Zigarettenrauchen

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    • Diktatur der Moralaposteln

      10Veith2010 schrieb:

      Raucher rationalisieren ihr pathologisches Verhalten und reagieren wie alle Drogensuechtigen, denen man die Droge wegnehmen will aggressiv.
      Bei dieser Reaktion geht es schon auch um etwas ganz anderes.
      Viele wollen sich als freie Bürger von selbsternannten Moralaposteln einfach nicht bevormunden lassen. Zur Zeit haben wir Tendenzen, dass Regierungen und so manche Parteien (dabei tun sich die Grünen ganz besonders hervor) in ihrer Regulierungswut per Gesetze immer mehr bestimmen will, auf welche Art wir zu leben haben. Und das ist das Rauchen ein solcher Platz der Auseinandersetzung. Ich bin sehr für den Schutz der Nichtraucher, dazu gehöre auch ich, aber mir geht es zu weit, wenn Jugendliche ab 16 das prinzipiell nicht mehr selbst entscheiden dürfen ob sie Rauchen oder nicht, wenn sie gleichzeitig an politischen Wahlen teilnehmen dürfen.
      Bezeichnender Weise kommen diese Einschänken hauptsächliche aus den USA, in Westeuropa gibt es eben eine andere Kultur in Lebensstilfragen.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • conradi schrieb:

      10Veith2010 schrieb:

      Raucher rationalisieren ihr pathologisches Verhalten und reagieren wie alle Drogensuechtigen, denen man die Droge wegnehmen will aggressiv.
      Bei dieser Reaktion geht es schon auch um etwas ganz anderes.
      Viele wollen sich als freie Bürger von selbsternannten Moralaposteln einfach nicht bevormunden lassen. Zur Zeit haben wir Tendenzen, ....

      Ich finde es begrüssenswert, dass in allgemein genutzten öffentlichen Räumen nicht geraucht werden darf. Das hat mit Bevormunden wenig zu tun, im Gegenteil, es ist eine Unverschämtheit, anderen Menschen in geschlossenen Räumen die Luft zu verpesten. Vor 100 Jahren hat man gefragt, dann wurde es ein selbsteingeräumtes Recht, das man sich genommen hat - und jetzt wird es erfreulicherweise verboten.
      Wer Rauchen will soll Rauchen, aber dort, wo er nicht andere beeinträchtigt.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Ich finde es begrüssenswert, dass in allgemein genutzten öffentlichen Räumen nicht geraucht werden darf. Das hat mit Bevormunden wenig zu tun, im Gegenteil, es ist eine Unverschämtheit, anderen Menschen in geschlossenen Räumen die Luft zu verpesten.
      Das habe ich ja überhaupt nicht gemeint, ich finde die vielen Verbesserungen in dieser Richtung immer positiv, incl. einem Verbot in öffentlichen Räumen und den Gaststätten, an den Flughäfen gibt es die gute Regelung mit eigenen, streng abgegrenzten Raucherkabinen. Der Anwurf ging ja nicht gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit, sondern dass sich Menschen generell herausnehmen, anderen ihre Lebensart vorschreiben zu wollen.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • HeimoW schrieb:

      Ich finde es begrüssenswert, dass in allgemein genutzten öffentlichen Räumen nicht geraucht werden darf. Das hat mit Bevormunden wenig zu tun, im Gegenteil, es ist eine Unverschämtheit, anderen Menschen in geschlossenen Räumen die Luft zu verpesten.
      Ich bin selbst Raucher und stimme Heimo voll und ganz zu. :daumenhoch: Es ist eine Unverschämtheit, wenn ich es anderen Menschen zumuten würde, "im Rauch" zu sitzen. Die Diskussion von Politik und Gastronomie ob jetzt in "abgeteilten" Bereichen geraucht werden darf oder ob ein generelles Rauchverbot herrschen sollte, mag man ja noch aus "wirtschaftlichen Einwand" der Gastronomen verstehen. Vom gesundheitlichen und mitmenschlichen Aspekt her, gibt's da meiner Meinung nach auch nix zum diskutieren... Übrigens, bevorzuge ich es selbst als Raucher wenn in Lokalen nicht geraucht wird, ich möchte mein Essen auch lieber "ungeräuchert" genießen. Einige meiner "rauchenden" Bekannten regen sich furchtbar darüber auf, dass man es den "Rauchern zumuten will" an die frische Luft zu gehen. Ich sage: "Wer sich selbst Asthma, Krebs oder sonst was zumutet, der kann auch die "Gefahr" riskieren, an die frische Luft zu gehen und sich zu verkühlen". :D

      Und oftmals geht's ja in so einer "Trafik" ganz schön paradox zu - Ich weiß nicht, ob den deutschen Mitlesern der Begriff "Trafik" geläufig ist? Das ist die österreichische Bezeichnung für eine Art "Kiosk" wo Du Zigaretten, Zeitschriften, Lotto spielen, etc... kannst. Ist es oft nicht merkwürdig, dass angesichts der "Gewinnchancen" der "Lottospieler" sagt: "Ich werde heute gewinnen" - Aber der Raucher sagt: "Ich werd' schon keinen Lungenkrebs bekommen" - Nun, wie stehen da wohl die Chancen? Der Lungenkrebs ist wahrscheinlicher als der Lottogewinn.

      Natürlich ist es nicht schön, wenn Christen rauchen. Doch ich bin auch der Überzeugung, dass der Heilige Geist ganz genau weiß, wann er einen Menschen von einer Gewissensentscheidung überzeugt. Wenn ein Bruder oder eine Schwester sagt: "Rauchen ist aber nicht gut" - Dann macht sie/er sich sicherlich auch nur Sorgen und meint es gut. Auch hier gilt es wieder zu hinterfragen: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient mir zum Guten - Nichts soll mich gefangen nehmen.

      Als Nachtrag:

      conradi schrieb:

      Der Anwurf ging ja nicht gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit, sondern dass sich Menschen generell herausnehmen, anderen ihre Lebensart vorschreiben zu wollen.
      Ich verstehe Deinen Einwand. Aber ist es nicht genauso unverständlich, warum sich Menschen das Recht heraus nehmen wollen, dass andere Menschen in ihrem "krankmachenden" Dunst sitzen sollen? Egoismus oder Rücksichtnahme? Es ist ja schlimm genug, wenn ich das schon meinem eigenen Körper zumute.


      Liebe Grüße
    • conradi schrieb:


      Zur Zeit haben wir Tendenzen, dass Regierungen und so manche Parteien (dabei tun sich die Grünen ganz besonders hervor) in ihrer Regulierungswut per Gesetze immer mehr bestimmen will, auf welche Art wir zu leben haben.
      Naja immerhin wollen sie das Hanf freigeben was aufgrund amerikanischer " Verschwörung " im letzten Jahrhundert mal kriminalisiert wurde.
      Was die Naturschutzgebiete anbetrifft find ich aber auch sollte man Beides kombinieren können , Urwaldentwicklung und ein bischen Picknick im Freien.
    • conradi schrieb:

      Zur Zeit haben wir Tendenzen, dass Regierungen und so manche Parteien (dabei tun sich die Grünen ganz besonders hervor) in ihrer Regulierungswut per Gesetze immer mehr bestimmen will, auf welche Art wir zu leben haben.

      Schwertwal schrieb:

      Naja immerhin wollen sie das Hanf freigeben was aufgrund amerikanischer " Verschwörung " im letzten Jahrhundert mal kriminalisiert wurde.
      Und was hat das "Eine" mit dem "Anderen" zu tun? Das versteh' ich jetzt nicht ganz...

      Liebe Grüße
    • Lebensart vorschreiben - -

      conradi schrieb:

      Der Anwurf ging ja nicht gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit, sondern dass sich Menschen generell herausnehmen, anderen ihre Lebensart vorschreiben zu wollen.



      Mit sehr gemischten Gefühlen verfolge ich die Anti - Nikotin - Kampagne - -und vor allem deren Umfeld.

      Der Staat kann reglementieren, wo es politisch durchsetzbar ist (Generelles Tempolimit auf der Autobahn ?) Unsere Gesundheitsministerin ist endlich konsequent. Von wegen Bevormundung und freie Lebensgestaltung - - -


      Und rundum wurlt es vor Antinikotinkämpfern , selbsternannten Rauchsherriffs, Denunzianten, Immerschonbesserwissern, Leuten mit der Lizenz zum Anpöbeln anderer. Agents provocateurs - - -

      Inzwischen wissen wir, was wir schon zu Anfängen des "Fünf- Tage - PLanes" gesehen haben - dass es da biologische Typen zu geben scheint, welche ganz einfach nicht aufhören können - waas etwa nach dreissig Jahern Linda Ferry in Loma Linda zur Einführung des Antidepressivums Zyban in der Raucherentwöhnung führte . (Ein Mediakmententyp, den wir ganz einfach 1970 nicht gehabt hätten).

      So, und wie sollen die in die "kognitive Dissonanz" Gedrängten - die um die Schädlichkeit und um die Kosten wissen - in ihrer Hilflosigkeit reagieren ? Und die, welche mitten unter den Radfahrern und , Begenungszoneforderern ganz einfach genau so wie diese der Umwelt auf die Nerven gehen wollen, weil ihnen Rücksichtnahme wurscht ist ? (so wie diesen !)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Grüne und Hanf

      gabriel87 schrieb:


      Und was hat das "Eine" mit dem "Anderen" zu tun? Das versteh' ich jetzt nicht ganz...
      Naja ich wollte sie etwas in Schutz nehmen weil sie meiner Ansicht nach ein bischen zu Unrecht immer gleich das Etikett Verbotspartei übergezogen bekommen.Kenn jetzt die Verhältnisse in Österreichs National- und Kommunalparlamenten nicht so aber das mit dem Veggie Tag in Deutschland war ( taktisch sowieso unklug im Wahlkampfendspurt ) ja nur ein Vorschlag zum freiwilligen Verzicht. Aber nein der Shitstorm wollte losbrechen so wie jetzt beim Frankentatort weil die Polizeipförtnerin nur " eine undefinierbare Mischung aus Hessisch , Fränkisch und Sächsisch " zustandebrachte.

      In dem Fall meinte ich das mit der Verschwörung auch ernst aber man weiß ja nicht wie man das Wort verwenden soll wenn man denn selber ( als Kritiker und Verreisser ) von einem Komplott überzeugt ist oder öfters von gehört hat. Aber es ist denk ich keine Theorie daß ein gewisser William Hearst , seines Zeichens Verleger , Wald- und Papiermühlenbesitzer in den 30 er Jahren eine Kampagne gegen die Hanfindustrie in Gang setzte um sich lästige Konkurrenz vom Leib zu halten .

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    • Guten Abend Schwertwal :)

      Schwertwal schrieb:

      Naja ich wollte sie etwas in Schutz nehmen weil sie meiner Ansicht nach ein bischen zu Unrecht immer gleich das Etikett Verbotspartei übergezogen bekommen.
      :daumenhoch: Ja, dass finde ich auch.

      Schwertwal schrieb:

      In dem Fall meinte ich das mit der Verschwörung auch ernst aber man weiß ja nicht wie man das Wort verwenden soll
      Verschwörung ist vielleicht etwas übertrieben, aber der Begriff "Lügenpropaganda" ist durchaus angebracht. Interessant das die Hanf-Märchen ausgerechnet aus der USA kommen, wenn man bedenkt, dass Hanf die erste Kulturpflanze in Amerika war. Persönlich habe ich in der Schmerz-Therapie sehr gute Erfahrung mit THC/CBD gemacht.

      Liebe Grüße
    • philoalexandrinus schrieb:

      ...Inzwischen wissen wir, was wir schon zu Anfängen des "Fünf- Tage - PLanes" gesehen haben - dass es da biologische Typen zu geben scheint, welche ganz einfach nicht aufhören können - waas etwa nach dreissig Jahern Linda Ferry in Loma Linda zur Einführung des Antidepressivums Zyban in der Raucherentwöhnung führte . (Ein Mediakmententyp, den wir ganz einfach 1970 nicht gehabt hätten)....

      Was aber nicht bedeutet, dass diese "biologischen Typen" im Restaurant / Kaffeehaus oder Büro rauchen müssen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • philoalexandrinus schrieb:

      zur Einführung des Antidepressivums Zyban in der Raucherentwöhnung führte . (Ein Mediakmententyp, den wir ganz einfach 1970 nicht gehabt hätten).
      Und von welchen es wohl besser gewesen wäre, diesen auch niemals "haben zu wollen". Oder etwa eh' schon "wurscht" ob der Raucher an den Folgen des Nikotins oder an Bupropion stirbt?
    • Paradiugmenwechsel

      gabriel87 schrieb:

      Und von welchen es wohl besser gewesen wäre, diesen auch niemals "haben zu wollen"



      Nein, aber dass Loma Linda abkommt von der Prämisse "Alle Raucher brauchen nur den "Fünf - Tage - PLan" und guten Willen . wenn sie es nicht damit schaffen, dann fehlt ihnen eben - der gute Wille !

      Inzwischen gibt es ja ein neues Konzept; Linda Ferry ist in dieser Richtung simpel ein Meilenstein; wir gehen weiter -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Toleranz unmd Rücksicht

      HeimoW schrieb:

      Was aber nicht bedeutet, dass diese "biologischen Typen" im Restaurant / Kaffeehaus oder Büro rauchen müssen.



      Das hat ja niemand hier behauptet. Nur : Da wird der eine eben der anderen wegen auf seine Zigarette im Kaffehaus verzichten müssen - und gleichzeitig der andere sich der primitiven Verdammungsurteile - "wenn eine will, dann kann er" Undifferenziert alle Teilnehmer des "Fünf - Tage - PLanes "können" mit dem Rauchen aufhören. Kann einer nicht, so ist er wi8llensschwach.

      Linda Ferry ist mit ihren Überlegungen ja vom weltzweit auf einem Gleis laufenden Zug abgesprungen. Inzwischen gibt es von STA - Seite her völlig neue Konzepte.

      Der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" in Bonn war man zwanzig Jahre vorher in STA - Kreisen furchtbar böse : Sie hatte um die Adressen von Teinehmern am "Fünf - TAge - PLan" gebeten und eine Follow up - Studie durchgeführt : "Motivstrukturen bei ehemaligen und rückfälligen Rauchern" - und da zeigte sich, dass die propagiereten Erfolgszahlen von 80% nam zweiten Tag und 110% nach einer Woche so ungültig waren, wie deraartige Erfolgskontrollen nur sein können. Die rückfällig gewordenen Raucher zeigten das als "kognitive Dissonanz" von Forstinger beschriebene Phänomen, nun noch besser zu wissen ob der gesuindheitlichen Schäden und ihrer Erkrankungsprognose, konnten dem aber nicht folgen - und wurden zu aggressiven, nicht mehr therapiewilligen "Justament" - Rauchern.
      ,
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • gabriel87 schrieb:

      Es ist eine Unverschämtheit, wenn ich es anderen Menschen zumuten würde, "im Rauch" zu sitzen. Die Diskussion von Politik und Gastronomie ob jetzt in "abgeteilten" Bereichen geraucht werden darf oder ob ein generelles Rauchverbot herrschen sollte, mag man ja noch aus "wirtschaftlichen Einwand" der Gastronomen verstehen. Vom gesundheitlichen und mitmenschlichen Aspekt her, gibt's da meiner Meinung nach auch nix zum diskutieren...

      Sehe ich anders. Wenn man früher ein Lokal betrat, sah man, ob es verqualmt ist und dort viel geraucht wird. Meist kannte man das Lokal sogar schon und wußte sowieso, was ungefähr einen erwartet. Wer eine total verqualmte Kneipe betritt und sich dort setzt, weiß worauf er sich einläßt und hat es selbst so entschieden. Wenn er das nicht will, soll er woanders hingehen!

      Davon abgesehen fragt man ja gewöhnlich an einem Tisch, ob man rauchen darf. Beim Stammtisch einer Mailbox, den ich früher eine Weile besucht habe, war die Reaktion, wenn ich fragte, ob es jemanden stört, wenn ich jetzt -- eine Weile nach dem Essen -- eine Zigarre rauche, nur, dass einer mich fragte, ob ich noch eine zweite für ihn dabei hätte. Groß Gewalt habe ich da niemandem angetan.

      Übrigens rauche ich schon eine Weile nicht mehr -- oder würde höchstens bei Gelegenheit eine bessere Zigarre rauchen, und ich habe es mir ohne Jesus Christus abgewöhnt.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Groß Gewalt habe ich da niemandem angetan.
      Das sagt ja auch keiner. Und mit der Überlegung: "Wer in Lokal geht, wo geraucht wird, weiß was ihm erwartet" hast du natürlich recht... Mal so 'ne Frage: Hat es Dich gestört, wenn die anderen essen während Du rauchst? :D

      Ich denke, dass es vielen bei der aktuellen Frage "Rauchverbot in der Gastronomie" oftmals mehr darum geht, dass Menschen immer und überall rauchen wollen, wo es gefällt und wie es passt. Solange mir das Rauchen nicht an der frischen Luft verboten wird, kann ich gegenüber den Nichtrauchern (die ebenso wie Raucher manchmal ganz schön intolerant sein können) etwas entgegenkommen und auch eine Kompromissbereitschaft signalisieren.

      Liebe Grüße
    • Argument Oder Miese Polemik

      gabriel87 schrieb:

      Und von welchen es wohl besser gewesen wäre, diesen auch niemals "haben zu wollen". Oder etwa eh' schon "wurscht" ob der Raucher an den Folgen des Nikotins oder an Bupropion stirbt?


      Bitte Gabriel belege das. Über Nebenwirkungen der Antidedpressiva, vom Tryptizol angefangen, weiss ich bescheid, ebenso über Wechselwirkungen mizt diesen und jenen anderen Mdikamenten. Und jedem Raucher undifferenzert Zyban in die Hand zu drücken - nein, , so geht es auch nicht.


      Aberr wie ist es mit der von Dir angestrebten Mortalität ? Woher hast Du die? Und was verstehst Du von den Abwägungen im Fall der Medkation eher lebensverkürzender Meidkamente?
      (Bei der Medikation von Leponex fürSchizophrene wussten wir genau um das tödliche Risiko, mussten aber annehmen, dass der Patient ohne Leponex nach unserer Vorausschau grund der Erfahrung im Kreis der Familie und Freunde ein Leben weiterführen konnte - nicht sehr lange. Ohne Leponex hätten wir ihn früher verloren.


      Aber nochmals: Woher hast Du die Gleichsetzung: Tod durch Nikotin, vorzeitig, 20 Jahre vor dem für ihn Möglichen, N. bronchi, grässlich - - und dem Tod durch das ja keineswegs als lebenslange Medikation, sondern als Entzugshilfe anzunehmende zeitlich begrenzte Zybanmendikation ?

      Du, ich hole mir die Informationen über Todesfälle - von Dir behauptet - zu Zyban/Bupropion, dann reden wir weiter.

      So nebenbei: Ich habe schon Leute auf Kosten der Wiener GKK zu Kneippkuren geschickt; ich habe einem Patienten den 2 x täglichen Marsch durch eine Alle zu einer anderen Öffi - Station - erfolgreich - verordnet. Schizophrenie wolten sie mit Vegan heilen - da wären zuerst die Fetzen geflogen. Die Natiparkinsonmedikation wurde abgesetzt, weil einer von der Division, Chirurg, empfohlen hatte: Nur keine "Chemie" (er wird es ja wissen, ist ja nicht sein Fach) - - ) Erfolg: Katastrophal.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Guten Abend, philoalexandrinus

      Vorweg: Ich bin kein Gegner einer medikamentösen Therapie, im Gegenteil. Leider wird manchmal in christlichen Kreisen das (komplexe) Thema undifferenziert betrachtet. Da wurde mir schon manches mal skeptisch begegnet und gesagt: "Das du Medikamente nimmst, ist ein Zeichen, dass Du Gott nicht vertraust." ?(

      Es mag "natürliche Wege" geben, die manche Christen als von "Gott geschaffen" betrachten, während die "Pharmazie" pauschal - von Menschen gemacht - grundsätzlich verteufelt wird. Als Argument dient die Offenbarung, schließlich stand da ja was von der "Verführung und dem Abfall durch "pharmakon"... Beim Thema Medikamente, so denke ich, wäre die Anwendung "Prüfet alles, aber das Gute behaltet" wünschenswert, wir sollten jedoch sehr aufpassen, wie wir sie gebrauchen.

      Die Wasserflasche am Tisch hilft mir. Habe ich durch den "Schluck Wasser" etwa nicht auf Gott vertraut? Stell' Dir vor, jemand würde jetzt sagen: "Du brauchst kein Wasser, Gott wird Deinen Durst stillen. Du darfst die Wasserflasche nicht benutzen! Gabriel, du bist ein Götzendiener, die Wasserflasche ist Dein Götze, Du hast dich von der Flasche abhängig gemacht."

      Nein, so ist es nicht! Gott hat mir durch die Wasserflasche ein Werkzeug, eine Möglichkeit gegeben, mich zu versorgen. Das entehrt Gott doch nicht, wenn ich eine Möglichkeit benutze, die Er geschaffen hat und ich danke Ihm sogar, dass Er mir diese Möglichkeit geschenkt hat.

      Ich selbst nehme meine Medikamente jeden Tag guten Gewissens ein, da ich sagen kann: "Ich danke Dir, Herr Jesus, dass Du den Ärzten Weisheit und Geduld geschenkt hast, um für mich eine Möglichkeit zu finden, die mich unterstützt." Ganz klar, meine Gesundheit liegt in Gottes Händen. Die Wege des Herrn mögen unergründlich sein, doch wenn Gott mir einen Weg durch Medikamente schenkt, dann kann ich diesen "Weg" doch auch ohne schlechtes Gewissen nutzen, oder? Ich werde die Medikamente wahrscheinlich einnehmen müssen bis ich sterbe...Sind Du und ich uns einig, wenn ich sage, dass es Erkrankungen gibt, die man eben nicht auf "natürlichem Wege" behandeln kann? Trotzdem sollte ein Abwägen der Möglichkeiten und Anwendungen -von Fall zu Fall unterschiedlich - stattfinden.

      philoalexandrinus schrieb:

      Bitte Gabriel belege das
      Natürlich.

      arznei-telegramm.de/html/2002_05/0205047_01.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_09/0109094_03.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_06/0106064_01.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_05/0105056_03.html
      arznei-telegramm.de/html/2001_03/0103035_04.html
      arznei-telegramm.de/html/2000_07/0007059_01.html
      aerzte-gegen-tierversuche.de/d…-risikomedikamenten#Zyban
      aerzte-gegen-tierversuche.de/d…te-von-risikomedikamenten
      sciencev1.orf.at/news/43006.html
      netdoktor.de/magazin/zyban-die-pille-zum-aufhoeren/
      mopo.de/news/zyban---mittel-mi…ote-,5066732,6111214.html
      faz.net/aktuell/gesellschaft/m…raucher-pille-149822.html

      philoalexandrinus schrieb:

      Aberr wie ist es mit der von Dir angestrebten Mortalität ? Woher hast Du die
      Lieber philoalexandrinus, ich weiß nicht so recht, ob ich Deiner Bitte zur Beantwortung dieser Frage nachkommen soll. Nicht weil ich nicht möchte oder kann - Versteh' mich bitte nicht falsch, oder fühle Dich gar persönlich beleidigt/angegriffen: Ich möchte Dir kein Unrecht tun oder Dich gar "in eine Schublade" stecken, doch meine bisherige Erfahrung mit Dir lässt mich darauf schließen, dass meine Beantwortung Deiner Frage dich höchstwahrscheinlich sehr provozieren würde, und das möchte ich nicht. Dennoch wäre es unfair Dir gegenüber, wenn ich mich komplett ausschweigen würde. Daher möchte ich es nur kurz umschreiben: Es gibt Menschen, die durch ihren Beruf (in gewisser Weise) Macht über Leben und Tod haben: Diese Menschen sind hochgeachtet, jedoch auch gefürchtet, da ihre Kompetenzen nicht nur lebenserhaltend sondern auch todbringend eingesetzt werden können. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich diesen Menschen "grundlos" skeptisch gegenüber stehe, nein! Ich habe persönlich - an meinem eigenen Körper - die Erfahrung gemacht, wie bewusst und absichtlich diese Menschen Unheil und Zerstörung über einen Menschen bringen können. Wie ich schon etwas oben weiter erwähnte: Wir sollen sehr aufpassen, wie wir Medikamente gebrauchen - In meinem Fall waren diese Menschen "fahrlässig", wenn gleich es hier nicht nur um Medikamente und deren "fahrlässigen Einsatz" geht...

      Wenn gleich, lieber philoalexandrinus - Du weißt es aufgrund Deiner beruflichen Qualifikation tausendfach besser als ich, dass die Neurologie - als junge Wissenschaft - noch in den "Kinderschuhen" steckt: So soll' auch zur "Verteidigung dieser Menschen" erwähnt werden, dass derjenige welcher anfängt in den Gehirnstoffwechsel einzugreifen, sich so oder so mit Sicherheit in einer komplexen und schwierigen Situation befindet. Wer Jedoch in das Bewusstsein anderer Menschen "bewusst" also gewollt fatal/zerstörerisch eingreift, sollte sich auch bewusst sein: Kein Argument um eine "Schuldverschiebung" dieser Menschen recht zu fertigen, angesichts dessen sorgte ein hysterisches Abstreiten und jegliche Zurückweisung der Verschuldung (wieder besseren Wissens) nicht nur bei dem Betroffenen bzw. bei den zahlreichen Betroffenen für Empörung, auch Staatsanwalt und Richter brüskierten sich.

      So erlaube mir bitte, Deine "Überschrift" als Frage auszuformulieren, und diese an Dich "zurück zu werfen": Argument oder miese Polemik?



      Liebe Grüße

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    • philoalexandrinus schrieb:

      So nebenbei: Ich habe schon Leute auf Kosten der Wiener GKK zu Kneippkuren geschickt; ich habe einem Patienten den 2 x täglichen Marsch durch eine Alle zu einer anderen Öffi - Station - erfolgreich - verordnet.
      Lieber philoalexandrinus, war es wirklich notwendig von "Deinem Erfolgserlebnis" zu berichten, angesichts dessen, dass es genug Menschen gibt, die jahrelang dafür kämpfen müssen das die Kosten von notwendigen Therapien/Reha's und nicht eines Spazierganges von der GKK übernommen werden? Konkreter Fall eines Dachdeckers: Arbeitsunfall, fast gehunfähig. Termin bei der GKK bzgl. Kostenübernahme, bereits in den ersten Minuten des Termins "abqualifiziert" mit den Worten: "Na, in an Büro werdn's woi sitzen können, do brauchn's de Fiaß eh ned so belost'n! Fia wos woi'llns do a Therapie? Des konn i Ihnan jetzt scho sog'n, wir zoihl'n ihr Therapie sicha ned!"

      philoalexandrinus schrieb:

      Die Natiparkinsonmedikation wurde abgesetzt, weil einer von der Division, Chirurg, empfohlen hatte: Nur keine "Chemie" (er wird es ja wissen, ist ja nicht sein Fach) - - ) Erfolg: Katastrophal.
      Furchtbar, einfach nur traurig... Da ich selbst u.a. an Morbus Parkinson leide, hat mein Facharzt mir Akineton verordnet. Wie ich schon im ersten Beitrag erwähnte, bin ich Gott sehr dankbar, dass ich nach dieser -ebenfalls oben genannten - Misere endlich Ärzte gefunden habe, denen ich vertraue und die auch "richtig diagnostiziert" haben. Ich nimm das Medikament seit 7 Jahren ein und bin richtig froh, dass ich es habe. Es hilft mir gut "durch den Alltag" zu kommen. Natürlich hat das Medikament - teils auch sehr starke Nebenwirkungen - aber da habe ich eben für mich selbst abgewägt, dass ich bereit bin diese Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, da mein Alltag ohne Akineton tatsächlich nur schwer zu ertragen wäre...

      Vielleicht auch ganz passend zum Thema: Bei mir dauert's meist so eine Stunde (nach Einnahme) bis das Akineton zum wirken beginnt, was mir nach/bei der Einnahme von Akineton besonders auffällt, dass ich ein erhöhtes Verlangen nach Nikotin habe - Akineton wird ja auch als Antidot bei Nikotinvergiftungen verabreicht...

      Liebe Grüße

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    • Hallo gabriel87,

      tut mir leid, das zu lesen mit dem Parkinson. Aber freut mich sehr, wenn du einigermaßen gut damit zurecht kommst und Hilfsmittel auch helfen.

      Wir hatten in der Pflegeausbildung im Pharmazieunterricht eine lange Debatte, was neurologische Medikamente betraf:

      Neurologische und psychiatrische Medikamente haben mit Abstand die heftigsten NW.

      Ich weiß nicht mehr, welche Krankheit es war, ob Parkinson oder etwas anderes.... Jedenfalls erklärte die Dozentin, dass Med. würde die Lebenserwartung kürzen.

      Eine Mitschülerin regte sich tierisch auf, wie man denn wissend sowas verabreichen könne.

      Ich fragte sie dann: "Was ist besser: Länger leben, aber schlecht, oder evtl. kürzer leben, aber gut?" - Ich glaube, es ging damals um Parkinson, weiß es aber nicht mehr genau. Aber die Thematik wird sicher auf zahlreiche andere neurolog. Erkrankungen auch zutreffen.

      Der Punkt war: das Med. verbesserte nachweislich und sichtbar die Lebensqualität des Betroffenen; ein normaler Umgang im Alltag war möglich.

      Das Med. verkürzte statistisch die Lebenserwartung um ca. 7- 10 Jahre, soweit ich mich entsinne.

      Nun muss man fragen, was man will. Die potenziellen 7 Jahre (in denen es mir dann schlecht(er) geht), oder vielleicht 7 Jahre weniger, aber wesentlich bessere Lebensqualität?

      Ich weiß nicht mehr, wie aktuell dieses Beispiel war oder ist. Wir haben 2009 darüber gesprochen. Man wird wahrscheinlich versuchen, Med zu entwickeln, die Qualität & Quantität gemeinsam verbessern.