinung nach die (zugerechnete) Rechtfertigung (= Gerecht-sprechung) aus Gnade.

      Joh 17,20-23 und viele andere Texten gehen aber noch weiter: Christus in uns. Dies ist das irdische Wirken des Heiligen Geist in uns, welches zur Heiligung führt - und erst dann schließt sich eine - wie auch immer geartete - organisatorische (?) Einheit an. Eine Einheit sehe daher als eine von vielen Folgen der geistgewirkten Heiligung. Die Quelle dafür ist: Wir ins Christus, Christus in uns - und das ist meiner Meinung nach das Hauptanliegen von Joh 17,20-23 - klar, weil erst dieses (geistliche) Fundament stehen muss, bevor ich ein (organisatorisches) Haus baue.

      Wir in Christus, Christus in uns - zwei Seiten einer Medaille, untrennbar verbunden.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • .
      In Johannes Kap. 17 spricht Jesus sein längestes, ausführlichstes und m.M.n wichtigstes Gebet (!)

      Es ist ganze 26 Verse lang(!!) und enthält wichtige Inhalte mit Struktur, Bitten, Höhepunkte und Wiederholung der wirklich wichtigen Dinge(!)

      a) Welche Struktur hat Joh. 17?
      (Meiner Meinung sind dies 3 Teile)

      b) Welche Bitten, Höhepunkte und wichtigen Wiederholungen werden gemacht?



      ps: studiere das Thema für eine Predigt[erweckungs]serie... Bin auf eure Gedanken/Input auch hierzu gespannt :thumbup:
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • tricky schrieb:

      Kann es ähnlich dieser inhaltlichen Abweichung vom Weg zwischen Jesus und seinem Vater auch bei uns in der Gemeinde verschiedene Wege geben, die aber nicht von Uneinigkeit zeugen, sondern alle im Sinne des Vaters sind? Oder anders gefragt: Muss ein unterschiedlicher Weg gleich Uneinheit/Uneinigkeit bedeuten?


      Das ist eine Frage der Begründung. Haben denn Eure Glaubensgeschwister in Baden-Württemberg erklärt, dass zwischen sie und dem Rest der deutschen Adventgemeinde inhaltlich, personell und theologisch kein Blatt Papier passt und sie nur aus rein organisatorischen Gründen unabhängig sein wollen?
    • Babylonier schrieb:

      Das ist eine Frage der Begründung. Haben denn Eure Glaubensgeschwister in Baden-Württemberg erklärt, dass zwischen sie und dem Rest der deutschen Adventgemeinde inhaltlich, personell und theologisch kein Blatt Papier passt und sie nur aus rein organisatorischen Gründen unabhängig sein wollen?
      Was ich von dieser organisatorischen Dissonanz zwischen BW und dem SDV bzw. NDV bisher mitbekommen habbe (und das ist nicht viel!!) geht es um organisatorische Fragen. Es geht um Finanzierung der Gemeinde, es geht darum eine organisatorische Einheit in Deutschland zu bilden: Ja oder Nein.

      Für mich ist das, als Ahnungslosen!!! vergleichbar mit dem Status des Freistaats Bayern in Deutschland. Man gehört als Bayer ja schon zu Deutschland. Das sieht man auch bei der Fußball-WM besonders gut. Trotzdem fühlt sich der Bayer als anders, man ist irgendwie stolz auf seinen eigenen Weg. Sogar die politische Partei der CSU fühlt sich im Namen mehr als sozial, als demokratisch (CDU heißt ja christlich-demokratische-Union). Trotzdem tritt man im Parlament als eine Union auf.

      Deshalb sehe ich den BW-Weg als weniger dramatisch als andere im Forum. Aber ich bin auch ein Österreicher, deshalb sollte ich mich hier hüten eine große Klappe zu riskieren.

      Um zum Thema zurückzukehren: Einigkeit gibt's doch auch, wenn man organisatorisch anders tickt, oder? Weil ja auch Bemo schon schreibt:

      Bemo schrieb:

      Kann es sein, dass es in dieser Bitte von Jesus garnicht (primär) um organisatorische Einheit geht? Der Schlüssel ist: "Ich in ihnen und du in mir". "Eins in Christus" deutet meiner Meinung nach eher auf die Rechtfertigung im Himmel hin, weil: Wenn ich wörtlich (!) in Christus positioniert bin, dann bin ich da wo Christus ist - im Himmel. Gott sieht nicht mich, er sieht Christus der mich "bedeckt", weil ich in ihn bin (bitte bildlich vorstellen!). In Christus sind alle gleich (Gal 3,26-29), weil Gott (als Richter) den unschuldigen Jesus (in seiner Herrlichkeit!) sieht - und nicht die, die in ihm sind.


      Worum geht's denn bei der Einheit, wenn nicht um eine von Christus gewirkte Rechtfertigung? Schwierig wird's halt dann, wenn die Einheit an der Rechtfertigungstheologie scheitert und es hier große Gräben gibt. Wenn man also beispielsweise die kirchenzentrische Vergebungstheologie der RKK (Pfarrer, Beichte, Buße) mit der von den STA vergleicht, dann kommt man auf Unterschiede, die eklatant sind.
    • tricky schrieb:

      Um zum Thema zurückzukehren: Einigkeit gibt's doch auch, wenn man organisatorisch anders tickt, oder? Weil ja auch Bemo schon schreibt:

      Zitat von »Bemo«
      Kann es sein, dass es in dieser Bitte von Jesus garnicht (primär) um organisatorische Einheit geht? Der Schlüssel ist: "Ich in ihnen und du in mir". "Eins in Christus" deutet meiner Meinung nach eher auf die Rechtfertigung im Himmel hin, weil: Wenn ich wörtlich (!) in Christus positioniert bin, dann bin ich da wo Christus ist - im Himmel. Gott sieht nicht mich, er sieht Christus der mich "bedeckt", weil ich in ihn bin (bitte bildlich vorstellen!). In Christus sind alle gleich (Gal 3,26-29), weil Gott (als Richter) den unschuldigen Jesus (in seiner Herrlichkeit!) sieht - und nicht die, die in ihm sind.



      Worum geht's denn bei der Einheit, wenn nicht um eine von Christus gewirkte Rechtfertigung? Schwierig wird's halt dann, wenn die Einheit an der Rechtfertigungstheologie scheitert und es hier große Gräben gibt. Wenn man also beispielsweise die kirchenzentrische Vergebungstheologie der RKK (Pfarrer, Beichte, Buße) mit der von den STA vergleicht, dann kommt man auf Unterschiede, die eklatant sind.


      Vielleicht hast du noch nicht ganz verstanden, worauf ich hinaus wollte. Ich bin der Meinung das es in Johannes 17 um die Einheit IN CHRISTUS geht und nicht um die Einheit IN DER GEMEINDE. Die Einheit IN CHRISTUS verleiht ewiges Leben. Die Einheit IN DER GEMEINDE hingegen macht nicht seelig - sie ist höchstens ein Resultat mehrerer Gläubiger, die bereits IN CHRISTUS sind. So gesehen halte ich das hohepriesterliche Gebet für das falsche Argument (Einheit in Christus) für die richtige Sache (Einheit in der Gemeinde). Anweisungen, Ratschläge und Regeln, die die Einigkeit in der Gemeinde fördern, finden wir beispielsweise in den pastoralen Abschnitten der Paulusbriefe - diese Texte halte ich bezüglich der Einheits-Thematik für wesentlich passender und praxisnaher als Johannes 17. Der Einheitsgedanke in Johannes 17 ist ein vertikaler Gedanke. Der Einheitsgedanke, der die zwischenmenschliche Ebene IN DER GEMEINDE betrifft, ist ein horizontaler Gedanke. Das horizontale Handeln des Gläubigen gründet sich auf das vertikale Handeln Gottes - und Johannes 17 thematisiert letzteres.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Ich verstehe den Text so, dass es Jesus in erster Linie darum geht, dass die Gläubigen Gemeinschaft mit dem Vater haben (so wie ER Gemeinschaft mir dem Vater hat). Alle die Gemeinschaft mit dem Vater haben, haben dann (als Folge) auch Gemeinschaft untereinander. Darum ist das auch DAS Zeichen schlechthin für die Gotteskindschaft.

      Jegliche administrativ oder durch Zustimmung zu Lehrpunkten geschaffene "Einheit" ist eine Schimäre und hat mit dem Wunsch Jesu, mit Seinem Gebet, nichts zu tun.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Einheit bedeutet für mich nicht, dass alle das Gleiche denken und fühlen und wollen. Einheit im Ziel ja, auch Einheit im Weg zum Ziel, aber was da am Wegesrand geschieht und unternommen wird, darin können sich einige einig sein, es müssen aber nicht alle mit ziehen.

      In BW scheint mir das Problem sehr vielschichtig zu sein. Einiges wurde gesagt, Anderes klüglich verschwiegen. Nach Nietzsche ist aber das Verschwiegene der wahrte Grund. Doch den macht keiner als Motiv gerne öffentlich.

      Aus der Anfangszeit weiß ich, warum einige damals leitenden Brüder so extrem waren. Doch sie sind heute nicht mehr im Amt.

      Dann setzte sich der Vgg.-Ausschuss aus Hand verlesenen Geschwistern zudammen, die alle treue Gefolgschafter der Leitung waren und deren Wünsche fleßig abnickten.

      Wie kam der Beschluss zur Stellung eines Trennungs Gesuches zusrtande ?
      Trotz Hand Verlesung gab es keine Einstimmigkeit. Etwas 1 /3 der Delegierten war dagegen. Wie viele Gemeindeglieder stehen hinter diesem Drittel ? Auch nur ein Drittel oder gar die Mehrheit?
      BW war dsie reichste Verei nigung. Heute müssen sie an allen Ecken und Enden sparen. Hofft man, als Verband über mehr Geld zu verfügen ?

      Das sind nur einige Fragen, längst aber nicht alle.

      Auf der FiD-Ausschuss Sitzung war die Zusammenlegung der beiden deutschen Verbände beschlossen worden. Als dann der vom Vorsteher vorgeschickte Sekretär den Abtrennungsbeschluss verlesen wollte, fiel er wie vom Blitz gefällt um und war auf der Stelle tot. ...editiert...

      Auf jeden Fall ist der Weg noch lang, und Leitungs Personal kann abgewählt werden. Lasst uns also die Sache in Gottes Hände legen. Er wirds wohl machen.

      Liebe Grüße von benSalomo.

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    • benSalomo schrieb:

      BW war die reichste Vereinigung.
      Ich weiss nur, was man so in BWgung lesen kann.

      Meine Frage ist nicht polemisch, sie stellt sich mir erneut anlässlich Deines Zitates:
      Wie sieht die Gliederbewegung aus ? Da ist man angeblich in den deutschen Landen Spitzenreiter (Zitat von Padderatz ??)


      Obwohl ich das NICHT als Kriterium für den "rechten Weg" sehe !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Aus Raoul Schindlers Theorien zur Gruppe :


      Konstituierend ist die gemeinsame Mitte.

      Spannungen bestehen im Werden und Bestehen um die Rangordnung (Alpha, Beta, Gamma,Omega ) und auch Ängste um den Bestand der Gruppe und das Bestehen des einzelnen in ihr.

      Das passt ja auch in das Problem "Deutschlands STA 1914" hinein. Da standen auf einmal Leute , ausgeschlossen aus der Grossgruippe, aber doch mit beträchtlichem "Wir" - Gefühl, welche zuvor ihre Gruppe -Institution (Kirche, Ortsgemeinschaft, FAmiliengemeinschaft) ohne "Gruppe"da.

      Oder : Alpha hat eben nicht mehr der - von einigen jetzt anders gesehenen - Mitte entsprochen - - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Konstituierend ist die gemeinsame Mitte.

      Gutes Stichwort! Denn dieser Punkt wurde auch bei uns im Bibelgespräch zum Thema Einheit angesprochen. Klar war: Die Mitte ist Jesus Christus.

      Problem ist nur: Solange man diesen Jesus Christus nicht näher definiert, d.h. eingrenzt, kann man eine sehr große organisatorische Einheit formen. Sobald man aber anfängt konkreter zu werden und klarstellt, was sich hinter diesem Jesus Christus verbirgt, wofür er steht, was er lehrte etc. fangen die Probleme bzw. Uneinigkeiten an. Letztendlich landet man dann doch wieder bei der sogenannten Lehre, die eine organisatorische Einheit um einen ganz bestimmten Jesus Christus schafft. Ginge es nur um ein nicht weiter ausformuliertes Lippenbekenntnis, könnten doch alle eine organisatorische Einheit sein - vom Zeugen Jehova bis zum Esoteriker.

      Ein ähnliches Problem besteht doch auch, wenn es um die Schöpfung geht. So gut wie alle Christen sind sich einig, das Gott der Schöpfer ist und er die Welt geschaffen hat. Solange man das WIE nicht definiert und festlegt, besteht Einigkeit in der Christenheit.

      philoalexandrinus schrieb:

      Das passt ja auch in das Problem "Deutschlands STA 1914" hinein. Da standen auf einmal Leute , ausgeschlossen aus der Grossgruippe, aber doch mit beträchtlichem "Wir" - Gefühl, welche zuvor ihre Gruppe -Institution (Kirche, Ortsgemeinschaft, FAmiliengemeinschaft) ohne "Gruppe"da.

      Ja, genau. Ausgeschlossen von der Gemeinschaft, weil sie ein anderes Verständnis von der Lehre hatten und in ihrer Haltung konsequent bleiben wollten. Weil sie es "konkreter" machten, d.h. die Grenzen enger (und damit anders) zogen, als ihre Geschwister, kam es zur Uneinigkeit. Einheit hatten dann nur noch die Gleichgesinnten (auf beiden Seiten). Ich denke, das Problem hatten aber auch alle Kirchen (s. Bonhoeffer). Offensichtlich zeigt sich erst, was sich hinter einen unkonkreten Lippenbekenntnis verbirgt, wenn es ernst wird.

      Es bleiben die Fragen nach dem richtigen Maß an Vielfalt in der Lehre und nach der Unterscheidung wesentlicher und unwesentlicher Lehren...

      Das sind nur mal meine - hoffentlich einigermaßen wertungsfreien - Beobachtungen zum Thema Einheit...
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Die Gruppe, die Angst in der Gruppe, Zueinander, Auseinander

      Benno, Ich gebe Dir völlig Recht, ich habe auch nur das Schindlersche Modell -welches ich selbst in Kleingruppen - Freiwillige in Seminaren - erlebt habe (also nicht nur in seinen Publikationen gelesen)- - und da und dort im Alltag sehe.

      Zunächst zum Verständnis: Die Kirche der Siebenten Tags - Adventisten ist keine "Gruppe”: Auf dem Entwicklungsweg "Masse" - "prägruppale Formierung" - "Gruppe"- "Institution" steht die Kirche der STA zwangsläufig und ohne Wertung (!!) im Bereich der Institution.

      Es lassen sich nur selbst in dieser "Institution" immer wieder Elemente aus der "Gruppe" feststellen.

      Zunächst ein illustratives Beispiel : Fachkongress. Man steht nach dem letzten Referat des Tages noch locker beisammen (nicht alle!) Da sagt in einem kleineren Kreis einer: "Wir sollten noch in ein Lokal gehen." - womit er, sich als Alpha erweisend, die unterschwellige Idee einiger ausspricht, als Ziel formuliert. Ein zweiter, sich als Beta erweisend, überbrückt die Ratlosigkeit des Restes - auch des Alpha - : "Ich weiß ein Lokal." Die Gammas sind zufrieden. Und Omega äußert: "Und morgen sind wir unausgeschlafen." - das schlechte Gewissen der Gruppe derart in den Raum stellend - - (Dass der eine das letzte Referat für nichtssagend, der andere für erleuchtend hält und man darüber auch spricht, stört oder gar gefährdet die Gruppe nicht, Omegas Kritik am Ambiente schon)

      "Jesus, Mitte unseres Lebens- -" ist da nicht einfach übertragbar. Wir sollten uns nur immer wieder fragen nach unserer - jeder für sich! - Ausrichtung: Nach welcher gemeinsamen Mitte schaue ich? Was ist "unsere" gemeinsame Mitte in der und der Situation? Beim Putzen der Kapelle ist es hoffentlich die gemeinsame Absicht, diese sauber zu bekommen - - -

      Aus anderen Kapiteln: Die Angst um den Zerfall der Gruppe: Dissidententum genannt provoziert die ängstliche Frage : "Herr, bin ich`s ? Der gefürchtete Zerfall der Gruppe: "Spaltung droht!" (Dies habe ich gerade aus den Leserbriefen des "Adventecho" aus den Jahren um 2000 herausgelesen - dabei handelte es sich (damals) etwa um Themen, welche sowohl in Andrews als auch seitens des Hamburger Verlages mehrere Meinungen zuließen (Buch von Gerhard Hasel und Buch von William E. Richardson gleichzeitig herausgebracht!))
      - - -Nur der Ruf nach einheitlichen "endorsed books" - so aus den USA gehört - ist wohl nicht ganz der beste Weg.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Statistisch Vergleiche



      Nun, Conradi, das Anschauungsmaterial ist sehr interessant; man könnte - müsste kundige Interprten der Geschichte von BW um Erklärung des Clusters 2002 - 2004 - 2005 ersuchen und könnte daraus wertvolle Anregungen ableiten.

      Aber : wie sieht es im Vergleich zu anderen Verbänden, Vereinigungen und Unionen aus ?


      Man wirft sich gegenseitig kommentarlos und erklärungsbedürftig seit gut 1975 die "Growth -rates" vor; so etwa 2008 Padderatz in "Gegen den Strom oder voll im Trend" - eigentlich müsste (das von ihm gelobte) erzkonsrevative Oesterreich (siehe auch "Spes Christiana" 2013 : Valouegenesis Europe" ThH Friedensau 2014, Seite 102 ) Spitzenwerte aufweisen. Zum gleichen Zeitpunkt schrieb George Knight in AR Intouch 10. 07. 2009 von "shrinkage" in den USA (ohne immigrants), Unionspräsident Hulbert aus GB meldet im "Advenztist Review" Rote Zahlen aus England, , Hans Olson in "Window into Denmark" in"Adventist World" Oktober 2009 einen Verlust von 9 % in zehn Jahren, Vertallier für die Division in ANN 23. 11. 09 "staganant mmbership growth" - trotz der Immigranten, wie von ihm betont - -

      Dies ist kein Aufruf zur Verzweiflung, man analysiere nur bitte sehr ernsthaft und ohne Prahlerei einerseits und Seitenhiebe , ja sogar Kopfschläge andererseits.

      Luksa 18, 8.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -