Kann ein Wiedergeborener Mensch erkennen, dass er nicht mehr sündigt?

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  • Kann ein Wiedergeborener Mensch erkennen, dass er nicht mehr sündigt?

    Oft liest man von einigen Usern hier im Forum, dass wenn jemand Wiedergeboren bzw. wahrer Jünger / Nachfolger Jesu ist, der sündigt nicht mehr. Wer also sündigt, sei kein echter Jünger Jesu, sondern ein Namenschrist.

    Und direkt danach wird von diesen Usern die Frage so etwa gestellt: <beantworte sich selbst die Frage: sündigst du immer noch?>

    Ellen White hat geschrieben, dass derjenige, der immer näher zu Gott kommt bzw. immer reiner/heiliger wird, sich selbst für immer sündiger betrachtet. Er fühlt sich in diesem Zustand noch mehr auf das Opfer Jesu und Seine Gnade angewiesen. In diesem Fall wird dieser Mensch die oben gestellte Frage niemals so beantworten, dass er nicht mehr sündigt.

    Wenn also stimmt, was Ellen White schreibt, dann fragt sich, welchen Sinn eine solche Frage hat wie:

    <beantworte sich selbst die Frage: sündigst du immer noch?>

    In diesem Thread stelle ich die Frage zur Diskussion:

    Unter der Prämisse, dass ein Wiedergeborener Mensch tatsächlich nicht mehr sündigt:
    Hat Ellen White mit ihrer Aussage Recht? Kann man selber als Wiedergeborener erkennen, dass man nicht mehr sündigt?
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • RE: Kann ein Wiedergeborener Mensch erkennen, dass er nicht mehr sündigt?

    Jacob der Suchende schrieb:

    Oft liest man von einigen Usern hier im Forum, dass wenn jemand Wiedergeboren bzw. wahrer Jünger / Nachfolger Jesu ist, der sündigt nicht mehr. Wer also sündigt, sei kein echter Jünger Jesu, sondern ein Namenschrist.

    Und direkt danach wird von diesen Usern die Frage so etwa gestellt: <beantworte sich selbst die Frage: sündigst du immer noch?>

    Ellen White hat geschrieben, dass derjenige, der immer näher zu Gott kommt bzw. immer reiner/heiliger wird, sich selbst für immer sündiger betrachtet. Er fühlt sich in diesem Zustand noch mehr auf das Opfer Jesu und Seine Gnade angewiesen. In diesem Fall wird dieser Mensch die oben gestellte Frage niemals so beantworten, dass er nicht mehr sündigt.

    Wenn also stimmt, was Ellen White schreibt, dann fragt sich, welchen Sinn eine solche Frage hat wie:

    <beantworte sich selbst die Frage: sündigst du immer noch?>

    In diesem Thread stelle ich die Frage zur Diskussion:

    Unter der Prämisse, dass ein Wiedergeborener Mensch tatsächlich nicht mehr sündigt:
    Hat Ellen White mit ihrer Aussage Recht? Kann man selber als Wiedergeborener erkennen, dass man nicht mehr sündigt?
    Es geht nicht primer um Frage ob ein Wiedergeborener Mensch nicht mehr sündigt, sondern die Einstellung dazu. Hast Du den Glauben, dass Jesus dies in Dir vollbringen kann, dass Du nicht mehr sündigst. Wenn ja, dann leb mit ihm von Sieg zu Sieg, wenn nein, dann wierst Du weiter sündigen. Jesus sagt, Dir gescheh wie Du glaubst. Doch, ein Wiedergeborener ist auch noch in der lage zu sündigen,wenn er seine eigenen Wege geht. Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht, sage nicht ich sondern Jesus. Steht in deiner Bibel, wer viel Sünde tut ? Joh.8,34 Hast Du den Glauben so groß wie ein Senfkorn ? dann kannst Du Berge versetzten oder Sünde überwinden. Wenn Du das aber noch nicht einmal glauben kannst, wie soll das dann geschehen?
  • Es ist doch so:

    Sobald ich den Eindruck oder das Denken habe, dass ich (gar) nicht mehr sündige, stecke ich doch bereits im Irrtum drin!

    Nicht mehr zu sündigen, würde heißen, Vergebung, Gnade und Heiligung nicht mehr zu brauchen. Ich werde unbedürftig, unabhängig und bin damit automatisch wieder irrend, ferner in Sünde.

    Ich selbst illusioniere mich dadurch "hoch". Wenn ich selbst hoch bin, kann Gott nicht mehr hoch sein! Ich muss mich immer niedrig sehen gegenüber Gott und diese Sichtweise kommt dadurch, dass ich eine Erkenntnis meines sündigen Wesens habe.

    Nicht mehr zu sündigen hieße, "fertig zu sein"; das sind wir aber nie.

    Zudem kommen solche Interpretationen aus dem Denken, dass "Sünde" nur aus Tat-Sünden besteht, welche man "ablegen" oder "überwinden" kann. Sünde ist aber erst als zweites unser Handeln, als erstes ist es unsere Natur.

    Wir können nicht leibhaftig "aus der Sünde", solange wir hier leben! Die Sünde ist kein einzelnes Vergehen, sondern ein Fluch, der auf unserer Natur liegt.

    Nur, wenn ich mich als verflucht begreife, kann ich sehen, dass ich Heilung nötig habe! Ich muss also diesen Stachel immer im Fleisch haben.

    Jetzt auf dieser Welt darf ich glauben, dass Gott mir mein Wesen nicht ansieht, wenn ich glaube, sondern er sieht seinen Sohn an, statt mich!

    Später (in der neuen Welt) wird der Stachel dann leibhaftig gezogen. Er führt sein Geschöpf wieder zurück.

    Nicht mehr zu sündigen oder "sündlos zu sein" hieße, sich selbst zum Schöpfer zurückgeführt zu haben. Das geht nicht! ER tut das.
    Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
    (Leonardo da Vinci)
  • Hallo Jakob,

    Unter der Prämisse, dass ein Wiedergeborener Mensch tatsächlich nicht mehr sündigt:
    ich verstehe schon warum Du diese Prämisse aufstellst, nur-----

    Wenn also stimmt, was Ellen White schreibt, dann fragt sich, welchen Sinn eine solche Frage hat wie:
    Erstens hat diese Frage aus der Sicht E. Whites, wie du ja schon anführst----keinen Sinn

    Zweitens---und das wiegt doch wohl schwer genug:
    die Schrift selbst läßt doch nicht den geringsten Rest an Zweifel aufkommen, daß wir---

    außer Gerechtfertigt und somit "sündlos" vor Gott durch den Glauben

    auf der menschichen Ebene in diesem Leben niemals "sündlos" werden können.
    (wir brauchen immer einen "Hohepriester", der----) Hebr. Brief. (bzw. Beitrag von Seele)
    l.g.y.