Sabbatgebot noch gültig?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Die Römische Papst-Kirche , die durch die Dekrete des oströmischen-byzantinischen Kaisers Justinian von 533 (Papst erhält den antichristlichen Titel »PONTIFEX MAXIMUS«) und 538 (Papst wird über alle Kirchen der Welt gestellt!) begründet wurde und dadurch zu einer religiös-politischen Macht wurde. ---> Zeitdauer: 538 n.Chr. - 1798 n.Chr. Seit etwa 600 n.Chr. drangen immer mehr antibiblische Irrlehren in die RKK ein, bis man schließlich - um dies zu vertuschen - den Gläubigen - den wenigen die damals überhaupt lesen und schreiben konnten! - die Bibeln ganz verboten hatte. Aber 600 Jahre später (um 1200 n.Chr.) hat mit den Waldensern dann - Gott und dem Heiligen Geist seis gedankt! - dann auch die "christliche Reformationsbewegung" angefangen, die bis heute andauert!
      Kannst Du mir sagen, woher diese Zahl 538 kommt. Meines Wissens erscheint die nur in der adventistischen Literatur, aber nicht in der Geschichtsschreibung bzw. eher als Niederlage der Römer gegenüber den Ostgoten....

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • ... kann man in guten Geschichtslexika nachlesen!

      DonDomi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Römische Papst-Kirche , die durch die Dekrete des oströmischen-byzantinischen Kaisers Justinian von 533 (Papst erhält den antichristlichen Titel »PONTIFEX MAXIMUS«) und 538 (Papst wird über alle Kirchen der Welt gestellt!) begründet wurde und dadurch zu einer religiös-politischen Macht wurde. ---> Zeitdauer: 538 n.Chr. - 1798 n.Chr. Seit etwa 600 n.Chr. drangen immer mehr antibiblische Irrlehren in die RKK ein,
      Kannst Du mir sagen, woher diese Zahl 538 kommt. Meines Wissens erscheint die nur in der adventistischen Literatur, aber nicht in der Geschichtsschreibung bzw. eher als Niederlage der Römer gegenüber den Ostgoten....
      Liebe Grüsse
      DonDomi
      Jedes gute Geschichtslexikon bzw. Fachbuch oder auch die Kirchengeschichtlichen Werke berichten darüber!
      Justinian erliess im Bunde mit Papst Vigilius im Jahre 538 einen Erlass, wonach der Papst in Rom nunmehr "über alle Kirchen, Patriarchen, Bischöfe und Priester gestellt werde und das Oberhaupt der Kirche sein solle, von nun an!"
      Dass dies die eindeutige politische Vormachtstellung des Papstes in der RKK begründete ist offensichtlich! Zudem hatte der Papst die 3 arianische Stämme der Heruler, der Vandalen und der Ostgoten besiegt! ---> Auch das kann man in guten Geschichtslexika nachlesen! --->
      Somit decken sich hier die historische und die adventistische Literatur! Ich habe keine Zweifel hier an der advent. Darstellungsweise zu zweifeln...
    • Norbert Chmelar schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Römische Papst-Kirche , die durch die Dekrete des oströmischen-byzantinischen Kaisers Justinian von 533 (Papst erhält den antichristlichen Titel »PONTIFEX MAXIMUS«) und 538 (Papst wird über alle Kirchen der Welt gestellt!) begründet wurde und dadurch zu einer religiös-politischen Macht wurde. ---> Zeitdauer: 538 n.Chr. - 1798 n.Chr. Seit etwa 600 n.Chr. drangen immer mehr antibiblische Irrlehren in die RKK ein,
      Kannst Du mir sagen, woher diese Zahl 538 kommt. Meines Wissens erscheint die nur in der adventistischen Literatur, aber nicht in der Geschichtsschreibung bzw. eher als Niederlage der Römer gegenüber den Ostgoten....Liebe Grüsse
      DonDomi
      Jedes gute Geschichtslexikon bzw. Fachbuch oder auch die Kirchengeschichtlichen Werke berichten darüber!Justinian erliess im Bunde mit Papst Vigilius im Jahre 538 einen Erlass, wonach der Papst in Rom nunmehr "über alle Kirchen, Patriarchen, Bischöfe und Priester gestellt werde und das Oberhaupt der Kirche sein solle, von nun an!"
      Dass dies die eindeutige politische Vormachtstellung des Papstes in der RKK begründete ist offensichtlich! Zudem hatte der Papst die 3 arianische Stämme der Heruler, der Vandalen und der Ostgoten besiegt! ---> Auch das kann man in guten Geschichtslexika nachlesen! --->
      Somit decken sich hier die historische und die adventistische Literatur! Ich habe keine Zweifel hier an der advent. Darstellungsweise zu zweifeln...
      Das komisch ist: Wenn man danach googelt findet man nur Quellen, von christlichen, vor allem adventistischen, Büchern, welche etwas mit Daniel berechnen. Es ist für mich unverständlich, warum in "normalen" historischen Büchern nichts davon zu finden ist. Wenn Du also eine normale Quelle hast, wäre ich interessiert daran. Ein solches Edikt würde doch sicher auch bei normalen Historikern zumindest erwähnt werden.
      Dass die Jahreszahl mit den Ostgoten nicht stimmt, findet man bereits in Wikipedia und in zahlreichen andern Quellen. Die Ostgoten besiegten 538 nämlich Rom.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Habe folgendes noch im Internet gefunden:

      Im Jahre 533 erklärte Justinian den Bischof von Rom zum "Oberhaupt aller heiligen Kirchen" und zum "wahren und wirklichen Korrektor der Ketzer" Er verfügte auch, dass der Erzbischof von Konstantinopel den zweiten Platz einnehmen sollte.
      4 Dieses Dekret wurde erst im Jahre 538 voll angewendet, als Belisarius, Justinians General, den Ostgoten, der letzten Macht der drei großen Arianischen Mächte, den Todesstoß versetzte.
      Im gleichen Jahr (538) erließ Justinian Edikte, die alle Nicht-Katholiken zwangen, innerhalb von 90 Tagen entweder der katholischen Kirche beizutreten oder das Imperium zu verlassen; dabei wurde all ihr Hab und Gut konfisziert.
    • Gott mit Euch, liebe Geschwister (insbesondere @DonDomi und @Norbert Chmelar),

      hier ein längerer Artikel zur Thematik "Geschichtliche Daten zur Zeitprophetie" (1260 Jahre). Im lezten Drittel gehe ich auf das Jahr 538 noch einmal gesondert auf die adventistischen Erklärungsversuche näher ein.

      sta-forum.de/blog/index.php?entry/292-538-jahr/

      Fürs Studium wünsche Euch Gottes Geist und seinen Frieden

      Gerald
      Vergib und diene!
    • Danke Heidrich für deinen lehrreichen Beitrag im Blog!

      Du hast u.a. geschrieben:

      533 Das Dekret des oströmischen Kaisers Justinian I., welches den Bischof von Rom als Oberhaupt über alle Kirchen der Christenheit einsetzt, wird herausgegeben.


      536 Belisar, oströmischer General unter Justinian I. erobert im Ersten Gotenkrieg die Stadt Neapel und schließlich am 9. Dezember auch Rom.


      538 Die Ostgoten müssen die Belagerung Roms im März nach einem Jahr abbrechen, an der Adria dringen die Oströmer von Süden kommend bis Rimini vor.

      Uriah Smith, James White: Die Ostgoten wurden 538 besiegt. (Hier wird Edward Gibbon "Verfall und Untergang des römischen Imperiums" zitiert.)


      FAZIT: Weder das Dekret von Kaiser Justinian (533), noch die Eroberung/„Befreiung“ Roms durch das oströmische Heer (nach 549), noch der Untergang der Ostgoten (552/553), noch die Machtnahme durch die Päpste (ca. 599) fallen auf das Jahr 538.

      Auch das Jahr 1798 als "tödliche Wunde" zu betrachten war zur Zeit William Millers gewiss legitim, aus unserer heutigen Sicht über den weiteren Verlauf der Ereignisse bzgl. des Kirchenstaates und des Papstes (Wahl von Pius VII. [1800], Restauration des Kirchenstaates [1815], Ende der Inquisition [1836], Römische Frage [1870] und Lateranverträge [1929]) eine Überbewertung der Ereignisse von 1798.

      Ich lasse das mal unkommentiert.
    • @Norbert Chmelar

      Besten Dank für die Richtigstellung, aber eigentlich hat das ja nichts mit dem Sabbat zu tun, aber es zeigt, dass man vorsichtig sein sollte bei geschichtlichen Daten, die in christlichen Büchern aus dem 19.Jahrhundert auftauchen. All diese Menschen waren ja keine Historiker und haben daher auch Fehler gemacht. Gut möglich, dass auch die Verschiebung des Ruhetages vom Sabbat auf den Sonntag ihren Anfang nicht durch den römischen Kaiser kam, sondern im römischen Reich von den damaligen Christen bereits gelebte Tatsache war.
      Dass es eine Verschiebung gab, das muss man fairerweise jedoch anerkennen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • philoalexandrinus schrieb:

      Ein völlig leerer Andachtsraum kann sehr die Sitiimung zur Anbetung Gottes fördern - siehe die Virgilkapelle uter der U - Bahn - Station Stephansplatz / Wien - ich schaue jedesmal , mich besinnend, dort.Oder die Wotruba - Kirche, am Georgenber in Wien - MAuer : Scheinbar planlos zusammengewürfelte riesige Steinblöcke, nur Sichtbeton, wie er aus der SChalung kam ! hinein !

      Falls es mal jemanden dorthin verschlägt: Die Református Nagytemplom in Debrecen (Ungarn) ist auch sehr eindrucksvoll. Ein goßer weißer Innenraum so ziemlich ohne jeden Schmuck.
      Debreceni Református Nagytemplom innenraum - Google-Suche


      Heidrich schrieb:

      hier ein längerer Artikel zur Thematik "Geschichtliche Daten zur Zeitprophetie" (1260 Jahre). Im lezten Drittel gehe ich auf das Jahr 538 noch einmal gesondert auf die adventistischen Erklärungsversuche näher ein.

      Vielen Dank für die ausführliche Ausarbeitung. Offizielle adventistische Auslegung scheinen die 1260 Jahre ja aber eh nicht zu sein. Bisher finde ich sie jedenfalls nur in Videos und Infomaterialien von inoffiziellen Splittergruppen.

      DonDomi schrieb:

      Besten Dank für die Richtigstellung, aber eigentlich hat das ja nichts mit dem Sabbat zu tun, aber es zeigt, dass man vorsichtig sein sollte bei geschichtlichen Daten, die in christlichen Büchern aus dem 19.Jahrhundert auftauchen. All diese Menschen waren ja keine Historiker und haben daher auch Fehler gemacht

      Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass es nichts bringt, aus einzelnen Bibelstellen der Daniel- und Johannes-Apokalypse einen Fahrplan für die Weltgeschichte ableiten zu wollen.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Hallo Seele, mich würde schon interessieren, warum Du nicht für die Wiedereinführung des Sabbats eintritts als Evangelischer im Sinne des "SOLA SCRIPTURA - ALLEIN DIE SCHRIFT" ? Und die sagt in 1. Mose 2,3 unmissverständlich (Ich zitiere um des besseren Zusammenhangs und des besseren Verständnisses wegen die Verse 1 - 4 :

      Bibelstelle

      Lutherbibel 2017:1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.4 Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.
      ===> Die Argumentation der STA, dass somit der Sabbat (= Samstag) bereits bei/nach der Schöpfung von JAHWEH GOTT eingesetzt wurde und daher allen Menschen gegolten habe, ist doch so was von überzeugend - oder etwa nicht?
      ===> Deshalb setze ich mich seit 2003 - also seit 15 Jahren - in meiner Kirche dafür ein, den Sabbat offiziell einzuführen! Auch werde ich mich nächstes Jahr noch mehr dafür einsetzen, weil hier Kirchenwahlen für die Landessynode sind! Da muss dieses Thema unbedingt auf die Tagesordnung und Gesetz werden, denn es gilt unsre (Evangelische) Kirchen ständig zu reformieren, gemäß Luthers Grundsatz „Ecclesia semper reformanda!”
      Bin auf Deine Antwort gespannt...
      Hallo Norbert, absolut Deiner Meinung! Es ist lobenswert, dass Du die Schrift sprechen lässt und dadurch zu diesen absolut korrekten Aussagen kommst. Wenn die ganze Christenheit das beherzigen würde. Dieser Punkt ist so was von eindeutig, dass es ein Rätsel bleibt wie man das ignorieren kann.

      Liebe Grüße
      Maurizio (aus der Adventgemeinde in Aalen)
    • Ivbpo schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Argumentation der STA, dass somit der Sabbat (= Samstag) bereits bei/nach der Schöpfung von JAHWEH GOTT eingesetzt wurde und daher allen Menschen gegolten habe, ist doch so was von überzeugend - oder etwa nicht?
      Hallo Norbert, absolut Deiner Meinung!

      Nein, ist es nicht!
      Der Ruhetag nach 6 Tagen Arbeit wurde eingeführt. Mehr nicht!
      Stell dir einfach mal vor, die Wochentage hätten keine Namen! Es wäre einfach 7 mal Tag und 7 mal Nacht! So wie es in der Schöpfungsgeschichte steht.
      Daß ein bestimmter Wochentag der letzte der Sabbat ist, wurde irgendwann später mal eingeführt.
      Ich weiß nicht, ob damals die anderen Tage schon Namen hatten?
    • Yppsi schrieb:

      Ich weiß nicht, ob damals die anderen Tage schon Namen hatten?
      Im hebräischen wird einfach gezählt, wobei der erste Tag und der siebente die Ausnahme bilden:
      der erste Tag ist jom echad: wörtlich "Ein Tag"; im Prinzip (logischerweise): "Gott schuf den ersten Tag am ersten Tag"
      Dann wird gezählt: yom seni, yom schlischi, yom revii, yom hamisi, yom sischi, shabbat,
      dann aber yom rishon für den Sonntag im Kalenderlauf. (Yom echad ist der erste Tag der Schöpfung).
    • Nach der jüdischen Mystik (und diese ist definitiv vom Christentum aufgegriffen worden) ist es so, dass der Messias mit der 8 (also eins nach siebent) oder mit der eins in Verbindung gebracht wird, was bedeuten soll: eine neue Schöpfungsordnung nach der alten Schöpfungsordnung. Kurz: ein neuer Himmel und eine neue Erde.

      Eine Jüdin sagte einmal bei Bibel TV dem Moderator: "Deshalb feiert ihr ja am Sonntag; für euch ist ja Jesus der Messias", woraufhin der Moderator erstaunt guckte, denn diese Zahlensymbolik war ihm vollkommen neu. Den Juden hingegen nicht. Von Anschuldigungen bezüglich Sonnengöttern war dort nichts zu hören.

      Wie dem auch sei. Nur zur Info für den Horizont. Schadet ja nichts.

      Auf gleiche Weise begründete übrigens Calvin den Sonntag. Er hat zu dem Thema geschrieben.
    • Liebe Leute!

      @ Yppsi

      Der Name "Sabbat" entstammt nicht "göttlicher Sprachregelung", sondern dem Judentum.
      Nach meiner Ktn. hatten am Sinai im 16.Jh v.Chr. die Wochentage KEINE Namen, sondern waren alle von 1 - 7 durchnumeriert. Später war auch schon mal die Rede vom "Ruhetag". Der Name "Sabbat""(von hebr. "schavath" oder "sbt" für "ruhen") kam erst im babylon. Exil im 6. Jh v.Chr.auf. Seine Wurzeln liegen im Dunkeln. Den Namen "Sabbat" hat Gott weder "erfunden" noch "bestätigt", sondern "der 7.Tag" war zu heilige.n
      In di Schriftform des AT - entstanden aus den mdl. Überlieferungen - wurde überall für den 7. Tag das Wort "Sabbat" eingesetzt


      @ Norbert

      Wenn du so sehr für die Wiedereinführung des Sabbats in der ev. Kirche eintrittst, verstehe ich nicht, warum du nicht schon mal selber vom Sonntag auf den Samstag wechselst. Du kannst doch weiterhin ein Schäfchen der Kirche bleiben: niemand zwingt dich z.B. sonntags dorthin zu gehen.



      @ Maunzio und Norbert

      Nichts gegen den Samstag, aber so selbstverständlich, wie ihr beide erklärt, ist es nun ja nicht, dass ausschließlich der Samstag besonders zu heiligen ist und nicht auch der Sonntag.


      (1) Intervall-Modell

      Wie du, Norbert, nochmal zitierst, geht es in erster Linie um GOTTES 7. Tag. Woher man wissen kann, dass dieser - rückwärts über Jahrtausende, Jahrmillionen oder Jahrmilliarden in immer gleichem 7-Tage-Abstand gerechnet – an einem Freitag Abend begann, ist mir ein Rätsel.

      Das 4. Gebot spricht, wie auch Yppsi richtig erkannt hat, von dem INTERVALL, alle 6 Tage einen 7. Ruhetag einzuhalten. Es kommt in DIESEM Punkt auf die Zählweise an. Beginnt sie am Montag, ist der 7.Tag der Sonntag.


      (2) Israel als Adressat:

      Die 10 Gebote sind Zeichen der besonderen Auserwähltheit ISRAELS und wurden ISRAEL gegeben, um dieses Volk fit für die Eroberung Kanaans zu machen (und aaO, um die Befreiung aus Ägyptenland miittels eines regelbasierten Lebens abzusichern):
      [Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie halten sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der Gott eurer Väter, gibt ] (5. Mose 4,1)


      (3) Inkonsequenz:

      Wer als Christ des Neuen Bundes die jüdische Gesetzlichkeit beibehalten will, müsste sich an ALLE Gesetze, Gebote und Regeln halten. Schon abgesehen vom Sabbatweg, den koscheren Speisen oder der 2-Buchstaben-Regel müssten andere „Essentials“ strikt eingehalten werden wie das Verbot, Speisen zu erwärmen , den Wohnort zu verlassen oder eine Last außer Hauses zu tragen – alles ausdrückliche, vorehaltslose bzw. nicht relativierbare Bedingungen, die Gott an diese 10 Gebote knüpfte. Da aber de Konsequenz so weit nicht geht, ist es nicht nachvollziehbar, warum sie so weit geht, dass nur ein Samstag der 7.Tag sein kann
      .

      (4) Feste und Neumonde:

      Ferner müssten bei Beibehaltung der alten Gesetzlichkeit auch alle jüdischen Feste und Neumonde eingehalten werden, die neben dem Sabbat ebenfalls „Gesetz des Herrn“waren:
      [Und der König gab von seiner Habe seinen Anteil für die Brandopfer am Morgen und am Abend und für die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht im Gesetz des HERRN] (2.Chr.31,3)
      Wer also die Feste und Neumonde (von denen insb. 2. Chronik voll ist) nicht einhält, kann die Loslösung vom Gesetz m.E. auch auf den 7.Tag beziehen, den er auf den Samstag bezieht, der aber auch z.B. der Sonntag sein kann.


      (5) Kein schlechtes Gewissen:

      Paulus sagt zu den o.g. [Festen, Neumonden und Sabbaten], dass sieh Christen kein schlechtes Gewissen machen lassen (eigentlich: nicht richten, verurteilen lassen) müssen, wenn sie diese Tage nicht einhalten:
      [So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegenSpeise und Trank oder wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats] (Kol 2,16)
      Er hält diese Tage – wie auch die Speisenvorschriften und aaO die Beschneidung - für relativ sekundäre Regeln, die nicht mehr heilsnotwendig sind. Bei den Kolossern gab es Irrlehrer, die verlangten und behaupteten, wenn nicht diese Dinge aus dem jüdischen Gesetzes- und Regelwerk verbindlich übernommen würden, gehöre man nicht zum Volk Gottes. Gegen diese Gesetzlichkeit wehrte sich Pauls, und beim Sabbat meinte er nicht etwa, der Samstag sei allein der 7.Tag und es gehe nur darum, an ihm z.B. auch unkoschere Speisen einnehmen oder den Wohnort vrrlassen zu dürfen. Nein, er meinte genau so wie die Feste und Neumonde generell den Samstag als 7. Tag.
      .

      (6) Ende der gesetzlichen Forderungen:

      Paulus begründet die Loslösung von einer Gesetzlichkeit zumindest bei seiner Meinung nach nicht mehr heilsnotwendigen Vorschriften nur 2 Verse vorher wie folgt.
      [ Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.] (Kol 2,14)
      In DIESEM Sinn ist Christus, wie es diverse Stellen ausdrücken, das Ende des Gesetzes, unter dessen „Zuchtmeister“ und Forderungen Christen nicht mehr stehen.


      (7) Relativierung der Gebote:

      Christen müssen die von ihnen vom Volk Israel übernommenen Gebote nicht absolut gleichgewichtig ansehen. Auf die Frage eines Schriftgelehrten nach dem höchsten Gebot antwortete Jesus:
      [Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese] (Mk 12,29-31)
      Jesus stuft also auch das 4.Gebot als zweitrangig ein gegenüber einem (relativierten) „Höre-Israel“ und dem (nicht mal ausdrückllch zu den 10 Geboten zählenden) Doppelgebot der Liebe..
      In der Parallelstelle Matth 22, 36-40 äußert sich Jesus zu diesen beiden o.g. Eckpunkten noch rigoroser, indem er erläutert:
      [In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.] (Matth 22, 40)
      Deshalb sagt Paulus auch:
      [Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung] (Römer 13,10)


      Fazit und weitere Inkonsequenz:

      Mein Fazit: Natürlich gelten die Gebote nach wie vor, aber für Christen ist eine buchstabengerichtete Gesetzmäßigkeit weder Pflicht noch heilsnotwendig. Zu dieser „Freiheit des Christenmenschen“ zähle ich zumindest das ursprgl. 4. Gebot insofern, als ich darin lediglich das Pflichtintervall [6 Tage Schaffen – 1 Tag Ruhen] sehe.

      Sabbatheiligende Christen (deren Glauben ich hoch schätze und respektiere), die meinen, im 7.Tag ausschließlich den Samstag zu sehen, müssen sich fragen lassen, warum sie nicht die „Ausführungsanweisungen“ beachten, die Gott an diese Gebote knüpfte – vgl. (3) und (4) - und zusätzlich, weshalb sie nicht das ursprgl. 2. Gebot halten statt sich im Zuge einer Dreieinigkeit ausgiebig Bilder zu machen von dem, was oben im Himmel ist (davon nehme ich - nach meiner Wahrnehmung zunächst nur . Stofi und Rosen aus, die jene Lehre – wie ich auch - für unbiblisch halten)

      LG Hajo
    • hnitschke schrieb:

      (2) Israel als Adressat:

      Die 10 Gebote sind Zeichen der besonderen Auserwähltheit ISRAELS und wurden ISRAEL gegeben, um dieses Volk fit für die Eroberung Kanaans zu machen (und aaO, um die Befreiung aus Ägyptenland miittels eines regelbasierten Lebens abzusichern):
      [Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie halten sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der Gott eurer Väter, gibt ] (5. Mose 4,1)
      Ich könnte mir vorstellen, dass wir geistige Israeliten werden sollen. Der Einzug nach Kanaan ist wohl sinnbildlich für den Einzug in das neue Jerusalem, das vom Himmel kommt, zu sehen. Und nur, wer die Wüstenzeit übersteht, kommt in dieses Land. Und ein geistiger Israeli will die 10 Gebote halten (verstehe ich jedenfalls so). Wir sollen von der buchstäblichen Bedeutung zur sinnbildlichen Bedeutung gelangen. Aber da Gott den siebenten Tag ausgesucht hat, nehme ich nicht von mir aus den achten/ersten für den arbeitsfreien Ruhetag. Und ich möchte mich auch nicht von Gottes (ehemaligem?) Volk dahingehend unterscheiden, dass ich an einem anderen Tag Gott anbete als sie! Ich will ja ein geistiger Israeli sein. Ich bete ja den gleichen Gott an. Zu dem kann man zwar immer beten, aber ich möchte mich einfach geistig Gottes VoIk anschließen, aus dem heute zum Glück immer mehr zu Jesus finden. Christen wollen ja z.B. auch beschnitten sein, aber eben am Herzen, also geistige Beschneidung. Und mit den Sabbaten, die für die Heiden nicht gelten müssen, sind nach meinem Verständnis die Festtagssabbate gemeint. Denn die Feste kann man mangels Tempel nicht mehr in der alten Form feiern und soll man auch nicht, das Jesus die Tieropfer abgeschafft hat. Aber ich respektiere es, wenn man zu einem anderen Schluss kommt, auch wenn ich die zehn Gebote gerne als in Stein gemeißeltes Paket beisammen lassen möchte.
    • Liebe Rosen,
      wenn du dich nicht vom Volk Israel unterscheiden magst - du könntest ja konvertieren ;)
      Aber dann kämst du kaum noch zu etwas anderem als der Erfüllung von gefühlten Tausenden Geboten und Gesetzen hinterherzuhecheln ;)

      Aber ernsthaft: Christen vergleichen den Einzug in Kanaan in der Tat vielfach mit dem Einzug ins himmlische Paradies.
      Und die Befreiung aus der Knechtschaft des Pharaos können wir sicher gleichsetzen mit der Befreiung aus der Knechtschaft der sünde:

      LG Hajo

      p.s. vielen Dank für den Hinweis neulich auf den jüdischen "Avantgardisten" Stern,
    • Rosen schrieb:

      Aber ich respektiere es, wenn man zu einem anderen Schluss kommt, auch wenn ich die zehn Gebote gerne als in Stein gemeißeltes Paket beisammen lassen möchte.
      Respekt gegeüber einem anderen Glauben als Gott der Schöpfer sich erklärt.

      Keine Tolleranz gegenüber Menschen die Gebote Gottes und seinen Willen ,
      mit Ihrer Fantasie außer Kraft setzen wollen....
      1 Mose 1
      1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
      2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.
      3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
      4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
      5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
      1 Mose 2
      1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
      2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
      3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
      4 Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.

      Es braucht keinen Namen für diesen Tag! Was der Erste und der Letzte ist weiss aber die Menschheit...
      zumindestens die "Heiden"!
    • Rosen schrieb:

      Aber ich respektiere es, wenn man zu einem anderen Schluss kommt, auch wenn ich die zehn Gebote gerne als in Stein gemeißeltes Paket beisammen lassen möchte.

      Man kann ja nicht anders, als es zu tolerieren. Akzeptieren tue ich es aber nicht, denn es widerspricht meiner Überzeugung. Man kann nicht zu einem anderem Schluss kommen, wenn man unvoreingenommen die Sache in der Bibel studiert. Es geht einfach nicht, obwohl es von vielen behauptet wird. Zu einem anderen Schluss kommt man nur dann, wenn man es an die vorgefertigte Überzeugung anpassen möchte. Die 10 Gebote sind nicht unverständlich, man kann sie nicht anders verstehen. Man braucht nicht stundenlang z.B. über "du wirst nicht lügen" oder "du wirst nicht klauen" philosophieren. In "allen" christlichen Religionen geht der Streit einzig um das Sabbatgebot. ... was mir im Angesicht des "Kampfes Licht und der Finsternis" nur beweist, dass der Sabbat der einzig und allein richtige, heilige Anbetungstag Gottes ist, und das Erkennungszeichen zwischen Gott und Seinem Volk. Sonst würde satan nicht so dagegen kämpfen.

      .
    • Bogi111 schrieb:

      Es braucht keinen Namen für diesen Tag! Was der Erste und der Letzte ist weiss aber die Menschheit...
      zumindestens die "Heiden"!

      Bogi111 schrieb:

      Keine Tolleranz gegenüber Menschen die Gebote Gottes und seinen Willen ,
      mit Ihrer Fantasie außer Kraft setzen wollen....
      Spr 17,24 Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen; aber die Augen des Toren schweifen bis ans Ende der Welt.

      Mt 21,31....... Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr.
    • hnitschke schrieb:

      @ Norbert

      Wenn du so sehr für die Wiedereinführung des Sabbats in der ev. Kirche eintrittst, verstehe ich nicht, warum du nicht schon mal selber vom Sonntag auf den Samstag wechselst. Du kannst doch weiterhin ein Schäfchen der Kirche bleiben: niemand zwingt dich z.B. sonntags dorthin zu gehen.
      Ich bin für Samstag-Sabbat (Gedenktag der Schöpfung!) und für den Sonntags-Sabbat (Gedenktag der Auferstehung Jesu!)


      Samstag = Gedenken an die
      alte Schöpfung / Sonntag = Gedenken an die neue Schöpfung

      hnitschke schrieb:

      der 2-Buchstaben-Regel ...
      ... was besagt diese?

      PS: Bei uns in Schorndorf gibt es jeden Samstag um 18:30 Uhr einen "Wochenschluss-Gottesdienst"; somit haben die Schorndorfer evangelischen Christen also die Möglichkeit das Sabbat-Gebot einzuhalten! ----> das sollte in der ganzen württembergischen Landeskirche eingeführt werden!
    • hnitschke schrieb:

      wenn du dich nicht vom Volk Israel unterscheiden magst - du könntest ja konvertieren
      Ich würde mich gerne messianischen Juden anschließen. Zumindest denen unter ihnen, die nicht an die Trinität glauben. Aber wo ich wohne, scheint es keine zu geben, jedenfalls kein offizieller Zusammenschluss. Und die andernorts bleiben auch gerne unter sich, hab ich gehört. Sie haben die Sprachkenntnisse, um das AT gut zu verstehen, sie kennen die Bedeutung der Namen, sie kennen die Bedeutung der Feste. Ich habe aber auch schon von einem Christen gehört, dass die sich genauso von unbiblischem Ballast, z.B,. aus dem babylonischen Exil, befreien müssen.

      Stofi schrieb:

      Man kann nicht zu einem anderem Schluss kommen, wenn man unvoreingenommen die Sache in der Bibel studiert. Es geht einfach nicht, obwohl es von vielen behauptet wird. Zu einem anderen Schluss kommt man nur dann, wenn man es an die vorgefertigte Überzeugung anpassen möchte.
      Finde ich ja auch, nicht nur in Sachen Sabbat am Samstag, auch in Sachen Trinität/heiliger Geist. Aber ich sehe, dass es auch unter denen, die nicht zum gleichen Schluss kommen wie ich, ehrliche aufrichtige Leute gibt. Möglicherweise haben sie es schwerer als ich, weil sie vorgefertigte Überzeugungen schon in der Erziehung mitbekommen haben. Ich habe ja aber die Bibel ganz ohne vorgefertigte Überzeugungen in mich aufgenommen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Samstag um 18:30 Uhr
      Sabbat endet aber bei Sonnenuntergang, also im Dezember herum ist um diese Zeit eigentlich schon Sonntag, nach biblischerm Verständnis. Aber immerhin im Sommer ginge das.
      Als ich im Krankenhaus war, war dort Samstags Gottesdienst, das kam mir gelegen. Aber ich kann da nicht mehr hingehen, er ist zu katholisch, Da wird mir richtig schlecht. Schon die Wandlung der Hostie mit dem Glöckchen und das mantraartige Gemurmel und die unzutreffenden Glaubensbekenntnisse, und die Bekreuzerei...