Sabbatgebot noch gültig?

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    • DonDomi schrieb:

      Hi

      Ich hätte ja nie gedacht, dass meine simple Frage und die Bemerkung zur Datumsgrenze so eine Diskussion auslösen kann.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
      Eben. solange wir in unserm Bewusstsein die Erde als Scheibe erleben - und das un wir heute auch noch ! - und uns praktisch nicht vorstellen können, dass der "Antipode" uns bei der Telekommunikation seine Füsse engegenstreckt, hat alles schön gepasst : Die da beginen eine Stunde früher mit demm Sabbat,die dort eine Stunde nach uns. Na und., wenn schon !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • mia ton sabbaton

      Norbert Chmelar schrieb:

      Es steht aber von der frühen Geschichte der Christenheit an fest, dass die Feier am Tag des Herrn - also am Sonntag - bereits gängige Praxis war seit 55 n.Chr. (---> siehe Apg. 20,7) Man kann diese Bibelstelle nicht als eine zufällige Versammlung ansehen, wie von der STA-Theologie behauptet wird! Die Sonntagsfeier wurde bereits von der urchristlichen Gemeinde stets gehalten!

      Apg. 20,7 kann man schon als zufällige Versammlung ansehen.
      Es gibt auch Erklärungen, dass es sich eigentlich um eine Versammlung am Sabbat handelt, die sich aber bis zum Abend (also in den Sonntag hinein) hinzog.
      Ich würde aber gleich bei der interpretativen Übersetzung am ersten Tag der Woche ansetzen, die meiner Meinung nach falsch ist.

      Luther übersetze den Text (1545)

      Bibelstelle

      Apg. 20,7 AVff einen Sabbath aber / da die Jünger zusamen kamen / das Brot zu brechen / prediget jnen Paulus / vnd wolte des andern tages ausreisen / vnd verzoch das wort bis zu mitternacht


      Erst im 19 Jhd. wurde das geändert.
      In der Lutherbibel von 1847 wurde noch Sabbat übersetzt (inkl. aller Auferstehungstexte)
      https://books.google.ch/books?id=oPE8AAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Luther+Bibeln+
      1847&hl=de&sa=X&ei=1RO5UabnBsvi4AOGzYCABw&ved=0C
      DoQ6AEwAA#v=onepage&q=Luther%20Bibeln%201847&f=false

      In der Lutherbibel von 1856 wurden dann alle diese Texte mit erster Tag der Woche übersetzt.
      https://books.google.ch/books?id=eCVMAAAAYAAJ&pg=PR6&dq=Bibel+1856&hl=de&sa=X&ei
      =zBy5UdPOIrL-4APZzoGYAQ&ved=0CEMQ6AEwAg#v=onepage&q=Bibel%201856&f=false

      Also genau passend gegen die Erstarkung der Sabbatbewegung.

      Im Griechischen steht an allen diesen Stellen (Auferstehungstexte, Apg. 20,7) mia ton sabbaton . Über die Argumente, wie das zu übersetzen ist, kann man sich im Netz mal kundig machen.
      Hier kann man etwas über den Gebrauch der einzelnen Wörter nachlesen
      logosapostolic.org/bible_study/452-sabbaton.htm

      Um es kurz zu machen:
      mia ist unbestimmt und sollte mit ein übersetzt werden. Sabbaton ist mit Sabbat zu übersetzen. Alles andere ist inkonsequent. Mia ton sabbaton ist kein Idiom für erste Tag der Woche.

      Die wortgetreue Übersetzung ist einer der Sabbate. Das weist auf einen von den sieben Sabbaten hin, die vom Passah auf das Wochenfest zu zählen waren.

      Bibelstelle

      3. Mose 23, 15 Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.16 Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.Sabbat hinuns zu dem Wochenfest


      Und in Apg. 20,6 wird auch ausdrücklich erwähnt, in welcher Zeit sie sich befanden:

      Bibelstelle

      Apg. 20, 6 Wir aber fuhren nach den Tagen der Ungesäuerten Brote mit dem Schiff von Philippi ab und kamen am fünften Tag zu ihnen nach Troas und blieben dort sieben Tage.


      Es war nach den Tagen der ungesäuerten Brote! Soll das zufällig sein? Ich denke nicht.
      Luther hat eigentlich richtig übersetzt. Genauer wäre an einem der Sabbate gewesen.
      An einem der Sabbate zwischen Passah und Wochenfest, wie der Kontext ja deutlich anzeigt.

      Die Gläubigen in der Zeit der Apostelgeschichte hielten den Sabbat vgl. Apg. 13,14, Apg. 13,44, Apg. 15,21, Apg. 16,23, Apg. 17,12, Apg. 18,4 und auch Apg. 20,7 macht da keine Ausnahme.

      lg

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Discipulus ()

    • Die Manipulation um die Datumsgrenze ist ein Problem - bitte, Ihr pharisäisch Genauen der BRI etc. liefert ernstzunehmende Argumente. Die polnahen Regionen sind ein Problem - - und ob € 2.50 in den Ticketautometen ein "Geschäft" sind und man daher lieiber einen stundenlangenFussmarsch auf sich nimmt - -


      Aber gerade heute krame ich in meiner Erinnerung : "Gottesruhe, Sabbatstille" - das konnte ich erleben, die Stille im "Volksempfänger" (NAZI - Standard - Radio ehedem) ,die Abkehr von der "Welt" draussen, den "Vorschmack der himmmlischen Ruh" -


      wer kündet hier davon ?


      Und mia twn sababtwn sehe ich korrekt - abber nicht "wörtlich" überstet "Am ersten Tag nach dem Sabbat", genauseo wie "tritra" für die Hochzeit zu Kana glaubhaft simpel den Dienstag bezeichnet ( , nach Pinchas Lapide den "klassischenHochzeitstag. Und "paraskeuh" den Feitag = "Rüsttag", wie man im STA - Alltag früher untereinander sprach - un die Tageszzeitung ina Athen huete noch ihre Freitagausgabe überschreibt . .

      Discipulus, imch empfehle Dir einmal das "klassisch" Gaymnasium" mit 6 x wöchentlcih Griechisch (so etws gab es - siehe Rolph Pöhler - in der BRD noch !) und dann eigene Texterfahrung - und nicht wikipedia. Zudem : mia : eis, mia , en - was ist da unbestimmt ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Discipulus schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Sonntagsfeier wurde bereits von der urchristlichen Gemeinde stets gehalten!

      Luther übersetze den Text (1545)

      Bibelstelle

      Apg. 20,7 AVff einen Sabbath aber / da die Jünger zusamen kamen / das Brot zu brechen / prediget jnen Paulus / vnd wolte des andern tages ausreisen / vnd verzoch das wort bis zu mitternacht


      Erst im 19 Jhd. wurde das geändert.
      In der Lutherbibel von 1847 wurde noch Sabbat übersetzt (inkl. aller Auferstehungstexte)
      https://books.google.ch/books?id=oPE8AAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Luther+Bibeln+
      1847&hl=de&sa=X&ei=1RO5UabnBsvi4AOGzYCABw&ved=0C
      DoQ6AEwAA#v=onepage&q=Luther%20Bibeln%201847&f=false

      In der Lutherbibel von 1856 wurden dann alle diese Texte mit erster Tag der Woche übersetzt.
      https://books.google.ch/books?id=eCVMAAAAYAAJ&pg=PR6&dq=Bibel+1856&hl=de&sa=X&ei
      =zBy5UdPOIrL-4APZzoGYAQ&ved=0CEMQ6AEwAg#v=onepage&q=Bibel%201856&f=false

      Also genau passend gegen die Erstarkung der Sabbatbewegung.

      Im Griechischen steht an allen diesen Stellen (Auferstehungstexte, Apg. 20,7) mia ton sabbaton .
      Es sollte hier einmal eine Wort für Wort-Übersetzung vorgenommen werden - von Koine-Griechisch (das Griechische des NT!) - Professoren, um endgültig zu klären, ob es sich bei Apg.20,7 um Sabbat oder Sonntag („am ersten Tag der Woche”) gehandelt hat!
    • Unser Herr Jesus ist am ersten Tag der Woche auferstanden, so berichten es uns übereinstimmend alle vier Evangelien (Mat 28,1; Luk 24,1; Mar 16,2; Joh 20,1). Und Jesus erschien den Jüngern bis zu seiner Himmelfahrt, mindestens zweimal am ersten Tag der Woche (Joh 20;19; 20,26 ).

      Somit wurde es schon am Anfang der Gemeindezeit zu einer Gewohnheit, sich am ersten Wochentag zu versammeln.

      Aus der Kirchengeschichte des Eusebius und aus jüdischen Texten des zweiten Jahrhunderts erfahren wir, dass es den Judenchristen mit der Zeit immer schwerer gemacht wurde sich am Sabbat in den Synagogen zu versammeln, weil die Juden darin Abgefallene ihres Glaubens sahen und so wurden mehr und mehr von ihnen aus den Synagogen ausgeschlossen. So kam schließlich die Gewohnheit, sich am Sonntag zum Gottesdienst sich zu versammeln.

      Die Frage die jetzt im Raum steht, ist damit aber noch nicht beantwortet worden.

      Sind wir verpflichtet den Sabbat wie es das Gesetz verlangte zu halten?

      Adventisten würden wahrscheinlich mit Ja, antworten.

      Denn sie sehen sich an die Stelle Israels gesetzt, sie glauben und halten deswegen ganz selbstverständlich das Sabbatgebot. So wundert es nicht, dass die Adventisten den Sabbat halten, weil sie eben glauben dass sie an die Stelle Israels getreten sind (Ersatztheologie).


      Ähnlich ist es mit der röm.-kath. Kirche, auch sie sehen durch ihre Ersatztheologie die Juden als verworfen und an ihrer Stelle. Die römische Kirche geht aber noch einen Schritt weiter und änderte das Gebot des Sabbats auf ein Sonntagsgebot. Erst mit der Einführung des Christentums als römischer Staatsreligion im 4. Jh. wurde der Sonntag offiziell Gottesdienst- und Ruhetag als Entsprechung zum jüdischen Sabbat.

      Der Sabbat (nicht die jüdischen Sabbatvorschriften) aber geht auf die Schöpfung zurück und sollte für alle Menschen als ein Segen gelten. Das hat auch Jesus den Juden versucht zu erklären, als er sagte: „Der Sabbat ist für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.“ (Mar 2,127)

      Der Herr gibt hier zweierlei zu verstehen:
      1. Der Sabbat ist geschaffen worden (bei der Schöpfung) und nicht erst am Berg Sinai und
      2. Der Sabbat ist ein Tag für alle Menschen, ein Tag für Erneuerung und Besinnung.

      Da wir Christen aus den Heidennationen nun nicht unter dem Gesetz stehen, sind wir auch nicht verpflichtet die Sabbatgebote nach dem Buchstaben des Gesetzes zu halten. Wir ehren und erinnern uns des Sabbats und betrachten ihn als einen besonderen Tag und dürfen ihn in unserer Freiheit durch Christus so begehen wie wir es für richtig halten, dürfen aber kein Gebot für andere daraus machen.

      „Denn das alles sind nur Schattendinge,“ sagt Paulus in Kolosser 2,17, „von dem, was in Christus Wirklichkeit geworden ist.“ Das ist das Schöne: Wir können und dürfen den wöchentlichen Sabbat beobachten, und an den Schöpfer denken, müssen aber die Sabbatvorschriften die nur für die Juden gelten nicht halten.

      Und das gleiche gilt auch dem ersten Tag der Woche, dem Sonntag. Es gibt kein einziges biblisches Gebot am Sonntag irgendetwas zu tun oder zu lassen. Wir können und dürfen in unserem schönen Land Österreich (Schweiz und Deutschland sind auch schön) am Sonntag müssig sein, weil er ein gesetzlicher Feiertag ist. Wir können, wie die ersten Christen somit auch am Sonntag Gottesdienst feiern, im Andenken an Seine Auferstehung.

      Bis ins dritte Jahrhundert finden sich Aufzeichnungen in der Kirchengeschichte, dass das die Frühchristen auch so gehandhabt haben. In manchen Gegenden kamen sie am Sabbat zusammen, weil es vom jüdisch-kulturellen Hintergrund so leichter möglich war, vor allem in Vorderasien und anderer Orts kamen sie am ersten Tag der Woche zusammen. Und in manchen Gegenden trafen sie sich am Sabbat und am Sonntag.

      Erst im 400 Jahrhundert wurde am Konzil von Laodizea verordnet: „Die Christen dürfen nicht nach Judenart am Sabbat müssig sein, sondern sollen an diesem Tag arbeiten. Sie mögen dem Herrentag (Sonntag) den Vorzug geben und als Christen ruhen, falls sie es können. Werden sie aber als Judaisierende erfunden (d.h. wenn sie den Sabbat beobachten), so seien sie von Christus ausgeschlossen.“
      Kirchengesetz, Konzil von Laodizea (343-381 n. Chr.)

      Hier stellt sich die römische Kirche eindeutig über Gottes Wort.

      In unserer freikirchlichen Gemeinde halten wir es so:
      Sabbat - Freu dich über die Schöpfung!
      Sonntag - Freu dich über die Erlösung!

      In diesem Sinne, wünsche ich ein gesegnetes WE!
      „Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Altor ()

    • Also bitte : Wort für Wort (Was schon ein Mittelschüler nach sechs Wochen Griechisch im kleine Finger haben muss) - nach Bauer : Griechisch - deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der übrigen urchrislichen Literatur 5. aiuflage, Berlin 1958, Spalte 457 (eis mia - en), weiter Spalte 459 , dort unter 4 _ "viell. hebrais. (vgl. Num 1, 1 : 2- en mia tou mhnos tou deuterou, vgl. Matth. 28,1.,; Lk.24,1,; Joh. 2, 1., 19. - - In 1. Korinther 16, 2. allerdings : "mian sabbatou".;

      Wörtlich die erste ( "Tag" ist Femininum !) (der) Sabbate (= Genitiv pluralis, ohne Artikel) In der Korintherstelle : die erste (des) Sabbats (Genitiv singularis).

      Randbemerkung 1 : Der Genitiv ist im Griechischen mit viel mehr Bedeutungen belegt als in unsrer Sprache, die wörtliche Übersetzung bring - NICHTS


      Randbemerkung 2 .: Dem schon von mir zitierten Jude Pinchas Lapide wird doch eine hohe Kompetenz zuzuschreiben sein, wenn er ironisch über christliche Deuter herzieht, welche den "dritten Tag"
      aus dem Johannesevangelium deuten, deuteln, interpretieren, symbolisch nehmen, auslegen - sie seien offensichtlich noch nie im Nationalmuseum in Athen gewesen - das sei nmlcht "trita" - allwöchentlich gecshlossen - simpel, es sei dienstags zu. Und trita sabbatwn sei der traditionelle Hochzeitstag damals in Palästina gewesen .- - -

      Randbemerkung 3 : Apg.20, 7 ff. - En de th mia twn sabbatwn - - was bringt das die wörtliche Übersetzung : "Aber an (der) ersten der Sabbate - - " oder 1. Kor. 16,2 : von (der) ersten des Sabbats weg - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Wörtlich zu übersetzen ist mia ton sabbaton mit einer der Sabbate.


      Wenn sich dies auf die Zählung der Sabbate zwischen Passah und Pfingsten (Wochenfest) gemäß 3. Mose 23,15 bezieht, wie ich vermute, ließe sich das leicht widerlegen, wenn nämlich mia ton sabboton auch außerhalb dieser Zeit verwendet würde.
      Mia ton sabbaton wird sieben mal gebraucht.
      Fünf mal in den Evangelien mit Bezug auf die Auferstehung Jesu (Mt. 28,1, Mk. 16,2, Lk. 24,1, Joh. 20,1 + 20,19). Hier ist natürlich klar, dass wir zwischen Passah und Pfingsten sind.

      Dann gibt es noch


      Bibelstelle

      Apg. 20, 6 Wir aber fuhren nach den Tagen der Ungesäuerten Brote mit dem Schiff von Philippi ab und kamen am fünften Tag zu ihnen nach Troas und blieben dort sieben Tage. 7 Am ersten Tag der Woche [an einem der Sabbate] aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen


      (Text in Klammern Ergänzung von mir)
      Auch hier ist die Einordnung zwischen Passah und Pfingsten klar bezeugt. Wem das noch reicht, kann noch Vers 16 dazu nehmen:

      Bibelstelle

      Apg. 20, 16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorüberzufahren, um in der Provinz Asia keine Zeit zu verlieren; denn er eilte, am Pfingsttag in Jerusalem zu sein, wenn es ihm möglich wäre.



      Und dann ist da noch

      Bibelstelle

      1. Kor. 16,2 An jedem ersten Tag der Woche [an jedem der Sabbate] lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme.


      Und was lesen wir im weiteren Verlauf


      Bibelstelle

      1. Kor. 16 5. Ich will aber zu euch kommen, sobald ich durch Makedonien gezogen bin; denn durch Makedonien will ich nur durchreisen. 6 Bei euch aber werde ich, wenn möglich, eine Weile bleiben oder auch den Winter zubringen, damit ihr mich dann geleitet, wohin ich ziehen werde. 7 Denn ich will euch jetzt nicht nur sehen, wenn ich durchreise; ich hoffe ja, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn es der Herr zulässt. 8 Ich werde aber in Ephesus bleiben bis Pfingsten


      Paulus will bis Pfingsten in Ephesus bleiben. Auch im letzten mia ton sabbaton - Text ist im Kontext ein Bezug auf die Zeit zwischen Passah und Pfingsten vorhanden.
      Soll das etwa Zufall sein?
      Warum finden wir den Ausdruck nicht zu ander Zeit im Jahr, welche ja viel länger ist?

      Es bedarf keiner erster Tag der Woche- Konstruktion, die dem griechischen Text nicht gerecht wird.
      Es bedarf auch keiner Postilierung eines Idioms erster Tag der Woche , welches man so bis zur Abfassung der Bibeltexte an keiner anderen Stelle in der Literatur (auch außerhalb der Bibel) findet.


      Die wörtliche Übersetzung ist voll und ganz sinnvoll.
    • Hervorragende Argumentation von Altor!

      Altor schrieb:

      Unser Herr Jesus ist am ersten Tag der Woche auferstanden, so berichten es uns übereinstimmend alle vier Evangelien (Mat 28,1; Luk 24,1; Mar 16,2; Joh 20,1). Und Jesus erschien den Jüngern bis zu seiner Himmelfahrt, mindestens zweimal am ersten Tag der Woche (Joh 20;19; 20,26 ).

      Somit wurde es schon am Anfang der Gemeindezeit zu einer Gewohnheit, sich am ersten Wochentag zu versammeln.


      Aus der Kirchengeschichte des Eusebius und aus jüdischen Texten des zweiten Jahrhunderts erfahren wir, dass es den Judenchristen mit der Zeit immer schwerer gemacht wurde sich am Sabbat in den Synagogen zu versammeln, weil die Juden darin Abgefallene ihres Glaubens sahen und so wurden mehr und mehr von ihnen aus den Synagogen ausgeschlossen. So kam schließlich die Gewohnheit, sich am Sonntag zum Gottesdienst sich zu versammeln.

      Die Frage die jetzt im Raum steht, ist damit aber noch nicht beantwortet worden.

      Sind wir verpflichtet den Sabbat wie es das Gesetz verlangte zu halten?

      Adventisten würden wahrscheinlich mit Ja, antworten.

      Denn sie sehen sich an die Stelle Israels gesetzt, sie glauben und halten deswegen ganz selbstverständlich das Sabbatgebot. So wundert es nicht, dass die Adventisten den Sabbat halten, weil sie eben glauben dass sie an die Stelle Israels getreten sind (Ersatztheologie).


      Ähnlich ist es mit der röm.-kath. Kirche, auch sie sehen durch ihre Ersatztheologie die Juden als verworfen und an ihrer Stelle. Die römische Kirche geht aber noch einen Schritt weiter und änderte das Gebot des Sabbats auf ein Sonntagsgebot. Erst mit der Einführung des Christentums als römischer Staatsreligion im 4. Jh. wurde der Sonntag offiziell Gottesdienst- und Ruhetag als Entsprechung zum jüdischen Sabbat.

      Der Sabbat (nicht die jüdischen Sabbatvorschriften) aber geht auf die Schöpfung zurück und sollte für alle Menschen als ein Segen gelten. Das hat auch Jesus den Juden versucht zu erklären, als er sagte: „Der Sabbat ist für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat.“ (Mar 2,27)

      Der Herr gibt hier zweierlei zu verstehen:
      1. Der Sabbat ist geschaffen worden (bei der Schöpfung) und nicht erst am Berg Sinai und
      2. Der Sabbat ist ein Tag für alle Menschen, ein Tag für Erneuerung und Besinnung.


      Da wir Christen aus den Heidennationen nun nicht unter dem Gesetz stehen, sind wir auch nicht verpflichtet die Sabbatgebote nach dem Buchstaben des Gesetzes zu halten. Wir ehren und erinnern uns des Sabbats und betrachten ihn als einen besonderen Tag und dürfen ihn in unserer Freiheit durch Christus so begehen wie wir es für richtig halten, dürfen aber kein Gebot für andere daraus machen.

      „Denn das alles sind nur Schattendinge,“ sagt Paulus in Kolosser 2,17, „von dem, was in Christus Wirklichkeit geworden ist.“ Das ist das Schöne: Wir können und dürfen den wöchentlichen Sabbat beobachten, und an den Schöpfer denken, müssen aber die Sabbatvorschriften die nur für die Juden gelten nicht halten.

      Und das gleiche gilt auch dem ersten Tag der Woche, dem Sonntag. Es gibt kein einziges biblisches Gebot am Sonntag irgendetwas zu tun oder zu lassen. Wir können und dürfen in unserem schönen Land Österreich (Schweiz und Deutschland sind auch schön) am Sonntag müssig sein, weil er ein gesetzlicher Feiertag ist. Wir können, wie die ersten Christen somit auch am Sonntag Gottesdienst feiern, im Andenken an Seine Auferstehung.

      Bis ins dritte Jahrhundert finden sich Aufzeichnungen in der Kirchengeschichte, dass das die Frühchristen auch so gehandhabt haben. In manchen Gegenden kamen sie am Sabbat zusammen, weil es vom jüdisch-kulturellen Hintergrund so leichter möglich war, vor allem in Vorderasien und anderer Orts kamen sie am ersten Tag der Woche zusammen. Und in manchen Gegenden trafen sie sich am Sabbat und am Sonntag.

      Erst im 400 Jahrhundert wurde am Konzil von Laodizea verordnet: „Die Christen dürfen nicht nach Judenart am Sabbat müssig sein, sondern sollen an diesem Tag arbeiten. Sie mögen dem Herrentag (Sonntag) den Vorzug geben und als Christen ruhen, falls sie es können. Werden sie aber als Judaisierende erfunden (d.h. wenn sie den Sabbat beobachten), so seien sie von Christus ausgeschlossen.“
      Kirchengesetz, Konzil von Laodizea (343-381 n. Chr.)

      Hier stellt sich die römische Kirche eindeutig über Gottes Wort.

      In unserer freikirchlichen Gemeinde halten wir es so:
      Samstag - Freu dich über die Schöpfung!
      Sonntag - Freu dich über die Erlösung!


      Danke Altor für diese sehr gute Argumentation!

      Dass sich sowohl STA als auch RKK an die Stelle des nachwievor "Auserwähltes Volk Israel" (---> siehe Römer 9-11!) setzten (Ersatztheologie) , ist schlicht und ergreifend bibelwidrig und auch theologisch unzulässig!

      Der große Fehler war es, als die RKK auf dem Konzil von Laodizea (343-381 n. Chr.) per Kirchengesetz quasi das 4. Sabbat-Gebot aufgehoben hat! ---> Das ist es ja, was Daniel (----> siehe Daniel 7!) prophezeit wurde („Zeit und Gesetz geändert!”)! Der Verdienst der Siebenten-Tags-Baptisten und der Siebenten-Tags-Adventisten war es wieder auf das unveränderliche Sabbatgebot hingewiesen zu haben, da es Bestandteil des »Moral-Gesetzes« (= 10 Gebote) ist und bleibt!

      Und daher versuche auch ich sowohl am Sabbat als auch am Sonntag den Gottesdienst zu besuchen »zum Lobe und zur Ehre Gottes« unserem Schöpfer (Gedenktag Sabbat) und Erlöser (Gedenktag Sonntag)!
    • philoalexandrinus schrieb:



      Wörtlich die erste ( "Tag" ist Femininum !) (der) Sabbate (= Genitiv pluralis, ohne Artikel) In der Korintherstelle : die erste (des) Sabbats (Genitiv singularis).

      Das stimmt nicht!
      Mia bedeute ein(e). Über 300 mal wird es im NT gebraucht und nur in den mia ton sabbaton- Texten (und Titus 3,10, wo es aber nicht nötig ist) mit erster übersetzt.
      Das griechische Wort prote bedeutet erster und wird im NT auch über 150 mal so gebraucht.
      Auch sabbaton wird an allen anderen Stellen mit Sabbat übersetzt, nur im Zusammenhang mit mia ton sabbaton als Woche.
      Um hier die Inkosequenz zu erkennen, braucht man kein Experte zu sein.

      lg
    • Altor schrieb:

      In unserer freikirchlichen Gemeinde halten wir es so:
      Ich bin dankbar das Gott eine neue Gruppe Gläubiger Menschen gerufen hat, in Freihet seinen Willen zu bezeugen und die Liebe Jesu zu leben.

      Wie gesagt,der Sabbatsegen wurde schon bei der Schöpfung ausgesprochen. Die Juden als sein Volk
      bekamen die Tafeln exklusiv, um deutlich zu machen was Gottes Wille ist.

      Wenn wir Jesu nachfolgen,ihn lieben,er unser Fels und der Weg,die Wahrheit und das Leben ist, ist es für mich und alle die Jesus Vetrauen
      selbstverständlich das wir das tun was er uns vorgelebt hat, Davon solle wir Zeugnis geben was wir von ihm gelernt haben.
      Eigentlich ganz einfach.... ;)
      Luk.4
      Jesu Predigt in Nazareth
      16 Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um zu lesen.
      17 Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61,1-2):
      18 »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit
    • Zur Wiederholung:

      Es gibt im biblischen Kalender nur zwei "erste" Wochentage/"Tag nach dem Sabbat"=Samstag, welche Gedenktage sind.

      Der Erstlingstag (Lev. 23:9.-11.) in den 8 Passah-Tagen und sieben Wochen (hebr. Shawuoth)/49 Tage später der Pfingsttag (50.=Pentekoste Lev. 23:15.ff.).

      Diese beiden Tage IM JAHR sind prophetisch und auch im NT/Johannesoffenbarung ZEUGNIS JESU.

      Die Apostelgeschichte rechtfertigt historisch KEINE allwöchentliche Sonntagsruhe/Sonntagsgedenken, im Gegenteil, es ist ausschließlich vom WÖCHENTLICHEN Samstag-Sabbat in Apg. die Rede (Siehe Texte, Konkordanz)

      Alles andere ist "kirchenväterliche" Fiktion und erfüllt den Tatbestand von Daniel 7:25./11:28. Gräuel gegen den heiligen Bund, nicht nur gegen den vom Sinai sondern auch den neuen, durch den Messias bestärkten (Daniel 9:27.).

      Markus 2:28.

      "Somit ist der Sohn des Menschen (Jesus) Herr auch des Sabbats".

      Ostersonntag und Pfingst-Sonntag sind veränderte, heidnische Bezeichnungen für zwei JÄHRLICHE, vom Samstag ABHÄNGIGE Gedenktage Jesu.

      Die Sieben Wochen sind gegeben zum Gedenken an die Einführung der Sieben-Tage-Woche (Exodus 16) und den Bund vom Sinai (Ex. 19). Deshalb kamen die Apostel in Apg. 2 zusammen.

      Die "Versammlungen" nach der Auferstehung Jesu geschahen aus Furcht vor den pharisäischen Juden, nicht zum "Gottesdienst".
    • eis - mia - en :So in den Wörterrebüchern zu finden . Mia - nun ja, wenn der Tag "Hmera" - feminin ist !


      Es geht nicht um das "prwth" - "erste-"allererste", ( "en prwth hn - - -") sondern um den Gesamtausdruck, - dies gilt für jede Sprache ! - von Wortkombinationen !

      Hier ganz konkret : wie habe die, aud welche wir gläubigh hören , den Sabbat und /oder den Sonntag bezeichnet ! Euch würde ich einmal die Wiochentagsbezeichnungen in unsrem Deutsch einem Maoi erklären lassen ! Was der mit "Dienstag"und einem Kurzwöterbuch alles heraus-und hineininterptretieren würde !
      die Häugfigkeit des Vorkommens Deiner beiden vorgetragenen Beispiele finde ich im Schmolles Handkonkordanz NICHT. Zudem, discipulus, erinnerst Du Dich an die Bedeutung der -sehr sehr verchiedene Bedeutung habenden -Worte wie eis - mia- en oder kata oder de, - spaltenlang aufeglistet im Bauer, wirst Du sehr sehr vorsichtig mit Deinen Anagaben. ,
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Ostersonntag und Pfingstsonntag bitte nicht herabwürdigen!

      freudenboten schrieb:

      Ostersonntag und Pfingst-Sonntag sind veränderte, heidnische Bezeichnungen für zwei JÄHRLICHE, vom Samstag ABHÄNGIGE Gedenktage Jesu.
      Es war göttlicher Willen, dass sein Sohn an einem Sonntag („der erste Tag der Woche”) auferstanden ist und ebenso dass die christliche Kirche ebenfalls an einem Sonntag gegründet worden ist!
      Deshalb ist sowohl der Ostersonntag als auch der Pfingstsonntag kein heidnischer veränderter Tag, sondern es sind durch Gott festgelegte Tage! ---> Daher war es nur konsequent, dass sich die christliche Kirche am Sonntag versammelt hat!

      Ostern - die Auferstehung Jesu und Pfingsten - die Gründung der Kirche - sind daher “neue Offenbarungen" Gottes im Neuen Testament, die etwas vollkommen Neues (nämlich Auferstehung und Gründung der Kirche) im HEILSPLAN Gottes gebracht haben! Die war nun mal jeweils am Sonntag! Daher war die Diskriminierung des christlichen Sonntags durch die frühe Adventisten-Kirche ein schwerer Fehler!

      Die christlichen Feiertage - Ostern und Pfingsten - welche schon sehr bald von der Christenheit begangen wurden (Altor hat bereits darauf hingewiesen!) dürfen von STA nicht herabgewürdigt werden!

      Dass der Sabbat dennoch gilt, ist unbestritten!