Kritik an der RKK

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    • Von "heiligen" des kath. "Dreieinigkeitsdogmas" kann gar nicht die Rede sein!

      hnitschke schrieb:

      Es ist ungerecht, "die Katholiken" anzuprangern, ... . Ich erlebe manchhe als tiefgläubige Christen.

      Dogmen und Lehren, die geglaubt werden müssen ...

      Oder das Dreieinigkeitsdogma
      Norbert, du verteufelst die RKK, "heiligst" aber ihr Dogma?

      Lieber Hajo hnitschke!
      Wo habe ich in NR. 97 die Katholiken angeprangert bzw. die RKK verteufelt? (Da solltest Du, der Du doch auch evangelisch bist, mal Luthers "Schmalkaldische Artikel" lesen: dort wird der Papst (= Leo X.!) aber sowas von verteufelt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :cursing: ).
      Lediglich habe ich deren Lehrmeinung - um genauer zu sein die Meinung von Papst Franziskus - in Sachen "Frauenpriestertum" und "Zölibat" versucht, biblisch zu widerlegen!

      Und von "heiligen" des kath. "Dreieinigkeitsdogmas" kann gar nicht die Rede sein! Ich kenne viele theolog. und praktische Einwände von schlauen heutigen (überwiegend " Historisch-Kritischen"!) Professoren und Bibelgelehrten, habe sogar mind. 2 Bücher von Trinitätskritikern mir gekauft und gelesen; aber - wie ich schon in einem anderen Thread schrieb - im Gegensatz zu diesen "schlauen Gelehrten" bilde ich mir nicht ein schlauer zu sein als die frühen (1.- 5. Jhdt.) Kirchenväter, wie z.B. Athanasius, der maßgebliche das Nicänum formuliert hatte. Und auch schlauer als wie der Begründer unserer Kirche, also wie Martin Luther, will ich auch nicht sein, der doch als hervorragender Bibelkenner das Trinitätsdogma nicht beanstandet hatte und es in den 1. Artikel des Augsburger Bekenntnisses aufnehmen ließ! Für Luther verstieß somit die Dreieinigkeitslehre nicht gegen die Bibel!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      im Gegensatz zu diesen "schlauen Gelehrten" bilde ich mir nicht ein schlauer zu sein als die frühen (1.- 5. Jhdt.) Kirchenväter, wie z.B. Athanasius, der maßgebliche das Nicänum formuliert hatte. Und auch schlauer als wie der Begründer unserer Kirche, also wie Martin Luther, will ich auch nicht sein, der doch als hervorragender Bibelkenner das Trinitätsdogma nicht beanstandet hatte
      Die Kirchenväter haben die Schriften studiert in dem Rahmen dessen, was sie wissen konnten und wodurch sie geprägt waren (daher sind dort die ersten Auseinandersetzungen und Abgrenzungen zum Judentum zu lesen);
      Martin Luther hat die Schriften studiert in dem Rahmen dessen, was er wissen konnte und wodurch er geprägt war (als Mönch der Augustiner-Eremiten; sein Kampf mit der existenziellen Frage von Schuld, Gericht und Rechtfertigung ist immer mitzulesen; ebenso die Verlagerung von Kirchenhoheit auf die Fürstentümer = nicht mehr Papst als Oberhaupt, sondern der Fürst, weswegen beispielsweise das Ende des Kaiserreiches für die Deutsche Evangelische Kirche eine Katastrophe war)

      Wo ist nun (theologisch gesehen) der Unterschied in der Wertigkeit zwischen dem Studium der "schlauen Gelehrten" heutzutage und dem Studium des Luther oder der Kirchenväter?
      Da hat sich viel verändert und das macht manchen frommen Gemütern Angst, aber man muss das richtig verstehen:

      - wir haben seit Luther Jahrhunderte Renaissance hinter uns; wir haben die Aufklärung und den Rationalismus hinter uns;
      - wir haben diesen Dämon namens Drittes Reich hinter uns, was enorm viel geändert hat;
      - wir haben unglaublich viel an Forschung aus allen Bereichen hinter uns und vor uns: Sprache, Wortbedeutung, kulturelle Einbettung und Einflüsse, etc.
      - wir haben die Erkenntnisse der Wissenschaften ...

      man kann gewonnenes Wissen nicht mehr abweisen, wenn man es hat. Die einzige Möglichkeit ist, dies zu integrieren und darauf zu antworten, oder aber sich vollkommen zu verweigern.
      Die Aufklärung war insofern ein Segen für die Kirchen, denn sie hat sie auf ihre eigentlichen Aufgaben zurückgedrängt. Die Machtstellung der Kirche - auch der Römischen - ist nicht mal annähernd noch vergleichbar mit der Stellung, die sie im Mittelalter hatte. Du musst dir vorstellen, es war ALLES Römisch-katholisch. Es gab nichts anderes und das, worüber wir hier diskutieren, hätte uns vermutlich allesamt auf den Scheiterhaufen gebracht; später in den protestantischen Gebieten nicht sonderlich anders.

      Die Erkenntnisse der Wissenschaften (auch der Bibelforschung) haben einen entscheidenden Effekt; es ist dann die Frage, wie man damit umgeht:
      das Phänomen ist: Je größer das Wissen, desto größer wird das Geheimnis.
      Je tiefer wir in das Weltall blicken können, je tiefer wir in die Sprache der Bibel eindringen, je näher wir dem Anfang des Universums kommen, je genauer wir über alles Bescheid wissen,
      desto unermesslicher wird dieses Geheimnis. Dieses Geheimnis ist GOTT. Deshalb schrieb ich, wir berühren lediglich den Saum Seines Gewandes (und hoffen dadurch heil zu werden);
      auch die Wissenschaftler suchen letztendlich nach Gott; nach den letzten Gründen und Kräften, die alles zusammenhalten.

      Aus diesem Wissen heraus kann man dogmatische Floskeln nicht mehr halten. Das stammt aus einer anderen Zeit.
      Und mit der Erkenntnis dieses Geheimnisses verschwimmen natürlich auch die klaren Grenzen zu anderen Religionen;
      denn mit deren Kulturgeschichte und Texten befasst man sich auch und sieht, dass man die alten Vorurteile so nicht mehr halten kann (zumal die eigene Historie einen nicht mit Ruhm bekleckert hat)

      Das ist es, was wir aktuell erleben und das macht sehr frommen Leuten Angst; die werden dann ganz kribbelig.
      Es könnte ja sein, dass man sich mit dem Satan versöhnt. Man erkennt nicht, dass der Satan vor allem das eigene dunkle, destruktive Herz ist.
      Um selbst heilig sein zu können, muss man den Satan und Erzfeind haben, ob er nun Islam, RKK oder wie auch immer heißt.

      "Aber", mag man einwenden, "diese Systeme sind doch falsch und verblendet!"
      - Ja, sind sie. Wir sind alle verblendet.
      Wir haben überhaupt nichts verstanden.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • @ Freudenboen
      Wenn ich in deinem Sinn die Dogmen und speziell das Trinitätsdogma differenziert betrachte, sehe ich eine mysterienhafte Geheimnislehre von einem Tritheismus (Dreigötterglaube). Passend zu anderen Indoktrinationen der Institution RKK

      @'Norbert
      Du willst nicht schlauer sein als die Kirchenväter des dogmatischen 4. Jh - Warum eigentlich nicht????!!!

      Die Zeit dogmatischer Floskeln sollte vorbei sein, da gebe ich dem bereichernden Beitrag . Seeles recht, auch wenn er nicht zu den sog. "Antitrinitariern" zählt.

      Und die Kirchenväter waren damas beim Trinitätsdogma sehr gespalten. Viele hielten es we Arius - bis Konstantn Ruhe im Reich haben wollte und beginnend 325 das Dogma durchsetzte. Er, der ein Jahr vorher noch den Sonnenkönig Sol auf Münzen prägen und ein Jahr später Sohn und Frau emorden ließ

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hnitschke ()

    • hnitschke schrieb:

      Und die Kirchenväter waren damas beim Trinitätsdogma sehr gespalten.
      Obwohl Jesus als Gott den Juden verheißen war haben sie ihn verworfen!!!

      Was hat sich bis heute geändert. Obwohl so viele Zeugen Jesus gekannt und erlebt haben, glaubt heute kaum einer an Gott geschweige an Jesu als unseren Erlöser....
      Da habe wir nicht den Heiden zu verdanken,sondern den Falschlehrern in den Kirchen, die im Namen Gottes reden....
    • Bogi111 schrieb:

      glaubt heute kaum einer an Gott geschweige an Jesu als unseren Erlöser....
      90% der Weltbevölkerung glaubt an Gott (in unterschiedlichen Formen) und das Christentum ist - trotz starker Verfolgung - am wachsen ...
      von daher verstehe ich solche pauschalen Sätze nicht.

      Was sich verändert hat, sind die Extremen auf beiden Seiten, zumindest in unseren Breitengraden:
      - früher "Eierform": wenig Fundamentalisten oben/ wenig krasse Atheisten unten - breite volksgläubige Mittelschicht
      - heute "Sanduhr": zunehmend Fundamentalisten oben/ zunehmend krasser Materialismus unten - schmale, wegsterbende volksgläubige Mittelschicht

      Man kann nicht von Europa auf die Welt schließen. Wir sind ein Sonderfall auf dem Globus.
      In den meisten Ländern der Erde ist Religion und Religiösität so selbstverständlich wie das Atmen.
      Dass das nicht Deine Vorstellung von Glauben ist, ist eine andere Sache.

      Im christlichen Bereich boomt die charismatische Strömung. In Südamerika teilweise längst viel stärker als die Katholische Kirche.
      Mittlerweile kommen die aus der "Dritten Welt" - die wir früher besiedelt und missioniert haben - und missionieren uns.
      Mission ist keine Sache des "weißen, heterosexuellen Mannes" mehr ... Allenfalls noch in den USA vereinzelt, aber im Großen und Ganzen sind diese Zeiten vorbei.
      Jetzt ist Kirche der ekstatische Tanz ums heilige Feuer, mit Soundsystem, Lichtshow, ästhetischen Hintergrundbildern und meditativen Mantras "JESUS! JESUS! JESUS! ..."
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      90% der Weltbevölkerung glaubt an Gott (in unterschiedlichen Formen) und das Christentum ist - trotz starker Verfolgung - am wachsen ...
      von daher verstehe ich solche pauschalen Sätze nicht.
      Liebe Simon,jeder hat seine subjektive Brille!

      Ich gehe von den letzten 15 Jahren aus die ich Gemeindeleiter bin und im ACK mitarbeite. Dort kenne ich mittlerweile schon einige.

      Glauben ist auch sehr dehnbar. Ich für mich setze stenge Maßstäbe an. Vorbild sind für mich Daniel und seine Freunde.

      Ich kann natürlich nicht in die Herzen der Menschen hineinschauen....Wenn ich aber diesen Maßstab anlege dann wirds mit den Zahlen nicht mehr so doll.

      Schau Dir nur die Mitglieder der große Kirchen an un nimm die Kirchenbesucher als Maßstab. Einige davon kenne ich und bin eigentlich entsetzt über ihr Bibelwissen...geschweige denn eine Tägliche Beziehung zu Gott. Immerhin beten die Moslems 5x am Tag zu Gott!!!
    • @Bogi111

      Ja, es entspricht nicht deinen Maßstäben. Das trifft es schon eher.

      Die Muslime beten fünfmal am Tag. Manche, weil sie es müssen, Manche aus tiefster Überzeugung. Das ist für mich kein Vergleich, denn es steht eine ganz andere Auffassung dahinter. Ihnen ist befohlen, fünfmal zu beten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Nicht alle, die zu mir Herr, Herr, sagen, werden ins Reich der Himmel kommen, sondern nur, die den Willen tun meines Vaters im Himmel."
      Richtig.

      Aber wie kommt man drauf, dass die Kritik im Rahmen des eigenen Maßstabes gleichbedeutend ist mit "den Willen des Vaters tun" ?

      Danke, dass du es nochmal druntergeschrieben hast, ich hätte sonst nicht gewusst, wer´s gesagt hat ...
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Bei der Kritik Jesus
      ICH SPRECHE NICHT VON DER KRITIK JESU AN DEN KIRCHEN
      ICH SPRECHE VON MENSCHEN!

      In 90% der Debatten hier und anderswo in der Christenheit oder sonstwo in der Theologie geht es überhaupt nicht um Gott, sondern es geht um Menschen, die ihren Willen zu Gottes Willen machen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)