Umgang mit Verschwörungstheoretikern

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    • Umgang mit Verschwörungstheoretikern

      Ich habe in letzter Zeit erlebt, das Leute, die ich gut kenne, mit Ansichten und spekulativen Theorien aufwarten, die mich teilweise entsetzen. Mir stehen, wenn sie mir ihre Ansichten vortragen, geradezu die Haare zu Berge. Ein Bekannter von mir ist zudem durch sachliche Gegenargumente kaum zu erreichen; er begehrt schon gegen von mir nicht gerade dominant vorgetragene Gegenargumente teilweise heftig auf, dass es aber so sei wie er denkt, dass es sei. Ich halte mich weder für psychologisch ungeschickt noch für argumentativ schwach; als ich nachträglich über eines der letzten Gespräche mit diesem Bekannten nachsann, war ich geradezu etwas verzweifelt. Mir geht es nicht um religöse Verschwörungstheorien oder jenen hier im Forum wiederholt diskutierten adventistischen Verschwörungstheoretiker, sondern um den Umgang mit schwierigen Menschen und hartnäckig vertretenen absonderlichen Standpunkten allgemein.

      Beispielsweise äußerte sich mein Bekannter zuletzt zum Fund der ermordeten Talmud-Schüler in Israel, dahingehend, dass er glaube, der israelische Geheimdienst Mossad hätte die Jungen ermordet, weil die palestinensischen Organisationen Hamas und Fatah sich jüngst zusammengeschlossen haben und Israel daraufhin einen Vorwand hätte schaffen wollen, der es gerechtfertig erscheinen läßt, wenn Israel gewalttätig gegen die Hamas vorgeht. Es scheint ihn nicht zu stören, dass er keinerlei konkrete Belege für seine spekulative Wirklichkeitsdeutung hat und dass seine Spekulation geradezu frei in einem belegfreien Raum aus Phantasie, Grübeleien und Vorurteilen schwebt. Ich bemerkte dagegen unter anderem, dass so etwas natürlich möglich sei, dass wir es aber nicht wüßten. Diese Unterscheidung zwischen Spekulation und Wissen scheint meinen Bekannten aber nicht besonders zu kümmern, er spricht, finde ich, meist als gäbe es diesen Unterschied nicht und als müßte man sich darüber keine großen Sorgen machen. Er spricht, als wären seine Spekulationen beinahe Tatsachenberichte.

      Ich bemerke allgemein bei diesem Bekannten und dessen Sohn seit einiger Zeit einen Hang zu Verschwörungstheorien. Mein Bekannter ist in der Regel durch kein Vernunftargument umzustimmen und beharrt meist leidenschaftlich auf seinen spekulativen Ansichten. Das finde ich erschreckend.

      Wie geht ihr mit Verschwörungstheoretikern um?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Wie geht ihr mit Verschwörungstheoretikern um?

      Die eigene - hoffentlich vernünftige - Sicht daneben stellen ohne die andere zu bewerten (auch wenns manchmal schwer fällt). Solange kein sachliches Gespräch möglich ist, werde ich nicht auf Konfrontation gehen, weil das die Position des Gegenübers nur verfestigen wird. Wenn aber ein vernünftiges Gespräch möglich ist, dann halte ich auch schon mal dagegen - kommt halt auf den Menschentyp drauf an und ob es Sinn macht.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • RE: Umgang mit Verschwörungstheoretikern

      Daniels schrieb:

      ...
      Wie geht ihr mit Verschwörungstheoretikern um?

      Ich bedaure sie, auf gut österreichisch: "arme Irre" aber solche Menschen ist nicht zu helfen. Ein "vernünftiges Gespräch" ist - wie Du oben beschreibst einfach nicht möglich. Ihre Überzeugungen brauchen keine soliden Fakten um gestützt zu werden.
      Das ist "Glaube" der sich von der Realität nicht anfechten lässt. Leider gibt es immer mehr "Gläubige", und das ist eine Bedrohung für eine friedliche Gesellschaft. Und das Allerschlimmste: es gibt sie auch (zunehmend) unter uns - obwohl Paulus zur Nüchternheit mahnt...
      Liebe Grüße, Heimo
    • @daniels
      Mein Tipp ist Gelassenheit. Ich habe in meinen Leben schon eine Menge Menschen kennengelernt, die auf der einen Seite sehr rational sind, aber bei gewissen Themen gegen alle Vernunft den abwegigsten Theorien glauben schenken, ist sicherlich zu einem gewissen Grad auch bei mir und jedem anderen Menschen zutreffend. Gerade bei Verschwörungstheorien gibt es einige Menschen, die vor allem durch Gefühle wie Paranoia und Angst (auch durch Unverständnis von komplexen Zusammenhängen hervorgerufen), starke Neigungen zu solchen Gedankenkonstrukten haben. Wenn mir privat äusserst absurde Verschwörungstheorien begegnen, sage ich eigentlich immer meine Meinung, die meisten Menschen haben damit kein Problem. Wenn Kinder anwesend sind oder von Ideen ihrer Eltern beeinflusst werden, ist es nach meiner Ansicht sehr wichtig das Thema zu diskutieren. Sehr abgedrehte Verschörungstheorien lösen sich oft durch ein zwei Fragen und mit Logik in Luft auf. Es gibt genug reelle Verschwörungen auf dieser Welt, die sind aber meistens uninteressant und nicht in schwarz und weiss oder gut und böse zu beurteilen. Ich werde immer sehr kritisch, wenn Verschwörungstheorien Stereotypen und unterschwelligen Rassismus beinhalten, auch, wenn es um sehr elaborierte Pläne geht, bei denen logistisch hunderte oder gar Tausenden Menschen teilnehmen müssten sind sie oft einfach nur unrealistisch.
      Journalisten sind durch das Verfolgen des Geldes am zuverlässigsten. Logik.

      Cheers,
      Dschohnny
    • dschohnny schrieb:

      ch werde immer sehr kritisch, wenn Verschwörungstheorien Stereotypen und unterschwelligen Rassismus beinhalten, auch, wenn es um sehr elaborierte Pläne geht, bei denen logistisch hunderte oder gar Tausenden Menschen teilnehmen müssten sind sie oft einfach nur unrealistisch.

      Zumindest Vorbehalte gegen Juden spielen in einigen neueren Äußerungen meines Bekannten oder Freundes auch eine Rolle. Das ist sehr unerfreulich, weil die Ansichten, die dahinter stehen, obskur und nebulös sind. Für mich sind das unnötige und unproduktive Vorurteile. Mich machen die meisten dieser Äußerungen ratlos, weil ich den Eindruck habe, dass Argumente nichts an diesen Vorurteilen ändern werden, und recht traurig, weil ich nicht erwartet habe, solches Zeug von meinem Freund zu hören zu bekommen. Es ist ermüdend und sehr enttäuschend für mich. Ich werde diese Phantasien über Juden demnächst in einem gesonderten Thread schildern und zur Diskussion stellen.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

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      5. Mose 30, 19
    • @Daniels

      Ja, Verschwörungstheorien mit Juden sind leider weitverbreitet. Es ist absurd einem ganzen Volk zu unterstellen eine grosse Verschwörung zu sein. Mach ihn mal darauf aufmerksam, wie erfolglos diese "Verschwörung" lief. Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Minderheiten von Bevölkerungen verfolgt und getötet wurden. Die Juden waren schon zu vielen Zeiten Feindbilder für grosse Teile von Bevölkerungen. Man muss nicht toll finden wie sich Israel als Staat verhält. Das was es dort an negativer Politik gibt, ist zu einem grossen Teil Ergebnis von lange andauernden Diskriminierung.

      Cheers,
      Dschohnny
    • Ich habe mich schon oft gefragt, warum gerade auch gläubige Menschen immer wieder mal dem größten Unsinn betreffend Verschwörungen annehmen bzw. glauben - wo sie doch eigentlich "in Gott ruhen" und unbesorgt sein könnten. Mir erscheinen Verschwörungstheorien immer wie eine Art Ersatzreligion (man muss sie gegen den gesunden Menschenverstand "glauben") und daher ist es - wenn Gläubige sie annehmen - besonders irritierend.
      Jetzt habe ich einen interessanten Artikel gefunden, der Autor trifft Aussagen, die Ähnliches unterstellen:

      Michael Blume schrieb:

      Geheime Wahrheiten und Komplotte üben auf manche Menschen eine unerklärliche Faszination aus. Der Glaube an Verschwörungen fußt dabei auf ähnlichen psychologischen Mechanismen wie der Glaube an Götter, ....
      Jahrelang erforschte der US-Psychologe Rob Brotherton (Suspicious Minds, 2015) klassische Verschwörungstheorien in den USA, etwa zum Mord an US-Präsident John F. Kennedy von 1963, zur – vermeintlich im Studio gefälschten – US-Mondlandung von 1969 oder zum angeblichen Alien-Crash in Roswell von 1947.
      Dabei zeigte sich, dass viele der psychologischen Grundfunktionen von "conspiracy theories" denen entsprachen, die wir auch aus der Religionsforschung kennen, beispielsweise die Überwahrnehmung von Wesenhaftigkeit ("hyper agency detection", HAD). Demnach vermuten Menschen im Zweifelsfall – und verstärkt unter Stress – geradezu instinktiv planvolle Akteure hinter Ereignissen, um sich abzusichern. ... Eine zweite Beobachtung Brothertons verwies sogar noch deutlicher in den Bereich der Religionspsychologie: Zu seinem Erstaunen stellte der Forscher fest, dass die allermeisten Verschwörungsglaubenden gerade nicht von einer Welt ausgingen, in der eben verschiedene konkurrierende Verschwörerkreise miteinander um Einflussbereiche stritten. Stattdessen traf er immer wieder auf die Vorstellung einer Verschwörungspyramide, an deren Spitze übermenschlich begabte und manipulative Superverschwörer standen. Diese seien so genial, dass sie über Jahrhunderte hinweg nahezu fehlerfrei agieren und die "niederen" Verschwörergruppen kontrollieren, sie sogar gegeneinander ausspielen könnten. Und je nach religiös-weltanschaulicher Präferenz fanden sich an der Spitze dieser Pyramide dann eben die (seit Jahrhunderten erloschenen) Illuminaten oder die "Weisen von Zion", aber auch superreiche Wirtschaftseliten, Bilderberger, Außerirdische oder künstliche Intelligenzen ...
      Entsprechend warnte auch der ehemalige Oberrabbiner von Großbritannien, Lord Rabbi Jonathan Sacks, in seinem Buch "Not in God’s Name" von 2015 vor dem von ihm so genannten pathologischen Dualismus: Verschwörungsgläubige glaubten letztlich an die Macht des Bösen in der Welt, von der das Gute und auch die Betreffenden selbst akut bedroht würden. Dabei könne dieser Verschwörungsglaube sowohl religiöse wie auch säkulare (zum Beispiel nationalistische oder sozialistische) Gruppen befallen und sie zu der Einschätzung führen, sie müssten sich ihrerseits durch Verschwörungen oder gar Gewalt gegen die vermeintliche Superverschwörung "verteidigen". Denn Vertrauen auf Reformen, friedlicher Widerstand oder gar Dialog mit Andersdenkenden erschienen extrem Verschwörungsglaubenden angesichts der Übermacht des Bösen letztlich als wirkungs- und sinnlos.
      Auch wenn der Forscher bzw. der Autor von einem evolutionären Weltbild ausgeht scheinen mir doch einige seiner Interpretationen recht zutreffend.

      Verschwörungstheorien wären so gesehen eine "Konkurrenz" zum wahren Glauben und als "Ergänzung" unpassend.

      Wer Interesse hat: Artikel in Spctrum.de
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich habe den Artikel heute auch schon gelesen bevor hier darauf hingewiesen wurde.

      Meine Gedanken dazu waren eigentlich, dass er relativ einseitig geschrieben ist, weil er die "Verschwörungen" außen vorlässt, die sich als Tatsache erwiesen haben (z.B. Operation Gladio).

      Ich bin selbst kein Freund abstruser Geschichten/Märchen (z.B. Chemtrails, Mondladung, Reichsflugscheiben...), dennoch gibt es für mich manche Erscheinungen, die mir sehr suspekt sind: NSA und NSU - um nur zwei Dinge zu nennen, die mich sehr misstrauisch machen. Man sollte bedenken, dass unsere Staatsapperate auch "nur" aus normalen Menschen bestehen. Das es so etwas wie eine Staatsräson gibt drängt sich für mich ganz deutlich im NSU-Prozess auf im Hinlbick auf die Rolle des Verfassungsschutzes. Das es Geheimdienste gibt, die quasi nicht demokratisch überprüft werden können, sollte auch jeden bewusst sein.

      Ein gesundes Misstrauen gegen den Staat halte ich für angebracht - aber eben kein abstruses, übertriebenes....
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      weil er die "Verschwörungen" außen vorlässt, die sich als Tatsache erwiesen haben (z.B. Operation Gladio). ... die mir sehr suspekt sind: NSA und NSU...
      Aber ist das Bekanntwerden dieser und ähnlicher Dinge nicht der Beleg dafür, dass letztlich alles bekannt wird, noch dazu in der heutigen Zeit in der Whistleblower als Helden und nicht als Verräter gesehen werden?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Die Sache mit Verschwörungstheorien ist doch diese:

      es wird gedacht, es gäbe ein System, welches bewusst und willentlich die Menschheit mehr oder weniger unterjochen bzw. zerstören will; allgemein gesprochen jetzt.
      Hier muss man immer gestehen "Jein"; deshalb funktionieren diese Theorien ja so gut:

      Natürlich haben Staaten machtpolitische Interessen und ihre Politik führt dazu, dass Menschen irgendwo unterjocht oder vernichtet werden. [Amerika braucht Rohstoffe, um den hohen Lebensstandard auf Pump weiter finanzieren zu können, also fressen sie im Nahen Osten rum, denn da ist Öl, usw.; ansonsten würde der Standard absinken und das würde zu Unruhen im eigenen Volk führen; außerdem muss die schweineteure Monition, die produziert wird, um Supermachtstatus zu haben, ja auch mal verballert werden, sonst hat man umsonst produziert; das sind enorme Gelder, die da fließen]

      Natürlich werden wir von den Medien belogen; natürlich sollen wir konsumgeil gemacht werden, usw. - Das sind aber Dinge, die jeder vernünftige Mensch einsehen kann, wenn er etwas überlegt. Jene, die das nicht begreifen, die braucht eh keiner und die landen dann bei irgendwelchen Predigern und Theoretikern und stellen dann erschrocken Dinge fest (mit religiöser Würze), die man der Natur der Sache eigentlich ablesen könnte. Das ist doch das Problem dabei! Und die Prediger klatschen in die Hände und denken, sie hätten die Leute aufgeklärt.

      Natürlich will jedes Kirchenoberhaupt, jeder Religionsführer, jeder Politiker und jeder Prinz seine Macht behalten und korrespondiert daher mit anderen, um sich zu stabilisieren; das ist keine "Erkenntnis", das ist der Urstand der menschlichen Natur seit Anbeginn. Wen will man damit aufklären? Da werden Videos oder Titelseiten gezeigt: "Papst trifft Präsident" und gesagt "Guck mal, was für Machenschaften!" - Ja natürlich. Und keiner von uns würde es anders machen, wenn er in dieser Position wäre.

      Natürlich vergiftet unser Konsum, unser Abfall, unser Lebensstil die Welt; natürlich sind Abgase in der Luft (was für eine Neuigkeit!!!) ......

      Es wird aber behauptet, dieses einheitliche weltbeherrschende System bestehe (wohlgemerkt) aus Menschen. Wenn es einfach nur heißen würde, der Teufel regiert und treibt die Menschen, dacour, das ist so, aber das wird nicht gesagt, sondern man glaubt, dass Illuminaten, Bilderberger oder wie se alle heißen die Welt lenken.

      Finanziell gibt es natürlich eine Spitze von Menschen auf der Welt, da wäre sicher einiges möglich, aber einiges entbehrt der Logik in meinen Augen.

      Unsere Welt wird untergehen. Das ist so. Es wird eine neue Welt geben. Ich weiß gar nicht, warum man so an dieser hier hängt. Das ist nur ein Gewitter hier, danach das Himmelreich. Das hier ist doch sowieso nicht unsere Heimat.

      Anstatt die Panik der Menschen zu schüren, sollte man das Evangelium predigen, dass sie die Angst verlieren! Denn dadurch wird man frei und lässt sich nicht mehr lenken von dem ganzen Zeug hier, mit dem wir zugedröhnt werden.

      Und nein: diese Theorien gehören nicht zum "Evangelium", weil der Mensch das wissen müsste. Der Mensch muss um seine Natur wissen und darum, dass Gott sich seiner erbarmt.

      Das muss er wissen. Danach das Himmelreich.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • WIE SICH EIN VATER ÜBER KINDER ERBARMT...

      Seele1986 schrieb:

      Unsere Welt wird untergehen. Das ist so. Es wird eine neue Welt geben. Ich weiß gar nicht, warum man so an dieser hier hängt. Das ist nur ein Gewitter hier, danach das Himmelreich. Das hier ist doch sowieso nicht unsere Heimat.

      Bibelstelle

      " ...dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen." (2.Petrus 3,10)

      Bibelstelle

      "Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt." (2.Petrus 3,13)

      ===> Siehe auch: Jesaja 65,17 (AT) und Offenbarung 21,1 (NT) !

      Bibelstelle

      "Unsere Heimat(oder "Bürgerrecht" = griech.: politeuma) aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter!" (Philipper 3,20)


      Seele1986 schrieb:

      Anstatt die Panik der Menschen zu schüren, sollte man das Evangelium predigen, dass sie die Angst verlieren!
      Über Angst schreibt das "LEXIKON ZUR BIBEL" von Rienecker: >>Da Angst oft mit dem Gefühl der Isolierung, des Alleingelassenseins verbunden ist, vermag das Bewußtsein der Gemeinschaft mit und in Jesus auch davon zu befreien. In der Welt steht der Gläubige immer in Bedrängnis, aber Christus hat die Welt überwunden (Joh.16,33). Darum weiß Paulus von der sieghaften Überwindung der Angst vor Feinden, Hölle, Tod und Gericht (Röm.8,35). Damit ist jedoch der Schrecken des Todes für uns als Geschöpfe nicht aufgehoben, auch Jesus hat diese Bangigkeit gekannt (Lk.12,50).<<

      Seele1986 schrieb:

      Der Mensch muss um seine Natur wissen und darum, dass Gott sich seiner erbarmt.
      Halleluja - Amen!

      Bibelstelle

      "Gott wird sich aller erbarmen!" (Römer 11,32)

      Bibelstelle

      "Mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht JAHWEH, dein Erlöser!" (Jesaja 54,8)

      Bibelstelle

      "Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten." (Psalm 103,13)

    • Seele1986 schrieb:

      Jene, die das nicht begreifen, die braucht eh keiner und die landen dann bei irgendwelchen Predigern und Theoretikern und stellen dann erschrocken Dinge fest (mit religiöser Würze), die man der Natur der Sache eigentlich ablesen könnte. Das ist doch das Problem dabei! Und die Prediger klatschen in die Hände und denken, sie hätten die Leute aufgeklärt.
      geht´s noch?

      Du kannst mir nicht erzählen, dass du seit Geburt an, ohne dich zu informieren, die Zusammenhänge der Welt kapiert hast. Du hast auch gelesen und dich informiert.
      Das Evangelium wird zu wenig gepredigt, da stimme ich dir zu. Man darf aber nicht vergessen, dass viele Menschen erst aufwachen, wenn sie aus ihrer Komfortzone gerissen werden, sonst würde Gott wohl kein Leid zulassen. Genau so ist es z.B. für viele Gläubige, die erst dann wach werden, wenn sie sehen, dass sich z.B. Prophetie erfüllt.

      Warum stellt man nicht die Frage wodurch abgenommen hat, dass das Evangelium gepredigt wird. Diese Entwicklung hat ja auch etwas zu tun mit dem Zwang sich politisch korrekt zu verhalten. Das Evangelium stößt jedem Andersgläubigen vor den Kopf, heißt es,denn der Absolutheitsanspruch verstört.
      Die es dennoch tun,werden verunglimpft, wenn es an das Eingemachte geht. Die aufzeigen wollen wie manipuliert wir sind, werden von den eigenen Reihen bekämpft....Außenstehende ! sehen es aber anders und ich kenne mittlerweile einige Leute, die die Zusammenhänge in Verbindung mit der Sicht der Bibel erst richtig begriffen haben. Die "Verschwörungstheoretiker" ohne christlichen Hintergrund gehen eben wirrem (esoterischem) Zeug auf den Leim.

      Man sollte da sehr viel differenzierter sein.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Seele1986 schrieb:


      Es wird eine neue Welt geben. Ich weiß gar nicht, warum man so an dieser hier hängt. Das ist nur ein Gewitter hier, danach das Himmelreich. Das hier ist doch sowieso nicht unsere Heimat.
      Vielleicht weil das Leben , ob gläubig oder nicht , in erster Linie schonmal ein Geschenk ist.
      Warum gründen Leute noch Familien wenn die Welt so duster ist.Ist so eine Weltsicht nicht eher eine Aufforderung zum Nichthandeln ? Warum noch für irgendwas engagieren wenn sowieso alles den Bach runtergeht ...
    • Pfingstrosen schrieb:

      Genau so ist es z.B. für viele Gläubige, die erst dann wach werden, wenn sie sehen, dass sich z.B. Prophetie erfüllt.

      Pfingstrosen schrieb:

      ich kenne mittlerweile einige Leute, die die Zusammenhänge in Verbindung mit der Sicht der Bibel erst richtig begriffen haben
      Ja, Pfingstrosen, aber "Freimaurer, Illuminaten, Französische Revolution, Menschenrechtscharta, Papst, Chemtrails, usw." sind keine Zusammenhänge der Bibel, sondern Historie und Dinge, die in die Bibel hineingelesen werden.

      Warum nimmt das Evangelium ab? Am Ende wird die Liebe der Vielen erkalten, sagte Jesus.
      Und Paulus schreibt an die Thessalonicher: Erst muss der Abfall kommen und der Sohn des Verderbens offenbart werden. Diesen wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes.

      Du findest in der Bibel keinen Schreiber, der genaue politische Details erläutert, sondern sie schreiben von Gesetzmäßigkeiten, von Geistern. Zudem wiederholt sich das: Was geschieht unter der Sonne, von dem man sagen könnte "Siehe, das ist neu!"; es ist alles schon einmal gewesen, sagt Salomo im Prediger.

      Die Gaderobe ändert sich, aber das Wesen bleibt gleich. Und zu allen Krisen- und Kriegszeiten dachten die Leute, die Welt geht unter; dessen bedienten sich gewisse Prediger oder es wurden überhaupt erst solche endzeitlichen Gemeinschaften gegründet, die das zum zentralen Thema haben (Milleriten, Zeugen, Christadelphians, Christian Sciene, Johanneskirche, usw. sind alle ungefähr zur gleichen Zeit entstanden; es war eine Umbruchszeit);

      Man sollte den Leuten aber nicht religiös-politische Fehden erläutern (die übrigens immer unkorrekt sind), sondern man sollte ihnen das Wesen der Dinge erklären. Die Worte dazu gibt uns die Bibel (falls man nicht weiß, wie man sich ausdrücken soll, aber trotzdem unbedingt auf der Kanzel stehen muss...)

      Schwertwal schrieb:

      Ist so eine Weltsicht nicht eher eine Aufforderung zum Nichthandeln ? Warum noch für irgendwas engagieren wenn sowieso alles den Bach runtergeht ...
      Keineswegs, sondern es macht frei. Glaubst du, dass panische Verschwörungstheorien den Menschen frei machen und er sein Leben liebt?

      Wenn ich mich panisch ans Lebens klammere, dann hat man in meinen Augen etwas noch nicht verstanden. Mein Leben wird zuende gehen, das ist so. Ebenso wird diese Welt ein Ende haben, auch das ist so. Es geht aber nicht alles den Bach runter, sondern wir Christen glauben, dass es eine neue Welt geben wird; eine bessere.

      Man soll sein Leben nicht missachten, das meinte ich nicht, das Leben ist ja schön! Aber man soll sich auch nicht daran klammern. "Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suchen wir", schreibt Johannes. Das meinte ich.

      Im Übrigen ging es mir um die (geschürte) Panik durch (christliche) Verschwörungstheoretiker; dies passt nicht zusammen.

      Du hast (wiedermal) einen einzelnen Satz von mir rausgenommen, um eine andere Frage zu stellen; nämlich, als würde ich sagen, ich erachte dieses Leben hier als unsinnig und nihilistisch...
      So war es aber nicht gedacht.

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Man sollte den Leuten aber nicht religiös-politische Fehden erläutern (die übrigens immer unkorrekt sind), sondern man sollte ihnen das Wesen der Dinge erklären. Die Worte dazu gibt uns die Bibel (falls man nicht weiß, wie man sich ausdrücken soll, aber trotzdem unbedingt auf der Kanzel stehen muss...)
      Ich möchte mal ein konkretes Beispiel geben, damit du siehst, was ich meine, und vielleicht kannst du mich ja nachvollziehen: @Pfingstrosen

      Walter Veith (übrigens ein großartiger Redner, wie ich finde), von dem ich mir eine Zeit lang auch fast alles angeschaut habe, geht in "Fremdes Feuer" hin und zeigt den Zuhörern Videoausschnitte, Zitate und Dokumente von Charismatikern. Benny Hinn nimmt Drogen mit Freunden, seine durchgeknallte Frau sagt etwas (das will ich hier nicht schreiben), Kenneth Coplin dreht vollkommen durch bei seinen Predigten, usw.usw. Das alles wird verkittet mit "Freimaurermitgliedschaft" (was kein Mensch nachprüfen kann) und satanischen Zirkeln und Verbindungen zum Papst, weil es auch eine katholische, charismatische Bewegung gibt, usw.

      Jedesmal heißt es: "Da könnt ihr es nachlesen; ich zitiere nur; lassen wir die Leute selbst sprechen". Das ist alles nicht (ganz) falsch, aber auch nicht (ganz) richtig, was er da macht. Abgesehen davon, wenn man so ins Detail geht, macht man sich nicht selten des Rufmordes schuldig. Veith kann froh sein, dass es seine Zielscheiben scheinbar wenig interessiert, oder wie viele Anzeigen hat er schon einstecken?

      Das alles dient (im Großen und Ganzen) dazu, die Gemeinde der STA als richtig herauszufiltern und die anderen als böse.

      Dazu muss man fragen: Ist das die Handlung eines Christen? Videoausschnitte zeigen, um Leute als Teufel zu entlarven? Hätten Paulus und Johannes sowas gemacht, würden sie heute leben? Ich bezweifle das doch sehr, sehr stark!

      Nein, Paulus hätte gesprochen (sprechen, nicht Videos zeigen!); er hätte gesagt: Ihr habt gehört, dass einige andere Lehren verbreiten, als die, die ihr gelernt habt. (...) Haltet fest an dem Evangelium Jesu und lasst euch nicht blenden von diesen Lehren. - Sowas würde er sagen. [dergleichen sagt Walter Veith übrigens am Ende von "Fremdes Feuer"; die einzige Passage, die ich wirklich gut fand]

      Wie andere Lehren in etwa aussehen, das weiß heute im Internetzeitalter fast jeder. Und wenn es jemand nicht weiß, dann muss ich es ihm nicht unter die Nase reiben, dass er vielleicht noch gefallen daran fände; ICH rede doch vom Evangelium; warum wird den Leuten in Videovorträgen ständig von anderen Lehren erzählt, zu denen man dann sagt, dass sie falsch sind; was soll das?
      Wenn die Anfrage aus der Gemeinde kommt, dann kann ich das machen. Aber nüchtern! Dann sagt man: "Leute, wir sprechen heute mal über etwas. Ihr habt gefragt, wie das zu sehen ist und wir gucken uns das mal an heute". Das kann man ja machen, aber ordentlich und nüchtern.

      Wenn ich Videos von einzelnen Personen zeige, dann müsste ich damit rechnen, dass andere von Leuten aus meiner Gemeinde auch Videos zeigen! Denn jeder macht Fehler, jeder ist ein Sünder und wer weiß, was sich bei meinen Leuten so findet?!! Das ist doch keine Art und Weise, den Leuten etwas zu predigen.
      Davon mal abgesehen: ich will doch in meinen Vorträgen und in meiner Gemeinde nicht Videos von durchgeknallten, kiffenden, und lästernden Personen sehen... Man lädt sich ja den Teufel ins Haus ein...

      Ich weiß, der arme Veith wird immer herangezogen, doch ich habe es jetzt auch noch mal getan, weil er hier ja auf jeden Fall allen bekannt ist und weil er ganz offensichtlich CHRIST ist, man also nicht von "esoterisch" sprechen kann.

      Vielleicht kannst du ja ein bisschen nachvollziehen, was ich meine und was mich stört.

      Lg
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @Seele1986
      Natürlich kann ich das und finde auch richtig was du sagst. Es gibt einiges was mich an Vorträgen stört und mich hindert weiter zu geben. Ich habe sowieso auch immer den Eindruck, dass zwar sehr viel Wahres gesagt wird, aber bei einem Redner stimmt die Art nicht, weil er zu zynisch ist, bei einem anderen die Stimme, weil sie fast nicht aushaltbar ist...der Dritte verzettelt sich und der Vierte macht alles viel zu lang und umfangreich etc......
      W.Veith manipuliert mir manchmal zu viel und dennoch bin ich ihm dankbar , dass er mit seinen Serien die Naivität nimmt, mit der ich z.B aufgewachsen bin. Viele seiner Verknüpfungen sind sinnvoll und entsprechen der Wahrheit.
      Für die Panikstimmung und reißerischen Theorien halte ich aber keinen der christlichen Sprecher für verantwortlich. Das sind schon die Medien der "Welt". Sie benutzen auch für seriöse Journalisten und Wissenschaftler den Begriff "Verschwörungstheoretiker", damit man die Stimmen von vornherein in eine Schublade sperren kann. das gelingt ja auch bei der Mehrheit der Menschen.
      Man könnte sich fragen wozu es dient, dass man die Ränke der Politik besser einordnen kann. Kann ein Christ völlig ohne politisches Wissen leben?
      Ja, natürlich. Natürlich kann er das, aber meine Erfahrung ist, dass dann andrer Quatsch geglaubt wird und weil Gott offensichtlich nicht die Weisen und Schlauen berufen hat, ist es manchmal unerträglich was für einen Unsinn seine Kinder von sich geben. Mich eingeschlossen. Man wächst.
      Mein Gedanke ist halt, dass wir ersnt genommen werden sollten und das kann man spüren, dass je kompetenter man sich auch über nichtchristliche Themen unterhalten kann, desto ernster wird auch das Gespräch genommen, wenn man das Evangelium einstreut.
      Es ist eben auch immer die Frage wozu ich mich für etwas interessiere. Um "Ergötzung" und " Nervenkitzel" soll es nicht gehen.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • HeimoW schrieb:

      Aber ist das Bekanntwerden dieser und ähnlicher Dinge nicht der Beleg dafür, dass letztlich alles bekannt wird, noch dazu in der heutigen Zeit in der Whistleblower als Helden und nicht als Verräter gesehen werden?

      Meinst du wirklich alles wird bekannt? Und selbst wenn - was machen wir in der Zwischenzeit? Ist es nicht legitim bestimmte Vorgänge anzuzweifeln? Ich habe heute den Verdacht, dass irgendwas am NSU-Komplex faul ist. Nicht nur mir geht es so - deshalb gibt es auch die Untersuchungsausschüsse. Gilt man nun solange als Verschwörungstheoretiker bis sich in 10 Jahren herausstellt, dass Zschäpe, Mundlos oder Böhnhard ein V-Mann war?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Naja, Verschwörungstheorien und Verschwörungstheorien sind nicht dasselbe.

      Es gab auch mal ne Verschwörungstheorie, daß dem West-Benzin irgendwelche Substanzen beigemischt werden, die die Trabbi-Motoren ruinieren sollen. ^^

      Falls mit der NSU was faul sein sollte,so in der Art, wie du vermutest, dann wird das verheimlicht, weil sonst Köpfe rollen würden.
      Aber eine Verschwörungstheorie ist das für mich nicht.
      Eher daß was aus dem Ruder gelaufen ist, was jetzt nicht rauskommen soll.
    • Kehrt um in die offenen Arme eures himmlischen Vaters!

      Seele1986 schrieb:

      Haltet fest an dem Evangelium Jesu und lasst euch nicht blenden von diesen Lehren. - Sowas würde er sagen.
      Ja, das ist das wichtigste: Die Frohe Botschaft von unserem Herrn und Heiland Jesus Christus, der gesagt hatte: "Tut Buße!... Kehrt um in die offenen Arme eures himmlischen Vaters!" "Liebt Gott und euren Nächsten wie euch selbst!" , denn "so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!"
      Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen und seine frohe Botschaft von der barmherzigen Liebe Gottes, des Vaters - nur das sollen wir verkündigen, denn "Gott ist die Liebe!"