Sabbatgebot noch gültig?

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      Rosen schrieb:

      Die Leute in den Elektrizitätswerken und zentralen Überwachungs- und Steuerzentralen für das Stromnetz müssen aber natürlich trotzdem arbeiten, man kann ja nicht jeden Sabbatbeginn das ganze Stromnetz "herunterfahren" und bei Sabbatende wieder herauffahren.

      Und was machen Adventisten, die in solchen Einrichtungen arbeiten? Tauschen sie sich den Sabbat frei und lassen die Kollegen für sich arbeiten? Oder treten sie ihren turnusgemäßen Schichtdienst auch am Wochenende an und erklären dann ihren Glaubensgeschwistern, warum sie beim Gottesdienst fehlen?

      Rosen schrieb:

      Hab ich das getan?

      Manche Beiträge klingen hier schon so.
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      Babylonier schrieb:

      Und was machen Adventisten, die in solchen Einrichtungen arbeiten? Tauschen sie sich den Sabbat frei und lassen die Kollegen für sich arbeiten? Oder treten sie ihren turnusgemäßen Schichtdienst auch am Wochenende an und erklären dann ihren Glaubensgeschwistern, warum sie beim Gottesdienst fehlen?
      Um mal konkret auf Deine Frage einzugehen: Wenn ich in so einer Arbeitsstelle arbeiten würde und es da auch Kollegen gäbe, denen es überhaupt nix ausmacht, Samstags zu arbeiten, würde ich versuchen, zu tauschen. Würden da lauter Sabbat am Samstag-Halter arbeiten, würde ich eben einen rotierenden Dienst bejahen, bei dem man abwechselnd frei bekommt.
      Babylonier, ich bin heilfroh, dass es Menschen gibt, die am Samstag dafür sorgen, dass die Brennelemente in AKWs nicht durchbrennen. Oder sonstige Katastrophen verhindern. Das ist der Fluch der modernen Technologien. Allerdings war ich immer gegen Atomernergie, weil ich das gar nicht so kleine Restrisiko (man denke nur an Erdbeben) für zu groß halte!
      Ich finde die Amish und Hutterer durchaus sympathisch, wie sie den Ochsenplug dem Traktor vorziehen. Sie haben aber m.W. ein Handy pro Gemeinde für medizinische Notfälle. Inkonsequent? Ja, man kann sich schon viele Gedanken dazu machen. Als ich z.B. einmal die "Segen" der modernen Medizin in Anspruch genommen habe, die ich auch großteils als unnatürlich empfinde, habe ich vorher gebetet, was ich machen soll, und mich dann der Antwort entsprechend verhalten. Ich möchte jetzt nicht meine Krankengeschichten hier ausbreiten, aber ich finde es legitim, sich Gedanken zu Blutkonserven, Chemotherapie, Organtransplantationen etc. zu machen. Aber ich finde es auch wichtig, die Gewissensfreiheit jedem einzelnen zu lassen. Wir leben nicht mehr in der Zeit, als der Holzsammler, der am Sabbat in der Wüste Holz gesammelt hatte, gesteinigt wurde. Diese Zeit war aber wohl nötig, zur "Unterweisung, Erziehung usw." analog zu den Argumeten von Paulus, warum das Gesetz immernoch gut ist.
      Aber wenn der Strom nunmal schon "da" ist, mache ich auch bei Bedarf am Sabbat Essen warm. Es ist ja einfach die Eigenart von Stromnetzen, dass man sie nicht für einen Tag abschalten kann, oder? Falls das problemlos ginge, wäre ich sogar vielleicht dafür. Wieder die Notstromversorgung von Krankenhäusern ausgenommen usw.
      Ich fand die autofreien Sonntage während der Ölkrise in den Siebzigern toll. Nur dass ich sie mir heute eher für die Samstage wünschen würde. Und bei dringenden Notfällen gab es Ausnähmeregelungen.
      Auch dass der moderne Mensch die Nacht zum Tag gemacht hat, entfernt uns von der gottgewollten Ordnung, der klaren Trennung von Tag und Nacht.
      Nun kann man ankommen mit den 10 Jungfrauen, die ja auch nachts versuchen, zu wachen und mit ihren Lampen die Nacht erhellen. Aber das tun sie ja nur zu einem bestimmten Zweck: Weil sie heiraten wollen! Und das tut man nur einmal im Leben, im biblischen Idealfall.
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      DonDomi schrieb:

      Stofi schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Ob es auf der Neuen Erde überhaupt noch ein Sabbat und Arbeit gibt weiss niemand. Ich kann es mir nicht vorstellen. Man ist bei und mit Gott, man ist befreit von allem. Es ist sehr gut möglich, dass es beides nicht mehr gibt. Die Bibel sagt dazu nichts, aber ich wüsste nicht wozu Arbeit auf der neuen Erde noch notwendig wäre. Adam und Eva mussten auch erst arbeiten als sie aus dem Paradies vertrieben wurden.Auf der Neuen Erde gibt es aber noch einen Unterschied zum Paradies: Man lebt bei Gott, das heisst man muss nicht mehr warten, dass er alle 7 Tage mal vorbeischaut, um es etwas überspitzt zu formulieren.
      Btw. Damit Du Strom hast muss auch einer Arbeiten und wenn Du im Krankenhaus bist, hast Du auch Freude, wenn Du neue Bettwäsche am Sabbat kriegst weil Du vielleicht aus Versehen das Abendessen verschüttet hast. Denke stets daran, es könnte auch dich treffen, dass Du am Sabbat plötzlich auf einen arbeitenden Menschen angewiesen bist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
      Auch Adam und Eva hatten im Paradies Arbeit. Allerdings keine Arbeit im "Schweiße des Angesichts"..... diese kam erst nach dem Sündenfall. Dass man auch auf der NE den Sabbat feiern wird, schreibt die Bibel. Ich frag mich manchmal, ob manche Adventisten hier überhaupt die Bibel als Grundlage ihres Glaubens haben .... und wie irdisch behaftet wiederum andere über das Reich Jesu denken....
      .

      .
      Ich glaube, du weisst ziemlich genau, dass die Bibel nichts drartiges hergibt. Vielleicht ist das eine Vision von Frau White, aber biblisch ist diese Aussage nicht. Jesus sagt sowieso ziemlich klar, dass der Sabat für den Menschen gemacht ist und nicht für Gott. Ich persönlich glaube das Menschsein im Paradies wird ziemlich anders sein, als wir uns das heute vorstellen können. Gut möglich, dass dann auch der Sabbat obsolet wird. Die Bibel sagt zum Beispiel, dass der Glaube vergehen wird aber die Liebe wird bleiben. Wenn schon so etwas gewaltiges wie der Glaube vergeht, warum dann nicht auch der Sabbat.Aber eigentlich ist diese Diskussion müssig, weil wir es nicht wissen und daran ändern auch Deine Aussagen vom Paradies nicht.

      Liebe Grüsse
      DonDomi

      1Mo 2,15 Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.

      Jes 66,23 Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.


      .Es ist immer super bequem und leicht zu sagen, wir wissen es nicht, oder: keiner kann es wissen. Gott gab uns sehr viele Informationen. Er gab uns Sein Wort, und die es verstehen wollen, auch Seinen Geist.

      .
      :greet:


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      Das geistliche Babylon

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      hnitschke schrieb:

      Auch ist es mehr als unpassend, jemanden als Hinkenden abzuqualifizieren, nur weil er BEIDE Tage biblisch begründet. Norbert hinkt hier nicht auf einem Bein herum, sondern steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Bibel, welche für die Christenheit des Neuen Bundes in der Tat beide Möglichkeiten zulässt.

      Elia sagte an die Adresse "seines" Volkes die selben Worte. "Wie lange wollt ihr noch auf beide Seiten hinken?" Beide Seiten heißt: die Seite Gottes und die Seite Baals.

      hnitschke, bis jetzt habe ich dich für intelligent genug gehalten ... du musst doch selber wissen, dass man ALLES biblisch begründen kann, oder? Das ist doch kein Argument, wenn man eine Lehre X mit der Bibel begründet. Man muss unterscheiden, kommt die Lehre ursprünglich aus der Bibel, oder kommt sie von außen und man hat sie in die Bibel rein gepresst?

      Die Sonntagheiligung gehört nachweislich zum Sonnenkult, also zu der Religion Baals. Und es ist irrelevant, womit man sich als Christ den Sonntag begründet, er ist und bleibt für einen treuen Jesus Nachfolger, der falsche Anbetungstag. Meinst du, satan hat den Tag abgegeben, nur, weil manche Christen gedacht haben, sie machen sich ihn für den Tag der Auferstehung? Im Gegenteil, das war doch seine Intention, den Tag Gottes mit den heiligsten Argumenten unauffällig zu vernichten und das seine zu unterjubeln.

      .
      :greet:


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      Norbert Chmelar schrieb:

      Radikale Kritiker der Kirchen, ......., könnten nun natürlich sagen, dass ab dem 3./4. Jahrhundert im Christentum bereits der »GROSSE ABFALL« vom biblisch-christlichen Glauben Jesu und der Apostel und der Urkirche angefangen habe und um mal zuzuspitzen sagen: „Seit dieser Zeit hat Satan und sein Antichrist (= der Papst!) die Herrschaft in der Kirche übernommen!” ---> Diese radikalen Kritiker, welche jeden heidnischen Einfluss in der Kirche ablehnen, könnten folgendes vorbringen:
      1. Die heidnisch-platonische Lehre von der "Unsterblichkeit der Seele": .....
      2. Die heidnische-antigöttliche Lehre von der "Dreieinigkeit/Trinität Gottes":....
      3. Die heidnische Lehre von "Weihnachten = Dem Tag des »Sol Invictus«":....
      4. Die heidnische Lehre von der "Sonntags-Heiligung":


      Es fehlen noch andere sog. Feiertage und Feste, die auch aus dem Heidentum kommen, sich aber in der Kirche, verchristianisiert etabliert haben. Wie noch zum Beispiel Ostern und Halloween. ´

      .
      :greet:


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      Rosen schrieb:

      Wenn ich in so einer Arbeitsstelle arbeiten würde und es da auch Kollegen gäbe, denen es überhaupt nix ausmacht, Samstags zu arbeiten, würde ich versuchen, zu tauschen.
      Dann darf man nicht aus dem Sabbat ein solch missionarisches und wichtiges Thema machen.
      Man nutzt die Vorzüge von etwas, wovon man sagt, dass man dagegen sei und dass es eigentlich ein Symbol der Widergöttlichkeit sei.

      Das gleiche gilt übrigens für den Wunsch, eine Gesellschaft zu haben die nach den Zehn Geboten lebt. Was ist mit Menschen, die das erste Gebot nicht halten, weil sie etwas anderes glauben, oder mit Heiden, die kleine Schnitzereien auf dem Tisch stehen haben? Wer garantiert deren Sicherheit?
      Wer garantiert die Sicherheit der Adventisten?

      Ihr (und wir alle) genießen eine Freiheit hierzulande, die maßgeblich nicht durch biblische Strukturen ausgebildet wurde, sondern (es tut mir ja leid) durch griechische und römische.
      Was durch die Bibel hinzukam waren nicht Rechtsordnungen nach dem Alten Testament, sondern ein Menschenbild und die Vorstellung der Liebe und Vergebung, wie Jesus sie lehrte.

      Diese Freiheit und was in ihr geschieht darf kritisiert werden; das ist ganz natürlicher Bestandteil der Freiheit selbst. Und die Unterdrückung, die wir durch unsere Freiheit ausüben, muss gesehen werden.
      Aber niemals würde ich mir alttestamentarische Rechtsstrukturen und Ordnungen herwünschen.

      Die Idee, die teilweise hier anklingt, man spreche ja nicht von den ganzen "menschengemachten" Rechtsordnungen und den ganzen Ausrottungsgeboten, sondern nur von den Zehn Geboten, ist utopisch. Sowas gab es nie und in der neuen Welt werden wir es nicht mehr brauchen.

      Was sollte man unter dieser Rechtsordnung machen, wenn man von der Nachbarin weiß, dass sie eine Buddhastatue im Wohnzimmer stehen hat oder dass sie Karten legt und pendelt? Selbst töten muss ich sie nicht, aber anzeigen müsste ich es?
      Sowas will man? Und dem Islam wirft man es vor?
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      hnitschke schrieb:

      1- Das ist die Frage auch und immer, egal ob samstags oder sonntags. Es gibt Sonntagschristen (viele),, abber vermutlich auch etliche Sabbatchristentt. Als SEGEN betrachte ich es schon, zu wissen, dass Gott an jedem Tag mir nahe ist, auch am Sonntag.


      2- Da sind wir uns einig. Die eiinen heiligen daher - als 7. Tag! - den Samstag, die anderen den Sonntag.


      3- Danke dafür! Also hat EGW "nur" eine Entweihung des Sonntags vorausgesagt. Was aber ist mit dem Samstag? Zunächst kann ich dem nur entnehmen, dass der Samstag für sie keine erwähnenswere zentrale Bedeutung hat. Oder?



      1- Auch Adam und Eva hatten jeden Tag Gemeinschaft mit Gott. Man kann den Alltag heute ohne Gott gar nicht gut meistern. Natürlich segnet Gott das und jenes, jeden Tag tut Er das. Aber der Sabbatsegen ist etwas anderes. Da ist der ganze Tag gesegnet. Er ist ein Anbetungstag, ein Feiertag. Man lebt jeden Tag mit der eigenen Familie zusammen, wenn jedoch einer Geburtstag hat, dann ist es ein Feiertag, etwas besonderes, feierliches.

      2- Es ist etwas naiv sich darauf zu berufen, dass der "Sabbat" auch an einem anderen Tag gehalten werden kann und trotzdem Sabbat heißen kann..... weil "Sabbat" eigentlich nur Ruhe bedeutet. Kein ernster Theologe, kein "relig. Wissenschaftler" würde so argumentieren. Denn es ist der GANZEN Welt, vor allem der ganzen Christlichen Welt ohne Zweifel klar, welches der biblische Sabbat und was der Sonntag ist. Zudem ist es genau so klar, welcher der 7. und welcher der 1. Tag ist. Auch die ständigen Argumente: ""wer weiß, ob die Tage heute immer noch so sind, wie damals, und wer weiß und wer weiß."" ..... sind nicht sehr weise. Die Reihenfolge der Wochentage haben sich doch niemals geändert, wie hätte das auch passieren sollen? Zudem zeugt solche Argumentation eigentlich von mangelndem Gottvertrauen. Ist Gott so ohnmächtig, dass Er auf der einen Seite einen Tag absondert, heiligt, segnet, und als Gebot den Menschen gibt.... kann aber auf der anderen Seite nicht dafür sorgen, dass man den Tag, von der Schöpfung an, fortlaufend erkennen kann? Sind das nicht alles nur Ausreden? (rhet.)

      3- EGW schrieb im o.g. Abschnitt, wie die Welt irgendwann in der Trübsal, bei allen den Katastrophen und Unheil, die die Erde treffen, SCHULD gibt denen, die den Sonntag (ihren Sonntag) entheiligen... das sind die Sabbathalter. Auf die wendet sich dann die Verfolgung. Es geht ihr in dem Abschnitt nicht darum, den Sabbat zu beurteilen, sondern sie schildert den Hass der Welt (der anderen Kirchen) auf das treue Volk Gottes, welches den Sonntag eben nicht akzeptiert, sonder lieber nach dem Willen Gottes den Samstag heiligt. (übrigens: dann nutzt der STA auch keine Ökumene mehr).

      .
      :greet:


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      Seele1986 schrieb:



      Das gleiche gilt übrigens für den Wunsch, eine Gesellschaft zu haben die nach den Zehn Geboten lebt. Was ist mit Menschen, die das erste Gebot nicht halten, weil sie etwas anderes glauben, oder mit Heiden, die kleine Schnitzereien auf dem Tisch stehen haben? Wer garantiert deren Sicherheit?
      Wer garantiert die Sicherheit der Adventisten.

      Tja, die 10 Gebote sind aber die Sicherheit für ein gutes, angstloses Leben in Frieden. WENN die ganze Welt die 10 Gebote halten würde, hätten wir hier das Paradies. WEIL sich die Menschen aber schon sehr früh daran nicht hielten, haben wir anstatt Paradies die Hölle.

      Wer aber Jesus erkennt und Ihn annimmt, der ändert sein Leben. Er übt sich nach den Regeln Gottes zu leben, WIE im Paradies. Deshalb sagte Jesus: das Reich Gottes ist mitten unter euch, oder: lasst den Sauerteig des Reiches Gottes in euch wachsen (mmW) .... damit auch die Welt erkennt....

      David beschreibt die Schönheit, die Weisheit, die Heiligkeit, usw der Gebote in den Psalmem, vor allem im Psalm 119. ... zu empfehlen.

      .
      :greet:


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